Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2600 (20.5.1926)
- Date
- 1926-05-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981687--26558-3014332- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
M» MWtzU» Nr. AM ®^wji ÄfPIflwwWp WieRer Morgenzeltung 20, Mai 1026 StzAO flt ^a>AX#^i CDa4vJ^|9m^A sü8MME«GMMW>MEMMMM» StvuHRf vQvIfllgv 1(99 SHI™wllllB4gtHt Jungaionistisch« G e«pp e der Sektion Vr-VNi, 8. Dez.. DennopM 18. «wie, präzise 8 Uhr abends, vricht Prof. De Heinrich Glanz mm die Geschichte der Juden *tt Oesterreich. Mtt LichÄtidern. i * Jüdisches Realchmmfimn. ArsnMinyen für die erste bis achte Klasse täglich zwischen 12 und 1 Uhr, 2. Bez., Castellezgasse Nr. 35. FestversammlnnA anläßlich des 70. Geburtstages Siegln und Freuds. Dienstag den 88. d^ 8 Uhr abends, findet in der zionistischen Sektion 6-8, VIII. W . Bennoplatz la, eine Festversammlung statt, bet welcher Schriftsteller Dr. Theodor R e t k über die kulturelle Bedeutung Siegmund Freuds sprechen wird. Israelitische Kuttusgemeittde Wien. Die Konfirmation der Mädchen tn den Geuietiidetempel« findet im Jahre 1986 an folgenden Tagen statt r l. Bezirk lSettenstettentemvel) r L Seitenstetlengasse 4, Sonntag 30. d., 10 Uhr vSMtttagS. fl. Kezirk (Leopoldstädter Tempel) t iL, Tempelgaffe 8. Donnerstag, 8. Juni, 7,10 Uhr vormittags. XV. Bezirk (Füufhaudi r XV , Lvrn«> kaffe 22, Sonntag 28. by 11 Uhr vorm ttags. XVI. Bezirk (Ätagring): XVI., Habergaffe 8, Sonntag 80. d., 9 Uhr vorvmtagS. XVIll?Bezirk (Währing): XVM . Schopenhauerstraße 89, Sonntag 30. d., 11 Uhr vormittags. XXI. Bezirk (Floridsdorf) r XXl., Holzmeistergaffe 12, Sonntag 30 d., 12 Uhr vormittag-. Pfingsten in Bade«. Zn Pfingsten beginnt in de« weltbekannten Kurort Baden bei Wien die Hauptsaison, für die — wie alljährlich — die weitestgehenden Vorbereitungen von fetten der rührigen Kurverwaltung getroffen wurden. Neben den Naturschönheiten, mtt denen der Kurort so reich gesegnet ist, werden die Besucher Badens eine große Anzahl von medinach Tausenden zahlende Menge anzieht. Autofahrer seien auf die neue Fahrstraße «um Ruoolfshof, von wo. aus sich eine prachtvolle Fernsicht bietet, aufmerksam gemacht. Das Strandbad in der Helenenstraße, deffen Fertigstellung in der nächsten Zeit erfolgen wird, muß die Erwartungen der Besucher weitaus übertreffen. Für mehr als 2000 Personen sind Kabinen und Umkleideräume vorgesehen, Schwimmbäder mit verschiedengrädigem Wasser werden errichtet nsw. Originell ist die Angliederung von Kabinen und Zelten für 500 Personen. E Kinder aufs Land. In der Ferienkolonie Böslau sind noch Zahlplätze für israelitische Knaben und Mädchen von sechs bis vierzehn Jahre fre-i. Anmeldungen bei Ignaz Neufelo, 7. Bez., Mariahilferstraße 89, Tel. 39-1-93. Kmft, Bühne, Buch. Bor dem Eintreffen der Hadimah-KLustler. Infolge der letzten Ere'Misse in Polen ist -bekanntlich auch über Lemberg.her Ausnahmszustarch verhängt worden. Die Polizeistunde war nun für L Uhr abends festgesetzt worden. Nach dieser Stunde durfte man nur mit be-sonbeven Legitimationen aus der Straße erscheinen. Für die Vorstellungen der Habimah machte aber die Polrzeidirekticm eine Ausnahme und die Eintrittskarten i« dieses Theater -galten als genügende Legitimation. De?. Besuch ließ darum nichts zu wünschen übritz, das Theater war kis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Die ÄünsLer der Haüimch, die heute Zu einem pmU» Gastspiel in Krqka« eintreffey, kommen am 26. ld. in Wien an. Am 26.d. findet im Carl-Theater eine Presseurtd Künstlervorführung des „Hadihuk" statt, zu der di>r Spitzen der Regierung, das biMmotischr.Kochs, die Vertreter der Presse, der Bühnen- und FmsnzwÄt geladen werdsn. Für die Vorstellungen der Habrmah zeigt sich in allen Kreisen das lebhafteste Interesse. Der PorvepW hat heute an den Kassen des' Ml-TAmterß 'Hegonn^s, . ' WaidemarBmlsels hat gester« wieder m der Urania gelesen. Eine Genugtuung, daß das Publikum die menschliche Bedeutung, die dichterische Sendung des Mannes erkannt hat und an diesem schönen FrWirHsabend den Saal dicht füllte. Sie wissen, es wird sich -er Weg in ferne Länder öffnen, es werden Blumen sprießen, Menschenschicksale werden sich entfalten, die Natur wird atmen und die Kreatur, die von dem Dichter so treu geliebte und verstandene Kreatur —• wundervoll, wenn Boyfels „das Tier" sagt — nftrd sich an seine Füße schmiegen. Bonfels sprach zunächst das Publikum an, Veranlaßt durch häufige Frage» ans dem Kreise seiner Leser, oh er wirklich in Indien gewesen sei, setzte er anseinander, daß bei Gebilden der Kunst dw äußere Wahrscheinlichkeit mit der inneren Wahrhaftigkeit nichts zu schaffen hätte. Als treffendes Beispiel führte er die Märchen von Grimm 'und Andersen an. Für diejenigen aber, welche der Wahrhaftigkeit nicht zugänglich sind, wenn die äußere Wahrscheinlichkeit sie nicht dahin leitet, stelle ex hremit fest, daß er tatsächlich in Indien war. Er las dann ein Kapitel ans seiner „Jndißnfahrt"; die farbensatte, plastische Schilderung seine« Wanderschaft durch die Dschungeln, die Begegnung mit dem Tiger, den beziehungsreichen Traum in der Nacht des Steppenbrandes, Dann drei Erzählungen, jede einzelne nicht bloß Kunstwerk, sondern Gabe des Herzens und von reinster Musik durchklnngen. Ihn -lesen zu hören, schlicht, ohne Stimrnaufwand, aber so perantwortnngspott hinter seinem Werke stehend und es unvergleichlich nochmals schaffend, ist ein hoher und seltener Genuß. Der Abend bleibt mir unvergeßlich. . £>, A, Aus den Theatern. Bürgt bester. Morgen Freitag. */& Ubr abends. »Gabriel Schillings Flucht". (Tdeatergemeinde Serie 8, blau.) Akademietheator. - Morgen. 7,8 Uhr abends, „Die Welt, t n d e r m g n s i ch langweilt". Op enitii e «tu. Morgen, 7,8 Uhr, ^Tiefland*. Deutsches VolkStheatvr. Dienstag'gastiert Alexander M o i s s i ür »H a m l e t" in moderner Inszenierung und Mittwoch in Romain RollandS »Et« Spiel von Tod und Lieb e^nvb Tolstois.Erist an allem schuld". Sonn'ag nachmittags ^Der Pfarrer von K i r ch f e1 b", MovtSg nachmittags m w.e i ß e tt R v ß l" mit Hmfi Riese. Theatertnver I o s e f st a d t. Freitag Piemiere von Ed. B o « r d e t s Schauspiel »Die Gefangene". Regie Max Reinhardt. Theater an der Wien. Sonntag und Montag «n S.Uhr «schmtttagS e r O rl o w". Das Schicksal des Schöirbrunner Dchloßtheaters. Der von der Wipag Wiener Plakatiernngsges. m. b. H. gegen die T e ch n e Gef. m. b. H., die Pachtungsgesellschaft des S ch ö nbrunner Schloßtheaters, eingebrachte Konkur an trag ist nunmehr zurückgezogen worden, da die Firnra bemüht ist. mit den Gläubigern ein Arrangement m treffen. Die ursprünglich beabsichtigte Uebernahme des Schloßtbeaters durch Kommerzialrat Beimo L i e, her im Rahmen emer Sommerspielzeit Ballette und Konzerte in Schönbxruul veranstalten wollte, ist Inzwischen hinfällig geworden. Direktor Lie wird jedoch tm Laufe des Sommers fünf bis sechs größere Veranstaltungen im Schönbrunner Schlotztheater arrangieren. Wiener Bürgertheater. Anläßlich der am Samstag stattfindenden Premiere .Mnauweibchen" entfällt »vegen techuhchsn Vorbereitungen die Freitag-AbendvorstelAng. Die letzt.: „Marrza"- Aufführung findet heute abends statt. Mar Liebermanns Hanitzeichnungen, zum Teil Blätter aus den Neunzigerjahren, bringt jetzt der Frankfurter Kunstsalon Trittler zur Schau. Diese Handzeichnungen Max Liebermanns, denen ein spätes Selbstbildnis beigeNgt ist, sind von außerordentlichem künstlerischem Wert und ‘mmn sehr bewundert. RtMoproqrainm. Heute Donnerstag den 20. Mai. 11 Uhr: Bormillagsmusik. 16 Uhr 16 Mm.: Nachmrttagvkonzert — 17 Utzr 16 Min.". F. Ä. Ginzkey r Hat'chi Brattchts Luftballon und andere Märchen. Gesprochen von Lia Landt und Rose Jung-Mar. — 18 Uhr 10 Min. Mitteilungen aus den Bundestheatern. — 16 Uhr 26 Mi».-. Die internationale Arbeitsorganisation des Völkerbundes tu Genf. Dr. Theodor Schmidt. — 19 Uhr 10 Min.: Esperanto. — 19 Ubr 40 Min : üuglisch für.Anfänger. — 20 Uhr 16 Min; Bläserkammermusik. Ausführende: Das Sedlak-Winkler-Qvartett. Karltheater <*> * Gastspiel -er & Moskauer 1 Theaters 29., JO., 31. Mai i., 2.8«»r * Katteatzotverkaaf stUd ab heute m de« ürl° he» «affen des «arttheaters Gerichtssaal. Der Zusammenbruch bes BaMause» Kalmar & 8o. Der zweite Berhandlnvgstag. Zu Beginn der gestrigen Verhandlung grgen den Bankgeschästsinhaber Friedrich Kalmar gab der Ausgleichsperwalter der Firma Kalmar u. Co., Kommerzialrat Emil S i ng e r, sein Gutachten über die finanzielle Situation ab. Der Pomtzende, Hofrot Dr. Czerny, ging sodann in die Besprechung der P e r u n t r e u u n g s f a k i e n ein. Beim ersten Fall es handelt sich um Depots des Majprs a. SD.. Gauer — erklärt der Angeklagte Friedrich Kalmar: ,,^ch bin überzeugt, daß die Ausfolgung der Depots jederzeit hätte erfolgen können und erfolgen müssen." Der Angeklagte legt eine Bestätigung vor, wonach diese Effekten am 1, Jänner 1925 dem Major Goner übergeben worden seien. — Staatsanwalt: Wie viele Wertpapiere hatten Sie denn beim Giro- und Kassenverein damals liegen? — Angekl.: Für 35 Milliarden und darunter waren sicherlich auch freie Effekten. Staatsanw.: Behaupten Sie nur weiter solchen Unsinn, ich werde Ihne» das schon widerlegen. — Verteidiger Be st ermann: Durften Sie über jene Effekten, die der Giro- und Kassettverein nicht über die 80prozentige Belehnung hinaus gebraucht hat, frei verfügen? — Angekl.; Natümch. — Bert.; Wenn Gauer lls erster Hauses, Rudolf lenge wurde der frühere Prokrtrist des Bankl r v s ch, einvernommen. Er gibt an, daß für den, denen die Prüstlng der Bonität der neuängewörbenen Kunden oblag. Der Zeuge erzählt dann, daß tm April 1924 der Präsident de? Zvntral-Bodenkreditbank, Hugo Lustig, ihm einen Betrag von einer Milliarde zur Sanierung übergab aus Grund einer Ausstellung, aus der es sich ergab, daß das Bankhaus Kalmar damals mit 1 bis 2 Mmiarden aktiv war. S t a a t S ä n w.: Welche Anformationm wurden über die Kreditwürdigkeit der Komnüttenten eingeholt? Zeuge; Es waren lauter Bekannte. Rechtsanwalt Dr. Bräuuing gibt als Zeuge an, daß vom Bankhaus Kalnmr wegen einer Disferetrz von 6 Millionen sein Depot im Werte von 100 Mittioneu zurückgchalten wurde. Der Angeklagte erklärt, er wisse nichts davon, die Effekten seien mcht von ihm verlangt worden, sondern von seinem Prokuristen. — Bors.; Kind Aje für ihr Personal Plattfuß veschwerste» auch in den schwersten Fäll«,, sowie Feostbenlen, GewächS- und Schwieleubildnng werde« unter Garantie in der fett 30 Zähren mit denmodernstenHilfsmitteln eingerichteten ortbopädiichettMeß- «nd Sckiuhanstalt Andreas Reich, Vf., Mariahilferstrage Rr. 103. behoben. Dieser Spezialfftarbeitet fiirgL.MdeFüße nicht. verantwortlich, oder Ihre Kmnmittenten? — Angekl.: Ich kann dazu nrcht Stellung nehmen, ich weiß ~ nichts von der Sache Prokurist Aladar Mertens gibt an, daß er für jedes Geschäft mit den Kommittenten 5 Proezttt und später 8 Prozent Provision bekommen hat. Anfänglich mußte « SO Prozent, später «ü biß 70 Prozent Deckung von de« Kommittenten verlangen. Nur bei persönlich bekanten Kommittenten verlangte er weniger Deckung, Mertens war sAbst Kunde des Bankhauses, hatte aber syst gar leine Deckung, — Bor s.r Me kommt es, daß der Chef über die meisten Dinge nichts wußte? — An ge kl.: Es waren 90 Angestellte mtd leider Gottes 7 Prokuristen. Die Verhandlung wird heute fortgesetzt. Die «ngebuchten Millionen der Deutschen Bodenbank. «VV^W s-*w^vmfcMV verschiedenen Währungen. Durch ein Versebeu der Bank wurde eine Verfügung über 200.000 tschech. K. rn der Buchhaltung nicht ° eingetragen, so daß der Generalkonsnl ein zwertesmal darüber verfügen konnte. Die Bank begehrt nun, vertreten durch Dr. Karl Fried, die Rückzahlung dieses zweimal zur Verfügung gestellten Betrages. In der Klage wird ausgeführt: Sobald die Buchhaltungskonirolle das Fehlen der Verbuchung von 200.000 tschech. K. festaestM hatte, wandte sich die Bank sofort an Rubinstein. Dieser machte derr Vorschlag, die Tschechenkronen in deutscher Markwährung anzuschaffen. Damit konnte sich die Bank jedoch nicht einverstanden erklären, da damals der Zusammenbruch der Markwährung täglich ungeheure Fortschritte machte. SchliHlich kam ein Uebereinkommen zustande, wonach sich Rubruftmu verpflichtete, den schuldigen Betrag arrzuschafsen, doch sei dies nicht geschehen. Der Vertreter Rubinsteins, Dr. Markus P r emingex, führte aus, sein Klient könne für den-Buchungsfehler' der Bank nicht verantwortlich gemacht werden. Durch die Fehlbuchung habe er selbst einen bedeutenden Schaden erlitten. -Demgegenüber stellte Dr. Fried fest, daß ein so gewiegter Fachmann wie der ehemalige russtsche Staatsrat Rubinstein, der im Jahre 1908 die Staatsanleihe für Rußland durchgeführt hat, jedenfalls genau über seine Vermögens- Verhältnisse orientrert war. Die Bereitschaft des Beklagten, den schuldigen Betrag während der ärgsten Markentwertung anzuschaffen, konnte nicht ernst, genommen werden, da die Klägerin dadurch einen ungeheuren Schaden erlttten hatte. Das Gericht beschloß, bei der Rationalbank anzufragen, ob" im Jahre 1923 die Anschaffung fremder Valuten dnrch die Devisenöorschrifien unmöglich war, und vertagte die Verhandlung. _' Generalversammlung Bet «llgemttur» Wer» reWsche» «oveu-ßreM-Anftatt. In der Generalversammlung der Allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anstalt entwickelte Präsident Doktor Sr eg hart folgendes Bild über die wirtschaftliche Lage der Banken im Jahre IM: Das Arhr 1929 wird stets eines der denkwürdigsten in der Geschichte der österxelchischen Wrtschast sein. Es war ei» Krjsenjahr, ein Jahr schwerer wirtschaftlicher Sargen und gleichzeitig ein Jahr des zWaves und Aufbaues. Des Abbanes, indem der letzte Schutt der Inflationszeit und all die falschen Lehrmrinnngen vom Substanzwert u. dgl^weggeräumt wurden; des Aufbaues insoftrne, als die Einführung der Schillingwährung und die Vorbereitungen zur Aufstellung der Schillingbilanzen ein. neues Kapitel der..österreichischen Bankpolitfl einleiten. Für die Banken war das Jahr 1926 nicht leicht. Die Höhe des Satzeder ponihnen verliehenen Gelder ist trotz wesentlicher Herabsetzung noch immer Gegenstand einer nicht gerade wohlwollenden Kritik. Nun kann man aber billigerweise nicht verlangen, daß in einem so .kapitalsarmen Lärche wie Oesterreich, in dem sich der Prozeß der Kapitalsbildung nur langsam vollzieht, die gleichen Zinssätze herrschen wie in den westlichen Ländern mit ihrem die Jahrhunderte hindurch anfgestapeltem Reichtum, mit ihren Kahllysen Möglichkeiten des Erwerbes. Schon im allgemeinen bringt es die Verkleinerung .des Tätigkeitsbereiches der österreichischen Banken mit sich, daß der Gewinn gegenüber der Friedenszeit aus einem, wesentlich verringerten Umsätze herausgewirtschastet werden muß. Dazu kommt, daß im vergangenen Jahre die einzige Einnahmsquelle das Geld- und Kreditgeschäft war, während die Emissionstötigkeit,. das Finanzgeschäft im größeren Stile, fast vollständig geruht hat. Desgleichen das Börsengeschäft. Mit einem Morte also: kleineres Geschäft, kleinerer Ertrag und größere Lasten! Darum bleibt die Herabdrückung der Personal- und sachlichen Auslagen eine der wichtigsten Pflichten der österreichischen Banken gegenüber ihren Aktionären, aber auch gegenüber der gesamten Volkswirtschaft. Die in der Inflationszeit weit über Gebühr angeschwollenen Auslagen müssen ans das der wirtschaftlichen Sachlage entsprechende Maß herabgedrückt iverden. Ein solcher Prozeß, de« ins Leben vieler Menschen lies einschnetdet, ist gewiß eine von allen verantwortlichen Bankleitexn tief beklagte Folgeerscheinung der Inflation, Unsere flnstalt hat sich denn auch benlüht, die Verringerung des Personals mit möglichste« Schonung der Betroffenen durchzuführen, und hat hierbei auch große finanzielle Opfer nicht gescheut. Ob aber diese Entwicklung schon gänzlich zum Stillstände gekommen ist, läßt sich um so weniger besttmmt Voraussagen, als der ganze Zug der Zeit dahingeht, durch unerläßliche Rationakisierung der Betriebe, durch Zusammenfassung gleichartiger oder verwandter Kroduktionsstätten das. wirtschaftliche ZriuPp wieder