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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-26 · Heft 2636 (26.6.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2636 (26.6.1926)
Date
1926-06-26
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Kr. S8SK Wkn, Samstag Tagesbericht. Ser Sang zum Grabe Herzls. Morgen Sonntag findet um 9 Uhr vormittags der Gang zum Grabe Theodor Herzls auf dem Döblinger Friedhof statt. Die Instruktionen des Zionistischen Landeskomitees sowie die Bestimmungen für die Zugsordnnng haben wir bereits gestern mitgeterlt. Die Teilnehmer versammeln sich um 9 ilhr vormittags den bestimmten Sammelplätzen. Die Herzl-Gedenkferer der zionistischen Mnndntnre. Die Wiener zionistischen Mandatare veranstalten morgen Sonntag, Präzise 8 Uhr abends, in den Olympiasälen eine Hergl-Godenkfeier. Die Gedenkrede hält Herr Oberrabbincr Prof, i Dr. Z. P. Chajcs. Es wirken an der anschließenden Akademie mit: Oberjkantor E. Frankel (Gesang nrit Chor), Oberregisseur Hans : Rhoden b erg (Rezitation), Professor I. Wolfs oh n (Klarier), Konzertmeister Zimbler (Geige). Regiebeitrag. * Wie die Hakoah mitteilt, unterbleibt wegen des Ganges zum Hcrzl-Grabe die sonntägige Wanderung der Touristen. Mn Srnsalionsvroreß l« Metz. Die Gespensterbanditen. Vor der Geschwornenkammer in Metz hat dieser Tage ein Prozeß gegen 14 Banditen begonnen, die nicht weniger als 120 Verbrechen bezichtigt werden. Sie bildeten jahrelang den Schrecken des Moselle-Departements und es gab wenige Ortschaften in der Gegend von Metz, die von ihnen nicht heimgesucht worden wären. Allgemein nannte man die unheimlichen Kerle und ihre Gefolgsleute die „Gespensterbanditen". Große Räuberhauptleute, wie ihr Anführer Mathieu G e r a r d, gedeihen stets in unruhigen Zeitlänfen; man erinnert sich des berüchtigten Schindcrhannes, der Ende des 18. Jahrhunderts der Schrecken der Rheingegend war und schließlich in, Mainz am Galgen endete. Gerard stand ihm in nichts nach. Von Beruf Spengler, auf deutscher Seite zum Krieg eingezogen, trieb er sich nach der Auflösung der deutschen Armee in Lothringen umher und verübte zahlreiche Diebstähle in allen Dörfern. Im Dezember 1921 verbündete er sich mit Emil Weil; dieser, ebenfalls aus der Gegend stammend, hatte seinerseits in einem afrikanischen Bataillon gedient. Mit seltenem Geschick und unerhörter Kühnheit raubten, stahlen und brandschatzten die zwei Kerle, umgeben von einem großen Anhang: die Korbmacherfamilie Wingtans, im ganzen 12 Personen, hatte sich ihnen angech,flössen. Eine Räuberbande von zusammen 14 Männern uitb Frauen verheerte die Gegend. Wienei: MorAemeitung (ifo«tati«oli* Zahnpast •), in Gläsern S 2.(30 und Tuben -> 2.40, krodelnde 8 —.90. zeichnet sich vor anderen Zahnpasten dadurch aus, dsfl sie die Zähne in kurzer Zeit blendend wHll rei* ntgt und garantiert unschädlich ist. Dabei hat Twerdys De' tiflore einen höchst angenehmen erfrischenden Geschmack. — UeberaU erhältlich. 144 Dentif/ore Apotheke „zum goldenen Hirschen“ des dd W. Twercfy, Wien, I. Kohlmarki Nr. J I Auch vor einem Morde schreckten die Banditen nicht zurück. Am 29. März 1922 drangen sie, nachdem sie die Türe mit einer Axt eingeschlagen hatten, in das Haus der alleinstehenden 77jährigen Karoline LevY, knebelten und erstickten sie buchstäblich unter den Kissen und Decken ihres Bettes. Sie stülpten einen schweren Schrank auf das arme Opfer; anr anderen Morgen sank man die alte Jungfer Levy erstickt. Der Tod war einige Stunden nach dem Weggang der Banditen erfolgt, die ihrerseits nichts von Bedeutung gefunden hatten. Als Weil und Gerard der Boden zu heiß wurde, flohen sie nach Berlin, von dort kehrten sie, nachdem sie einige Wachen lang ihr Geld verjubelt hatten, wieder zurück. Ern weiterer Ausflug nach Berlin wurde zu einem großen Diebstcthl benützt, der ihnen 2700 Mark cinbrachte: endlich wurden sie in den Arrest gesetzt. Weil gelang es, fast sofort wieder frei zu werden; er wandte sich neuerdings Algerien zu. Gerard wurde erst 1923 in Freiheit gesetzt; nun verlegte er sein Standquartier in die Gegend nördlich von Diedenhofen (Thionville). Unterstützt von den Wingtans zündete er in Ay die Liegenschaften der Witwe Birtz an; tvahrend die Bewohner des in Brand stehenden Hanfes mit dem Löschen bemüht waren, drangen die Banditen bei der Witwe Lemoine ein und nahmen fort, was irgendwie sich wegtragen ließ. Langsam kamen sie ins Gedränge; die Polizei war ihnen immer näher ans den Fersen. Die beiden Strolche erreichten Marseille, schifften sich nach Korsika ein und wurden dort beide endlich erwischt. 70.000 Schilling unterschlagen. Linz, 25. Juni. Nach einer Meldung der „Tagespost" aus Passau sind beim österreichischen Nebenzollamt in H a i b a ch bet Schärding Unterschlagungen in der Hohe von rund 70.000 Schilling aufgedeckt worden. Der schuldige Zolleinnehmer G u m p e l« m a 1) v ist zur Beobachtung seines Geisteszustandes in die Landesirrenanstalt Niedernhaag gebracht worden. Dom Blitz erschlagen. Linz, 25. Juni. Während eines gestern nachmittags über einen Teil des Gerichtsbezirkes Mondsee nicdergegangenen schweren Gewitters wurde ein 35jähriger Mann, der sich gerade in seiner W oh nst ub e aushielt, vom Blitz erschlagen. Die übrigen im Zimmer weilenden vier Personen wurden beiäubi, konnten sich aber nach etwa einer Stunde erholen. 1 ad. Juni 1926 Sette 8 , Ministerwahl im Ratlonalrat. Für gestern, 1 Uhr mittags, war die Wahl Dr. Rin telens zum Unterrichtsminister angesetzt. Der Kandidat hatt« es vorgezogen, in Graz den Wahlausgang abgulvarten, alltvv de' christlichsoziale Landtagsklub über sein Betreiben beschloß, der Dechanten P r i s ch i n g mit der Würde eines Landeshauptmannes im Lande Steiermark zu bekleiden. Ursprünglich ttxn dieses Amt dem ehemaligen Finanzminister Dr. Ah rer zugedacht, doch erwies sich dieser Plan als undurchführbar, ix Dr. Ahrer. der im Zivilbcruf Konzipient ist, gerade jetzt seir Gerichtsjahr macht. Bis zum Beginn der Nationalratssitzung wußte man nicht ob die Sozialdemokraten die Ministerwahl überhaupt zulasser würden, hatten sie doch die Möglichkeit, die Tagesordnungsdebatte vom letzten Montag ganz nach Belieben fortzusetzen Sie 'blieben übrigens auch der Sitzung des Hauptausschusses fern, in der der Beschluß gefaßt worden »var, dem Nationalra die Wahl Dr. Rintelens zum Unterrichtsminister vorzuschlagcn Um 1 Uhr wurde dann das Läutewerk in Tätigkeit gesetzt, langsam betraten die Volksboten einzeln und gruppenweise der Sitzungssaal. Da die Sozialdemokraten, seit Dr. Ramek die Vereinbarungen Knnschak-Glöckel über den VoKsschullehrplan aufgehoben hat, mit der Regierung und den übrigen Parteien jeden Verkehr abgebrochen haben, mußte Präsident Miklas, öct seine feierlichste Miene aufgesetzt und seinen allerseierlichsten Bratenrock angelegt hatte, den Sektionschef Dr. C; y h l a r z als Verbindungsoffizier zu den Sozialdemokraten entseniden, um die Formalitäten der Sitzung zu vereinbaren. Dann verließ er durch eine Seitentür gravitätisch den Saal und betrat ihn gleich darauf wieder, wie es sich für einen Präsidenten gebührt, durch die Präsidialtür. Unmittelbar danach begann der Wahlakt. Der alte Jodok F i n k, jetzt Doktor h. c. der Universität Innsbruck, stellte namens des Hauptausschusses den Antrag, Dr. Rintelen zum Unterrichtsminister zu wählen. In diesem Augenblick echob sich auf der zweiten Galerie ein Mann und rief in den Saal hinunter: „Hallo! Ihr Volksvertreter! Nchmi euch der armen Leute, der alten Pensionisten an!" Zugleich warf er eine unbezahlte Rechnung über 58 Schilling in den Saal. Der Galeriebesucher, der den Nationalrat mit einer Einreichungsstelle für unbeglichene Forderungen verwechselt hatte, wurde von Saaldienern abgeführt. Cr legitimierte sich als der pensionierte Portier der Nordwestbahn, Ludwig Grob 'l, und gab an, daß er mit der Rechnung lediglich beweisen wollte, wie notwendig er einen Vorschuß auf seine Pension brauche. Nach diesen! Zwischenspiel verlas namens der Sozialdemokraten Dr. B a u e r eine Erklärung, in der zunächst Doktor Rintelens Lebenslauf in wenig liebevollen Farben geschildert wird. Rintelen sei der Protektor der Heimatswehr, der Huber, Walch und Fauland, die sich durch ihre Verschwörung mit den Meszaros-Banditen, mit den' Organisatoren des burgenländi scheu Gang zum Grabe Theodor Herzlj || Morgen Sonntag den 27. d. M. um 9 Uhr vormittags äm || ft ft Döblinger Friedhof (Endstation der Linie 40 der Straßenbahn) 5 ft Juden erscheinet in Massen! Juden erscheinet in Massen! Grünendes Land. Bon Gerda Arloforoff-Goldberg (Jerusalem). Unter die mannigfachen Probleme der jüdischen Einwanderung gehört nicht als Geringfügiges die Eingewöhnung und das Verwachsen in die Landschaft. Gerade die sogenannte moderne Generation, die bereits in der Galuth zu einem großen Maße ein starkes Verhältnis zur sie umgebenden Landschaft hatte, vor allem die Kreise, die aus der Jugendbewegung stammen, empfindet die Anpassung an die Eigenart der Natur als ein wichtiges Erfordernis, ivenn sie wirklich mit Palästina verwachsen will. Ein solcher Vereinigungsprozeß gelingt schwer und selten vollkommen. Denn es handelt sich darum, an Stelle alter und geliebter Bilder und Vorstellungen, neue Begriffe und neue Affekte zu setzen. Die Eindrücke und Erfahrungen der Kindheit sind nicht leicht zu übermalen und wagen sich oft ganz unvermutet wieder hervor. Man braucht sich nicht zu scheuen, das offen auszusprechen, denn wir wissen alle, daß ein solcher Anpassungsprozeß in seinem gewaltigen Umfang nicht das Werk von Jahren, sondern zum mindesten von Jahrzehnten ist, daß ein e Generation nicht ausreicht. Das gilt nicht nur für die Gewöhnung an die Landschaft, sondern ebenso zürn Beispiel auf dem Gebiete der hebräische« Sprache. Es kann wohl jeder einzelne lesen, schreiben und sprechen lernen, es kann wohl auch ein großer Prozentsatz dazu kommen, sich in die Tiefen der alten und neuen hebräischen Literatur zu versenken. Aber von hier bis zum Hebräischen als M u t 1 e r s p r a ch e ist noch ein weiter Weg. Da das Hebräische ein anerkanntes nationales Moment ist, wird es naturgeniäß viel diskutiert, und die Fragen, die damit Zusammenhängen, genau untersucht. Ueber das Ginge wöh nen in die Landschaft spricht man kaum. Hier ist auch wenig mit dem Verstand auszurichten, denn hier handelt es sich einfach uni eine Geffchlsumstellung, die man nicht erringen, nicht „lernen" kann, sondern die als eine Begleiterscheinung im Laufe von Jahren kommt. Dennoch spielt dieses Moment bei dem Juden, der nicht rein in Büchern lebt — und' dieser Typus wird ja im Lande immer häufiger —, eine große Nolle. Der erste Eindruck von Palästina, was Landschaft anberrifst, ist fast immer überwältigend. Die Mannigfaltigkeit und Stärke der Eindrücke läßt kaum einen der Besucher los. Aber man sieht dieses Land am Anfang trotz aller Gefühlsregungen, die scheu das Wort Palästina mit sich bringt, zuerst als etwas Schönes, aber Fvemdes. Neben den gewaltW.» EiudMen, die Wüste, Gebirge, Meer nnd bebaute Ebene geben, taucht plötzlich in der Phantasie das Nordmeer oder ein umwaldeter Bergsee auf, .den man in der „fremden Heimat" von Jugend ans gekannt und geliebt hat. Was mutet den Ankömmling in diesem Lande zunächst fremd an? Es sind neben unzähligen Imponderabilien vor allem die andersartigen Farben. Für den europäischen Menschen ist beherrschende Farbe der Landschaft grün. Man braucht sich daraufhin nur ein Bild oder ^eine Dichtung anzusehen. Palästina aber ist gelb und blau in seinen Hauptzügen. Diese fremden Farben rufen unsere Reaktion hervor und unser ursprüngliches Gefühl geht nicht fehl. Denn je mehr das Land zum Leben erwacht, je mehr der Boden unter Kultur genommen wird, desto stärker tritt die grüne Farbe hervor, desto mehr werden Blau und Gelb von ihrer ausschließlichen Herrschaft verdrängt. Es ist ja überhaupt eines der Charakteristika der jüdischen Kolouisationsärbeit im Lande, daß sie auch die Landschaft fortschreitend verändert. Die Besiedlung bisher fast unkultivierter Gebiete wirkt selbstverständlich nicht nur auf die wirtschaftliche Lage, sondern wandelt langsam und wie nebenbei auch die Landschaft. Dem „neuen Palästina" geben nicht nur Kolonien, Wege, Automobile, bearbeitete Felder und Herden von Rassenvieh das besondere Gepräge, sondern vor allem die großen Baumpslanzungen, die uns die letzten Jahrzehnte gebracht haben. In den vier Jahrzehnten, in denen jüdisches Geld und jüdische Energie wieder begonnen hat, das Land aus seiner Versallenheit zu reißen, sind große Strecken wieder bepflanzt worden, wodurch sich das Laudschaftsbild stark geändert hat. Die Zionistische Organisation mußte bei ihrer Arbeit im Lande auf -manchen Gebieten Aufgaben ans sich nehmen, die in europäischen Kulturstaaten deni Staate zufalben. Medizinische und hygienische' Institute, Schulen ns.v., für welche die Regierung hätte sorgen muffen, sind von ihr spontan gegründet worden, weil das Land und seine Entwicklung es gebieterisch verlangten. Auch die Aufforstung fällt unter normalen Umständen unter das Arbeitsgebiet des Staates. Jedoch wird in Palästina von den Behörden nur sehr wenig,in diesem Sinne getan. Die großen Pflanzungen, die wir auch heute schon im Lande finden, bestehen entweder noch seit alten Zeiten, wie;nm Beispiel die großen Olivenbestände ans den Bergen von Samaria, oder sie sind im Laufe des letzten halben Jahrhunderts von verschiedenen Kolonifationsgrnppen angelegt worden. Vor allem zeichnen sich die deutschen Siedlungen durch einen schön eingewachsenen Baumbestand aus, der sich im Lause der Jahrzehnte entwickelt.hat». Daß eine gesunde landwirtschaftliche Entwicklung auch auf umfassender Aufforstungsarbeit beruhen mußte, war von vornherein klar. Im warmen Klima spielen Wasser und Schatten eine noch weit stärkere Rolle als im gemäßigten. Die Entwaldung der judäischen und galiläischen Berge hat weite Strecken unfruchtbar gemacht, da die fruchtbare Humusschichte des Bodens von den starken Regen fortgeschwemmt worden ist, so daß wir hercte kahlen Felsen sehen, wo früher sorgfältig gepflegte Terrassen einen großen Bestand von Frucht- und Oelbäumen trugen. Jede neu angelegte Kolonie im Lande «hat heute einen großen Fruchtbaumgürtel, und wo es nur möglich ist, einen Stand von Eukalyptusbäumen angelegt. Diese Wälder und Wäldchen sind entsprechend der Eigenart dieses australischen Baumes sehr schnell gewachsen, so daß wir heute schon weite Strecken guten Waldbestandes haben. Für die Aufforstungsarbeit wurde bekanntlich ein besonderer Fonds geschaffen, die „Baumspende", die dem Jüdischen Nationalfonds angegliedert ist. Aus den einstießendcn Geldern sind im Laufe der Jahre gegen 380.000 Bäume gepflanzt worden. Nach den ersten schwierigen Versuchen auf diesem Gebiete, wo unseren kolonisatorischen Instanzen jede Erfahrung fehlte, ist es gelungen, eine Methode zu finden, die den besonderen Erfordernissen des Landes entspricht. Nicht nur Schatten und Förderung der Landwirtschaft verheißt uns heute dieser Zweig der Arbeit, sondern auch brauch- 'bares Nutzholz, das für unsere Volkswirtschaft, die sonst der Naturschätze entbehren muß, von ausschlaggebender Bedeutung sein kann. Die Baumpflanzungen haben in der Judenheit der Galuth große Popularität erlangt. Aber es kann wohl niemand, der nicht in Palästina ist, ermesien, lvas dieser Herzl-Wald, von dem mau so viel gehört hat, in dieser Landschaft bedeutet. Hier in Judäa sieht man plötzlich statt der gewohnten nackten Felsen einen richtigen Nadelwa^, wie man ihn aus Europa her gewohnt ist, man kann übe^Waldboden gehen, mit weichen Nadeln gepolstert, und kann im Schatten der Wipfel von der Sonnenglnt ausruheu. Auch hier zeigt sich, wie überall im Laude, daß der Boden alles, lvas man ihm an Sorgfalt und Pflege entgegenbringt, vielfach vergilt. Man sieht an diesen entstehenden Wäldern, wie das Land noch weit mehr herzugeben vermag, als wir ahnen, und daß mit seiner Ergiebigkeit auch seine Schönheit wächst. Seine kahlen Berge und Dünen wieder mit lebendigen Bäumen zu bedecken, ist eine Aufgabe, die der Größe des Gejamtgedankens der Renaissance des jüdischen Volkes enrspr'cht. ■ V * <?: fe, j:

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