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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-31 · Heft 2610 (31.5.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2610 (31.5.1926)
Date
1926-05-31
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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HfHii i Kalifat und Maadatstommisfion. So« Sr. Fritz Lö»enstela, gerasalem. ZuMu beliebtesten politischen Schlagworten gehören die beginnenden, größtenteils Abstraktionen von jener HMwahrcheit, die gefährlicher zu sein pflegt als die ganze Nnwahrheit. So ist eS mit Panislamismus, so mit Panarabismus; ganz zn schweigen von dem völlig nebelhaften Literatenbegriff des Panasiatismns. Es ist eine reine politische Phantasie, für die in der heutigen politischen Wirklichkeit noch kein Keim zu finden ist, wenn man an eine große Freiheitsbewegung von Ostasiaten, Indern aller Nationen und Religionen und westasiatischen Mohammedanern glaubt. Aber es ist auch mit der panislamitischen Bewegung nicht viel weiter her. Man hat im Kriege gesehen, daß der Dschihad, der Heilige Krieg, nicht jener alle Mohammedaner zum Kampf aufrufcnde Parolebesehl ist, den die Europäer sich unter ihm vorgestellt haben, und die Türken führten gegen die Entente denselben Heiligen Krieg, den arabische Fürsten auf seiten der Engländer gegen Türken und Deutsche führten. Richtig ist, daß die Religion im Orient ein viel lebendigerer Faktor im Völkerleben ist als im gegenwärtigen Okzident und daß die Religion des Islam sehr , wohl ein völkerverbindendes Element darstellt. Freilich, wenn beim Judentllm Religion und Volkstum im Grunde identische Begriffe sind, so ist der Islam mit den Arabern in keiner Weise gleich zu setzen. Semiten, Berbervölker, Turkvölker, Inder, Zieger hängen der Religion des Propheten an und sind bei dieser Gemeinsamkeit auf der anderen Seite politisch, kulturell, wirtschaftlich aufs tiefste von einander geschieden. Dann aber weist der Islam Spaltungen und Sektenbildung in größtem -Umfange auf. Die schiitischen Perser stehen mit den sunnitischen Arabern und Türken in Todfeindschaft. Die Wahabiten, über die man aus dem ausgezeichneten Werk von Philby vieles erfahren kann, halten die Schiiten überhaupt nicht für Mohammedaner und halten den üblichen sunnitischen Islam kaum für etwas Besseres als Ketzerei. So ist eine Einheit des Islam heute noch weit von der Verwirklichung entfernt. Zuzugeben ist freilich, daß die Tendenz zu einer Annäherung vorhanden ist. Man soll die symbolhafte Bedeutung etwa einer Geldsammlung in der - ganzen mohammedanischen Welt von Marokko bis Indien zur Restauration der Omar-Moschee in Jerusalem nicht unterschätzen. Noch wichtiger ist die bemerkenswerte Tatsache, daß die Vorgänge in einem islamitischen Lande heute im anderen beachtet werden mnd daß es, wenn nicht Hilfsaktionen, so doch Sympathiekundgebungen gibt. Kein Zweifel, daß Abd el Kevim, Jbn Saud, Kemal Pascha, der Drusenhäuptling sich heute in der ganzen islamitischen Welt einer gewissen Sympathie und Popularität erfreuen. (Abd el Kerim hat inzwischen vor den Franzosen kapituliert. Die Red.) v * In diesen Tagen filwet in Kairo ein Kongreß statt, der dem Islam seine alte religiöse Spitze, das Kalifat, wiedergeben will. Obwohl die Tradition vorschreibt, daß der Kalis, d. h. der Stellvertreter des Propheten, Araber sein muß, war. in den letzten Jahrhunderten der türkische Sultan als Kalif anerkannt, . wenn auch nicht widerspruchslos, wie denn z. B. in Englands Politik gegenüber den Arabern die Frage des Kalifats eine Rolle spielt. Nachdem aber die Türkei Republik ge-, worden ist und sich säkularisiert hat, ist das Problem des Kalifats neu aufgetaucht. Würde die Lösung dieser Frage in Kairo gelingen, so würde dies für den Islam einen gewaltigen Fortschritt bedeuten. Es handelt sich darum, unter den gegenwärtigen islamitischen Herrschern eine Persönlichkeit zu finden, deren Autorität groß genug ist, um dem Kalifat seine alte Würde wtederzugeben, und das hat unzweifelhaft eine politische Voraussetzung, nämlich, daß der Gewählte politisch unabhängig genug ist. um Garantie für eine wirklich rein islamitische Politik zu gewähren. An solchen Fürsten ist kein Ueberflutz. Die antireligiöse Türkei kann nicht in Frage kommen. Der persische Schah, dessen Unabhängigkeit zugegeben sein mag. ist Schiit. An diejenigen islamitischen Länder, die europäische Kolonien sind, wie Algier, Tunis und Tripolis, kann natürlich gleichfalls nicht gedacht werden. Der Sultan von Marokko existiert nur dank der Gnade der Franzosen und Spanier, und der „König" des „unabhängigen" Aegypten, Fuad, ist ein Werkzeug der Engländer, der die Mehrheit seiner Volksgenossen gegen sich hat. Er gilt als aussichtsreicher Kandidat, aber daß dürfte mehr der Wunsch ägyptischer, englandfreundlicher Kreise als der Wille anderer Kongreßteilnehmer sein, Es bleibt ein Name, der von Jbn Saud, dem Wahabitensultan, der nach der Eroberung des Hedschas als Herr des heiligen Mekka und als Verbündeter Englands heute eine gewaltige Stellung in des Welt des Islam einnimmt. Aber kann man erwarten, daß der Kongreß das Haupt der puritanischen Sekte wählt, einen Fanitiker des Islam, der im Sinne seiner Anschauungen die meisten seiner Wähler für schlechte Mohammedaner halten muß? Man kann schon heute das Scheitern des Kongresses mit Sicherheit Voraussagen, wobei nicht verkannt werden darf, daß schon das Zustandekommen eines solchen Kongresses auch ohne praktische Ergebnisse eine bemerkenswerte Tatsache ist. * Auch die Araber Palästinas haben sich nach langem Zögern entschlossen, Vertreter zum Kongreß nach Kairo zu schicken. Das Zögern beruhte wohl in erster Linie darauf, daß man es der Regierung des Königs Fuad sehr übel genommen hat, daß sie Palästinamandat und Balfour-Erklärung anerkannt hat. Schon dieses Beispiel zeigt, daß die Interessen der einzelne,» arabischen Länder divergieren. Jedenfalls aber sind diese Interessen keine identischen und müssen nach Lage der Dinge mit ganz verschiedenen' Mitteln erreicht werden. Gerade in Palästina haben wir jetzt ein bemerkenswertes Beispiel, das zeigt, wie die Araber sich politisch entwickeln, wie sie es verstehen, sich mit einem Falt aceoMpli abzufinden und auf dem Boden gegebener Tatsachen fftt ihre Wünsche eintreten. In diesen Tagen nämlich veröffentlichen die Zeitungen das Memorandum, Vas die Exekutive des arabischen Kongresies, die sich, wie bekannt, als Vertretung der palästinensischen Araber bezeichnet, an die Mandatskommission des Völkerbundes gerichtet hat. Dieses Memorandum ist ein bemerkenswertes politisches Schriftstück. Der Inhalt aller früheren Memoranden dieser -Körperschaft an den Völkerbund war in unzähligen Variationen stets derselbe: Nichtanerkennung des britischen Palästinamandats, Nichtanerkennung der Balfour- Erklärung. Das diesjährige Memorandum ist völlig sicherer Natur. ES verlangt im Ssiine des Artikels 3 des Mandats Gewährung einer Selbstverwaltung auf Grund demokratischer Wahlen, wobei Juden und Araber entsprechend ihrer Zahl vertreten sein sollen. Der Fortschritt dieses Memorandums liegt in der Tatsache, daß die Forderung, einen bestimmten Artikel des Mandats zur Ausführung zu bringen, di« Anerkennung dieses Mandats und der darin enthaltenen Bestimmung über die Errichtung des jüdischen Nationalheims involvieren. Wenn es sich hier, wie es scheint, nicht um einen bloßen taktischen Schritt, sondern um eine grundsätzliche Neuorientierung handelt, so dürfte dies für die Zukunft der jüdisch-arabischen Beziehungen von größter positiver Bedeutung sein. Mit der Anerkennung des Mandats treten die Araber auf einen Boden, der eine fruchtbare Diskustion mit der Mandatsregieruug und mit den Juden ermöglichen wird. Der angezogene Artikel 3 lautet: „Der Mandatar soll, soweit die Umstände dieerlauben, die lokale Selbstverwaltung fordern." Die Frage lautet also, ob die gegenwärtigen Umstände nicht nur die Einrichtung städtischer Selbstverwaltungkörperschaften — das wird von jüdischer Seite ebenso gefordert —, sondern eines palästinensischen Parlaments gestatten. Diese Frage dürfte zu verneinen sein. Die überwältigende Mehrheit der palästinensischen Araber nimmt am politischen Leben des Landes nicht den leisesten Anteil. Es bestehen in der Hauptsache drei politische Parteien: das mohammedanisch-christliche Komitee, als dessen Ausschuß die Exekutive fungiert, die das in Rede stehende Memorandum abgesandt hat, die National« pqrtei, die. zu den Männern der erstgenannten Gruppe in erbitterter Feindschaft steht, und die Bauernpartei, die Zusammenarbeit mit Regierung und Juden auf ihrem Programm; hat. Die erste der drei Parteien gruppiert sich um die Familie Husseini, die zweite um die Nashashibis; beide sind Notabelngruppen mit je ein paar Dutzend Anhängern. Die Bauernpartei endlich versucht, die wirtschaftliche und politische Entwicklung der Bauern zu fördern, also des entscheidenden BevölkerungSeltzments. .Diese .Arbeitsteht. aber noch iy den Anfängen. Man kann also Heute nicht in Palästina von einer politischen Reife der arabischen Bevölkerung sprechen, wie denn überhaupt demokratische Wahlen zu einer noch großen Teils äuk Analphabeten bestehenden Bevölkerung schlecht passen. ' . Dieses Argument wird auch von vernünftigen Arabern als richtig. zugegeben. Hinzu kommt aber sin ganz anderer GestchtSpunkt. Nach Artikel 8 des Mandats ist England dafür „verantwortlich, daß daS Land unter solche politische, administrative und wirtschaftlich« Bedingungen gestellt wird, welche di« Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte .sichern". Es ist ohne weiteres klar, daß ein palästinensisches Parlament, dar eine arabische Majorität haben würde, und zwar eine Majorität, die den Standpunkt der kleinen Effendi-Gruppe zum Ausdruck bringt, alles tun würde, um die Errichtung der nationalen Heimstätte zu hlntertreiben, wodurch es die Mandatsregierung dazu, zwingen würde, gegen den Willen einer Parlaments zu regieren, das die Grundvoraussetzung des Pa« lästinamandats aufzuheben versucht. Es bleibt nur der Weg, in dem heute Juden und Araber einig sind: Entwicklung einer Selbstverwaltung von unten herauf, also Wahl der Stadtverwaltung auf demokratischen, Wege. Was aber Zentralkörperchaften des Landes anbetrifst, so, haben die Engländer schon m mehreren Jahren ihren kolonisatorischen Bräuchen entsprechend die Einrichtung eines Legislative Council vorge- 'chlagen, ein Vorschlag, der von den Inden akzeptiert, von den Arabern äbgelehnt wurde. Diese Idee scheint wieder aktuell zu werden und sie wird auch diesmal auf die Sympathie der jüdischen Bevölkerung stoßen, wenn diese auch darauf betehn wird, daß die Rechte eines derartigen Councils ihre Grenze an den Mandatsbestimmungon finden wird. Bon den Arabern wird es abhängen, ob sie staatsmännisch genug sein werden, um einem derartigen Council zMstimmen, der kein Parlament darstellt, aber einen Weg dazu, und der zwar nicht die Entscheidung über alle Fragen, wohl aber über viele wichtige Fragen in die Hand eine Komitees legt, wo Beamte neben erwählten Vertretern der LandeSbevölkernng sitzen werden. * Wie di? Araber, so sind auch die Juden mit der Vorbereitung der diesjährigen Sitzung der Mandatskommission bechästigt. Die Zionistische Organisation als Jewish Agency hat ährlich der Mandatskommission einen Bericht über ihre Tätig- ■eit überreicht. Es ist interessant zu beobachten, daß mau sich im Jahre 1984 noch darauf beschränken konnte: ein reines Tatsachenmaterial über die Kolonisation zu unterbreiten, während im vorigen Jahre Dr. Weizmann den Bericht Mit einem Begleitschreiben eiureichte, in welchem die Beschwerden der Zionistischen Organisation gegen die MandatSregtemng wegen Nichterfüllung wichtiger Artikel des BalästinsmandatS ent? halten waren. Es wird erinnerlich sein, daß diesem Schritt der Zionistischen Organisation ein teilweiser Erfolg beschieden 1 f&L SHUt 1SW Xt 19V ■Wliinr-—IBOT, .rnr„ ' n I .. .M. ' ' . raot, indem die Berechtigung der ztonchtscheu gvrderuWW grundsätzlich (tnetitmtü und der Marwatsvegievung «che g» legt wurde, dich» Wünschen Rechnung zu trag««» soweit «I Me palästinensische» Finanzen gestatten, die. wie bedmmt, im letzte» Jahre mit einem Ueberschuß abgeschlossen habe«. In diese« Jahre werden sicherlich die Beschwerden «nd Fordernde» einen noch größeren Rau« einnehmm, was äutzeckich dari» zum Ausdruck kommt, daß mii ausdrücklicher Zustimmung der Zionistischen Organisation die höchste Instanz der palästinensischen Judenheit, der Woad Lenmi, mit einer dreigliedrige» Kommission in Genf erscheinen wird, um ihre Beschwerden vor-« zutragen. Mm, könnte so beinahe den Eindruck gewinnen, als ob die Beschwerden von beiden Seilen sich aufheben und geradezu beweisen, daß die Mandatsregierrmg den richtigen Mittelweg gehl. Aber das ist ein Fehlschuß; vielmehr muß man sagen, daß die Regierungspolitik völlig passiv ist mrd daß sich ihr Interesse offensichtlich auf zwei Punkte allein konzentriert, nämlich auf die militärische Sicherung des Landes nud auf Ersparnisse beim Budget, was beides sehr erfreulich, aber doch nicht ganz ausreichend ist. Die jüdischen Forderunge« verletzen bei ihrer Erfüllung in keiner Weise arabische Interessen, wie sich dies am deutlichsten etwa in der Frage des Grziehungsbudgets zeigt. Die Juden verlangen nicht einen Pfennig von dem Gelb, das die Palästinaregievung heute für das arabische Schulwerk aufwendet, sondern sie verlangen nur, daß auch das jüdische Schulwerk von der Regierung subventioniert wird, während eS heute ausschließlich aus den Mitteln der Zionistischen Organisation und Beiträgen der palästinensischen Jlchen erhalten wird. Diese letzteren aber sind die Haupte steuerzahler und tragen so einmal durch ihre Staatssteuer zur Erhaltung der arabischen Schulen, andererseits freiwillig zur Erhaltung des hebräischen Schulwerks bei. Es ist eine Selbst-, Verständlichkeit, daß die Mandatsregierung ihre Neberschüsse nicht thesauriert, sondern sie zum Wohle der Gesamtheit anwendet. Ne englische Kohlenkrise. Die Regierung wilkAuslandSko^e einsiihreu. London, 30. Mai. Wie „Times" wissen wolle», soll dis englische Regierung beabsichtigen, für den Fall einer weiteren Fortdauer des Bergarbeiterstreiks den Kohlenbedarf der englischen Industrie im Ausland zu decken. Man rechnet damit, daß B a l d w i n über diese Absicht der Regierung in der Dienstaglsitzung des Unterhauses sprechen wich. Sw Mord in Pfaffstatten. Ern aibgestrwfter Beamter erschießt seine Ge, liebte und flüchtet. Gestern früh wurde am Wiener-Neuftädtevka'nal in der unmittelbaren Umgebung von Pfaffstatten die Arbeiterin Stephanie Flecks eine Witwe, Mutter eines Kindes, erschossen aüfgefunden. Der sofort aufgenommene Lokalaugenschein «Mb, daß Stephanie Fleck das Opfer eines Mordes geworden ist. Der Kopf der Tüten war von einer Revolverkugel durchbohrt, ihre Bmst wies eine zweite Einschußöffnung auf. Die Ermordete war 28 Jahre alt, auffallend hübsch und Arbeiterin in der Gmmnifabrck in Tribuswinkel. Die Echebungen ergaben, daß zwischen der Ermordeten und dem im gleichen Hause wchnewden ehemaligen Beamten Ludwig Wiede man n, dem Schn eines braven' Eisenbahnerpaares, Beziehungen bestanden halben, die auch nicht darunter Men, daß Wiedemann wegen eines E i nbruches aus dem Gymnasium ausgeschlossen wurde, auch nicht dann, als das Mädchen vor einigen Jahve« einen anderen Mann heiratete, der kurze- Zeit darauf an Tuberkulose starb. Erst als Wiedemann nach einem größeren Einbruchsdiebstahls in di« Strafanstalt Ster» eingeliefert wurde, hocken die Beziehungen auf. Vor kurzem wurde Wiedemann mit Bewährungsfrist entlasten. MS er hörte, daß -re Meck von ihm nichts mehr wissen wollte, suchte er sie auf. und stellte sie zur Rede. Sie wies ihn ab und vevlangte von ihm Ruh«. Samstag nachmittags fuhr sie nach Wien, um ihrem Kinde Kleider zu kaufe«. Dies erfuhr Wiedemann und erwartete sie i« Wien. Gemeinsam sind sie dann abends mit der Badener Elektrischen nach Tribuswinkel gefahren, um dann am Wiener« Nsustädterkanal entlang nach Haust zu gehen. Hier dürfte sie gegen Mitternacht von Wiedemann erschossen worden sein. Tr «ahm die Pakete der Fleck an sich und gab sie Hei den Ater» der Ermordete« ab. Wied^nann flüchtete, und es ist bisher nicht gchnigen, ihn ausfindig zu machen. 8fe gehekmnk,volle HIlserufe am der Saum. »In Sklqimords Wie berichtet, haben sich bei der PBzoihehörde urchrere Personen gemeldet, die Mereinstiimmrid angaben, in de« Nacht zum 27. b. M. gegen halb 12 Uhr nachts aus dem Tonaustrow zwischen dem Lagerhaus der Stadt Won und der Militärschw'.mmschnlvor der S.Eauerbvücke die Hilferufe einer Frauenstimme gehört zu haben, di« .immer schwächer mürben und schließlich ganz verstummten. Auch Sonntag haben sich neue Zeugen gennldet, darunter ein Schmiedegehilfr. -er angab, -aß er um di« Mische Zeit vom User her Männerstimmen gchört habe, di« ziemlich laut klangen. Bald nachher vernahm er das Ausschlagen eines Gegenstandes im Wasser und gleich darauf d:« Hilferufe einer weiblichen Stimme, di« immer entfernter wurden und schließlich gänzlich aufhörterr. Ein weiterer Zeuge ist -er Ansicht, daß die Ruft, die er gehört, picht aus dem Wasser, sondern vom Mr stlihst kamen, Was nun das angeblich laut geführte Gespräch von Männern am DonaM« alchelangt, so dürft« dies dämm zurückzufühM sein, daß an der bezeichnen Stelle um diese Zeit gerade di« RetlungsgeWchast 'bei emsm pMmFücktw Matrosen mte»

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