Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2607 (28.5.1926)
- Date
- 1926-05-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ne. SM SS. Mai IÄ8V *wmn, sA WWfft MSSMWWIiMU Illlgllil i[»gH(tg«ll 6ine kMigranleniranSdle. Die jüdische Enligrantin Anna Adelsberg hat den traurigen Ruhm, das Streitobjekt dreier Lander geworden zu fei«. Anna (Chane) Adelsberg hüchnte mit ihren Eltern seit 14 Jahren in Schottland, wohin sie aus Rußland eingewandert waren. Anna war verlobt und ihr Bräutigam lebte in New-Aovk. Bor anderthalb Jahren wollte sie ■; i nach Neiv-Aork fahren, 7-- am sich mit ihrem Bräutigam zu verbinden. Da die Einwandererquote für Schottland erschöpft war, riet ihr ihr Bräutigam, über Kanada nach Amerika zu kommen. Er sandte ihr auch Geld und Schiftskarte. Cs gelang ihr auch, auf diesem Wage nach New-York zu gelangen. In Ellis Island fanden die Eimvandemngsbeamten, daß ihre Einreise illegal erfolgt sei und verurteilten die Adelsberg zur Deportation ■1: i nach Kanada. Die kanadischen ElNipandevungsbchövden erklärten jedoch, die Adelsberg als russische Staatsangehörige nicht aufnehmen zu können, und schickten sie einfach nach Amerika zurück. So kam Anna Adelsberg wieder nach Ellis Island. Wer die Beamten des immigrantenfeindlichen Einwanderungs- Ministers Davis waren unerbittlich. Sie deportierten das Judenmädchen jetzt , . nach England unter dem Vorwand, daß sie 14 Jahre lang in Schottland gelebt habe. Jetzt wollte auch die englische Hafenbehörde nichts von Anna Adelsberg wissen. Sie sei keine englische Staatsbürgerin. Das eirrzige Land, daß die Jrvfahrerin. nicht abweisen könnte, wäre noch Rußland, aber mit Sowjetrußland möge sich die amerikanische Regierung ausejnandersetzen, und so wurde Anna Adelsberg abermals franko nach Ellis Island verfrachtet. Auf der Träneninfel nahm man die englische Anregung freudig ans und beschloß, Anna nach Sowjetrußland zu deportieren. Da hatten die Schisfsgeselllschaften einen die arme Anna Adelsberg aus ihrer verzwickten staatsrechtlichen Lage rettenden Gedanken. Sie verweigerten einfach die Beförderung der Emigrantin , : nach Rußland, weil — Amerika die Sowjetregierung noch immer nicht auerkanpt habe . . . Jetzt erst, nach IHmynatigen qualvollen, unfreiwilliigen Seereisen erhielt, wie aus New-York berichtet wird, Anna Adelsberg in Ellis Island dje amtliche Mitteilung, daß sie, -da kein Staat sie anerkennen wolle,. als „gesetzlose Immigrantin" in Amerika bleiben dürfe, JnPyische« ist ihr Bräutigam, uw dessenttvillen sie das ganze Martyrium durchzumachen hatte, gestopben ... ' ' V ' ,_• ,f. :! *. _ SMnfche Kolonie«. AuS Jerusalem meldet I. T. §l.: Dr. S o S! i « Erwarb von der Hatfaer Pah Cympypy ein Lanbgreal im Ausmaß vpn 2500 Dupgm, WeckS E r r i ch t U n g d e r v r st - » K o l o n i e, die nach seinem System i n te n I i D ft t ft nfr ttvierung arbeiten soll. Die Landflitche ist in nächster Nähe von H a i f a gelegen. Mit der Aufnahme der Gie-lex wird in diesen Tagen begonnen tvttden. Eine z w e i t e S p s k i n s ch e ft o l p n i - wird h«pr. nächst i n K q b ar r g errichtet werden, dq die Trockenlegung der Sümpfe in dieser Gegend durch die Rothschildsche Pica zum größten Teil bereits beendet ist. Mische Mitglieder des Sbeeften Aales Sowjelroßlands. Msska». 36. Mai. ,J. T. A.) Ilptn dm MWIrdrn, d-S soeben gewählten und vom Rate der BolkSkommWre ratifizierten Obersten Rates fürW ehr undArbeit befinden sich vier Juden: Sokolnikow, K a m e n o w. F r u m k i n (Vtzeministex für Handel) und S ch e i n m a n » (Direktor der Staatsbank). Sas Volkshaiis in Tel-Awiw. iB?th>Am.> Allerdings, nian muß.Phantasie haben, denn von einsm Haus bekonlntt man nichts zu sehen. Die stolze Bezeichnung Beth-Aiu trägt ein hoher, vielfach mit Stacheldraht unrschlungener Bretterzaun. Und wenn man eines von den vielen Eliegarmstoren passiert hat, ans einer riesigen gelben Sandfläche eilte Unmenge hellgrün bemalter Bänke mit Lchnen, im Halbkreis vor eitlem Bretterverschlag, nach vorne offen, mit weit ausladenden Flügeln: die Bühne.. Der Jnnenraunr ist mit schwarzen Stoffen ausgeschlagen, eine elektrische Lichtanlage, äcmcutievter Urtterbau fürs Orchester, ein Souffleurkasten: die Attsstatlnitg. Primitiv, arniselig. Und doch wurde hier die Möglichkeit geschaffen, durch planmäßige Darbietungen dem Bolle geistige Werte zu vermitteln, in den breitesten Massen Sinn und Berstäitidiris für kulturelle Errungenschaften -zu wecken. Der Raum faßt über 7060 Aöeiifchen, der Eintrittspreis schwankt zwischen 1 bis 2 Piaster. Hier werden volkstümliche Borträge gehalte», regelmäßige Konzertakademien, Tanzabende, Kinderkonzerte, Chorausführungeit veranstaltet. hier werben in nächster Zeit SymphoniMnzerte abgehalten, Kulturuiid Kunstfilme vorgeführt werden. Hier spielte Jascha Hejfez vor einer 6000- bis 7000köpfigen Zichörerschaft, vovwiegelrd Arbeitern. Au einem Mhend heißen Nachmittage, der Chemsin wehte, kamen sie von weit her, alt und jung, um deir Geigcnmeister zu hören. Das minimale Eintrittsgeld wurde vielfach mit Maschbirzetteln bezahlt, d. h. mit Konsumanweisungen, nrii deiren die Arbeit des öfteren entlohnt wird. Mit anderen Worten: der Kunstgeituß bedeutete Verzicht auf das ohnedies spärliche Brot. Von dieser Tribüne erstattete Prof. Weizmann seinen politifchen Bericht. Die sterblichen Ueberreste Max Nord aus wurden im Bekh-Zbm aufgebahrt, bevor sie der heimatlichen Erde übergeben worden sind. Hier wurde Heines 70. Todestag gefeiert, die Landeskonferenz der Arbeiterinnen eröffnet, Mozarts Requiem aufgeführt. Nüchtern, primitiv am Tage besehen, toeint der Raum leer ist und die Füße im Sande versinken. Doch abends, wenn die Lichter aufsta-mmen, wenn vom nahen Meeresgestade der würzige Atem der Brandung erfrischend herüberweht, wenn die Menge unter freiem Himmel — dem so nahen, tiefblauen, bestirnten palästinensischen Himmel den Raum bis auf den letzten Platz füllt, dann bietet Beth-Am auch rein äußerlich einen Anblick von seltener, ergreifender-Schönheit. In Tel-Mviw mit seinen 40.000 Einwohnern, die. im schwierigsten wirtschaftlichen Kampfe sichen, gibt es eine Oper, zwei Schauspieltrr.ppen, eine Menge konzertierender Künstler, einige Tanzgruppen. Wenn auch vom Standpunkte der Qualität sehr verschieden zu bewerten, erbringt die Füll« der Darbietungen doch den Beweis für das starke Kunstbedürfnis. Dabei war die Menge der Veranstaltungen nur wenigen, den Bemittelten zugänglich. Die große Masse, die sich aktiv am Aufbau- Palästinas unter »den schwierigsten Verhältnissen -betätigt, blieb von der Teilnahme ausgeschlossen. Wegen der hohen Preise und wegen Raummangels. Die vorhandenen S-äle können höchstens 1200 Menschen fassen. Dazu kam noch, daß diese Darbietungen vom erzieherischen Standpunkt keinen Gewinn brachten. * Gauz allein, ohne Mittel, ging Dr. Bf uw st ein, der geistige Vater und Schöpfer des Beth-Am, ans Werk, von Mißtrauet: und zahllosen Schwierigkeiten behindert. Um jedes Brett, um jeden Nagel, >.m jode Arbciterhand, die sich habet beteiligte, mußte ex kämpfen; es dauerte und dauerte, bis er die ersten Bänke, das Podium, den Zaun erzwungen Halle. Der Anfang war gemacht, die ersten Konzerte und Borträge, wenn auch noch planlos,, erfreuten sich einer großen, bolvegten und dankbaren Zuhörerschaft. Dank seiner großen Liebe zum Volke, dank seiner hartnäckigen. Ausdauer und Willenskraft gelang es Dr. Bluwstein, Freunde und Mtarbeiter für Beth-Äm zu gewinnen, die ihn hilfreich unterstützen. Im Laufe' dieser Saison wurden die niedrigen Bänke durch bequeme Sitzgelegenheiten mit Lchlten ersetzt, das Podium zur Bühne erweitert, ein Konzertflügel an- Mchcufft. Ein- Chor von 15Q Stimmen wurde gegründet, ein gemischtes Vok-alquintett wurde dem Bech-Am gngegttedert, sin eigenes Orchester ist im Entstehen begriffen. Beth-Am hat ein eigenes Bureau, eine Kultur- und Wirtschaftskommission, mit einem Wort, es wurde zu einer regelrechten Volksbildungsstptte erhoben. Der chronische Geldmangel, das Fehlen von Noteumaterial, Instrumenten, fachmännisch ausgebildeten Künstlern lähmen vielfach die Bewegungsfreihei-t'. Trotzdem ist Bech-Am im Aufschwung, begriffen. Allerdings, die Plane Dr. Bluwsteins gehen viel weiter. Er träumt von einem richtig ausgebarrten Freilichttheater mit Bibliothek und Lesehallen, er will Aehuliches in Jerusalem und Haifa ins Leben rufen. Er hofft, durch die Verbundenheit der breiten Massen mit der Kunst die schöpferischen Kräfte im Judentum wachzurufen, er hofft auf die Wiedergeburt der geistigen Größe im Volke. T e l - A w i w, im Mai. C. S i r k e s. Notzkottprovagauda in Bulgarien. Die I. T. A. meldet aus Sofia: Das Jüdische. Konsistorium protestierte bei der Regierung gegen die antijüdische Boykottpropaganda der Antisemitengesellschaft R o d n a S a s ch t s ch i t a. Das Konsistorium forderte von der Negierung Maßnahmen gegen diese Propaganda, die das Land mit hetzerischen Proklamationen überschwemmt. Die Regierung versprach, die Angelegenheit zi: untersuchen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Eine führende Rolle in dieser Propagaltda spielen reaktionäre russische Emigranten. Ser lettische Nationalismus. Wie aus Riga berichtet wird, sprach in der letzten Sitzung des lettländischen Sejni der jüdische Deputierte Doktor Meisel über die nationalistischen Vergiftungserscheinungeu, dse der antljüdisch aufgezogene Prozeß gegelt die Juden von W a r k l j a n h in ganz Lettland gezeitigt hat. Er erluähitte eir: G e h e i m z i r k u l a x des Jnneiumnisters, wonach die Juden aus den Bürger wehren auszuschließen seien und eine Wiederaufnahme nur nach strenger Prüfmlg der Zuverlässigkeit zu erfolgeil habe. Der Deputierte protestierte in scharfen Worten gegen diesen offiziellen Antisemitismus. Ser „Wische Paga«i»l". Die it-alienifchen Blätter bringen in den l-ehteli Wochen fast täglich enthusiastische Berichte über die kttlistlerischen Darbietmlgen der ans Lemberg stammenden Geigenküllstler Brüder Karl und Brollislaw G l nt p e 1. Ter erst 14jährige Broltislaw Gimpel wird von den ernstesten Kritikern als der „Kleine Mtt, Mische PagcmÄriE gierst. Man erfährt aus Kiesen Berich:«» daß die jüdffchen KünMr &t VkSes Städte», Hst tenat ße konzertiere«, vom PuLMrm «Äkk MLchchWMchem KM« Mf den Schultern ins Hotel getragen Mit und daß der »MMe. Paganini" dann noch vom Balkon seines Hotels einige Stücke spielen müsse. Bronislaw Gimpe l war als Gast des DWsrs D'Aununzio Gegenstand zahlreicher Ehrungen. Der ÄWsri war von der Kirnst des jugendlichen MDketS dermaßen «* griffen, daß er ihm sein eigenes Jwgenvb-Wd mir einer herzlichen Widmung zum Geschenk machte. Der „jüdische Pagamnk*° erhielt auch Einladungen an den körriglichen Hof und in den Vatikan. Die italienischen Blätter vermerken dies« Mitteilung mit dem Zufügen, daß Bronislaw Gimpel der erste jüdische Mllsiker sein dürfte, der vor dem Papst fpiolen wird. Sa« Testament von Sskar Stenns. Aus New-Aork wird uns berichtet: Dieser Tagwurde das Testament des kürzlich verstorbenen jüdischen Diplomaten und Philanthropen Oskar S. Straus eröffnet. Zu Universalerben werden seine Frau und drei Kinder — ein Sohn und zwei Töchter — eingesetzt. Die Legate betragen 35.000 Dollar, und zwar 10.000 Dollar für die vereinigten jüdischen Hilfsorganisationen von Amerika, 10.00 Dollar für die Dropsie College für hebräische und verwandte Sprachwissenschaften, 10.000 Dollar für die „Brown Universität" und 5000 Dollar für den Klub der Autoren, dessen langjähriges Mitglied der Verstorbene war. Interessant ist die Verfügung über seine reichhaltige und überaus wertvolle Bibliothek. Danach soll jedes der drei Kinder je hundert Bände erhalten, während der Rest der Bibliothek der hebräischen Universität in Jerusalem einverleibt werden soll. * Dr. I. N. Sinlchoni gestorben. An den Folgen einer Operation verstarb am 21. d. in Berlin m der Vollkraft seines Schaffens Dr. I. N. S i m ch o n i. einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrtert unserer Zeit. Dr. Simchon'i ist 1884 in Slutzk (Weiß rufst and) geboren, er entstammt einer Familie von bekannten rabbinischen Gelehrten. Nachdml er sich in seiner Heimat ein großes jüdisches Wissen angeeignet hatte, studierte er in Leipzig und Berlm als Schüler, von Sachau, Delitzsch und Eduard Meyer. Es erregte Aufsehen,, als er während des Krieges als Ausländer in Anbetracht seiner, wertvollen Difertation über die „Arabischen Quellen zur Geschichte der Chazaren" zur Promotion zugelassen wurde. Seine unermüdliche Arbeitskraft und fein viel» fettiges Wissen hat Dr. Simchoni in den letzten Jahren ganz iti den Dienst der jüdischen Wissenschaft gestellt. Er veröffentlichte eine mustergültige hebräische Uebevsetzung des „Jüdischen Krieges" von Flavius Joseph'.-s. -schrieb ein „Handbuch der jüdischen Geschichte" in hebräischer Sprache und war ständiger Mitarbeiter der ■ hebräischen Vierteljahresschrifi „Hat-ekuf-ah". In den letzten-zwei Jahren widmete sich der Verstorbene ausschließlich der Vorbeveitmtg der Herausgabe der großen „Enzyklopädie des Judentums"; er war Mitglied der Zenrralreoaktion der Enzyklopädie und außerdem" Redakteur für das Gebiet ,Mlte Geschichte bis zum Mschluß des Talmuds". Für die Wische Fugend. Gvgenwartig geht ein Büchlein von Hand Pt Hand. Es ist jedoch nicht jedermanns Sache.- ein solches Buch zu lesen, in welchem 60 jüdische Vereine über ihre' Tätigkeit für die jüdiische Jugend Rechenschaft geben. Nur -böwundernd und erstaunt überfliegt der Fernstehende alle diese Tätigtketts- und Kassaberichte und läßt sich oft von den hohen Summen, welche die jüdische Jugendfürsorge Wiens im Ja^hre 1025 aufgebracht hat, so weit täuschen, daß er glaubt, hier sei man 'den Bedürftigen vollkommen gerecht geworden. Aber genaues Durchlesen des Büchleins würde dem Leser manches Traurige zeigen. Da gibt es einen Kindergarten im 20. Bezirk, der im Jahre 1935 mangels an Mitteln seine Dä-ttMt einstellen mußte, trotzdem gerade in diesem Bezirk hunderte jüdische Kinder des für sie errichteten Kindergartens bedürfen-. Erholungsheime und Bekleidtutgsverettle mußten ihre Tätigkeit vielfach einschränken, und all die Fürforgvstellen und Vereine, die auch jetzt Bemerkenswertes leilsten, lassen in ihren Berichten durchMcken, daß sie nicht in der Lage sind, auch nur bei weitem den an sie -gestellten Fordemngen nachzrlkommen. Nun findet eben jetzt eine behördlich bewilligte Sammelaktion zugunsten armer,, verwaister und verlassener jüdischer Kinder statt, veranstaltet von der Zentralstelle, für Mische soziale Fürsorge in Wien, 1. Bez., Seitenistettengasse 2. Es wird nicht a u f denStraßen g es ammelt, sondern ft'tr jüdische Kinder wendet man sich mrr an Juden, in der Hoffnung, daß diese wissen, was sie den armen Kindern ihres Volkes schuldig sind. Bis jetzt hat über die Hcnlssammlung noch kein befriedigendes Resultat gezeitigt. Wir können nicht glauben, .daß es erst notwendig sein sollte, rührende und ergreifende Vorkommnisse - zu schildern, wie, das Ableben, der Eltern, Arbeitslosigkeit, ObdachlosWeit und Krankheit das Schicksal so vieler jüdischer Kinder traurig gestalten. Jeder kennt ttnsere schwere Zeit, und wenn er auch selbst darunter leidet, so darf er nicht au die noch schwerer betroffenen hilflosen Kleinen vergessen, deren Leben zu zerschellen droht. Nicht 60 Vereine sind es, die, auf das Ergebnis der eben staitsiudenden Sammlmlg harren, sondern tausende a r m e r j ü d i s ch e r Kinder, die Hilfe heischen. S. A. Gin Aufvufr An die jüdischen Frauen und Männer des 9. Bezirkes richtet Herr Miltisterialrat Moses Weiner folgenden Ausruf: Die Wichtigkeit der Sanmllung zugtutstett jüdischer Waisenkiuder ntacht jeden gebebeveit, doch fehlt es an Samntlern. Es tyird deshalb gebeten, daß sich Personen, die sich in den Sammeldiettst stellen wollen, beim gefertigten Saulmelleiter des 9. Bezirkes rm Sekretariat des Müllnertempels, 9. Bez., Mülluergasse 21, von 7 bis 9 Uhr abends, eventuell in der Wohrtung, 9. Bez., Sevvitengasse 13, von 2 bis 3 Uhr nachmittags,' melden. Moses Weiner. -