Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2599 (19.5.1926)
- Date
- 1926-05-19
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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fi mm, WMoch WSUmt KoeOen-ett««s 18. Mai 1A8 > BW» LV erster Zeuge wird Graf Paul Teleki aufgerufen Md Wer seine Beziehungen zu Mcszaros und Hir befragt. Teleki leugüek, mik Meszaros und Hir jemals engeren Berkehr gepflogen zu Wen. Da der Abgeordnete Hajos in *■*“ »fc g«°n«. 3b#m ali nSchster Zeuge zur Einvernahme. Er erklärt, er habe von der Franlenaffäre erst nach den Haager Verhaftungen auS den Zeitungen erfahren. Vorher hatte er keine Ahnung über die Vorbereitungen zu der Aktion. Ueber die Rolle Hirs befragt, sagt Gömbös, daß er mit Hir wohl intim befreundet war, dag jedoch Hir ihm gegenüber niemals etwas über den Fälschungsplan gesprochen habe. Gömbös kann daher über die Sache nichts Wesentliches anssagen. Unter kolossaler Spannung im Saale wird gegen 6 Uhr Ministerpräsident Graf Bethlen vorgernfen. Nach 10 Minuten erscheint -er Ministerpräsident im Saale. Die Diplomatenloge füllt sich plötzlich bis auf daletzte Plätzchen. Graf Bethlen legt in seiner c i n Franken zu fälschen beabsichtigt. Noch'bevor Teleki diese Mel düng erstattete) erschien Wtndischgrätz in Audienz bei ihm und ersuchte Bethlen, er möge einen von Windischgrätz ausgearbeiteten Plan zur Reorganisierung der irredentistischen Verbände gutheitzen. Er studierte das Memorandum und machte reichlich Randbemerkungen. Diese Randbemerkungen, erklärte Bethlen, enthalten die Feststellung, daß """..... r '' " Führer der lugarn sei ... . » . . Kriegsfall hat ja UrmarUFeine Armee. Der Ministerpräsident gab dem Prinzen Windischgrätz in jener Audienz reine endgültige Antwort und bedeutete dem Prinzen, daß er chm das Memorandum auf dem Amtswege zurückstellen lassen werde. Bethlen schickte das Memorandum zu Nadossy mit der Aufforderung, dem Prinzen Windischgrätz mitzuteilen, daß er, Bethlen, die Pläne des Prinzen nicht unterstützen könne. Das Orianal der Denkschrift blieb bei dem Landespolizeichef. Der Ministerpräsident bestreitet ferner die Angaben H i r s, mit dem er wohl im August 1923 einen Tag lang am Plattensee geweilt habe, jedoch nur behufs Besichtigung eines zu kaufenden Gutes, wobei Hir als Sensal gewirkt habe. Einen Freibrief habe er niemals ausgestellt. Nachdem Ministerpräsident Gras Bethlen seine Aussage beendet hatte, setzte der Vorsitzende die Verlesung der Aussagen, die Schnitze in Berlin gemacht hatte, fort und schloß um dreiviertel 7 Uhr abends die Verhandlung. Feine Gegner. . Zum AuLtuAwahlkamPf in Linz. — £it Lügenmärchen der Union. Die Führer der östertttchischen Ässimilatiönsj>id«ti glauben. anscheinend, daß die Zeit' gekommen ist, gegen die Zionisten mit Erfolg ©tonnt laufen zu können. Anders ist die Haltung der Herren von -er Wiener üsterwichisch-israelilischen Union, der/Fichrer der derzeitigen Majorität irtt Wiener Kultusvorstand, schwer zu erklären. Sie nahmen die kürzlich, in Graz und Linz durchgeführten Kultuswahlen zum Anlaß, um nach diesen Städten'Fu fahren und dort erbitterten Kamps gegen die Zionisten zu predigen. Viel haben sie nicht erreicht, denn in Graz haben die Zionisten die Majorität glatt erobert und in Linz von zwanzig Mandaten neun errungen, so daß auch hier von einem „Regieren gegen die Zionisten" keine Rede mehr sein kann. Die nach Gvaz und Linz entsandten Herren-Dr. Ornstein, Buchwald, Dr. Haase, Glück und Fröhlich haben/ das sei trotz ihres Mißerfolges anerkannt, ihr möglichstes getan und häün in ihrem frommen Eifer die Grenzen überschritten, die aNstaitdige Politiker einzuhaitm pflegen. Denn als anständig kann man es wirklich nicht bezeichnen, wenn man während eines Wahlkampfes geschlossene 8-2-Dttsammlungrn veranstaltet, die Zionisten serrrhält und dann skrupellos Lügen über den Zionismus selbst auftischt oder von anderen austischen läßt. Zur Illustration dieser noblen Kampfesart sei ein kurzes, durchaus, nicht erschöpfendes Verzeichnis der in einer einzigen Versammlung vorgebrachten „Behauptungen" wiedergegeben. Die Versammlung fand am Abend vor der Wahl in Linz, natürlich streng vertraulich und zionistenrein, statt. Die würdige Vertretung der Union 'hatte Herr Buchwald, Kultusvorstand und Ausschußmitglied der Union aus Wien, übernommen. In dieser Versammlung wurde unter anderem gesagt: ,/Der Sohn Theodor Herzls ist aus dem Judentum ausgetteien. Es ist damit bewiesen, 'daß der Zionismus zur Taufe führt." „Die Wiener Zionisten haben ein Verzeichnis aller in Oesterreich lebenden Juden angelegt, dieses Verzeichnis dem Antisemitenführer K u n s ch a l übergehen, welcher unter Beischluß dieses Katasters seine bekannten, auf Ausschluß der Juden' aus Aemtern und Schulen gerichteten Anträge.im Parlament eingereicht hat." „Die-von dm Zionistenzum Zwecke der Ausbildung der Jugend gegrünte Hakoay nützt dem Judentum nichts. Sie beweist nur, daß sich die Juden ans allem ein Gesch äst machen." „Die -Arbeiter in Palästina Müssen streng übevsvacht werden, damit sie nicht von der schweren Arbeit davanlause n. Den Straßenarbeitern wird auf dem Arme „Schemah Israel" eintätowiert, damit man sie leichtex «insangen kann." ' . „Die Hebräische Sprachbewegung ist ein Schwindel. Die Universität in Jerusalem wurde nicht gegründet, um der Wissenschaft zu dienen, sondern nur um die Eitelkeit WeizmanNs zu befriedigen." Und so geht es lieblich weiter. Man könnte lachen, wenn sich micht A disskmMmncheit «ne Gmeinheit gesellen würde, nämlich die Gemeinheit, diese Lügen in vertraulichen KonventiAn einem wöniL informierten WWfum vyrznMn, dollen diese drr skrupellosen Verleumdung des Zionismusgewidmeten Gastspielreisen hex Wiener Führer der Union als Pröben für in demnächst in Wien auszuftihröndes antizloNisttsches Spektattlstück auszusasstn stln? Es steht ganz danach au«. Es ist fraglich, ob di; wackeren Leute in Wien mehr Lorbeeren ernten werden als in der östeWichijchW Provinz. Ae Uenbarung. Kt. W i e tt, IS. Mai. Gäbe es ln dieser Welt, wie es sö oft behauM wird, wirklich eine alle Menschen umfassende Ächnsucht nach Frieden und gkgenstltigem Verstehen, wären die Menschen» welche diese Mit bevölkern und beherrschen, tatsächlich von dem gemeinsamen Willen beseelt, Recht und Gerechtigkeit gegeneinander walten zu lassen, dann wäre das Cchaduothstst, das Fest der Offenbarung, der angenommene Geburtstag des Dekalogs, der Gedenktag der Verkündung der zchn Grundgesetze jeder Zivilisation, schon längst zum Universalseiertag der Menschheit erheben worden. Und der Weltenlauf -hätte eine ganz ander« Richtung genommen, die Entwicklung der Völker hätte sich in weniger blutigen, durch Völkermorde befleckten Bahnen lewegt, als die Weltgeschichte es uns lehrt. In Wahrheit sind ja die am Sinai vor Jahrtausenden verkündeten zehn Gebote in das Bewußtsein der gesamten zivilisierten Welt übergegangen. Sie blüwn dm Unterbau für jede Gesetzgebung seit dem Tage, da st« zum erstenmal „unter Donner und Blitz" verkündet, anbesohlen wurden. Die Achtung vor den finaktischen Gesetzen ist fttther als Kulturmeffer, als untrügliches Zeichen für eine normale, friedliche Entwicklung mi Leien eines Volkes anerkannt. Kein Mensch, mag er geistig noch so tief oder noch so hoch stehen, kann sich dem Einstuß jener Grundpfeiler sittlichen Gemeinschaftslebens völlig entzichen Der Atheist Nicht minder als der gläubige Fanatiker holt sich seine geistigen Waffen aus dem Arsenal jener zwingenden, kernigen, von allem sophistischen Beiwwk freien, in das Gestrüpp heidnischen Aberglaubens bkneingeschosfttten zehn Pfeil? der klaren Vernunft. Kein einziges der zehn Worte, deren ersten Vörkündmig das jüdische Fest der Offenbarung geweiht ist, gilt bis zum heutigen Tage als ükettvundöti. Wie am ersten Tageihrer Proklantierung besitzen sie auch heute noch unwiüerstchliche Werb?krast. Der christliche Missionär, der die wilden und -halbwilden Stämme ferner Erdstriche für seine Heilslchke zu gewinnen sucht, muß in allem, was nchstisch ist, in seinem Glauben, an den heimischen Aberglauben der Eingeborenen Konzessionen machen, er muß die Feste des Christentums mit den den Naturerscheinungen jener Zonen huldigenden Festen verbinden, aber die Verkündung der. dem Volke Israel anbefoihkenen zehn Gebote wirkt auf die von keiner falschen Kultur vergifteten Naturvölker mit derselben überwältigen Macht als erlösend« Offenbarung, wie sie vor mchr als dreitausend Jahren auf das Israelitische Natorvolk gewirkt hat. Die Missionäre Christi haben zu allen Zeiten, von den Römern und Germanen bis zu Len letzten Bekehrungen im dunkelsten Afrika nur drrrch die Offenbarung der zehn Gebote als der Lehre der Menschen würde zu überzeugen vermocht. .. .. Gäbe es. in dieser Welt, wie es täglich so gern verkündet wird, einen universellen' Willen zu friedlichem, gesittetem Beisammenleben der Menschen und der Völker, dann müßte das jüdische Schabuothsest als Universalfeler der Kulturwelt begangen' werden... * Mer die große Idee der sinaitischen Offenbarung hüt noch nicht alle Völker der Erde ersaßt. Weil sie dett Völkern nicht in jener ehrlichen Schlichtheit und Unzweideutigkeit vermittelt wurde wie sie ursprünglich dem jüdischen Volk übertragen worden war. Und auch weil nicht mtt der Sinn und der Inhalt der Idee, sondern auch ihr Ursprung verdunkelt wurde. Die ersten Schismatiker des Judentums, die Urchristen, versuchten am Original zu rütteln, sie widerten die Reihenfolge des Dekalogs, verfolgten die ersten Depositäre des umwälzende Weltordnungsgefetzes, die Juden, und sie übersahen dabei, daß sie damit auch die moralische Kraft des Fundamentalgesetzes selbst zunichte machten. Es entstand ein unheiliger Wetteifer in den Methoden, die sinaitische Offenbarung ihres jüdischen Geistes zu entkleiden, um auf diese Weise das schuldbeladene Gewissen Mer die Undankbarkeit gegenüber dem jüdischett Volk hinwegzutäuschen. Die unentschuldbare Vevsündigung an dem Geist der Geschichte war eine Verleugnung des Grundgedankens der Offenbarung. Deshalb sind -in. den breiten Massen der Völker die zehn Gebote bloß ein Lippenbekenntnis geblieben. Sie wissen nicht, daß das, was ihnen als höchstes sittliches Gut gelehrt wird, ein Geschenk jenes Volkes ist, zu deffen Verachtung sie erzogen werden... * Die Mission Israels, den Völkern der Erde die tieft Moral der Offenbarung als unentäußerliches seelisches Gut bejzubringen, ist — wir müssen es gestehen — zmn großen Teile gescheitert. Die Völker haben beit Dekalog in sich ausgenommen, aber nicht verdaut. Weil er jüdischen Ursprungs ist. Weil er sie in der Verfolgung der Juden doch oinigevmaßen hetnmt. Die Äalu-ihpsycho'logie von der Kulturwission Israels unter den Völkern ist zuschanden geworden. Die Völker wollen selbst vom Tekalog nichts wissen, wenn er nicht als unjüdisch nachgewiesen wird. Sie wollen lieber zum Heidentum zürückkehren als von den Juden Sittlichkeit, Frieden, Rechtsordnung, Kultur und Fortschritt, annehmen. Das jüdische Schabuothsest der Offenbarung ist -noch nicht zur Universalseier der Menschheit emporgchoben worden. * „, Die Gqluthpsychologie ist bankrott, aber nicht die Idee der Kulturntiffion des Volles Israel. Die Offenbarung erfolgte unmittelbar vor der Lartdnähmr, vor der Vollwerdung des ffraetttifchsn Stammes. Die Rechtsoidnuiy ging der Staatenbildung voran. Das ist jüdisch. Unsere Kulturnsisflon kann nur von unserem eigenen Lande ausgchen, wie vor mchr als.zweitausend Die Kulmrmission der Juden unter «st.' BWm Wich von dich» als Auftringlichieit oinpfündtn. Die Kultur der Juden im eigenen Lä-nde tmß sich durch die 'M-^ Mewohnende-^ -Kraft der WM Menschheit mitteilen. W. WW Wie Hs NewedrreWstz ersbert »tzrve. (Bon unserM Warschauer Korrespondenten.) Warschau» 17. Ma. Üsber -st Atzten' Mmpst, di« zue Erobevung des BMdeteschilosfts geführt haben, erfahre ich von einem Teilnehmer die folgenden Einzekhetteu: Die Unteroffizie-rsschule war genommen worden. Die Abteilungen Pilsubskis -hielten sich dort nicht Kruge aus; es würbe« nur die Offiziere und Soldaten, di« man dort interniert hatte, in Freiheit gefetzt, und dann marschierte das BataAon Rozanski gegen das Belvedere, M dem der Weg drtrch den Rückzug der Mannschaft der UnterofftzierSMle schon zum Teile offtn stand. Das Schloß wurde nur von der Leibgarde des Präsidenten verteidigt, doch fehlte der kommandierende Offizier. Die MkeilltNg Rozanskis entwaffnet« die Soldaten der Leibgarde und einige Minuten nach 6 Uhr betrat Leutnant Kasimir RszanSkr das Belvedere. Er ist ein Legionär, jetzt zugeteilt dem 45. Regiment in Rowno, und hat an den Warschauer Kämpfen seit drei Tagen ununterbrochen teilgenommen. Er zeichnete sich schon vEftch im Kriege aus und besitzt hche militärische Auszeichnungen. Das Verdienst, das Bllvedere erobert zu haben, Mt <Oer zu gleichen Teilen den Freiwilligenformationen und dem Bataillon aus R e m b e r t o w At, denn dieft beidrn Mteilungen kamen zu gleicher Zeit ltzeim Belvedere an und nahmen das Schloß. Eine Schar 'bewaffneter Freiwilliger kämpfte in der Ujasdotverallee mit der letzten Abteilung, die das Gebäude der Unterofsiziersschule verteidigte. Als diese Abteilung sich unterworfen hatte, befreiten die Freiwilligen die von -den Regicrungstnippen verhafteten Offiziere mit dem Oberstleutnant Hesser an der Spitze und stellten sich unter sein Kommando. Der Oberstleutnant führte die Freiwilligen zum Belvedere. An der Ecke der Bagatela begegnete er dem Rembertcwer Bataillon und einem . Teil des JnsaMerieregiments Nr. 21 unter dem Kommando des Majors Nutkowski. Das Belvedere verteidigte vbu dieser Seite eine Abteilung beS 10. Infanterieregiments, die aber bald die Waffen strecken mußte. In Gefangenschaft geriet hier auch die Regimentskapelle, die einige Stunden später -den siegreichen Truppen Pilsudskis bei der Rückkehr in die Stadt ausspielen mußte. Im Belvedere wurde schon der Präsident W o j ei echowskj nicht mehr angetrosftn. Es befand sich dort -nur der Ehef ftiner ZiviKanzler, Lene. Dieser erklärte, der Präsident sti zu Fuß biS zum sogenannten Park Lazienkowski gegangen, von -wo er in einem Wagen sortgefahren sei. Die Abteilungen des Marschalls Pilsudski, die an der Weichst! standen, sahen durch Ferngläser dm Präsidenten, unrgetün von einigen Zivilpersonen, m offenem Wagen tmrch die Czernickowskastraße in der Richtung nach Wrlanow abfahren. Eine Abteilung berittener Polizei begleitete den Wagen des Präsidenten. Ein Teil der Posener RegimeMer folgte dem Zuge. Noch vor dem Einmarsch der Truppenabteilungm in das Btlvedöreschwß war eine Abteilung -des Roten Kreuzes' dort ängekommen, die auf dieser Serke des Schlosses gearbeitet hatte. Diese Abteilung unter der Leitung Dt. Ahrenwalds und der Schwester Ada Frank versah unter Hintansetzung des eigenLn Lebens im stärksten 'Kugelregen unermüdlich ihre traurige Pflicht. , ._ Normaler Verkehr in Warschau. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeilmrg") Warschau» 18. Mai. Die Stadt hat ein uowmackes Aussehen. Die Restaurationen und Kaffeehäuser sind geöffnet. In den Theatern und Kinos wird gespielt. Der Ausnahmszustand ist aufgehoben und auch die Polizeistunden verlängert. Die Züge nach Posen und Danzig verkehren normal. Don hmte an werden schon auch die Telephone dem Privatverbehr übergebe« und der Eisenbahnverkehr mit dem Ausland aufgenommen werden. Riefendemoastratiim Wr Msadrö in Lemberg. (Eigettdienst der „Wiener Morgenzeitung^.) Lemberg, 17. Mai. Unter der Bevölkerung kann eine leichte Entspannung der durch die Warschauer Vorgänge der letzten Tage erregten Gemüter bemerkt werden. Die Aufregung weicht langsam der gewöhnlichen Stimmung. Das Hauptereignis des gestrigen Tages Urar eine Riefendemonstration für Marschall Pilsudski auf Initiative des zentralen Komitees der Berufsverbände. Der große Ringplatz war von einer unübersehbaren Menge von Arbeitern, Schützenvereinen, Legionären mit Fahnen und Musikkapellen, von Eisenbahnern, Straßenbaynbedienstoten und Bauern überfüllt. Bon drei Ballonen sprachen die Redner verschiedener politischer Richtungen über die letzten Ereignisse und kritisierten in scharfen Ausdrücken die Tätigkeit der bisherigen R^gierungm. So oft der Name Pilsudskis genannt wurde, wollte der Beifallssturm kein Ende nehmen. Einstimmig wurde eine Resolution beschlossen, in der die Tat dos Marschalls gefeiert wird. . Nach Schluß der Versammlung formierte die Ätenge einen Riesenzug, der sich durch die Hauptstraßen der Stadt bewegte.' Unter dem Denkmal hon M i c k i e w i e z «tt noch Mige Redner und vor dem Theater löste r Zug aus. Rach dein Demonsttation-zug deilierteü die zivilen MtlttarveMnde (Legionäre, Schützen und., andere): vor fetss Heereslornrnanden und brachen dort in begeisterte Ausrufe auf Pilsudski aus. An den Mam- IMtwneu nahmen über 1öM) MÄoneu LG.