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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-22 · Heft 2632 (22.6.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2632 (22.6.1926)
Date
1926-06-22
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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S£e4 «tfifim awor^fufc i ru uh W.AtnitM «- M 7(i« aOOv Wien. 32. Juni. * Das Butter.?Us Folge der ausgiebigen Niederschläge in -en letzten Tagen ist die Hoäm>asscrgefahr bei der Donau wieder akut geworden. Der Dani^erverkehr mußte zeitweise eingestellt 'werden. Die March ist aus den Ufern getreten und hat weite Gebiet« überschtvemmt. Die hydrographische Abteilung der niederdsterreichischen Landesregierung »wldete gestern nachmittags wieder •ctn leichtes Fallen dcv Donau. ' Tie Boraussage kündigt Heiteres und w ä r n> e r c s Wetter an. Tapeten Wallis Wien, lWipplinoersfrasse 15 / Tel. 67307, 69292 CMi^rao RESTAURANTS 8. MAYERSOHN -nwonh * Jubilar« der Ehe. Ter amtsnchrende Ltadtrat Richter überreichte Lamstag in Vertretung des Bürgermeisters dem Ehepaar Leopold und Cäeilje Winter. 2. 33c$., Ncgerlegassc 4, zur güldenen Hochzeit die Ehrengabe der Lta-dt Wien. * Ein Ehrengrschenk der Gemeinde Wien für Redakteur Grünhut, Ter Kommunatäerichterstatter Gustav Grünhut, ein ehemaliges Mitglied unserer Redaktion, ist kürzlich anläßlich seines 70. Geburtstages an der Stätte se-ines 40jährigen Wirkens, rat Wiener Rachaus,' Gegenstand großer Ehrungen geiworden. In Vertretung des Bürgermeisters überreichte ihm Bizebürgermeister Emmerling einen goldenen Ring, der in Brillanten und Rubinen das Welpen Wiens aufweist. In einer launigen Ansprache rühmte der Präsident der EoircorS-ia, Chefredakteur L i p s ch ü tz, die Charaktereigenschaifrei' des Lebenskünftlers Grünhu-t; der Jubilar brachte in seinen Tankmorten den festen Willen zum Ausdruck, noch viele Jubiläen zu feiern. An den offiziellen Teil der ^eier schloß sich ein Bankett, das die Fcstgäste in angeregter tzvtimmmtg bis spät in die Nachtstunden vereinigte. * Ein vermißter Tourist aufgefunden. Wie berichtet, sind seit einigen Tagen drei Touristen, oie eine Tour ins Gesäuse Unternommen haben, vermißt. Gestern vormittags wurde, die Zentralstelle für Alpine Unfälle von der Mutter des vermißten Tischler-gchvl'fen Schöps verständigt, daß der vermißte Prager im Lautfe des gestrigen Abends aufgefmtden wurde. Die Mitteilung war ihr'von dem Mitglied der Naturfreunde Ziegler zugegangen, der den Vermißten im Laufe des Sonntag nachmittags auf der Südwand in vollständig erschöpftem Zustande aufgefunden und zu Tal nach Admont gebracht hat. Prager hat angegüben, daß ihn seine Begleiter Schopf und Kostron Freitag in völlig erfchöpftenl Zustand allein gelassen haben, um eine Rettmtgse^ped'ition zu holen. Seither fehlte von den zwei anderen Touristen jede Spur. * Ein Postexpedient als Defraudant. Seit Samstags ist vom Postamt in Ravensburg der 20jährige Postexpedient Josef S a msinger abgängig. Er hatte die Kassen des Postamtes versperrt und "die Schlüssel nritgenommen. Nunmehr wurde sestgestellt, daß Samsingcr aus der Kasse 8630 S. unterschlagen hat und flüchtig geworden ist. * Ein verhafteter Taschendieb. Am 13. d. nachmittags wurde den: Maurevgehilsen Johann Schars auf der Straßenbahn die goldene Uhr samt Kette im Werte von 1000 S. gestohlen. Der Geschädigte hat im Erkennungsamt in dem Lichtbilde des postenlosen,'vorbestraften Installateur Hans Krakauer den Täter 'erkannt. Der Mann wurde am Praterstern verhaftet und gestern dem Lcmdesgericht emgcliescrt. Er leugnet, an dem Diebstahl beteiligt gewesen zu sein. * Verhaftung der Bankräuber von Linz. Wie berichtet, haben am 16. d. vier junge Leute in der Wechselstube Liedntasn im Linzer Hauptbahnhof auf das dort allein diensthabende Fräulein «inert Raubanfall versucht, wobei einer der Banditen dem Machen «ine Pistole an die Schläfe drückte. Durch eine geheim angküracht« Alarmglocke wurden die Burschen ohne Beute verscheucht. Nunmehr wurden die Täte: in Perchtoldsdorf ausgeforscht und verhaftet. Es sind die 21- bis 24jährigen Gregor Haslinger. Röbert Mayer, Karl Klar und Anton Jana cek. * Ein Radfahrer von einem Eisenbahnzug getötet. Aus Bös lau wird uns gemeldet: Dieser Tage wurde ein junger Mann namens Ta sch, der mit seinem Fahrrade noch rasch über die Bahnübersetzung tonunen wollte, von einem ebendie Stelle passierenden Zuge erfaßt und samt seinem Rade überfahren. Er wurde furchtbar verstümmelt und starb nach zwei Stunden infolge der erlittenen Verletzungen. * Zwei Kinder an Schwämmevergistung gestorben. Aus Anbau (Burgenlanü) wird gemeldet: In den hiesigen Famtnen Wahrmann und Tongisch sind neun Personen infolge Pilzvergiftung an Brechdurchfall erkrankt und sind zwei Ktnd e r im Alter von Zwei Jahren infolge der Schwämmevergiftung 'gestorben. * Pfadfiuderbund B'rith Hamischmar. Die BundeÄeitmig des Pfadfl^d'erbundes B'rith .Hamischmar stellt fest, daß ihr Bund iht keinem wie immer gearteten Verhältnis zum Verbände der Zionistcn-Revisionisten in Oesterreich steht. BAD Hall, Kirdiengasse ir' ' 59 Schallerbach 15 Beide Etablissements mit modern eingerichteten Zimmern Wiener Adresse: II.« Taborstraße 24a, Tel. 47-6-60 „Enfant terrible". Ein solcher Karl kann die Welt entzünden. Man muß ihn dem Großinquisitor überantworten . . . Diese vier Stimmen (jede führend, wenn ihre Stunde gekomntcn ist) und die Sorgfalt, die sichere Hand der Spielleitung (Herr Heine) entscheiden die Bedeutung des jüngsten Burgtheaterabends. Wären die Prinzessin Eboli der Lotte M e d e l s k y in der Erscheinung glaubwürdiger, der Großinquisitor des Herrn Direktor H e r t e r i ch tutb der Mba des Herrn K a r st c n schärfer profiliert, cs bliebe nichts zu wünschen übrig, denn Maria Mayer spielt wundervoll die winzige Rolle der ersten Hofdame und Herr Hennings ist ein erfreulich nobler Domingo, der ohne die übliche Jntrigantenmoskc herrlich ausko-mnrt. Otto Abel cs. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen. llt8 Ubr abends, »Der Traum. e i n L e b e n*. (Abonnement II. Gruvve.) Operntbeater. Morgen, 7 Uhr abends, neuelnstudiert, „E u r y a n t he". Deutsches Volkstheater „Dr. Juci Szabo" mit Leopoldine Konstantin wird heute, morgen und Donnerstag wiederholt. Melchior L e n g y e l s Komödie „Die Tänzerin" mit Leopoldine Konstantin wird Freitag zum ersten Male aufgeiührt. * Jüdische Bühne, 2. Bez., Taborstraße 14. Heute Sondervorstellung zugunsten des Krankcnunterstüynngveremes B'nai Bris 20. Zur Auffiihrung gelangt „Der grüne Bocher". Jüdisches Künstlerkabarett, 2. Bezirk, Taborstraße 60. Morgen um halb 9 Uhr abends Erstaufführung: „Das Ende eines Schriftstellers." Ferner reichhaltiger Soloteil. Die Bühne der Jungen (Kunstspiele, 1. Bezirk, Riemergasse 11), bringt Donnerstag den 24. d. das dreiaktige Schauspiel „Ich, Lydia Tustendowska" von Franz Winter st ein zur Uraufführung. _ Bereiue, BortrSge und Bersammluugen. Jüdischer Frauenbund. 9. ,Bez.^ Liechtensteinstraße 11/17. Heute Dienstag um 7,8 Uhr abends Esther MeseS r Schlußvortrag des Sommerstmestets'Bibel (Wochenabschnitt) Mtschna „Sprüche der Väter". Gäste willkommen. Eintritt frei. —Wiener Bet Hamtdralch, 2 Bez., Tempelgaffe 3. Heute um 6 Uhr Lektor Dr. Gelbhaus „Hi st orische Psalmen". Herzl-Gedenkfeier. Sonnlag den 37. d. veranstaltet die V e r e i n i g u u g der z ioni st ischen Mandatare Wiens in den Olympiasälen, 1. Bez., Rotgaffe 5, eine Herzl-Gedenkfeier. bet welcher Oberrabbiner Prof. Chase» die Festrede hält. Außerdem Rezitationen und musikalische Darbietungen erstklassiger Kunst- Kräfte. Beginn 8 Uhr abends. Kartenvorverkauif: Friseur Ehrlich, J2. Betz., Negerlegasse 9 (Ecke Taborstraße); Bücherstube Rath, 2. Bez., Taborstraße 20a; Joses Singer, 2. Boz., Taborswaße 28; Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taborstraße 48 und Zionistische Bezirkssektion, 2. Bez.. Zirkusgasse 33. Sternenschau auf dem Nutzberg. Freitag und Samstag den 26. und 26. b. veranstaltet bei klarem Himmel Prof. Dr. Oswald Thomas zwei voneinander unabhängige'Sternabende. Versammlung um dreiviertel 9 Uhr in Nußdorf, Endstation der Linie 36. Schluß nach 10 Uhr. Die Nachtwanderung auf den Kahlenberg findet Samstag den 3. Juli statt. Kunst, Bühne, Buch. „Don Sarlor." . Burgtheater. Die neue „Don Carlos-Aufführung ist eine überzeugende Polemik gegen alle lungenkräftigen Aburteiler und vorsichtigen Bespötter des Burgtheaters. Im Kreuzfeuer der Angriffe gelang dieser kristallklare, in klassischen Linien gehaltene, dieser starke Abend. Am Ettde der Spielzeit. Rach einem Rattenschwanz zermürbender Affären. . Herr Aslan als Marquis Posa und Frau Wohlgemuth als Königin geben das Niveau. Der Part des Posa, eine der herrlichsten Rollen der Weltliteratur, klingt aus Aslans Münde neu wie am ersten Tage, passiert das Ohr, dem hundert kostbare Stücke des Dialogs durch Mißbrauch auf der Schulbank und durch Zitateriche ctttwertet wurden und dringt ins Herz. Kein Vers ist „deklamiert", keine Silbe ist „gesungen". Ein enthusiastischer, zielbewußter, ein männlicher Wille befähigt diesen heldenhaften Maltheserritter zur Selbstaufopferung. Die Leistung ist bezwingend. Wahrhaft königlich Frau Wohlgemuth. Man wagt nicht an der Schönheit ihrer Elisabeth haften zu bleiben. Wie dem Marquis Posa ist es der Königin gegeben, die Zeit zu erkennen und das Leid der Menschen zu messen, die an ihr zugrunde gehen. Diesmal sind Elisabeth und Posa wahrhaftig Schwester und Bruder int Geiste. Heines König Philipp und H a r t m a n n s Carlos erhalten von diesen ihren Partnern das Format. Des düsteren Tyrannen Schicksal wird tragisch, weil er diese Frau verliert. Und der Knabe Carlos ist von aller Neurasthenie genesen, weil er schon in der zweiten Szene seinen großen Jugendfreund Posa tviederfand. Ein Don Carlos, reifer, härter, als man ihn sonst gestaltet sah, tauglich, von Posa auf dieser geknechteten Erde zursickgelassen zu werden, auf daß er sein Tcstantent erfülle. Der Ausspruch des Königs Philipp, der Knabe Karl beginne ihm fürchterlich zu werden^ hat keinen ironischen SÖci£qd)macf nach SerWssaal. Die Hofdame der Kronprinzessin Stephanie. Räch der Auslösmtg des Hofstaates der gewesenen Kronprinzessin Stephanie war die Gräfin Therese Patffy mit einem Ruhegehalt von 6300 K. pensioniert worden. Die Dame hatte die Pension auch nach dem Umsturz tveiter bezogen und das liquidierende Hofärar hatte ihr einen Ruhegehalt von 160 Sch. bis zum Jahre 1923 befahlt. Anläßlich der Pensionsrqform wurde erhoben, daß 'diese Pension an die Hofdame vom Bundesschatz irrigerweise bezahlt werde, und die Pension wurde int Jahre 1924 eingestellt und der alten. Frau nur eine außerordentliche Gnadengabe von 29 S. monatltch gewährt. Die Gräfin Palffy klagte nun beim Beriassungsgertchtshos den Bund auf Zahlung ihrer normalmäßigen Pension. Der Vertreter des Bundesministertums für Finanzen, Ministerialrat Dr. Ritsch, erklärte dagegen, daß sich das Finanzministerium gegen die Zuerkennung der Pension aussprechen müffe, weil btefer Fall präjudiziell für viele Hunderte von bei Hof bediensteten Personell sein würde. Der Verfassungsgerichtshof (Präsident Dr. Vittorelli) hat die Klage abgewiesen, weil die Klägerin nicht Zivilangestellte der Verwaltung war, sondern bloß Prtvatangestellte des Hofes. Die Stückmeisterlöhne bei Krupnik. Ein Senat des Gewevbegerichtes befaßte sich gestern mit einer Klage, die 14 Stückmeister gegen die bekannte Damenkleiderfirma Julius Krupnik wegen einer Nachzahlung dort 66.000 S. für gesetzliche Stücklöhne für Damenmäntel angestrengt haben. Nach mehrfachen Vertagungen wurde gestern auf Grund der Sachverständigengutachten das Klagebegehren mit der Begründung abgewiesen, daß die niedrigere Bezahlung gerechtfertigt war, weil die Firma Krupnik als Fabrikant berechtigt war, den niedrigeren Exportt a r t f in Anwendung zu bringen. .Selbst wenn der Beklagte nicht als Fabrikant gemeldet wäre, müßte der Exporttarif angotvendet tverden, der nicht nur für den wirklichen Hport, sondern auch für E n g r o s s i st e it anzuwenden ist, die in großen Quantitäten gleichartige Arbeiten ausführen lassen. Der Mord in der Grazer Kaffeeschenke. Aus Graz, 20. d., wird uns telegraphiert: Die. Angeklagte Mathilde Reich wurde zu zweieinhalb Jahren Kerker verurteilt. Die Hauptfrage auf Raubmord wurde von den Geschwornen einstimmig verneint, die Eventitalfrag« auf Mitwirkung beim Raubmord mit acht gegen vier Stinnnen verneint, die Cventualfragen auf Mitschuld kirn .Totschlag mit acht gegen vier AjlMUW j-Mt. . Volkswirt. Sie Aufhebung vaWiueusticher KufuhrMe. Di« -M-ll- Lift«. Aus Jerusalem wird uns gemeldet: Die bereits mitgeteilt, Aushebung des Einfuhrzolles auf Woll-, Baumwoll. und Seidengarn durch die palästinensische Regierung wird nunmehr durch das Amtsblatt publiziert. „Offieial Gazette" vom 1. d., Nr. 164, zählt folgende Gegenstände auf, welche vom High Commtsfioner von Palästina vom Einfuhrzoll befreit worden sind. Cs find dies: 1. Flaschenhülsen; 2. Korke; 3. Baunt* Wollgarn; 4. Zahnärztliche, chirurgische und medizinische Instrumente und Apparate; 8. Desinfektionsmittel; 6. Drogen, roh und verarbeitet; 7. Flaschen, Korbflaschen und Eisentrommel«; 8. Rettungsringe; 9. Perlmutterschalen; 10. Druck- und Buch, biudermaschtnen; 11. Drucktypen; 12. Seiden- und Kunstfeidengarn; 13. Schwefel; 14. Werkzeuge und Handwerksgeräte; 16. Woll- und Kammgarn; 16. Optische Gegenstände, außer Binoenlaren und Teleskopen; 17. Fenerlöschapparate. Mercurbank. Der Verwaltnngsrat der Mercurbank hat in seiner Bilattz« sitzung die pro 1. Jänner 1925 anfgestellte Golderöffnnngsbilanz genehmigt. Dieselbe weist bei vorsichtiger Bcwertnitg der Aktiven ein Eigenvermögen von 16 Millioneti Schilling atis, wovon 12 Millionen Schilling auf das Aktieitkapital und 4 Millionen Schilling auf die offenen Reserveit entfallen. Die bisher int Umlauf befindlichen Aktien solleit tit der Weise zitsainmengelegL werden, daß für je 50 alte Aktien zu Nominale 3000 K. 9 neue Aktien zu Nominale 20 S. ausgegeben werden. Dke gleichzeitig vorgelegte Bilanz Pro 1926 ergibt ein Bruttoerträgnis von 9,564.130.36 S. (minus 2,129.271.29 S.) und abzüglich der Gehalte, Spesen und Steuern ein Reinerträgms von 1,710.801.70 S. (minus 1,106.919.28 S.). Es wurde beschlossen, der für den 30. Juni einberufenen ordentlichen Generalversantmlung vot^uschlageu, eine Dividende von 4600 K. auf jede der gegenwärtig im Umlauf befindlichen Aktien zu Nominale 3000 K., d. i. 2L0 S. ans jede neue Aktie zu Nominale 20 S. auszuschütten und 99.721.68 S. (plus 22.660.21 S.) auf neue Rechnung vorzutragen. (EntgellliH.) Anziehen der Weftdevifen. Beffcrung des Franken und der Lira. — Erleichterungen im italienischen Devisenhandel. Die Wiederbetrauung Briands mit der Kabiuettsbüduug veranlaßte die Baiffepartei, mit Deckungen vorzugehen. Di« Frankendevisen waren deswegen ans allert intermrtionalen Plätzen ziemlich fest. In Zürich erhöhte sich Paris von 14.38 ans 14.82, Brüssel von 14.60 auf 14.90, die Ära von 18.60 mrf 18158, Die spanische Peseta setzt ihre steigende Bewegung weiter fort, Sie erhöhte sich gestern votr 84.40 auf 84.75. Bukarest kormw seine Verluste wieder einbrmgen. Im Wiener Usancenhandel erhöhte sich Bukarest gegen Zürich von 2.19 bis 2iJ0 anf LA bis 2.26. Während Warschau dem Dollar gegenüber unverändert blieb, bröckelte der Zloty in Prag und Wien Leicht ab. Die Banca d'Jtalia wird durch eine neue Verfügung erq mächtigt, gewissen Banken nach ihrem Dafürhalten den Devisen-i Handel zu gestatten. Dieses Zugeständnis kann aber seitens der Bank jederzeit zurückgezogen werden. Wie „Popolo 4 Walroß meldet, ist auch in einigen ausländischen Bmrken, darun«er zwei amerikanischen und einer englischen, die Filialen in Jtalienj haben, der Devfferchandel gestattet worden. Verbleiben der protokoMerteu Handelsvertreter üu G«-> mium der Wiener Kaufmannschaft. Vor kurzem hatte sich bereits! das Haudelsmiuisterium für das BeMeiben der protokollierten Handelsvertreter beim Gremiunr der Wiener Kaufmannschaft ausgesprochen, als das Gremium der (nichtprotokoLlierten) Handelsagenten auch die protokollierteil Handelsvertreter Lu seine Körperschaft zwangsweise embeziehen wollte. Das Handelsministerium hat neben einer Anzahl vmt formalen Gründen vor allem deshalb für das Vevbleiben der protokollierten Handelsvertreter im Gremium der Wiener Kaufmannschaft entschieden, weil diese Berussgruppe in einer Generalversammlung mit alle« gegen drei Stimmen ihr Verbleiben im Gremium der Wiener Kaufmannschaft gefordert hatte und so für das Handelsministerium kein Anlaß besteht^ gegen den offenbaren Willen dieser Gewerbetreibenden von Amts wegen vorzugehen. Der Verwaltungsgerichtshof hat nun die dagegen vom Gremium der (nichtprotokolliertelt) Handels agenten eingebrachte Beschwerde ebenfalls abgewiesen und die Entscheidung des HandelsmiMsteriums bestätigt. Es vevbleiben daher nach wie vor die protokollierten Handelsvertreter endgültig beim Gremium der Wiener Kausmannschast, während dem Gremium der (nichtprotokollierten) Handelsagenten nur die nichtprotokollierten Agenten zugeiwiesen sind. Dl« Goldbilanz der Donau-Dautpffchiffahrts-Gesellschaft. Gestern wurde die Goldbilanz der Ersten Donau-Dampsschiffahrts- Gesellschaft veröffentlicht. Das Eigenvermögen wurde mit S. 37,720.000 festgesetzt, wobei die Hälfte auf das Aktienkapital und die andere Hälfte auf die Reserven entfällt. Der Nennwert der im Umlauf befindlichen Aktien wird mit S. 80.— festgesetzt. Die Dividende für das Jahr 1926 wurde mit S. 4.— bemessen. Insolvenzen. Das Konkursverfahren wurde über Peter und Auguste Ganther-Gillmanns, 2. Bez.. Adambevgergaffe 12, eröffnet. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Wilhelmine Härtner, chem. Produtte, 9. Bez., HerligenstÄdterstvaße 6. über Oskar Bechert. Eisenwarenhandel. 8. Bez.. LerchenifeLderstratze 54. über Karl Schrei «er, 3. Bez., Gartnevgafle 6 und über Julie und Paul Hansma nn, Kaffeesieder, 14. Bez., Felberstraße 112. Wiener Piehmürkte. Der Austrieb zum gestrigen R i « derma r k t betrug 2444 Mastrinder und 491 Stück Beinlvieh Bei ruhigem Verkehr konnten sich die meisten vorwöchigen Preist behaupten. Es notierten; Ochlenl.10 bis 1.66 S>, Ia ^Qualität i 7o S.. Stiere 1.20 bis 1.60 €L Kühe 1.10 bis 1.30 S. und Beirrlvieh -,«öi 140 S. M MlWannn Lebendgewicht.

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