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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-27 · Heft 2637 (27.6.1926) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2637 (27.6.1926)
Date
1926-06-27
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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t Ät 2LN- Men, Sonntag Ae Abreise der Schwede«. Der abgelehnte ,Lentschmeistermarsch". Gestern vonuittags sind die schtvebischen Pflegeeltern, die seiner« Wrener Kinder bei sich beherbergten und Wien einen einwöchigen!Äeftlch abgestattet hatten, abgereist. Eine große Menschenmenge 'bereitete ihnen herzliche Ovationen. Vor der Abfahrt, die vom Westjkchnhof erfolgte, konzertiertie ebne Militärkapelle. Sie ttug die schtve- ^dqche und die österreichische Hymne vor. Ais sie dann den Deutsch- 'nveistevnmrsch anstimmte, domonstrieroten einige Eisenbahner, die sich 'in der cmgesamnleiten Menge befanden, durch heftige Pfui-Rnfe. Die Szene ging rasch vorbei. Ms die Schweden abreisten, nahm das Pn'blikmn von ihnen mit Hochrufen und Tücherschwenken Abschied. Dieser Zwischenfall, der kMM einige Sekunden lang dauerte und nur von den Zunächststchenden benrerkt wurde, begeistert das »Naue Wiener Abendblatt" zu einer wch.' noch ärgeren Taktlosigkeit. ES schreib:, daß die Schweden nicht wissen, „daß es in unserer soMldemokwtifchei.l Partei einen Klüngel von meist Zuge reisten gibt, die innerliche Abscheu und Haß gegen alles urwicnerische Empfinden und kein Gehör dafür haben, daß auch die alten Militävmärsche ein Stück Altwiener Kultur sind und... in ihrer Musikalität Wesen und Her; des Kode n st ä ud i ge n W i e n e rn ii m s ausdrücken." Das sieht int Matt des v>tvvu Siegharl aas Troppan. Ae Lonau steigt wieder. , Die hydrographische Abteilung des Amtes der inederösterreichischen Landesregierung meldete gestern, . 5 Uhr nachmittags: Die Donau und ihre Zuflüsse mit Ausnahme der Enns, die bereits sällt, sind noch langsam ansteigend. Für heute früh ist m Wien bei der Reichsbrücke entsprechend dem Rachlassen des Anstieges ein Wasscrstand von -I- P46 Zentimeter zu erwarten. Die Weittovvoransfage leimet: Norda'pen: Bei anhaltend ungünstiger Wetterlage wahrscheinlich' leichte, vorübergehende Besserung. Südalpen: Vorwiegend heiter, kühl. Bregenz überschwemmt. Bregenz, 26. Juni. Der Bodensee, der schon seit einigen Tagen aus den Usern getreten ist, ist in den lehren 24 Stunden nimerlich mn dreieinhalb Zentimeter gestiegen. Vor dem Postgebände nny der Landesregierung und in der Bahnhofstraße sind die Gehwege schon längere Zeit hüwurch nicht passierbar. Die Häuser sind auf Stegen zugänglich gemacht. Iw der Bahnhofstraße mußten einzelne Wohnungen geräumt iverden. NebelschwemumngsTatrrstroHhc in Mexrko. Mexiko, 20. Juni. (Reniter.) Wie ans Billa' de Leon gemeldet wirb, soll die Zahl der bei der Ueberschwemmnngskaiastrop h e ums ' Leben Gekommenen sich auf ungefähr tausend be--.: lausen. Ein Viertel der BevöAerung ist obdachlos und ihrer -Habe gänzlich beraubt. Der Schaden wird anw vier Millionen- Pesos ge- _Mener Mok^enzettuntz_ schätzt. Ans den Höhen oer Umgebung der Stadt befinden sich Hunderte von MlAchttten Familieu. Die Kinder sind in den Kirchen nntergebvacht. Truppen ' beiden sich zur Hilftleistuftg an die Stätte der ^Kataftrozche. :; . S t c n 27. Juni. * Der große ttrtb der lange Fuchs. Das große Mysterium, wie akademische Lehrkanzeln besetzt werden, wird immer ein sorgsam gehütetes Geheimnis bleiben. Die Anekdote, welche die drei Alternativen für die Erlangung einer Professur in die Formel znsaminensaßte, Erbgang, Erschleich!.»g oder wirklich überragende fachliche Tüchtigkeit, deutet es vielleicht am zutreffendsten. Seit dem vor einigen Monaten erfolgten Tode des Professors Dimmer ist, die zweite Augenklinik der Wiener Universitä: unbesetzt. Nun soll, wie es heißt, der 66-M)rige Grazer Okulist. Professor Salzmann, Chef der zweiten Augenklinik werden. Sein hohes Alter wird, wenn nicht schon früher, jedenfalls nach fünf Jahren eine Wiederbesetzung dieser Lchr'anzol rrottvendig nrachen, denn mit 70 Jahren endet nach dem Gesetze die akademische Lehrtätigkeit der Nniversitälsprofcssoren. Zum besseren Verständnis der Schiebung, die hier geplan: ist. ist cS notwendig, sich folgendes vor Augen zu halten: Chos der weile» Angeu-l'lin'k war bis zur Ricderltgnng seines akademischen Lchnimles Hofrat Fuchs, der wegen seines' Ansehens, das er in den Fachkreisen genieß:,- allgemein der große Fachs genannt wird, mährend se:n Schwager. Professor Dimancr, die erste Augenklinik leitete. F"chs machte dann für seinen. ehemaligen Assistenten und Tchwager Trn'mer Platz, während nach dem Tode Vernheim.l» ein anderer Assistent des großen Fuchs, Professor Meller, die erst: okulisirfcht Lehrkanzel überiiahn. Sein erster Ass'stenr ist jetzt der Sohn des großen Fuchs,, der zur. besseren U:tt.e'i-ei.n>ng von j.in.'m Ba'.er und. da ihm die Fachgenossen nur überragende körperliche Größe zugestehen wolle», von diesen de lange Fuchs gcnal'nt.wird. Die bevorstehende Ernennunz des Oliiätzrigen Grazer Okulisten Sa l;mann znm Chef der zw'tte» Auge» klin'k wird ittln vielfach dahin anfgesaß: daß Salzmann der Platzhalter für den langen Fttchs sein soll, der in fünf Jahren bis zum legalen Austritt Salzma.rns aus dem Lehramt schon die nötigen.Dienstjahrc gesammelt haben wird, um die zweite Lehrkanzel-übernehmen zu können. Dann wird er die Klinik ftineS Vaters tvohl nicht im direkten Crbgartg übernommen, aber nach einem längeren Chmbgsmertt zwischen den beiden Augenkliniken ersessen haben. * Bemerkungen. In Umgarn wurde pir „Gefangene" verboten. Glaubt man dort, dadurch der Dktt Vortäuschen zu können, daß man Gefangene mrr rmßerhaLb Ungarns sehen kann? —- Die Uhrmacherstadt Glashütte ist in Geldbedrängnis geraten. Das spricht Men ihre Präzision!. Ist brr Mäshüfte konnte iwm Nicht die eigene Zeit ftststellen. — Nach dem Volksentscheid schrieben gewisse Blätter: Ein Sieg des Rechtes. Gn kleiner Irrtum. Es sollte , richtig heißen: ein'Rechtssieg! T: R. * Das Verschwtnden der LehrUnge Schebesta und KUnhler. Wie seinerzeit' berichtet, ist^der Mährrge Frrseuvlehrling Franz S ch e b e st aJeit dem 18. Mai d. I. abgängig. Nunmehr, hat-das 27/ 1928 «Hit « —.. .... ..... Oie HIEDERÖSTERREICHISCIfE MOLKEREI Wien, XX. HochitMdtpUrtt S ist die Zentralstelle von 136 Genossenschaften, deren Gebarung unter der ständigen Kontrolle der landwirtschaftlichen Kammer steht 2027 100 eigene Filialen / Täglicher Absatz: 110.000 Liter Feinste Teebutter, Yoghurt, Schlagobers, Kindermilch \ i 1 i Gendarmeriepostenkommando Liebenan bei Graz mitgeteitt, daß Franz Schobest« am 6. d. in einem Gasthof in Liebenan genächtigt und tags darauf sich in der Richtung gegen Graz zu entfernt hat, Unterwegs verlor er auf der Landstraße seinen Heimatschein.; Schobest«, der sich in sehr desolatem Zustande befand, äußerte die Absicht, sich nach Graz zu begeben. Der seit dem 11. Mai d. I. abgängige 16iähriae Handlnngspvaktikant Franz Küntzler ift bereits am 11. 0. ,n Berlin angehalten woroen nnd am 14. d. im Schnbwege hier eingetroffen. * Dienstag auf der Straßenbahn Werktagstarif! Am Dienstag (Feiertag') gil: auf dir Straßennnd Stadtbahn der Werktagssahrpr-e-is. Daher ktud an diestin Tag auch die Fürsorgesahrscheute. die Frühsahrschne. die Hin- und' Rücksahrfcheine und die Wochenkarten gültig. D.e Hin-- und .Rük'ohr'che'.ne und die Wochenkarten können für di- Rikfahtt schon von elf Uhr vormittags an, benützt w'r'oen. * Hebräische Ferialkurse des Zionistisch-Akademischen Vereines Bar-Kochba. Der Zionistisch-Akademische Verein Bar- Kochba eröffnet im Gebäilde, des jüdischen Realgymnasiums, 2. Bcz., Castellezgasse 86, einen hebräischen Ferialknrs (1. Juli bis 16. September) mit schriftlicher Arbeitsmethode nnd mit Zugrundelegung der palästina-sephardischen Ortvphemic. Dem Vereine gelang es, den hebräischen Schriftsteller und Lehrer an der erwähnten Mittelschule, Prof. M. CH a r t i n e r, den Initiator der ortopbemischen Arbeitsmethode im Hebräischunterricht (siehe „Wiener Morgenzeitnng" vom 6., 0.. 11. nnd 12. Juni), für die Leitung des Kurses zu gewinnen. Der Kurs ist wöchentlich zweistündig, 7 bis 9 Uhr abends; Anfänger Mittwoch, Vorgeschrittene Donnerstag. Einschreibungen täglich von 7 bis 8 Uhr abends im jüdischen Reatzgymnasinm. Weit mehr als die Hälfte aller Flugzengvaffagtere sind »Frauen. * Zahnärztliche Instrumente werden beinahe ausschließlich ftT Dem'ch c.no und Amerika fabriziert. * Zn London hat ein enttän'chter Ehemann die Gültigtett seiner, Ehe ange'öchteu. weil er in betinnkenem Zustande die'Unterschuss ans d-ni Standesamt geleistet habe. - * Für unentwegte Grammophonbörer hat ehr Amerikaner ei». Grammovlion konstruiert, das so klein ist, dich man es bequem i« der Manteltasche mitnehmen kann. » Amerika produziert jährÜch vier MMmen Antos, von dem« höchsten» eine Million exportiett wird. ..... . * Nördlich von Nome (Alaska) ist ein ständtaer Warentransport auf Hundeschlitten eingefüytt, der an regelmDige Abfahrts- und'; Ankunftszeiten gebunden ist. Jeder Schütten, der mit acht Hunden' bespannt tst, kann eine Vierteltonne Last befördern. " "^ rues' Was die Ersenbothrrerr, vie dAvrh Segel getrieben Weeden. Bei der Reise machen die Reiseivden wieder so allerlei Be- -dnntschas.'en, die sie sonst während des ganzen Jahres nicht kennen. Die angenehmste Befördernng bleibt natürlich iimner noch der D-^Zug und das Schiss, lvenn cs auch jetzt bereits eine ganze Menge Mertschen gibt, die das Flugzeug und das Luftschiff für die netteste Besörderungsar: hallen. Weniger angenehm sind die Kleinbahnen, auch „Bimmelbahnen" genannt, die mit Recht zu >den beliebtesten Gegenständen der Witzblätter gehören, da ihr Betrieb nicht gerade für den modernen Verkchr geeignet ist. Trotzdem sind sie noch ein "geivaltiger Fortschritt gegenüber den S e g e l e i s e n b ah n e n, die zu >den merkivürd'igsten Eisenbahnen der Welt gehören und in Chile und Bolivien in Südamerika eingeführt sind. In den riesengroßen Steppengebieten dieser Repttbliken, die über. zahlreiche Meilen ohne Baunlwnchs und Wasser sind, wird in großen Mengen Salpeter gewonnen. Es bcstch'. aber nicht die Möglichkeit, hier einen Eisenbahnverkehr wirklich rentabel elnznrichten. Man hat sich deshalb fchr praktisch geholfen, indem man den starken Wind, der hier fast regelmäßig vom Stillen Ozean her wcht, als Kraftquelle zur Fortbewegung einer einfachen kleinen Eisenbahn benutzt. Aehnlich wie -beim Segelschlitten befestigt man an. den Eisenbahnwagen g^roße Segel, in denen sich der Wind,fängt nnd a-ns diese Weise den Wagen auf den einfachen Schienengeleisen vorwärts-treibt. Eine solch.- Bahn wäre natürlich zur Befördenlng großer Züge nicht geeignet. Da aber di- Kraft nichts kostet, kann m<»» sich-damit begrrügerr, , die Wagen einzeln lauft» zu lassen. Jchtzr Wagen wird so belastet, daß die Kraft des Windes ausreicht, ihn vorwärts zu tvcibcit; Auch die Arbeiter der Salperechergwerke werdet! aus dieser primitiven Eisenbahn von und zu ihren Arbeitsstellen befördert, und der. Betrieb beivährt sich ftit Jchren ausgeljeichnet. Gtn geheimn-rsvolles Fl-usboot. In Hüll in England iverden zurzeit Versuche mit einem neuen Fl ngboot mit drei Maschinen unternommen. Die Eiiizelheiteii werden streng geheimgehalten. Das Boot hat den Rainen „Iris" erhalten. Die Herstellung soll zwei Jahre getrenen niw 16.000 Pfund gekoste: haben. Die Maximum-Motorstärke wird mit 2 0 00 Pferdestärken angegeben. Besonderer Zweck d?r Masch-ne ist ein Elchen nach Unterlftebooten, wie übechcmpt Erkeuinmgsarbeit. Das Flugzeug hat Platz für dew Ävmmandanien, övei Pilo:en und zehn Mann Besatzung. Der VuVkan als Kerffeerösteroi. Die Regierung > vop N i c a r g g u a hat ein Preisausschreiben erlösten, um die. vernichtende Wirkung der Tätigkeit des Vulkans Sa nti ago zu mildern. Die Nicaraguaner leben zrun größten Teil von der Ausfuhr des Kaffees, 'ber in Nicaragua in sehr guter Beschasienhest wächst. Nun hat im letzten Jahre -der Vulkan. Santiago eine fthr unangenehme ErrnPtionstäNgkeit entfaltet, die. für den Kasseepflanzeubestaud vyn den merkwürdigsten Folgen ist. Die Hitze -des Bodens und der in -der Nähe -der Plantagen vorbeifließende. Lavastrom -haben zusammen mit dem Rauch, der vyn dem Vulkan. ausgeswßen wird, -den Kaffee regelrecht geröstet. Diese Rösterei, die den Pflan-ern an sich recht bequem sein könnte, da sie. billig ist llrrd auch keinerlei Acbeit erfordert, ist aber trotzdem recht nner-wünscht, da der Vulkan es nicht richtig verstcht, Kaffee zu rösten, denn er tut es in so unsachgemäßer Weise, daß der Kaffee nicht mchr verwendet werden kann. Die Plantagenbesitzer von Nicaragua haben also den Vorzug, daß der Kaffte völlig geröstet bereits in den Plantagen wächst, ein Vorzug, der sie allerdnigs zu leibhaften Klagen veranlaßt. Nun joll die Wissenschaft helfen. In dem Preisausschreiben, das die Regierung erlassen har. soll eilt Vorschlag ausgearbeitet werden, durch den durch eine chemische oder physikalische Me'hode die Verluste, die die Plantagenbesitzer durch diese unsachgemäße R'österei -des Vulkans erleiden, unmöglich ge»nacht -werden. Diese Aufgabe ist entschieden'neu und es fragt sich, ob ein wistenschaftlicher Weg -gefiulden werden kann, den Vulkan mit Erfolg zü behandeln. Ein hoher Preis ist für die beste Lösung ausgeschrieben. Wer wagt es? Rostfreies Eisen. - Alis der in Manchester jetzt zu Ende gegangeneil Jngenreurkonserenz sprach Dr. B a r c l a h auch über die erstell geglückten Versuche zur Herstellung derostfreien Eisens. Er behauptete in seinen Darlegungen, daß vj» Erfindung deö rostfreien Elsens zu den größten Erfindungen des Jahrhundertgehren würde. Schon heute liehe sich sagen, daß der Preis nicht viel höher sein würde als der des gewöhnlichen Eisens. Die Unistellung i-nt Produktioirsprozeste würde zwar noch einige Jahrzehnte dauern, doch fti nicht daran -u -veiftln, daß noch dieser. Zeit anderes als rostsrcfts Eisen Äbechcmpt rckht «ehe hevgchellt werden wird. Dr. Barckay kLndigt gerade-n «me R«vol«tton sitk die geweftervevarbettende Stzeuindnßwie an. Mn olektoisther Ver^iD4MtNOs«ptz»lwi^ in -er Avmban-nchr. Ein Erfinder namerrs Emil PrÄß in G^e^l-se n-1 i r cheu hat ein sinnreiches Mittel zur SeKstverteidtzilmg erdacht. Bon einem kleinen Zlpparat, den man in Form einer A-rmba nd uchr um das Handgelenk trägt, führt eine im Rockärmrl verborgene Schnur z»t eine: elektrischen Batterie, die in -einer Rocktasche steckt. Ein Jndukti-onsstrom von zehnta«se«ch Bvkl speist die Batterie. Wird jemand übechalleu, so braucht er den Angreifer nur mit dem Apparat zu streiftn. Durch die Berührung erhält der Angreifer einen eilektr-ischen Schlag, der ihn -Minuten lähmt «nrd kampls-irnsähig macht. Mn Trnns^eantDng Mr 1<3« Pevsonen. Auf der Bersammluing der wistenschastttchen Gesellschaft für Luftschiffahrt in Berrin entwickelte der bekannte Flugzeug-Konstruktenr Edmund Rumple r den KonstrukdwnsPlan eines neuen Transozean-Fl-ugzeuges. Rltmpler hat an dem Entwurf des Flugzeuges über füivf Jahre gearbeitet. Nach seinen Berechnungen wird es möglich sein, in nngefähr 36 ©tunden unter Einrechnnng einer Zwischcnlandilngsgert von 4 h»8 5 Stunden aus den Azoren die Strecke von Hamburg nach N e w - N 0 e k zurückzitlegen. Die Mitteilungen Rumplers sind geeignet, die größte Sensation zu machen, da die allerschnellsten Ozeandampfer für diese Strecke 7 Tage brauchen. Die lKvnstntktion des neueit FlttgzsugeS stellt gewissermaßen eine Anrinanderreihllng mchrerer Flugzeuge dar, die durch eine sinnreiche Baumethode zusammenyeschweißt sind. Rumpler will auf seinem transozeanischen Flugzeug, das er „Flugzeug mit unbegrenzten Spannweiten" nennt, 136 Passagiere und 6000 Kilogramm Nutzlast befördern. Der «uftnchaltsraum befirrdet sich im Innern de: Tragfläche, und zjlvar in deren Vorderteil. Die Schwierigkeiten für den Mm eines solchen Flugzeuges hält Rümpft" nicht für übermäßig groß. Die Gol>-sewinn«ng ans Meerttvnsser. Bisher sind über 60 Patente mit SO verschiedenen Vorschlägen zur Goldgewinnung aus Meerwaster etteilt worden. In letzter Zeit arbeitet Professor Haber mit besonderer Jntenfität an diesem Problem. Die Hambmg-Amerika-Sinie hat dem Forscher ein beson-deres Schiff zur Bersügung gestellt, das ein richtiges schwirmnendes Laboratorium ist. Haber wird aus -dem Atlantischen Ozean Versuche machen und dabei das Meerwaster aus Goldgehalt in der Bai von San FranziSko, der -ungesähr ein Hundertstel Milli^ gramm pro Tonne geschätzt wird, prülftt. Für die polaren Wüster, die! noch nicht «technht wich allerdings das vier« und Fünstacho augenommen. Größe« Mengen Doiyft» DH chr cfeiftpit Stofen Rfe

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