Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2634 (24.6.1926)
- Date
- 1926-06-24
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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-•.teet. s-m I Men, DomterSW Wiener; MorgenzeitnNy tm. gm-'am M. 96» Die Wr. Vereinigung der Zahnärzte Wiens empfiehlt aus* sehliessUch die nach Aren eigenen Retepten erzeugten und von der staatlichen Unlersuehnngsanstalt ständig kontrollierten Zahnpflegetnitte! wie Prof. Dr. Trauners tafm* fljfe D» MD | .Zaftnpaala iSLV^rn I L M I "2afiitpa*la I ■ III | «Mwiitaaiir Nur 41. isirnnmHuittimiumHHtiimii sind dem anatomischen Bau der Mundhohle entsprechend geformt und von einwandfreier Qualität V e rtrieb: „ft P I S” Oes, m. b. Wien, I , Getreidemarkt 14 ✓ Fernruf 61-87 mr ilafteralt erMlttlc* _ H. 578 Die Wiener Konferenz (fit Hebräische Kultur ««d Erziehung. Zweiter Konferenzt«-. Der zweite Konferenzlaa begann mit dem Referat von Pros. Dr. Viktor Kellner. Der Referent ging von der Kluft zwischen Leben und Wissen aus. Die moderne Erziehung geht leider nur aus das Wissen und vernachlässigt die Lebensformen. Das Wissen ist nur ein Surrogat des Lebens. Das bloße Wissen kann dem Jud« in der Diaspora nur einen unfruchtbaren Geist und nur sine unerfüllte Zielgerichtetheit vermitteln. Der Jude ans dem Osten hat Lebensformen, die er aus dem Religiösen schöpft. Wie kann man dem westlichen Juden das Geistige sichern? Weder Politik noch Tanz bei zionistischen Heimabenden, noch eine Sammeltätigkeit kann lebenssüllend sein. Das alles sind notwendige Dinge, aber nur Surrogate des Lebens. In diesem Sinn« wird ein Satz verständlich, den ein Lehrer, der einmal Zionist war, auf die Frage, warum er seine Gesinnung geändert habe, dem Referenten sagte: „Ich konnte mein Leben nicht als Vorhalle einrichten." Hebräische Kultur das Leben in der Diaspora erfüllen. Die Diaspora kann nicht auf die Tauer von Gnaden Palast i n a S leben, sie mutz eine eigene jüdische Kultur schaffen. DaS Kind empfindet sich als einen Teil der äußeren Welt, wogegen der Jugendliche sich der Welt entgegenstellt. Das Religiöse ist nun die Hülle, die das Kind und den Jugendlichen mit der Welt verbindet. Die zweite Hülle ist die Sprache. Die dritte, die insbesondere für das jüdische Kind von Bedeutung ist, ist dir Welt der Bibel. Bemerkenswert ist die Ansicht des Herrn, Dr. Kellner, daß die westliche Frau die größte Gefahr für die Hebrarsierung des jüdischen Volkes dar stellt. Die Frau, die nicht in einem jüdischen Milien erzogen wurde, ist ein Hindernis für die hebräische Erziehung der Kinder. Diese Krise ergreift auch allmählich das Ostjudentum, dessen Assimilierung in Wien in einem unheimlichen Tempo vor sich geht. Das Leben dieser neuassimilierten Juden wurde nun in jeder Hinsicht furchtbar verwüstet. Ihre Lebensformen und ihre Sprache haben jede Kultur und Verwurzelung verloren. -Welche Formen Erziehung find für uns wünschenswert? Die Realität des jüdischen Milieus wirkt auf das jüdische Leben zurück und insbesondere die religiösen Formen gestalten den inneren Menschen. Tie Gemeinschaft eines Volkes erzieht viel stärker und fruchtbarer als es der einzelne tun kann. Die Isolierung des hebräischen Erziehers und Lehrers mach: ihn unfähig, den Erzieh ungszweck zu erfüllen. Es fehlt ihm die Hülle der jüdisch e n W e l t. Obwohl der Referent für die Pflichtschule eintritt, kann er die Bedeutung der hebräischen Kurse nicht verkennen. Gr verlangt aber ein organisatorisches Zentrum, das das ganze hebräische Erziehungswesen in Wien leitet. In der Beantwortung der zweiten Frage, wie man unter richten soll, betont Prof. Kellner, daß man die Gefahr der Ver äuherlichung, der übermätzigen Wertung der Leistung des Rekords in jeder Hinsicht vermeiden muß. Gegenüber dem naiven, nur äußerlichen Rationalismus gibt es ein kosmopolitisches Judentum, das die iuternalionale Geistigkeit auf sein Banner geschrieben hat. In diesem Dilemma muh man schon den naiven Hebraismus wählen, der viel eher zum Geist als jenes reingeistige Judentum zum konkreten Volk führen wird. Rach der Wahl der Permanenzkommission, in die die Herren H o r o w i tz, Grosz, K r a u s z, H e r z b e r g und Weinstein berufen wurden, sprach Dr. Chaim Tartakower über die Organisation der hebräischen Erziehung in Oe st erreich. Ter Redner stimmt mit den Ausführungen Diesendrncks überein, doch hat sich die Epoche geändert. Während damals eine kleine Gruppe die hebräischen Erscheinungen sehn süchtig erwartet hat, ist jetzt eine Waisenzeit. Es gibt weder im Zionismus noch in Palästina eine Einheit. Die Lösung der ökonomischen Fragen ist noch nicht alles. Die Leere in unserem Leben mutz erfüllt werden. Das kann nur durch unsere Kultur der Vergangenheit und durch die Religion geschehen. Der Nationalismus wird die Leere in unserem Leben nicht erfüllen. Hier hat der Misrachi eine entscheidende Aufgabe, aber nur, wenn er diese Aufgabe nicht als Parteisache und als Konkurrenz der Zionistischen Organisation betrachtet. Di« Organisation des kulturellen Lebens hat zwei wichtige Ziele: die Verbreitung der hebräischen Sprache, aber nicht der fehlerhaften, sondern einer gereinigten, und die Kultur der Aussprache. Damit das hebräische Schulwerk organisiert werden kann, mutz die Kultusgemeinde erobert werden, damit der Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen nützlich wird, mutz ein Programm des Religionsunterrichtes verfaßt werden. Hebräische Theateraufführungen, hebräische Versammlungen und kleinere Kreise für hebräische Literatur sollen der Vertiefung der hebräischen Sprache dienen; damit die Hebräischsprechenden frei zusammenkommen können, soll ein hebräischer Kurs gegründet werden. An der Debatte nahm Dr. Glanz teil, der die Schaffung einer Organisation, die alle hebräischen Institutionen umfassen soll, die Gründung einer allgemeinen Organisation der jüdischen Lehrer, die Absendung eines Memorandums über kulturelle Fragen an die zionistischen Vertreter der Kultusgemeinde, ferner eine Enquete über die hebräische Erziehung beantragte, ferner Frau Mieses im Namen der Organisation der jüdischen Frauen, die Herren Gelernter, Zamoyskii, Auerbach und Cohen. In der N a ch m i t t a gs si tz u n g hielt Dr. K r a u s z ein Referat, das in den Anträgen, ein Führerseminar und eine Jugendbibliothek zu gründen, die Zahl der jüdischen Kindergärten zu vergrößern und einen Kurs für jüdische Kindergärtnerinnen zu schaffen, gipfelte. ' ' In der Debatte betonte Herr Grosz, daß er nicht für Religion-', sondern für Geschichts- und Tradiiionsimterricht eintritt. Herr Perlberger verlangte die Gründung einer Bibliothek, Herr Herzberg kritisierte die äußeren Formalitäten des Blau-Weiß und bemängelte, daß man dort nicht allzu viel Hebräisch lernt, und Herr Ungerfeld bedauerte, daß die Kultu sgemeinde keine offiziellen Vertreter für die Konferenzentsandthat. Nach Schließung der Diskussion wurden auf Grund von Vorträgen der Pernranenzkommission die von uns bereits vorgestern veröffentlichten Beschlüsse gefaßt. tigsten Tatsachen der Aufbauarbeit vermittelt. Doch ist dies natürlich für Lewischn nicht die Hauptsache. Er geht überall den Dingen auf den Grund, und so glänzend er den Sinn der Aufbauarbeit versteht, so hat er doch in gewissen Punkten Einsendungen zu machen. Das kommunistische Leben in den Kwuzoth, wie er es in Ain Charod beobachtet, scheint ihm nicht die richtige jüdische Lebensform. Trotz allen Verständnisses dafür kann er sich in diesen Geist nicht einfühlen. „Für mich ist das schöpferische Individuum das Ziel, die Frucht, der Höhepunkt um der Sinn des menschlichen Löbens". Trotz aller Bewunderung für den Heroismus der Kwuzahgen offen liegt ihm die individuelle Siedlungsform der Mvfchawim viel näher. Ein großes Fragezeichen nrachr er auch in bezug auf die rein hebräische Erziehung der Kinder in den Elementarschulen. Er befürchtet, daß die ZMen Palästinas dadurch von den großen geistigen Bewegungen der Welt abgeschnitten und zu einer kleinen Nation werden könnten, wie die Dänen, Jugoslawen ustv. Ein hebräischer Poet wird seine Stimme selbst 'bei seinem eigenen Volke nur zum Teil vernehmlich machen können, die übrige Menschheit wird sie nicht erreichen. Palästina ist auch nicht Selbstzrveck, sondern für alle Inden da und die Berstänbigungsmöglichkeit mit diesen muß daher eine große sein. Mit romantischem Nationalismus, der die Volkstümlichkeit ais Höchstes preist, haben wir nichts zu schaffen. Wir haben in Jahrhunderten eine geistige und kulturelle Regsamkeit erworben, die wir nicht aufgeben wollen. Solche Einwände sind von dieser Seile begreiflich, sie sind aber nicht durchschlagend. Es sott nicht geleugnet werden, daß die Gefahr einer Verengung des .Horizonts vorhanden ist, aber nicht aus den Gründen Lewisohns, sondern weil die moderne hebrän'che Literatur noch nicht den Reichtum und die Fülle ha:, wie die We.'ü.ieratnren und daher dem hebräischen Kinde nicht dieselbe Fülle geboten werben kann, wie dem Kinde einer großen modernen Kultnrnation. Nicht weil di« anderen Völker nicht hebräisch können und daher unsere Geistesprodukle nicht im Original schätzen werden — dann müßten auch Bibel u.id Propheten wirkungslos gewesen sein! —, ist die Einsprachigke! bedenklich, fonoer« rveil wir den Kindern derzeit noch nicht bai ggnze -je Rüstzeug durch das Medium des Hebräischen geben können. Lewischn jWgr vor, daß vom ftintzergarten an Englisch neben dem Hebräischen gelehrt werde, von der- Mittelschule an Deutsch, letztere Sprache deshalb, weil neun Zehntel der intellektuellen im? künstlerischen Schöpfungen der Juden den: deutschen Sprachkreis angchören. Seine stete Furcht, die Juden könnten durch Assimilation oder andererseits engem Nationalismus ihr tiefstes Wesen und ihre Bedeutung für die Welt verlieren, entstammt seiner Grundauffassung der jüdischen Eigenart. Er sicht sie vor allem in einem radikalen Pazifismus, der alle Gewalt aufs schärfste ablehnt. Lewisohn verlangt, daß die Juden in einem nächsten Krieg den Militärdienst absolut verweigern sollen. Das würde nicht einmal mehr Opfer kosten, als die Beteiligung am Kriege, würde aber von ungemeiner Bedeutung für die Welt sein. Lewisohn findet auch stärke Wortegegen das Staatsgötzcntum „che heory of che master State" und zeigt, zu welchen Barbareien es zum Beispiel in Polen und Ungarn führt. Er steht in dem Juden den Träger der Prinzipien der Humanität, des Friedens, der Gerechtigkeit, der freien Geistigkeit. Er geht darin so weit, daß er einen leisen Zweifel in die Notwendigkeit eines Technikums, ja sogar jüdischer Landwirtschaft setzt. Es steckt in ihm eine andere Art Achad-Haamismus, etwas, was in der zionistischen Theorie bisher noch nicht volt>inden war: Der Jude soll seine geistige Rolle in der Welt durch das jüdische Leben in Palästina neu begründen, aber es handelt sich dabei nicht bloß um eine Erneuerung des Judentums, und gar nicht um eine Fortentwicklung der jüdischen Inhalte wie bei Achad Haam, sondern um eine mehr kosmopolitisch eingestellte (Geistigkeit, auf Grund einer unverändert starken Intellektualisierung des Juden. Eine Auseinandersetzung mit dieser interessanten Anschauung würde den Rahmen einer Buchbesprechung sprengen, dte nicht abgeschlossen werden kann, ohne der Bsw-nndemntz für diesen prachtvollen Menschen und sein hinreißendes Bekenntnisbuch Ausdruck zu verleihen. In dieser Stärke, Tiefe, Originalität ist noch selten der Zionismus erlebt worden. In Amerika wird dieses Buch Sensation erregen und von höchstem Werte für unsere Sache sein. Es ist zu hoffen, daß auch eine deutsche Uebersetzung bald erscheinen wird, denn die Wirkung dieses Buches ist, fo hohen Reiz auch die künstlerische Behandlung der englischen Sprache durch Lewisohn bei der Lektüre ansübt, vor altem seinem innetön Gehalt zu danken. , Slnffgct zusammenstoß in Gosttznin. Stofe«*, W. N»«i. <P. I..«.) (Seiten gchs in Kosty» n i n, einem klonen Orte westlich von Warschau, die anläßlich des Markttages Herbeigestvömte Menge, die durch kom mutt ist! sch e Ngütatorem aufgehetzt worden war, die Polizei an, die-von der Waffe Gebrauch machen mußte. Eine Person wurde getötet, acht verwundet. Die Otdmmg wurde wtedevhergestellt. Vierzehn Agitatoren wurden verhaftet. __ Wieder ein Kinvesmord in Schlesien. Aus BreSlau wird berichtet: Ein Kindevmord, der nach den ersten Anzeichen in Verbindung mit dem Doppelmord an den Kindern F«e h s e in Breslau zu stehen scheint, hat die Bevölkerung Schlesiens neuerlich in große Unruhe gebracht. In de^n abseits gelegenen .Hause eines Lokomotivführers im Dovfe Sack üs ch bei dem Badeorte K u d o w a wurden gestern die IMhrLge Tochter tot im Keller und der 17jährige Sohn schwerverletzt im Bodenraum aufgefunden. Das Mädchen war durch Messerstiche getötet, der junge Mattn durch Schläge mit einem stuinpfen Wertzeug am Schädel schwer verletzt worden. Er liegt bewußtlos im Krankenhause. Im Stalle fand man die beiden Ziegen des Lokomotivführers mit mehreren Messerstichen tot auf. Bei der Polizeikam der Verdacht auf, daß es sich um ein Verbrechen aus erotischen Motiven handeln könne. Die Breslauer Kriminalpolizei wurde von dem Verbrechen in Kenntnis gesetzt, Werl die Ortsbehörden übereinstimmend der Meinung waren, daß.'ein Zusammenhang zwischen diesem Verbrechen und denr in, Breslau begangenen Kindermord bestehen könnte. / Sie Reise um die Erde in Sv Tagen. Berlin, 23. Juni. Die amerikanischen WeltrekordreisLndeN Wells und Evans sind heute um 7 Uhr morgens in Königsberg mit dem planmäßigen Nachtflugzeug der Lufthansa pünktlich eingetroffen. Nachdem die Reisenden mit der „Aquitania" gestern früh nach Uebcrquerung des Atlantischen Ozeans um 7 Uhr Cherbourg angelaufen hatten, fuhren sie von Cherbourg nach Paris im Auto, von Paris nach Köln in einem französischen, von Köln nach Magdeburg mit einem L u s tha nsa s o nde rflugzeug. In Magdeburg wurde für die Strecke bis Berlin wieder ein Auto eingesetzt, das um 1 Uhr 40 Min. nachts in Berlin eintraf. Um 2 Uhr 35 Minuten startete die Maschine zum Fluge nach Königsberg. In Moskau steht durch Vermittlung der Deru-Luft ein Sonderflugzeug bereit, das noch heute nachts starten wind, um den bereits gestern abends, als sich die Reisenden noch zwischen Kassel und Magdeburg befanden, in Moskau abgegcmgenen Sibirien-Expreß nach etwa 2500 Kilometer in Omsk einzuholen. Auf europäischem Boden sind demnach alle Maßnahmen getroffen, um den geplanten Rekord, den Erdball im dreißig Tagen zu umkreisen, durchzuführen. Ein Rechtsanwalt, »er 900 Millionen Kronen venmtrsnt. Budapest, 28. Juni. In M i s k o l e z wurde gestern der Rechtsanwalt Arpad Czellath verhaftet, weil er 55 Millionen Kronen, die ihm ein Klient zwecks Deponierung in einer Budapester Bank übergeben hatte, nicht verrechnen konnte. Im Verhör gestand der Rechtsanwalt, daß er, abgesehen von dieser Unterschlagung, weitere 900 Millionen Kronen Klientengelder für eigene Zwecke verausgabt hat. Bis heute mittags sind 18 Strafanzeigen wegen Defraudation gegen Czellath erstattet worden. Windischsrätz auf freiem Fnßt Beniezky begnadigt. Budapest, 23. Juni. In den Couloirs der Nationalversammlung verbreitete sich heute vormittags die Nachricht, daß Prinz W i n d i s ch g r ä tz, der wegen seines leidenden Zustandes in das Jnquisitenspital oingeliefert worden ist, interimistisch auf freien Fuß gesetzt werden soll. Man verwies in diesem Zusammenhang auf den Präzedenzfall Edmund v. Beniczky s, der bekanntlich ebenfalls wegen Krankheit aus freien Fuß gesetzt worden ist. Justizminister Paul Pest HY dementierte die Nachricht und erklärte, daß von einer Freilassung W i n d i s chgrätz' keine Rede sein könne. Der Fall Beniczky liege ganz anders, weil Beniczky vom Reichsverweser, den er beleidigt hatte, begnadigt worden sei. Diese Erklärung des Justizministers rief einige Sensation hervor, weil man bei dieser Gelegenheit zum erstenmal erfuhr, daß Beniczky formell begnadigt ist. Die AWre Molnar. Budapest, 23. Juni. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung führte A>bg. Fabian (Demokrat) in einer Interpellation Beschwerde wegen der D i e n st b e f ö rderung des Franz Gyulay Molnar zum Umsatz- 'teuer-Oberkontrollor, der bekanntlich den kürzlich verstorbenen Abg. Bazsonyi auf der Straße insultiert hatte, weshalb gegen ihn ein Strafverfahren im Zuge ist. Finanzminister B u d erklärte, daß Molnar suspendiert und eine Untersuchung in dieser Angelegenheit emgeleitet worden sei. Dar TagergesprSch der Leovoldstadt ist die N e st e u a b t e i I u tt n des Waren» Kaufes Brüder S ch i f f m a n n, 2. Bez. Taborstraße 48. Alle Arteil Reste von Alante!-. Kleider-, Anzugstofsen. Brokaterl, Crepe de Chine. Seide aller Qualitäten, Marocains, Eoouge, Bolle, CreronS, Blaudruck für Kleider ufiv. werden zwecks Freimachung oes Lagers zu besonders billigen Preisen abgestoßen. Bemitzeu Sie diele Neueinrichtung, um sich für wenig Geld elegant und gut zu kleiden.