Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2621 (11.6.1926)
- Date
- 1926-06-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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«M natmechten, besten Weinen li p*o mbl«Nen Has<Ji»i» (Erfaß’des Ackerbaitmhristeriums ZI. 16499/474 ex 1904) ® egen (kippe bestbewäbM WS EMLL ZU HABEN I «Aw-Mhes aüe im Rate vertretenen Mächte Vertreter cntsollen, .zu Mertveisen. Der britische Außenminister C hm m b c rl a i n schloß siH-<r»esiem Antrag am Hierauf wurden der französische VpVWag nnd der tschechoslowakische Zusatzantrag vom Rst gen e h in igt. me._n*_* SC5iWp BÜßT vvllp E-mcksÄar^er Dr. Ra mmet wird am Dienstag nach- . «MaG im Havptansschuß des Nationalrates Bericht über die VerhaMmigM der Bundesregierung in Genf erstatten. Arr-den beiden letzten Tagen fanden unter dom Vorsitz des Münsters Dr. Recs.ch Parteienbesprcchungen über die A n- F^ftre^lWe nwe r f l ch er.um.g statt.' Die Besprechungen Müen z« kei-nem e.-n dgÄ Ick üge n Resultat. Es wuche^LeMoffen, die Beratungen heute fortzusctzen. Die Parateren emigsten sich dahin, daß der Ausschuß für soziale Verwaltung für nächste Woche eiuberuscn und im Ausschuß die "Generaldebatte Wer die Lugeftellterwersichernng fortgeführt werh. WWdeut SMel Wer die «me Schulreform. In einer Prefsekoufereuz, die gestern um 12 Uhr mittags im Gebäude des Stadtschulrates stattfand, erklärte der Präsident des Stadtschulrates Glöckel, daß der am 1. Juni veröffentlichte Lehrplan für das erste bis fünfte Schuljahr der allgemeinen Volksschulen" sowohl deni Siaatsgrmrdgesetz, das die interkonfessionelle Schule Vorsicht, als auch den auf Grund fünfjähriger praktischer Erprobung und eifrigsten theoretischen Studiums abgegebenen Gutachten der überwiegenden Mehrheit der österreichischen Lehrerschaft (80 bis 90 Prozent) widerspricht. Der Stadtschulrat hat am 1. April 1925 an das Bundesministerium für Unterricht den Antrag gestellt, den Lehrplan aus dem Jahre 1920, der damals in den Wiener Schulen provisorisch eingeftihrt wurde, definitiv zu verfügen. In dem soeben ungeordneten Lehrplan hat nun das Bundess Ministerium für Unterricht diese Vorschläge des Stadtschulrates unbeachtet gelaffen, der Lehrplan bedeutet in seinem GrwrdaufLau und seinen Tendenzen ein Zurückgehen hinter das Jahr 1884 und er will insbesondere die Konfessionsschule auf Umwegen einschmuggeln. An Stelle der neuen Erarbeitungsschule kehrt er zur alten Lernschule zurück, die das Gedächtnis des Krudes überlastet und das Schöpferische in ihm unbeachtet läßt. Der Wiener Stadtschulrat wird die Durchführung dieses Lehrplanes nicht zulassen. Die Verhandlungen mit dem Buudesmmisterium für Unterricht werden noch geführt, die Entscheidung soll heute oder morgen fallen. Sollte aber keine Einigung zustande kommen, könnte es zu schweren Konflikten M-schen dem Stadtschulrat und dem Ministerium kommen, die die Autorität bei Schule schwer schädigen würden. Ferner beabsichtigt der Wiener Stadtschulrat, vom Beginn des neuen Schuljahres alle Wiener Mittelschulen nach der neuen Type der deutschen Mittelschule zu organisieren, deren Grundgedanken die Berücksichtigung aller Jntereffenkreise und Begabungsrichtungeu der Kinder und die Hinausschiebung der Entscheidung für eine bestimmte Studienrichtung bis zum 14. Lebensjahr sind. Erst in diesem Zeitpunkt soll sich der Schüler, beziehungsweise seine Eltern entscheiden, welche Oberstufe sie wählen wollen. Es gibt deren nämlich drei, eine mit Latein, die andere, in der lebende Sprachen unterrichtet werden, und eine dritte, die das Hauptgewicht aus die deutsche Sprache legt. Außer der Reform des Schulwesens soll auch eine Reform der Lehrerausbildung Platz greifen, und als ersten Schritt hiezu betrachtet der Stadtschulrat den langsamen Abbau der Lehrerbildungsanstalten, an deren Stelle die Hochschulausbildung der Lehrer treten soll. Sem Streik der Mittelschullchrer. Die Verhandlungen der Regierung mit den Mittelschullchrern gelaugten gestern zum Abschluß und endeten mit eimm Er folgderMittelschullehrerschaft. Sie ergaben die Wiederherstellung des Besoldung? Verhältnisses von 1917 soweit dies bet der augenblicklichen finanziellen Lage möglich erschien. Damit ist die Hauptforderung des Verbandes der Mittelichullebrer zum größten Teil erfüllt. Wenn auch die Erledigung einer ganzen Reihe noch offener Fragen auf die nächste Woche vertagt werden mußte, so ist damit doch eine w e f* ntiche En tspannung derLage eingetreten. Wien. 11. Juni. * Schulreform und Politik. Zwei Autoritäten auf dem Gebiete des österreichischen Schulwesens bekärnpfen einander, verhandeln, einigen sich und gehen wieder auseinander: das Bundesministerium für Unterricht und der Wiener Stadtschulrat. Hie Exponenten der christlichsozialen Partei, dort Sozialdemokraten. Von beiden Seiten wird die Einmengung der Politik in die Schulfragen schroff geleugnet und scharf bekämpft. Ganz anders sehen aber die Taten aus: während die einen den klerikalen Geist der alten Drillschulc wieder erwecken wollen, schaffen die anderen neue, freiheitliche Schultypen. Die politischen Anschauungen begegnen einander aus .kulturellem Gebiet -_Wiener Morgenzeilun-_? und nehmen hier eben geistige Fornien an. Sehr mager würde der politische Gehalt einer großen Bolkspartei aussehen, wenn sie auf jeden Einfluß auf die knltnrellcn Fragen des Volkes und insbesondere ans die wichtigste dieser Fragen, auf das Schulwesen, verzichten würde. Andererseits darf die Schule abve nie zum Werkzeug der politischen Ziele einer Partei genracht werden. Es ist zweierlei: die kulturelle Weltanschammg auch im Schulwesen verwirklicht zn sehen oder ans der Schule ein Reservoir für Parteimitglieder und einen Hort der Reaktion zu niachen. Und in diesem Sinn ist sicherlich die Glöcklsche Schulreform viel eher unpolitisch als die Katechctencrlässe und rückschrittlichen Lehrpläne Schneiders. Die Reform baut sich nämlich auf ans den modernsten pädagogischen Einsichten, und ihr vornehmstes Ziel ist, gerade die Unterschiede zwischen den Schülern sowohl nach dem Stand und dem materiellen Wohlergehen als auch in gewisser Beziehung nach der Begabung ausznglcichen. Die allgemeine Mittelschule zum Beispiel soll allen jungen Menschen die Möglichkeit geben, so viel Wissen, Bildung und körperliche Tüchtigkeit zu erreichen, und im 14. Lebensjahre erst darüber zu entscheiden, was nian im Leben an Besonderem lernen, leisten und werden will. In diesem Sinn ist die Schulreform unpolitisch. Sie will allen Volksschichten und jedem Knltnrideal dienen. Der Kampf um ihren Inhalt ist aber unzweifelhaft ein politischer und die Beteiligten sollten sich dessen ani allerwenigsten schämen. Sie kämpfen diesmal um eine bedeutende und große Sache . . . Und sie mögen dabei auch bedenken, daß bei dieser Frage ihr Wert und vielleicht auch ihr Lcbcnsschicksal zur Entscheidung kommt. l. th. * Das Wetter. Gestern herrschte tagsüber warnies, heiteres Sonimerwener. Gegen Abend begann es zu regnen, worauf merlliche Abkühlung eintrat. Die Voraussage lautet r Drück» u n q, zeitweise Regen westliche Winde. * Gustav Groß. Der Präsident des Deutschen Schulvereines und der verkrachten Nordisch-österreichischen Bank, Professor Dr. Gustav Groß, ist vorgestern 70 Jahre alt geworden. Seine Stellungnahme für den aktiven Antisemitismus ist noch Erinnerung. Er war einer der liberalen Deutschen, die für die Schmidtsche Resolution, den Numerus clausus, in namentlicher Abstimmung votierten. Er hat auch sonst zu den Förderern jener Arisierung gehört, die die Ablehnung der Juden in beleidigender Absicht durchführt. Groß empfing zu seinem Geburtstag die Glückwünsche aller Hakenkreuzler und derer, die es werden wollen. * Ein betrügerischer Disponent. Der bereits zweimal vorbestrafte 22jährige Josef D n st i r a, der als Disponent bei einer hiesigen Firma tätig war, hat in seinem Bureau eine Schreib- und eine Rechenmaschine gestohlen und außerdem zum Nachteil seiner Firma einen Scheckbetrug in der Höhe von 12.949 Schilling verübt. Dnstira ist flüchtig. * Mord an dem eigenen Kinde und Selbstmord. Aus Baden bei Wien wird uns gemeldet: Die hier wohnhafte Theresia Neubauer hat ihren dreijährigen außerehelichen Sohn in den H a n s b r u n n e n geworfen und stürzte sich nach Ausführung dieser Mordtat selbst in den Brunnen. Tags darauf wurden beide von den Eltern des Mädchens als Leichen aufgefunden. Das Motiv soll darin liegen, daß der Kindesvater, welcher für das Kind hätte sorgen sollen, sie verlassen chatte. * Der erste Hijrschlag. Der 24jährige Handelsangestellte Karl Trnkan hat sich gestern vormittags im Strandbad am Gänsehäufel der Sonne zu lange ausgesetzt. Gegen 6 Uhr nachmittags stürzte er mit Anzeichen eines Hitzschlages zusammen. Die Rcttungsgesellschaft mußte ihn ins Spital der Barmherzigen Brüder' bringen. * Der neue Präsident der Concordia. Der Journalistennnd Schriststellerverein Concordia hat den Chefredakteur der „Kronenzeitung", Herrn Dr. L i p p s ch ü tz, zum Präsidenten gewählt. * Streik bei den Bandagisten. Die Arbeiter der privaten Bandagisten- und Prothesenfirmeu sind Mittwoch in den Streik getreten. Diese Arbeiter hatten vor einiger Zeit den Firmen eine Forderung nach einer ungefähr löprozentigen Lohnerhöhung überreicht. Diese Forderung wurde jedoch abgelehnt. Den Vertretern dev Jnvalidenschast gelang es, die Arbeiter der staatlichen Protheseuwerkstütte davon'abzuhalten, sich sofort dem Streik anzuschließen, da das Volksgesundheitsamt bereit ist, der Arbeiterschaft der staatlichen Pxothcsenwertstätte Zugeständnisse zu machen. * Zwei neue Ehrendoktoren der Wiener Technik. In feierlicher Weise wurden gestern mittags an der Technischen Hochschule der berühmte Brückenbauer Ingenieur Gustav Linde u t h a l aus New-Aork und der Theoretiker des Brückenbaues au der Prager Technik Hofrat Dr. M e l a n zu Ehrendoktoren der Technik pronwviert. Ing. Lindenthal, ein gebürtiger Oesterreicher, hat in New-Bor'k eine große Zahl von Brücken von öOO Nieter Spannweite erbaut und soll nach Sicherstellung der notwendigen Geldmittel die Riesenbrücke über den H u d s o n erbauen, die mit einer Spannweite von 1000 Metern die größte Brücke der Welt sein wird. Professor M e l a ii, der in Wien studierte, hat durch sein Werk über die Theorie der Brücken die genaue Grundlage zur Berechnung der Tragfähigkeit von Brücken gegeben. J* Der Fremdenverkehr in Wien im Mai 1926. Die Zahl der Fremden in Wien im Mai l I. hat geg-nüber Apr l um etwa 5 5 0 0 z u g e n o m m e n. Im Mai zählte man 42.912 gegen 37.414 im Avril. Im Mai waren davon 39 049 in Hotels. 3326 in Privatwolmuligen. 390 in Pensionen und 147 in Sonator en abgestiegen. Von den Fremden waren 14.908 Oesterreicher, 29 Albaner 1644 Amerikaner, 172'Asiaten. löAustraliei, 67 Belgier, 216 Bulgaren. 73 Dänen, 059 i Deutsche, 277 Franzosen. 120 Griechen, 549 Großbntanmer 641 Jralier, 1408 Jugoslawen, 1 Liechtensteiner. 3 Monegassen 208 Niede'länder, 39 Nouveger, 22 Palästinenser. 1454 Polen 7 Portugiesen, 1164 Rumänen, 294 Russen, 132 Schweden, 48 Spanier. 7604 Tschechoslowakei!, g2 Türken. 4631 Ungar». * „Mein Kind ist krank." Unter diesem Titel hält der Primarius der ersten öffentlichen Kinder-Krankenanstalt, die unter Leitung des Prof. Dr. Hochsinger steht, Dr. Otto G e rs u n y, am Freitag den 12. d. uni 5 Uhr nachmittags einen Bortrag in den Räumen der Anstalt, 1. Bez., Steindlgasse 2. Der Bortrag wird von der Gemeinschaft „Die Mutter" veranstaltet. Eine praktische Vorführung schließt sich an. Da die Plätze beschränkt sind, wird um rechtzeitiges Erscheinen gebeten. Eintritt frei. * Sternschau auf dem Sommerheidenweg., Freitag und Samstag den 11. und 12. d. veranstaltet bei vollkommen klaren! Himmel Professor Dr. Oswald Thomas auf dem Sommerheidenweg zwei von einander unabhängige Sternabende unter freiem Himmel. Versammlung in Pötzlcmsdorf Punkt halb 9 .Uhr, Endstation der 41er Linie. Ende nach 10 U hr, 11. Juni 1926 Nr. 2621 Kunst, Bühne, Sk*. Lciwiks Besuch bei Habima. Eine Erinnerung an den Autor des „Golem" von E. Tfchemetinski (Mitglied der Habima). Lauge mußten die Schauspieler der Habima darauf warten, Leiwik kennen zu lernen, und nun ist der glückliche Augenblick gekommen. Am 26. Dezember 1925 wurde Lciwik in der Habima feierlich empfangen. Besondere Plakate in den Straßen Moskaus verkuildeu: „Eine feierliche Vorstellung in der Habima. „Golem", zn Ehren des anwesenden Dichters Leiwik." — Ein Feiertag. Die Elektrische verkehrt nicht. Schlechtes Wetter, kalt, Glatteis. Das Theater ist trotzdem voll, alle warten in Ungeduld, um Leiwik zu empfangen. An diesem Abend waren viele Künstler und Schriftsteller anwesend, atich Vertreter der Moskauer Presse. Für den Dichter ist ein besonderer Platz bestimmt mit der Aufschrift: „H. Lciwik." Alles wartet gespannt. Plötzlich bemerkt ein Teil des Publikums Lciwik. Er wird lebhaft begrüßt; man applaudiert und ruft seinen Namen. Auf die Schauspieler hinter den Kulissen wirken die lauten Begrüßungsrufe elektrisierend. Jeder Schauspieler ist nervös und mit dem Gedanken beschäftigt: Wird es ihm gelingen, den Typus so darzustellen, wie ihn Leiwik sah, als er sein Werk schuf, oder wird der Dichter enttäuscht sein? . . . Der Vorhang geht in die Höhe. Ich bin selten vor dem Aufgang des Vorhanges aufgeregt, diesmal aber durchlief ein Schauer meinen Körper. Die Schauspieler spielten an diesem Abend mit ganz besonderer Begeisterung. Nach dem stürmischen Beifall des zweiten Aktes kommt auch Lciwik auf die Bühne zu uns. Nahmn Zemach begrüßt im Namen der Habima den Gast. Er schildert die Lage des jüdischen Theaters in: allgemeinen und der Habima im besonderen, der es an einem geeigneten Repertoire mangelt. Leiwik sei als erster zur Habima gekommen und er werde von ihr als der würdige Erbe Perez' verehrt. Einen kleinen Augenblick steht Leiwik in stummer Verlegenheit. Dann antwortet er langsani, streng, in abgerissenen Sätzen, ergriffen. Er fühle, sagt er, einen neuen Geist wirken, über den er sich keine genaue Rechenschaft legen könne. In einem gewiffcn Sinne sei er aber mehr als alle begeistert vom Spiel seiner Interpreten. — Er wolle jetzt nicht wegen der Sprachenfrage polemisieren, es sei nicht der Ort hiezu. Ein Künstler, stehe er vor Künstlern und bewundere sie. In seiner Aufrichtigkeit bedauert er nur, daß die jüdischeu Künstler, deren es doch ohnehin nur wenige gibt, zerstreut sind. Sie werden z u s a m m e n k o m m e n müssen. Unter stürmischen Ovationen kehrt Leiwik auf seinen Platz zurück. Nach der Vorstellung kommt Leiwik zu den Schauspielern ans die Bühne. Sie werden zusammen photographiert und dann intonieren die Schauspieler Melodien ans dom „Golem'7 Die Fröhlichkeit überträgt sich auf den Dichter; er singt mit. Am nächsten Tage brachte ich ihm das Bild, aus dem er, Maharal und der Golem aufgenommen waren. Seine Augen leuchteten hell auf, sein mageres, blaß-erstarrtes Gesicht strahl^ Dann rühmte er sich vor seinen Hausgenossen: „Seht ihr, drei Golems, ja?!" In diesem Augenblick habe auch ich dasselbe gefühlt. (Aus dem Jüdischen übertragen.) „Re Braut tmö das scharlachrote Rer." Roland-Bühne. Die Canrths-Mahlcr ist in dieser dreiaktigen Komödk von Kurt Frieberger ausgebrochen und wütet in Dämonien. Sind das aber neuzeitliche Geschöpfe, dieser Sebastian und sein Jäger, der „Teufel" heißt — jeder von ihnen „zehn Männer" —, und das Bräutchen Ursel! Im Hochgebirge jagen sie, in der „Wvhndiele" eines Jagdhauses reden sie. Hirsche gibt es und Brunst schwebt über den Wassern. Aphorismen vernimmt man, 'so da handeln von der Jungfernschaft, der Liebe, den Frauen und der Ehe. Das dem geduldigen Papier verhaftete Dreieck mag den Autor nicht wenig gelangweilt haben. Tie Revanche am Publikum geht fehl, denn cs findet darin nicht wenig unfreiwillige Komik. Die drei Berliner Künstler Maria W e st, Magnus Stifter und Franz P o l a n d t bemühten sich um blutleer» Figuren. P. H. Aus den Zhratek«. Bnrgtheater. Morgen. l{a8 llhr abends, „D e t T r a u m, e i n L e b e n" (Abonnement 1. Grnvpe) A k g d e m t e t h e a t e r. Morgen. 7*8 Uhr abends. „D i e W e l t, i n d e r m a n > i ch l a n g w e i l t". V o l k 8 o p e r. Morgen 7,8 Uhr abends, zum orsten Mal« ,.S ch w a r z w a l d m ä d e l". Kammersängerin Berta K i u r i n a gastiert Montag nlä Gilda in ..R i g o l e t t o". R a i in u n o - T h e a t e r. Die Operette ..I ch Hab' d i ch l t e b . . .1" gelangt nur mehr an fünf Tagen zur Darstellung Kommenden Mittwoch gelan t Restroys Posse mit Gesang „D a s M ä d e l a u s der V. o r st a d t" oder ,E h rl i ch währt a m l ä n g st e ii" zur ersten Aufführung. Als nächste Novität wird der Schwank m t Musik „D t e A b e nteuer des Herrn Meier Mar" von Leovold Jacobson und Rudolf Oesterreicher, Musik von Hugo H i r s ch. vorbereitet. L u st > p i e t t h e a t e r. Die Revue „R u n d u m d t e N i e s e" feiert morgen dos Jubiläum der 25. Aufführung. Dienstag den 16. d. findet die Erstaufführung der Komödie ..D a s Z i m m e r d e r T r ä u m e" von Raoul Ernst Weiß statt. Sonntag nachmittags „D i e P r i n z e s s t n auf der Erbse". * Roland-Bühne. Infolge des regen Interesses wurde das Gastiv'el des Berliner Intimen Th-aters mit Kurt Friebergers dreiaktiger ütomödie .,D t e B r a u t und das s ch a r l a ch r o t e T i e r" bis Dienstag den 1b. d. verlängert. Sommerausstellung des Oestevreichischen Künstlerbuudes. Der Oesterreich!schc Küustlerbund eröffnet seine diesjährige Sommerausstellnng in der Zedlitz-Halle 6 Samstag den 19. d, nur 11 vor mittags.