Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2631 (21.6.1926)
- Date
- 1926-06-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nach dem Cup haben die Amateure nunmehr auch die Meisterschaft gewonnen. — Der Sieg Admiras über die Döblinger war verdient. Die Fwridsdorfer stellten die härtere rmd aufopferungsvollere Mannschaft. Den einzigen Treffer erzielte Klima schon in der 8. Minute. Das Spiel war unschön, es kam zu Verletzungen rmd häßlichen Szenen, einmal zwischen Fischer und Woftrak. MX) Zuschauer. Schiedsrichter Müller unsicher. Dtmmertns—Sportklub 3:1 (2:1). Schnelles, äbweMungsreiches Spiel, das die schwungvoll arbeitenden Simmeringer sicher gewannen. Sie erzielten zwei Tore aus Kornern. Der Flügel D a n i s- H o r v a t h zeichnete sich besonders ans. Schwach war Ein beim Sportklub und der gesamte Angriff mit Ausnahme von Höß. Die Treffer schossen Viertel, Mndtner, Höß und nach der Pause wieder Wirchtner. Rapid—M. T. K. 4:2 (2:0% ' Unverdient hohe Niederlage der Ungar». Trotz ebenbürtigen Spieles mutzte der ungarische Altmeister eine empfindliche Niederlage hinnehme«. ====—*-=-sasss=as=sa=ss= Rapid führte sogar bis knapp vor Schluß 4M und erst daun können die Ungarn durch Drau« und Molnar zwei Treffer aufholen. Vor der Pause waren die Gäste von großem Pech verfolgt. Einige Stangenschüsse und ein vergebener, Elfer entmutigten die Mannschaft. Ihre besten Stürmer waren Braun und Molnar. Bei Rapid zeichneten sich Madlmayer und Hanel besonders aus. Auch der Ex-Floridsdorfer Walzhofer zeigte gutes Können. Die Treffer erzielten Wondrak (11. Minute), Hanel (40. Minute), Hanel (65. Minute) und Wessely (89. Minute) durch Strafftoß. Der Prager Schiedsrichter S t e p a u o'w s k i befriedigte. Die Meisterschaft der zweit« Klasse. B. A. C. «aen Nicholson 2:1. Bewegungsspieler gegen Jnternational^l. Bewegung 20 gegen Sportfreunde 7M. Donau gegen Sturm 07 3:1. Germania gegen Neubau 1:1. Gersthof gegen Weiße Elf 4:4. Vorwärts 06 gegen W. A. F. 3:1. Siudolfshügel spielte gestern gegen Cricket in einem Freundschaftsspiel 2:2 (1:1). - Hakoah spielt Sonntag geg« d« Bndapester M. T. K. auf dem W. A. E.-Platz. Zu Skandalszenen kam es beim Wettspiel I. A. C. gegcu Orkan. Die I A. C.-Mannschaft wurde wftich bedroht. Wache mußte eu.schre'ten und mit Ve-Hustungeu vargehen. Der I. A. C. l.ai bekanntlich Chancen, oic Me:stcrsthast der vierten Klasse zu n cchen. Die Grazer Hakoah erlitt gestern durch Sturm eine schwere 2:9 (1:2>Niederwge. Die Länderspiele. Deutschland gegen Schweden 3:3 (3:2). Frankreich gegen Belgien 2:2 (1:1). Jugoslawien gegen eine Auswahlmannschaft der Normandie in Havre 6:2 (3:1). Der Bndapester F. T. C. unterlag gestern in Hannover gegen Arminis 0.-7 (0:2). Die Prager Sparta schlug in Preßburg den Sportklub Bratislava 8:1 (5:1). _ Die Eröffnung des neuen DhevrmrWabes in _ Böslnn. Barany schwimmt 100 Meter unter einer Minute. Gestern wlkrde in Anwesenheit des Bundeskanzlers Dr. Hainisch und zahlreicher Festgäste das neue Thermalbad in Böslau eröffnet. Bürgermeister Frimmel begrüßte die Erschienenen. Ans . seine Ansprache erwiderte der Bundespräsident. Mittags fand im Kuvfalon ein großes Festbankett statt, bei dem der Bürgermeister in einer großen Rede den Bau der neuen Anlage, ine bisher 8 Milliarden Kronen an Aufwand erforderte, davlegte. Nachmittags fand in dem neuen Bade mit seinem 24. Grad warmen, heilkräftigen Wasser das vom W. A. S.,. veranstaltete internationale Wettschwimmen statt. Es brachte einige Ueberra schmngen, darunter eine große Sensation. Dem ungarischen Meistevschwimmer Barany gelang es im Handikap über 100 Meter in einer bisher «mr von Weiß Müller erreichte« Zeit, nämlich unter einer Minute zü schwimmen. Der Start der Holländerinnen Baron und Braun gestaltete sich erfolgreich. Sowohl Fritzi L ö w y als auch Hod-i Bienenfeld wurden bei mäßiger Zeit besiegt. Auch den Schwrmmkonkurrenzen wohnte der .Bundespräsident bei. Di« Ergebnisse waren: Brnststaffel für Dame« 4 mal 33*/» Meter: W. A. S. (1:57.5) 1. Danubia 1:57.6 2. W. A. C. 1:69.2 3. Vorgabeschwimmen 100 Meter: Barany (Eger, Vorgabe 11 Sekunde« 1 r 10.4) 1. Lichtenstem (Hakoah, Vorgabe 7 Sekunden 1:14.8) 2. Kauf (I. W. A. S. K.. Vorgabe 4 Sekunden 1:16.3) 3. Schansvringeu für Damen: Adler, Bornett (W. A. S), Sohnchen (Bremen), Braun, Baron (Rotterdam). Schauspringen für Herren: Farkas, Hilscher, taidinger (SB. A. S.), Riedel (München), Staudtnger (I. W. A. . K). Damen^Srustschwimmen 100 Meter:Baron 'Rotterdam, 1:341) 1. BienenfeÜ» (Hakoah, 1:37.9) 2. Mischer (Dannbia, 3 :10) 3. Herren-Rücken schwimmen 200 Meter: Dworzak (W. A. S., 2-622) 1. RSdiger (Graz, 2:68-3) 2. Wenisch (!. W. A G. «., 8:10)3. Damen-Freistil 100 Meter: Braun (Rotterdam, Ir 19V) 1. Baron Rotterdam, 1: 24)2. L-)wy (Hakoah, 1:252)3. Herren-Freistil 200Meter: Barany (Eger 2:27,8) 1. Guch (Hakoech 2r 43,6) 2. Staudtnger (l. W. A. S. K. 2:47,4)3. Lagenstaffel 3 mal 66*/, Meter: Hakoah (Hastl, Nassau, Lichtenstem 1. I. W. A. S. K. 2. W. A. S. 3. Wasserballr P. T. E. kombiniert-W. A. S. ko»:biniert 1:0 (0:0). Tor für P. T. E. Wortel. München-W. A. S. 3:2) 1:2). Tore: Tamtofi für München, Krotz, Dworak für W. A. S. Ein neuer Weltrekord Lauffers. Bei dem Jubiläumsmeeting des Berliner Sportklubs Poseidon stellte der Amerikaner Lauster im Rückenschwimmen über 100 Meter in der Zeit von 1:11,2 einen neuen Weltrekord auf. Häkoah-Schwimmsettion. Herfte um 8 Uhr abends Ausschußsitzung im Klubheim. Ein österreichischer Weltrekord. Bei den gestrige:: Juniorenmeisterschaften stellte im Kugelstoßen für Damen Fr. Köppl (Danubia) mit 9,68 Meter einen neuen Weltrekord auf. Frl. Perkaus (F. A. C.) erreichte 9,36 Meter. Im Weirsprung wurde der Hakoahner Hübsch Erster mit 6,53 Meter. _ Die Hockeyspieke. In der Cupkonkurrenz um den Hermann-Müller-Gedenkpreis siegte B. F. B. gegen Anmteure verdient 4:1 (4:1). Im Trostpreis schlug Hakoah in einem schönen Spiel International 4:1 (1:0). Die Tore schossen Rosenfeld (3) und Dr. Kurzmann. Sehr gut war Ing. E. Rostig. _ Schlänget (Halotch) wurde bei den Ringmeisterschafteit von Wien im Feoergewicht unter fünf Startern Sieger. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sauel Beer. Die Sommrerfevien. Wir stehen jetzt im Beginne - der Reisezeit und es tritt au Die - vielen Erholung und Gesundheit Suchenden die Frage heran, in webher Weife sie die meist karg bemessene Zeit der Ausspannung vom Berufsleben am besten sür ihr« besonderen Zwecke ausnützen könnten. Bon der Mehrzahl der Menschen kann man es ruhig sägen, daß sie sich darüber nicht viel den Kopf zerbrechen. Sie lassen sich von ganz unwesentlichen Dingen für >dre "Wahl eines Ortes zum mehrwöchigen Aufenthalte beeinflussen, und -muffen 'dann mit Bedauern feststellen, daß die Wähl des Erholungsortes eine verfehlte war. Hier schickt sich nicht eines für alle. Es spielen hiebei nicht allein die individuellen Wünsche und di« persönliche Einstellung eine bedeutende Rolle, sondern für jeden einzelnen Menschen bedarf es. einer bestimmten Anzahl von scheinbar unwichtigen Dingen, um Wohlbehagen und Bofriedigung zu erzeugen. Beim Fehlen diestr Imponderabilien kann keine gute Stimmung austommen und Echoftmg sich eivstellev. Besonders schwierig stellt sich das Problem der sommerliche» Erholung, wenn vüf die Wünsche mehrerer FamiKenmügLieder gleichyeitiig Rüchicht genommen werden stll. Während der eme Teil seine Sräftigung und Ruhe findet, wenn er von den beruflichen Pflichten und -täglichen Aufregungen verschont Bfeifcl und ihn das familiäre Milieu sonst nicht behindert, gibt es ftir einen anderen keine Möglichkeit der Beruhigung nu-nd des Ausspanneus, wenn er zur Zeit der Erholung in der wervenauspeDchenden Umgebung feiner Angehörigen verbleiben nrnfe. Wenigstens durch wenige Wochen im Jahre sollte man es jedem ermöglichen, ftm Leben -nach seinen persönlichsten Wünschen verbringen zu lassen, ohne Rücksicht auf Verwandt^ Berns und stmstige geselffchaftliche Stellung. Gerade das schafft für den abgespannten, abgehetzten Kulturmenschen Beruhigung für sein müdes Nervensystem, wenn sein ganzer Körper, sein Geist, seine gange Lebensweise in ganz mrgowcchrrte, Nicht täglich lbegaugene Bahnen absglewkt wird. Solche Gedanken kommen nur den tvenigsten zum Bewußtsein, sie wffsen sÄbst.nicht, was ihnen gut tun könnte, zumal sie sich aus' Den verschlungenen Armen des alltäglichen Lebens, der alltäglichen Gewohnheiten nicht losreißen können. Am im Loben dorwärtsFukommen, bedarf es aber auch einer gewissen Dosis scheinbarer RüchichtsloisigLeit, die anfänglich von der Umgchnug schwer empfunden lwird, sich später aber meist für alle Beteiligten als Wohltat erweist. Hieher gchört die Trennung der. Ehegatten für einige Wochen zu Zwecken der Erholung. Mag die Ehe' noch so lauter und harmonisch sein, mag gar kein Mißverständnis und aufrichtige Liebe zwischen den Ehehälften bestehen, jeder Arzt, der ein bißchen Einblick in das häuMche Milieu seiner Patientenkre'isc hat, muß dafür eintreten, daß die Ehegatten, wenn nicht besondere Umstände es erfordern, getrennt ein paar Wochen im Jahre verbringen. So mancher Zündstoff, der im Laufe des Jahres mannigfache Brände und Erregungen verursacht und den körperlichen und' seelischen Zustand ungünstig lboeinstuhst hat, wird verflackern, eme ruhige empfängliche Mmoßhärr wird nach mehrwöchiger Trennnng sich emstellen. Ricken diesen allgems'men Beobachtungen wird es gu empfehlen sein, sich oiuer gründlichen Untersuchung durch den Hausarzt unterziehen zu lassen, um seinen Rat bezüglich der Ausnützung mehrerer UÄa<nbswochen zu hören. In vielen Fallen mag es ja oft gleichgültig sein, wie die Wahl des Ortes ansfällt —' von Gründen der Ersparnisse sollte man sich im allgemeinen hickei/nicht leiten lassen — meistens stillte der Ar^t ein gewichtiges Wort zu reden haben. Das bezieht strch nicht allSrn aus die Kinder, für deren Aufenthalt an der See etwa andere Gründe maßgebend fein werden 'als im Hochgebirge. An dem Seostrande mögen sich ja die Kinder recht wohl fühlen, aber der müde Neurastheniker erholt sich oft daselbst gar nicht in der sommerlichen Gluthitze, im Gegenteil, er leidet dcwernd; an heftigen Kopfschmerzen. Für ihn wäre mit Rücksicht <ms sonstige Beschwerden der Aufenthalt im gebirgigen Gestein. nützlicher gewesen, wo die Gelegenheit zum Bädergehrauch gleichyeitlig igegeben «wäre. .Achnlich verhält es sich -mit der Keau, die etwa an chronischen Leiiden des Unrevleckes laboriert und im Sol- oder Moockad Genesung fände, aber angeblich aus Rücksicht auf die Kinder in, der .mondänen Sommerfrische, sich alle städtischen Pflichten der Gesellschaft mit Tang und Kaffeehausbesuch aufevlegen muß. Bei der /heutigen fchwievigen materiellen Situation, in der sich der Arbeiter- und MAtelstmrd befindet —, es ist zu befürchten, - daß sich der größere Teil eine Erholungspause ' wird gar üicht gönnen können — bedarf es besonderer reiflicher. Ueberlegungen, um die kurzen Svmmerferien ersprichlich ausMmützen. Denn wen» mau die Gelegenheft hat, das sich erholende Publikum in den Sommevfrifchen und Kurorten zu beobachten, dann muß-man jagen, >daß die meisten die vielen Opfer umsonst gebracht haben/ AerzMcher Fragekafteu. Tatzumnusdors ftn Burgenland besitzt mächtige Eisen- ..worlager,. die nach authentischen Untersuchungen gleichwertig mir denen von Fralmensbad und Marienbad sind. Der Ort selbst hat primitive Einrichtungen, ist nicht fafhionäble. — Weißsucht. Bei dieser ernsten Krankheit kommt es zu starker Bermelpmng >der weißen MutWrperchen, Milzschwellung nnd rapidem Verfall. Man sieht heältzutaye von der Behandlung mit RöntgenstrMen und Muttvansfttsiönen gute Erfolge. — Jckbad. 1. In Hall wird das Wasser jyn Bädern. Trinkkuren, Inhalationen uw> Umschlägen verwendet. 2. Das muß Der behandelttde Arzt entscheiden. — .Positiv. Eine polsitive Pirquet- Probe bchagt nur, daß. das Jrrdividuum. mit Tttberielbazillen infiziert wurde, aber nicht, daß es jetzt ftlbevkulös sein muß. Theater von heute wBLmm—.1. mim.. . B vAkgldeÄM: DneL am Ltdv flka4etrtetlK«ttri Lustspielabend 7 Tanzabend Trnde Schönselb — Rüst VOttm 8 StttWOtHt: Boris Godmww 7 Deik*wer Die verkaufte Braut veutrcder vostaMuttr: Veronika 8 Cktater ln der Iorekstudt- Die Gesäuge« V,8 BÜWUMl-aitttef Das Mädl aus der Borstabt oder: Ehrlich währt am längsten '/,8 BetzÄKAHReevKtzke r Das Svrüngbett der Liebe 8 modern* OKtter: Kifty und die Wettgeschichte rurirpitttveum: Da» Zimmer der Trüume 8 rdeuter »u der M«: Die Zirkusprstzchtn V,S wr. BlraetflKiferi Der Orlow %B 3o1).«$tniim-it)eitcr: Adieu Mimlt 8 Ißstteke B«me. U.,Taborstraße ISr . Herrschende f?BcrtKH 8 RADIO - PROGRAMM Moutag de» 21. Juui. 4.15 Uhr: NachmittagSkonzert. 5.16 Uhr: Märchen. 6.26 W 8.06 Uhr: Radio-VottShochschuke. 6.25 Uhr: Botanische SpaziergängedmchOesterreich. Prof. Dr. F. Bierhapper. 7.10 Uhrr Efperauto. 7 40 Nhrr EuMch (AufSuger). 8.16 Uhrr Ein Jahrhundert heitere Mener Musik — MfolgrÜche Operettenkompoutsten" (Richard Genöe, Johann, Brrmdl. Alfons itzibulta, Louis Roth, Rudolf Delling«, Rdoff Miller jm. und Karl Weinberger). laufe Juw«len ,'!L:'ÄLLÄK l> Klati«. ty&U höchste Preilel Sroße» Laaer h» Juwelen, rlm. NmtaLsch MwM. Viktor VMmoV Stacht ««», Bezirk HeMstgr »O/ «eUph« m Schicke Schake nur bei SCHUH DORN Wien, H, Taborstraße Nr, 8 a Auserlesene Neuheiten in FrOhlaiwtmodelloit AUeiiwerkauJ von BALLY’ Schaben im 2, Bezirk GUMMI..11 OUAäi dasttihendeunllb«r- Welt« marke, nN«l,UrGlO» lmrvoM*leiOaamtle tarledM Stflck. Preisflstea gratis Wien,II/„Prate/8lr.57 Dameitmoden Warenhaus Kari Dufek Wl«n, II. mir GlocKengasse 3 empfiehlt sein, reichhaltiges Lager zu konkurrenzlos billigen Preisen! 40-7.03 Tel «p h o n 40-7-63 Herausgeber «. Eigentümer: Jüd. Zeitungsu. Berlagsgei. m. b. H.» Wien, 2. Bez., Taborsttaße 1—S. Verantwort!. Redakteur: Jakob KraiSz, Wien. 19. Bez« Brechergasse 9. Druckerei- und Berlags-A.-G. Jg. Steinmann 9. Pez.. UwvMtÄKsttoße Nr. 8 {*