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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-22 · Heft 2632 (22.6.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2632 (22.6.1926)
Date
1926-06-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wen, DienSiag Tagesberichts Ae Seelenfängerei ln Maria- Lanzenvorf. Ler Akt MeiMimmi bet Züschen JrrflerrbfüiHorgestelle. Der Akt Jakob Kleimnann des jüdischen Jugendamtes /tzer Wiener israelitischen KulMsgeineinde ist von einem tüchtigen Beamten und — was mehr bedeutet -- von einem vor- ) trefflichen verantwortungsvollen Menschen geführt. Frau Doktor! Karplus, tvelche den Fall Kleinmann behandelte, schildert j uns an der .Hand dieses Mes den Verlauf der Begebenheiten. [ Mit Kleimnann befaßt sich die jüdische Jugendfürsorge seit dem! 3. Septernber 1924. Damals war Kleimnann in Laa unter- , gebracht, rnußte aber wegen akuter Erkrankung am 25. September / fitt das Karolinettfpital überführt werden. Als die akute Erkran- I kung des Knaben behoben ivar, konnte KleimMNN nach Laa nicht i mehr zurückgebracht werden, well die Anstalt in Laa in der Zwischenzeit in ein Kleinkinderheim umgewandelt worden war! und verkrüppelte Kinder nicht aufnehmen konnte. Die jüdische j Jugendfürsorge der Kultusgomeinde, vor die Notwendigkeit gestellt, das Kind in das einzig bestehende Krüppel- ' Heim, .das Elisabethheim in Lanzendors, zu brin-!gen, ein streng katholisches Institut, entschloß sich! von vornherein, nichts unversu cht zu lassen, um das!Kind ehestens zu seiner Mutter zurückzubri-ng e n, denn eine Unterbringung im jüdischen Siechenhcms in der Seegasse, die einzige Eventualität, die noch gegeben gewesen wäre, war im Interesse der Gemütsverfassung des Kindes untunlich.! Man bwirkte im Karolinenspital noch einen kurzen Aufschub j durch Erlag der Verpflegskoslen, mußte aber am 10. Dezember! 1924 das Kind nach Lanzen darf bringen. . Die jüdische Jugendfürsorge hat sofort sowohl durch die Wiener Familie! Knpfermann, die sich um das Kind kümmerte, als auch direkt die I Verbindung mit der Mutter ausgenommen. In dom Brief!des Fürsorgeamtes wurde der Mutter bedeutet, daß! das Kind in einer Anstalt sei, in welcher keine Möglichkeit einer! jüdischen Erziehung bestünde, sie möge das Kind zu sich nehmen.! Wir nahmen in den Antwortbrief der Mutter Einsicht. Sie j schildert ihre trostlose Lage und berichtet, daß sie einen blinden I Vater, eine alte Mutter und zwei Kinder erhalten müsse und! Attet inständigst, sich um Jöa§ Kind zu kümmern. Was sein j Judentum anlange, hoffe sie alles nachzuholen, wenn der Knabe wieder bei ihr in Rußland sein werde. Unter einem bittet sie durch direkte Einflußnahme ihr zur Beschaffung der Dokumente zu vechelsen, damit das Kind zurückkonrmen könne. Es wird sowohl von den Klosterschwestern der Anstalt als! auch von anderer Seite behauptet, die Mutter hätte sich um das! Kind nicht gekümmert und gar keinen Wert darauf gelegt, es! wieder bei sich zu haben. Auch seine jüdische' Erziehung sei ihr ' -nicht am Herzen gelegen. Diese Behauch tinrgeir sind teils bewußte Lügen, teils Ausflüchte derjenigendie sich für das, was geschehen ist, mitverantwortlich fühlen. jWir haben einen erschütternden Brief der Mutter! in unserer Ausgabe vom 18. Juni und einen zweiten Brief, > geschrieben von einem Satanower Freund der Familie, in un- ^serer Ausgabe vom 19. Juni veröffentlicht, aus denen das Gegenteil hervorgcht.!Die Originale der Briefe sind in unseren Händen. Auch das! Original des an das. jüdische Jugendfürsorgeamt geschriebenen /Briefes der Frau Kleimnann, welches in dem betreffenden Mt /liegt, zeigt die große Sorge der bedrängten Frau Wiener _ um ihr Kind und den Wunsch, es ehestens wieder bei sich IN haben. Das jüdische Jugendfürsorgeamt hat tatkräftigst in dieser Richtung gewirkt. Es trat mit der Sowjctgesandtschaft in Fühlung, mobilisierte .Herrn Kupfer mann und am 15. Juni 1925 war die jüdische Jugendfürsorge im Besitz der nötigen Dokumente. Es war das erste Mal gelungen, Dokumente aus Sowjetrußland zu beschaffen. Mit dem Elisabethheim in Maria-Lanzendorf war man in ständiger Fühlung geblieben. Man zahlte die Untechaltskosten, suchte dom Wunsche des Kindes, Uhrmacher zu werden, Rechnung zu tragen und das Elisabethheim verhandelte auch mit dem jüdischen Fürsorgeamt wegen eer Beschaffung von Prothesen oder eines Handwägelchens für >das Kind, falls sich Prof. Lorenz entscheiden sollte, die Füße des Kindes jetzt noch nicht zu operieren. Um die Reise des Kindes nach Rußland zu eriuöglichen, .mußte >das Kind zunächst von Lanzendorf weggenommen werden. Es fcitrftc sich nicht in einer Anstalt besticken, in welcher für das Kind bezahlt wird. Zu diesem Zweck verständigte man .das Elisabethheim, es möge eine Delegierte in der Kultusgemcinde vorsprechen. Tatsächlich erschien am 25. November Schwester Konzaga im Jugendfürsorgeamt bei Frau Dr. Karplus. Man besprach mit dieser Klostcrschwester den Fall und erklärte ihr, daß die Kultusgemeinde im Einvernehmen mit dem Fürsorgeamt der Polizeid i r e k t i o n W i e n die Zahlungen an das Elisabethheim e i nstellen werde, um die Ueberstellung des Jakob Kleinmann zu seiner Mutter nach Rußland zu ermöglichen. Schwester Konzaga nahm dies zur.Kenntnis und verschwieg, dich Jakob Kletrmrmm bereits am 19. Juli 1925 getauft worden war. Wie dann Herr Kupfermann seinen Schützling mit dem Kreuz am Halse antraf und wie die Kultusgemeinde im Jänner dieses Jahres von der erfolgten Taufe erfuhr, haben wir bereits berichtet. Wir haben auch mitgeteilt, daß man sich bemühte, einen jüdischen Lehrer nach Lanzerldorf zu .schicken, w e il das Kind selbst wünschte, zur B a r m i z w a h vorbereitet zu werden. Es ist ibezeichnend, daß das Mitglied des Kuratoriums, Fräulein Kreisler, die Schwester des in Amerika lobenden Geigenkünstlers und Wohltäters Fritz Kreisler, im jüdischen Jugendfürsorgeamt bei Frau Dr. Karplus erschien und ihr bedeutete, daß in dieses Heim ein jüdischer Lehrer nicht kommen dürfe. Höchst merkwürdige Einrichtung eines Instituts, das gern mck reichlich jüdisches Gold nimmt, höchst merkwürdiges Verhalte» des Fräuleins Kreisler selbst. Wir haben durch die veröffentlichten Briefe dargelegt, daß die Mutter nach ihrem Kinde verlangt und man hat jetzt dafür zu sorgen, daß Jakob Kleinmann schleunigst von Maria-Lanzendorf fortg bracht und ehestens seiner Mutter zngeführt wird. Der Fall Leffing. Eine Erklärung der tschechischen Studentenschaft. Prag, 21. Juni. Im Hinblick auf. das Verhalten der deutschvölkischen Studentenschaft und insbesondere der Hörer an der B r ü n n e r Technischen Hochschule in der Angelegenheit des Professors Lessing hat der Zentralausschuß der tschechischen Studentenschaft folgende Kundgebung erlassen:- . Die tschechische Studentenschaft hat seinerzeit gegen die Vergewaltigung der Lehrfreiheit an den Hochschulen in Südslawien und die antisemitischen Unruhen an den deutschen Hochschulen der Tschechoslowakei protestiert. Auch, diesmal erachtet es i'ni 1925 'eite 3 der Verband für seine Pflicht, dieser Meinung Ausdruck zu geben. Die tschechische Studentenschaft würde nie gegen einen Professor deshalb anftreten, weil sie mit seiner w i s s e n s ch a f tl i ch e n oder politischen U e b e r z e n g n n g nicht übereinstimmt. Das Prinzip der Lehrfreiheit, der freien Aenßernng der persönlichen Ueberzengnng ist für die tschechische Studentenschaft selbswcrständlich. Die tschechische Studentenschaft wird diese grundlegende Voraussetzung des w i s s e n s ch ältlich e n und sozialen Fortschrittes stets verteidigen. kxvlofion einer Handgranate. Prag, 21. Juni. Auf dem Militärübungsplatz bei Pop» r a d explodierte bei einer Hebung eine Handgranate in der Hand de8 Leutnants Fisa. Fisa, der Reservelentnant Springer tlnd fünf Infanteristen wurden schwer verletzt. Ein Infanterist starb noch an demselben Abend. Leutnant Springer liegt ebenfalls im Sterben. 70 Millionen Krone« für zwei Finger. Budapest, 21. Juni. Die 19jähvige Tänzerin Eva I l l o £« vay unternahm vor einigen Wochen nach einer Zecherei in einem Nachtlokal mit dem jungen August S ch n e tz c r, denr Sohn des früheren Kviegsministers General Schnetzer, einen nächtlichen Autoansflug ans den Schwabenbcrg. August Schnetzer, der erheblich angeheitert war, lenkte den Wagen in den Straßengraben, wobei beide Insassen aus denr Wagen fielen und die Tänzerin sich zwei Finger brach, die amputiert werden mußten. Eva Jllosvay strengte gegen den Generalssohn eine Privatklage wegen des Verlustes ihrer beiden Finger an und ein Serrat des Budapester Gerichtshofes sprach der Tänzerin heute für die verlorenen Finger eine Entschädigungssumme von 70 M-illionen Kronen zn. Professor Malisch — Rektor der llniverfitSt. Gestern mittags fand an der Universität die Wahl des Rektors statt. Da die medizinische Fakultät, die am Turnus war, verzichtete, mußte die philosophische Fakultät den Kandidaten stellen. Die Mahlmänner wählten einstimmig den Pflanzenphysiologen Hofrat Dr. Hans Malis ch, der einem weiteren Kreis durch die Entdeckung der leuchtenden Bakterien bekannt geworden ist. Er hat auch zwei Jahre lang an der Universität in Yokohama Vorlesungen gehalten. Dar neue Thermalbad in BSslau. Eröffnung durch den Bundespräsidenten. Der schöne Kurort Döslau hat eine neue Bereicherung erfahren. Die warme Quelle mit ihrem Schwimmteich hat bisher schon die größte Anziehung airf die vielen Tausende von Kurgästen und Sommerfrischlern ausgeübt, die nach Vöslian gingen, um in dem heilkräftigen Wasser mit der Temperatur von 24 Grad Celsius zu baden. Die rührige Gemeindeleitung hat nun im Vorjahre den Plan gefaßt, ihr Thermalbad zu modernisieren und zu vergrößern. In erstaunlich raschem Tempo' wurde ans Werk gegangen und am Sonntag, IM Jahre nach der ersten Einfassung der Therme, wurde das neue Badebecken eröffnt. Sin prächtiger Steinbau mit Stockwerken und einem hohen Turm bildet den Eingang zum Bade und krönt architekto/risch den schönen Vorplatz. Cs war ein froher Tag für ganz Vöslan, das Festschmuck angelegt harte. Nach langer Zeit strahlte eine warme Sonne, welche die feierliche Eröffnung unter freiem Himmel gestattete. Bundespräsident Dr. Harnisch, vom Bürgermeister Frimmel feierlich begrüßt und von der Bevölkerung herzlich empfangen, nahm die offizielle Eröffnung im Beisein der Vertreter der Landesbehövden irnd der Gemeinde Wien vor. Epilog zum Habima-Ereignis. Habima ist abgereist. Es waren Tage der Erfüllungen -und Phantasien. Der /Traum vom hebräischen Wort auf der Bühne iüitvbe verwirklicht, die Phantasie von einem hebräischen Leben, von einem hebräischen Zentrum lebte auf. Das Märchen, die faft tägliche Pilgerfahrt auf die Insel der Träume, der Leidenschaft und der Erfüllung mitten im Meer der Gleichgültigkeit, des Unverständnisses und des Hasses ist vorüber. Nur der Abschiedsschmerz, die Sehnsucht und die Reflexionen blieben uns zurück. •. ■ * Einstimmig fast war das Lob der Künstler des Theaters. Stürmisch die Begeisterung. Ehrlich und heiß die Polemiken. Bon Tag zu Tag wuchs das Publikum mit seinem Theater. Zu kurz war die Habima in Wien, um sich ein Publikum zu schaffen. Gin würdiges und ein verständnisvolles. Und doch konnte »um auch in dieser kurzen Zeit schon Ansätze dazu sehen. Die Krise des heutigen Theaters leuchtete in ihren Ursachen auf: den verschiedenen Theatern fehlt heute der starke individuelle Wille, die ganze Hingabe an ein besonderes Ziel. Dieser bestimmte, ausdrückliche, künstlerische Wille, der unzweifelhaft die künstlerischen Fähigkeiten des einzelnen und der Gesamtheit erhöht, ist auch der große Führer und Erzieher des Publikums. Das Theaterpublikum ist nicht viel anders als z. B. die politische Volksmasset es liebt eine klare, konsequente Stellungnahme, und nur von einer solchen läßt es sich fesseln und erziehen. Die Habima führt nun in den fünf Vorstellungen, die sie uns gezeigt hat, einen abgeschl offenen Abschnitt der eigenen Lebensgeschichte durch die Welt. Einen Abschnitt, in dem ein ganz bestimmtes Verhältnis zur Kunst und zum Volk zum Ausdruck kommt. Die Kunst ist in den Dienst der großen Wiedergeburtsidee des Volkes gestellt worden und ist nur um sie wn4> für sie. Die Idee der Erneuerung im Zeichen der Arbeit und der realen Bemühung ist der tiefste Inhalt der Dramen, die die Habima spielt. Besonders in der Art, wie tyÄ Di« MM«.. des WuMH wiederholt sich fünfmal. In jeden: Stück erweist sich dessen fchließliche Ohnmacht. In der Fornr wählten die Künstler der Habima konsequent d >i e S t i l i s i e r u n g d u r ch die Maske nnd d u r ch d a s G r u p p e n s P i e l. Vielfach wurde vom Neberwuchern der Masken und Schminke zuungunsten des Mienenspieles in der Habllua gesprochen und die Kunst der Habima sogar Ersatz der Schauspielkrlust genannt. Diese Ansicht stimmt nur dann, Uwnm man Schauspielkunst mit reinen: MieNenspiel identifiziert, was aber eine willkürliche Beschränkung des Schanspielens wäre. Die Kunst der Maske und der stilisierten Darstellung von Charakteren und Inhalten ist ebenso eine Art der Schauspielk:::st wie die Mmik. Mag sein, daß dem w e stl i ch e n Menschen n:ehr die mimische Schauspielkrmst entspricht, als theatralische Ansdrucksform hat aber jene Art der .Habima „unzweifelhaft ihre Berechtigung. Für die Habiina ist aber, wie fast alle Künstler einstimmig erklärten, die Epoche der Stilisierung abgeschlossen. Die Habima sucht jetzt nicht nur ein neues Repertoire, sie will auch n eup S ch a usp iele r e r z i e h e n u n d ei n e n eu e theatralische F o r in finden. Das ist vielleicht die größte kulturgeschichtliche Bedeutung der Habima, daß sie durch-alle Stile der europäischen Theaterkunst sich hindurcharbeiten n:nß, bis sie den eigenen h e b r ä i s ch e n S t i l wird schaffen können. Einen Theaterstil ganz ohne Tradition zu schaffen, ist eben nicht leicht. Und da muß man schon manchmal Uebepbetonung des Fremden oder vom künstlerischen Standprrnkt nicht ganz einwandfreie Lösungen des Stilproblems (z. B. der jüdische Gesang in der Bar Streatons in Bergers „Sintflut") mit in Kauf nehmen. Wie wird das alles aber von der wunderbaren Gesamtleistung inr „Dybick", im* „Ewigen Juden", in „Jaakobs Traum" überschattet. Und von der hingebrnigsvollen, ehrlichen Krrnst fast jedes einzelnen in allen fünf Stücken! Schauspielerisches Talent haben sie alle und das Schönste an ihrer Menschlichkeit ist, daß ihnen die Schauspielkunst nur Beruf ist, um die grossen Ideen der Volks¬ und Menschheitserneuenmg zu verwirklichen. Das skeptische WW MÄm.WtzAt des Abgrrmd der europäischen Kultur und des westeuropäischen Theaters. * Der Sprache der Habima erstanden viele Richter. Nicht diejenigen sind gemeint, für die das Hebräische der Habima irgendwie problematisch war; nicht die Jiddischisten zum. Beispiel, denn mit denen ist.eine Diskussion entweder aussichtslos oder sie haben schon eingesehen, dass die e i n z i g e Sprache, in der die Habima spielen kann, auf der ganzen Welt und in Palästina, fiir das jüdische Volk und in seinem Namen —■ die hebräische ist. Nein, aber es gab manche, die geradezu Ignoranten der hebräischen Sprache sind und nuancierte Fehler der Aussprache oder der Grammatik, die vielfach ganz unbedeutend oder gar völlig unzutreffend sind, hervorstöberten, um sich.mit ihrer „Reinheitsschwärmerei" patzig zu n:achen. Obwohl die Habima unzweifelhaft im Laufe ihrer Entwicklung, die erst in den Kinderschuhen steckt, auch auf dem Gebiete der hebräischen Sprache wird viel zulernen müssen, so ist gerade jetzt, wo so viel und so Bedeutendes geschaffen wurde, eine Pedanterie unzweckmäßig r:ud lächerlich. Die Verkleinerer der Habima durch das Hintertürl eines Lanred oder He n:ögen zunächst so viel Hebräisch lernen, wie die Künstler der Habima schon können und dann werden sie zu der Sache wahrscheinlich auch eine genügend große Liebe haben, um mit dem Neinignngsprozeß aus den richtigen Augenblick zu ivarten. Jetzt kommt es zunächst darauf an, der Habima ein. Heim in Palästina zu bauen. Dem hebräischen Theater die' Verwurzelung im hebräischen Land zu ermöglichen. In der Atmosphäre Palästinas und ihrer Pioniere wird die Habima sowohl auf den: gesamttheatralischen als auch sprachlichen Gebiete sicherlich den eigenen, jiidischer: Stil und die Reinheit und Echtheit des Slusdruckes finden. Der ehrliche Wille, die Hingabe und das Talent der Künstler ist vorhanden; bahnt ihnen den Weg! Der einzige Dank an diese uns so teuer gewordenen Pioniere der hebräischen Kunst ist Mitarbeit nck»' Hilfe. Vielleicht weckt die Ku:vst die Gleichgültigen?!..^ Leopold THaler

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