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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-23 · Heft 2633 (23.6.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2633 (23.6.1926)
Date
1926-06-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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* $$0f,?fWmui>i5 wlfnCC OTUiytn^ uwiy Ve. ptw» »»erstteve. Ns bk Mutt« mit einem jüdischen gSr- K»getz«Ee« den Knaben Molen kam, mußte ^Molt werden. den man wollte den Jungen, dessen Taufe bereits *** nächsten Sonntag angesagt war, nicht heransgcben. Es hanlte sich um einen „freiwilligen" U eher tritt a la aria-Lanzendorf...; Keine Vorsprachen bei den städtischen Behörden bringen Irgend eme Aenderung ln der Richtlinie der Fürsorge fiir ^jüdische Wiener Kinder. Manche gewissenhafte Fürsorgerin eines Wädtischen Bezirksjugendamtes hat aber schon den 2Btg ftt l^udtschen Jugendfürsorge" gefunden und ersucht, man möge in seinem bestimmten Falle auf den betreffenden Jugendlichen oder Me Familienangehörigen einwirten, da doch der Jude den Juden Defser verstehe. Di« Jugendgerichtshilfe überläßt aus demselben l Grunde die fuvsorgerische Einwirkung auf ihre jüdischen Parteien der „jüdischen Jugendfürsorge". Der amtssichrende Stadtrat Prof. Tandler will aber nichts zu tun haben mit den Gründen der Psychologen und Pädagogen, ihm handelt es sich um das „Prinzip". Dieses Prinzip, das jüdische Wohlscchrtseinrichtungen nicht nur nicht unterstützt, sondern zu hemmen sucht, führt dazu, daß sich schon manche jüdische Anstalt interkonfessionell erklären mußte. Es handelte^ich bisher fast nur um Wiener Anstalten auf dem Lande. In Wien selbst hat die jüdische Gesellschaft schon mehrmals einen solchen Schritt verschiedener Heimleitungen Lurch große Opfer zu verhindern gewußt. Noch eines kann man aus dem Fall« Maria-Lanzendorf lernen: Es wurde wiederholt erwähnt, daß auch jüdisches Geld in dieses Heim floß. Unter bekannten jüdischen Wohltätern Wiens, die auch interkonfessionelle Institute unterstützen, gibt es leider nur einen einzigen, der regAmäßig bei der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge ansragt, ob gegen eine Unterstützung eines bestimmten Vereines nichts einzuwenden (RICHTER-UND PREDMER- TALARE UND BARETTE I vot) S 65 Auftritts vcrtltig und nach Maas heim Spezialisten 135 I RUDOLF GOLDSTEIN, Ztoll- und Uniformschneider ■ Gegründet 1566 Wien, II* f&bOritr&tl« 34 Telephon 45-6-29 ■Elegante Herrenkleider nach Muss, massige Preise, Zahlungserieichterungen ergehen ließen, uns allein in unserem Urteil vom Standpunkt der Menschlichkeit letten lassen, ist selbstverständlich. Für Vereine aber, denen einJudekeinMensch ist, darfniemandvon uns einen Groschen übrig haben. Darum sollte sich jeder 'Wohltäter genau erkundigen, in welche Hände seine Gabe kommt ■ S. A. Blutrache am Baakschalter. Eine Bank Palermos war dieser Tage der Schauplatz einer aufregenden Begebenheit. Im Schalterraum machte sich während der Kassenstunden ein Bauer an einen 60jährigen Mann heran und schlug ihm mit einer haarscharfen Sichel den Kop vom Rumpfe. Dann ließ er sich ruhig verhaften, wobei er seine Genugtuung über die soeben vollbrachte Tat äußerte. „Der Tote", sagte er, „ist der Führer der Mafia meines Heimatdorfes. Auf seinen Befehl wurde vor einigen Monaten mein Bruder ermordet. Er hat meiner ganzen Familie den Befehl ge geben, sofort auszuwandern. Endlich habe' ich ihn zur Strecke gebracht." Wieder Brandlegungen. Lütz, 22. Juni. In Gullingen in Niederösterreich brannte heute Mitternacht ein Bauerngehöst nieder. Desgleichen ging ein Bauernanwesen bei AIko t>e n in Rauch auf. In beiden Fällen wird Brandlegung vermutet. Der GesamLschade 'beläuft sich auf etwa 100.000 Schilling. In Timmelkam und in Abtstorf konnten gelegte Brände rechtzeitig unterdrückt werden. Brüder erwachte in diesem Dr. Alexander die „jüdische Seele", die Seele seines Vaters, der neben seiner ärztlichen Tätigkeit ein bedeutender jüdischer Gelehrter war. Dr. Ale xander berief eine öffentliche Versammlung der Juden ein. Sie kamen in Hellen Scharen, beruhigt und getröstet schon Lch-°°-°n---'i°n gegründet. Diese Errungenschaften d-rs allein dadurch, daß eine Persönlichkeit von solchem Ansehen und Einfluß in der nichtjüdischen Gesellschaft sich ihrer annahm und sich sogar anschickte, an ihre Spitze zu treten. Von der Rede des Dr. Alexander in jener Versammlung sprechen die Juden von Pisthan noch heute mit Entzücken und Bewunderung. Sie gingen beruhigt und in ihrem Selbstbewußtsein gestärkt von dannen, nachdem auf dieser Versammlung der Grund zu einer jüdischen Organisation gelegt wurde, die sich als dauernd lebensfähig erwies und immer weiter ausgebaut wird. Der Führer nahm die Angelegenheit energisch in die Hand. Ohne der neuen Macht irgendwie zu schmeicheln, verstand er es, für die Juden einen ausgiebigen Schutz zu erwirken, die Geflüchteten, die inzwischen gemerkt hatten, daß sie vom Regen in die Traufe gelangt waren, durften heimkehren, ohne zu fürchten, hier als Verräter und Landesfeinde behandelt zu werden. Es dauerte noch ziemlich lange bis volle Ruhe eintrat, aber seither ist das friedliche Verhältnis zwischen den Juden und ihrer nichtjüdischen Umgebung, auf anderer Basis, wieder voll eingekehrt. Leider schafft dieser Friede nach außen Raum für innere Zwistigkeiten, die jedoch glücklicherweise hier zu keiner Spaltung führen werden. Der Rabbiner von Pisthan, übrigens persönlich ein hochachtbarer Mann, von imponierender Erscheinung, mehr einem alten ungarischen' General, als einem orthodoxen Rabbiner ähnlich, ist das Oberhaupt der zionistenfeindlichen Aguda, und ein großer „Politiker" vor dem Herrn. Ein bezeichnendes Wort wird ihm hier nachgesagt: „Die frommen Rabbiner haben jetzt die Pflicht, die Tälmudfolianten zuzuklappen und sich der Politik zu widmen." Allein die regsamen, geistig interessierten Gemeindemitglieder, besonders die jüngere Generation, lassen es zwar an Achtung für ihr geistliches Oberhaupt nicht fehlen, widmen sich aber mit lebendigem Eifer der zionistischen Arbeit. In Pisthan, wie in der ganzen Slowakei blüht ein reges zionistisches Leben. Sigma. Ae Wiener Konferenz für hebrRsche Kultur und örziehung. Die Evvffnurmsfitzuivg. Die Konferenz für hebräische Kultur und Erziehung, deren Beschlüsse wir bereits veröffentlicht haben, wurde Samstag den Id. d. um 9 Uhr abends im Hause der Sozialen Hilfsgemeinschaft Anitta Müller vom Mitglied des vorbereitenden Komitees Prof. Gelernter eröffnet. Prof. Gelernter begeichnete att di« Hauptaufgabe der Konferenz, Menschen zu finden, di« berufen wären, die hebräische Kultur und Erziehung iu Wien zu intensivieren und zu festigen. Wer dieser Konferenz für hebräische Kultur und Erziehung beiwohnte, mußte dos hohe Niveau und den Ernst der Referate bewimdern und auch die Sachlichkeit der Debatten anerkennen, obwohl sie einige Male von allzu persönlicher Leidenschaftlichkeit gestört wurden. Besonders bemerkenswert ist, daß sich dße hebräischen Lehrer zur Mitarbeit eingefunden hatten und daß die Konferenz sich nur bescheidene und nicht schwer zu verwirklichende Ziele gestellt hat. Es wäre noch zu wünschen, daß die maßgebenden jüdischen Behörden und Institutionen, allen voran die jüdische Kultusgemeinde, der hebräischen Kultur- und Erziehungsbewegung in Wien mehr Aufmerffamkeit widmen und geistige und materielle Hilfe angedeihen lasten soll. Die Mühe der wenigen Menschen, die diese Konferenz vorbereitet und durchgeführt haben, wird fruchtbarer fein und belohnt werden, wenn es gelingen sollte, die hebräische Kultur innerhalb des Wiener Judentums zu erwecken und die hebräische Erziehung zu fördern. Die Eröffnungsansprache hielt Herr Oberrabbiner Prof. Dr. Z. P. Chajes. Er führte u. a. aus: Der Zweck dieser Konferenz ist der, die Geister zu wecken, die Gleichgültigkeit zu brechen und in der jüdischen Gesellschaft die Sehnsucht nach hebräischer Kultur und Erziehung zu erzeugen. „Ich bin-überzeugt, daß man in dieser Kon ferenz viel klagen und viele Mängel an-fweisen wird. Klaget aber nicht so viel, bekämpft, die Anschauung, daß die Juden schuld daran sind, daß sie nicht hebräisch sprechen. Es ist ein Wunder, daß die Juden hebräisch sprechen, sie haben die Möglichkeit dazu, aber nicht die Notwendigkeit. Wecket die Möglichkeiten!" Bei den französisch sprechenden Menschen ist der Gebrauch ihrer Sprache eine Natürlichkeit, die aus dem Milieu und den täglichen Bedürfnissen heraus zu er klären ist. Bei den hebräisch sprechenden ist die Anwendung dieser Sprache eine Tat, di« Willen und Anstrengung voraüssetzt, und die gerade entgegen den täglichen Bedürfnisten vollbracht werden mutz. Was ein hebräisch sprechender Jude in der Diaspora leistet, das tut kein französischer oder deutscher Professor. „Es ist ein Wunder. Lehret die Juden dieses Wunder lieben!" Wir können auch schon auf positive Errungenschaften hin weisen. Bor dem Krieg gab es in Wien nicht einmal einen Kampf gegen das Hebräische. Dr. Alfred Stern, der sogar die Bibel mit der Uebersetzung lesen konnte, nannte damals den Vorschlag deS hebräischen Unterrichtes einen Wahnsinn. Seit dieser Zeit hat sich vieles geändert. In der Erkenntnis der Bedeutung der Jugend im Alter von 10 bis 18 Jahren wurde das jüdische Realgymnasium gegründet. Wenn wir Geld hätten, könnten wir drei Gymnasien schaffen. Es fehlt nicht an Schü lern und Lernbegierigen. Aus dem Bewußtsein heraus, daß ein ganzes Geschlecht verloren geht, wenn die Lehrer nicht Zionisten >ind, wurde das hebräische Pädagogium zur Erziehung BeStt bt& Thema Literatmr nnfc Jugend sprach fteof. Dr. Dkesendruck. Der Referent führt« «aß, daß viel hebräisch gesprochen wird, aber wenig hebräisch gelesen- Die zionistisch orientierte Jugend ver-i größert sich, aber die hebräische Literatur verringert sich. Nur Wenige junge Menschen Nnden den Weg zum hebräischen Buch» die meisten begnügen sW mit einem Zeitungsfcnillcton. Man sprach seinerzeit viel über bas Fehlen der Frau in der hebräischen Literatur. Es wurde diese Tatsache damals daraus zurückgeführt, daß der hebräische SchrifHteller keine Leserinnen vor sich sich und darum in den seltensten Fällen sich veranlaßt ffchltc, Frauengestakten zu schildern. Fast dasselbe Phänomen wiederholt sich jetzt mit der Jngerw. Während früher die ganze hebräische Literatur fast nur eine Literatur der '^Jugend war, findet der hebräische Schriftsteller jetzt keine jugendlichen Leser und der Kontakt mit der Jugend ist zerrissen. Dr.. Diesendruck kennt zwei Typen des junge« Juden: den Menschen »ides Sportes und den Menschen dev Arbeit. Die hebrÄsche LiteratM hat jetzt auch keine Beziehung zur Jugend der Arbeit. Diese Jugend spricht wohl manchmal hebräisch, aber es ist nicht eine Sprache, die ihre Grundlage im ernsten Bücherstudium hat. Mutzer dem Boden von Palästina haben wir Juden «IS einigendes Band nur noch die hebräische Sprache und die hebräische Lttercttnr. In der hebräischen Literatur liegt eine große Energie, die sich in Aufbauarbeit nmsetzen kann. Als Beweis mögen die hebraischen^Schrrftsteller wie A. D. Gordon und Brenner dienen. Sie kamen aus der hebräischen Literatur und fanden den Weg zur Aufbauarbeit. Zwei Stätten gibt es, an denen jedes Volk seine Sprache lernen, entwickeln und vervollkommnen kann: das Theater und das Buch. Welche Bedeutung das hebräische Theater hat, haben wir in den letzten Tagen während der Vorstellungen der Habima gesehen, daß das Buch keine geringere Bedeutung hat, ist selbstverständlich. Die Jugend muß das hebräische Buch wollen. (Fortsetzung folgt.) man keinesfalls verachten. „Um bequem zu leben, braucht das Volk nicht hebräisch zu sprechen. Seine Bemühung ist also ein Wunder." Der Redner erzählte eine interessante Remiiniszenz aus Marienbad, wo Rabbi Jakob Meir und der Zaddik von Belz zusammentrafen und mit einander nur durch einen Dolmetsch sprechen konnten, denn der Belzer Zadik verstand nicht die sephardische Aussprache Rabbi Meirs und betrachtete überhaupt das hebräische Sprechen als Sünde. Er sprach nur jiddisch. Nach einem Jahr hat er Mar schon eingesehen, daß das hebräische Sprechen keiine Sünde ist, aber gegen diese Volkspsychologie ist die Verbreitung der hebräischen Sprache wahrlich ein Wunder. Inden aus dem Osten können überhaupt nicht verstehen, daß inan z. B. die Bibel oder den Talmud in einer anderen Sprache als jiddisch erklären kann. Ein Unterricht in diesen Gegenständen in italienischer oder gar in hebräischer Sprache ist für sie unverständlich. Dr. Chajes rühmte als Ausnahme die hebräische Dichterin Elischewa, die, ob-- Wohl sie eine Christin und eine Rustin ist, die hebräische Sprache, vollkommen beherrscht und hebräisch dichtet. Aufgabe dieser Konferenz ist es, den Juden Wiens die Größe und Bedeutung des Wunders der hebräischen Sprache zu offenbaren. Im Namen des Zionistischen Landeskomitees begrüßte die Konferenz Dr. Friedmann, für den Hapoel Hazatr sprach Dr. T a r t a k o w e r, im Namen des Misrachi begrüßte die Konerenz Herr Grosz, der in launiger Weise dem Wunsch Ausdruck gab, daß ein Teil der Energien, die für das Fußballspiel ausgebracht werden, dem hebräischen Kulturleben zugute kommen. Für den Hechaluz wünschte der Konferenz vollen Erfolg Herr He«nnenberg, für die Bibliothek Zion Herr Popper. In das Aeiisi-ium der Konferenz wurden gewählt: Zum Ehrenvtzvs-itzenden Herr Prof. Dr. Chaj e s, zu Mitgliedern des Präsidiums die Herren Dr. Gelber, Dr. Friedmaun, Gelernter, Dr.. Baron, Cohen, ,z» Schriftführern die Herren Dr. Freu-dmann, Dr. Tha ler, Dr. B'l ä-ue r, Müller, Sin Ksutionsschwindler. Mit 900 Millionen Kronen dnrchgegangen. Budapest, 22. Juni. Die Polizei fahndet eifrig nach dem Direktor Zoltan L a s z l o der „Stella" Handels- und Lagerhaus A.-G., der nach Unterschlagungen in der Höhe von einer Milliarde flüchtig geworden ist. Laszlo hat die Gesellschaft vor einigen Wochen gegründet und zwar, wie sich jetzt herausstellt, nur zu dem Zweck, um Beamte und Angestellte gegem hohe Kautionen zu engagieren. Nicht weniger als 80 Leute gingen dem Betrüger auf den Leim und übergaben Zoltan Laszlo Kautionen in der Hohe von 6 bis 26 Millionen Kronen. Gestern hätten die engagierten Angestellten ihre Posten in den Bureauräumen der „Stella" Handels- und Lagerhaus .A.-G. vereinbarungsgemäß antreten sollen. 80 Personen warteten vergeblich vor dem leeren Bureau des Kantionsschwindlers, der sch-on Samstag das Weit« gesucht hatte. Nach vorläufigen Schätzungen hat Laszlo seine Opfer um zusammen 900 Millionen Kronen geprellt. Hauserkäuftler SoBfl in Untersuchungshaft. Berlin, 22. Juni. Der Hiungerkünsüer Ludwig H e genannt Iolly, der beschuldigt tohfo, während seiner .Hungerproduktion täglich zehn Deka Schokolade zu sich, genommen zu haben, ist in Untersuchungshaft genommen worden. Er bestreitet, sich eines Betruges schuldig gemacht zu haben und meint, die Anzeige fei ans einen Racheakt zurückzuführen. Kinder als LeicheufWuder. Aus Riga wird gemeldet: Wie die Lemngrader, „Krasnya Gazette" mitteilt, ist es der Tscheka gelungen, drei .organisierte Diebsbunde ejnzufangert, die während des letzten Jahres die Friedhofe von Leningrad beraubte. Die Bande bestand aus 38 heimatlosen Kindern, die alle j ü n g e r a l s sechzehn Jahre sind. Sie. stahlen die Denksteine und die Eisengitter von den Gräbern,, ja sie trugen selbst die Glocken aus den Friedhofskapelleu fort. Eine Anzahl von Eisenhärtdlern ist wegen Hehlerei verhaftet worden. Ern Grabsteinfabrikant wird beschuldigt, die^ Kinder dazu verwendet zu haben, daß sie ihm gestohlene^ Grabsteine brachten, deren Inschriften er dann änderte und die er antrauernde Familien weiterverkaufte. Bräutigamsraub am Polterabend. Ein nicht alltägliches Abenteuer hatte ein 72jähriger Arzt aus New Jersey, Dr. William H. Pounds, an seinem Polterabend zu bestehen. Der glückliche Bräutigam, der mit der Krankenpflegerin seiner Verstovbenen ersten Gattin verlobt war, weilte am Vorabend der Hochzeit mit seiner Braut i-n fröhlicher Gesellschaft, als er Plötzlich an den Fernsprecher gebeten und zueinem Schwerkranken gerufen wurde. Man bat ihn, zu warten» bis er abgeholt würde. Kuvz daraus stellten sich zwei Herren vor,, die ihn in das vor dem Haus wartende Auto geleiteten. Aber zu seiner größten Ueberraschnng brachte man den Arzt nicht an ein Krankenbett, sondern lieferte ihn, so verziveifett er sich auch, wehrte, in der Aufnahmskanzlei eines Irrenhauses ab, woman ihn auf Grund gefälschter Papiere als Patienten behandelte. Schließlich ließ sich jedoch der Arzt herbei, seiner Bitte zu willfahren und bei der Polteväbendgesellschast nachzufragen. So stellte sich hevaus, daß der alte .Herr das Opfer eines üblem^ Scherzes geworden war. Um die elfte Stunde ließ nran ihn endlich frei mrd der geraubte Bräutigam stürzte in die Arme -seiver Erwählten, WM sich mit ihr am folgenden Tage trauen^ Muffen. _ * Straß«nb<chttznsammnttotz in Hirschstetten. Gestern in den- Abendstunden hat sich m Hirschftetteu ein Straßenbahngusainmerktoßeroignel, bei dem sieden Personen leicht verletzt wurden.. Der Zusammenstoß wurde dadurch hervorgevusen, daß auf der: HM Strecke sm Zug der Lm^ie.217 in einen in der ent-!M Richtung kommenden' Zttg der gleichen 8mie>

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