Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-06-25 · Heft 2635 (25.6.1926) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2635 (25.6.1926)
Date
1926-06-25
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981722--26862-3014733
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Wfc 4_Men, Freitag Witter MorMN-eit»«S 28. Anni 1S26 Nr. 2636 Hlßeder der Familie W <tt e r die seit Generationen eine einsame verlorene Insel an der Küste von Donegal, Jnishrwrrrray, ihr eigen nennen. Hier herrscht nL>ch das alte Klansststem, dem zufolge alle Bewohner dem „Hänfling" unbedingten Gehorsam zn leisten haben: hier find noch heidnische Branche und Aberglauben lebendig. Die glücklichen Bewohmrr dieses Eilandes — allerdings mir 80 — zahlen keine Steuern «nd Abgaben. Ans der Fota -Insel sitzen seit Urzeiten die Lords Barrvmore, während der soeben verstorbene Earl von Dun raven als König über die Insel G a r r y n i s h gebot. Aber in das eigentliche Gebiet der Inselkönige gelangt man erst auf den Hebriden, wo die Hänplange bis auf den heutigen Tag von ihren Klansmännern blinden Gehorsanr fordern können. Der mächtigste von ihnen ist der Häirptling des Eampbell-KIans, Mac Eailean Moor, der den Titel des Herzogs von Argvll führt: er ist ein König im wahrsten Sinne des Wortes in seinem Gebiet und könnte sofort ein Heer von Getreuen cmfstellen, die für seine deckte Blut und Leben einsetzen würden. Sin Land ohne Bankiers. In Ekuador ist in den letzten Monaten eine wirtschaftliche Krise ausgebrochen, die von einem raschen Fallen der Kakaopreise begleitet wird. Eine Sonderkorrespondent der „Morning Post" aus Guayaquil führt diese Tatsache darauf zurück, daß die Negierung fast s ä nr t l i ch e Bankiers des Landes, ohne Ausnahme, e i n g e s p e r r t hat. Die Banken sollen an einem Komplott gegen die Regierung beteiligt gewesen sein und sich sämtlich durch Ausgabe falscher Banknoten schuldig gemacht haben. Trotz der völligen Stockung im Wirtschaftsverkehr herrscht im Lande Ruhe. «a« Rätsel der Lippenstiftes. Warum schminken sich die Frauen? Warum benutzen sie heute ganz öffentlich und ungescheut Lippe,rstift und Farbpuder? Auf diese Frage, die schon so viel erörtert worden ist, gibt eine Dame der englischen Gesellschaft, Lady Laura Troubridge, eine oviginelle Antwort. „Man sagt uns immer," schreibt sie, „daß die Frauen sich schminken, weil sie in den Augen der Männer schön erscheinen wollen. Aber ist das der wahre Grund? Daß die Dame ein natürliches Dunkelrot ihrer Lippen Vortäuschen möchte, wenn sie den Lippenstift handhabt, ist ja ganz ausgeschlossen, denn sonst würde sie es nicht so ungeniert in aller Oeffentlichkeit und in Gegenwart von Herren tun. Den Männern „etwas vorzumachen", kann daher nicht ihre Absicht sein. Daß aber den Herren das aufgelegte Rot gut gefällt, ist eine Annahme, die von ihnen selbst beständig widerlegt wird. Unter zehn Männern erklären neun, daß sie „geschminkte Weiber" nicht ausstehen können. Nun ist es ja möglich, daß sie das „bloß so sagen", und daß es die Frauen besser wissen, womit sie die Männer anlocken können. Aber die Frauen glauben gar nicht daran, daß sie sich durch das Schminken schöner und junger machen. Wie könnten sie auch mit dem Lippenstift das blühende frische Rot Hervorrufen, das die Natur auf die Lippen junger schöner Menschen malt. Der wahre Grund liegt viel tiefer, und er allein bringt des Rätsels Lösung. Schminken ist ein Teil von jener ewigen Sucht der Frau nach dem Unerreichbaren, ein mehr 'sinnbildlicher Wunsch, den Traum von Schönheit zu verwirklichen, den jede Frau im Herzen trägt. Wie sie nach dem fernen Ideal im Theater und Kino, im Roman und Gedicht sucht, so ersehnt sie sich auch die unerreichbare Schönheit, und sie findet in dem Perlenweiß des Puders, in dem zarten Rosa der Schminke und dem Dunkelrot des Lippenstiftes einen schwachen Abglanz ihres Schönheitstraumes. So ist es nur ein kindliches Streben nach dem Unmöglichen. Wer das Leben ist mm einmal aus solchen Illusionen und Surrogaten zusammengesetzt, und so schminkt sich die Frau, am cm sich selbst einen Schatten ihres Ideals zu verwirklichen." Dir Auflassung von 8M« ZÄand. Die Untersuchung der Amerrkawanderer in den Ansgangslandern. Washington, 23. Juni. Der Beschluß der Regierung, die Träneninsel Ellis Island zu schließen, wird nunmehr in Kraft gesetzt. Die Untersuchung der Einwanderer wird in den europäischen Ausgangsländern vorgenommen. Das neue System beginnt in den deutschen Häfen am 1. Juli, in Polen am 15. September. Streikbewegung in Polen. Berlin, 24. Juni. (Wolfs.) Tie „Bossische Zeitung" meldet aus Warschau, daß infolge der wachsenden Teuerung in fast allen Industriegebieten größere Streikbewegungen drohen. In Granden;, Thorn, Bromberg und Krakau sei es bereits zu Teilstreiks gekommen. Muer, der dir Mrstenubfiudung allein durchfügten wollte. Humor beim Volksentscheid. Aus Dresden wird uns gemeldet: Humor bewies ein Wähler, der beim B o l k s e n t s ch e i d in Reutnitz bei Ostritz i. S. an die Urne ging. Er legte statt des Stimmzettels drei M i l l l a r d e n s ch e i n e aus der Inflationszeit in den INchlumschlag und schrieb auf einen Zettel: „Ich bezahl' »e n Dreck alleen e!" Der Mord in Schlefien. Breslau, 24. Juni. Nach den „Breslauer Neuesten Nachrichten" ist auf Grund der angestellten Untersuchung als wahrscheinlich anzunehmen, daß es sich bei der Mordtat von N e u- Sackisch nicht um einen Toppelmord, sondern um Mord und Selbstmord handelt. Josef Gebauer hat wahrscheinlich zunäcUt die Ziegen a b g e s ch l a ch t e t und, als er von der Schwester überrascht wurde, im Ä l u t r a u s ch diese getötet und schließlich sich selbst erschossen. Es seien auch Merkmale festgöstellt worden, die auf eine ab normale Veranlagung Gebauers hindeutcn. Selbstmord eines AsmkLrofestorr. Die gestörte Fahnenweihe Frankfurt a. M., 24. Juni. In Heppenheim wollte der A r b e i t e r g e sa n g s v e r e: n vor einigen Tagen im Hof der dortigen Realschule seine Fahnenweihe festlich begehen. Ais die Gäste am frühen Morgen zum Platz? kamen, herrschte im Hofe ein derart widerlicher Geruch, daß die Feier unterbleiben mußte. Der Chemieprofessor der Anstalt, Studkenrat Naumann, hatte mit Hilfe eines Schülers den Platz mit B u t t e r sä n r e üb-ergossen. Naumann, seiner politischen Gesinnung nach ein D e n t s ch o o l k i s ch e r, wollte mit diesem Sabotageakt die Arbeiterfeier unmöglich machen. Als die Arbeiter erfuhren, daß ihnen Pros. Naumann diesen Streich gespielt hatte, wollten sie ihn in der ersten Erregung verprügeln. Naumann entzog sich der Aut der Menge durch rasche Flucht aus dem Schulgebäude. Seit diesem Vorfall war Pros. Naumann verschwunden. Gestern wurde er im chemischen Laboratorium der Realschule mit durchschossener Schläfe tot aus gefunden. Das 2 e l b st m o r d m o t i v ist unbekannt, dvch glaubt man vielfach, daß Pref. Nannkann aus Rene oder Angst seinem Leben ein Ende gemacht habe. Bankiers ans der Flucht. VoNenhals Vater und Sohn. — Bankier Hanrrat aus Metz. Das Wiener Sicherheitsburcau erhielt gestern von der Grazer Polizeidireklion die telephonische Verständigung, daß der ehemalige Bankier Thomas Bo l l e n h a l s und sein Sohn Karl aus Gra; spurlos verschwunden sind. Vollen hals Vater und Schn standen im Vorjahre im Mittelpunkt einer sensationellen Betrug.saffäre und wurden damals vom Grazer Landesgericht wegen des Zusammenbruches b-* Vollen Hals-Bank, deren Milliartendesizit den beiden zur Last fiel, zu d r e i, beziehungsweise eineinhalb Jahren schweren Kerkers verurteilt. Am Mittwoch hätten sie ihre Strafe antreten sollen, zogen es aber vor, das Weite zu suchen. Das Sicherheitsbureau hat sofort die Korrespondenz mit den internationalen Polizeibehörden eingeleitet und an alle Mittelmeerhäfen Radiogranime abgesendet, in welchen um die sofortige Verhaftung der Flüchtigen im Betretungsfalle ersucht wird. Der von, Strafgericht in Metz wegen Vertrauens- -mißbrauches zu drei Jahren Kerker und vom Strafgericht in Liege in Belgien wegen Betruges und Unterschlagung zu Zwei- und Drei-Vierteljahren verurteilte Bankier Juliap Felix Hanriat wurde Dienstag in einem hiesigen Hotel verhaftet und dem Landesgericht eingeliefert. Ein RechrnschastsberM des Keren Hajessod. Gute Ernte, Wachstum der Pioniere in Erez Israel — aber zu geringe Eingänge des Keren Hajcssod. Die Palästinaexekutive legt . Rechenschaft über die . Verwendung der Keren-Hajessod-Gelder in Erez Israel während der Monate März und April. Der Bericht enthält wichtige Angaben über die allgemeine Lage in Palästina. Es ist erfreulich, zu erfahren, daß mit Ausnahine von Obergaliläa die Getreideernte überall gut ausgefallen ist. In den Keren-Hajessod-Wirtschaften, die meistens gemischt ind, wird das Getreide zur Deckung der eigenen Bedürfnisse hinreichen. Hingegen muß der Bericht feststellen, daß sich die Erwartung einer Wiederbelebung der Bautätigkeit in Tel-Awiw nach Pessach als trügerisch erwiesen hat, was auf die herrschende Geldknappheit, die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen zurückzuführen ist. Eine bedeutende Zahl von Arbeitern, die bisher im Baugewerbe tätig waren, und Geschäftsleute, deren Einnahmen von ihm abhängig sind, haben diese Einnahmsquelle verloren. In der Berichtszeit betrug die Zahl der Arbeitslosen rund 5000, wovon 3000 auf Tel-Awiw entfallen. Zwecks Bekämpfung der Arbeitslosigkeit muß daher das ordentliche Budget des Arbeitsdcpartements aus Mitteln des Keren Hajcssod erhöht werden. Im Monat März erreichten die Bareingänge des Keren Hajessod die bisher h ö ch st e Ziffer eines M o n a t s e ingang e s, nämlich 52.805 Pfund. Dadurch war es der Exekutive möglich, noch vor Pessach wichtige Zahlungen auf Rechnung verschiedener Departements zu leisten. Im April hingegen wurde ein Gescimtemgang von bloß 2 0.1 5 8 P f u n d erzielt gegenüber einenl Monatsbudget von rund 4 2.0 0 0 Pfund. Zweit Drittteile des Budgetjahres sind verflossen. Tie Durchschnittshöhe der Eingänge in den kommenden vier Monaten nurß bedeutend wachsen, damit das Gesamtergebnis des Jahres nicht hinter den Eingängen des Vorjahres zurückbleibt, was eine Vergrößerung der b e st e h e u d e u D e s i z i t e bedeuten würde. In der Arbeit für den Keren Hajessod darf es keine Sommerferien geben, da sich sonst die gesamte Finanz- Wirtschaft und die Arbeit des nächsten Jahres außerordentlich schwierig gestalten könnten. Zu den unvorhergeseheneil Schwierigkeiten gehört auch die Notwendigkeit, den chassidischen Siedlungen mit Keren-Hajessod- Mitteln z»i helfen. Jede Siedlerfamilie hätte nänüich 200 Pfund investieren sotten, aber infolge der traurigen wirtschaftlichen Verhältnisse in Polen und ans verschiedenen anderen Gründn sind die Siedler »licht in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Ein M a h n ruf a n alle V e r a n t w ortungsvollen ist auch die Mitteilung, daß mit Ende April zwei Monatsgehälter der Lehrer unbezahlt geblieben find. Ferner, daß sich die Gesamtausgaben des Jmmigrativnsdepartements in. den verflossenen sieben Monaten des Budgetjahres auf rund 40.500 Pfund beilefen, während das genehmigte Jahresbudget 30.000 Pfund ansmacht. Die Ursache dieser Budget/ Überschreitung ist erfreulich. Nämlich das Wachstum an tauglichen, aber nicht bemittekkm arbeitenden Elementen, jener Immigranten, welche ans Enrpfehl>:ng der Palästiuaerekn» tive mit Emwandenuigszertisikatci' der Regierung versehen werden. Es waren N'ähren>d der ersten sieben Monate von > 6.4 6 8 E i n w andere r n nid,i weniger als 75 01 Zcrtifik a t i st e n, welche. 3233 Angehörige mit ins Laiid brachten. Gute Ernte and Wachstum für die Pionierarbeik tauglicher Einwanderer aber ans der andereii Seite, nicht genügend Geld für dringliche Ameliorations- und Roistandsarbeitcn und schlecht bezahlte Lehrer. Die Antwort des In d e lt f u m s der Z e r st r e >r » ii g muß eine e rh ö h i e L e i ft n u g für de n K cren Hajessod sein? Die Nebcvfüsti'ttttÄ des Keren Hmeffod nach Palästina. In einem Gespräch mit denr Neiv-Aorker Vertreter bet? I. T. Ä. teilte Herr Lipsky mit, cs seien während seiner Anwesenheit in London seitens der Zionistischen Exekutive wichtige organisatorische Aen-dcrnngen bcschlosseii worden. Das Zentralburenn des Keren Hajessod wird nach Palästina übergesührt. Auch das hebräische Organ der Bewegung, „H a o l o in", soll später in Palästina erscheinen. In London verbleibt das Zentrum für politische und finanzielle Unternehmungen, das verstärkt werden wird, ebenso das O r g a n i s a t i o n s-» d c p a r t e nr e n t. W i c n, 25. Juni. -* Das Wetter. Gestern herrschte heißes, klares Sommerwetter. Die allgemene Wetterlage hat sich gebessert. Die Donau ist im Fallen begriffen. Mittwoch ging über Budapest ein Wolkenbruch nieder, der großen Schaden ängcrichrct hat. Die Voraussage lautet: Vorwiegend heiter, heiß, Neigung zn lokaler Gewiilerbildiing. * Todesfall. Die I. A. V. Jordania, Wien, hat einen, schweren Verlust erlitten. Einer ihrer Besten und zugleich ein. junger Stürmer und Kämpfer für sein Volk, Herr cand. jur. Ernst Popper, ist in seiner Heimatstadt in Pilsen, wo er zum Ferienausentbalt bei seinen Eltern weilte, ein Opfer der Wellen geworden. Tie zionistische Studentenschaft wird ihm ein bleibendes Andenken bcwahrern — Ter Gesamwerbcmd jüdischer Hochschülcr Oesterreichs Judoa gibt von dem tragischen Tahinscheiden seines treuen Mitgliedes, des Obmannes der freien Sektion zionistischer Studenten Ernst Popper Nachricht. Der Verblichene war einer unserer Besten. Im Kampfe um die Rechte des jiddischen Studenten war er unermüdlich. Er ist zu fri'ch von ur?s gegangen. * Die Lebensmüden. Gestern nachts hat sXh die 37jährige- Bankbeamtnl Sophie F r i e d, Heincstraße wohnhaft, wegen Krattkheit durch Beronal vergiftet und verschied während der Intervention der Rettungsgesellschaft. — Die 47jährige Bedienerin Anna R o u l, hat sich gestern in ihrer Wohnung wegen' Arbeitslosigkeit erhängt. — Am 28. d. gegen halb 4 Uhr nachniittags sprang vm zirka llOjährigcr unbekannter mittelgroßer Mann mit schwarzem Haar von der Nordweftbähubrücke in die Donau und verschwand in den Wellen. * Verhaftung' von- Kokainhändlern. Bor einigen Tagen entdeckte die Polizei, daß in einem Kaffeehaus ans den«. Getreide» rnarkt ein schwunghafter Handel Mit Kokain betrieben werde. Es wurden der beschäftigungslose Karl Pipal, der aus Wien abgeschaffte Arzt Josef Scherz, der Inkassant Ferdinand Köllns, der Vertreter Siegmund Groß und eine gewisse Marie Oesterreich er wcgeil Handels mit diesem Gift verhaftet. Als ihr Belieferer wurde der Kanfrnann Johann M i k s ch i k verhaftet, der in der Dunklergasse im 12. Bezirk ein Lokal besitzt, in dem er die verschiedensten verbotenen Gifte aufbewahrt hat. Bei einer Revision in seinem Laden mußte die Feuerwehr zugezogen werden, weil sich in dem Magazin eine Menge feuergefährlicher und leicht cxplodierbarer Stoffe befand. Die Frau des Mikisch wurde ebenfalls angezcigt, weil sic an dem Verkauf von Giften beteiligt war, obwohl sie nur einen Gewerbeschein ans kosmetische Artikel besitzt. In dem Lokal befindet sich ein Signalapparat, der zur Warnung der Geschäftsinhaber diente. *- Die vermißte Schwämmesucherin aufgefundsn. Wie berichtet, war feit dem 18. d. Yie 50jährige Hilfsarbeiterin Marie Höbet, die nach Ludwigshose» bei Horn gefahren war, um Schwämme zu sammeln, verschwunden. Die Frau ist gestern in.! Röhrenbach bei Horn aufgegrisfen worden. * Auflassung des akademischen Gymnasiums? In der letztem Sitzung der Bezirksvertretung Innere Stadt berichtete VR. Doktor Freu der, daß in Schulkreiseil davon gesprochen wird, daß das akademische Gymnasium ganz ausgelassen und anderen- Zwecken zugeführt werden soll, lieber seinen Antrag wird sich die- Bezirksvertretung an das Unterrichtsministerium mit einer Eingabe wenden, um den Pracht- und-Zweckbau des akademischem Gymnasiums für Mittesschulzwecke zu erhalten. * Fahrpreisermäßigung für Gesellschaftsreisen. Wie die Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen nmtteilt, tritt mit 1. Juli eine wesentliche Begünstigung für Gesellschaftsreisen in Kraft, indem die für Gesellschaften bei vorheriger Annletdung vorgesehene Löprozentige Fahrpreisermäßigung nunmehr' bereits dann gewährt wird, wenn mindestens der für 2 0 (bisher 30) ermäßigte Fahrkarten dritter Klasse entfallende Betrag bezahlt wird. * Modeschau bei Zwieback. Mittwoch veransialtcte daZ Modenhaus Z w ie b a ck in der Kärntnerstraße eine Modescham für die Presse unter der Devise „Reise- und S p o r t w o ch o bei Zwieba ck". Die Mannequins führten aparte und praktische Kostüme für die Reise zu Wasser und zu Land und für jede Art Sport vor. Besonderen Beifall erregte eine Tennis-» dreh, die den Namen der Weltmeisterin Sustinne Lenglew trägt. Eilte Vorführung der ncnesten Badeniodelle schloß die gelungene Veranstaltung. F, Abermals der erste Haupttreffer der Klussenlotterie mit nem Schelhamrner-Los gewonuell! Bei der gestrigen Ziehung der ersten Klasse der 15. österreichischen Klassenlotterie wurde der erste Haupttreffer mit dein voiil Baukhause Schelhammer und Schattera, Wien, 1. Bez., Stefansplatz 11, verkauften Los Nr. 7150 gewonnen. Durch besonderen Zufall v'urde am gestrigen Tage auch das Haupttrefferlos der Staatswohltätigkeilslotteric, das am 8. d. mit einer Milliarde gezogen wurde, beim Baukhause Schelhammer und Schattera zur Einlösung präsentiert. * 15. österreichische Klassenlotterie. Bei der gestern abgeholteuen Ziehung des zjveiteu Tages der l. Kiafse getvauneur 30X00®. das Los Nr. 7150. 15.000 S. das Los Nr. 77 *20, 10.000 S. das Los Nr. 14.616, je 5000*©. die Lose Nr. 38 033 Und 90.036, je 3000 S. die Lose Nr. 16.769. 37.250, 37.474 und 52.709. je 1000 S. die Lose Nr. 5301, 23.971, 31.938. 53.280 und 72.459. Außerdem wurden I486 Gelvinne zwischen 500 S. Und 64 S. ausgelost.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.