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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-23 · Heft 2603 (23.5.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2603 (23.5.1926)
Date
1926-05-23
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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M.SKS Wien, ZüMktz Wiener Moraenzeitu«« Vereise, VortrSge tut# «ersammlmse«. Wiener B e t h-H a Mi b r as ch, 2. Bez.. Fer. »hnmdsstraße SS Heute. 6 Uhr, Lektor Dkr G. G e l b h a u S: Sifte. 6 Ubr, Lektor Dr. S. Rubin: Sprüche der Väter, kritisch und historisch beleuchtet. Montag. 6 Uhr, Lektor Dr. S. Rubin: Talmud. — ZA bischer Franenbvnd. Dienstag den 25. d. um */§8 Uhr abend» im Zeremonieniaal der Tempels, 9. Dez, Müllnergaste 21. Esther Mieses Bibelvortrag (Wochenabschnitt) nnv Mischnavortrag .Die Sprüche der Väter-. * ■ Zionistische Sektion ZwischenbrÜäeu. Aus Anlaß des dreijährigen Bestandes findet morgen Montag um 8 Uhr abends in Mosers Gasthaus, 20. Bei.. DreSdnerstraße 51. eine Gründungsfeier statt, bei welcher u. a. Mitwirken Herr Oberkantor M a r g «l i e r, Herr Samuel Sch w.a a e^r, Herr Jungwirth (Regisseur der Jüdischen Volksbühne), und Fra» Laura Glücksmauu (Jüdiichs Volksbühne). Karten find an der Abendkaffe, bei den Mitgliedern und im Vereinslokal zu haben. Jüdisches Iugendkorps Brich ha goss«. Konto um 7 Uhr -D.Mm. früh KrsammenLMst am FrauzAißfsUVahHof zäk Zweitaaetour. Kemch der Im westlichen Mverösterrerch gelegenau Zofrm-Hachscharahgruppen.) ZSte und Proviant mittvchuwn. Ausstellung der Galatasel Schönbrmm. Die Galatafel aus Zeit Maria ThevssiaS ist während der Feiertage von 9 bis )t geöffnet. EmtM für Erwachsene öo Groschen, für Kinder traschen. Schriftsteller Dr. Theodor Rest spricht Dienstag den 28. o. rm Deveinsyoim, 8. Boz., Bennoplatz 1a. Wer die Bedeutung Tregvmnd Freuds für die Kultur anläßlich der Asswechmrmlang. Jüdisches Realgymnasunn. Anmeldungen Lr die erste bis achte Klaffe Mich Müschen 12 und 1 Uhr, 2. Bez., Castelloz- Me 38. Was willst du. irinLen. Sara mlo? Nur Brauselimonade Wo! Der Ruf der Firma Schuhfabrik Brüder LisfionSkh, 7. Bez^ Kafferstvaße 44-—46, der wert Über die Grenzen Oesterreichs reicht, veranlagte auch di« Frauen der hier in Wien wMeNden englischen FußballpvoifeffionalS, chre Emikäufe dort« selbst zu besorgen. Die avarten Modelle, die in größter Auswahl vorhanden sind, fanden '»ei ihnen die größte BÄvunderum Uno Entnücken. „Gut und billig kauft man in Oesterreich «und schuhe ^M^bei Ihnen. Herr LUranSkyl" sagten die Damen beim Die neueste» Modellschöpfnnge» in Mänteln, Kleidern. Blusen usw., die apartesten Muheiten in reichster Auswahl zu sehr billigen Preisen im Damenmodewarenhaus Karl Du sek, 2. Betz., nur Gloaengasse 3. E Schulnachricht. Oesfentlichc Handelsschule Alliwa. Prospekte uud Ausrlahme in die zwei- und eirffäyrigen Tageskurse des 79. SchuLjahves 1926-27 in der Schulkantzlei. 1. Betz., Rauhensteingasse 6. Unterricht für Schüler nur vormittags, fittr Schülerinnen nach Wahl vor- oder nachmittags. Tel. 77*0*77. 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Man verlangt bereits überall nur ,LeS"-Strümpfe. Zentralvertrieb: Leo Dutzmann. Wien 1. Beg.. Schlvertgaff« 2. Bei der 16. Staatswahltätigkeitsloiterie können infolge Wiedereinführung des allgemein verlangten früheren Ziehungsfystems mit Einzelverlofung der höheren Treffer und grupveuweiser Auslosung der übrigen Gewinne' mit einem einzigen Los auch zwei Gewinne, darunter der Haupttreffer vor: 100.000 Schilling erreicht Iverdon; insgesamt werden bei der am 8. Juni 1926 stattfindenden Ziehung dieser im Dienste der 'öffentlichen Wohltätigke-ir veranstalteten Staatslotterie 40.000 Geldgewinne im Gesamtbetrag voll 380.800 Schilling zur Auslosung gelangen; darum kaufet StaatAvohltätigkeitSlose zu;woi Schilling. Hervorragend bewährt zur Bekämvfanarhenmatischer» gichtischer, nervöser Gchmerge» sowie aeae« «ovsschmerste». in,»«, iw. aa,« i«suvÄ"a^^n»>em. Qiiluf tritt ■i«ilKUM „ , ttmtiui »iN»«ch»et. - 3» «Ae* «»«New». Die Zlonlstlwhe Sektion Prater gratuliert Ihrem Vomtandamitgliede Frau ROS A ANDERMANN anlässlich der Vermählung ihrer Tochter A m a II e mit Herrn Aladar Iglauer Möbelfabrik J. Spira Feine. . oia Wohnungseinrichtungen III. 1-2 (Ecke Karl-Schwelghoter-Gasse) RICHTER- UND PREDIGER-?ALARE UND BARETTE von S 65 aufwlrts vorrätig und nacU Mm bilro Spejsi«ltsUu 135 RUDOLF GOLDSTEIN, Zivil-* und Uniformsclinelder QcgrDindet 1865 Wien, II. TabontrOIM 94 Tcliphoo 4*6-29 Hl «gante Herrenkieldar nach Maas, mlsatga Prelle, ZahlungsartcfcUtaningeo KUN8TMOBBLPAOAIK rsy JOfi GRÜNWALD'S WS£ 1., FlcUdunaric* W 4 WilUiflfNMN 11 Wolnaai«, D«ijAilWo»jato, Cetfi, H groaaei. 1^2 BLAIMSCHEINS SSSBSm TB P ÄIA Margarine I EKlMw tlnerreichl ln Ou&Ht&i und Preis! Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners 8. Fürst HnwvS'V tsoniB 'W' i am nrotpn nnn) Oeberaii erhältlich' UM KARL BLAIMSCHEINS vereinlgteMargarineurtd öutterfabfikeri. Wien, 14. Bezirk. Diefenbachgasse 59 Lieferant für Heilanstalten Abteilung für - Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Ist. Kultusgernelnde Wien IX., Berggasse 15 / XVIII., W&hringcrstr. 97 SIE GM. KORNMEHL UROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale: IX, Berggasse Nr. 19, Tel. 17-3-99 u. 16-9-34 Tagesordnung: Aktuelle zionlsdBche Fragen. S e: der Zionisten bei den Kultü8*ahlen ln Berlin, Oraz und Lih^ und Stellung der Wi ner Zionisten hiezu. Referenten: Oeraeinderat Dr. L. Plasehkcs, Aktionskomitetmllglied Dr. J. Waldmann. . AfMChlienand OlsIraMion. Der Obmann Oberbadrat R. Stricker. -KLUB RADIKALER ZIONISTEN IN WIEN- Donnerstag den 27. d. um 8 Uhr abends ln Cafe VERSAMMLUNG ADRIA-SEEBAD* GRAD© Konstante herrliche Sonne Wundervoller Strand Stählt den Körper gegen Winterkrankneiten Zahlreiche Hotels. 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Theodor Reik: SIEGMUND FREUD - mmmmmemmmmmmmmMwam 1| (Seine Bedeutung fUr die Kultur) ii |l 11332 |l •iii|iiHpiwiiimNiHitinmiinni«|rmmiiiii|iiitwmHiHiiiHmiunm»HiMmiiiiiiHumimiimnimiiiiimunHimmiHmiiiiiiiimmiirHMit|uMiiiuu^tt*NummHin»5 Kunst, Bühne, Buch. „Sie ßefattsene.* Theater in bet Josefstadt. Ein Mädchen ist in die sexuelle Hörigkeit einer Frau geraten. Zwei Männer sind schwer betrofserr, Der Gatte jener Frau, der Liebhaber jenes Mädchens. Der Gatte ist vornichtets Dem Liebhaber ist rettende Flucht in die Arme eines heißen, süßen, hingehenden Weibes gegönnt. Kaltneker, der am Kriege gestorbene österreichische Dichter, hat das Drama der lesbischen Liebe tiefer gefaßt. Seine einsame Homosexuelle betäubt sich durch Arbeit, betäubt sich durch perverse Lust, aber erhöht sich dann durch Opferung für die Unglücklichen ihres Geschlechtes.; Dyr französische Dichter'Edonard Bourdet haftet an dem Einzelsall. Irene wurde von einer Frau verführt, die von dem Dämon gleichgeschlechtlicher Liebe besessen ist und durch ihn unbeschränkte Macht über ihre „Perhältntsse" erlangt. Die Verführte kann nicht mehr zurück. Sie hat ihren Freund Jacques, der sie sterblich liebt, geheiratet und unter' seelischen Folterqualen seine Annäherungen geduldet. Zn ihrer Heilung unternimmt er eine Weltreise. Kaum ist sie zurückgekehrt, kaum ist der erste Muntengrüß der Geliebten in ihren zitternden Händen, muß sie wieder zu ihr, muß in -ihre Umschlingung, die Gefangene. Der Einzelfall ist mit Verantwortungsgefühl, mit innerer Teilnahme des Antors auf die Bühne.gebracht. Nicht in der dramatischen Gestaltung der perversen Liebe, nicht in der Schilderung des Schicksals der Betroffenen-, sonderm in dem seinen, überaus kultivierten, schlackenreinen Dialog.liegt die Bedeutung der Novität. Men« schen von innerer Sauberkeit und Vornehmheit, gütig und bereit, einander zu helfen, leiden sehr, verbergen mehr als sie ertragen können, sind tapfer und verloren. 23. 'Mi IW Zeit« 7 Wie unter Ällax Reinhardts Führung dieses Dramo gespielt wird, ist tatsächlich ein künstlerisches Ereignis. Jede Szene unerhört plastisch, jede Gestalt lebensvoll. Leidenschaft und Not, heimliche Hoffnung und tobende Verzweiflung, Ahnungslosigkeit und duntpfes Wisien — von einem Meister sind diese Stimmen in gesonderter Klarheit geführt, gegeneinander abgelÜni Und vereinigen sich zu einem Melodrama von bezwingender Wirkung. Helene Thimig ist diesmal neu: Ein herbes, verschlossenes Wesen mit männlichem Einschlag (so ist am deutlichsten gemacht, MS die Verführerin, die nicht anftritt, zu diesen! Mädchen zieht), bis in die letzte Szene befähigt, banges Md, böse, schäumende Lust tief in sich zu vergraben, mit heroischem Willen gepanzert gegen die.Fragen, Blicke, gegen das Betteln aller, mit denen sie gesellschaftlich verkehren muß, denen sic menschlich verbunden ist. Und wenn sich ihr Antlitz in diö Veilchen versenkt, die Liebesboten ihrer Herrin, strömt ein Meer von Sehnsucht in das Blumen gewtmder der verhaltene Schrei nach Zärtlichkeit (hier ist der Schlüffel für sexuelle Vätirtinng, verursacht durch das selbstsüchtige Verlangen des ManntiereS) bleibt unvergessen. Meisterhaft dar edel gedämpfte Spiel des Herrn Deutsch. Harmonie von Geste und Wort, geistige Durchdringung der Rolle und gelAuterte.r Kunstgeschmack sind seine seltenen Vorzüge. Die Episode, in welcher der Ehegatte sein Schicksal schildert, wird durch Herrn D e l i u s zum dramatischen Höhepunkt des Abends. Man ist, erschüttert. Und in diesem Inferno der erotischen Qualen leuchtet, die Schönheit, die Anmut, das derlangende und gewährende Frauentum der Lik> Dagover. Köstlich frisch, ein wenig schussig, unfertig, vorlaut — die Not der Anfängerin , wird zur Lugend, weil es sich trefflich zum Part fügt —, Medelsky, die hoffnungsvolle Tochter der berühmten Muttes Mit den anderen Mttwirkcnden, einschließlich des Herr» Biegler (Kammerdiener), ein unvergleichliches Ensemble. * Reinhardts Regietaten, stets hervorragend, nicht immer groß und einwandfrei wie anläßlich dieser Musterausführung, haben mit hem jetzt sehr akuten Wiener „Fall Reinhardt" nichts zu schaffen. Das. künstlerische Programm, dos er bei seinem „Einzug" in Wien verkündete, stand mit dem von ihm geförderten Reklameunwesen anläßlich dieses Einzuges, mit der Reportoirebildung, mit . seinem sonstigen Gehaben und mit seiner späteren Unbekümmertheit mit sein Wiener Theater in argem Widerspruch. Dieser wertvolle Abend soll nicht . Anlaß sein, abzurechnen. Wir werden den Fall Reinhardt gesondert behandeln. Otto Abeles. Mt Steiaer-Vrsreh? Jüdische Bühne. Das Theater des anspruchslosen Mtscheu BvMtückek läßt sich immAelbarer als jSde§ andere von den Ereignissen inspirieren und trekben, die jiMschen BolkSmassen anstvühlen. Begveiflicherwch'e hat.'es sich auch das für seine Zwecke — des Kontakts mit dem wenig verwöhnten, keinem UMneg z»r Emotion zugänglichen Theaterbesucher — sehr dankbaren Sujets, des Steiger-Prozesses bemächtigt. In New-Vork *u« erst, jetzt auch hier Dar in der Jüdischen BÄ-ue gespiette Stück dieses Namens von A. MeisclS vttstcht eZ sehr gsschickt rmü stM, das Sujet zu verwerten, es voNstütEich-rdM-antzenhäst -ü ürmxnikeu und vor allem einige sehr gut spiMave und Von den Fvsnen Weinberg, Weintraub-Graf und Herr« Junawr r th auch sehr gut gospiel-te Rollen zu schassen. o. h. Sie „Habima" im 8arl>Lheai«. Beginn des Gastspiels am 29. Mai. Im Carl-Theater beginnt das Moskauer Theater „Ha.bimah" sein Gastspiel Samstag den 29. d. Die „Habt ma" ist daS einzige hebräische Theater. Ihre großen Erfolge Verdankt' sie' in erster Linie, der Eigenart der Darstellung. die durch Stanislavsk.is Regiekunst ihren Charakter erhalten hat. Das Ensemble besteht aus 45 Mitwirkenden. Bier Waggons eigener Dekorationen und Kostüme, die durchwegs von ersten russischen Künstlern entworfen wurden, werden nach Wien gebracht^ Die Künstler werden wahrscheinlich Mittwoch den 2V. d. in Wien eintresfen. Für Freitag den 88. d. ist eine Festmatinee um halb 11 Uhr für geladene Gaste geplant. Der Borverkawk an den Kassen des Carl-Theaters hat bereits begonnen. Lie Salzburger FeMele. AUS Salzburg wird gemeldet: Für die unter der Regi» Max Reinhardts im Rahmen der Salzburger Festspiele vorgesehenen Ausführnngen von Goethes „Faust" besorgen Professor Dr. Oskar S t r n a d (Wien) und Maler Anton I a i st a u e r die szenische Gestaltung. Dr. Strnad entwirft außerdem die Dekoration für die Aufsührnngen von Richard Strauß' „Ariadne auf Naxos", deren Inszenierung Oberregisseur Dr. Lothar W a l l e n st e i n (Frankfurt) übernimmt. Für die Hauptrollen der beiden Werke wie der Aufführung von Mozarts „Don Juart" und „Entführung", Hofmannsthals „Jedermannn^, Goldonis.„Diener zweier Herren", Johann Strauß' „Fledermaus" und Pergoleses ,^a serva Padrona" wttrden u. a. gewonnen: Wanda Achsel (Wien), Rosette Andah (Wien), Albert Bassermann (Berlin), Paul Bender (München), Claire Born (Wien, Dresden), Hans Duhan, Maria Gerhart (Wien), John Gläser (Frankfurt), Maria Jeritza, Eugen Klopfer (Berlin), Friedrich Kühne (Berlin), Hubert Marischka, Fritz Massary (Berlin), Richard Mayr (Wen), Alexander Moissi, Max PallenLerg (Berlin), Maria Rajdl, Elisabeth Schumanniz (Wien), Richard Tauber (Wien). Helene Thimig. Hermann Thimig, Hugo Thimig. Hans Thimig und Gustav Waldau (München). Die musikalische Leitung übernahmen Clemens Krauß (Frankfurt a. M.), Franz Schalk. Pr. Richard Strauß und Bruno Walter (Bettina 5264

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