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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-15 · Heft 2595 (15.5.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2595 (15.5.1926)
Date
1926-05-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Mte 8 QÖtnt, fömS!ö$ V ftfef Sestcht, das. ähnlich wie die amerSani« sch«, Verpackung und Sortierung, VerkMf und Kreditierung für seine Mitglieder besorgt und eine kaufmännische Organisation darsteüt. wie ste Palästina zum zgvciteri Male nicht aufz«rweiien hat. Bor dem Kriege hatte ich Gelegenheit, Sie Geschäftsbücher der Gesellschaft «ir »orlegen zu lassen und entnahm daraus die Entwicklung in den ersten vier Jahren von 1908 bis 1911. Das Jahr 1908 «ft 88 Mitgliedern hatte schon einen Versand von über 41.000 KPen, deren Zahl sich in zwei Jahren verdoppelt hatte, und diese Entwicklung ging ungestört bis;um Kriege weiter in immer steigendem Matze, ebenso wie sich die Orangrnpflaitzimgen technisch und wirtschaftlich ausgezeichnet entwickeln. Auch hier hat der Krieg eingegriffen, aber nur die Entwicklung gehemmt und nicht zerstört. Die Folgen des Krieges siird natürlich erst allmählich überwunden worden, aber in den letzten Jahren hat sich die Orangenproduktion und der Export ganz außerordentlich wieder heben können. War diesÄbe 1919-20 auf 880.000 Kfften heruntergegangen, so betrug sie 1922-28 1,345.677 Kisten, di« ungefähre Vorkriegsprvduktion, und beläuft sich jetzt bereits auf 1,900.000 Kisten. Der Produktionswert pro Baum beträgt 7 bis 8 Kisten und pro Dun am werden 100 bis 160 Kisten erzeugt. Der Verkaufspreis auf dem Hauptmarkte, dem englischen, schwankt je nach Nm Monaten zwischen 11 und 16 Schilling pro Kiste. Interessant ist und für die hochstehende Zucht me chode bezeichnend, saß Kalifornien nach dem Gutachten des landwirtschaftlichen Instituts um zirka 560 bis 1112 Kisten pro Hektar (1 Hektar ilu'idj 10 Dunam) aufzuweifen hat, Palästina dagegen zirka 1000 bis l500. Dr. Brükn schlägt in seinem Prospekt vor: die Grüiwung einer Gesellschaft mit 40.000 Pfund Kapital, >ie 1000 Dunam Bosen erwirbt, wovon 400 Dunam für Orangenpflanzungen Verwerfung finden. Pro Dunam Drangensflomzung, inklusive Boden, kommt er mit sämtlichen Jnvestterunken, d-e nach und nach erforderlich sind und in sechs Jahren -:nzezahlt sein müssen, als An.agekosten auf 85 Pfund pro Dunam, rcwon sind ein Drittel im ersten Jahre eiuzuzahlen. Der Nachteil der Kapitalsanlage in den Orangenpflanzunren besteht darin, daß sie sechs Jahre bis zur vollen Fruchttragung »«nötigen und vorher keinen Ertrag abwerfen, der erst :m iebenten Jahre beginnt. Durch di« dann einsetzende hohe R:n« vbilität wird aber ein« gute Durchschnittsverzinsung erreicht Sie teit Zinsenausfall der ersten sechs Jahr« mchr als auszle-cht. Aus dem Gesagten gehr hervor, daß di« Anlage v"n Orangenpflanzungen sich naturgemäß nur für kaptrals- «räftige Familien eignet, aber vom geschästi'.chen Sraadmnkt ans gesehen eines der sichersten Unternchmungen in Pa« äj'.ino ist, deren sch^feßliche Ueberncchme keine allzu großen, vLU'.rpens nicht schwer erlernbaren Kenntnisse erfirder: und tnh'r fÄr di« Familien des mitteleuropäischen Thons durchaus i=i«:jiter erscheint. Diele Kolonisatronsmethese bietet grradc infolge der Unmöglichkeit, hier spekulativ Produktion und Absatz schnell Pr Versteigern, jiür Jahrzehnte noch gesicherte Anlagemsiglichkeiten m Palästina und sie erscheint mir daher )?r grac« b:ue Weg für die 'aylreichen. MittePaudsfamrlien, denen bisst: kein geeigneter Weg zur Uebersie!/ung gewiesen war. Man kann sich üi-.-r allein durchs«»-«, sich und seiner Fam'lre eine g-.'icherte kxistenZ schaffen und damit dem Lande und dmr Aufbauwerk »sitzen. Das hier produktiv angelegte Kapital wird den Nationalceichttmr des Landes vermchren, außerdem aber auch ArbeitS- ^legenheit schaffen. Es ist doch interessant, daß beispielsweise von?800 ArLeitern, die Ende 1924 nach der Statistik des Mertkas haklai in den Kolonien tätig waren, zirka 700 in dev Orauzerien und sonstig« dauernden Mordarbeiten beschäftigt waren rnd sich in letzter Zeit die Zahl durch die Anlage weiterer Pflanzungen in den Kolonie« werter stank Vergrößert hat. Der Weg der SeNsthAfe ist der einzig gangbare. Konnten' vir doch auif dem letzten Kongreß sehen, wie schwer es wurde, »uch nur für eine Mitberücksichtigung der mittelländischen Koiorchation, d. h. jSr eine KrcditgÄvAhrung im bescheidensten Umfang an mittelständische Kolonisten, die selbst ein größeres Berinogen austviesen, einen im BerhAtnis zum BrDyet auch nur bescheiden« Posten emzrrsttzen. Set tas dchWen TsÄrnMern. Perlen sollen Tränen bedeuteu; vielleicht verdankt dieser Ätaulbe sei«« Enfftchmrg den Gefechren, die mit der Bergrrng der Perlemmrscheln verbunden sind. Das Geschäft deS Perlenfifchers, wie eS besorÄers im Pevsiischen Goivf in den Indischen Meeren, um Ceylon, Java, Sermatra, Japan, im Stillen Ozean vks zu d« Fidschi- Inseln, an den Küsten von Mexiko in beiden Ozeanen und m einigen Südseeinsel« anzutreffen ist, ist eines der gefährlichste« und erfordert sine ganz besondere Geschicklichkeit. Die Perlen/ftscherei an der Küste von Ceylon blickt ans eine ehrwürdige Vergangenheit -«rück; schon vor 2600 Jahren wird einer königlichen Perlenkette Erwähnung getan. In gewissen Zettabständen erleidet dort dir Fischerei infolge vorübergehender Zerstörung der Muscheilbänke ein« mehr oder minder ausgedehnte Unterbrechung; so eröffnete di« engHche Regierung in Ceylon im vergangenen Jahre erst wieder die Perlenfischerei. Man nennt die Muschellbänike, die in einer Diese zgvrschen 10 und 18 Metern liegen, Paar. Die Taucher setzen sich hauptsächlich aus Arabern, di« bei diesem Geschäft außerordentlich geschickt zu- WerSe gehen, aus Malaien, Mauren und Tamilen zusammen; sie benützen doibei Fahrzeuge, die man ^Dhaneys" nennt und deren Gestalt feit den Zeiten des Altertums keine Veränderung erfahren hat. Die Taucher verschließen ihve Nasenlöcher mit einer Klammer, bevor sie ins Wasser gehen, wo si« sich durchschnittlich eine M i tut 11 und länger a».Halten, chren Korb schnell mit Muscheln füllen und dann wieder an die Oberfläche des Wassers gehen. Die „Thoneys" werden nach getaner Arbeit von einem Schlepper nach der Küste gezogen; die Mujchelsäcke werden unterwegs von RsLierunLsbeamten Metter Morgenzeilung HOTEL CENTRAL Wien« II* Tibarilraii« 8a Stadteentrum » 150 neu einxerledtete Zimmer « Zentralheizung, kalt- und warmfliessendes Wasser, Telephone, Lift, Cafe-Restaurant » Preise von 8 5.- aufw., . aufletrte 10®/ö ...Rabatt. _ 665 versiegelt, um Diebstähle zu vermeiden. Dann werden die Muscheln gezählt, worauf di« Taucher den dritten Teil ihres Fanges beihalten dürfen; der Reft gehört der Regierung. Im Jahre 1935 konnte man ungünstigen Wetters wegen nur 37 Tage nach Perlen tauchen; das Ergebnis dieses Fanges, 16 Millionen Muscheln, wird als außerordentlich unbefriedstgenid angesehen. Mlker. die nicht Wien könne». Die einfache, doch jo wunderbare Methode, mit HiHe von zeyn Ziffern alle Zahlen bis zu grenzenlosen Werten hinauf auszudrücken, setz: die Kulturvölker instand, die feinsten Unterscheidungen durch Zahlwerte vorzunchmen. Es gibt aber auch Menschen, die in dieser Beziehung weit anspruchsloser sind. Tr. Fritz Köhler berichtet in seinem soeben erschienenen Buch „Brasilien heute und morgen" von seinem Besuch der Jndianerreservatiomn. Die dortigen Indianer hoben in ihrer Sprache keine Worte für große Zahlen und umschreiben deshalb größere Zeitspannen. Ein Indianer antwortete dem Forscher auf die Frage, wie alt er sei, daß er schon zweimal den Bambus habe blühen sehen und dieses Ereignis bald zum dritten Male erleben werde. Da der Bambus nach der Meinung -der dortigen Eingeborenen alle dreißig Jahre blüht, so muß dieser Indianer schon ein beträchtliches Alter erreich: haben. Me er dem Forscher erzählte, zählt er sich zu dem Jndianerstamm der Kaingang, die wiederum zu «den Ges-Völkern gehören. Zu diesen sind auch die im Staat Espirito Santo wohnenden Botokuden zu rechnen, die gleichfalls ans dem Gebie: der Zahlenrechnung einen Rekord halten. Sie unterscheiden nur eines und viel. Für zwei und drei haben sie bereits dasselbe Wort: Auf sie trifft also die Redensart, „nicht bis drei zählen zu können", zu. Daraus mag sich auch der Brauch verleiten, den Namen "der Botokuden zur Bezeichnung eines nich: sonderlich hohen Geistesstandpunktes zu benützen. Bon den Steinen erzählt, daß die Bakairi am Amazonenstrom sich in die Haare fassen, wenn sie Zahlen ausdrücken sollen, die größer sind als sechs, um damit anzudeuten, daß das für sie etwas nicht mchr Zählbares sei. Auch im Innern Australiens gibt es heute noch ganze Völkerschaften, die größere Zahlen als sechs in -ihrer Sprache nicht ausdrücken können. Nu KriminalschriMtrllcr als Nnbrecher. Der Kriminalschrisisteller Vincent de Pascal wurde, wie die amerikanischen Blätter melden, iu Chikago überrascht, als er die Wohnung des Vizepräsidenten 'der Maklerfirma Stern xind Williams ausrauben wollte. Dr Pascal, in dessen Taschen man ein Romanmanuskript „Diebe von gestern und heute", ferner eine Menge von Schmuckgegenständen fand, gab zu, eine Reihe von Einbrüchen in Evanston begangen zu halben. In seiner-Wohnung entdeckte man Effekten im Werte von 2 0.0 00 Dollar, die aus der Wohnung der Frau Ada T o w n s e n d stammten. Pascal ist ein interessanter Verbrecher. Als er vor drei Jahren unter dem falschen Namen Vincent Wrig-Ht i-m Gefängnis saß, beteiligte er sich an dem literarischen Preisausschreiben einer Reklamsfirma und errang den ersten Preis: „Eine Reise um die We l t." Da er jedoch seinen Kontrakt mit Frau Justitia einhalten mußte und daher an der Mreise dringend vechindert war, nahmen sich einflußreiche Persönlichkeiten des schriftstellerischen Talents an und erwirEten eine Verkürzung des Str-aftermins. Kürzlich hat Pascal gcheiratet. Deine Frau belfinder sich derzeit nach einer Blinddarmoperatton in einem Spital. Die Str«chwitwer;eit benützte Pasccft zu praktischen" kriminalschriststellerischen „Studien". Die Detekttt>e sind nunmehr bemüht, diese Studienreise zu konstruieren. Für den Frühling und Somme» bietet das Warenhaus Brüder Schtffmann, 2. Bez., Taborstraße 48, eine außerordentlicke Okkasion in Stoffen, Seive und Waschwaren jeder Art zu äußerst billigen Vorsatsonvreisen. Nachstehend einige Beispiele aus der Preisliste: Taft fleure für Kleider in allen Modefarben. pro Meter 3.H0 S. Popeline, doppeltbreit/ave Modefarben .... „ 6.50 S. Creve de Chine, coppeltbreit. alle Modefarben „ . 6.50 S. Kleidervoile.. , 0.85 S. Ia Seidensilke, gemustert für Futter ..... , 2,— S. Wollmarocatn p. M. 2.50 S., Seidenmarocain „ , 2.90 S. Mode-Dopoelstores..7.60 G. Dreiteilige ModraSvorhänge.9.60 S. Madrasstoff. 130 Zentimeter breit.pro Meter 1.95 S. Damast-Tt>chtücher mit Hobllaum, komplett.6.50 S. dazu paffende A .sour.Hohlsaum-Serv«etten.0.65 S. Gestickte Damenwaschezarnituren. Hemd und Hose . . . 3.— G. Ne Derkehrsmöngel der Nenfiedler See». Bon eitlem Besucher des Neusiedler Sees wird uns geschrieben: Die burgenländische Landesregierung und auch die österreichischen Fremdenderkchrsbureaus suchen den Fremdenstrom nach dem Neusiedler See zu lenken. In der Propaganda wird auf die Erschließung dieses unberührten Gebietes hingotviesen. Tatsächlich ließen sich viele «Leute durch diese Propaganda veranlassen, Nensiedel und feinem See einen Besuch abzustatten. Die Enttäuschung über den Besuch ist a«ber ziemlich groß. Die Einrichtungen für den Fremdenverkehr sind noch sehr primitiv. Es ist mit einem gvtvissen Risiko verbunden, den See zu besuchen. Ein schmaler, kilometerlanger Steig fü«hrt am U'fer bis zum eigentlichen See. An Sonntagen wird aber dieser Bvetterstei-g von so vielen Leuten betreten, daß die Gefahr dos Einbrechens sehr groß ' 18. Mai IM Kr. SW $o&ei bmchme« sich die Neufiedl« Wirte so, M ob es sich mn einen großen Kurort handeln würde. Bei etwas größerem Andrang werden die Oeekse in die Höhe geschraM. »Es hat sich sogar ereignet, obzwar nach der ^eisekaete etwas bestellt worden war, dennoch ein höherer Preis in Rechnmvg »gestellt worden ist, als in der Karte verzeichnet worden war.. Die Bedienung ist schr mangelhaft. Unter diesen Umständen kstl es kein Vergnügen, sich zum Neusiedler See himorter zu. wagen. ES «wäre wünschenswert, daß die dortigen Fvemdem-, verkehrsvereine alle Umstände, welche der Entfaltung des Ber-^ «kehrs hinderlich sind, aus dem Wege schaffe - Mische« gnaendmeeting. Mittwoch abends im Festsaal des Hotel Eontiuentak. Hunderte jüdische zionisttsche Jungen und Mädchen von vter^ zehn — ja, jüngere noch — bis zu zwanzig Jahve«. DaS letzte Plätzchen ist besetzt, jede Msche ausgefüllt. Das lebhafteste Oe^ triebe vor Beginn der Versammlung. Alle Arten jüdischer Jugend sind da: der Chaluz, der Bürgerschüler, die nasiastin, der Sportler, die Blauhemden der revisionistischen Jugendgvttppe. Die Kleinen und Großen begrüßen einander: „Schalom!" Sie sprechen zueittander, wenn sie eS könuen — und cs können überraschend viele -- hebräisch. Alle voll Spannung und Erwartung. Der Monat Jjar, der Ruf zur Festigung und - Sammlung der ziomstischen Reihen und des zionistischen Gedankens, hat den besten Teil d« Wien« Mischen Jugend in den Saal gebracht. Dr. Klaber, der Vertreter der jüdischen Jugend in der jüdischen Gemeinde Wiens, eröffnet die Versammlung. Obcrrabbiner Chajes spricht. Davon, daß die jüdische Jugend, die der zionistischen Bewegung angehört, die einzige Jugend der Welt ist, die nichts erhAt und alles Mt: das Opfer. Daß die zionistische Bewegung materiell nichts bietet und von ihr das Höchste, das Geistige, fordert, daß ste deshalb auch die einzige Bewegung «ist, die einer- JugeM» -wert ist; daß, weil sie den reinsten Dienst und den reinsten Enthusiasmus erfordert, was sie zu einer Bewegung gestattet, d«en Dienst am eigenen Volk zugleich Arbeit an der Erlösung der Menschheit ist, sie auch die reinste und opferßreudigste Jugend hat. Daß das keine Phrase, sondern höchste Mrklichkert sei: die Arbeit der jüdische Jugend für das jüdische Volk ist Arbeit für die Menschheit. — Viktor K ellmer, Direktor deS jüdischen Realgymnasiums in Wien, geht mit der Wiener jüdischen Jugend hart ins Gericht. Größer, wechrhaftiger, einig muß die jüdische Jugendbewegung werden. Zu gering ist die Zahl derer, die in der jüdischen Jugendbewegung stehen, die an sich arbeiten, um für das Volk arbeiten zu könncw Zwei Wege sind es, die die jüdische Jugend Kchen muß: den der Bildung und den der Tat. Bildung heißt, sich zu ganzen Menschen zu erziehen, die hebräische Sprache in sich seelisch aufzunehmen, um die jüdischen Kullurwerte zu erleben. Tat ist jüdische Gemeinschastsbildmrg, mn sich in der Brandung der fremden Kulturen, die auf uns eindmugeu, selbst behaupten zu können. Es gibt für den einzelnen - Juden keinen Weg zur Menschheit mit Außerachtlassung der jüdischen Gemeinschaft. Die jüdische Jugend hat z« prüfen, ob sie diesen Forderungen gerecht wird. Vertreter a«S den Rechen der Jugend selbst — die meisten in hebräischer Sprache — rufen zur Pflicht- und Aufgabeerfüllung für Erez Israel, für die hebräische Sprache und Kultur auf. Starke Bewegung für und wider entsteht bei den Worten des Vertreters d« revPonistischen Jugend, die sich' legt, da Kommerzialrat Markus, der Berater des zionistischen Landeskomitees, zur Einigung mahnt. Eine Resolution, deren Jnhcckt den Dank der jüdischen Jugend an die zionistischen Kuttusgemeindemandatare für die Errichtung des Jugendreferates ist, beschließ' das Jttgendmeettng. p. h. SKeit, IS. Mai. * Das Wetter. Gestern herrfchte wieder warmes Sommer- Wetter. Die Boraüsisage bautet: Zunächst «ttitfb zeitweise Regen, gewitterig. Temperatnrabnahme, wahrscheinlich rasche Bessemng. * Todesfall. Der Gefamiiveckand Mischer HochschAer Ovsterrmchs Judäa gibt die traurige Mchricht von den: Ableben seines treuen Mitglieder Herrn wed. Franz Glück. Das Leichenbegängnis «findet Sonntag den 16. d. mn havb 10 Uhr vormittags auf dem Zentrolfvieahof drittes Tor, statt. * Ein vermißter RealfchAer. Der IHährige Realschüler Helmut H a w l i tts che k ist zeit dem 18. d. aus Furcht vor häuslicher Zurechtweisung aus der elterlichen Wohnung, 12. Bez., Siemgrinergosse 6. verschtwnniden. Die bisherigen Nachfovschungen hatten keinen Eftfolg. * Das gefährliche Spielen an den Donamche«. Der achtjährige Josef Schaf ha user, Kavaijangasse 6 «wohnhaft, ist gestern nachmittags Mischen d« «Brigitta« und Augarten« brücke beint Spielen an hem Donauufer von einem Moß itn den Donaukanal gefallen und in den Wellen verMvunden. Der sechsjährige Hermann Rosenzweig. Deuisgasse 37 wohnhaft, stürzte am 18. d., nachmittags, nächst der GechardnSaasse von einem Floß in den Donaukanal. Der Schneidevgeytlfe Joses Lur sprang ihm nach und mttete ihn. * «Ihgttneine- MlchvevttMtzrecht an Somrttrgen. Wie daS Gremium der Wiener KauftnannstlM nvfttM, hat der Bürger meiste im VerordnungSwege verfügt, daß in Hinkunft alle LobenSmitteldetailhäMer <m Sonntagen Mschen 7 »ud 9 Uhr vormittags zum Verschleiß von Milch, jedoch nicht auch von Mftcherzeugmssen, ohne Berwendung von Arbaitnehmern berechtigt st»ch. _ ReMoProgrAMM. Heute Samstag den 8. Mai: 16 Mr 18 Nachmttta«gSb»uzort. Mttwtrkend sto -zert'ängerin Adele Haukenbtchl. Fvcik r Florett» tiner Marsch. Ziehrer r Märchen a»S Altwie«, Walzer. Gounod: PhilvMN und Baucts. Entre-Att. Dvorak r Menuett-Suite. Flotow r „Martha", Phantasie. Silviug r Nächte der Liebe, Batcarole. EtnVhrl r Ich Hab' einen Gusto auf Wien, Wierrer Walzerlied. Uhl r An alle, Schlagerpotpourri. Komzak r Badner Madln, Walzer. Kalman i Mein Wer, heiß geklebter Iva». — 17 Uhr 50 Min.. Der Wiederaufbau der Schönbrunner Menagerie. Univ.°Doz. Dr. Otto Antonius. — 18 Uhr 30 Mn. r Oelletreichische Lyrik der Geaenwart Gesprochen von Dotter Werner Rtemersönnied. — 19 Dr 80 Min. r Stunde der Llaudwtrt'chaft. Fuiterbait. J«g. Z. Ä-tear». — SS Uhr IS Mn. r

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