Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2628 (18.6.1926)
- Date
- 1926-06-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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6eüe S Dien, Frei rag Wiener Morfienzettung $te Christllchsogialen Heinl und Lischnegg stellten sich srDhend Xtöt 3>t*. GÜrtleie. Witzani machte eine Wendung und rch dem Netzen ihm stehenden Stenographen das StenogtJBtw diiS der Hand, zerknüllte es und warf cs zu Boden. @8 tatit nun im Halbrund vor der Ministekbank' zu einem wütenden Handgemenge zwischen Lhrifllichfozialen und Sozialdemokraten. Der Sozialdemokrat Zelenka stürmte heran, öffnete Rock und Weste, schob die Aerntel zurück, um sich in düs Kampfgewühl zu stürzen. Der Christlichsoz'iale Binder faßte Zelenkas linken Mm und erhielt einen Stoß in die B r u st. Mit der "Rechten ttüf Zelenka den Christlichsozialcn Krobath ans den K-vPf. Einige besonnene, Sozialdemokraten faßten Zelenka und rissen.ihn aus dem Gewühl. Dabei stieß er den Stenographentisch um. > Mg. Witternigg zerschlug di< Pultlade und schwang die Trümmer drohend gegen den Bundeskanzler. In diesem Augenblick unterbrach bet Präsident di c S rchm n g. Doch dauerte, der Skandal noch geraume Zeit an. 'Wahrend der Unterbrechung der Sitzung sollte die Obmännerkonferenz im Wege einer Parteienberatung irgendwie eine Regelung herbeiführen. Sie wurde jedoch von den Sozialdemokraten nicht Veschickt, die eine Erklärung übersandten, daß sie an Obmännerkonferenzen nicht t e i l n e h m e n können, solange nicht sichergcstellt sei, daß Parteienvereinbarungen auch eingehalten werden. Nach "Wiederaufnahme der Sitzung machte Präsident Dr. Dtnghvfer hievon Mitteilung. Abg. Dr. Gürtler beendete unter dem ohrenbetäubenden Lärm dzr Sozialdemokraten seine Rede. Nach ihm kam der Sozialdemokrat S ch n e i d m a d l zum Wort, der Dr. Gürtler mit Beschimpfungen überhäufte und unter anderem sagte, Gürtler trete hier als Verteidiger jeder Schurkerei, der Frankenfälscher und der Mitzi Schmidt auf. Dr. Gürtler, der der Opposition Anständigkeit predigen wolle, ist Leitartikler der „Börse", eines Blattes, daS in einem Verlag erscheint, dessen Prokurist gegenwärtig i m Landesgericht sitzt, weil der Staatsanwalt gegen ihn die Anklage wegen Erpressung erhoben hat. Es sprach noch der Sozialdemokrat Weiser, womit diese Angelegenheit erledigt war. Der Präsident schloß herauf rasch die Sitzung und gab bekannt, daß er die nächste in schriftlichem Wege cinberufen werde. Das PalWinamandat. ffits dem Memorandum der jüdische« Ratlonairaie» für Palästina. Wie schon wiederhokt berichtet, hat der j ü«. d-L s ch e N a t i o n a l r a t für Palästina am 16. Mai der Regierung ein für die Mandatskormnission des Völkerbundes bestimmtes Memorandum zur Weiterleitung übergeben. Diese Denkschrift faßt in elf Punkten die Beschwerden der Mischen Bevölkerung Palästinas über die dem Geist und Wortlaut der Mandatsbestimmungen insbesondere aber des Artikel 6 des Mandates zuwiderlaufende Tätigkeit der Verwaltungsbehörde zusammen und bespricht eingehend die Unterlassungen in bezug auf die Fragen der Verteilung der Staatsländereien, der Erziehnngsausgaben, der Arbeiter, der industriellen Entwicklung, der öffentlichen Gesnnd- . . . heitspflege, der inneren Organisation der jüdischen Gemeinschaft, der öffentlichen Sicherheit, der Zurücksetzung bet hebräischen Sprache im ' öffentlichen Dienst, der lokalen Verwaltung, der inbirekten Förderung der Bodenspekulation, der Staatsbürgerschaft und :ber Religionsfreiheit (Verletzungen der Gewissensfreiheit bei den jüdischen Beamten des Eisenbahn- und Polizeidienstes). Im'ganzen ist die Denkschrift eine' durch die Anführung von Daten und Tatsachen belegte Ergänzung der in dem Briefe des Präsidenten Weizmann an Lord Plum er gestellten Forderungen. Am Schlüsse sagt das Memorandum: , Die positive Lösung der hier behandelten Fragen, die bereits bei verschiedenen Gelegenheiten zur Kenntnis der Palästinaregierung gebracht wurden, ist eine Vorbedingung für die Existenz und die Entwicklung des Jischuw, ihre Lösung im Sinne der Forderungen moderner Kolonisation und der Mandatsbestimmungen würde eine Stabilisierung der bereits begonnenen Aufbauarbeit und ihrer weiteren ungehinderten Entwicklung mit sich bringen. Gleichzeitig findet es der Jischuw für unmöglich, sich auf dioses Gebiet zu beschränken.' Tie Juden Palästinas haben sich niemals als eine lokale Körperschaft mit engen Gruppeninteressen betrachtet, sondern als das in Entwicklung befindliche nationale Heim. Pros. Rappard, ein Mitglied der ständigen Mandatskommission, hatte die Möglichkeit, sich während eines Besuches in Palästina von der Tiefe dieses alle Teile des Jischuw durchdringenden Gefühls zu überzeugen. Eine Diskussion des Einnxinderungsproblems mit den Vertretern der organisierten jüdischen Arbeiter trug wesentlich zu seiner Aufklärung über diesen Punkt bei. Die derzeitige Lage der jüdischen Massen im Ausland hat dem palästimusischen Jischuw außergewöhnliche Verpflichtungen auserlegt, denen sich zu entzichen ihm moralisch unmöglich ist. Die Vernichtung der wirtschaftliche« und sogiailen Verhältnisse von Millionen Judm in Ostmropa, d'se fett dem Weltkrieg zu ein« nationalen Tragödie geworden ist, macht sicher die Frage dqr Hilfelcftümg in intMNÄtionaÜeml M<chstab zu einem wichtigen PrMem nicht nur für das ganze Judentum in der Zerstreuung, sondern für die gesamte zövllisiorte Well. Die Schließung der Tore jener Ländrrr, die bisher als Einwcmderrmgszentreir für die Juden dienten, hat Palästina nicht nur zur wirklichen und einzigen Hoffnung Zehntausend^ von Inden gemacht, sondern auch zu dem Land, das im größten Umfang fähig ist, die große jüdische Wanderbewegung aufzunehmen. Es bedarf keiner Unterstreichung, daß die jüdl.che Gemeinschaft dieses Landes mit der Last des Ausbaues des nationalen Heims auf ihren Schultern dieser Situation nicht gleichgültig gegenübersteihen kann, insbesondere da die Stärkung und Stabilisierung dieser Gemeinschaft in hohem Maße von dem Eimvgndermlgsstrom abhängig ist. In Jahren energischer Kolons tionsarbeik ging die paläst me nsische jüdische Gemeinschaft durch dtze erste Periode der Vorbereitung, die nötig war, um den Weg für Kolonisationsarbeit in großem Mahstab freiznmachen, den Uebergang der Kolonisation aus der P h a s e d e s Experiments zu ermöglichen und die Vorbereitungen durchzuführen, die in den technischen Zlveigen der Landwirtschaft nötig sind, um es dem Mischen Einwanderer von europäischem Lebensstandard zu ermöglichen, sich in den ganz anderen Wirtschaftsformen dieses orientalischen Landes zurechtzufinden, sich zu erhaltet! und von dem Ertrag seiner Arbeit zu ernähren. Tie technischen Experimente, die so viele Jahre gedauert haben und die die Begründung besonderer Forschungsinstitute (Versuchsstationen, Laboratorien nsw.) nötig gemacht haben, haben uns gelehrt, unsere Tätigkeit den besonderen Kvlonisationsbedingmigen des Landes anzupassen. Es tvar auch notwendig, Pläne rationeller Siedlung s a r b e i t zu schassen, entsprechend -den Bedingungen in verschiedenen Landesteilen. Diese erste Periode ist überwunden, der Weg ist frei gemacht für großzügige, rationelle und erfolgveiche Kolonisktionsarbeit in Palästina von fetten der Juden. Die Verwirklichung eines großzügigen Kolonisationsplanes .auf nationaler und moderner Basis bedeutet vor allem die Durchführung gewisser Aufbauarbeiten, mit deren Vorbereitung die Gemeinschaftsinstitutionen des p a l ä st i n e n s i s ch e n I u d e n t u m s und die Jewish Agency jetzt beschäftigt sind und auf welche wir die Aufmerksamkeit der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes, der Mandatsregierung und der . öffentlichen Meinung der ganzen Welt lenken wollen. Die erste Bedingung ist die Schaffung 9 einer genügenden Bodenreserve für Kolonisationszwecke, ohne die keine systematische Arbeit möglich ist. Es ist Boden in geschlossener Lage und ausreichendem Umfang nötig, um die zweckmäßige Kolvnisationsbasis für intensive Siedlung zu bieten. Es muß festgestellt werden, in welchem Umfang die Lösung durch Beistellung von Regier ungsländereien auf Grund des Artikels 6 des Mandats möglich ist. Die ständige Mandatskommission selbst erörterte die Angelegenheit in ihrer siebenten Sitzung. Es ist unzweifelhast, daß die bei dieser Tagung vor allem ausgesprochene Ansicht, daß der Mangel genügender Bodenreserven einer der Faktoren für die intensive Konzentration Mischer Einwanderer in den Städten ist und der Landhunger eines der ernstesten Probleme der jüdischen Gemeinschaft darstellt, mit der tatsächlichen Lage voll übereinstimmt. Ländereien dieser Art sinv nicht nur in der Gegend von Beisan und im Süden reichlich vorhanden, sondern auch in anderen Bezirken >es Mandatsgebietes. Sie bieten heute Existcnzmöglichkeit für eine k l e i n-e Zahl' arabischer Nomaden. Mit kolonisatorischer Entwicklung entsprechenden Charakters wäre es möglich, eine weit größere Bevölkerung von europäische Wirtschaftsleistung zu erhalten. Tie Frage ist vom Standpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ebenso wichtig wie von dem des Ausbaues des nationalen Heims. Die zweite Bedingung eines organisierten Kolonisations- Projekts ist die finanzielle. Tie Arbeiten ber An siedln na. Entwicklung, Amelioration und Einrichtung, zusammen mit der Errverbung von Reserveboden erfordern beträchtliche Mittel. Ties gilt für alle Kolonisationsländer, auch für die, deren natürliche Hilfsquellen weit bedeutender sind als die Palästinas, und gilt doppelt für dieses Land. Die beträchtlichen Geldsummen/ die bisher für Kolonisation erforderlich waren, kamen von den jüdischen Fonds. Es bestehen zwei nationale Fonds dieser Art: der Na Nona lfonds, dessen Aufgabe die Erwerbung von Boden und die Durchführung von Ameliorationen ist, und der Keren Hajessod (Gründungsfonds), der seine Mittel für die allgemeine Kolonisationsarbeit verwendet. Die Eingänge ans diesen beiden Fonds betrugen für die Periode 1920 bis 1925: Jüdischer Nationalsouds 821.996 Pfund, Gründnngssouds 2,144.371 Pfund; die gesamte Investition dieser Fonds in Palästina erreichte die Summe von 3,130.876 Pfund. Dabei nmß beachtet werden, daß diese Summen nicht gänzlich für die Kolonisationsarbeit verwendet werden konnten, da es nötig war, mit einem beträchtlichen Teil dieser Einnahmen Aufgaben zu erfüllen, die in anderen Ländernder Regierung obliegen. Der Uchergang zu einem umfassenden und systernatim Entwicklungsplan, der durch die LM des MschM _18. Juni 1926 _ Nr. SS88 Volkes gebieterisch gefordert und durch de« Fortschritt der jüdischen Bevölkerung Palästinas ermöglicht wird, tarn jetzt nicht mehr durch die Verwendung dies« Instrumenta allein, wie bedeutend sie sstn mögen, erzielt werden. Ein solcher Entwickdmgsplani fordert die Mobilisierung finanziell« Möglich ketten, in einem solchen Umfang, wie sie dmch Fonds mrs Grrmdlajze freiwilliger Spenden nicht durchgesührt worden kann, selbst wenn ein starker nationaler Enthusiasmus als treibende Kraft hinter ihnen steht. Andererseits ermöglicht der heutige Stand der Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Palästina die Ausstellung eimes genauen Siedlungsplanes auf Grundlage seines sicheren Kreditsystems. Eben jetzt sind die KolonissMons- und Finanzvrrungskörperschasten mit der Prüfung der verschiedenen, mit der Durchführung einer großen Anleihe velrbundonen Fragen beschäftigt. Mehrere Pläne bezüglich der Methoden, nach denen eine solche Anleihe aufgebracht worden und die damit verknüpftem Probleme gelöst werden könnten, zum Beispiel Ih juristische Sötte der Anleihe, ihre Zweckbestimmung, die Schaffung einer richtigen Verwaltung, die Sicherstellung von Kapital und Zinsen, erfahren jetzt ernste Prüfung. Der jüdische Jischuw ist überzeugt, daß er aus die moralische Unterstützung und auf die politische Hilfe des Völkerbundes und der ^Mandatsr-egievung rechnen kann, -wenn er daran geht, angemessene Mittel aufzubringen, um etwas zu unternehmen, was nicht nur ein Werk der Kultur und Erlösung für die Massen Erstellt, deren Existenz bedroht ist, sondern auch ainen Versuch, ein verödetes tntb vernachlässigtes Land wieder aufzubauen. . Der jüdische Jischuw weist daraus hin, daß er in dieser Beziehung wie in allen Angelegenheiten, die sich auf die Errichtung eines nationalen Heimes in Palästina beziehen, in voller Uebwreinstimmung und enger Zusammonarbert mit der Jewish Agency steht, die er als die legitime Vertretung des jüdischen Volkes inder ganzen Welt betrachtet, mit dessen Schicksal das der jüdischen Gemeinschaft in Palästina unlösbar verknüpft ist. Das Memorandum, das „namens der Exekutive des Waad Lenmi der Juden Palästinas" überreicht wird, trägt die folgenden Unterschriften: Josef Aharonowitz, Rabbi Mosche O st r o v s k Y, Eli'cchu Berlin, Meir Diseng o f f, Dr. Jakob Thon, David D -e ll i n, Dov. Ka z e» nelson, Dr. Zenzion Muss e n s o h n, Josef M e j o-> chas Und Chain Margolit-Kalvariski. Eine Rede Weizmann» in Berlin. Berlin, 16. Juni. Für Dienstag abends lhatte die Zionistische Vereinigung für Deutschland zu einem Gesellischaftsabend in die . Philharmonie eingeladen. Ein zahlreiches Publikum begrüßte Weizmann mit stürmischen Ovationen. Nach der Begrüßung der Versammlung durch den Vorsitzenden der Vereinigung Herrn Kurt Blumenseid hielt Prof. Weizmann eine längere Rede, in der er ein Situationsbild der Lage der Mischen Arbeit in Palästina in großen Zügen zeichnete. Drei Tatsachen arbeitete er scharf heraus: in den acht Jahren seit der Begründung des Mandats ist die Lage st a b i l g e w o r d e n, ist die jüdische Siedlung in immer zunehmendem Maße gewachsen, hat sich das Verhältnis zwischen Juden und Arabern immer mehr beruhigt. Palästina war vor vier Jahren ein Land, dessen Verwaltung bankrott war, heute aber einen Uebevschuß von 1,2 Millionen Pfund herausjwirtschastet, seinen Teil an der o t t o m a n i sch e n Schuld bezahlt und so die Stimmung des englischen Wählers günstig für sich beeinflußt hat: Eine Anleihe für P a l ä st i naausdem englischen Markt st e h t unmittelbar bevor. Die Länder im Norden und im Süden, Syrien, Transjordanien, Aegypten sind in schwerer Krisis; große Heere lagern in ihnen zur Ausrechterhaltung der Ruhe. Palästina aber hat nur 250 Soldaten und 1000 Mann Polizei zur Auftechtechallnng der. Ruhe notwendig. Die jüdische Einwanderung ist in den Jahren daher ständig gestiegen und hat'sich jetzt aus einen Status stabilisiert, nach den! etwa 2500 Einwanderer monatlich ins Land strömen. Das Verhalten der Gwßmächte zum Zionismus ist durch die tvirtschaftliche und politische Leistung m Palästina w e s e n t l i ch p o s i t i v e r geworden. Aber schon beginnt die Enge des besiedelbaren Landes, Zukunftsprobleme hcrauszubeschwören. Atter Wahrscheinlichkeit nach wir>d es in zehn Jahren kaum mehr freies Land geben, falls die Einwanderung anhält. So wird man suchen müssen, Transjordanien als Siedlungsland zu erschließen. Das aber bedeutet: friedliche Beziehicngen zu den Nachbarn sind lebenswichtig für das Gedeihen des Zionismus. Es gibt keinen Derech hanlelech (Königsstraße) nach Palästina. Alles inuß langsam und nt i t Geduld getan werden. Wir machen den Fehler, daß wir den Engländern unser Temperament anfKvingen wollen, statt von ihnen Geduld zu lernen. Die Engländer haben immer gesiegt durch Warten. Bei unseren jetzigen Mitteln, hei dein jetzigen Stand des öffentlichen Gewissens in der Welt kann durch Unged u l b nichts gewonnen, aber viel verloren gehen. Wir sind in der Welt ein Stück vorwärts gekommen. Jetzt muß mau für die Konsolidierung des Erreichten sorgen, bis sich wieder eimnal eine Gelegenheit ergibt, einen nl ä chtigen Sprung zu tun. Vielleicht werde ich dieses Neue nicht mehr erleben. Die Bürde, die Zukunft vorzübereiten, lastet schwer a>nf den Führern. Nachdem Weiznrann geschlossen hatte, brach m inntenl a n g e r Beifall los. Tie ganze Bersanuulung erhob sich von den Sitzen, um Weizmann zu feiern. Mit dem Absingen der ZatikwaZ,Mloß der offizielle.Teil des Abends,