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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-14 · Heft 2624 (14.6.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2624 (14.6.1926)
Date
1926-06-14
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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M. NM M4ü, MoMg WkeMe 14. ^iwi 1926 SeMch Schatzkammer zu betreten. MS Cinlaßkarte dient vielmehr ein Ausweis, der von dem Verwalter der Kammer nach genauer Prüfung, wer der .Besucher ist, ansgehändi-gt wird. Dem Besucher wird ein Mantel mit langen Aermeln augezogen, die am Ende zu genäht sind, so daß der Betreffende nichts mi-t den Fingern berühren kann; sechs Leute belvachen jeden Besucher, wobei mir immer eine Person zur Besichtigung hereingelassen wird. Die Juwelen befinden sich hinter dickem Glas, jedes Schränkchen ist mit einer Alarmglocke versehen und mit dem Wachzimmer verbunden. Unter besonders strenger Bewachung befindet sich die große, aus dem Jahr« 1736 stammende Zarenkrone, die mit Brillanten, Smaragden und Rubinen im Gewicht von 8896 Karat geschmückt ist. Ferner befindet sich dort auch eine Reinere Krone mit 981 Karat Brillanten und in einem separaten Schranik einer der größten Sterne der Welt, „Der Ovlow". Äer Trick der ffinbrechers. Er agentiert mit Sicherheitsschlössern. vorgestern wu-üX in Simmering durch die Geistesgegenwart der Rechtsanwaltsgattin Irina K e st l e r der wiederholt vorbestrafte Leopold Ryder festgenommen, als er sich nach einen! erfolgreichen Einbruch in der Wohnung des Rechtsanwalts entfernen wollte. Er -hatte sich einen besonderen Trick znrechtgelegt, um die für einen Einbruch in Befracht kommenden Wohnungen auszukundschaften. Er agen- 'tierte nämlich mit patentierten Sicherheitsschlösse,rn, ging von Tür zu Tür und rühmte den Parteien, bei denen er vorsprach, die unbedingt« Sicherheit des von ihm vertriebenen Sicherheitsschlosses gegen Einbruch. Bei seiner Verhaftung fand man ein solches Musterschloß und das Bestellbuch zugleich, aber auch eine große Anzahl von S ch m u ck f a ch e n, Uhren und anderen Wertgegenständen, die aus Einbrüchen Zerrührten, bei ihm. Wien, 14. Juni. Todesfall. Gestern ist die Hoteliersgattin Frau Malvine Barsch-ak verschieden. Das Leichenbgegängnis fand heute, 14. d. M., um 10 Uhr vormittags vom Trauerhanse, 2. Bez., Gr. Schiffgasse 3, a-us statr, die Beerdigung um halb 12 Uhr auf dom Zentralfriedho', 3. Tor. * Das erste Todesopfer der Badezeit. Der 43jährige städtische Angestellte Johann Eßler, 16. Bez., Thalheimergasse 37 wohnhaft, badete gestern nachmittags im Ersten Mühlwasser in der Lobau und sank plötzlich unter. Man zog ihn wohl ans Land, allein die von der Rettungsgesellschaft angestellten Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg. Der Mann war schon tot. * Selbstmorde. Am 11. d. nachts wurde in den An-, lagen beim Westbahnhof der 38jährige stellen- und obdachlose Privatbeamte Anton Bruckner aufgefunden. Er gab an, eine arsenikhältige Flüssigkeit wegen seiner Notlage getrunken zu haben. Bruckner wurde ins Allgemeine Krankenhaus gebracht und ist dort gestern um 4 Uhr früh gestorben. — Vorgestern nachts hörte der Oberwachmann Daniclis ans der Richtung des Zelmka-Denlkmals im Stadtpark zwei Schüsse fallen. Er eilte hin und fand einen jungen Mann mit einer Schußwunde an der linken Brustseite. Er konnte nur noch mit schwacher Stimme angeben, daß er der 26jährige in Laa am Berg wohnhafte Chemiker Theodor T. G. sei und verfiel dann in Bewußtlosigkeit. Die Tat hat er wegen Arbeitslosigkeit begangen. Er wurde von der Rettungsgesellschaft in die Unfallstation gebracht. * Der vermißte Praktikant Kiintzlsr aufgegriffen. Mehrfach wurde über Pas Verschwinden des 16jährigen Praktikanten Franz K ü n tz l e r berichtet, der seit dem 11. v. M. aus der elterlichen Wohnung, Allerheiligenplatz 10, vermißt war. Allerlei Kombinationen wurden in der Folge an sein Fernbleiben geknüpft. Nun traf aus Berlin an die Polizeidirektion die Mitteilung ein, daß Küntzler dort» aufgegriffen worden ist. Er wurde im Wohlfahrtswege nach Passau gebracht und wiri> von dort nach Wien geleitet werden. * Maimonides-Justitut, 3. Beg., Hetzgasse 40. Heute, 6 Uhr, Rabbiner Dr. A. Kaminka: ,,Hiob". 7 Uhr, Rabbiner Dr. A. Kaminka, More Nebuchim (Prophetie auf Grund der Funktionen der Intelligenz). ÄUS der Wertftatt de» Bache«. Bei der Frankfurter SoeiLtätS-Druckerei, Frankfurt, b sich ein Buch von Nud.olf ü i r ch n e r. London, in Vorderdas die b e d e u t e n d st e n Persönlichkeiten englischen Politik, Wirtschaft und Pr in Wort und Bild festhält. * Unter dem Titel „Geist und G-r sicht des Bolschewismus" veröffentlicht Rens F ü l ö p - M i l* l e r im Amaltlieq-Verlag (Wien) die erste autbentllche, mit 800 meist unbekannten Bildtafeln heleste Darstellung des tulturellrn Lebens in Sowjetrußland. ch Die Lieb »-sbriefeFerdtnandRaimunds erscheinen zum ersteil Male gesammelt als Band IV der großen historisch-kritischen SäkularanSgcibe bei Anton Schroll & Co., Wien. ch Paul Belker, der hervorragende Biograph Beethovens und Wagners, hat ein neues, muMistorilchrs Werk geschrieben: „M u s i k g e s ch i ch t e a l.S G e s ch t ch t e d e r musikalischen F o r m w a n d l u n g e n". da« demnächst in der Deutschen Verlage anstakt, GtuitgaU, herauSkommen wird. ch Der Verlag Albert Langen in München kündigt in einer Erstauflage von 10.009 Exemplaren den neuen Roman „Charlotte L ö w»« n s t ö l Ir von Selma Lagerlös an. ch Bisher unbekannte M e t st e r n o v e l l e n D s ch e» ch.o w s; 3 der Verlag Paul Zsolnay (Wien) MSN dem Titel „D e a r z-s M ö»mch" heran». Hakoah geschlagen! Der SvorMub erzielt in der vorletzten Minute de« einzige» Treffer de» Meies. Hohe Warte. 16.000 Zuschauer. Schiedsrichter Müller. Sportklub: Edi; Beer, Teufel; Wiedermann, Micka, Lowak; Struad, Schreiber, Hötz, Pillwein, Pammer. Hakoah: Fabian; Scheuer, Gold: Heß, Drucker, Pollak; Nenfeld, Wortnrann, Schönfeld, Eisenhoffer, Schwarz. In den Freudenbecher Hakoahs ist gestern ein Wermuttropfen gefallen. Nach den amerikanischen Triumphen und dem samstägigen glanzvollen Begrüßungsabend wirkt die gestrige Schlappe beim Debüt auf dem grünen Rasen in Wien doppelt peinlich. Vollends tragisch wird die Niederlage, da sie fast in der letzten Spielminut« durch Fehler des ganzen Verteidignngstrios zustande kam. Es war ein hartes Ringen, ein Kampf voll der Spannungen und wechselvoller Situationen. Das schnelle Tempo sah ba-ld die eine, bald die andere Mannschaft im Angriff, wodurch beide Tore oft und oft in gleichmäßiger Weise gefährdet wurden. Ganz im Sinne der alten Tradition entpuppte sich der Sportklub auch diesmal wieder als überaus zäher Widersacher der jüdischen Mannschaft. Fast die gleiche Mannschaft der Dornbacher, die vor 14 Tagen gegen Admira einen kläglichen Zusammenbruch ans eigenem Platze erlitt, entfaltete gestern nicht nur den stärksten Widerstand gegen Hakoah, sondern konnte auch in der zweiten Hälfte lange Zeit hindurch die Initiative des Spieles behalten. Dennoch muß man sagen, daß der Sieg weder der einen noch der anderen Mannschaft gebührt hätte, denn ein unentschiedenes Ergebnis wäre der richtige Ausdruck nicht bloß des Kräfteverhältnisses, sondern auch der beiderseitigen Chancen gewesen. spielt und knapp danebenschießt. Eine Vorlage Wortmanns flankt Nenfeld, Schönfeld überspringt, Eisenhosers Schuß geht' über die Latte. Die 16. Minute bringt -die Wiederholung dieser Szene, nur gelangt der Ball zu Schwarz, der scharf aufs Tor schießt. Es ergibt sich die vom Schiedsrichter nicht anerkannt Goalsitnatiou. Einige schöne Schüsse Eisenhofers bringen nichts ein. Der Sportklub wird offensiv und Strnad schießt knapp daneben. Nach ausgeglichenem Spiel hat Strnad wieder eine Chance, verschießt jedoch hoch. Schönfeld wird zu Fall gebracht, den scharfen Strafstoß Eisenhosers hält Edi. Hakoah spielt zuviel in die Breite. Vor dem Hakoah-Tor gibt es eine brenzliche Situation, Fabian liegt am Boden, Korner. Na^ einem Korner gegen Sportklub verschießt Eisenhofer knapp. Nun kommt eine der schönsten Aktionen des Spieles; Schönseld legt Nenfeld großartig vor und übernimmt dessen Flanke volley. Edi hält und gleich darauf auch den Nachschutz Schönfelds. Dann ergibt sich ein angeschossenes Hands Scheuers im Strafraum Hakoahs. Eine kritische Situation vor dem Sportklub-Tor wird abgewehrt. Ein schöner Schuß Pamers nach Fehler Schoners geht knapp daneben. Höß spielt sich durch, den sicheren Treffer verhütet Fabian, indem er sich ihm entgogenstellt. Die letzte Minute der ersten Hälfte, bringt einen herrlichen Stangenschnß Neufelds. .Das Eckenverhältnis ivar bis zur Pause 5:3 für Sportklub. Nach der Pause Außerdem gab es in diesem Spiele in der 16. Minute eine Situation im Sportklubtore, die von den meisten Zuschauern als klares Goal bezeichnet wurde. Ein scharfer Schuß Schwarz' war von der Stange an den Körper des am Boden liegenden Edi hinten geprallt und irgendwie konnte der Liegende den Ball wieder hinausbesördern. Auch ein in der letzten Minute der ersten Hälfte an die Qnerlatte anspringender scharfer Ball Nenfelds wäre unhaltbar gewesen. Schließlich muß noch erwähnt werden, das; unmittelbar vor dem Treffer des Sportklubs Schiedsrichter M ü l l e r eine in weiterer Folge vielleicht das ganze Spiel entscheidende fehlerhafte R e g e l a u s l c g u n g traf. Statt gegen den Sportklub diktierte er ein Foul gegen die jüdische Mannschaft, wodurch die Dornbacher in Front kamen und im weiteren Verlaufe die Situation entstand, aus der der Sportklub seinen Sieg schöpfte. Immerhin, Hakoah konnte gestern nicht befriedigen. Es fehlte zunächst die Präzision des Z n s a m m e n s p i e l c s »nd. der Z n s a m m enhang zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Bor allen: fehlte der Mannschaft das Rückgrat, das heißt der überragende Mittelläufer. Drucker w ar'gestern keineswegs a it f der Höh c. Er lies; sehr häufig die'Verteidiguug im Stich und verdarb viel durch ungenaues Zuspiel. Er fehlte sehr oft dort, wo er hätte sein sollen oder wo man ihn gebraucht hätte. Sein Gegenüber Mika leistete zwar nnanffällige, aber' umso nützlichere Arbeit. Die Flügelläuser Hakoahs übertrasen ihren Mittelmann, taten aber für den Angriff zu wenig. Höß bot eine gute Leist u n g, Pollak zeigte in einigen Situationen Härte und Kaltblütigkeit. Der Angriff Hakoahs zeigte keinen besonderen Zug nach vorne. Es wurde zu viel in die Breite gestp i e l t u n d auch eine falsche Taktik a n g e w e n d'e t.. So forcierte der ziemlich in ü d e und unbewegliche W o r t m a n n immer wieder Nenfeld, auch wenn die Situation eine Wendung nach der anderen Seite erfordert hätte. Eisenhofser wieder ließ Schwarz zumeist unbeschäftigt, so daß der Schwerpunkt des Spieles immer nach der gleichen Seite verschoben wurde, was die Abwehrarbeit der Gegner erleichterte. Mit seinen Schüssen hatte Eisenhoffer wiederum ausgesprochenes Pech. Vor der Panse regnete ein Hagel von Geschossen, deren Erzeuger Eisenhoffer war, gegen das Tor des Sportklubs. Zumeist gingen sie aber daneben oder darüber. Nach der Pause kam Eisenhoffer auch kaum mehr zum Schuß. Schönfeld zeigte einige Male wunderschöne Ballvcrmittlnngen und Vorlagen, einmal schloß er eine von ihm eingelcitete Aktion Neufelds mit schönem Volleyschuß ab, den aber Edi hielt. Schönfelds B e w e g l i ch k e i t scheint Wohl gewachsen zu sein, aber kein einziges Mal war zu sehen, daß er den Ball gehalten oder geführt hätte. Und das muß doch Wohl ein Stürmer. Ncnsel-ds Zug zum Tor ist der gleiche geblieben, er wurde jedoch nie so frergespielt, wie es Häusler seinerzeit traf. Seine Flanken wurden von seinen! Partner nicht ausgenützt. Schwarz kam zu wenig ins Gefecht, er verdarb aber nichts. In der Verteidigung hat sich Scheuer tatsächlich v e r j ü n g t. Er lieferte die längste Zeit sein bekanntes schneidiges Abwebrspiel, Projizierte auch erstaunlich reine Stöße. ' Der einzige Treffer Sportklubs begann freilich schon mit enpnn Fehler Scheuers. Gold arbeitete hart und energisch, ohne N e b e r r a g e ndcs IN zeigen. Fabian meisterte einige ganz schwere Bälle, die Entgleisung beim einzigen Treffer machte aber auch bei ihm nicht Halt.. Weder Tempo noch Stil der gegen Schlttß ziemlich nachlassenden Hakoah-Mannschaft waren gestern ans voller Höhe. Auch die Taktik am Schlüsse war nicht entsprechend, da in den letzten Minnten das unentschiedene Ergebnis durch Zurückziehen von Stürmern zn halten gewesen wäre. Der Sportklub lieferte eigentlich kein besonders fruchtbares Spiel. Jeder tat sein Möglirlsttes. ES wurde mehr m i t S ch w n n g als mit wohldurchdachten Ansbanzügen gearbeitet. Als wertvolle Kräfte erwiesen sich besonders Mika und H ö ß, selbstverständlich!var Edi wie immer gegen Hakoah in Hochform. Das Spiel. Stürmisch begrüß t, betreten die Hakoahuer das Feld. Daun kommt der Sportklub, Hakoah überreicht ihm einen Wimpel und erhält einen schönen Kranz. Der Sportklub greift an und hintereinander klärt Pollak zweimal. Schwarz übernimmt, geht durch, seinen Ball faustet Edi weg. Wortmann arbeitet sich eine gute Chance aus, wird aber abgedrängt. Der erste Korner für Hakoah ergibt sich. Sportklub ripostiert und erzielt zwei Korner. Einen dnrchgelogten Ball erreicht Schönseld, wird aber foul angegangen. Obwohl er den Ball behält, pfeift der Schiedsrichter ab. Nenfeld kommt schön vor, b e h ä l l t aber den Ball z u lang e. Dann gibt es einen Korner gegen Hakoah und Fabian hält einen schweren Pall. Schönseld legt Nerrfeld vor, der stÄ bis zur Mitte durchbewegt sich das Spiel.zunächst in der Feldmitte. Dann kommt Hakoah vor und Neufelds Schuß wird von Beer weggeköpft. Der hohe Graswuchs des Vienna-Platzes ist ziemlich hinderlich. Eisenhofer stürmt vor, der Ball wird znm Korner gerettet. Ein Schuß von Höß geht knapp daneben, Wortmann zögert zu viel und zeigt sich überhaupt als zu langsam. Dann kriselt es vor dem Hakoah-Tor durch ein Mißverständnis der Verteidigung. Nach dem sich daraus ergebende!! Korner sendet Mika ans dem Hinter h a l t einen sehr gefährlichen Ball aufs Tor, den Fabian nur mühsam znm Korner bringen kann. Schwarz und Eisenhofer versuchen durchzukommen, rn Goalnähe können sie jedoch nicht znm Schuß gelangen. Ein schöner Vorstoß Neufelds wird durch Kövst.er «.chonselds beendet, Edi hä!:. Gleich darauf geht ein Schuß von Schwarz knapp an: Tore vorbei, tllach einem Korner gegen Hakoah geht der Ball an die Stange. Ein Vorleger Eisenbofers gelangt zu Neuselo, der daneben schießt, Wortmann gibt immer wieder zum gutgedeckten Nenfeld, statt nach links zu dirigierni. illach einem Angriff des Sportklubs erhält Strand in auZsichtsreicher Lage den Ball, doch Fabian wehrt den Nach''ch>lß ab. Es gibt einige Korner ccacn Hakoah, worauf Ne:r>.b durch einige Läuse das gegnerische Tor in Gefahr bringt, es geht jedoch keiner seiner Partner mit. Ha:c. ab läßt nach, dvch wog: das Sr:el hin und her und bringt rasche Abniechslnng. Sckwn scheint das Resultat unentschieden zu bleiben, als M : l i?' eine Fchients'ch? '- buttg begeht und foul gegen Hakoah diktiert. Der Ball wird, zwar abgewehrt, doch gelangt der Sportklub wieder^in Front. Scheuer startet zn spät, auch Gold ist zu spät zur Stelle, Fabian versucht, -durch Herauslaufen noch zn retten, doch Hötz ist schneller und entwischt an den! am Boden liegenden Fabian vorbei mit dem Ball, den er ins Tor rollt. (44. Minute.) Der große I übel beweist, daß ein großer Teil des Publikums -der Hakoäh die Niederlage gönnt. Die letzte Minute ändert an dem Resultat nichts mehr. Das Ko-rnerverhältms der zweiten Hälfte war 5:2 für SporMub. - „ExhiSMonSkMttPf" der JÄnMeri, Hakoah-Schüler gegen Amateur-Schüler 3:1 (2:1). Ein hochinteressantes Zwis-chenspiel gab es gestern auf der Hohen Warte Mischen den beiden Meffterischäftsikämpfen. Stürmischer Beifall des Publiikums verlkündete das Nahen einer Hakoah^R-annschaft und siehe'-da: Es waren nicht die Amerikasahrer, sondern der j ü mg-st e N ach- >w i: ch s d e»s j üb i s ch e n Vereines, der das Feld betrat. Hakoahs Schüler m a n n j ch a f t, Keine, ztwölf- bis piergehnjährige Jungen nahmen Ausstellung, um gegen die Gleichaltrigen der Amateure, die aber um vieles kräftiger waren, zu spielen. In einem zweimal 15 Minuten dauernden Match wurde nun tatsächlich von den Zwei Juniorenmannschaften ein wahres S e n s a t i o n s s p i ell geliefert. Besonders die Knirpse Haikoahs zeigten alle technischen «nd taktischen -Finessen, wie sie die Großm der evsten Mannschaft — nicht immer haben. Es war erstaunlich anznsehen, wie die kleinen Hckkoahner bei ständiger Ueberlegenheit -den schweren Ball in hohen! Grase nreistert-en und sich mit den Dimensionen des Platzes zurecht f-anden. Gleichmäßige Ausbildung beider Beine, verblüssende Ballbehandlung, Kop-Mel, ständige Bewegung aller elf, sowohl im Zuge zum Angriff, wie in der Verteidigung, überraschten die Anschauer, vor deren Zahl sich die Jungen keineswegs besangen zeigten. Man kargte auch nicht mit Bestall rmd allgemein Nxrr der Wunsch, solche ,-Exhibitionsspiele" des 9fteven zu. sehen. Die Arbeit jener, denen dieses unglaubliche Niveau der Jüngsten zu danken ist, -kann nicht hoch genug veranschlagt werden. Dieses Intermezzo war sicherlich das Erquickendste des gestrige» langen Nachmittags aus der Hohen Warte. Die kleinen H a k o a h n e r s-ie g t e n 3:1 (2:0); zwei Tore schoß Ouartner, einen Elfer verwandelte kaltblütig- und vorbildlich für Angehörige der ersten Mlnirschaft der kleine' F i s ch e r. Ans einem .Korner konnten die Amateure durch; ein Eigentor H ä n s l e r s erfolgreich sein. Die Hakoahner spielten in folgender Aufstellung: Hasp-el, Arbeit,! Schwei nbürger, Franzos, W eüß, .$*£ein, Weitst ein, Birnbaum 3, Häusler 3, Qnardn-er, Fischer. Schiedsrichter- Kaufmann l)atte das Spiel stetsl m der Hand. Nach einem nichtgegebenen Kopßgoal FischerSl zog er sich besser! Unwillen zu. Hakoahs Sieservemannschast verlor gegen SpoM«b-j Reserven 2:3 (0:1). Voglsänger n-nd Dnldig verschuldeten Kveij Eigentöre. Die Niannschafi spielte in folgender '-Aufstellung^ Dnldig: Voglfänger, Teller; Frieü. Roseikbarun, Schwapz^Lil Katz, Grünwald, Küstler, Wegner 2, Gvüiste^- 2. Die - Tores Hakoahssck-offen. Fried «nd'-ArÄ-nseüd.

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