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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-30 · Heft 2609 (30.5.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2609 (30.5.1926)
Date
1926-05-30
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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a üfc. m Men, GlMcky SchnSdendienst chnewsibers gesichert fft. SS müßten tat Wnidsen ■v*4b GvmeWden andere EiwkmrmenSquellen zur BerfidAtNy gestellt »vertan. was vorläuftg wicht der FM ift: Auch bei einzelnen LontashypochÄenmfftasten ist gvoße Vorsicht geboven. Der Umstnud, daß ihnen gewöhnlich einflußreiche PolMche Parteien zur Seite stehen, bietet nicht die Gewähr dafür, dH auch die Bonität restlos gegeben ist. Die staatliche Koittrolk läßt hier noch manches Au wünschen übrig. Dabei ist Mch der Umstand zu erwägen, daß erstklassige Pfcmbbviefinstiittte in Men, die das Recht der PßianbbriefernissiM haben, vorläufig von diesem Rechte trotz der günstigen Lage des EmissionSmmftes keinen Gebrauch machen, weil ihnen die Hypochekarobjekte nicht allzu tmtzlich erscheinen. Ddes läßt tief blicken. Es können auch hier Folgen eintreten, die in der Znünrft nicht erwünscht sein können. Der Zinsfuß in Oesterreich wird nicht von einem auf den anderen Dag so herabgesetzt werden, daß ein Wettrennen um solche Anlagewerte nnbedn^t notwendig ist. Dr. M. Rg. Jas Programm des neue» polnischen Rnanmlnlkers. Günstige Stenereirrgange. — Sine ausländische Anleche nur unter ehrenvollen Bedittgnngen. Warschau, W. Juni. (Poln. Tel.-Ag.) FinanizminWr . Gzechowicz hat Pressevertretern gegenüber fotzende Erklärung abgegeben: JH habe den ersten Coupon der Dil'lon-An!leihe bezahlt. Die Steueremgänge habert sich nicht vermindert, sie ü b e r st e i g e n sogar für die Mette Dekade des Monats Mai die Eingänge der ersten Dekade um sechs Millionen Zloty. Die dritte Dekade wird wahrscheinlich noch besser sein. Unter diesen Umständen, glaube ich, wich es nicht unmöglich sein, das Budgetdefizit, das meiner Schätzung nach ungefähr zweihundert Millionen Zloty betragen wich, zu decken, ohne zu Anleihen Zuflucht zu nehmen. Ich Woche die Steuern nur mit großer Vorsicht echöihen und die Finanzen der autonomen Körperschaften einer energischen Kontrolle unterwerfen. Ich rverbe der Frage der Preise, die den Finanzplan Grabskis umwavsen, die größte Betauttmg beimessen. Eim auswärtige Anleihe wäre wünschenswert, jedoch seübstoerständlich nur unter chrendollen Bedingungen. Gute krnteansstchteu tu Palästina. Bericht des landwirtschaftlichen Direktors. Ans Jerusalem wird uns geschrieben: Die HMuinmer des „CömmcroiaL Dulletm", das vom Zolldeportement der palästinensischen Regiemng herausgegeben wich, stellt fest, daß „der Mangel an flüssigem Gelbe noch1 weiter vocherrscht", und bringt des ferneren eine Mitteilung des Direktors für Forstn>nd Landwirtschaft über die Ernteaussichten un April, die in ungewöhnlich optimistischem Tone abgefaßt ist. Der Bericht Tofuitet: Die Ernteaussichten sind sowohl für daS- Wimseirwie für das Sommergetreide gut. Sogar tan Wmteryetchide in> der Akko-Ebene, das mifangs durch die Ueberschwemmungein gelitten hatte, hat bas schöne Wetter in der letzten Zeit genützt; die eingigen Gegenden, von denen man nicht mit Sicherheit ausgezeichnet« Ertrage und gute Oualiitat des Korns erwarten ftamn, sind Jericho «und Teile des Berischeba-DistrNeZ. Weizen sieht in tan Gbmen und ftn Ghor bereits >in Aehren, während Gerste erst zu reisen beginnt. Das Gemülse sicht in Blüte und >bietot in Men Gegenden glänzende Aussichten instasondere Linsen und Kirsenna. Frühgemüse sowie Kittbis, Tomaten und grüne Bohnen sind schon auf dem Markte und erziolien trotz des großen Angebotes geie Preise. Das zweite Wägen fm die Sammerernte ist beendigt, brr Tul'kerem-Distrckt sind die Melonen schon weit vorgeschMen. Sesam wird, wie Mich, um tan 25. d. gepflangt werden. Die Tabavtaet« haben sich gut entwickelt »md imNoriden beginnt man mit den. Umpflanzen. Das Fallen der MÄchPveise nur 50 Prozent in verschiedenen Gegenden geitzt tan Stand der WeSderr. Solchen und Krankheiten sind sMn und Mft« ans solchen Grimderr sind fast M nicht oingetroten. - In den O rangen Pflanzungen lvar eine sehr starke Blüte zu verzeichnen, und der Stand tar Wimrzungen verspricht eine Riekordernte. Apriwsm und Mandeln setzen ebenfalls gck an, und in dem BanaminManzunMn ist man sehr tatttz. Die Preis« entsprechen den Aussichten' aus sin schr großes Angebot in allen Sorten. Weizen, Gerste, Milch, Käse und Eier sind bMtzer geivörderr, wogegen sich die PrHe für Butter ynd Gemüse halten. _ Der gestrige Privatverkehr. Die Uinsätze waren bei äußerst geringer Nachfrage sehr klein. Gefragt wurden nur einzeln« Elettvrzitäts- und Anlagewert«. Auch Kohlenaktien lagen im Anschluß an die fest« Haltung in Berlin freundlich. Das Dorotheum als Interessenvertretung des österreichischen HausbesttzeS in Deutschland, Me uns mitgeteilt wird, hat das Dorotheum in Berlin eine Geschäftsstelle seiner Realitätenabteilung errichtet, die sich damit befaßt,, den in ' Oesterreich wohnhaften Eigentümern reichSdentscher Häuser bei ' allen Angelegenheiten, die deren Grundbesitz in Deutschland, betreffen, zur Sette zu stehen. Das Dorotheum wird sich in > erster Linie mit tar Beschaffung von Hypothekarkrsditen auf die in Betracht kommenden Objekte befassen. Bekanntlich war bisher die Erlangung eines HypothekarkredittL in Deutschland Dr ausländische Hausbesitzer mit größten Schwierigkeiten der- - . bunden. Weiters ivivd sich das Dorotheum mit der HauSververwaltrrng, eventuell mii der Kontrolle der Verwaltung, mit der Durchffchrung von An- und Verkäufen sowie mit der rechts- : freundlichen Vertretung i» AnfwertungS- und sonstigen Grundstückschen beschäftigen. Jrttbesondere Wird durch eim - rostenlose RechtSberaturrg Vorsorge getroffen iverden, daß die - hier wohnenden deutsche» Grurchbesitzer tat fremden Gelch- 1 Mtatt JhtffioA Bk&ML « WWMWW «VT ifii Mtawae M»rgrniikk»«« sn.mim mmmmxB. . Sa?><>• wm jMMchW -.1 '-■'fl wm KWWM rvM f:rpw> I"Miwi Wmm mm . , •.. , ... .. .. . , Die Ansgleichstagfahrt der Firma Sgalitzer und Schlesinger. Beim Handelsgericht hat gestern die Ansgleichstagfahrt der TeLtilfirma.Sgalitzer u n d S chl e s i n ge r begonnen. -In Zahlungsschwierigkeiten geriet' sie durch große Verluste, die mit der S t a q t e n t r e n n u n g ziffammenhingen. Der Ausgleichsbericht bewertet^ die Passiven mit 10 Milliarden, von denen 1 Milliarden. bevorrechtet sind, die Aktiven mit insgesamt 7 Milliarden. Die Firma'bietet ihren Gläubigern eine Q u ö t e von 50. Prozent an. Die.Schwankungen auf den Devisenmärkten. Die Schwankungen auf den Devisenmärkten dauern an. Die Devisen P ar is und Brüssel waren gestern wieder rückgängig. Die Devise PaviS senkte sich in Zürich Von 16.80 auf 16.68, die Devise, Brüssel. von 16.26 auf 15.94. Im Zusammenhänge mit dieser unsteten.Haltung des französischen Franken, sind diy Lsihsätze auf 40 Prozent gestiegen. Die übrigen Devisen zeigten geringe Aenderuugen. Ma i lan ö, Bukare ft und Oslo lagen fest. ' Der neue russische Aussnhrzolltarif, der unlängst veröffentlicht wlirdo, ist der vierte seit dem Bestehen der Sowjetmacht.. Cr enthält nur noch 10 Artikel an Stelle der früheren 23. In Wegfall kamen sämtliche Zölle für Waren, deren Aussuhrdurch, den Exportzoll behindert wurde, wie-Fleisch und Fleischprodntte, lebende Tiere, Därme und Magen, Borsten, Daunen und Federn,' Häute uitd Felle, Sämereien usw. Beibehalten wurden die Zölle nur für einige wenige Waren, deren Ausfuhr gegenwärtig noch sehr rentabel ist oder deren Ausfrchr nicht im Interesse der russischen Industriezweige liegt. Schwierigkeiten im ZahlunKverkehr mit Rumänien. Im Zahl-lMMerkchr Machen Qesterrüich und Ramänieri sind in tan letzten Tagen wcheutttchr Verischächlingert durch rigorosere Hand-' habung.tat rmnanüschisir Deviisenvorischrilftsn eingeweten. BewnderS schwertviegsnd' -ist tar Umstanld., daß die ZuErng von Dwisen an Jirworttpre zur BezahlWg von Wareniimporten ei»r-' geschränkt imcke. Nach tan tar Kammer zuMgLWvnen Jnsorluatioueu stellt die Nationckbank in BMrest Devisen in u>Mveichentan Maße.m BeMMn». so daß die angemeiltatm De- Vlsemnspvüche -lie tafriedW tvevden kömirn. Arwere DetzisenbqtÄtta stehen tan Markt nicht zur BeOtzung. da anMich die Exportum insoitze der. zu niedrig anachetztett «Hfiziellen Kurse ihre fremden Devisen lricht zlim Berkach bringen. Die Kanmrer hat sich unter Hinweis ch»f die Gefahren, welche dem Wiener Wrtz auS der Behilwerung des Zahlu-rMmkehves mit Rumänien «waWn. me die Mtändtzvn österreichischen RagsierrmMelNt ge-. wenta. Md '»«s Abhdlße ersucht. 'Bersinet -Böds^-Der gestrige Verkehr spielte sich bei lebhafter Beteiligung des Publikums und der Spekulation ab. Die meisten Effekten zogen um drei bis fünf Prozent an. Gegen l»M«m SlatgciBtttnu''. Schluß gingen die Kurse ans Gewinstrealisationen leicht zurück. Pei etwas angespanntem Geldmärkte schloß die Börse fest. Wiener ProdMendSrse.; - Trotze der starken Rückgänge aus den überseeischen Märkten ] blieb die Ändenz auf dem Wiener Platze fest, da nach wie vor > ein großer Bedarf in Altweizen prompt lieferbar nach der Tschechosiowakei und Italien besteht. Mit Rücksicht ans die! verschiedenen Gerüchte über das Inkrafttreten des neuen! tschechoslowakischen Zolltarifes herrscht große Nachfrage nach! prompt lieferbarem Wetten und doppelgriffigem Mehl. Jede > Warenmenge wiiÄ zu vollen Preisen abgesetzt. Gehandelt wurde i rumänischer Weizen 77 Kilogramm schwer, zu, 212 tschech. K.! ab Petrowice. Rumänischer Weizen 76 Kilogramm schwer, mit; drei Prozent Besatz, 205 tschech. K. ab Hegyeshalom, serbischer \ Weizen 76 bis 77 Kilogramm, mit fünf brs sechs Prozent Bej satz, 211 tschech. K., waggonfrei Bratislava.. Weizemleie rumanischer Provenienz wurde mit 79j50 tschech. K. er Bratisl av a abgesetzt. Sofort greifbare Ware war atrf dem Haferi markte gesucht. Schwimmende Ware war ganz vernachlässigt,! weil' die Sendungen aus Rumänien kein pünktliches Em-; tröffen gewährleisten. Mais lag freundlich. Bon der Uebersee > fehlen seit längerer Zeit Ordres, weil der Platamais billtzer I fft als der jugoslawische. Donaugerste blieb fest. Fnttergerste! ist ebenfalls fest, da die Ankünfte aus Polen sehr gering sind. : Cs notierten - Weizen: Inländischer 44.50 bis 4o.—, - Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 48.— bis 49.60 Ungarischer! 46.-T- bis 46.—. Jugoslawischer 76 Kilogramm 44 60 bis 46.—,; Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —bis . Roggen:; Inländischer Marchfelder 27.35 bis 27.76. Pester Boden! 26.76 bis 27.—, Gerste: Branware inländische 60.— : bis 83.50, böhmische mährische bis —. M a i 8: Jugoslawischer 31.— bis 22.—. Cinquautinneu 80.—bis 68.—.! Hafer: Inländischer 29.— bis 60.-. R e i S: Italienischer j 79.— bis 82.—. Burma 64.— bis 66.—. Mahlprodukte: Grieß inländischer 88.— bis 84.—. Wetgemnehl 0 inländisches > 8160 bis 88.50, Kochmehl 2 inländisches 70.- bis 73.— Brot, mehl inländischer 46.50 bis 49*50. Sk Bteifcttftttfc. Asirlch, 29. Mai. (Devisentaria von 13 UW B«M 122.96 (188.96/, - Holland 207.60 (207,60), »etv.Hork 516.50 (516.50), London 25.12»/,, (25.13V*). Paris 1Ü6S .(16.80). iUlatlnub 19.40 19.35). Brüssel. 1LL4V, (16.35), üoveniiage« 186.90 (166.76). Stockholm 188.80 (138.S3V ), Oslo .118.45 (113.-). Madrid 78.26 (78.60-, Buenos Aires 207)26 207.50). Prag 15.90 (15.29V,), Budavest 0.007220 (0.007280),. Buikarefj 2.09»/, (2.09), Belgrad 9.1$*L (9.ü^>, Sofia 8.74V, (3.74V*), Warschau Wien TS- TB.—) 'ür 100 Schilling. Alarfcha«, 39. Mat. (Devisen.) Belgien 38)87 bis 3^03, Berlin —bis —Holland 443.— bis 444.30, Lmchon 58.49 bis 63.76. Rew-Aork 1097.50 bis 1103 50 Paris 36.39 bis 65.46 Schwei» 212 92 bis 213.96, Budavest —btt . Prag 62ck»7 btt 83.78. Men 156.47 btt 166.88 p 100 Schilling, Italien MM 6tt MM, Stvchol» btt », Ä«<Wlft imrm- Ml:

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