Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2636 (26.6.1926)
- Date
- 1926-06-26
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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«MH Men, SamStag Wiener Mor^enzettüng 88. *m tm Nr. m Ae jüdische Wanderung. Lirkulkon aus dem Londoner WeNwandernngskongreb Schick um 2% Schilling ö«WMMs amerikanische Dampf-Expressbügelanstalt 2. Bezirk, Tabor$ira$e 63 bflijelt nnd reinigt von Staub nach amerikanischem System Ihren Anzm; uni S 2,50 bei kostenloser Abholung und Zustellung noch am selben Tage Telephonanruf Nr. 49-4-84 genügt 143 Sie Tribüne der europäischen Minderheiten. Von I. Klinow. Dr. Wilfant, ein Slowene ans Italien, Tr. Schicvann, der Präsiücnt der Lcu!>chen Scjmfrartio-u in Ri in, Tot'lor Szüllö, der Vertreter der unaarischeu Minderheiten, Doktor Zcrkowskä, Bovollmächt'-gtcr der Polen Teurschlaiws, und Leo Motzt in, der Präsident des Komitees der jüdischen Delegationen — das ist die Gruppe, dic seit einem halben Jahre das Gewebe der „Bereinigung der europäischen Mincerheiten" spinnt. Das sinS die fünf Persönlichleiren, die die aus der ersten Genier Mlnderheitenkonferei'.; gewählte Exrtu 10e Hilden. In i'llnss tprnng des Baschlnsses dicier Genftr Konferenz ha. d'e E^ck.u.we vor kurzem in Trespen eine Tagung edgcha'rcn die die Bestimmung, für den Herbst den e r ft oit eur 0 päi s ch e n K 0 n g r c ß de r nationalen Minderheiten einzu berufen, fankti>- .ner: hat. Man könnte — und dies nicht mrt Unrecht — die ganze Mtion als eine von voritherein dem Untergang geweihte anfchen. Welche gemeinsamen Interessen gibt es zum Beispiel zwischen Deutschen nnd Polen beim gegenwärtigen gereizten Verhältnis der beiden Volker? Und wenn es solche gemeinsame Interessen gäbe, wer vermöchte den Brennstoff zu beseitigen, der das Feuer dieser beiden gefährlichen Feinde schürt, auf daß sie bei einander sitzen könnten? Und was ist das überhaupt für eine Körperschaft, dieser projektierte Mindecheitenkongreß und sein Vollzugsorgan, die Exekutive? Man ist heute ganeigt, hinter jÄ«r Unternehmung von politischer Bedeutung die Ambitionen und geheimen Wünsche einer Großmacht zu vermuten. Diese Vermntung macht selbstverständlich auch vor der Institution der Minderheiten nicht halt. Was siech dahinter? Wer ist es, der diese Kraft in Bewegung fetzt? Es ist auch selbstverständlich, daß man gleich am Anfang die deutsche Regierung in Verdacht hatte, aus dem einen Grunde, weil die Deutschen am energischesten für die Sache eintraten. Mau ist in Ge^s zusammengekommen, aber man verhielt sich sehr vorsichtig. Man war skeptisch, sorschfe und sondierte, um den Nerv der Maschinerie zu fassen. Deutsche -waren da ans dem Baltikum, aus der Tschechoslowakei, aus Italien. Für die Deutschen gehört jetzt das MinoritÄentzroblem zu den schärfften, wer -weiß also, c6 Berlin nzjht wirklich d-ahinterstcht? Da kam im Qkt»ber in Gens die Konferenz und gAsich darcnff hie Sitzung der Exekutive im Dresden. Sechs Monat« , also der gemeinsamen Arbeit und der Annäherung sind, vorüber., Die.. AImoKWe "Ms''' HetzensMgeii Mißtrauens 'ist. in nicht geringem. MaßeTgeremigt wpvden.s^Äe, .Polen sind wohl nicht über Rächt Freunde der T^utschengs^ — aber sie haben beide eingesehen,. daß die Beruhigung von idem Minderheiten selbst ausgeht, die ap ihr ein vitales Jnteresie -haben, und nicht von Berlin, Warschau, Prag oder Budapest. Im Gegenteil, es gibt einen Gtztnd zur. Bchanptuwg, daß die deutsche Regierung von. dieser BÄveßung nicht sehr erbaut ist. Denü die deutsche Minderheit' sowohl'der Tschechoslowakei'als auch beispielsweise Lettlands vermeidet es sehr ängstlich, ■ ihre Verwandtschaft mit Berlin zu affichaeren, sie haben ein Interesse daran, im Kampf um ihre Praktischen Interessen in den betreffenden Ländern vom offiziellen Deutschland eckzurücken. Und da die Bewegung in Deutschland selbst, das ja auch nationale Minderheiten hat, um sich greift, kann man annehmen, daß Deutschland die Arbeit der ausilandijchen Deutschen nicht gern sicht. Für die Juden war -dieses Moment s-chr wichtig. Das Komitee der jüdischen Delegationen hatte noch um einige Wochen vorher eine Mindecheitenkonsereng geplant. Aber man wollte nicht, daß die Initiative von den Juden ausgche. War man also gegen einen „Mischen" Kongreß, um wie viel mchr noch gegen einen „deutschen". Sich für deutsche Interessen engagieren — das würde niemand wollen. Das ist aber hier nicht der Fall. Das ist auch daraus zu ersehen: Das Prinzip der Vertreterschaft ist die Länderreprä- I c n t a n g. Dieses Prinzip gilt auch für den kommenden Herbstkongreß. Nicht ein durch Vereinigung entstandenes Minderheitenorgan arL allen Ländern hat das Recht, Vertreter zu entsenden, sondern nur jede einzelne Minderheit aus jedem Lande. Das bedeutet, daß man es mit einem Organ zu tun -hat, das ein Kollektivum ansührt, denn hinter einem solchen Organ muß ein Staat stehen. Deshalb hat auch das Komitee der Mischen Delegationen in Paris das Recht einer Vertreterschaft nicht erhalte n. Zur ersten Konferenz sind nur die Vertreter der Juden Polens, Litauens, Lettlands und der Tschechoslowäkei eingelaven worden. Jede dieser jüdischen Gemeinschaften hat hauptsächlich ihre Vertreter aus der Mitte der jüdischen Parlaments- Vertretungen gewählt. Bon der Gruppe der jüdischen Abgeordneten ist Leo M 0 tz i i n in die Mindecheitene^ekutive entsandt worden — der bis aus den heutigen Tag die treibende Kraft -der Bewegung ist —, aber Motzkin figuriert nur als der Bevollmächtig!« der jüdischen Vertreter in Genf. Man fürchtet zusammenfafsenjse „Vereinigungen", feien es polnische, jüdische oder deutsche. Man ist benlüht, die Unternchnmnig möglichst zu vereinfachen. Deshalb ist -in Dresden wieder emmal dieser Beschluß bestätig: worden: Der Dttnderheitenkongreß ist kein Weltkongreß, sondern ein europäischer Kongreß. Ein Weltkongreß würde das Unternehmen von vornherein zunichte machen. Es geht London, 25. Juni. (I. T. A.) Am 22. Julli begann in London die Tagung des Weltwa nderungskongress.es, der von dem Internationalen GewerkWftsbund und der Zweiten sozialistischen Internationale einberufen worden war. Vertreten tvaren 17 europäische und 6 überseeische, also insgesamt 23 Länder. Der Sekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes, Mr. John W. Brown, hielt ein eingehendes Referat über die Wanderungsfrage und wies ans die eigentümlichen Schwierigkeiten des jüdischen Wandcrungsproblcms hin. Das Wiederaufleben des Antisemitismus in gewissen Ostländern Europas verschlimmerte die Lage der jüdischen Bevölkerung in diesen Ländern sehr. Die Juden können sich den Verfolgungen nicht mchr durch Auswanderung nach Amerika entziehen, da Amerika seine Tore geschlossen hat. Es sind nur sehr schwache Ventile vorhanden, um dem Drang zur Auswanderung Genüge zu tun. Die Aufnahmefähigkeit Palästinas ist politisch wie wirtschaftlich begrenzt. Die hervorragenden Erfolge des jüdischen Gewerkschaftswesens in Palästina bilden einen neuen Beweis für die geradezu geniale Organisationsfähigkeit der Juden. Bei der Einschränkung der Einwanderung in Amerika spielte, obwohl nicht offen betont, der Rassenstandpunkt eine gewisse Rolle. Die Vereinigten Staaten haben ein ganz kompliziertes System der Eimvan^erungseinschränkung geschaffen. Die amerikanische Arbeiterföderation ist mit dieser Politik einverstanden unter Hinweis auf die hohen Lohne der Arbeiter, die sie als das Resultat der Einwandepuugseinschränkung ansieht. Tatsache aber bleibt, daß angesichts der übereinstimmenden Auffassung in 'Amerika an eine Aenderung der Verhältnisse nicht so bald gedacht werden kann. Die anderen überseeischen Länder sind noch nicht genug industrialisiert, um eine größer« Zahl Einwanderer aufzunehmen. Eine Denkschrift der P 0 a l e Zion, die dem Kongreß mitgeteilt wurde, erklärt: Die Lage in den Ostländern ist gegenwärtig eine solche, daß, wenn keine Einwanderungsschranken bestünden, wohl jährlich hunderttausende Juden zum Wandcrstab greisen würden. Diesem enormen Auswanderungsdruck steht ein absoluter Mangel an Einwanderungsmöglichkeiten gegenüber. Um aus jüdischen Händlern Bauern zu machen, bedarf cs einer von idealen, moralischen und politischen Motiven geleiteten Be-' wegung, wie es die Bewegung für den Aufbau Palästinas ist. Es besteht ein s u n d amentaler Unterschied zwischen der EinwanL^rmHmach Palästina und der nach anderen Ländern. In den -letzkerest' finden.. die Einwanderer Wirtschaft-' sheitercholrtik eiuzubezifthen., Damit' .sinh - auch die Juden zufrieden. 'Rächt alle jüdischen "Gemeinschaften sind Anhänger der Mmckerheitenpolitik; was geschähe, müßte man.eine Repräsentanz der jüdischen MinderheitstHilder ganzen.Welt schassen? WÄche. Komplikation gäbe es mit Amerika, Südafrika, Palästina (woher wir. auf. keinen Fall Äs Minderheit würden kommen wollen) l Nebenbei gesagt, in dieser Beziehung ist es auch mit den anderen Völkern nicht ganz in Ordnung. Die Dänen Deutschlands zum Beispiel wollen kein« kulturell« Autonomie. Sie verlangen nur einen Teil des Regierungsbuhgets ,für Schulen. Auch die Polen. DeutMarcks interessiert nur dos Schulwesen. Der europäische Kongreß hat bereits fein Programm. Cs fehlt darin das territorial« Moment. Dieses Thema würde den Kongreß gewiß sprengen. Was ist also das Positive, das der Kongreß -will? Positive Forderungen sind vorhanden. Sie sind zlvor nicht geeignet, das Problem im praktischen Sinn« zu -lösen, -aber der Kongreß ist als Beginn von großer Bedeutung. Er wird vor allem die Tr-ibün« der Minderheiten Europas -werden. Es gibt Dinge, die für alle in gleicher Weife wichtig sind. Es wird nicht wenig bedeuten, wenn das Prinzip der k-u.ilt u r e l l e n A u t 0 n -0 m i e proklamiert werden wird. Wem: diese -auch nicht von -allen an gestrebt wird, so iverden doch all« die Formel unterstützen. Die kulturelle Autonomie ist eine Forderung, die in keinem Minderheiienvertrag zu finden ist. Der Völkerbund schützt sie nicht. Die Minderheiten werden in >di-efem Punkte weitergehen als der Völkerbund. Deshalb wird der Kongreß mit dem Völkerbund in Kontakt stehen, -ohne sich mit ihm. zu identifizieren. Für alle gleich scharf ist die B ü r -ge rs ch-af t s f r a ge. Man sucht ein« einheitliche Lösung. Sie wird nicht konkret, aber »ringip i e il l entschieden werden. Der Kongreß wird für alle Fragen nur die juridisch« Formel suchen. So auch in der Schmllu nd SP r-a chen-fra g«. Die PrMamcrtion von Prinzipien ist' nichts Geringes. Es mag unbedeutend ausfthen, -aber es verpflichtet doch. Man glaubt, ixrfe auf dem Kongreß die r-umä n ische nationale M i n d e r h e i t aus Jugoslawien vertreten sein wird, wahrscheinlich gegen den Willen Bukarests. Mag diese Minderheit noch so klein fern, aber es ist von großem moralischen Wert, wenn sie sich der Gemeinschaft anschließt, die zun: Beispiel Är Sprachenfreiheit kämpft. Es kann später zu praktischen Konzessionen führen. Die jüdischen Abgeordneten werden sich noch in diesem Somnrer besprechen nrüssen. Es nmß ein Aares Programm geschaffen werden. Die anderen Minderheiten -arbeiten in -dieser liche Bedingungen vor, denen sie sich gleich anpassen könne«. Nicht so itt Palästina. Das p r i m i t i v e a r a b i s ch e Wirtschaftssystem ist nicht dazu angetan, Einwanderer zu absorbieren. Für die jüdische Eintvanderung nmß ein neues wirtschaftliches Leben geschaffen Werder:. Die Einwanderer muffe» sich selbst mit Hilfe von Kapital und Arbeit alle Qualen des Wirtschaftslebens erschließen, und sie müssen sich einen inneren Markt für die eigenen Produktionen schassen. Im Verlauf der Diskussion verteidigte I 0 u h a n x (Frankreich) die Einschränkung der Einwanderung zwecks Schutzes der autochthonen Arbeiterschaft. Kn oll lDeutschland) sagte, politische und uationale Rücksichten hätten u n n: ö g l i ch e ökonomische Grenzen geschaffen, was mit ein Grund für die Steigerung der Auswanderungsbemegung ish Abschluß der WsManSerungrkonsresses. London, 25. Juni. Der internationale Weltwanderungskongreß wurde heute geschlossen. Die vorgeschlagenen Resolutionen mit Ausnahme der über die Freizügigkeit konnten derart modifiziert werde::, daß sie von der ganzen Versammlung angenommen werden konnten. Diese Entschließungen beziehen sich 1. auf die Regulierung der Ein- und Auswanderung, 2. den S ch u tz der Auswanderer, 3. die Stellung des Einwanderers zur sozialen Gesetzgebung, 4. die wirtschaftlichen Faktoren der Wanderung und 5. die Fin anzier u n g und Organisation der Arbcitertvander u n g s p 0 l i t i k. Für die ursprüngliche zweite Entschließung, in der Freizügigkeit gefordert wurde, konnte eine allgentein befriedigende Formel nicht gefunden werden. Sie wurde deshalb in die Einleitung verarbeitet. Das amerikanische Einwanderunsrgrsetz. Ein Protest der Iren. New-Dork, 24. Juni. Die A m e r i k a n i s ch - r ri s.ch-e h i st 0 r i s ch « G -e s e I lschaft hat Protest gegen -das n e'u e Einwan-der-ungsgesetz erhoben, welches an: 1. Juli in Kraft tritt. Die neuen Bestimmungen bevorzugen in einseitiger Weise di« Einwanderung aus Großbritannien und Nord-. Irland, beziehungsweise der angelsächsischen Rasse auf Kosten der Einwanderung aus anderen Ländern. Die neuen Zahle« bemhen auf nationaler Abstammung und nicht auf dem Geburtsland der hier ansässigen Bevöllerung. Der Protest verweist darauf, daß man sich die Zahlen, aus di« sich das Gesetz gründet, von John B. T r e -v 0 r von der C a r n e.g i e- Foundation besorgt«, „einem Institut, dessen Rassenvorurteil allbekannt ist und welches in öffentlichen: Konttoversen eine unauslöschliche Feindschaft gegen große Bevölkerungselemente in den Vereinigten Staaten, .«n'-de« Täg legte". In der -gestrigen Sitzung des Wiener Gem-einderat-es -übt« die Opposition an der Praxis der Gemeinde, Häuser voi: verarmten Hausherren E billiges-Geld aufzuka-uif«:, hesti-ze Kritik. '.Mmoind^rat Zi-mmerl (christlichsozial) bozeichn-et« das Vorgch-eN der Gemeinde als Wucher und konnte es sich nicht versagen, um seinem Parteiprogramm treu zu bleiben, d-i« Geschäftspraxis eines .Hondekjudens" zum Vergleich iheranzuziehen. Die Gemeinde geht, wie er -sagte, daran, den Wo'hlumgsm-avkt. zu monopolisi-even, ,H«rr B-reitn-er Hai einen f-o großen Magen, daß er ganz Wien v e-r trage n kann." Bei e-iueur Nof-erat des Stadtrates Ta-ndle-r über das Ergebnis des Sammeltagrs für di« Armen Wiens, lbazeichnete -es Stadt rar K u n s ch -a k Äs der reichen Gemeinde -unwürdig, überhaupt noch Sammeltag« zu veranstalten. Das Fürsorge-Wesen l-ass-e sehr viel zu wünschen übrig. In Hietzing werden Arbeitslosen Anweisungen aus Unterstützungen -ausgestellt, die nie honoriert werden. Sl-adtrat Tandler -eMärie in! seiner Erwiderung, daß dl« Gemeinde sich nach Kräften bemühe, Arbeitslosen und vornehmlich Kindern von Arbeitslosen Umerst-ützungen angederhen zu lassen. Etwaigen Mißständen im Fürsorgetwesen werde er mit Enlschi-ed-enheit entgegcntreten. Siadtvat Speiser erklärte in -seinem -Referate, daß die Gcnreinde Wlest kerne Ackbnum-aßnähmen treffe, lieber die Forderung der Gemeindean-gestellten weide 'noch verhandelt'. Auf der Dagesordnmbg der Sitzung stand eine Reihe vvü Zuschußkrediten und Subventionen au Vereine, die meist ohne Debatte angenommen wurden. Erhöhung des Semmelvreises. - M. Montag kostet eine Seurmel 7 Groschen. Die Bäckermeister kämpfen bekanntlich schon seit lairgeM um eine Erhöhung des Kleingebäckspreises, die sie mit der stei-t grnden Tendenz der Getreidepre'rse ans dem Weltmärkte moü-t vieren. Bereits im Dezember vorigen Jahres sollte eine Erhöhung der Seanmelpreise durchgeführt werden, was das Bundeskanzleramt zum Anlaß nahm, eine umfangreiche Ulüersuchrmg über die- Zulässigkeit der Preiserhöhung anzuordnen. Im 'Mai wurde auf Grund des Gutachtens des Bundeskanzleramtes, das eine geringfügige Evhö-hung des Seul-melpreises zugestehen wollte, beschlossen, von einer solchen Erhöhung abzusehen, dagegen eine Gewichtsverminderung bei den Semmeln vorzunehmen. Da nun dio Getreidepreise abermals gestiegen sind, hat die Bäckergenossenschaft: beschlossen, eine Erhöhung der Kleiirgebäckspreise ab Montag den 28. d. von 6 auf 7 Groschen vorzunehmen. Der Preis für weiße Wecken bleibt nnve rä n-dert. Die Bäckergenossei:- schaft ist gewillt, ans der Ausführung ihres Beschlusses unter allen Umthänden zu bcharren. Richtung.sehr fleißig, studieren die Frage und sammeln Material. Auch die Jirden werden sich dieses Mal zun: ersten Kongreß der nichi, vom Anfang an die amevckairische und asiatische Minder-' europäischen Minderheiten gehörig vorbereiten müssen. Aus Bern Wiener Gemetüderat. Die Hausankäufe der Gemeinde.