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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-01 · Heft 2611 (1.6.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2611 (1.6.1926)
Date
1926-06-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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EiL^L Ws«, Zm«r «sch nicht da» WO für den KaNfornier ÜberwlHm^ habe. Lv küm die Bombe zum Platzen. Di« Bank war so Fchwcht unterrichtet, daß sie behauptete, sie wisse von seiner HDtty 4kichtK uud eS könne daher auch keine Geldüberweisung WS -er gute Landsberger darüber den Onkel zur Metze fttDe, packte dieser schnell seine große Reisetasche, um die „uudtmkvaren Verwandten", wie er sich ausdrückte, auf immer $tt verlassen. Der Gastgeber mutzte ihn zuvor höflich bitten, die silbernen Löffel und andere Kleinigkeiten wieder auszupacken, die der eilfertige Onkel „versehentlich" miteingepackt hatte. Nachdem er abgereist war, fand man im Fremdenzimmer die Bilder von der idyllisch gelegenen Riesenfarm, und als man sie sich nun noch einmal genau ansah, bemerkte man ganz klein die Aufschrift „Musterfarm von der Landwirtschaftlichen Ausstellung zu ..." An rrmzvarlomenk. Die Tanzmeister aus 26 Lärckeru Europas, Amerikas und sogar aas dem fernen Osten haben sich Zwar dieser Tage in Paris zu einem internationalen Tanzparlament konstituiert. Jimmy Tellis, ein kt Marseille wirkender Meister griechischer Herkunft, führte den Vorsitz. Er trat dafür ein, die Tanze zu klassifizieren, zu vereinheitlichen und eine große Tanzstatistik anzulegen. Ein internationaler Tanzkcdex solle dafür sorgen, daß das Chaos auf diesem Gebiete aufhöre. Mit einer Eloquenz, wie Cicero gegen Catilina, zog er dann gegen den Charleston los, ja er sprach chm das Todesurteil wegen Mangels an ästhetischer Schönheit, und erklärte chn wegen seines Ursprunges aus der Nogerrepublik Liberia für unwürdig, von weißen Menschen getanzt zu werden. Doch nur ein geringer Teil der Anwesenden war der Ansicht des Vorsitzenden. Ein warmer Fürsprecher erstand dem Charleston in dem Ludapester Tanzmeister Saphir, der dafür etntrat, den Charleston zu reformieren und durch Veredlung zu einem Salontanz umzugestalten. Die Französin Modo Soney meinte jedoch, durch Umformutrg der Bewegungen würde der Charleston seine Daseinsberechtigung einbüßen. Nach sehr heftiger Debatte wurde die Einsetzung eines Charlestonausschusses zur Entscheidung über den Boykottantrag des Presidenten beschlossen. Noch schlimmer als dem Eharleston erging es dem S h i m nt y, der nach Ansicht'eines englischen Delegierten überhaupt schon tot sei und in den Tanzsälen nicht mehr auferslehen werde. Das Majoritätsvotum tippt Boston, Paso Double und Schottisch Espanol für die nächste Saison. Der Mord iu PfaMIte». Der stellenlose Privatbeamte Ludwig W i e d e r m a n n, der, wie berichtet, in der Nacht zum Sonntag am Ufer des Wiener-Neustädter-Kanals die Arbeiterin Stephanie Fleck erschösset hat und geflüchtet ist, konnte bisher nicht fest g enommen werden. Es wurde feftyeftellt, daß Wiedermann etliche Tage vor dem Mord zu seinem in Marigareten wohnhaften Freund T. gekommen ist) ihm einen großen Revolver gezeigt und ihn gebeten hat, die Waffe in der Wohnung einmal ausprobieren zu dürfen. T. ließ es zu und stellte fünf alte Schulbücher an die Mauer. Auf sie zielte Wiedermann und gab den Schuß ab; die Kugel durchbohrte alle fünf Bücher und blieb in der Wand stecken. Wiedevmann scheint damals die Waffe für den wohl schon beabsichtigten Mord aüsprobiert zu haben. Man vermutet, daß Wiedermann sich, wie schon einmal, als ihn die Polizei suchte, in den Wäldern bei Batzen verborgen halte. Es wurde deshalb eine Streifung des der Rest mit einer himmelschreienden Gleichgültigkeit in das eigene Nationaltheater, iu die Habima kam. Mt derselben DesinteressierHeit, mit demselben platonischen Wohlwollen, mit dem sie allen jüdischen und zionistischen Dingen gegenübertretvn; möge es nun die zionistische Organisation oder die Palästinafonds, ihre Presse oder politische Wahlen, ihre- Jugend oder — ihr Theater sein. Der Dienst am Volk ist für sie mit einem gelegentlichen Versammlungsbesuch oder leider auch trur gelegentlicher Schekelbezahlung erschöpft. Ich betone: Ich spreche nicht von den Affnnilanten, sondern von denen, die sich Zionisten nennen, von denen, die einmal im Leben einen glücklichen, großen Augertblick bet richtigen Erkenntnis gehalbt haben und es seither — dabei bewenden ließen. Die Firma genügt ihnen; dje Erfüllung, die Konsequenzen, die Arbeit überlaffen sie anderen. Eine besondere Spezies war der Herr, der hinter mir .saß. Die jüdischen Formen der Vergangenheit, beziehungsweise «des Ostens, sind für ihn immer und waren auch während der Vorstellung der Habima nur Stoff — für dumme Witze. Das ist der Typus des zionistischen Sklaven, dem Zionismus nur ein Weg ist, wie die anderen zu werden, ein Weg vom Judentum weg. In die Fata morgana einer unklaren, nebulös erfaßten Angleichung. Der geistige Inhalt des Judentums ist «für ihn an der Sache das Peinlichste, gegen den er nur ntit würde lose it, stupidert Witzen aufzukommen lveitz. Die Kunst der Habima hat ja schließlich alle mitgeriffen und bezg-ubert. Weil sie, ob es nun die kraftvollen Gruppentänze oder der Gesang der Chassidim cder das unvergleichliche Spiel der R o w i n a ivaren, immer an die Urtricbe, au das Blut des Menschen und insbesondere des Juden appelliert, tveil es ihn im Unbewußten ergreift, auch gegen seinen Willen, Wattn wird aber die Zeft kommen, da utan die Wiener Judett zunt Verständnis für das hebräische Wort und zur Begelsterutog für die jüdische Sache nicht wird -wiugen müssen? Da sie Immttett toetden. sehnsüchtig und voll Tatkraft — ein bex wußtes Volk und nicht der Splitter einer Diäffe? Da in ihrer Brust ei>t Wille brennt und eine Kraft Wege sucht, die nicht zu zähnten ist. Das wäre ein Publikum für die Habima. Die U-ntkehr mutz beginnen; den Anfang sollte eine Vertiefung der Bezichnnge» zuttt Judenlunt uttd — zunt Exerttpel das Erlerttett der hebräischen Htrgche machen Lespoltz Lhaler. «k«r Mora«»zeNui»a Ler Rationalheld Pettjma. Der weiße Schrecken in der Ukraine. A-us Paris wird uns berichtet: Die ukrainischen Rationalisten fahren fort, Petljura als Nationalhelden zu feiern uttd von der Schuld an den Pogromen in der Ukraine reinztwafchen. Dentgegeniiber berichtet der in Paris lebende Ehemalige Pctrograder Rechtsanwalt Dr. Goldstein, der seinerzeit Präsident des Komitees zur dokttmeniarvschen Aufhellttng der von den Banden PetiljuraS verübten Judenpogrome war, folgendes: In den von den Freunden Pelljuras in der französischen Presse veröffentlichten Comtnunigues wird der Ermordete geradezu als Judenfreund dargestellt. Als Vorsitzender jener Kommission, die im Jahre 1919 zur Erforschung des U mfanges der Pogrome eingesetzt wurde, kann ich auf Grund des gesammelten Untersuchungsmaterials und der Nachforschungen in den einzelnen Ortschaften erklären, daß durch die Banden Petljuras mehr als hunderttausend Juden ermordet worden find. Unter ihnen befanden sich zahlreiche Greise und Kinder. ,^Jch stelle fest," sagt Dr. Go Idstein, „daß die jüdische Leidensgeschichte in den letzten Jahrhunderten kein solches Massenblutbad zu verzeichnen hat, als es die Judenmassakers zur Zeit der Blutherrschaft Petljuras tvaren. Vierzigtausend jüdische Doppelwaisen sind von diesen Pogroms zurück^blieben. In P r o s k u r o w allein wurden viertausend Juden zu Tode gepeinigt, wobei einwandfrei festgestellt wurde, daß der Pogrom vorbereitet und in allen Einzelheiten organisiert war. In Stepanizi wurden alle Juden männlichen Geschlechtes hingeschlachtet. In Nowgorod-Wolinsk ist keine einzige jüdische Wohnung intakt geblieben. Das jüdische Mertel war vom Grund auf verwüstet. Die jüdische Bevölkerung war halb nackt und barfuß in die naheliegenden - Wälder geflohen. Die Untersuchungskommiffion stieß ans ganze Herden von umher-- irrenden Juden, die, vor Schrecken und Hunger erschöpft^. dem Wahnsinn verfallen waren, kaum zu reden vermochten und vor jedem menschlichen Weisen wild davon-li-efcn. In Zitomir hatten die Banden Petljuras mehrere Ueberfülle auf die Juden durchgeführt, die an Graufantkeit einander iiberboten. Die cmfgezählten Tatsachen sind wie ein Tropfen im Meere gegenüber 'den Greueln, die unter Führung Petljuras in der Ukraine verbrochen worden sind." Sie Wilde» find doch bessere Menschen. Aus Lyndon wird gemeldet: Mc Gödern ist von seiner Exedition nach den unbekannten Gebieten des Amazonenstromes zurückgekchrt. Die Expedition hatte er mit Hilfe von dreißig Indianern ausgeft'chrt. Sie dauerte Kvölf Monate und führte ihn Tausenhe von Meilen in unbekanntes Gebiet, das znm größten Teile von Indianern bewohnt wird. Er legte seine Expedition auf einem großen Ruderboot aus dem Rio Negro zurück, bis er an große Wassevfälle gelangte. Hinter diesen Wasserfällen entdeckte er neuest ti m itive Jndianerst ä mm e. Das Merkwürdigste bei diesen wilden Stämmen war, daß sie die-höchste Moralität besitzen, die man auf der Welt finden kann. Verbrechen sind völlig unbekannt, und als natürliche Folge davon -fehlt -jebe Art Strafe. Der Forscher hat niemals gesehen, daß auch nur ein Kind bestraft wurde. An Kachstziel znm Weisz-Prozeß. ■ Camillo Castiglioni hat gegen den AnwM deS .früheren Chefredakteurs des „Wend", Alexander Wer sz, Dr. Robert Steiner, eine Ehrenbeleidiigungsklage eingebracht. Den Anlaß zu dieser Klage bildet die im Laufe des WeiSz- Prozesses von Dr. Steiner auf-gestellte Behauptung, Castigl-ioni habe der österreichischen Militärverwaltung Flugzeuge geliefert, die von der deutschen Heeresleitung wogen ihrer Mangelhaftigkeit zurückgewiesen wurden. Die schlechte Beschaffenheit dieser Flugzeuge habe den Todessturz zahlreicher österreichischer Piloten zur Folge gchal Die MittelschulresorA. Der Stadtschulrat für Wen teilt amtlich folgendes mit: Da es im Hinblick auf die bevorstehenden Einschreibungen an den Mittelschulen notwendig war, unverzüglich Klarheit darüber zu schaffen, welche Mitielschulthpen zu Beginn des kommenden-Schuljahres in Wien den Eltern zur Verfügung stehen werden, wurde nach eingehenden Verhandlungen zwischen den beteiligten Faktoren am 29. Mai über die Fortführung der Mittelschulresorm eine Vereinbarung getroffen. Ihr zufolge werdert diejenigen humanistischen Gymnasien, deren erste Klasse int lausenden Schuljahre noch nach dem allen Lehrplan eingerichtet waren, auch weiterhin nach diesem Lehrplan geführt werden. Alle anderen Wiener Knabenmittelschulett erhalten einen gemeinsamen vi e rklässigem Unterbau, entsprechend dem an mehreren Schulen bereits in Erprobung stehenden Lehrplan der deutschen Mittelschule. Diese Umgestaltung, die im Schuljahr 1926-27 mit der ersten Klaffe beginnend und dann stufenweise ansteigend durchgeführt wird, ermöglicht es den Eltern, sich im dritten Schuljahr für Latei n oder eine lebende Fremdsprache zu entscheiden, während die endgültige Entscheidung über die Wahl der Obermittelschule erst nach Abschluß des vierten Schuljahres zu treffen ist. Es werden verschiedene zur Hochschulreife führende Obers.chulen humanistischer und realistischer Richtuttg zur Verfügung stehen, darunter auch eine altsprachliche Type (mit Latein urch Griechisch). , Die Bundesanstalten für Lehrerbildung, die durch die Ausgestaltung der Lehrerbildung ihren unmittelbaren Wirkuttgskreis eittgebitßl haben, werden in allgerueiu bildende, zur Hochschulreife fi'chreud« Schalen umgewatttzelt^ und zwU L WÄ1W Skr. ML ,'besteht die Mstcht, die e-rin«e»bildungs- I anstalt in Hegelgasf« sowie die Lehrerbrldnngsattftalt i« der Knndmaungasse iit deutsche Oberschulen, die LchrerVAdungsanstatt in der Hegelgafse in ein humanistisches Gymnafittm mnzuwandeln. Dia AufnahmSbedingrmgen für diese Anstalten werden im einzelnen noch bekanntgeydben werden. Das Bundesminiftermm für Unterricht erklärt diese Mitteilung des Stadtschu-lmtes für verfrüht. Bor dem Inkrafttreten einer solchen Maßnahnre müsse das Ein Verne h»m c n mit d o n Bm n d e s l-a-n d e r n erzielt werdew W r em. 1. Juni. * DaS Wett«. Am Mrigen Tug herrschte härteres, warmes Sonnenwetter. Die Dorattssage lautet: Bei hoher Bewölkung heit-er und warm, örtliche Gewitter oder Regen nicht ausges chl-ossen. * Die Lebensmüden. Gestern mittags wurde die Private Eu-genie Korb. 2. Bez., Ferdinandstraßv 27. iu ihver Wohnung mit Zeichen einer Leuchtgasveogift'.tng tot aufgesunden. Es dürfte Selbstmord vorlreigLn. — Gestern n-achmMags hat sich im Hause Pötzleinsdovferstraße 144, die 48jvhvige Private Hermine Her ing mit einem Wäschestrick erhängt. Die Ursache des Selbstmordes ist unbÄnnnt. — Sonntag abends wurde der 30jährige Kat^fmann Louis B o l l a g in der mit Leuchtgas erfüllten Küche der elterlichen Wohnung. 1. Bez.. Gonzagagas^ 6, tot anfgefuuden. Er hat sich vermutlich wegen P ost en>losi'gk'ei t durch Leuchtgas vergiftet. * Tod durch Leuchtgas. Gestern vocnt-ittags wurde die 69jähri-ge Hilfsarbeiter in Leopoldine We i ß m a n n ftr ihrer mit Leuchtgas evfüllien Wchnung leblos aufgefnudLN Ob eS sich um einen Unfall handelt, ist noch nicht fentgüstellt. * Tödliche Berbriihmrgen. Am 26. Mai, nachmittags, kochte die Gcmischttvarerchändlevm Malvine 5dli>nger in der Küche Wäsche in einem größeren Geschirr und stellte dieses vom Kochherd auf den Boderi. Ihre dreijährige Tochter erster Ehe, Rosa Wodak, die in der Küche 'vielte, ging einige Schritte nach rückwärts und setzte 'ich unversehens in das siedende Wasser. Sie erlitt Verbrühungen aller drei Grade undist an den Folgen gestorben. * Er schnorrt nur bei Fudetu Beim Nebevfchr-eiten der Grenze ohne Paß bei BruckMeudorf wurde dar LlßÄhriige Handelsangestellte Friedrich Kornfeld angchalten. Er hat sich seit vier Mottaten unter falschen BortWelgelungen in der Tschechoslowakei als Bettelschwindler herrmbyetvieben. Er gab sich für einen kranken Siu-dervt-en der Universität Padua aus. Er behauptete, wegen eines Lungenleidens gezwungen zu sein, die Studien zu unterbreche»!. Obwchl römisch-katholischer Religion, -wertete sich der Betrüger mm an die Äraelitischen Kultusgemeinden der Städte und ließ sich von ihnen BescheiniMnaen und Empfehlungen an Inden ausftellen. Mit - diesen Empfehlungen sprach er meist bei Aergten und Anwälten vor und erschwindelte recht ansehnliche Summen. Nach seinem eigene« Geständnis hat ihm dieser Schwindel etwa 6006 tschech. Kronen getragen. Kornfeld wurde dem Landesgerichte eingeliefert. * Schachturnierr in Rohitsch-ScmLrbtntnn. Zu den Feiertagen hatte der JWöslawiMe Schachverband im Kttrort Ro- Hitsch-Sauerbruun (Rogaska Slatina) eine Reihe von Turn-ieren durchgeftttztt, an denen die Schachiklubs von Zagreb. Ljubljana, Maribor, Varazd-m und Karlovac tei-lgervvtnmen haben. Der Wert dieser Bera-nftaltttnigen ist besonders dadurch gestiegen, daß sich auch die -jugoslawischen Schachnreffter aktiv beterligten. Am 22. Mai spielt-e Großmeister Dr. Bidmar eine Simultanpartie gegen alle Klubs und erzielte bei 19, Partien 1L Punkte (i5 Gewinne und 2 Remis). Am 23. Mai besiegte Ljubljana den Zagreber Klub mit 4*5 zu 3p5, während btc Vavaädiner den Mariborer Schachkluib Mt 6,6 besiegte^ Am 24. Mai fand unter Leitung des Probleumrerfters Isidor Groß -aus Kariovae der Länderkampf Slovenien—Kroatien ' statt in welchem Slovenieu mit 7:6 als Sieger hervortrat. Für 'Slovenien spiette auch der Großmeister Dr. Bidmar gegen den kroatischen Meister V. Bukovic eine Partie, welche remis endete. Der Mrektor des Kurortes, Dr. Fr. Ster, und der Kuracht Dr. Mavro Groß (ein Sohn des Problemmeisters I. Groß) bemühen sich, im näWen Jahr ein internationales Melfterturnier in Rohitsch-Sauerbrunn zu organisieren. * StiveMen der Gemeinde Wien an bedürftige Studeuteu. Im Studienj>ahr 1926—1927 gelangen für Schüler der Wiener Obermittelschulen und staaMchetr Fachschul-en mchrere von, der Gemotnde Wien errichtete Stipendien von je,180 S. jährlich und für Hörer der Wiener Universität, der Wiener Technck, der Wiener Tierärztlichen Hochschatle. der Hochschule ftrr WeKhanidel, der Hochschule für Bodenkultur, der Wademie für MuzÄ > und darstellende Kunst, der Mademid der bildenden Küitste und der aka-dennschen Spyzialschule für Medailleurkunst gleichfalls mehrere von der Gemeinde Wien errichtete Stipendien von je 360 S. jährlich nach den hiefür bestehenden allgemeinen Dorschvisten und unter nachstehenden besamderen. Voranssetzung-en zur Verleihung. Zum Genuffe dieser Stipendien sind nur unbenüttelle öffentliche Schüler und Dchülevinnein und ordentliche töver und Hörermnen der genannten Lehranstalten berufen. uter sonst gleichen Bedingungen haben nach Wien zuständige Bewerber den Vorzug. Die mit der WürdigkertslbestLtiguug der Schulleitung und dem Nachweis der österreichischen Staatsbürgerschaft verifehenen Gesuche sind bis längstens 21. d. unmittelbar beim Wiener Magistrat, Abteilung 8 (Neues Rathaus) emzubringen und mit den einschlägigen Dokumenten zu belegen. i * FreibAter für Schulkinder. Wie alljährlich werden auch Heuer in insgesamt 39 städtischen Badeansta'.ren Schulkinder gegen sehr niedrige Preise und unler Mitwirkttng der verschiedensten Jugendsürsorgevereine ohne jedes Entgelt ein Bad nehmen und S ch w i m m u ntt e r r i ch t erhalten können. * Die Musikkapellen für die Rettungsgefellfchaft. An den Sarnmeltagen für m RemmgAgeselffchaft. <mr 4. und 5. d., werden Wms'Wapellen der in Wien befindlichen Reginwnter sowie 33 Zivstmuifllen 'durch die Straßen ziehen und Standkonserte äbhalten. * Orientierung am Sternenhimmel, Freitag und Samstag. 4. und ö. d.. veranstaltet bei vollkommen klarettt Himmel Prof. Dr. Oswald Thomas auf dem Nutzberg zwet voneinander unabhängige Sternabende unter freiem Hrmmel. Versammlung in Nußdorf Punkt halb 9 Uhr, Endstation der Linie 36. Endo nach 10 Uyr. * Eine Gedächtnisfeier für James Israel. Am. b. d. wird in Berlin im Langenbeck-Hatts eine Gedächtmsferer kur den vor kurzem verstorbenen Profeffor James Israel, der in der nwzinischett Welt als der „Vater der modernen Nierenchintrgie" angesprochen wird, veranstaltet. Die Professoren PSS-ner mtd Fr. Kraus werden die Gcdet^rvden hält«r, und der Dirigent Siegfried Ochs die musikalischen Darbietmsm AtW.

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