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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-18 · Heft 2628 (18.6.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2628 (18.6.1926)
Date
1926-06-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2628 Men, Freitag Wiener Morgenzeitung UZilll-W en Welt Aus den Archiven des Zarismus. Ter neueste Band des „Roten Archivs", in welchem Originaldokumente aus der Zeit des Zarismus -uni Abdruck gelangen, ist vollständig dem ereignisreichen Jahr 1905 gewidmet. Auch die hier veröffentlichten Staatsakten beweisen, daß Zar Nikolaus der Zweite nicht nur ein Mensch von sehr eugem geistigen Horizont, sondern ein blutdürstiger Herrscher war, der es nicht litt, daß sieine Beamten gegenüber dem Bolk menschliche Gefühle malten ließen. Handelte es sich aber gar um verfolgte Inden, da sank dieser unmenschliche Selbstherrscher zum zügellosen Tier herab. Im November 1803, nachdem fast alle jüdischen Städte von verheerenden Judenmassakcrs heimgesucht worden waren, gaben die Minister Witte und D u r n o w o einer jüdischen Abordnung gegenüber die e h re n w ör tl ich e Erklärung ab, daß sich keine Judenpogrome mehr ereignen würden. Tatsächlich hat sich von dieser Zeit an keine nennenswerte Ausschreitung gegen Inden zugetragen. Nur die Stadt Home-I, die schon bei den allgemeinen Pogromen schwer gelitten hatte, wurde zu Beginn des Jahres 1906 von einem zweiten P v g r o m heimgesucht, der an Zerstörungswut der Huligans den ersten Pogrom noch übertraf. Inszeniert und geführt wurde dieser Pogrom vom General P odgoronziani. Ter Ministerrat, der sich mit diesem das Kabinett desavouierenden Pogrom befaßte, beschloß, seine Mißbilligung auszusprechen und gegen den Pogromgeneral die Anklage zu erheben. Hiezu war jedoch die Einholung der Erlaubnis erforderlich. Ter Akt wurde dem Zar unterbreitet uno Nikolaus der Zweite sandte ihn unwillig an Witte zurück, nachdem er ihn mit der Randbemerkung versehen hatte: „Was geht mich eigentlich die ganze Sache a rt?" Jüdische Staatsmümier in Indien. .Unter dem Titel „British Jndia: From Queen Elizavech to Lord Reading" by An Indian Mahomedan. (Bri- Ksch'Jlldien: Von Königin Elisabeth bis Lord Reading von einem indischen Mohammedaner) ist dieser Tage ein großes 'Werk erschienen, das die Bedeutung der britischen Herrschaft in Indien beleuchtet. Während der letzten fünfzig Jahre waren eS besonders drei jüdische S t a a t s m ä n n e r, die der Cnlwialnng Indiens unter britischer Regierung den Stempel aufdrückten. Im Jahre 1870 war es Benjamin Disraeli, der es in staalsmännischer Voraussicht gegen sehr gewichlige Meinungen durchsetzte, daß seine Bill, daß der jeweilige Herrscher Großbritanniens den offiziellen Titel „Kaiser von Indien" trage, durchging. In einem besonderen Kapitel „Die Chilmsford-Montagu--' Aera" beschäftigt sich der Autor mit der Bedeutung der Tätigkeit des jüdischen Staatsmannes Edwin M o n t a'g ü als Staatssekretär für Indien. Im Jahre 1917 fuhr Montägu nach Indien, wo er acht Monate weilte. Am 22. April 1918 erschien der von Chelmsford und Montagu Unterzeichnete Bericht über „Indische Verfassungsreform", den der Verfasser als einen der bedeutendsten Staatsakte bezeichnet, dessen Folgen jene Aeitderungen waren, die für die britische Herrschaft in Indien ausschlaggebend wurden. „Lord Neadings Vizekönigtum", der abschließende Abschnitt des Buches, enthält Aufzählung der noch in frischer Erinnerung lebenden Aktionen des kürzlich zum Marquis erbobenen jüdischen Staatsmanes. Das Buch schließt mit dem zusammenfassenden Urteil, daß kein Nachfolger Lord Neadings, der in Indien Erfolg haben Witt, von jenes weisen Besonnenheit, gepaart mit Festigkeit in der Durchführung, die den iübijdjcn Vizeköuig ausgezeichnet haben, auch nur um Haaresbreite werde abweichen können. Sine ftmn<$nieffo8>Setfnmm!nng in Budapest Aus Budapest wird uns berichtet: Dienstag hat hier im Hotel H u n g a r i a ein Presseempfang zu Ehren des Vertreters der palästinensischen Aufbaufonds Dr. Adolf Friedemann aus Budapest stattgefunden. Dr. Friedemann hielt einen eingehenden informativen Vortrag über die Ziele und Aufgaben des Keren Hajessod, schilderte die bisher in Palästina erzielten Erfolge, die wirtschaftlichen und kulturellen Errungenschaften, den sanitären Aufschwung des Landes und behandelte die nächsten Aufgaben des Aufbauwerkes. Er befaßte sich auch mit der in manchen Kreisen bemerkbaren Gegnerschaft gegen beit Zionismus. Er begreift nicht, wie unter solchen Umständen eine Gegnerschaft gegen ein Unternehmen bestehen kann, das von den führenden Politikern der westlichen Welt, von Lloyd George, Mac Donald, dem französischen Präsidenten Doumergue, Briand, dem amerikanischen Präsidenten Coolidge und dem amerikanischen Kardinal Hayes öffentlich als eine Knlturtat ersten Ranges gepriesen worden ist. Alles in Palästina Geschaffene ist während der letzten Jahre das 'Werk der beiden großen Ailfbaufonds gewesen, die dort wirken: des Nationalfands in Jerusalem, der Boden im Lande kauft und gegen Erbpacht an die Ansiedler vergibt, und des Aufbaufonds Keren Hajessod in London, der die Ansiedlung leitet, die großen Bildungsinstitute und die Schulen unterhält, die gesundheitliche Sanierung des Landes durchführt, die Ansiedler mit Krediten unterstützt und auch für die religiösen Bedürfnisse nach Möglichkeit Sorge trägt. Er wird durch Sammlungen in der ganzen Welt gebildet, die vielfach auch von den Regierungen Förderung erfahren. . , Der Bortrag Dr. Friedmanns hat auch die Vertreter der ungarischen Presse, die bisher völlig unter dem Einfluß des die Tatsachen entstellenden zionistenfeindlichen Organs der ungarischen Assinnlanten standen, einen tiefen Eindruck gemacht und ausklärend gewirkt. Dr. Hpamson in Warschau. Wir meldeten bereits, daß der Leiter des EinwanderuugLdeparicments der palästinensischen Regierung, Doktor H y a ms o n, im Auftrag der Palästinaregierung eine Studienreise durch Europa angetreten hat, um die Auswanderungsvechältnisse an Ort und Stelle kennen zu lernen und ganz besonders die in den für die Palästinawanderung hauptsächlich in Betracht kommenden Austvanderungsländern wirkenden Palästinaämter zu kontrollieren. Letzten Sonntag ist nun, wie uns aus Warschau berichtet wird, Dr. Hyamson dortselbst angekommen und hat sich sofort mit dem Warschauer Palästinaamt ins Einvernehmen gesetzt. Amerika und die konfessionellen Minderheiten in ßmova. Herr Artur I. Brown, der Vorsitzende des amerikanischen Komitees für die Rechte der konfessionellen Minderheiten, erklärte in einer Konferenz der Komiteemitgliedcr: Obwohl die Vereinigten Staaten außerhalb des Völkerbundes stehen, hegen sie großes Interesse für die Not jener, die durch den SÄltkrieg verarmten; viele Millionen Dollar sandte Amerika für Wohlfahrtszwecke nach Europa und Asien. Ebenso steht Amerika für den Schutz der religiösen Minderheiten ein. Das Komitee beschäftigt sich gegenwärtig mit der Lage der religiösen Minderheiten in Rumänien, zu welchen Katholiken, linierte und Juden gehören. Es fordert nicht religiöse Vorrechte, sondern religiöse Freiheit. Gegen alle Versuche der Intoleranz in Religionsangelegcnheiten wird angekämpft werden. — Jüdische Mitglieder des Komitees zum Schutze der religiösen Minderheiten in Europa sind unter anderen: Abraham I. Elkus, Louis Marshall, Henry Morgenthau und Dr. Stephen S. Wise. Dis Lage der Juden in Damaskus. Aus London wird uns berichtet: Der Präsident der Ersten unabhängigen Loge B'nai B'rith, Tr. Samuel Dsich es, der sich an die Spitze einer Aktion für die notleidenden Inden in Damaskus gestellt hat, erhielt dieser Tage vom Präsidenten der Loge in Damaskus ein Schreiben über die gegenwärtige Lage der dortigen Juden, dem wir die folgenden Daten entnehmen: „Obgleich sich die Lage im Innen, des Landes ein klein ' wenig gebessert hat und die i ä g l i ch e n Ucberfällc ans Damaskus in Wirklichkeit anfgehört haben, traut sich doch niemand über die Grenzen der inneren Stadt hinanszugchen, da die Vorstädte noch immer mit Aufständischen und Briganten voll sind. Die Mehrheit unserer Glaubensgenossen besteht ans Hausierern, die von der Hand in den Mund leben und ihren Unierhalt durch Feilbietung ihrer Waren im Umherziehen in den Vorstädten und nahegolcgenen Dörfern decken. Die unsichere Lage hat sie brotlos gemacht, so das; sie in größter Not leben." Lucian WaN« siebMfter Geburtstag. Aus London wird uns berichtet: In der letzten Direk- Üonsrotssitznng der Jüdischen Historischen Gesellschaft wurde bekanntgegeben, das; Lncien Wy l f im Jänner seinen siebzigsten Geburtstag feiern werde. Wolf, der sich als Historiker, besonders ans dem Gebiete der Erforschung der Geschichte der Juden im Britischen Reich und der sephardischen Inden anerkannte Verdienste erworben hat, ist der einzige Ueborlebende von den Begründern der Jüdischen Historischen Gesellschaft von England. Es wurde beschlossen, den siebzigsten Geburtstag Wolfs in feierlicher Weise zu begehen. Ein jüdischer Dozent an der litauischen Universität. Der sehr begabte, erst 24 Jahre alte Sohn des Kownocr Rabbiners Schapiro wurde zum Privätdozenten für das Lehrfach der Chemie an der litauischen Universität in K o wn o ernannt. Sein Bruder ist Lektor für semitische Sprachen an der gleichen Universität. Ei,l jüdischer Vizebürgermeister in Baranovicz. Ans Wilna wird uns berichtet: Anläßlich der letzten Stadtratswahlen in Baranovicz hatten sich die Polen, Weißrussen und Inden zu einem gemeinsamen Wahl block zusammengeschlossen. Auf Grund des Wahlergebnisses wurde der jüdische Rechtsanwalt Dr. Kcrzncr zum Bizebnrgermeister von Baranovicz gewählt. Die Sorge für den Sommereinkaus steht vor der Tür. Jetzt heißt es, die richtige Quelle zu finden und sich an diejenigell Firmen zu wenden, welche in der Lage sind, die Dame und den Herrn von der Konkurrenzlosigkeit der Warenangebote in Qualität, Preis und moderner Musterung zu überzeugen. Ein Weg durch die Taborstraße führt uns an oem populären Warenhaus Brüder S ch i f f m a n n vorbei, das sich in, Laufe seines langjährigen Bestandes als ein Unternehmen ersten Ranges unter der Führung des allgemein geschätzten Fachmannes Max Schiffmann bewährt hat. Im Warenhaus Schiffmann, 2. Bez., Taborstraße 48, kantt auch derjenige, dem nicht allzu große Mittel zur Verfügung stehen, scmen Bedarf in Garderobe und Ausstattung decken. Für das leichte Sommerkleid finden die Kunden reichhaltigste Auswahl in den bekannten Modestoffetl wie Crepe de Chine, Crepe nrarocain und beit anderen leichten Svmmergeweben, die für den Aufenthalt auf dem Lande und üu Kurort in Betracht kommen. Nicht zu vergessen ist auch das Lager in Chiffon und Leinen, fertiger Leibwäsche und allem Modeartikeln vom einfachsten vis zum feinstell Genre. Ueberaus preiswert sind auch die Strumpf- und Wirkw a r e n. Ferner hat das Warelthaus Brüder Schiffmann eine mustergültige Kollektion von Teppichen, Vorhängen und Bettdecken rn allen Preislagen, so daß der Besuch dieser Firma sich für jedermann Lohnend. Maltet. __18. Zmri 1926 Sette 6 Kunst, Bühne, Buch. „Stttiitf zur Schule." Theater in der Jvsefstadt. Herr B i r a b e a u hatte einen guten Einfall. Er versammelt eine Anzahl Menschen — jüngere und ältere Se- ,nester beiderlei Geschlechts — in einem Gymnasium, welches ein findiger Schuldirektor während der Ferialzeit als Sommererholungsheim benützt und läßt den Genius loci auf die Leutchen wirken. Leider hat er auch auf den Autor gewirkt. Das Opus wurde eine Gymnasiastenarbeit und es lohnte sich nicht der Mühe, das Lustspiel aus dem Französischen zu übersetzen. Schablonenfiguren, Schablonenhandlung, naheliegende Rückwirkung der Einrichtungsgcgenstänve einer Mittelschule, als da sind: Schultafel, Katheder, das gefürchtete Konferenzzimmer und die Schlafsäle mit den Knabentränmen auf die Gemüter der Einquartierten. Eine Szene gelang überraschend: Der Primus von einst, im Leben gescheitert, damals von den Schnlfüchsen gehätschelt, jetzt von der Gattin als winzige Null behandelt, berauscht sich am Geruch der Schnltinte und ist wieder der große Mann. Er frozzelt sogar den Antomobilkönig, dem alle kriechen (einschließlich dem Schuldirektor), trotzdem er seinerzeit dreimal bei der Matura dnrchficl. Aber, weis; Gott, sonst ist die Sache öde und nicht einmal geschickt gefingert. Frau Werbezirk fanden wir weit amüsanter, als sie (auf der Rolandbühne) direkt aus der Leopoldstadt in ein Nobelhotel Venedigs versetzt wurde und ' dortselbst an Johannistrieben litt. Aber sie half' auch diesem Stück und Herr Moser war ihr amüsanter Partner. Fräulein Gregor löste in diesem zum Hotel avancierten Gymnasium restlos die Aufgabe,, lieblich und anmutig zu sein, wohingegen dem schönen Fräulein Schwarz in der Schauspielkunst vorläufig bloß die Note „kaum genügend" zu ertcilett ist. Die junge, tenlperamentvolle Dame wird sich bestimmt bessern. Herr Weiß fiel in der Rolle eines gut genährten Jünglings in den Pubertätsjahren angenehm auf, Egon F r i e d e l l tat mit. Nicht, daß er Theater gespielt hätte, denn das kann er nicht, aber er ist ein geistreicher, aufgeräumter Mann und so macht es ihm und uns Spaß, wenn er sich unter die Akteure mengt. O. A. Ans den Theatern. Burgtheater. Morgen. l/ß Uhr abends, neuein-- studiert. ..Don Carlo s". Für die Theatergemeinde in der zweiten Juniliälfte wird statt .Ein Sommernacht sträum" „D u e l l a m L i d o" gegeben. Akademtetheater. Morgen. 0,8 Uhr abends, „M ä d e l v o n h e u t e". (Abonnement V. Gruppe.) Overntbealer. Morgen, 7 Uhr abends, „C a-- valleria r u st i c a n a", „DerBajazz o". V o l k s o p e r. Morgen »Schwär zwaldmäde l", Sonntag „D a s D r e i m ä d e r l h a u. s". . Deutsches Volkstheater. Morgen, 8 Uhr abends. Erstaufführung des Lustspieles „D r. I u c i S z a b o" von Ladislaus F o d o r. mit Leopoldine Konstantin in der Titelrolle. Theater in der Jolefstndt. Heute zum 25. Mal Edouard B o u r d e t s Schauspiel „D i e G e f a ng e n e". _ Die Abreise der Künstler der Habima findet nicht, wie angekündigt, heute Freitag, sondern erst m o r g e n um 11 Uhr vormittags vom Westbahnhofe statt. Weltkongreß für jüdische Musik in Jerusalem. In den kommenden Passahtagen wird in Jerusalem cm Weltkongreß für jüdische Musik abgehalten werden. Eine Anzahl prominenter indischer Musiker in Europa und, Amerika hat bereits die Teilnahme an diesem Kongreß angekündigt. Antike silberne Tempelgeriite («rns *bp) gelangen Dienstag den 32. d. ab 7a3 Uhr. 5. Bez., Slrobachgafse 6, zur Auktion. Besichtigung ab heute bis inklusive Montag den 21. d., auch Sonntag von 9 bis 6 Uhr. „Der jugendliche Verbrecher" ist ein Problem, das^nicht nur die Aerzte, sondern auch die Erzieher und , die Eltern interessiert. Hierüber spricht im Namen der Gemeinschaft „Die Mutter", deren Sprachrohr die bekannte Zeitschrift .Me Mutter" ist, der bekannte deutsche Psychologe Prof. Doktor Karl Birnbaum von der Universität in Berlin, Freitag den 18. d. um 6 Uhr abends im Hörsaal des Physiologischen Instituts, 9. Bez., Schwarzspanierstraße 17. Gäste willkommen. Emtritt frei. _. Gesamtverband der berufstätigen jüdischen Juristen Sefterreichr. Der Aufbau der nationalen Heimstätte wie das Leben in der Galüth werfen eine Fülle von Rechtsproblemen auf, deren Erforsch,tilg vornehnilich Aufgabe der jüdischen Juristenwelt ist. So steht gegenwärtig das Problem der Minderhe-ltsrechte, die — jüdischer Initiative entsprungen — vitale Interessen der Jndenheit berühren, im VoA««u«üe der öffentlichen Diskussion und harrt seiner wysenschafmchen Behandlung. Aber auch das für die allgemeine Rechtsentimcklung grimdlegende mosaische Recht, besten Lehre gerade in Wien hervorragende Repräsentanten hat, bietet ei» weites Arbeitsfeld. Für die Erforschung dieser Nechtsgebiete einen Münze n t r a t i o n s p u n k t jüdischer Juristen zu schaffen, jst — neben zahlreichen Aufgaben wirtschaftlicher Natikr — der Zweck, der zur Gründung eines GesamtverbarrdeS aller berufstätigen jüdischen Juristen Oesterreichs geführt hat. Twrch eine organische Verbindung mit der Vereiniaung jüdischer Rechtshörer soll arlch das Interesse des Nachwuchses für diese Rechtsmaterien wachgerufen werden. Morgen den 19. d. nn, 7 Uhr abends, findet im Hotel de France (blauer Saal), 1. Bez., Schottenring 3, die kouüituierende G e n e r a l v e r s a m m l u n g statt, zu welcher me jüdischen Juristen aller Berufskategorien eingeladen Md. Die < Versammlung wird durch einen Vortrag des RechtsanwaitteL * Dr. I. SB alb mann über „Di e Juden und i>4e Minder h e i t s r e ch t e" eingeleitet werden. AnmeldunMv mrd-,' "Anfragen unter der Adresse: 1. Bez., Schwarzestbergstraße'. Nr. 8-7, Telephon: 78-3-16, 76-6-55.

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