Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2603 (23.5.1926)
- Date
- 1926-05-23
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 8 ©te», SomMg Wiener Moegenzelt««- | Ontsplel 4ti | Moskauer 1 Theaters s CARL- THEATER KarlM an ten Kassau and ln allen Karfenburaaax fMtL Eine oit Ereignisse« besonders arme Konzertsaison ist zu Ende, welche, vollständig desorganisiert, vorwiegend von unkünstlerischen Gesichtspunkten bestimmt war und fast nur geschäftliche Ziele verfolgte. Darüber wird noch einiges zu sagen sein. Einen vollen, reiche» AuSklang der dürftigen Spielzeit brachte die Erstaufführung der „Symphonischen Nachtmusik' von Josef Marx. Sie ist das an berückenden, klanglichen Schönheiten überreiche Werk eines Naturschwärmers, eines Romantikers, welcher ohne jeden fchopenhauerschen Pessimismus tief in die' Rächt hineingelauscht hat. In eine milchweiße Nacht, die blütenschwer, mondscheinbeglänzt in südlicher, fast exotischer Klangschönheit von Lenz und Liebe, von Festen der Freude, von Tanz und Serenata erzählt. In den polyphon gewebten schwülen Klängen der drei innerlich verbundenen, symphonisch in aller Meisterschaft frei geformten Sätze kann sich die sinnlich starke Individualität Josef Marx' welcher hier aus deutschen wie aus russischen Quellen schöpft und in allerlei Zitaten früherer Werke gleichsam die Rückschau und Nach-, lese einer Schaffensperiode gibt, restlos ausleben. Der Beifall war schr stark, für den Komponisten wie für den Dirigenten Klemens Krauß, der in diesem Konzert seinen in der stilistischen Einfühlung nicht restlos geglückten Mahler-Zyklus mit einer lauwarmen Aufführung von Mahlers „Zehntel und mit einer klanglich wenig abgetönten Darbietung der ,M»dertotenlieder" — die Unsicherheit übertrug sich auf die sonst ausgrzevchnele Solistin Rosette A n d a y — zum Abschluß brachte. . Die Aufführung der „Symphonie der Tausend" innerhalb dieses Zyklus mußte wegen ungenügender Anmeldungen aus dem Publikum entfallen. Sie blieb dem Jubiläum der „A rbeitershmphoniekonzerte" Vorbehalten, die, von David Bach mit nimmermüder Hingabe und Idealismus geleitet, allmählich in den Brennpunkt der Wiener modernen Kunstpflege treten. Anton Webern dirgierte das Jubiläumskonzert, kein technischer Routinier, aber — was Mahlers Symphonik not tut — ein von heiligem Feuer erfüllter Gläubiger, von dem der heilige Funke der Begeisterung auf die Mitwft.'kenden und Zuhörer übersprang. Ein wahrer. Festabenir! Um seiner interessanten Programmbildung willen' sei nvch ein Orchesterkonzert des.von Josef Reitler mit ziebbewußter Energie geleiteten Neuen Wiener Konservatoriums kurz vermerkt. Obwohl fast nur Schüler in dem von Rudolf N i l i u s dirigierten Orchester spielten, gab es eine recht lebendige Aufführung des Divertissement „Kampf der menschlichen Leidenschaften" vom alten Dittersdorf. In dch naiven'Programmatik der Haydn-Mozart-Zeit werden hier'dhr verschiedenen menschlichen Eigenschaften illustriert, vielleicht gar leise ironisiert. Die „Melancholie" zeigt hier ja noch nicht, die tiefer schürfende Zwiespältigkeit, als welche sie Beethobeft in einem feiner Jugendquartette, Op. 18, erfaßte immerhin wird hier das Problem der menschlichen Charakteristik auß dem tänzerisch-spielerischen Geiste des Rokoko in harmloser Weise gelöst. Erwin Fe lbex» * das Pratertheater ziehen wird, heißt Hansi Niese, die!n einer Coupleteinlage von sich singt: „Ich Hab' halt Glück in Wien",Wenn das Glück auch launisch und kugelrund ist, bei ihr bleibt es gern, auch wenn sie nicht „mondän" ist. Der Blnmenregen und die Beifallsstürme, die auf de« Wiener Liebling mederprasselten. dokumentierten dies in einwandfreier Weise. Mit ihr konnten der Autor Peter Herz, der Komponist Karl M. May sowie die übrigen Darsteller und die Schar bildhübscher Girls an dem verdienten Erfolg partizipieren, r. s. Harndets Over ,Hulius Caesar" gelangt Samstag den 29. d. als Veranstaltung der Hochschule für Musik und darstellende Kunst im Akademrctheater zur Aufführung. Regie: Prof. Dr. Schulbank Musikalische Leitung: Prof. Karl A l w i n. Entwurf der Szene und der Kostüme: Prof. Dr. Strnad. Ernest Blochö „Schelomo" in Prag. Prof. Friedrich Buxbaum hat in einem philharmonischen Konzert des Deutschen Theaters in Prag unter Alexander ZemlinSky die Erstaufführung der Rhapsodie „S ch e l o m o" von Ernest Bloch für großes Orchester und Solocello veranstaltet und mit diesem Werke einen sensationellen Erfolg erzielt. Mchrrrlnlans. Dr. Siegmund Schilder: .Der Streit um die Lebensfähigkeit Oesterreichs." (Finanz und volkswirtschaftliche Zeitftagen. Herausgegeben von Geb. Rat Prof. Dr. Georg v. Schanz und Geb. Reg.-Rat Dr. Julius WoU.) Verlag Ferdinand Enke, Stuttgart. Dr. Elemer H a n t o s r „DaS Kulturproblem in Mitteleuropa." Verlag Ferdinand Enke. Stuttgart. 1936. Knrr Blumenfeld: .Im Kampf um * den Zionismus." HeranSgegeben vou der Zionistischen Vereinigung fitr Deutschland. Eugen R o s e n st o ck: .Religio Devopulata." (Zu Josef WtttigS Aechtung.) 1926 Verlag Lambe,t Schneider, Berlin. „Hatsch a." Monatsschrift für die Interessen der Frau. HerauSgegeben von der Histadrutb Raschim Jvrioth in Palästina und der zionistischen Frauenorganisation von Amerika Hadassad. „M e n o r a h." Jüdisches Familienblatt für Wissenschaft, Kmrst und Literatur. 4. Jahrgang, Heft Nr. 5, Wien, 1. Bez. Briefkasten. „Shavat Zion", Bratislava. Das hebräische Pädagogium befindet sich Wien, 1. Bez., Drahtgaffe 4. Gerichtssaal. Ae Maar der Leibkammerdlener. Die Antwort der Prinzefst» Mfabeth BAndischgrah. Die drei Leibkammerdiener des verswvbenen Kaisers Franz Josefs des Ersten, Eugen Ketterl, Georg Rukowansky und Ludwig Egger, haben, wie bereits gemeldet» gegen die Evben Prinzessin Windischgrätz, Prinzessin Gisela von Bayern und gegen die Verlassenschaft nach Marie Valerie Hobsburg eine Klage auf Valorisierung ihrer Pensionsbezüge anhängig genmcht.? Prinzessin W i nd is ch grä.tz, vertraten durch Doktor Coumont, hat nun die Klage beantwortet und erklärt unter anderem, die Verlassenschaft habe insgesamt rund 88 Millionen betragen. Dieses Vermögen habe sich aber unter Berücksichtigung des gesunkenen Kurswertes der Wertpapiere und zahlreicher Abzygsposten vermindert, so daß der Anteil der Klägerin 14 Millionen betragen habe. Aber , auch diese Werte seien., durch den Kurssturz fast gänzlich verloren gegangen. Mchrere Güter seien bereits verkauft worden, das Sühn haus besitze überhaupt keinen Berkehrswert, die Gemälde und Schmuckgegenstände würden von den Klägern meit, überschätzt. Cs sei ihr unmöglich, die Kläger auch nur annähernd zu befriedigen. Sie erhalte von ihrem geschiedenen Gatten eine k l e i n e Rente, habe für vier Kinder zu sorgen und lebe von der Auszehrung ihres Kapitals. Sie begehrt die Abw e if-un g de r Klage mit der Begründung, daß es sich um keinen Bcrsovgungsgenuß handle. Aus den Aeatera. B » r g t d e a t e r. Morgen. 7,8 Uhr abends. .D n e.l l i m L i d ö*. Donnerstag den 27. d. aeiaugt .D erTrastm e i u L e b e n" von Grillparzer ne» e t n st ü d t e r t zur Auffühmug. Die nächste Neuheit ist „D aS P r i u z i p". Lustspiel von Hermann Bahr. Für Mitte Juni ist die Neueinstudierung von Schillers ,D o y C a r l o 8" angesetzt - Akademtetheater. Morgen. 7,8 Uhr abends. „Ihrer Mutter Kind". Anfangs Jnni wird das Lustspiel Mädel von heute" von Gustav Davis zum ersten Male aufgeführt weiden. O p e r n r v e a t e t. Morgen. 7 Uhr abends, „Häusel u n d G r e t e l". Hierauf „Die P u v v e n f e e". Dienstag „F i b c l i o*. (Theatergemeinde Serie C, rot.) Mittwoch Fest- Vorstellung von „Die Meistersinger von Nürnberg'' mit Berta K i u r i n a und Erik E » d e r l e t n vom Stadttheater in Hamburg a. G. Redouteusaal. Morgen, halb' 8 Uhr abends, „D o » P a 3 q u a l e". B o l t s o v e r. Heute, morgen und Dienstag, 7,8 Uhr abends. „Das D r eimäderlha ir s". Neues Wienet Stadttheater. Heute „Kaiser Josef i m B o l k e". Morgen. 7,4 Uhr noch* mtttüüS und 8 Uhr abends gelangt das Stück zur Wiederholung. Johann-Strauß-Tbeater. Als Nächste Rpvi» rät wird „A dien M t m t!". Operette von Alexander Engel und Julius Horst, Musik von Ralph Benatzky, vorbereitet Bereis Freie jüdische Volksbühne. Dienstag den 25. ö., 8 Uhr abends, findet im Theatersaal, 2. Bez., Praterstraße 60, ein Schakom-Alejchem-Gedenkabend statt. Gedenkrede: Doktor Z. Finke! st ein. Gesang: Frau Hilde Du litzkaja. Vorlesung: Berbard Mittler (unter anderem Schalom Alejchems Testamt). Ferner gelangen die Einakter ,Hie Ejze" und „Tozwe der Milchiger" zur AufsUyrung, ävmal „Ruud m» die Riese". Im Lustspieltheater erreichte Freitag diese treffsichere Revue, die den Kontrast zwischen dem Men des Jahres Ms und 1926 tu feinpointterter, parodistischer Weise aufzergt, das Jubiläum der SO. Ättsführung, tyas bei der herrschenden Theaterpleite schon viel besaßen will- Der Magnet, der dar Publikum wahrscheinlich noch lange in Die Hauchersonallabgabe ist auch für die Bedienerin M zechlen. Elne für die zaylreicheu Familien, ivelche neben einer/Hausgehilfin eine Bedienerin besMstigen, sehr wichtige Entscheidung hat gestern der Berwaltungsgerich'tshos gefällt, Der Rechtsanwalt Dr. Siegfried Rerch hatte gegen die erfolgte Borschreibung der Hauspersonalabgabe für die bei ihm beschäftigte Bedienerin bte Beschwerde ein-- gebracht. Der Vertreter der beklagten Wiener Abgabeheschwerdekchnmtssion. Magistratsrat Dr. Feichtl. vertrat den-Standpunkt. daß auch für die neben einer Hausgehilfin beschäftigte Bedienerin die Abgabepflicht besteht, da sie sämtliche Mahlzeiten im Haufe des Beschwerdeführers erhält. Der Bevwaltungsgerichtshof bat die Beschwerde abgewiesen, indem er sich 'der Rechtsanschanttna der Gemeinde anschloß, daß die Wgabe- Pflicht dann besteht, wenn die Bedienerin ihr hauptsächliches Einkommen aus der Besorgung der Hausarbeiten im Hause des Abgabepflichtigen bezieht. ' ■' Ein Meidlinger Zimmerherr. Herr Jchann Kot alo hat 'semeni Untermieter Thomas Schewort das Kabinett gekündigt und beim Bezirksgericht Meidling auf Räumung ge- > klagt. Als Kündigungsgrund wird grob-ungehöriges Verhalten 'des Untermieters geltend gemacht Schewort wollte'nämlich aus der Rolle des „möblierten Zimmerherrn" in die Stellung eines -Untermieters mit eigenen Möbeln aufrücken.- Da ihm dies nicht gelingen Wolke, verfiel er auf die unappetitliche Idee, das Bett in seinem Kabinett zu beschmutzen. — Richer Doktor E g l s e e r (zur Zeugin, die den Wohnrwtm des BeksagWt aufgeräumt hat): Was hat denn der Beklagte angegeben.' warum er das tut? — Zeugin: Er har gesagt: Laßt mir nur mein eigenes Bet: und »keine eigenen Möbel hereinstellen.^ dann wird es schon nicht mehr Vorkommen. — Schewort hat auch sonist' nichts unterlassen, um das von ihm so heiß ersehnte' Hpischenziel int Kampf um die Wohnung des Klägers zu eMHen. So brachte ex eines Tages in Abtvesenheit des Wohnungsgebers sein eigenes Bett mit und schlug das andere ab. In der Nacht kam er mit keiner Braut nach Hause. Der Bermreterhgtte aber das Bett wieder abgebrocher«. Mit dem eigenen Bett ließ ihn ver Vermieter nicht hinein, ohne Bett wollte er nicht und so schliss er dies-e Nacht rm Stiegenhauf«. Am nächsten Tage fügte er sich jedoch, aber schon am darauffolgenden MvMn zeigten sich wieder die Phänomene seiner Krqnchett. Der Richter kam zur Ueberau au na daß das Verhalten der Beklagte.» tatsächlich rm höchsten Grade ungehörig war. und erklärte die Ku ndigung für rechtswirkfayt« - 23. Mai 1386 _ Nr. 2808 Volkswirt. Sie Aosstchte« der volollchea »UW«,- enttoicktmig. Bo« eine« englischen Wirtschastspslttfter. Vorläufig läßt sich noch mcht absehen, welche Entwicklung die Dinge in Pölert nehmen werden. Der rasche Sieg Pllsudskis hat die Unruhe, welche in der aUZländischen Finanz wegen der etwaigen Entwicklmrg der Wirtschaft Polens herrschte, teilweise zum Weichen gebracht. Twtz alledem kann nicht behauptet werden, daß die Weltwirtschaft nunmehr diejenige Zuversicht in bezug auf M Entwicklung Polens-an den Tag legen würde, die im Juferesse der Genesuttg der Wirtschaft Polens unbedingt nottveudig wäre. Die Befürchtungen, welche in bezug auf die ck>enfyWlen Rückwirkungen der Ereignisse in Polen auf die Äursgestaltrmg des Zloty geäußert wurden, find glücklicherweise Nicht eiu- . getroffen. Die internationalen Devisenmärkte yerhalten sich eher abwartend. Die kleinen Abbröckelungen, die au einzelnen MaEerr vorgekommen sind, spielen in dieser Hmsicht vorläufiS kerne wesentliche Rolle. Di« Veröfftntlichuug d«S Status du Bank von. Pole» fat de« Krifentagen hat beruhigend gewirkt. Die Menge der im Umlauf befindlichen Zloty, pie noch nicht 400 Millionen erreicht, zeigt, daß sich Polens Finanz mtt allen Kräften von einer Inanspruchnahme des Noteninstituies für die Befriedigung der Staatsbedürfmsso fernhalten will und daß tatsächlich hier das Bestreben vorherrscht, den Status der Bank möglichst mit den Währungsverhaltnissen in Einklang zu bringen. Trotzdem umwitterm den Zloty noch mancherlei Gefahren, insofetm es nicht gelingen sollte, durch entschiedene Finanzreform' eine endgültige Stabilisierung des Zloty zu erreichen. Erst wenn der Zloty nicht mehr das Operationsobjekt der internationalen Spekulation bilden wird, wenn diese zur Einsicht gelangen wird, daß der Zloty unbedingt auf einem stabilen. Niveau gehalten wird, dann wird auch die Spekulation ablassen und die Schwankungen aufhören. Dies kann aber ohne eine entschiedene Fiuanzreform unuröglich erreicht Werden. Die Verhandlungen, welche mr Auslände schon vor'/ dem Umstürze wegen Entxiexuug einer Anleihe geführt -wurde,:, haben nicht das crwaftyte Resultat gebracht. Einerseits waren die Bedingungen d^^ Auslandes unrentabel, andererseits scheint auch in der auterikansschen und englischen Finanz eine gewisse Zurückhaltung' geherrscht' zu haben, die nicht dadurch wettgemacht wurde, daß es ge-- lungen ist, einzelne kleine Staatsanleihen zum) Abschluß zu bringen. Was Polen fehlt, ist der Abschluß einer großen Anleihe, die es instand setzt, sein Budget im Verlaufe vo» mehreren Jahren auszugleichen und sukzessive das Gleichgewicht in den Ausgaben und Einnahmen herzystellen. Manchen Kreisen schwebt der Gedanke einer Bölkerbundanlolh« vor, wie sie seinerzeit auch an Oe st erreich gewährt wurde. Die Opposition einzelner Parteien gegen eine solche Bölkerbundanleihe richtet sich nicht so sehr gegen die Anleihe, als gegen die damit verbundene Kontrolle. Es ist fraglich, ob die Völkerbundkontrolle der österreichischen Wirtschaft so geschadet hat, daß sich ihr nicht auch ein anderer Maat unterwerfen könnte. Im übrigen hat sowohl der BMerbnrü» als auch die internationale Finanz aus der Entwicklung der österreichischen Völkerbundkontrolle manches gelernt. M ließen sich schon gewisse Härten vermeiden: Andererseits poäre es von Nutzen, wenn eine objektive Finanzkontrolle in Polen ihren Einfluß geltennd machen könnte und die FinanzMtoren von gewisien nationalen Exaltationen fernhalten würde. Eine Regierung, die Pilsudski nahestcht, eignet sich für eine solche Kontrolle viel besser, als das Kabinett Wi tos, welches sich allzusehr von nationalistischen Grundsätzen beeinflussen ließe. Es wird Aufgabe der jetzigen Regierung sein,, die ausländischen Faktoren von dem Willen der Regierung, den polnischen Fimn-flöteu endlich abzuhelfen, wie auch davon zu überzeugen,, haß die jetzige Regierung tatsächlich in -PÄlen Fuß gefaßt' hat Und an eine Aenderung der nunnrehrigen politischen Verhältnisse nicht zu denken sei. Die englische und amerikanische Finanz, halt sich' so lange zurück, bis nicht die tatsächliche Entwicklung der Verhältnisse dies bewiesen Haben wird. Dann erst tpftd an eine energische Finanzreform unter Zuhilfenahme der ausländischen Finanz geschritten tverden können, , Zweifellos hat die jetzige Regierung für den Ahschdch solcher Verhandlungen einen viel günstigeren Boden, ass es bei der früheren Regierung der Fall gewesen ist, Gerade die Erklärung Pilsudskis, den nationalen Minder« Herten die Rechte in jeder Hinsicht zu wahren, hat schr günsttg . gewirkt. Bon den hicherigen Regierungen Op.ahSkr und Witos wurde immer überschen, daß die Unzufriedenheit dev Minderheiten im Auslande einen schr schlechten? Mndrpck gemacht hat und daß gerade die Befürchtung wegen emer eventuellen Reaktion der Minoritäten die ausländische Finanz von derartigen Transaktionen abgehalten hat. Andererseits muß aber auch die Innere Wirtschaft eine starke Reform erfchren. Die Staatsfinanren werdest namentlich im Ausgabebudget Restriktionen aufweisen müssen. Der Wbtzau von Beamten ist unausbleiblich. Aber anch die-Verringerung anderer Ausgaben» die nur dann zu erziele« ist, wenn die außenpolitischen BerhSttstisse namentlich zwsschen Polen und seine Nachbarn eine Konsolidierung erfahren habe«, ist Unbedingt natwkMg. Endlich wird die Belastung der heimischen Wirtschaft durch de» Steuerdruck erheblich Nachlassen MüssM "Grabskts