Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2611 (1.6.1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Me. Ml Men, DöenSttg Wiener Morgenzeitung SeitvS LMsbericht. Ser Wettta«? mch dem Mpol beginnt. Nachdem Vor kurzem der amerikanische Marineoffizier Pyrd, der Äs erster den Nordpol überflogen hat, seine Absicht, auch den Südpol zu überfliegen, bekannt-gegeben hat, konrmt jetzt aus Italien die Nachricht, daß der bekannte Fliegerkommandant de Pinedo sich mit den Vorbereitungen für eine Südpolexpedition beschäftigt. Pinedo rüstet sich zu einem Flug, der alle bisherigen Wett- und Polarflüge in den schatten stellen soll. Er will den Südpol erreichen und bei gleicher Gelegenheit alle fünf Erdteile und den Stillen Ozean überfliegen. Dieses grandiose Projekt soll bereits in den nächsten Wochen zur Ausführung gelangen. Meidet die NachsteiuhMen! In der letzten Zeit wird wieder die Reklametrommel für das Dachsteingebiet sehr rührig geschlagen. In allen Tonarten werden die Schönheiten des Dachsteins gepriesen, um ja einen möglichst großen Zuzug von Touristen hin zu bringen. Trotzdem ist cs dem jüdischen Touristen nicht' zu raten, das Dachsteingebiet aufzusuchen. Die berüchtigte Sektion „Austria" des deutschösterreichischen Alpenvereins, der seine Hauptaufgabe in antisemitischer Hetzpropaganda sieht, hat auf dem Dachstein fünf Hütten, derer: Geschäftsgang sehr viel zu wünschen übrig läßt. In diesen Hütten prangen die bekannten Zettel ,^Juden sind hier nicht erwünscht." Obzwar zur Errichtung dieser Hütten viel jüdisches Geld zusa mm engeschnorrt wurde. Während der Kämpfe um den Arierparagraphen im Alpenverein waren die Hütten der Austria auf denr Dachstein sehr stark besucht. Jetzt scheint dieser Berg allmählich bei den Hakenkreuzlern aus der Mode zu kommen. Nun sollen andere auf den Dachstein gelockt werden, damit die Austria-Hütten wieder ein Geschäft machen können. Es wäre mit der jüdischen Würdeunvereinbar, diese Hütten aufzusuchen. In Oesterreich sind hinreichend schöne Berge vorhanden, die ausgesucht werden können. Das Eldorado der hakenkrenzlerischen Austria -kann hübsch bet Seite gelassen werden. Schon jetzt hat die Austria schwer zu kämpfen, um ihre Hütten zu halten. Es ist nicht notwendig, ihr den Kampf zu erleichtern. Abgesehen davon gehören die Dachsteinhütten der Austria lange nicht zu den besten des Alpengebietes. Sie sind von der Sektion stark vernachlässigt, weil die entsprechenden Geldmittel fehlen. Wenn schon jemand unbedingt den Dachstein aufsuchen will, so möge er sich gedulden, bis andere Vereine dort ihre Hütten errichten werden. Im übrigen kann auch jeder halbwegs geübte Tourist den Dachstein leicht in einem Tage nehmen. Das Beste aber ist, die Herren der Sektion Austria mit ihren verschiedentlichen Hüttenwarten und ihren teueren Nächtigungsgebühren hübsch unter sich zu lassen. Es ist nicht notwendig, die Gastfreundschaft von Leuten ln Anspruch zu nehmen, die wohl gerne jüdisches Geld haben möchten, andererseits aber ihrem Antisemitismus freien Lauf lassen. Seipel nach Amerika. Abg. Dr. Seipel ist gesternum 1 Uhr -10 Mn. nachniilmgs mit dem Pariser Schnellzug von Wien abgereist, u,m Arnächst in Paris einen Bövtvag zu halten und sich am 5. d. in Cherbourg nach Zlmepika einziischiffen. Nie Habima in Wien. Einiges übe« die Darsteller ihres „Dybuk". diach dreimaligem Besuch ihres ,I>ybuk" — ich könnte leinen „Dyburk"-Abenid verlieren — lassen sich EinMeistungen würdigen. Der Geist -ihres Erziehers Wachtangow, der Geist der Habima ist — wie allseits gerühmt wurde — auf bas Gesamtwerk gerichtet, Aber die künstlerische Disziplin -der Akteure ist vom unpersönlichen Pnppenspiel so weit entfernt, wie die verantwortungsvolle, gewollte Einordnung vom sklavischen Drill. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, baß, als gestern im zweiten Mt der Vorhang nicht fallen wollte, das Ensemble der Habnna weiterspielte; aus -dem Geist der Handlung prachtvoll lveiterspielte. Und sonst wäre es nicht möglich, daß die Gestalter der mehrfach besetzten Hauptrollen bei aller Gebundenheit an die Ensemblewirkung ihrer selbständigen Auffassung folgen dürfen, als nachschassende Künstler frei sind. Ich sah zwei Darsteller .des Chanan. Friedländer ist mehr von jener, Warschawer (der auch körperlich kräftigere) mehr von dieser Welt. Bei Friedländer beginnt die Seele des kabbalistischen Jünglings schon in der ersten Szene hinauszufl-attern und die Stimme — eine ergreifende, engelhaft zarte Stimme — tastet ins Überirdische. Seine ekstatische Inbrunst ist echter. Warschaüver sicht fester auf dieser Erde, seine Liebe ist sinnlicher (jede Fußspur der Geliebten küßt er), er hadert kräftiger mit Gott. Lea steht ihnr >weit näher als die Kabbala. Bei der Begegnung mit ihr ist Warschawer glaubwürdiger. Als Partnerin ist ihnk die königliche, -durch ihre lebensvolle Schönheit auch denr geübtesten Asketen gefährliche Frau A. Rowina angemessener. Die andere Lea, Frau Bat- A m i, vielleicht nicht ganz so bedeutend wie die Rowina, ist wohl eigenartig. Zarter, ergebener, läßt sie sich den Dybnk eher gefallen als die rassigere Rowina. Sie wird Dulderin, wenn der Dybuk in sie fährt, nicht Anklägerin wie die andere Lea. Die Amme der T. Jndelewitsch steht hinter jener der Frau Gen dl ex (die Wesenhafter ist) unbedingt zurück und beiden schadet unsere Erinnerung an Frau Lares von den Wilnaern. Durchaus verschieden ist der Henoch in der Darstellung Benjamin Zemachs und Gollgnds; jener ein bewundern- , Der Rachruf für Bazsontzi. Taktlosigkeiten im ungarischen Parlament. Budapest, 81. Mai. Das plötzliche Ableben Vazsonyis hat den offiziellen Kreisen Horchy-Ungarns offensichtlich nicht geringe Verlegenheiten bereitet. Ganz besonders im Parlament wußte das Präfidium nicht recht, wie es sich in dem Nachruf für diesen von der Regierungsmehrheit bestgehaßten jüdischen Parlamentarier am besten aus der.Affäre ziehen solle. Und in der Tat war der Nachruf des Vizepräsidenten der Nationalversammlung, Ti'bor Zsitvay, eine unerhörte Taktlosigkeit und antisemitische Niedertracht. Nachdem Zsitvay der persönlichen Begabung des Verstorbenen Anerkennung gezollt hatte, ließ er sich folgendermaßen aus: „Seine Auffassung über den Gedanken des geschichtlichen Ungarn und über dessen Bedmtung sür die Erhaltung der Nation hat sich im Parlament und auch außerhalb desselben nicht immer vereinbaren lasse« mit der lleberzeugung der großen Mehrheit der Nation, doch hat er diese Gegensätze schon während seiner Lebenszeit dadurch aufgehoben, daß er sich den Umsturzbestrebungen des Dolschöwlsmus in der schärfsten Meise entgcgengestellt Hat." - Zsttvay konnte sich nicht enthalten, dem Juden Vazs-onyi noch gewissermaßen vorzuhalten, daß er als Jude eszum Justizminister gebracht habe. Cr sagte diesbezüglich: „Auf den Scheitelpunkt seiner öffentlichen Laufbahn, in das hohe Amt des JnstiMinisters, hat ihn sein durch umfassendes Rechtswissen errungenes Ansehen emporgehoben aus einex Ge) ellscha sts-sch icht-e, die mit seiner Person das erste Mal aus eine so hohe Stufe in unserem öffentlichen Leben gelangen konnte." Diese Aeußerungen hatten zur Folge, daß vielleicht zum ersten Male in einen: Parlament bei eitlem Nachruf für ein verstorbenes Mitglied wegen der Ausführungen des Vorsitzenden ablehnende Zwischenrufe gemacht wurden. Die Opposition konnte diese Taktlosigkeit des Horthy-Magyaren im Präsidentenstuhl nicht ohne Protest hinnehmen. Das Leichenbegängnis. Budapest, 31. Mai. Die Leiche Vazsonyis, die heute im Automobil nach Budapest gelbracht wurde, wird morgen nachmittags vom Rathause aus in den jüdischen Friedhof überführt und dort beigefetzt werden. Unterwegs wird der Trauerzug vor der Synagoge in der Tabakgasse Halt machen. Der Landesverband der Kaufleute und Gewerbetreibenden hat beschlossen, wahrend der Dauer der Beerdigung Vazsonyis die Geschäftsläden geschlossen zu. halten und in den Auslagen das Bildnis des Verstorbenen zur Schau zu stellen. Baron Sztevenyi Vazsonyis Nachfolger im Parlament. Aus Budapest wird uns berichtet: Infolge des Ablebens des Abgeordneten Bazsonyi wird der zweite in der Liste, aus welcher Bazsonyi gewählt wurde, Baron Joses Szterenyi, einberusen. Szterenyi, ein getaufter Jude, Sohn eines Rabbiners, wird sich keiner der bestehenden Parteien anschließen. Er ist Legitinrist im Sinne des Grafen Apponyi. Mar Rordau-Gedeniseler. Anläßlich der feierlichen Beisetzung Max Nordaus in Tel- Awiw veranstaltet die Zionistische Sektion. für die westlichen Bezirke Wiens (6. bis 8. Bezirk) im Vereinsheim, 8. Bez., Bennoplatz 1 ä, h e u t e, 8 Uhr abends, eine Gedenkfeier. Die Ansprache hält Prof. Dr. Wilhelm Stein. Anschließend künstlerische Darbietungen. ' der, trockener Philister, der zu Chanan anssieht wie Wagner zu Faust, dieser ein überzeugterer, stärkerer Kämpfer für die Geniarah, fühlt -weit mehr das Zeug in sich, den schwärmerischen Kabbalisten auf die Erde zurückzubringen. Die „weinende Frau" der H. Grober ist so überragend, ihre gesungene Anklage so erschütternd, daßdie vortreffliche Wilnaex Katschur abfallen muß, wenn man in der anderen Besetzung Frau. Grober sah und hörte. Vollsaftig in seiner bürgerlichen Behäbigkeit hohnvollster Gegensatz zu dem Volk der bresthasten Hungerleider -und der durchsichtigen Batlonim (aber dabei eiin gutmütiger Kaufherr, so daß einem sein Unglück nahe geht), der Sender des Herrn D. Itki n. Er spielte an allen drei Abenden wie Direktor Nahum Z e m a ch den Zad-drk. Sein Asviel ist von besonderer Art. Da ihn die Zaddikim von Miropol als den großen Führer verehren, gibt er ihm auch Führere-igeuschaften. Inbrunst, die Hingabe an die Gottheit, das Flehen, ihr Werkzeug sein zu. dürfen, läßt er in seiner Kammer, ivenn er unter die Zaddikim tritt. Aber die Gloriole einsanier Zwiesprache mit Gott trägt er um das Haupt -und unvergleichlich ist die eindeutige Sprache seines Tanzes. Otto Abeles. Musikalisches zu der „Ipb«k"-A«Mmng. Das Mysterium des Dybuk, welches nach der Oper förmlich schreit, hat bereits Wilhelm Groß, den Komponisten des „Sgaranell" und Bearbeiter ostjüdischer Weisen, zur Inangriffnahme einer Dybuk-OPer veranlaßt. Die Dybuk- Musik von Julius Engel, dem bewährten jüdischen Tondichter und Folkloristen, geht nicht auf Opernwirkung aus, sie fließt' arls der lebendigen Volksseele und verschmilzt in eins mit dem melodischen Klarig der hebräischen Sprache, mit den Tönen, Farben und bis in die Fingerspitzen gemeißelten Gebärden der Habima-Bühne, von der sie überhaupt gar nicht losznlösen ist. Nur spärlich sind die Ansätze zur Kunstmusik, etwa das geheimnisvolle Raunen der dunkel getönten Streicher in der Einleitung, welche die von der höchsten Höhe in den tiefsten Abgrund gefallene Seele beklagen. Und die gleiche ]'■ Weise kehrt — nachdem kurz zuvor Lea ein wenig konventionell, i fast wie eine italienische Opernheldin, in Pnccinischer Schön- ' heit gestorben ist —> am Schlüsse wieder^ gleichsam ein Symbol , 1. Juni,1926 l ti NIINBRANO« ans naturechten, besten Weinen in amtlich plomblcrtan M***h*n (Erlaß des Ackeibauministeriumä ZI. 16)99/474 tx 1964) Gegen Grippe bestbewährt ÜBERALL ZU HABEN» Steinhagel gegen den Budapest-Berlinßrprehzng. Aus Prag wird gemeldet: Somttvy um 1V Uhr -nachts wurde in der Nähe der ungarisch-lschechischen Grenze d« Expreßzug Budapest—Prag—Berlin plötzlich von einem Steinhagel überschüttest, wobei die Schckben des Schlafwagens und des Speisewagens in Trümmer gingen. Verletzt wurde niemand. Die Täter entkam« -umAannt. 8m Hemd auf die Polizei geschleppt. Sonderbare Berliner Polizeifltten. Aus Berlin wird uns gemeldet: Ein ganz uinglmibliicher Uebergriff zweier Berliner Schupoleute hält ganz Berlin in Aufregung. Der Händler Gustav Perchalla war wegen unerlaubten Straßenhandels zu einer PMzeigeldstraife verurteil: worden. Um halb 5 Uhr früh erschienen Avec Schupoleute bei Perchalla und forderten von ihm die Bezahlung dieser Strafe. Der > Händler behauptete, beretits bezahlt zu halben, -und weigerte sich auf das Polizeirevier 'mitzukommen, wozu ihn die beiden Wachebeamten aufforderten. Daraufhin wurde er von ihnen mit Gewalt au-s dem Bett geholt und im Nachthemd über -die Straße -mch dem Polizeirevier gebracht. Auf der Woche ergab sich, daß Perchalla mit seiner Behauptung, die Strafe bezahlt zu haben, jm> Recht gewesen sei. Es wurde ihm darauishin gestattet", sich von seiner Ivan Kleidung bringen zu lasse«, damit er dl« Wache Vevlasien könne. Der PÄizeiprösDent hat sogleich ein« eingehende ttoti**- fuchung eingeleitet.; Der Mel au» Kalifornien. Ein neuer Hochstaplertrick. Aus Berlin wird uns gemeldet: Bei der Familie eines Kaufmannes in Landsberg (Warthe) hatte sich ein längst'verschollen geglaubter Onkel angemeldet, der'nach seinen brieflichen Angaben in Kalifornien' eine große Farm besitzen sollte. Die Freude war denn auch außerordentlich groß, als der Onkel in später Nachtstunde eintraf. Getrübt wurde die Freude des Wiedersehens auch dadurch nicht, daß sein Gepäck noch nicht eingetroffen war, das er in Hamburg aufgegeben hatte. Dafür hatte er aber eine große Anzahl von Photographien von , seiner idyllisch gelegenen. Farm, in der Reisetasche. Die Familie war von der Größe dieses Besitztums überrascht. Gern räumte man dem Onkel, als am anderen Tage auch die Banküberweisungen noch nicht eingetroffen waren, einen größeren Kredit ein. Auf Kosten seiner lieben Verwandten kaufte er auch noch einige Kleidungsstücke, da seine Sachen immer noch nicht eingetrosfen waren. Schließlich ließ der Gastgeber, durch verschiedene Umstände mißtrauisch. geworden, Lei der Hamburger Bank ansragen, ob sie denn für die irrenden Seelen, die in immer neuen Gestalten wiederkehren. Im. übrigen ist die Musik durchaus stark und echt, altes, ererbtes Volksgut: Volkslieder und Chassidimweisen, ein Trinklied und ein Tanz der Bettler, der bis zu einem Furioso des Taumels großartig gesteigert ist, wechseln mit der feierlichen Pracht der alten religiösen Gesänge, mit der Hymnik des „hohen Liedes", mit dem einfachen, ergreifenden Gebet einer Mutter um Genesung der sterbenden Tochter. Spezifisch jüdisch ist die bebende, tränenhafte Melodik, die volkstümliche Rhythmik, der jähe Wechsel zwischen tiefer Trauer und Augenblicken der Freude. In dem starken Einschlag von Ironie und Groteske macht sich in Musik und Szene der russische Geist fühlbar. Gewiß kein Zufall, daß jüdische Theaterkunst und jüdische Musik gerade auf dem Boden des räumlich und geistig an den Orient unmittelbar angrenzenden russischen Reiches nach der alte Fesseln sprengenden Revolution seine erste moderne Blütezeit erlebten, die trotz russischer Einflüsse an älteste jüdische Gefühlstraditionen anknüpft. Denn das Theater wird hier zur „nroralischen Anstalt", znm Heiligtum, und die Musik, schlicht und volkstümlich, eindringlich und wahrhaftig, dient nicht dem Kuljssenzauber. Sie schwingt sich im Dybuk über das ZeitNche ins Ewige empor und versinnbildlicht ein Jahrtausvnde altes, ewig wiederkehrendes Leid. flb. Ae GleichgAtipe». Kritik des Publikums. Zunächst kamen sischarenlveise zu spät und verrieten f» gleich beinc Eintritt ihre Diszipl-inloisiigkoit und solbscherrliche Kunstapathie. Der erste Zusammenstoß zwischen den Vertretern der Habima — ihren Ahministrat-oren un-d Direktoren als den Hütern der Heiligkeit ihrer Kunst und dem „am k'schei orof", der in ihrer Tmgheit widerispenstige-n Masse, war schon — bei den Ei-ngangstüren gegeben. Cs sollte aber noch viel ärger kommen^ Zu einem viel tragischeren Zusammenstoß zwischen einer ernsten, hohen hebräischen Kunst und einem enttvurzeliten Teil des Volkes. Zn der bitteren Erkenntnis, daß — es-muß einmal offen ausgesprochen werden — das Wiener Judentum nicht der entsprechende Boden und nicht das würdige^ Publikum für die Habima ist. Daß, außer den wenigen Jungen, den Chal-uzttn, den Stl^enten, den - .Gymnasiasten und eiiWlnen Begeisterten, i,