Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-06-11 · Heft 2621 (11.6.1926) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2621 (11.6.1926)
Date
1926-06-11
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981708--26739-3014596
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

m. am_Wien, Krettag_ LagesberW. Ae Schachtel am Seil. Die SMvobebrrhn auf die Nax. Aus einer schmalen, gelbbraunen Halle schiebt sich eine zierliche, sauber-lveiße Schachtel heraus, bleibt einen Augenblick ruhig, nur sich die Strecke vor ihr zu betrachten, ' lötb beginnt dann langsam hinaufzuklertern durch das sonnige Licht, einer nebeligen Haube zu, die hoch oben in unbewegter Ruhe steht. Drahtseile ziehen sich glänzend über die Schlucht, die Weiße Schachtel hängt an ihnen, schwebt über riesigen Tannenstämmen, über Geröllhalden; die Ausgangshalle zieht sich zurück und verschwimmt mit Weißen Gesichtern, winkenden Taschentüchern, grünem Laub und farbigen Fahnen zu einem unbestimnrbaren Fleck. Die Leute in der Schachtel sind still geworden und schauen nur. Ihr Gehäuse tastet sich immer weiter hinauf, kriecht an einem luftig gebauten Stützenturm vorbei, unter einem Tor durch, immer an dem Seil da über der Decke. Die Sache ist einfach, sagt ein mrtfahrender Ingenieur. Zwei Räder, hintereinander gestellt, laufen auf dem Seil, an ihnen hängt der Wagen. „Das zweite Seil hier oben?" fragt jemand. „Das ist für alle Fälle." Für alle Fälle. Aber man hat keine Zeit, an sie zu denken. Rechts und links sinken die Berglehnen in die Tiefe, das Massiv vor uns drückt sich zusammen. Weit dehnt sich das Tal, immer freier wird der Ausblick. Die Nebelkuppe oben wird durchsichtiger. Rechts kommt mit einem Male auch so eine weiße Schachtel aus den: Latschengrün zum Vorschein, nähert sich, ist auf gleicher Höhe und zieht dann schnarrend weiter, hinunter ins Tal. Dann ist wieder so ein zierliches, rotgestrichenes Turmgerüst da, das Seil steigt mit einem Male steil in den Himmel, eine braune Mauer legt sich querüber, darin wieder eine Halle. Maschinen sausen, Signale klingeln, die Schachtel schüttelt sich ein wenig, verschnauft und steht still. Sie ist in der Bergstation, hat mehr als 1000 Meter in zehn Minuten (die so ewig lang dauern unter dem Seil) überwunden, aber 1000 Meter in die Höhe, in die sich kalt und starr absperrende Bergwelt der Rax. Die realistische Technik hat dieses Seil in die Romantik gezogen, aus dem Tal der Menschen in die Welt der Gemsen, der Geier, des Enzians, zu dem Zweck, den Ameisen der Arbeit da unten ein paar Stunden der freien und ungehemnrten Freude zu schaffen. Ist diese technische Realistik nicht selbst Romantik? Da läuft links und rechts wieder so ein straffes Seil in die Tiefe. Eine einfach und roh gezimmerte Kiste kommt eben herauf und bringt allerlei Handwerkszeug von unten. Es ist noch eine zweite Schwebebahn da, und sie war da, noch ehe das Seil für die weißen Schachteln gespannt war. Auf dieser Bahn haben sich die Arbeiter alles heraufgezogen, was sie brauchten: Steine, Sand, Sprengpatronen, Hämmer und Brechstangen, Kannen und Eimer, Schiebkarren, Holzböcke, Brot, Wurst, Decken. Neun Monate lang ist das so gegangen, im Winter der Rax. Bäume wurden geschlagen und die Stämme von langen Arbeiterkolonnen über die vereisten Hänge hinaufgezerrt, Felsen wurden gesprengt, um die Grundlagen für die Stützen und Türme frei zu bekommen. Die Steintriimmer führten die Kisten hoch hinauf an den Bauplatz, wo sie zerkleinert, zu Schlamm und Brei gemahlen wurden, um zur Mauer aus Eisenbeton zu werden; die Kisten schafften Sägen hinauf, die aus den Balken das Baugerüst machten, das inan im Winter in Machen hüllen und mit Heizkörpern wärmen mußte, um Frostschäden abznwehren. Das ist nenn Monate lang so gegangen. Wochenlang dauerte das Aufziehen der Drahtseile, die dann noch gehoben, gespannt und verankert werden rnußten. Dann kamen eine Akkumulatorenbatterie, zwei Diesel-Motoren; Haspeln und Kräne und Winden wurden in Tätigkeit gesetzt. Und dazwischen tobte der Schneesturm der Rax und machte den Arbeitern ihre Aufgabe noch tausendmal schwerer, als sich das der vorstellen kann, der in der weißen Schachtel hinaufschwebt und dann von der Terrasse aus trunken vor Schaufreude tief unter, sich die weißen Häuschen, die Schlangenbänder der Straßen und die in sattem Grün sich'streckenden Wiesen sieht. Der Blick gleitet über die Hänge bis weit über das Semmeringge- Wrge auf der einen Seite und bis zum Neusiedlersee auf der anderen Seite, der als lichter Streifen den Horizont nach dem Osten hin abschließt. Wie auf einer weit ausgespanuten Karte liest man in dem Gelände, das nun Dank der Mühen der Technik und ihrer Arbeiter zu Wien gehört. Der FM Lesfing. Eine Erklärung des Professors. Berlin, 10. Juni. Wie das „Berliner Tageblatt" aus Hannover berichtet, ist heute vormittags der größte Teil der Studentenschaft wieder zu den Vorlesungen er- , schienen. Professor Lessing hat zu der Kundgebung der übrigen Lehrer der Hochschule eine Erklärung abgegeben, in der es u. a. heißt: Ich känlpfe nicht um die Venia legendi, um die Zugehörigkeit zum Lehrkörper oder sonst um ein persönliches Ziel, sondern für das Prinzip der staatlichen Autorität und gegen einen Rechtsbrnch, durch den die Hochschule Hannover in einer für sie selber schwierigen Lage sich kurzer Hand zu helfen sucht. Würde ich diesen Rechtsbruch zugeben, so wäre die Geistes- und Lehrfreiheit an allen Universitäten bedroht. Ich war immer bereit, znrückzutreten, um meiner Heimatstadt imb Hochschule Ruhe zu verschaffen. Ich kann mich aber dazu n ichtdurch Gewalt pressen lassem _Wiener Msrgenzertunk_ fine Shrfeise für Bethlen. Jnfutticriinq des ungarischen Ministerpräsidenten in Genf. Genf, 9. Juni. Im Völkerbundhause ereignete sich heute ein aufsehenerregender Zwischenfall. Der ungarische Ministerpräsident Graf Bethlen wurde kurz nach halb 11 Uhr tätlich angegriffen. Graf Bethlen, der in Begleitung des Finanzministers Dr. B u b war, wollte sich eben aus einer Sitzung des ungarischen Komitees in die Sitzung des Völkerbundrates begeben. Da stürzte ein kleiner, brünetter Mann in der Wandelhalle, die zu der großen Glasveranda des Völkerbundhauses führt, auf ihn zu und schrie: „Da hast dn eines rm Namen des ungarischen Volkes!" Mit diesen Worten gab er dem Grafen Bethlen eine Ohrfeige. Gleichzeitig warf er einen Haufen maschingeschriebener Flugblätter um sich, die eine Protesterklärung gegen die ungarische Regierung enthielten. Der Attentäter blieb nach der Jnsultierung des Grafen Bethlen leichenblaß stehen. Sofort bemächtigten sich die Anwesenden des Angreifers und übergaben ihn der H a u s p o l i z e i, die ihn aus dem Hause fiihrte. Außerhalb des Territoriums des Völkerbundhauses wurde er der Polizei übergeben. Die Verhaftung spielte sich in der Vorhalle ab. Der Attentäter schrie: „Ich habe den Ministerpräsidenten gezüchtigt, weil er nicht die O e f f e n t l i ch k e i t Ungarns vertritt!" Ein Beamter des Völkerbundes rief dem Attentäter zu: „Fort mit Ihnen. Wir dulden hier keine Propaganda!", worauf der Mann von einen! Detektiv abgeführt wurde. Der Attentäter gav zunächst an, Iwan de Jnsth zu heißen. Er hatte Ausweispapiere als Sekretär der republikanischen Partei Ungarns und der Liga für Menschenrechte bei sich. Er hatte unter Vorweisung eines Briefes der Pariser Zeitung „Ere Nouvelle" um eine Preßkarte für die Völkerbundberatungen angesucht und sie nach anfänglicher Weigerung auch erhalten. Weitere Ermittlungen der Polizei stellten jedoch fest, daß er tatsächlich Emmerich Ver heiße und früher Sekretär des Führers der Karolyr-Partei war. Bei seiner Festnahme übergab er ein an das Völkerbundsekretariat adressiertes Schreiben, in welchem er erklärt, daß er schon lange von der ungarischen Regierung wegen seiner republikanischen Tätigkeit verfolgt werde, weshalb er ins Ausland flüchten mußte. Generalsekretär Sir Eric Drummond richtete unverzüglich an den Grafen Bethlen ein Schreiben, in dem er ihm das tiefste Bedauern des Generalsekretariats über diesen Zwischenfall ansdrückt. * Emmerich Ver war ein führendes Mitglied der ungarischen republikanischen Partei. Nach dem Tode Georg N a g y s wurde er zum Präsidenten dieser Partei gewählt. Er war lange Zeit in Ungarn nach dem Sturze der Karolyi-Regierung interniert und wurde aus Ansuchen der Liga fiir Menschenrechte aus der Hast entlassen, um sein krankes Auge zu heilen. Er begab sich alsbald mit Flugzeug nach Wien und von da nach Paris, wo er die dort wohnenden ungarischen Republikaner um sich scharte und eine republikanische Zeitschrift herausgab, die aber bald einging. In Paris organisierte er eine heftige Preßkampagne gegen Ungarn. Eine führende politische Rolle hat er in Ungarn nie gespielt, da die republikanische Partei hier nicht festen Fuß fassen konnte. Sie zählte im Abgeordnetenhause nur ein einziges Mitglied, nämlich Georg N a g y. Au» der vornehme» »«»arischen Gesekschaft. Betrügereien einer Präsidentin des Nationalverbandes ungarischer Frauen. Budapest, 10. Juni. Eine neue Skandalasfäre, in deren Mittelpunkt eine Dame der vornehmen ungarisch-m Gesellschaft steht, beschäftigt die Oeffentlichkeit. Es handelt s., um großzügige H o ch st a p e l e i e n der Präsidentin der Ortsgruppe Nyiregyhaza des Nationalverbandes der ungarischen Frauen, Frau Stephan v. C s i k y, die vor einern Jahr unter der Patronanz des Verbandes einen Webereibetried gründete und die Belieferung des städtischen Spitals von Nyiregyhaza übernahm. Frau v. Esiky erhielt Volk dem Spital eineil Vorschuß von 5 00 Millionen Kronen auf die Lieferung.der Spitalseinrichtnng. Frau v. Esiky behielt dieses Geld für sich und kaufte überdies bei verschiedenen Kaufleuten in Nyireghhaza Spitalsgarnitnren, die sie aber nicht bar,' sondern mit W e chseln bezahlte, auf denen sie als Girantin den Namen der Schriftstellerin Eäcilie v. Tormay, der Präsidentin des Nationalverbandes der ungarischen Frauen, fälscht e. Als die Käuflente auf Zahlung drängten, nahm Frau v. Cfiky bei dein Nationalen Kreditinstitut ein Darlehen von m e h r e r e n 10 0 M i l l i o n e n auf, für welches sie als Deckung abermals Wechsel mit dem gefälschten Giro der Frau v. Torinay gab. Mit dem Geld bezahlte sie einige Lieferanten, verwendete jedoch zirka 3 0 0 Millionen für sich. Als die Kanfleute sahen, daß sie kein Geld bekommen, wandten sie sich an Frau v. Tormay und erhielten die Auskunft, daß diese Dame niemals ihre Unterschrift auf einen Wechsel gesetzt habe. Darauf erstatteten.die Kanfleute gegen Frau v. Esiky die Strafanzeige. Gestern wurde Frau Esiky in dem Bndapester Johannesspital ausgeforscht, in dem sie sich unter falschem Narnen wegen hochgradiger Neurasthenie behandeln ließ. Die Oberstadthauptmannschaft hat eine ärztliche Untersuchung der Hochstapleriu angeordnet, um sie zu verhaften und ans dem Spital in das Gefängnis einMiefern- 11. Juni 1926 Seite 8 Marquis Reading — Ehrenbürger M« London. London, 10. Juni. Die Londoner Eit!) hat gestÄA ü einer feierlichen Versammlung dem gewe'eneu Btzekönig vim Indien Marquis N e a d i n g (RufnS J'aacS) das E h,r t nb ü r g e r i> i p l o rn überreicht. Warum treten kein« DurKkSnftter ans? Die Hungerkünstlerepidemie hält nach wie vor unge> hindert arr. In vielen Städten der Welt sitzen derzeit in Glaskästen Hnngerakrobaten, die sich die Palme des Hungerrekords zu erfasten versuchen. Das einzige Lebensmittel der Hnngerer ist das Wasser. Der Anteil, den das Wasser am Aufbau des menschlichen Körpers hat, überwiegt die festen Bestandteile um ein Bedeutendes. Unsere Muskeln, die doch so gewaltige Leistungen vollbringen, bestehen zu drei Vierteln und mehr, unsere Knochen zur Hälfte aus Wasser! Anders ist es bei Landpflanzen und -Tieren. Wenn diese Durstperioden durchmachen, können sie für gewisse Zeit ihren Wasserbedarf aus ekgene«r Wasserspeichern ebenso decken, wie Menschen und Tiere in Hungerperioden ihren Nährstofsbedarf ans ihren Fettspeichern decken. Der Riescnkaktus in den Wüsten Amerikas verfügt zunn Beispiel über 400 Liter, die er in der Regenzeit aufspeichert und in der Trockenheit verbraucht. Im Körper von Menschen und Tieren sind die Wasserspcicher weniger auffällig nntergebracht und erst später entdeckt worden. Zum Speichern dienen nämlich die Muskeln und zum Teil auch das Unterhantbindegewebe. Beiin Menschen können diese Speicher etwa fünf Liter W a s s 1r aufnehmen, d. h. mehr, als das gesamte Blutwasser ausmacht. Außerdem kann der Mensch selbst noch durch Berbrennnng täglich 200 Kubikzentimeter Wasser fiir seinen Eigenbedarf Herstellen, die aber im Vergleich zu seinem ganzen Bedarf außer Betracht bleiben können. Wie groß ist nun der tägliche Bedarf des Menschen? Er scheidet täglich 1,5 Liter Wasser als Harn aus, die, ersetzt werden müssen. Mit der Atemluft scheiden täglich 360 Kubikzentimeter aus, durch Hautverdunstung in Ruhe 600 bis 700 Kubikzentimeter. Gespart werden kann in Durstperioden etwas von der Harnwassermenge; denn zur Entfernung der Schlacken des Stoffwechsels genügen im Notfall 500 Kubikzentirneter. So bleibt eine tägliche Abgabe von mindestens 1 Liter 400 Kubikzentimeter, denen beim Ausschalten der Wasserzufuhr von außen nur die erwähnten fünf Liter „Reservewasser" gegenüberstehen. Wenn diese verbraucht sind, was inl besten Falle dreieinhalb Tage dauert, ist der Mensch verdurstet. Vorher lritt aber als Warner ein rasend quälender Durst aus, der den Durstkünstler unfehlbar aus seiner Zelle treiben müßte. Bei Durstkünstlern kann es sich daher bestenfalls nur um zwei- bis dreitägige Schaustellungen handeln. Somit ist es verständlich, daß Menschen n i e m a l s als D u r st k ü st l e r auftreten können. Die Komplicen Reinitz' vernrteilr. Prag, .10. Juni. Heute nachmittags verkündete der Gerichtshof in Kaschcm das Urteil gegen die'Komplicen des Massenmörders Reinitz. D e m j a n o v i c s wurde wegen dreifachen Raubmordes zu l eb e n s l ä n g l i ch e m, B o dn ar wegen einmaligen Raubmordes zu 15 Iah re-"' Kerker verurteilt. Freiherr v. Lützow sreigeivrochen Berlin, 10. Juni. Nach einer ftsst sechzehn Wochen dauernden Verhandlung wurde heute Freiherr v. Lütz'öw freigesprochen. In der Begründung des Freispruches wird gesagt, der Angeklagte sei zwar in einer großen Zahl von Fällen des B e r b r e ch e n s g e g e n d i e Sittlichkeit sowie der gefährlichen Körperverletzung schuldig erkannt worden. Voraussetzung für eine Verurteilung sei jedoch, daß nicht nur der objektive Tatbestand gegeben sei, sondern daß auch der Beschuldigte in wollüstiger A b s i ch t gehandelt habe. Dies aber habe das Gericht nicht als erwiesen angesehen Die MordaMe vom Raabs. Ein vorbereitetes Attentat. Die Untersuchung in der Atordaffäre in Raabs hat ergeben, daß das Attentat des jungen O r l o w auf Baron Klinger von langer Hand vorbereitet war und daß Sybille Klinger, die, durch Selbstmord geendet hat, die Triebfeder gewesen ist. Baron Klinger hat seiner Frau reichliche Geldmittel zur Verfügung gestellt in der Meinung, daß sie diese ihren armen Verwandten znkommen lasse. Doch wurde festgestcllt, daß Frau Klinger diese Geldsummen ihren: Liebhaber Orloiv schenkte. Baron Klinger sollte in der Nacht vom 2. d. in seinen! Bette ermordet werden. Interessant für den Umstand, daß es sich um ein meuchlerisches Attentat gehandelt hat, kann das Gutachten des Hausarztes von Schloß Raabs betrachtet werden, das besagt, der Schuß gegen den Baron sei seitlich von rückwärts aus abgegeben worden. Allerdings muß bemerkt werden, daß der Waldweg, auf dem sich das Drama abgespielt hat, ivegen seiner Enge ein Nebeneinandergehen zweier Personen nicht gestattet. Der junge Orlow wurde gestern einem eingehenden Verhör unterzogen. Die Konveniion gegen Gewsiilschungen. Genf, 10. Juni. Der Völkerbundrat befaßte sich in seiner öffentlicher: Sitzung in erster Linie mit dem Antrag der französischen Regierung, ein internationales A b k o m m e n zur Verfolgung rrnd Bestrafung der G e l d f ä l s ch u n g e n zu schaffen. Der französische Vertreter Paul B o n c o u r begründete den Antrag. Dr. B e n e s ch beantragte, den französischen Antrag auf Schaffung eines internationalen Abkonnnens dem Filanzkomitee des Völkerbundes sowie einem InWkomitee,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.