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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-16 · Heft 2596 (16.5.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2596 (16.5.1926)
Date
1926-05-16
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Sette« 1 Wen, Tonnkg Mener MsrsenzettttM «. Mal «38 D» MW» TXX* ZOT » O „Vro4>Mmah"'«omUeer ia Polen. Die berühmte hebräische Truppe Habimah aus Moskau beginnt bekanntlich am 29. d. mit An—skhs „D Y b u I" in der hebräischen Uebersetzung von Bialik ihr Mener Gastspiel im Carl-Theater. In allen Städten Polens wurde die Habimah enthusiastisch gefeiert. Es wurden Komitees „Pro Habimah" gegründet, deren Hauptaufgabe ist: die Errichtung eines Theatergebäudes in Jerusalem, um für das ausgezeichete hebräische Theater ein Zentrum zu schaffen. Zwei Monate soll in Palästina gespielt werden und den Rest des Jahres in allen jüdischen Zentren der Welt. In Lodz, wo die Habimah mit besonderer Begeisterung ausgenommen wurde, hat sich bereits unter der Leitung der Herren Etingon, Dr. Wyszewansky und Kernbaunr ein „Pro-Habirnah"-Komitee gegründet, das die „Pro-Habimah"-Bewegung in ganz Polen leiten wird. Aus de« Theatern. Burgtheater. Morgen. >/,8 Uhr abends. .Gabriel Schillings Flucht" iTheatergemetnde Serie C rot). Donnerstag den 20. d. Premiere der Komödie „Duell am Lido" von Hans I. Rehfisch Akademietheater. Morgen. 1/,S Uhr abends „DteWelt, in der man sich l a n q w e i l t (Abonnement I Gruvpe). Samstag düt 82. o zum erüenmal „Ihrer Mutter Kind" (.^uap-anä aktsr"), Komödie von Maurice Baring, dent'ch von Irene Kafka. Overntveater Morgen. 7,7 Uhr abends. „L o h e n g r i n" (Theatergem-inde Serie v. gelb). V o l t s o p e r. Morgen „D e F l e d e r m a u s". Neues Wiener Stadttheater Heute „D e r M u ft e r g a t t e" (Der grüne List) mit Chnstt yermann- Storm a. G. Theater in der I vier st ad l. Freitag deut che Uraufführung von Edouard Bombet' Schau'ptel „D t e Gesa n g e,n e" unter Max Reinhardts Regie. Modernes Theater. Heute, 7-11 Uhr Nachtvorstellung »Hand e". Neues Wiener Stadttheater. Der amerikanische Schwank „Der Mustergatte" hat durch das Mittwoch angesetzte Gast-! sprel von Christi Herrmann-Storm an Anziehungs- > kraft auf ein lachlustiges Publikum sehr gewonnen Das ohnej dies lustige, harmlose Spiel wird durch die gastierende Schauspielerin zum lauten Wohlgefallen des Publikums um etliche! Grade lustiger gestaltet, kräftig unterstützt von ihren Mitspielern, die sich von Akt zu Akt in steigendem Maße am Spiel erwärmten. Schließung der Neuen Bühne. Freitag vormrittass fand eme Sitzung der Arbettsgeme-inschem der Neuen Bühne und des dort engagierren technischen PevsonÄs starr, in der beschlossen wurde, das Theater wegen des schlechten Geschäftsganges zu schließen. Klimt-Ausstellung in der Neuen Galerie. Seit langem war es der Plan der Neuen Galerie, eine Ausstellung der Werke Gustav Klimts zu veranstalten. Ursprünglich in großem Stil und außerhalb der eigenen Räume, die nicht die Möglichkeit bieten, die gwßen Gemälde des Küiilstlrrs emisprechettd zu zeigen, geplant, mußte die Neue Galerie wegen mannigfacher Schwierigkeiten von diesem Projekte abgehen und die Auswahl der Werke mehr vom Gesichtspunkte des graphischen Werks von Kslimt traffen. Dieses Lt in der Zlusstellung in einer ganz außergewöhnlichen Weise vertreten; mir den frühesten Zeichnungen der Mademiezevt beginnend, umfaß: d:e Ausstellung lückenlos Arbeiten i^er Schaffenszeit des Künstlers. Bon seinen malerischen Wetten sind m der Ausstellung fast durchwegs völlig unbekannte Gemälde zu sehen. Das Blumenwunder. Ein neuer Kuitursil-in wird Freitag den 21. b.. halb 8 Uhr abends, im großen UranichaiÄ zum ersten MoÜe in Oesterreich vorgeführt weiden. Der Film zeigt das Wachstum der Pflanzen, das Ausb rechen der Knospen, das Ranken Vor Schlinggewächse und das Welken der Blüten bis zu ihrem Sterben. r Hervorragend bewährt zur Bekämpfung rheumatischer, gichtischer, nervöser Schmerze« sowie gegen Kopfschmerze«. SirfHR« tritt «■mittelbar cht. Keine schädliche« ebenmirfttngen. »erzttich (abc«b degntachlet. — I« alle« Apatheie«. kose kosevdsum 8ami 8cberrer u/jen N INI chef der Firma * ’ S. Scherzer & Bruder Wien, I. empfehlen sich als Verlobte Wien, im Mai 1926 Möbelfabrik J. Spira Feine Will. VII. MMWUi 1—2 Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl-Sch weighoter-Gasse) VENEDIG:;.. und leise singt der Gondoliere Des Nachts die süsse Serenade; Erfrischend wie ein Hauch vom Heere Ist „Cllo-Brauselimonade“. Feinste Herrengmderobe nach Maß liefert zu »tätigen greifen m tadelloser Ausführung (auch aui Ttilzabluug Rudolf Goldstein. Ztml- und Uniformschneider Gegr. 1866 Wien, S. »ez.. 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Bez., Taborftraße 37, eine Schewuoth-Schülerfeier mit reichhaltigem Programm »alt. Jüdisches Reatzhmnasimn. Anmeldungen für die erste bis achte Malle läg ich zwilchen 12 uno l Uh,, 2. Bez.. Castellezgape Nr. 36 Akademie für die Nikolsburger Abbrändler. Biorgen um 7 Uhr abends veranstaltet der Bund ver Doutschen Düdmährens gemdeinfam miit dem Verein der Nlkolsbeivger in Wien beim .Meißen Engel". Hietzing, Am Platz 6, eine Akademie zugunsten der von der BraMatastrophe' schwer betroffenen Landsleute. Frau Lotte Medelsky wivd einen von Dr. Heinrich Glücksmcvnn verfaßten Pwlog vortragen, worauf Rabbiner Dr. Feuchbwang und Prof. Pauker des Stiftes Klosterneuburg sprechen werden. Daran schließen sich die Darbietungen hervorragender Kunstkrästc Em-tritt 1.60 S. Es ergcht besonders an die Mitglieder der mährischen LLNdsmannvereine die Bitte, recht zahlreich zu erscheinen. E Schulnachricht. Schwachbegabte Kinder und Jugendliche. Dpezialinstatut Eminaer, 18. Be;., Schulgasse 46 (2—3). Wir empfehlen den nach Wien kommenden Ausiandslchern unseres Blattes, im Hotel National. 2. Bez., Taborstraße 18, Quartier zu nehmen. Erstklassiges Etablissement. Mäßige Preise. Cafe und Restaurant im Hause. Der uniibertrefsliche Schuh m Form und Fache, beige, rosenholz, grau. Trotloirichuhe in allen Farben 'cnvie chi Krokodillederschuhe, ferner herrliche Modelle m handzeffochtenen Opanken in größter Auswahl bei Sch uh-Dorn. 3. Bez., Taborftraße 8 a. Nadioprogvamm. H«te Sonntag dm 16. Mai Io Uhr 30 Mm.k Orgelvor» «rag. Mendelssohn: Sonate G-Moll. — Drte: Gavotte uvd Mkfot. — 11 Uhr: Orchesterkonsevt des Mener Symphomeorchesters. Fram Liszt: ,Lorq>uato Tasso", shrnphonische Dichtung. Edvard Grieg: Lieder für Orchester: a) Ems» b) Em Schwan; Juhes Maffenet: Arie der Linnene aus der Oper „Gib". (Gchrngen von der Opernsänger m Käthe Schwarz.) P. DschnAowÄv: Klavierkonzert, BMvll. (Am E^barfluyell: Hertha Gröger.) Georgs Bizet: Arlesienne-Snite. — 16 Uhr: Orchesterkonzert des Bäd Jschler Kurorchesters. Dirigent: Kapellmeister Andre Hummer. — 18 Uhr 10 Min.: Quartstt Weißgärber-Mayr. Brahms: Streichquartett B-Dur. Anton Dvorak: Streichquintett op. 77 (Kontrabaß: Prof. O. Sttx). Ms Einlage: Enrmy Zopf (Klavier). — 20 Uhr: ,/Dre Dollar- Prinzessin." Operette von Leo Fall. Morgen Montag den 17. Mai. 11 Uhr: VomrrtiagslMusÄ. — 16 Uhr 15 Min.: Nachmittayskongert. — 17 Uhr 16 Mn.: Burgenländiische Märchen. Gesprochen von Vally Reichevt-Heidt und Grete Doris. — 18 Uhr 10 Min.: Das Geheimnis des Lesens. Hochschnlprofessor Dr. Franz Stvu>ng.. — 18 Uhr 35 Min.: Dre physikalischen Gnrndlagen des Fliegens mit Flugzeugen. Ing. R. Katzmayr. — 19 Uhr 10 Min.: Esperanto. — 19 Uhr 40..Min.: Englisch. — 20 Uhr 16Min.: Bor: kesnng Josef DaneMr. — 21 Uhr 16 Min.: Konzertakademie. Opevnsängerm Bella Wien. Opernsänger Anton Bamnann, Hebda Ballon (Klavier), Anitta Ast (Violine). Am Ehrbarflügeil: Prof. Erich Meller (Staatsoper). verichtssaal. Re Steuerbehörde mutz den Mchertzewelr anerkennen. Ein Linzer Hotelier war von der Finanzlandesdirektion in Linz für das Jahr. 1922 mit einer Einkommensteuer von 47 Millionen veranlagt worden, wobei als Bemessungsgrundlage ein Jahi/dseinkommen von 300 Millionen angenommen wurde. Die Berufung gegen diese Vorschreibung wurde eingebracht und der Buchbeweis durch Vorlage der Geschäftsbücher angeboren. Die von Buchsachverständigen der Finanzlandesdirektion vorgenommene Bucheinsicht ergab, daß die Bücher vollkommen ordnungsmäßig geführt seien und das Bekenntnis mit ihnen übereinstimme. Die Einkommensteuerberufungskommission nahm jedoch auf dieses Ergebnis der Bucheinsicht keine Rücksicht und führte die Bemessung nach äußeren Betriebsmerkmalen durch. Der Hotelier brachte nunmehr die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ein. Das Bundesministerium für Finanzen hat nach Zustellung der Beschwerde die Finanzlandesdirektion angewiesen, die Bemessung aus Grund des Ergebnisses der Bucheinsicht durchzuführen, so daß die Beschwerdeverhandlung entfiel. Die Finanzlandesdirektion hat nunmehr die ursprüngliche Bemessung aufgehoben und den Hotelier nur mit 14 Millionen Kronen Einkommensteuer veranlagt. Durch diese Verfügung des ■ Finanzministeriums ist wiederum festgestellt, daß die Berücksichtigung des Ergebnisses der Bucheinsicht in allen Fällen erfolgen muß. Der Meldezettel beweist noch kein Ilntermietvc^hältnis. Zwei Frauen, Stephanie Z. und Barbara B., mieteten gemeknsam eine Wohnung. Als Hauptmieterin wurde Frau Z. eingetragen, während Frau B. beim Wohnungsamt und laut des polizeilichen Meldezettels als Untermieterin gemeldet war. Zwischen den beiden Frauen entstanden Zwistigkeiten, Frau Z. kündigte, indem sie Eigenbedarf geltend machte und glaubte, auf diese Weise ihre Mitbewohnerin hinausbekommen zu können. Aus dieser Situation entwickelte sich ein Prozeß, der zwei Jahre gedauert hat. Die Gekündigte machte nämlich geltend, daß sie trotz des Meldezettels, der sie als Untermieterin klassifiziert, gleichberechtigte Miteigentümerin an der Wohnung sei. Das Bezirksgericht Fünshaus als erste Instanz erklärte oie Kündigung für rechtswirksam. Das Berufungsgericht entschied, daß eine neuerliche Verhandlung stattzilfinden habe, um das Rechtsverhältnis der beiden Frauen an der gemeinsamen Wohnung zu klären. Das Bezirksgericht gelangte neuerdings zur Stattgebung der Kündigung. Frau B. berief wieder durch ihren Anwalt Dr. Hermann Akselrad, und nun hat das Berufungsgericht unter Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr. Ratzen Hofer die Kündigung für unwirksam erklärt. Die Klägerin wurde zur Tragung der Kosten aller Instanzen verurteilt und in der Begründung hervorgehoben, daß die Wohnung gemeinsam war und daher eine Kündigung nicht Platz greifen konnte. Daran änderte auch der Umstand nichts, daß Frau B. als Nntermieterin eingetragen war. „Die nervöse Frau Konstantin." Zu unserem unter dieser Ueberschrift in unserer Nr. 2594 vom 14. d. in der Rubrik „Gerichtssaal" veröffentlichen Notiz erhalten wir von Rechtsanwalt Herrn Dr. Alfred M a r i V btc nachstehende Berichtigung: „Es ist unwahr, daß Frau Konstantin in letzter Zeit als Klägerin gegen den Hausbesorger Josef Fürst und deffen Gattin Anna Fürst aufgetreten ist. Wahr ist vielmehr, daß Frau Konstantin dem Hausbesorger Josef Fürst, dessen Dienstverhältnis bereits im November 1926 .einverständlich gelöst worden war, die unentgeltliche Benützung der Hausbesorgerwohnung durch einige Zeit gestattet hat und sich anfangs Jänner d. I. genötigt sah, eine Kündigungsklage gegen d<mßlben einzubringen. Es ist unwahr, daß die Künstlerin im Laufe eines Streites die Lichtleitung zur Hausbesorgerwohnung abgezwickt hatte. Wahr ist vielmehr, daß, es einen derartigen Streit nicht gegeben hat und daß sie mit der Abschaltung des Lichtes der Hausbesorgerwohnung nichts zu tun hatte. Es ist unwahr, daß sich über die Bedingungen des Ausgleiches bei Gericht eine lebhafte Debatte entspann, an der die Künstlerin in lebhafter Weise teilnahm. Wahr ist vielmchr, daß in dieser Sache für den 12. Februar 1926 eine Tay- E angeordnet wurde und daß bereits vor derselben tim* en beiderseitigen Anwälten ein Vergleich zustande buk« i daher bei Gericht keine Debatte und konnte Frau Konstantin an einer solchen auch nicht teilnehmen. Es ist unwahr, oaß der Beklagtenvertreter darauf hingewiejen hat. daß Frau Konstantin nervös und schwierig zu behandeln sn. daß sie ihre Dienstmädchen fortwährend wechsle und daß die Ehausfeure rö bei ihr nicht lange aushalten können. Wahr ist vielmehr, daß der Beklagtenvertreter irgend welche derarttge Aeußernügen, tvelche an und für sich der Wahrheit vollkommen widerwrechen, nicht getan hat. Die geschilderte Verhandlung hat «er-. Haupt nicht stattgesuuden." r

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