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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-06 · Heft 2616 (6.6.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2616 (6.6.1926)
Date
1926-06-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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*t 26$Ö We«, Smmkrg Wierree Morgettzett««; 6. Isni 1926 Mte 5 -SÄS 0|Vf* 9** 8«r*b *x. ^4 6/. ■ei«- PN E *e r* »i >Öf, vfe^ *e£ Etwas ganz Besonderes ‘ *s< ***<»* aus diesem ^HQS- Anlässe Tn—mrlllftlrlnr aus Rohseide, Jmit. jomnicnucivicr «ad Foulard, gute A Qualität, fesche Fasson . ,S6.W, 8 5.90, 8 ^*30 lumperklekter fÄlÄÄ fi„„ heit, Schlier der Woehe . S 9.80, 8.7.80, 8 0.80 Sommerkleider. Ä&Ä2:1Am Popeline, uni n; gestreift, 8 19.50, 817.50, 8 ■^•90 Sommerkleider JXÄ1Q „ __ foulard u. echter Rohseide, 839.—,828.—, 8 •»•80 *'J Shantung-Klelder, M testen Geschmack ... S 35.-, 8 «'•-- r* |^|Ä|ar|Ä|a aus Covercoat u. MelC-Rips, gute ■ WwIM» Qualität und schicke Fasson. O) A . 8 45.—, 839.-, 8 35.-, S *>»•“ IftfnieCA aus frans. CrcpeÜa, Rips, Popeline, das *ÄK "C,‘»aC R.3CIUt:r Allerneueste . . . . . 8 59.-. 8 48.—, 8 ^^.— Iflfiidßr aus schwerem französischem bedrucktem Mode-Crepe de Chine und Seidenmarocain, orig. 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S z e g e d i n einen Vertrag über sein System, der mit einem g r o ß e n S k a n d a l endete. Das Publikum d e t«! in ft v t c x t c l ä r m c ii b gegen die Ausführungen deö „Zwichelvropheten". Als Bicserdy auf dem Vortragspodium sich zu entkleide u begann, um die Nützlickikeit der Zwiebelnahrung an Hand seines eigenen athletischen Aörper? zu demonstrieren, . entstand unter den ZnhKrxrn des seltsamen Vortpags ein sol.cher . T ti m u l t, daß der diensthabende Polizeioffizier die VersaNvnlung als a u f g e l ö st erklärte. Da« Schmugglerüorado am Schvmrzeu «M, Der Bilden Rußlands, die Ufer des Schivarzen Mee^s, ivaren vor dem Änege ein beliebtes Reiseziel der Frenzen und Reisenden; dort herrschte ein lehyafter Verkehr, der Wohlstand lind' Fortschritt schuf. Jetzt ist dieser.- Himmelsstrich, chie eine kaukasische. Zeitung berichtet, bde, und verlassen. Touristen gibt es in Rußland nicht mehr; iver hätte das Geld, um sich eine Vergnügungsreise großen Stiles, wie,sie früher üblich ivaren, leisten zu können? Dennoch lebt eine gewisse Schichte in diesem verlassenen Weltwinkel herrlich und in-Freuden. In den Stlchten sind zivar die ntoisten Geschäfte und Lokale,-aus Mangel a>> Besuchern geschlossen; dafür hört man auf -den Straßen seltsame Worte: Cheviot, Coiy-Pudcr, Covercoat, Viktoriastrünchfe>' die. auf einen;gewissen' Handelsverkehr schließen' lassen? Mail kontmi bald hinter das Geheimnis: die ganze Gegend lebt -- vom Schmuggel! - ' An-der StrM wkrtz jeder unbekännte Passant angchalten: „Crepe de '-CHiiie, fmnMches Parfüm, Rachelpuder gefäMg?" Eine' einiäche Bäü-erm, die noch nicht einmal ihre Mntte^pvache kennt, uerstchtben seinsien Unterschied Wischen den eiuzelnen franWschen- Päi-similsorten besserals-jede mondäne Dame.^ In der Stadt-lveMnvie Schm-iWelwarennicht mMvahrt. Es -wäre zu gefährlich. Merin den Bergen, in den wiilden Schluchten,-gibtes-riesige Warenlager. -Die franzötskscheN Wären werden ans -dör ucheliegenden s Türk« durchabgelegenes Engpässe hereingsschOnA-- gr! r. - Cs gVbt .richtige g eh e i m e H a ai d e 4 f geij-ettlschast en, die LchnmM'lWare-„en -gros" vertreübgn. Sie bedienen sich tollkühner V,'.vichen, die in MterlMgen. M/WjtM aKt bis Zehn Mann die abenteuerliche Reise anternchmen. Es gibt, auch mÜieu, wo der .Vater in der .Miliz tätig..ist, währeud sich - der. Sohn als Schmuggler sein Brot vevdie-nt. Das - Städtchen' wird von'. Moskauer Ultd, Petersburger. Äa-ustouten bes-ucht, .die sich dort ihren Warenbedarf'sichern. Es geschieht oft, daß ein Schmuggler seine Käufer selbst, denunz-iert, um sich einigermaßen vor der P-olizei reinMvaschen. Die großen Schwuggelsirmsn stellen sogar sogenannte „Sitzbnrschen" an, lvofür eine feste Taxe eingefiHrt Das „Sitzgeld"- für einen Monat beträgt 100 Rubel. Die SchmuMluniernehmer haben sich inzwischen zu großen Kapila-' listen entwickelt. Die meisten besitzen Billen und Autos/ /Ihre.' Frauen wischen ihre Esche Mar immer noch selbst, tragen asbcr dafür franMsche Stvüntpse und gebrauchen Coty-Parsüm. Strenge Maßnahmen ln Hmnover. , Elf Relegiemngen. Haimaver, 5. Juni. (Wolfs.) Der Senat und das. Pro-. .. fesspreyk-ollegium der technischen -Hochschule in Hannover haben heute in gemeinschastlicher Sitzung, die sich mit dean - WisMinaroorfahren gegen 200 Studenten wegen der Me- . . monsirationcu gegen Prof. L e ss i n g befaßte, die R e i oZg a-. ti o tt von e 1 f derselben beschlossen habe, die o!h nid .nähere Wahl -dem Kreise der Beschuldigten entnommen . wurden. " Nötigung^vevführten gegen 200 Studenten. ■' Berlin, 5. Juni. D-er „Lokalanzeiger" meldet aus .Hannover, daß die Staat s a n w a l t s ch a f t gegen 300 Studenten, deren Stitdenlenkarten ihr von dem Rektor Hochschule zugesanbi worden sind, das Bevfahren w e gen -Nö-tignng eingeleitot habe. Nm unredliche Postexvedientln. Mchr als 10.VVV Schilling veruntreut. Aus Linz wird gemeldet: Seit 1. Funi sind--die Postexpydientin Karolme Fos-en des Postamtes Reichenthal und der.Präfekt einer Studienanstalt in Freistadt in Oberöstch'- reich, Tg.'. Felix Pucsala, abgängig. Wie sich-nun herausstellt, hat Karoline Fosen ini Postamt Reichenthal von den ÄngLzahlteu und zur Auszahlung boreitgehaltonen (Feldern, sptvcit tvenigstens bis jetzt frststcht, nahezu 10.0 0 0 Schill i n g v e r u n t r.e u t, eine Schadenssumme, vou der' befürchtet wi-rd, daß sie sich, durch die erst später einlangenden Msiamationen noch erheblich erhöhe» wird. Gewisse Anzeichen, wie eine Vorherige Reife des -Pacvres zu ^Pfingsten nach W i e n, und andere scheinen dafür zu Drechen, daß.die Flucht wohl vorbereitet lvar und daß sich das Paar über Wien na ch-Ungarn gewendet .hat, wo De, MM .Bepwandte hat, ' ' ' s ' 65.000 Schilling uuterMWm Em betrügerischer Sstarküffeirdirektor. Aus-Grund einer Mtteilung des GwvdaLUevlLpvfte«^ in Mariazell, daß der Direktor der dovtigen.. Bereinssparkaffe Otto Ri-ttmann nach Unterschlagung von etwa 65.000 Schilling geflüchtet sei und sich wach W ien begeben haben dürste, wurden Erhebungen erugeleitet, >die zur Berhaftung des FlüchMugs in ern-e-m hiesigen Hotel führten. Er gchM.. das Gold in so«tgesetzten Untevschlagungen an.sich genonrmen zu haben und wurde heute dom LmÄesgericht -emgelleßert. Achtjignale an der Speratreazmig. Montag den 7. . d. wird auf der Otzernkreuzimg «it der probeweisen Verkehrsregelung durch , L i ch t s l g u ä l e begonnen werden. Zu diesem Zwecke hat der Magistrat Wien über der Mitte der Kreuzung eine Signallampe angebracht, welche nach allen vier Seiten der Kreuzung dreierlei farbige Lichtsignale aussenden wird. Das rote Licht bedeutet „Halt!". Es sperrt, den Verkehr in dieser Richtung für FahrMge und Fußgänger. Die Fahrzeuge haben. während des roten Lichtes so weit vor dem weißen . Farbstreifen zu halten, daß k e i n T e i l des Fahrzeuges in den Schutzweg hineinragt. Das gelbe Licht bedeutet „Achtung!" und kündigt den Richtungswechsel an. Auf dieses Signal darf sin der bisher freigegebenen Richtung kein Fahrzeug mchr den Schutzweg, beziehungsweise Farbstreifen überfahren. Die be- ' reits ans der Straßenkreuzung befindlichen Fahrzeuge haben sie schnellstens zu verlasien und die Fußgänger haben die Schutz- . Wege schleunigst zu räumen, beziehungsweise dürfen sie dieselben nicht mchr betreten. Das -grüne Licht - bedeutet „Freie Fahrt!" und gibt den Verkehr in dieser Richtung für die Fahrzeuge und Fußgänger frei. Die Lichtsignalanlage wird von Wachebeamten betätigt. Die Nichtbeachtung d e r Llchtsignale wird als Mchtbeachtung der Weisungen der Wacheorgane im Sinne der Fahr- und Gehordmina bestraft werden.

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