Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2628 (18.6.1926)
- Date
- 1926-06-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Mkts 1 Men, Frermg_ W» JHnB v»a Bienen erstochen. 1-. Juni. Ein zweijähriges Kind, das prm Sen Wdern unbeaufsichtigt war, machte sich an den Bienen« kördttt zu schaffen nnd wurde plötzlich von den wütend g ewordenen Dienen überfallen. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe ist daS Kind, das ungefähr 30 0 Stiche erhalten batte, am gleichen Tage gestorben das Hochwaffer. Trotz des Nachlassens der Regengüsse war gestern ein Ansteigen der Donau im Wiener Becken zu bemerken. Dies war insbesondere im Jnnndationsgebiet sichtbar, das vollständig überflutet ist. Das schmutziggrane Wasser führt Sträucher, Asiwerk und Balken mit sich, die Gegend rings um die Floridsdorfer Brücke gleicht einem sehr bewegten See. An der Nttßdorfer Schleuse ist permanenter Dienst. Die hydrographische Abteilung meldet, daß sämtliche Tonanzuflüssc mit Ausnahme der March bereits im Fallen begriffen sind. Die Donau ist in der Strecke unterhalb Krems noch sehr schwach steigend und wird morgen früh in Wien mit einem Pegelstand von rund 375 Zentimeter kulminieren. Die Hochwassergefahr kann als geschwunden bezeichnet werden. Nach dem Barometerstand ist eine leichte Besserung des Wetters mit Temperaturzunahme zu erhoffen. Das Jude »viertel von Lieben unter Wasser. Prag, 17. Juni. Die durch die andauernden Regengüsse hervorgerufcne Hochwasserkatastrophe nimmt ein bedrohliches Ausmaß an. In Prag steht die Moldau 5 Meter über dem Normalen. In den nördlichen Vororten Prags wurde beträchtlicher Schaden angerichtet. Im Judenvicrtcl von Lieben stehen mehrere Häuserblocks unter Wasser. Der jüdische Friedhof wurde verwüstet. Sr. Bukafin Markovic. Eine merkwürdige Affäre. Der montenegrinische Arzt Dr. Bukasin Markovic, rkn ruffifcher Staatsangehöriger, befindet sich seit vier Monate« in Wien auf Verlangen der jugoslawischen Regierung rn Haft. Da jetzt seine Auslieferung'verlangt wird, hat sein Rechtsanwalt Dr. Felix Tänzer, wie der „Abend" meldet, eiue Haftbeschwerde eingereicht, in der er erklärt, daß der ruffische Gesandte in Wien gegen die Maßregel Einspruch erhebe. Die Mitteilung ist sehr unglaubwürdig, da ein Gesandter wohl kaum durch einen. Rechtsanwalt Beschwerde führt. Der russische Gesandte hat nun an den Rechtsanwalt Dr. Tänzer die folgende Zuschrift gerichtet: „Wien, am 17. Juni 1926. Sehr geehrter Herr Doktor! Bon dem Jnhcckt Ihres an das Landesgericht für Strafsache 2 am 16. d. gerichteten, der Gesandtschaft in Abschrift eingesandten Schreibens habe ich Kenntnis genommen und mutz meiner vollsten Verwunderung Ausdruck geben, datz Sie, ohne von mir irgend welchen Auftrag erhalten zu haben, in meinem Namen bei dem Bundeskanzleramt durch das Landesgericht in Sachen Ihres Menten Dr. Markovic Protest erhoben haben. In Anbetracht deffeu, datz Sie mit einem diesbezüglichen Aufträge weder betraut worden sind, noch betraut werden konnten, ersuche ich Sie höflichst, Ihre in meinem Namen eingereichte Erklärung in kürzester Zeit zurückziehen zu wollen. Ich gestatte mir, Ihnen gleichzeitig zur Kenntnis zu bringen, daß eine Abschrift d re s es Briefes von mir dem Bundeskanzleramt übergeben wird. Hochachtungsvoll gezeichnet: Jean Berzine." Rücktritt MM. Auch Münder wird gehen. Wie die christlichsozialen Matter mttteilen, hat Abgeordneter K n n s ch a k seine Stelle als Obmann bei Wiener christlichsozialen Parteileitung n ied.e rge l eg,1. Die Geschäfte führt Abgeordneter Partik. Alle Bemühungen, Kunschak von seinem Entschluß abzubringen, haben keinen Erfolg gehabt. Die Führung im christlichsozialen Wiener Gemeinderatsklub behält Kunschak weiter bei. Er wird nächten Montag in der Stadtkonferenz der christlichsozialen Arbeiterschaft die ganze Situation darlegen und nach der Stellungnahme der Konferenz seine eigenen endgültigen Entscheidungen treffen. BemerkenAvert ist, daß die chrisÜichsozialen Ortsschulräte Wiens gestern Abg. Kunschak einstimmig das Vertrauen ausgesprochen haben. Der Entschluß des Abg. Kunschak ist auf den gestrigen Beschluß der christlichsozialen Gesamtparteileitung sowie der christlichsozialen Vereinigung zurückzuführen, die es abgelehnt haben, die Ergebnisse der Verhandlungen über den sogenannten Schulpakt als bindend a n z u e r k e n n e n. In der nächsten Zeit soll auch der Chefredakteur der - „Reichspost", Herr Funder, der die heftige Kantpagne gegen Kunschak geführt hat, von seiner Stelle scheiden und zum Veriroter Oesterreichs beim Vatikan ernannt werden. Riateiens Berufung. Bon feilen der christlichsozialen Partei wird abends die folgende Mitteilung versendet: Der Vorstand der christlichsozialen Vereinigung trat heute unter dem Vorsitz seines Obnlannes Fink zu einer Sitzung zusammen, um zu der Wiederbesetzung des UnterrichtSressorts Stellung zu nehmen. Ueber Antrag des Bundeskanzlers Dr. RaMek beschloß der Vorstand einmütig, den Landeshauptmann von Steiermark, Tr. R : n t e l e n, zu ersuche«, dieses Amt zu übernehmen. Landeshauptmann Dr. Rintelen gab die Erklärung ab, daß er feine endgültige Entscheidung nach einer Freitag abends in Gra; stattfiulenden Beratung der steirischen christlichsozialen Landesparteileitung bekanntgebsn werde. Tie großdeutsche Bolkspartei hat der Kandidatur des Landeshauptmannes Dr. Rinrelen zugestimmt. Wiener Morgerrzettr»«« Letzte Nachrichten. Bradtug «fl» Samuel — Führer der Liberalen? Mgendicnst der ^Wiener Morgenzeitung".) London, 17. Juni. In politische»! Kreisen ist da§ Gerücht verbreitet, das; der Kampf innerhalb der liberalen Partei durch den Rücktritt Asqniths und Lloyd Georges beendigt werden soll. Als Führer der Partei im "Oberhaus wird Marquis Reading, als Führer im Unterhaus Sir Herbert Samuel genannt Wird Dr. Benesch demissioniere«? Veldes, 17. Juni. In den Kreisen der tschechischen Delegation verlautet, daß Außenminister Dr. Benesch hiusichtlich der Forderung der nationalsozialistischen Partei nach seinem Rücktritt noch keine üesiuitiven Entschlüsse gefaßt habe. Man hält cs jedoch für wahrscheinlich, daß Doktor Benesch sein Portefeuille z u r ü ck l e g c it wird, da er weder auf fein Abgeoidnetenmandat verzichten, noch aus seiner Partei ausscheiden will. Seine endgültige Entscheidung macht Benesch von einer Unterredung mit dem Präsidenten der Republik, Masaryk, abhängig. Sie Konferenz der kleinen Entente. Veldes, 17. Juni. Nach Schluß der Beratungen der Sitttzeilminister wurde ein amtliches Comnkunique veröffentlicht, worin festgcstellt wird, daß die allgemeine Prüfung der internationalen Politik die volle Uebereinstimmuug der Ansichten fischen ken Staaten der kleinen Entente bestätigt habe. Die Berakmgen werden morgen fortgesetzt. Sie polnische BerfassungMdernng. Warschau, 16. Juni. (Polnische Telcgraphenagentur.) Der Ministerrat hat in seiner heutigen Sitzung die Gesctzesvorlage angenommen, wodurch die Verfassung vom Jahre 1921 abgeändert und ergänzt wird. Durch die Vorlage wird festgesetzt, daß die ordentliche Session des Parlaments v i e r Mo n a t e dauert. Wenn in dieser Zeit das B u dg e t nicht genehmigt ist, wird es der Präsident der Republik durch G e s e tze s v e r o r d nu n g verlautbaren. Der Präsident kann ferner auf Vorschlag des Ministerrates die Kammern aus! äsen. Er hat das Recht, gegen vom Parlament beschlossene Gesetze sein Veto einzulegen. Wenn sie das Parlament zum zweiten Male unverändert annimmt, wird der Präsident verpflichtet sein, sie zu verlautbaren. Wenn der Landtag aufgelöst oder vertagt ist, und während der Parlamentsferien hat der Präsident das Recht, Gesetzesverordnungen zu erlaffen, die jedoch dem Hause innerhalb vierzehn Tagen nach seiner Einberufung vorgelegt werden müssen. Die gegenwärtige Parlamentstagung wird im Laufe des Juli geschloffen und bis^zum Jänner 1927 werden Gesetze nur im Wege von Dekreten -des Präsidenten kundgetan werden. Gine politische Amnestie in Polen. Warschau, 17. Juni. Wie verlautet, soll in der nächsten Zeit anläßlich des Amtsantrittesdes neuen Präsidenten eine weitgehende Amnestie erlassen werden, die sich auch auf politische Delikte erstrecken soll. Dies wäre die erste Amnestie in Polen, die auch politische Vergehen umfaßt. Minister Bartel über die Wischen Forderungen Warschau, 16. Juni. Gestern um 10 Uhr vormittags empfing Ministerpräsident Bartel das Präsidiun! des jüdischen Sejmklubs, und zwar die Abgeordneten Hartglas, F a r b st e i n und K i r s ch b r a u n. Die Abgeordneten konferierten mit dem Ministerpräsidenten über eine ganze Reihe jüdischer Forderungen auf wirtschaftlichem, kulturellem und finanziellem Gebiet und verlangten die Behandlung der jüdischen Bevölkerung als vollwertige Bürger. Das Präsidium des jüdischen Sesinklubs legte den» Ministerpräsidenten eine Reihe von Verordnungen vergangener Regierungen vor, die eine Vergewaltigung der Verfassung darstellen und verlangten eine ausdrückliche Annullierung dieser Verordnungen. Der Ministerpräsident notierte sich alle vorgebrachten Wünsche, nahm sie freundlich zur Kenntnis und versprach, sich mit den zuständigen Ressortministern in dieser Angelegenheit raschestens in Verbindung zu setzen. Ferner sagte der MinisterpräsDent, daß er die ungesetzlichen Verordnungen zurückziehen werde. Ier Abschied der Habima. Die Abschiedsvorstellung der Habima gestaltete sich zü einer stürmischen Beifallskundgebung für die ausgezeichneten hebräischen Künstler. Das Theater war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Biele konnten keinen Einlaß mehr finden. Nach dem letzten Fallen des Vorhanges raste das Publikum vor Begeisterung. eilen Eie zur Tlgürfteile an der Hoben Brücke! Noch ist cs Zeit, sich ein Glückslos bei der „Glücksstelle" zu holen. Die Ziehungen der Klassenlotterie beginnen am 22. und 24. Juni, 3 Uhr nachmittags. Die Schalter der „Glücksstette Stein", Wien, 1. Bez., Wippüngerstraße 21, an der „Hohen Brücke" sind ununterbrochen von H Uhr früh bis 6 Uhr abends geöffnet. Telephon 61-5-45 Serie. Versand überall hin. Postkarte genügt. Man beachte das heutige Inserat. IS. HM 1686 Dr. 2sW Renregelung der Arbeitslosennnterstützung. Im Nationalrat wlirde gestern die 17. Novelle zum Arbeitslosettversicherungsgesetz vorgelegt. Sie schlägt bedeutende Aendernugen gegenüber dem geltenden Gesetz vor. Die eigentliche Versicherung soll sich in Hinkunft nur auf ctttcit begrenzten Zeitraum von 30 Wochen erstrecken; in der heutigen Krise wird aber eine weitere Fürsorge für besonders Bedürftige unvermeidlich sein. Diese Fürsorgeuntcrstützung, die nach der Novelle den Naruen „N o t st a n d s a u s h i l f e" erhält, sott aber von den reinen Versicherungsleistungen deutlich unterschieden sein. Sie darf irr ihrer Höhe 80 Prozent der ordentlichen Unter st ützung nicht über st eigen. Die Höchstdauer ist nach Alter und Familienstand des Arbeitslosen abgestuft. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Arbeitslosen über 60 Jahre gerichtet, die am schwersten Arbeit finden. Sie können die N o t st a n d s a u s h i l f e durch zweieinhalb Jahre beziehen. Ihnen zunächst stehen die Familienerhalter mit einer Bczugsdauer von zwei Jahren; bei den Ledigen wird unterschieden: Zwischen dem 25. und 60. Lebensjahr können sie je eineinhalb Jahre Unterstützung beziehen, sind sic jünger als 26 Jahre, so beträgt die Untcrstützungsdaner höchstens ein Jahr. Die ordentliche Versicherung mit llnlerstützungsleistungen bis zu 30 Wochen in einem Jahr wird derart finanziert, daß die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geleistet werden. Die Kosten der Notstaudsaktion werden zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen, die andere Hälfte aus öffentlichen Mitteln, nämlich zu einem Sechstel vom Bund, zu einem Sechstel vom Land nnd zu einem Sechstel von der Gemeinde bezahlt. Wien, 18. Juni. * Die täglichen Vermißten. Am 15. d. erstattete die Bäckermeistersgattin Selina B l it m, Qucllenstraße 40, beim Kommissariat Favoriten die Anzeige, daß ihr Gatte, der 58jährige Samuel Blum, seit diesem Tage abgängig ist und daß sie befürchtete, er werde sich ein Leid antun. — Seit dem 12. d. ist der 26jährige Josef Meiches, ein jungverheirateter Brauerciarbeiter aus Wr.-Neustadt spurlos verschwunden. Er hatte an diesem Tage erklärt, eine Fahrt nach Baden zu unternehmen und ist nicht mehr zurückgekehrt. — Nach einer Zuschrift der Polizeidircktion in München ist van dort seit dem 1. März der Gastwirt Erasnrns Heiß spurlos verschwunden. Er hatte 1200 Mark Bargeld bei sich und erklärte nach Wien zu fahren.. — Der vermißte Fuhrwerksbesitzer Zalaudek, der mit feinem Fuhrwerk nach Wcißcubach fahren sollte und seit dem 16. d. abgängig war, ist gestern zurückgekehrt. Er konnte infolge der überschwemmten Straßen nicht wetterfahren. * Schwerer Autounfall eines Zahnarztes. Gestern gegen 11 Uhr vormittags wurde. in der Alserstraße, der Zahnarzt Dr. Samuel Frankl/ Mariahilferstrahe wohnhaft, beim Passieren der Fahrbahn von einem Autvtcixi niedergcstoßen und schwer verletzt. Mit einem Schädelgrundbruch vtib anderen Verletzungen wurde er in d.as Allgemeine Krankenhaus gebracht. Zeugenaussagen zufolge soll den Lenker des Kraftwagens kein Verschulden an dem Unfall treffen. * Selbstmord im Landesgericht. Gestern nachts hat sich in einer Zelle des Landesgerichtes 2 der dort in Untersuchung^-. Haft befindliche 40jährige Gärtnereibesitzer Johann S ch öo e r l aus Bruck-Neudorf mittels eines Spagates erhängt und wurde von seinen Zellengenossen bereits wr aufgefunden. Schöberl befand sich seit einem Monai wegen Verdachtes eines Giftmordversuches an seiner Frau in Haft. In einem Abschiedsbrief an seinen Anwalt beteuerte er seine Unschuld. * Betrug än Arbeitslosen. Vor einiger Zeit ist in Wien ein Mann aus Deutschland erschienen, der sich Fritz Max Dose nannte und der in Liesing eilten Betrieb pachtete und in der Rathausstraße ein Stadtburoau mietete. Er ließ in Zeitungen Annoncen einrücken, in denen er für fein neugegründetes Textilunternehmen Angestellte suchte Von den zahlreichen Bewerbern verlangte er Kautionen bis zu 2000 Schilling urrd engagierte auch einige von ihnen gegen Erlag dieser Summe. Bet mehrerert Firmen bezog er Waren auf Kredit. Von einer italienischen Firma hatte er sich fünf Waggons Wein kommen lassen. Einer Wiener Autofirma lockte er ein Personenauto heraus und ist in ben letzten Tagen mit seiner Fanlilie spurlos verschwunden. Fünf Angestellte, die durch diese betrügerischen Machenschaften um ihr ganzes Hab und Gut gebracht wurden, erstatteten die Anzeige. Die polizeilichen Erhebungen ergaben, daß der Flüchtige mit denc 33jährigen Vertreter Fritz Max Dose identisch ist, der von Leipzig ans wegen Betruges steckbrieflich verfolgt wird. Da man vermutet, daß noch viele andere pvstenlose Angestellte von ihm hintergangen wurden, werden oicse ersucht, sich in: Sicherheitsbureau, 9. Bez., Nossauerlände, br Dr. Altmann zu. melden. * Ein flüchtiger Betrüger verhaftet. Der 22jährige ehemalige Disponent Josef Dustlrci, der zum Nachteile seiner Firma Scheckschwinveleien in der Höhe von 0500 Schlveizer Franken begangen hatte und der nach dem Diebstahl einer Schreibnnd Rechenmaschine nach Bregenz geflüchtet ist, wurde nach einer gestern hier eingetrosfenell Meldung in Zürich verhaftet. Beide Maschinen wurden in seinem Besitze vorgefnnden. * Das Ergebnis des Sammeltages für die Armen Wiens. Der mit 20. Dezencber 1025 durchgeführte sechste allgenceine Sammeltag für die Armen Wiens hat ein außerordentlich erfreuliches Ergebnis gehabt, das sich mit dem Betrage Volt 184.044.10 Schilling beziffert. Dieses Ergebnis kann mu!) im Verhältnis zu dem Erträgnis des mu 21. Dezember 1024 durchgeführten fünften Sammeltages, das 158.853.57 Schilling ausgemacht hat, als ein überaus günstiges bezeichnet werden. *Manltorbzwang in Niederösterreich. Mit Rücksicht auf die starte Ausbreitung der Hundswnt wurde für das ganze Gebiet Niederösterreich der ' M a u lkorbzwang an geordnet. Hunde und Katzen, die entgegen den Kontnmci,',Vorschriften frei herunllausen, werden vertilgt. Die Attsflügler, die Hnitde mitnehmen, werden auf diese Vorschriften besonders aufmerksam geiitacht. * Der Fremdenverkehr ln Wien. Aus den statistischen Mitteilungen der Stadt Wien geht veryor. das; im I obre 193b insgesamt 585.828 Fremde Wien besuchten. Aus Oesterreich lelbst betuchten 171.779 Personen Wien, aus der Tschechoslowakei 98.049, a u S P o l e n 30.503. aus Iugoslciw'en 21.759, auS Ungarn 78.099, auS dem Deutschen Reich 64.292, aus Italien 9962, aus Rumänien 18.047, aus Amerika 14:545 und dem sonsttgen Auslande 39.193.