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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-16 · Heft 2596 (16.5.1926) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2596 (16.5.1926)
Date
1926-05-16
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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N*. ES8 Men, Sonntag . Wienev Morgenzettung _IO. Mai 19S6 Sette 11 »Mp» jPf «P» Tfierpen treaun Ägo* I^räfuHertg&näht mtvanx. CVS\\XV>l\NV^v\\\%K\>N\\\\S\N\S>SW\VyN\\\SVVVVNVV\V>V«.\\\VV\\\N>lkÄXV\\\\\\\\\V\NN\\V ’HevvenltlodesochQTx ™ 2**°Z*o3ZQ.*rf| lil Z>am&i%sivuinrit& ‘ : ff H 2^ L'So, L'4o, L?ot \\bewa.hPte GtuaX'Ctat&n tnvielen Tttocte• N^S^|^\\\\w\\\w\\\\\ww\>\\\RS5j5[^^3^xw , v» ^'^NWNNNNWCV^V^WNSNNSNNNVyvVVNVVVSXXSNNXV^.^^^W^VVV^NVSNNX^xwWXV^ /V' AXWWVWWSXWWSXSVSWXWWWSWWVOrf^ttt^^ / 3k M^etoDt Kikjath. Sepher. Die MeDrmgen Wer wichtige Forschungen einer amerikanischen Expedition in Kirjath- Sepher, der alten Königsstodt in Kanaan, die von der Auffindung gsvaltiger Stadtmauern (lg bis 14 Fuß Dicke bei 40 Fuß Höhe) berichteten, haben in der ganzen Welt gewaltiges Aufsehen erregt. Die Expedition, die in so überraschend kurzer Zeit (sie brach erst im Februar a«f) zu einem Teilergebnis gekommen ist, ist vom Theologischen Seminar in Xenia, Ohio, ausgeschickt und steht unter der Leitung von Dr. Meiöin Grove Kyle. Das Hauptziel der Expedition ist die Auffindung alter Schriften in Kirjach-Sepher, die Dr. Kyle dort vermutet, da Kirjach-Sepher nichts anderes bedeutet als „Buch stabt". Hinter dieser Bezeichnung vermutet Dr. Kyk nichts Geringeuos als eine Nationarbücherei vergangener Tage. Der Name Kirjach-Sepher ist in der Bibel zweimal verzerret. Bei Josrnr, Kap. 16, 13 bis 17, heißt es: „Und Caleb (der Sohn des Jephunne) zog hinauf zu den Einwohnern von. Debir, und der Name Debrrs war vorher Kirjach-Sepher. Und Caieb sagte: Dem, der Kirjach-Sepher schlägt und darin einbringt, dem will ich Achsah, meine Tochter, zum Weibe geben. Und Ochmel, der Schn des Kenag, des Pruders von- Krrleb, nahm sie, und er gab ihm Achsah, seine Tochter, zum Weibe." Im Buch der Richter, Kap. 1, wo Don den Taten Ochniels, des ersten großen Richters über Israel, die Rede ist, werden «jiefe Berfe (11 bis IS) wiederholt. Dr. Kyle hat mrn geschlossen, daß die Tatsache, daß Dobir vor der Mitnahme durch die Inden „Bnchstadt" geheißen hat, darmrs Hinweise, daß Kirjach-Sepher ein gwßes Kulturzentrum schon vor der Invasion durch JosUa gewesen ist, und er glaubt, zu dem weiteren Schluß berechtigt zu fein, unter den Trümmern dieser alten „Bnchstadt" wichtige Be-. richte über die Besetzung Kanaans durch die Aegypter und Hettiter ausgufinden, die also bis ins zweite Jahrtausend vor der christlichen Zeitrechnung zurückgehen würden. Einen weiteren Anhalt glaubt Dr. Kyle in Josua 21, 15, zrl finden, wo es heißt, daß außer anderen Städten Dcbir den Priestern überwiesen wurde, die bekanntlich mrt der Aufbewahrung der alten Schriften beauftragt waren.' Dr. Kyle ist in seinen bisherigen Schlüssen sehr glücklich gewesen., Westlich von Hebron in einem tiefen, unzugänglichen Tale, dem W a d y Nunlnr, trägt einer der Hügel den Namen Dewirbau, Yen Dr. Kyle mit Debir (Kirjach-Sepher) in Verbindung brachte. Wie seine jetzigen Fmrde bewiesen haben, z»l Recht. Modenpalais Julius Kmchnik, 7. Bvz., Kaiserstraße 111— IW. Drrrch unsere direkten Beziehungen zu oen fichrenden Pariser Häusern wird un§ jede Neuheit . ansgeublicklich bÄannt. Wir zeigen in unseren hocheleganten Salons die letzten Pariser Modeichopfungen für das Derby und Riviera in Complets, Seidenmänteln und Kleidern in solch reicher Auswahl, wie sie nur 'Krupnik, das größte und führende Dvrzialyaus in Oesterreich, bieten kann. Der höhe Qualitätswert , unserer Erzeugnisse, unsere schon sprichwörtlich gewordene Billigkeit sind ein weiterer Grund für den täglichen, nur schwer zu bewältigenden Massenzustrom Kauflustiger. Ein erstklassiges Fabrikat. Es ist bereits allgemein bekannt und wird sowohl von der Kaulmannschast als auch vom konsumierenden Publikum anerkannt, daß die r? nominierten .Les"-Strümpfe . zu den vorzüglichsten * Erzeugnissen der Strnmpfwarenfabr ikat ion zählen. Der großen Nachfrage wegen mußte auch in Wien eine eigene Veririebsstelle errichtet tvevden. „Les"-Strümpfe sind aus r nem erstklassigen, vierfach gedrehten amerikanischen .Deidenflorgarn hergsstelli,. daher unverwüstlich, elegant und trotz der Primaqualität staunend billig. Man verlangt bereits iiberall nur .,Les"-^Atrnmpfe. Zentralvertrieb: Leo Sußmann. Wren. 1. Bez., Schwertgasse 2.- :Miiiiiiiiiiui!iiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimii!imiiiiiiniiiiiiftii!iiiii!ä Zonen des Schweigens. Was dir rurs •fiiiiiiiiiiHHHHiiiiiKmiiiiimiiiimiiiiimiiiiiiiiiiHiitimiiiKiimtmmitinimiiiiiiiiiimiimiHimiiMmmmiimiiiimmimiiiimin GoLd und Quecksilber. Seitdem dem Berliner Professor Miethe die Entdeckung geglückt ist, durch elektrische Hochspannungsentladungcn Quecksilber in Gold zu verwandeln, sind viele Arbeiten hierüber veröffentlicht worden. Es war auch eine ganze Anzahl Abhandlungen erschienen, die die Entdeckung überhaupt bestritten. Nunmehr veröfentlicht der Berliner Forscher A. Ga schier Versuche, die zeigen, daß man sogar auch umgekehrt Gold in Quecksilber verwandeln kann. Sollten sich diese Experimente bestätigen, sowürde das von größter wissenschaftlicher Bedeutung sein, weil die neue Entdeckung nun auch die Miethes theoretisch gut verständlich machen würde. Um die Versnchsmethode zu verstehen, muß man sich an die Ergebnisse der modernen Atomforischttn-g erinnern. Man stM sich bekanntlich ein Monr etwa wie ein Planetensystem Vor. Im Innern befindet sich ein elektrisch positiv geladener Kern, um ihn bewegen sich in Ellipsenbähnen in verschiedener Entfernung und Anzahl die Elektronen, die kleiirsten Teilchen der negativen Elektrizität. Die verschiedenen Atome der ein- Mren chemischen Elemente unterscheiden sich nun dadurch, daß der Kern eine verschieden hohe positive Ladung hat und'daß Mithin um ihn auch die entsprechend verschieden große Anzahl von Elektronen kreist. Wen»: es gelingt, einem Atomkern noch positive Ladung zuzufühven, so ist damit eine Atomumwandlung vollzogen, ebenso natürlich, wenn man ihm . positive Elektrizität entziehen kann. Das kleinste Teilchen positiver Elektrizität ist wahrscheinlich das geladene Wasserstoffatom, das Proton. Gaschler erklärte sich nun die Queckfil'ber-Gvld-Berivandlurvg so: Drrrch die elektrischen Hochspcmnnngsentladungen verliert das Quecksilber ein Wasser st osfatom und verwandelt sich in das nächstleichkere Element, das Gold. Ist diese Erklärung die richtige — ihr standen bisher viele andere gegenüber —, so müßte man umgekehrt durch Beveini'güng von Protonen mit Goldatomen" Quecksilber Herstellen können. Diese Annahme wurde experimentell geprüft. Gaschler versucht, direkt Protonen in die Goldatome hineinzuschießen Girre Vorrichtung zm Herstellung geladener Atome von hoher Geschwindigkeit ist «das sogenannte Kanalstrahfeafrfrfrg, föt* isoilche- KHs wud« m-t Waffevstoßf gefüllt Md die entstehenden Protonen ans . ein Stück Goldfolie geschossen. Der Erfolg war, daß sich nach einiger Zeit tatsächlich Quecksilber spektroskopisch Nachweisen ließ. Es ist also wirklich gelungen, nun atlch Gold in Quecksilber zu verwandeln. Die Versuche werden noch fortgesetzt. Sollten' sie sich voll bestätigen, so hat man von dieser Entdeckung die interessantesten wissenschaftlichen Ausschlüsse zn erwarten.' Insbesondere ist zu hoffen, daß die neue Methode es vielleicht möglich ntachen wird, eilte ganze Reihe anderer Elemente. zu veiwaiedelit. ■ . Ein absturzsicheres Flugzeug. .Ein Breslauer Erfinder nantens Bob ist hat eine Erfindung znm Paierlt angemeldet, die altgeblich das Problem des abstnrzstcheren Flugzeuges gelöst hat. Er hat die Erfahrung gentacht, daß in 90 Prozent der Abstürze das Fllt.gzeng stets', mit dem vorderen Teil< niedergleitet. Mit Hilfe eines A n 8 g l e i ch s g e w i ch t e s, das sich bei senkrechtem Absturz löst nttd nach dem Hinterteil gleitet, will der Erfinder das "notwendige Gleichgewicht bei ausgeschaltctem Motor wiedccherstelleit mtb durch Auslösung eines Hiffshöhensteuers. das in eitler ganz bestimnlten Lage zur Ruhe konlmt, das Flugzeug zum gefahrlosen Gleitflug zwingen. Die Erfindung Würde, wofern. sie sich praktisch bcäoährt, eine Umtvälzrmg wvf dein Gebiete des Flugivesens bedeuten. Gino automatrsche Luftpumpe für Fahr rüber. Kopenhagen ist, wie bekannt, die Stadt der Fahrräder, wo WohnungsunMge, Tranungs- und Leichenbegängnisse auf dem Fahrrad vor sich gehen und die Straßen bd Dag und Nacht von einem Radfahrerkorso belebt sind, wo der Minister und das Tippfräulein, der Staatsaitlwalt. und die Witwe mit weheildem Schleier auf dem Znveirad fahren. Kopenhagen ist auch die Stadt d e r A u t o m a t v n, wv vor jedem Schokoladengoschäst, jedem Zigarrenladen, jedem ' Obstkeller abends ma»t - Ktlchen und Aepsel, Zigarren, Streichhölzer, Fahrradkerzen nstv. sich aus dein Automaten ziehen kann. Jetzt hat einer das Neueste erfunden: einen Automaten, an dem man das Fahrrad arlfpumpen kann, einen Luftpu mpapparat, der gegen Einwnvf von 10 Oer« in Mtigkeit tM mW automÄffch den .ReHvu Zn den größten Rätseln der See gehören die sogenanntea Zonen des Schweigens, di« der Funke der drahtlosen Telegraphie nicht durchdringen und wicht überspringen ^kann. Sehr bekannt ist eine dieser Blirrdstellen im Indischen Ozean. Zn ihrer Erforschlrng sandte, die englische Regierung ein besonders dazu ausgerüstetes Schiff mit einem Stab von Gelehrten an Bord. Das Räitsel blieb: Es erwies sich als imntöglich, in dieser Zone. irgendwelche.Zeichen zu übernlitteltt . oder zu empfangen, gleichgültig wie stark der Serrder war und wie oft man die Wellenlänge wechselte. Es ' ist klar, daß ein solches Versagen der Funkente'legraphie unter 'Umständen zn den schwersten Katastrophen führen-kann: So führt man znm Beispiel das Scheitern vieler Schisse auf den Felsen von C a p- R a c e vor B a n c o u v e r aus das Vorhandensein eines solchen „Bliirdfleckes" zurück. Die -Erforschung dieser ttiter-klärlichen Erjcheinrtltgeti durch ein Schiff der englischen Regierung ist daher von großer Bedeutung. Vielleicht filtdet malt hierbei auch den Schlüssel zn /den vielen atmosphärischeli Störungen, denen die Telegraphie noch unterworfen ist. So ist zum Beispiel die Nachrichtenü>l>ermiittlung in der Stunde des Sonitenattfganges und des Sonnenunterganges weniger zuverlässig als zu irgendeiner anderer! Zeit. Die Schisse werdett angewieseri, unt diese Zeit keine drähtloserr Peilungen vorzunchmen, tlm Jrrtümer zu vermeiden. Auch Klippen oder hi AS. Land, das zwischeir zwei Stationen liegt», bceiiifluffcn den Empfang ungünstig. Die Erfindung der drahtlosen Telegraphie ist jung, aber sie hat ibewiesen, daß die See mehr Rätsel enthält als in der Geschichte der verlorenen Schiffe erlthalten sind. Verhinderung von GisenvnhnMfnmmen» stüfrend Der italienische Ingenieur Franoesco Lad'ate aus Reggio Calabria soll eine Erfindung znr Vechinderung von Eisenbahitzusammetlstötzeil genracht hüben. Der Apparat soll sowohl für elektrische als auch ftir Dampflokomotiven verwerch- 'bar sein. Es heißt, daß er sofort in Funktion tritt und unmittelbar auf die Brenlsloorrichtungen wirkt, sobald zloei Züge auf gleichem Geleise kurz vor der Gefahr eines Znsammenstoßes steheit. Sobald sich die beiden Züge aus 160 Melder genähen haben, begiune der Mechanismus automatisch z»l ar- ' 'beiten' nnd bringe die Züge durch die Ciirwirknng auf die BremsvorrichtlUtgen zum Stillstand. Das gleiche gelte, wenn eil» Zug sich einem aiidrrn Hindernis oder eine-r zerstövwn Brücke nähert. Außerdem soll der Apparat durch eül akltstffcheK oder optisches Signal den: Zugssührer die MögWAeÄ Hebe^.. I fosort dm Amad des Anglmhattens 7350

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