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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-21 · Heft 2631 (21.6.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2631 (21.6.1926)
Date
1926-06-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. Ml »ff, üümng brückf führt r>FR E *£$S& MÄMlü-tll Ja!!... Ich Melle noch Me per Postkarte zu der am 22. u. 24. Juni beginnenden Ziehung d. Klassenlotterte _Vs Los 8 4 — „...V4 Los 8 3 — _V2 Los 8 16 - ..Vi Los S 32 - ui gewinne % Millionen S oder einen der vielen anderen Haupttreffer S 500.000,250.000,100.000, 75.000, 60.000, 50.000 etc. Meine Zahlung erfolgt sodann sofort nach Erhalt der Lose mit Posterlagschein. Die Bestellung richte ich an: STE Wl ERI,WI PPüNCfE R STf£2t m DER HOHEN BROCKE' Re ZchekMtünl. Mn Mufrnf des ZronistiWen LoiddeMMMseG für: Qefterverch. Das Präsidium des Zionistischen Lan-oskcmritees für Oesterreich erläßt den folgenden Aufruf: Zionisten! Die Schekeläktion hat begonnen. Der SchKA, der nicht nur die finanzielle Grundlage der Zionistischen Weltorganisation ist, sondern auch die Einigung der zerstreuten Teile des jüdischen Volkes in dem Gedanken der jüdischen nationalen Renaissance, und des Palastinaanfbaues, verpflichtet uns Zionisten zu einer energischen Propaganda.' Jy letzter Zeit wird der Ruf nach der Stärkung der Zionistischen Organisation immer größer, wobei zu bedenken ist, daß die erste Voraussetzung dieser St8rkung die Sammlung der eigenen Mitglieder sein mntz. Der Schekel, das äußere Symbol der Zugehörigkeit zur Zionistischen Organisation legt uns die Verpflichtung auf, eine möglichst große Anzahl von neuen Anhängern zu gewinnen, sowie seitwärts stehende Mitglieder zu reaktivieren. Der vierzehnte Zimiistenkongretz hat d e n E i n h e i t s s ch e k e l eingeführt. Zionisten aller Richtungen und Parteischattierungen werden geschlossen für die Verbreitung dieses Schekels eintreten. An Euch, Mitglieder unserer Zionistischen Landesorganisatwn ergeht hiermit der Ruf, durch energische und tatkräftige Mitarbeit das Gelinge« der Schekeläktion sicherzustetten. Unsere Zionistische Exekutive'hat uns ein Kontingent von 35*060 Schekalim vorgeschriebe«. Es mutz daher unse«e Aufgabe sein, von diesem Kontingent den dea: Anzahl der in unserer L a n d e s 0 r g a n isati 0 n 0 r g a niste r t e n Zionisten ent sp r e ch etn dyn T e il anfznbrmgen. Zionisten! Je mehr Schekalim Ihr verkauft, desto stärker wird unsere Organisatton. Jeder Schekelzahler vedeutet die Gewi n n n ng eine^s neuen Menschen für unsere Idee. Wir fordern Euch zur Arbeit auf und sind überzeugt* datz jeder Zionist, seiner Pflicht eingedenkt, sich voll und gaM in den Dienst der Schekeläktion stellen wird. Auf znr Arbeit, werbet für den Schekel! Zionistisches -Latzdeskomitee für Oesterreich: Dr. Desider Frirdmaun m. p. Dr. Leo Goldhammer m. p« Kommerzialrat Max Markus m. p. «W» «vkUWeMNa'" Herzl'Gedenkfeler der zw«Msche« Mluidatnre. Sonntag den 27. b., am Tage des Herzl-Gräbganges, findet abends in den Dlympiasälen eine große Her; U Gedenkfeier statt, bei welcher Herr Oberra-bbiner Dr. Chajes die Gedenkrede hatten wird. Außerdem sind Rezitationen und musikalische Vorsi'chrnngen vorgesehen. Näheres wird im Lause der Woche bekannt gegeben. Ein Ratenschwindler. Gestern hat sich der gewesene Wehrmann, der nntcrstandslose 21jährige Rudolf Aur, im Stadllomnnsjariat mit der Selbstanzeige gestellt, daß er seit November v. I. bei den verschiedenen Wiener Firmen T e x t i l w a r cit auf Ratenzahlung int Gesamtwerte von 1400 Schilling bezogen, jedoch ke i n e e i n z i g'e Ratenzahlung eingehalten hat. Die Waretr hat er gleich nach Erhalt verkauft und verpfändet. Er wurde dem Landcsgerichtc cingcliefert. Faszismns und Fememörder im fernen Ästen. Eine in der Mandschurei erscheinende russische Zeitung teilt mit, daß unter der r u s si s ch e n Jugend des fernen Ostens faszistische Organisationen stark verbreitet sind. Um den Bolchewismus zu bekämpfen, haben die nmgen Emigranten einen faszistischen Verein unter den Studenten organisiert, der bereits 700 Personen umfaßt. Die Organisation besteht ans zwei G e h c i m b ü n d e n, dein Schwarzen Ring, in dem der Aspirant geprüft und gereinigt wird, und der Schwarzen Hand, die nur geprüfte Mitglieder anfnimmt. n. Flini 1998 Mk.4 111 . -■ T - > . ...».Htm»*-., «irnn t i.lütil.»ü filiMf it- Ntt der Spitze der Gcheimkwüde steht ein Direktortum ffffÜ sieben Personen, das wiederum einem Diktator «it Ithbeschränkter Machtvollkommenheit untersteht. Me Organisation verfügt über verschlvdene Abteilungen, eine WerbeabteKnNg, eine Finanzabteilnng, eine Hilfsabteilung nNd eine militärische Abteilung. Die Wcrbcabteilimg hat den Zweck, für den Faszsmns Propaganda zn machen und die faszistischen Ideen durch ihre Geheimagenten nach Räterußlarch eiffzuschMnggeln und dort zu verbreiten. Die militärische Organisation mnß Fcmeinorde unter den bolschewilischen Vertretern im Ausland durchführen. Sic besteht ans früheren Kommunisten, die irgend eine Ursache haben, mit dem Rütcregime unzufrieden zn sein. Wien, 21, Jnni. * Die arische Sommerfrische M-mdfee. In dem Wiener .Hakenkrenzorgan lesen wir- Der schöne Ort Mondsee im Talzkamnrergnt hat eine rein christliche und deutsche Gemeindeverwaltung, seine Bewohner wollen keine Inden als Sommergäste, die daher dort auch fehlen. Der Ort, der eine Apotheke, Mehrere Acrzte, Spital, Post- und Telcgraphonautt, gute Geschäftsttnd Gasthäuser hat, enipfichlc sich daher von selbst als angenehme Sommerfrische, die von arischen Sommergästen nun erst recht ausgesucht wird. Wir können diese Empfehlung mir verstärken. * Um 1267 Arbeitslose weniger. Mitte I n u i 1026 wurden in Oesterreich 1 6 9.7 6 8 unter st it tz r c A r b e 1 t c - lose ge älilt. Hiezu kommen noch etwa 1 4.0 0 0 ansgcsteuerte Arbeitslose, die im Genuß einer Beihilfe steben, und jene Arbeitslosen, die in den Arbeitsitachiveisstellen zur A r b e i t 8 v e r m t t l n n g v 0 r g e m e r k t sind, aber keinerlei ll n t e r st ü tz n n g b e z i e h e n; die'e lind mit' etwa 2 0.0 0 0 P e r s 0 n e n zu veranschlagen. Die B e r nr i n d e r n n g der Zahl der n u t e r st ü tz t e n Arbeitslosen gegenüber Ende Mai (141.035) beträgt sohin 1267. Hrcksah—Wacker 1:1 W:W. SchönfÄd erhell in der 88. Minute den Ansgleich. — Re Wische Mtmuschast W»W überlegen. Hwkocch->Platz. 6000 Zuschauer. Schiedsrichter Kauf- Treffer ntch rettete seiner Mannschaft «dadurch einen PuM. Aber er ver-fchlte zahlreiche' schöne Bälle urch zeigte seine at-ten mann. Hako-ah: Fabrrm; Gold, Pollcck; Fried, GüMmauu, Wstnhoifer; Schwarz, HÄuKler, Schvnfeld, Grüuwuid, Wortmann. W ack-er: BraAda,' KoMrorfer, Czapök; BrHrek, Rrsch, Jestrab; Machhörndl, Rappcm, Knthan, Jicha, Jellinek. H>m'k o ah hat seil ihrer Rückkehr aus Amerika der n G l md bet ihren Wiener Meisterschaftsspielen. Auch gestern befarch sich die jüdische Mannschaft während des größte« Teiles der Spielzeit im Und konnte rmr ein uueirtschiodenes Ergebnis ertzieten. And auch dieses Men schon unerreichbar, als es Schöusebd In der 86. SptiE-minute gÄang, den Ausgleich gegen die führenden MeÄliivgex herbeiznfü'hreu. Schon in der ersten Minute des Kmnpses kazchvte ein Ball im Tore Wackers. Der T r-ef'fea: wurde jedoch vom Schiedsrichter K an fmann wegen vermeintbicher Regelwidrigkeit nicht anerk-a n n t. Im Spiel, gegen Sportklub wurde bckaitntlich ein von 'Hakoah geschossenes veguläres Goal gleichfalls nicht gegeben. In beiden Fällen war sonderbarerweise Schwarz d e^r Schütze. Hingcigen roch das einzige Goal Wackers gestern stark nach of-ifside. Einige prächtige Schüsse Eisenhofers gingen knapp daneben und eine Bombe von Schwarz gelangte nicht ans Ziel, well sie unterwegs einen Gegner fast knockout schling. Hakoah war also gestern wieder von Pe-ch verfolgt. Dennoch umssen auch große Mängel festgestellt werden, die gestern der jüdischen Mannschaft aichafteten. Unzulänglich war in erster Lime das Jnnentrio. Die. drei I n n e n st ü r m et hatten gar k e i n e Fühbung miteinander und brachten es kaum zu einem herzhaften Torschuß. Gelegenheit dazu wurde genug gegeben, besonders von Schwarz, der auf dem rechten Flügel — Nenfeild ist krank — in seinem Element war. Wir wissen ja, daß Schwarz kein „gelernter" Linksaußen ist. Zum rechten Fl ü,g el st ü r m e r scheint er gehören zu sein. Er lieferte ein vorzügliches Spiel, nur schoß er selbst M wenig aufs Tor. Außer ihm war es der in der Halivesreihe tätige Eisenhoser, der lhauplsächlich das gegnerische Tor weit' scharfen Schüssen gefährdete. Ihm gelang gestern - überharrpt alles — nut Ausnahme der knappen Fehlschüsse — und Eisenhofer war die hervorragendste FsgNr ans dem Felde. H äiU-ste v spielte wie immer nur nach rechts, statt auch der häufigen Situadiml entsprechend auch zur Mitte und nach 'links zn geben. Er hatte einige sehr gute Monte nie, die er aber nicht zur Reise bringen konnte; er schien sehr unter dem an tngttchen Stellen d n rch G rn n dw a sser rutschigen Terrain zu seiden, w.as sich auch an seinem mangelhaften Stoppen zeigte. Grünwald erreichte seine gegen F. A. C. belmesene Form nicht und Wort mann bot ans dem linken Flügel em maltes Spiel. Er drängt sich selbst beim Dribbeln von der Torrichlu-ng ad und verliert wertvolle Zeit durch Zägern. Wortuölmns Hauptfehler ist, datz er l'eiM Kämpfernatnr ist. Amt Kt Schönfeld, Er erhelle gestevu wieder einen EHler: Sch w e r s ä l ll gk e i t und M o n ige-l d e r .B a-lck- ^.ü h r wn g. Auch sieht man ihn gar nicht mit dem rechten Kuß «schießen. Neben zwei nwr vermittelnden Berbindungs- Mvmern war Schönfeld der Dritte. Neben Eisenhofer, dessen stürmende Kraft mÄ> Schußgewalt doch nur im Angriff ausgenützt werden soll, stand G n t t m a n n als Mittelläufer. Er lieferte eün gutes n-nd zweckmäßig-es Spiel und Frieds schwache Fornr konnte durch [eine beiden Partner ausgoAichen werde»!. Die beiden Verteidiger P o>l-l a k und GM-.d schlugen von einigen Schnitzernabgesehen, gut. F a-b i a -n hatte kdrne Möglichkeit, sden cnrs nächster Nähe abgegebenen -Schuß J-r chas z« halten. Wa-ck-er zeigte M lwieder als ha-r-t-e Ka m-ps-m ammßch-aHt. Die seltenen- AtW-Ue der MeidlittWr schienen immer ge- Mllichtt cüs die der m die Breite kornKmitzren-Vn VMmyner. Im Angriff ist vor allem R a pp a n öle treibende' KrM; der akie K-u tch-am ist noch immer M guter Dirigent. Er gab eimge seirver fecruem K-umstPu cke und a u ch Derbheiten zum Gesten. Es spricht Mr Gnttmaun, daß diese beiden Spieker wicht nrehr airs-richteteu. Mi,a chhö-rm--dt verschoß einige gute Gelegeicherten. Die Nnke Sette war schwächer. Resch' wurde von Guttmann in die Defensive gedrängt und beging einige Derbheiten. J est r ab konnte Schwarz me halten, die Verteidiger arbeiteten gut und Brazda meisterte einige schwere Bälle. Schiedsrichter K-a u fma n n gab sich redlich Mühe das schnelle Spiel im Zaume zu hatten. Ws einmal vom HakoachMnhany Elfmeter reklamiert wurde —, 'Schönfeld wurde mr iStrafrar.m zu- Falle gebracht — l«ß .Wh -Kaufmann nicht beirren uud gab urit Recht Gockloui. Das M-ck-e uw e rchM k«M- -H-o« stüi» lboweist den ^Osifeusilvgeist der jMWen Manwßchast. Bvm Abstoß' weg kommt Rastpan-. durch emert Fchler Golds in Tornähe Hakoahs und verWetzt. Im GegenangM jagt G u t t m a n-n »ach eineuc Fotrl den B a ll-, am düte Latte, Schwarz verwandelt das zurMsprirtgende Ledernder Treffer wird jedoch nicht gegeben. Es folgen wechselnde Angriffe, die ball) Von /Kuthan ttnd auf 'der Hakoah-Seite hauptsächlich von Schwarz eingeleitet weÄen. Beide Parteien vergeben Chancen. Ern Riesenschuß von Schwarz kmdvt bei Capek, der davon umgetvorfen tv-ir-d. Im letzten Teil wer ersten Hälfte greiist hauptsächlich Hakoah.an, doch vergebetr die Stürmer der Reihe nach gute Gelegenheiten. stkach der Panse viird die U-e'b'e-.r.L-e g.e ncho-Lk Plan-Weißen n och größer. Es cMt jedoch nur eine ergebnislose C o-r n e rs e r ie gegen Wacker. Die Aufstellung der Stürmer im Cornerfalle ist nicht s.chr geschickt. Durch einen Vorstoß können die Meidlinger unerwartet zu, oimeW Treffer gelangen. In-ch.a steht M plötzöch m unmittelbarer Torucche mit dem Ball, Ae ost-skde annehmenden Hakoahner stcheu .rru-' tätig und der Wacker-Mann sendet ein. Bald düraus tMd C c»p e k wegen Kritisierens a n sg-es-chll ochfte-rr. Süchemh-o-fte r riickt in den Angriff und Hakoah belagert uummehr W. ununterbrochen. Ein herrlicher Schuß Eifenhofers wird iwch vM Brazda Wer die Dtantze gedvM- Tn ^e-r pU-e-r^iMuM

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