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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-14 · Heft 2594 (14.5.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2594 (14.5.1926)
Date
1926-05-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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SSL fl» Im Nest«». Morgen, 7 Vhr ckbesds. .8 « uIr! KHrt.G»air d, Prinz von P r e« ß e»" (Abonnement Ipföt e * l e t h t ata r. Morgen. */,$ Uhr abends, ne» iDßuttßvt, o ch - e i t - t a g e' von Paul Grraldy. Bo 1 rsoper. Morgen »Die schöne Helena" mit KoÄY Broker von der Komischen Oper in Berlin a. G. DentscheS DolkSrlieater. Morgen, 8 Uhr abends, denSche NrauMhrung des Lustspiels »17 15 F r a n« f eit" von Sacha Gnitry, Sbersetzt von Otto Eisenschitz. Theater tn ver Jo, es st ad t. Max Reinhardt hat sSr eine Hauptrolle in Boirrdets Schankpiel »D ' e G ef a n g e n e" Lil D a g o v e r, die bekannte Filmschanspielerin. verpfitztet. Bürgertheater. Jda R u ß k a absolviert ab Sonnig als Gräfin Mariza ei« kurzes Gastspiel. Modernes Theater. Morgen, 7*8 Uhr abends, .DieDüchsederPandora", abends 7,11 Uhr Eistanfführnng von Kurt Sonnenfelds Drama a n b e". Mirjam Schnabel-Hoeflich In Erez Israel. Aus Tel- Atviw wird uns geschrieben: Mirjam Schnabel-Hoefl i ch. die bekannte Rezitatorin. die zur hebräischen Kunst' überaegangen ist, hat eine neue Note in die Aufvaubestrebunaen der hebräischen Sprachkultur Palästinas gebracht. Mit groner Systematik und unendlicher Hingabe hat sie während des Wmters in der Studie des Arbeitertheaters über hebräische Phonetik vorgetragen, ein Gebret, das bis jetzt völlig vernachlässigt wurde. Augenblicklich absolviert die Künstlerin im Auftrag des Kulturrates der Arberterorganisation eine Vortragstournee durch die Kolonien, die außerordentlich erfolgreich ist — sie spricht über die Bibel, Psalmen und moderne hebräische Dichter — und überall mit großem Enthusiasmus ausgenommen wird. Für den Herbst plant Frau Schnabel- Hoeflich eine europäische Vortragstonrnee nm einem Programm in fünf Sprachen. „Die Biene Maja." Der Urania ist es gelungen, den Film ^Die Biene Maja und ihre Abenteuer", der das Meisterwerk Bonsels' in prächtigen Aufnahmen lebendig werden läßt, zur Erstaufführung zu erwerben. Der neue Kulturfilm wird Montag den 17. d. um halb 8 Uhr abends im großen Uraniasaal zunl erstenmal vorgeführt werden. Waldemar Bonsels wird persönlich die einleitenden Worte sprechen. Gerichtssaal. Das Recht aus die Antenne. Der Prozeß, welchen die Hauseigentümerin Anna Blumen tritt gegen ihren Mieter Franz Geiger .wegen der Grrtfernrmg einer Außenantenne führt, hat wegen seiner prinzipiellen BAeutung für die Radioamateure viel Beachtung gefunden. Das Bezirksgericht hatte die Anbringung einer Außenantenn« von geringem Ausmaß als zulässig erklärt und die BesitzstvrnngMage abgewiesen, während das Landesals Berufungsgericht feststellte, daß auch die Anbringung der kürzesten Leitung eine Besitzstörung darstelle und die Äreitsache zur Feststellung an das Bezirksgericht znrückverwies, ob die Klage frfftgerecht eingebracht worden war. Gestern fand vor dem Oberlandesgerichtsrate Dr. Reiser des Bezirksgerichtes Hernals die neuerliche Verhandlung statt. Der Richter gab seiner Anschauung Ausdruck, daß die Antennenfrage in diesem wie in allen anderen Fällen am besten einverständlich gekäst werden solle und schlug vor, die Hauseigentümerin möge die Drcchtleitung belassen, wogegen der Beklagte im Sinne der Entscheidung des Berufungsgerichtes anerkennt, daß die Erlaubnis zur Legür^ des Drahtes freiwillig gegeben wird und jederzeit widerruflich ist sowie die Pwzeßkoften beider Instanzen trägt. Die Parteien schlossen einen B e r gl e ich dieses Inhalts. Die gestundete Mitgift. Einen seltsamen Valorisierungsanspruch machte die Kaufmannsgattin Elisabeth F. gegen ihren Vater, den Architekten Jakob L.. geltend. Sie begchrt beim Zivilgerichte die Auszahlung eines Betrages von 57.000 S., mit der Begründung, ihr Vater habe ihr anläßlich ihrer Verheiratung einen Betrag von 100.000 K., zahkbar fünf Jahre nach Friedensschluß, zugesichert. Frau F. hat im Jahre 1918 geheiratet. Als Mitgist bekam sie 100.000 K. bar und.26.000 K. für Möbel. Da zu dieser Zeit die Kaufkraft der österreichischen Krone schon bedeutend gesunken war, wurde m dem Ehepakt die Bestimmung ausgenommen, der Vater werde seiner Tochter noch weitere 100.000 K. Mitgift geben, jedoch in zwei Teilbeträgen, zahlbar fünf, beziehungsweise zehn Jahre nach F r i e d e n s s ch l u ß. Die Klage begehn nun die v a I o r isierte Leistung der ersten, bereits fällig gewordenen Rate. Der Beklagtenvertreter bestritt, daß es sich bei der Zusicherung des Vaters um eine Ergänzung der Mitgift gehandelt habe. Der Z^trag war vielmehr als Notpfennig für feine Tochter gedacht, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten sollten. Da die Versuche des Vorsitzenden, Hofrates Dr. Schwär tz, einen Vergleich zu Wege zu bringen, scheiterten, mußte die Verhandlung zur Klarstellung des Charakters der Zusicherung vertagt werden. Die nervöse Fum Konstantin. Vor dem Bezirksgerichte H-retzmg trat Frau Leopoldine K o n st a n t i n als Klägerin gegen tifyteti Hausbesorger Josef Für st und dessen Gattin Anna auf. Frau Konstantin hat vom Holzindustrietten Körner die Villa in der Trauttmansdorffgasse 29 erworben, in welcher Fürst seit vielen Jahren Hausbesorger ist. Bold kam es zwischen ihm und der neuen Hausfrau zu Differenzen, welche so weit ffchrton, daß der tcmsbesorger schließlich gegen Frau KorFtantin die Beiitzörungsklage einbrachte, da die Künstlerin im Verlaufe eines Streites e i g e n h ä n d i a die Lichtleitung zur Hassbesovgerwohnnng ab gezwickt hatte, so daß Fürst sich längere Zeit mit KerMbeleuchtung behelfen mußte. Frau Konstantin hatte ihrerseits die Kündigungsklag» eingehracht. Vor Gericht war die Künstlerin persönlich erschienen. Der Be- Aagtenvertreter wies darauf hin. daß den Beklagten an den Mtzhellrgkeiten mit der neuen Hausfrau keine Schuld treffe. Frau Konstantin sei so nervös und schwierig zu behandeln, baß man nicht mit ihr anskommen könne. Sie wechsle fortwährend -die Dienstmädch e n. Auch die Chan fsenre konnten es nichtlange bei ihr au sHal t e n. In dA Theaterwelt fei ja ihr Temperament bekannt, schließlich kam ein Vergleich zustande. Frau Konstantin versprach dem Haußbesorger eine neue Wohnung zu verschaffen, wogegen dieser M verpflichtete die Villa a« räumen S e b e n e m c h I t a BAND Hl Weltgeschichte*; jüdischen Volkes von S. M. DUBNCW Die orientalische Periode von dem Untergänge Judfcas bis 2»m Niedergange des autonomen Zentrums in Babylonien Dieses auf sehn Bünde berechnete Marmmentahuerk ist. berufen, jedem Juden das große Bild der Vergangenheit zu offenbaren Preis des Bandes bei Subskription auf das Oesamtwerk S 20 — (Qm. 12.—) in Ganzleinen S 25 — (Om. 15.—) in Halbleder Durch Buchhandlung R, Löwit, Wien, I. Ptetachntarkt 1 Rotenturmstrafle 22 Volkswirt. Byrtschastsbriek ans Polen. Der Vertrag zwischen Polen und der Tschechoslowakei. — Die Lage des Handels und der Industrie. — Der Kampf gegen die Teneruug. — Gebesserter StatnS der Bank Polski. — Die Börsen. (Von unserem Warschauer Korrespondenten.) W a r s ch a u, 11. Mai. Im Verordnungsblatt der polnischen-Republik wurde jetzt der Wortlaut des Vertrages zwischen Polen und der Tschechoslowakei in juridischen und Finanzangelegenheiten verlautbart. Der Vertrag trat am 28. April in Kraft. Dieser Vertrag bedeutet einen wichtigen Fortschritt in der gegenseitigen Regulierung der Beziehungen zwischen den Angehörigen beider Staaten, denn er enthält u. a. auch Bestimmungen über die Regulierung der gegenseitigen finanziellen Verpflichtungen, die noch aus den Vorkriegszeiten bis zur Zeit der Ersetzung der österreichischen Krone durch die tschechische, beziehungsweise durch die polnische Valuta stammen. Aus dem Bericht der Lemberger Handelskammer für den Monat April geht hervor, daß die immer schwierigeren Kreditbedingungen in Verbindung mit dem Fallen des Zloty sehr ungünstig auf die Produktion und den Konsum gewirkt haben und die schlechte wirtschaftliche Lage tm Monat März eine weitere Verschlechterung erfahren hat. Das Ostergeschäft hat vollkommen enttäuscht und brachte keinerlei Belebung der Industrie und des Handels. Auf dem Naphthamarkt wurde eine kleine Preiserhöhung festgestellt, und zwar kostete ein Zehntonnenwaggon 170 bis 175 Dollar. Die Naphthaindustrie machte im Monat März große Fortschritte in der Erweiterung und Konsolidierung ihrer Handelsorganisation. In Erfüllung der noch im Jänner gefaßten Beschlüsse übernahm das Kartell für den 1. März den ausschließlichen Verkauf von Naphtha in Polen, und zwar durch die „Wirtschaftliche Vereinigung der Raffinerien der Mineralöle" in Warschau und durch deren Filialen in ganz Polen. Große Nachfrage herrschte nach Benzin infolge der Belebung des Automobilverkehrs am Frühlingsanfang. Gleichzeitig aber verringerte sich der Absatz von Rohöl. In der Holzindustrie zeigt sich eine kleine Belebung des Exports, insbesondere mit der Tschechoslowakei. Der Verkauf des Zuckers im Inland gestaltete sich im Monat März sehr schwierig, und da die Zuckerpreise im Ausland stark gefallen sind, rentiert sich der Export fast nicht mehr. In anderen Industrien stellt der Bericht der Lemberger Handelskammer meist eine Verschlechterung oder vyllkommene Stagnation fest, nur in der Hefeindustrie konnte man von einer leichteren Belebung angesichts des größeren Bedarfes während der - Feiertage sprechen. Die Lage der Banken verschlechterte sich und als eine der Ursachen wird die Devisenpolitik des Finanzministeriums angesehen. Wie auch schon bei uns gemeldet, beabsicht nämlich das polnische Finanzministerium eine schärfere Erfassung der Devisen, man spricht sogar von einer gesetzlichen Beschränkung des Devisen- und Valutenhandels. Diese Einschränkungen sind zwar noch nicht verwirklicht worden, das Finanzministerium hat aber eine Devisenkonvention der größeren polnischen Banken initiiert und die Banken verpflichteten sich zur Einhaltung der Devisen- und Valutenkurse der Warschauer Börse, also eigentlich der Bank Polski, die auf die Kurse der Warschauer Börse einen bestimmenden Einfluß ausübt. Da in letzter Zeit nun zwischen diesen offiziellen Kursen und den im Handel geltenden eine große Spannung war, die am Ende des Monats März sogar 4,5 Prozent berragen hat, hat die Einlieserung der Devisen sowohl zur Bank Polski als auch in die Provinzbanken sich sehr verringert. Manche Kaufleute verzichteten sogar zeitweilig aus den Export, weil er aus diesen Gründen unrentabel war. Da die T e u e r u n g von Tag zu Tag wächst, wandte sich das Ministerium des Innern an die Mitglieder des Konsumentenrates, mn Anträge zwecks Ausgestaltung des Kampfes gegen die Teuerung einzuholen. Die Mitglieder der Konsumentenkörperschaften, die die Berufsverbände, Konsumgenossenschaften «id Magistrate repräsentieren, brachten zu Händen ff) 'WW'flSRf JUl, IHR des Ministers des Innern eht «SMhMHeS Memorandum ein, in deck tu etflet Linie die Ausführung der Verordnung des Ministerrates vom 10. Februar über die Regulierung der Preise von Getreideerzeügnisfen, Fleisch uud anderen Lebensmittel« gefordert wird. Ferner wird in dem Memorandum das Verbot der Ausfuhr vön Gekte-ide, dw Novellierung des Gesetzes über die Kontingentierung des Zuckers, eine schärfere Kontrolle der Handels- und Jndnstriekalknlation und eine Reform des Bäckerhandwcrks verlangt. Die Bilanz der Bank Polski vom 30. April zeigt eine Erhöhung des Goldvorrates um 48.000 Zloty, so daß jetzt Goldbarren im Werte von 134,2 Millionen Zloty in der polnischen Bank liegen. Der Vorrat an Valuten und Devisen hat sich nm 6,0 Millionen Zloty erhöht. Die Reportnachnahmen erhöhten sich um 924.000 Zloty und die Valuten- und Reportverpflichtungen um eine Million Zloty. Das Wechselportefeuille weist eine Erhöhung von 7,9 Millionen Zloty auf und die durch Wertpapiere gedeckten Anleihen um 3,2 Millionen Zloty. Die Girorechnungen und andere Verpflichtungen haben sich auf 87 Millionen Zloty, also um 13,4 Millionen Zloty, verringert. Die Zahl der Umlauf befindlichen Banknoten erhöhte sich um 21,4 Millionen Zloty auf 392,8 Millionen Zloty, dagegen hat sich der Vorrat an Silbermünzen und Billons, der zu den Deckungen der Bank Polski gehört, um 12,5 Millionen Zloty verringert und beträgt jetzt 602.000 Zloty. Die Regierungskrise hat eine Verschlechterung auf dem Valutenmarkt verursacht. Der Dollar, der bis zum 6. Mai das Niveau von 10.30 bis 10.40 einhiclt, erreichte schon am 6. Mai auf der „schwarzen" Börse einen Kurs von 10.70. Die Spekulationskreise, die bisher eine abwartende Haltung eingenommen haben, haben sofort nach dem Rücktritt des Kabinetts mit einer vorsichtigen Hansseaktion begonnen. An der Warschauer Effektenbörse sielen die Kurse der Aktien immer mehr und es gibt sogar schon Dreigroschenaktien. Aus den Bilanzen der verschiedenen Fabriksunternehmungen geht hervor, daß die besten Aktien auf der Börse nicht notieren. Auch hier hat eine Umwertung der Begriffe Platz gegriffen. Wenn früher die offizielle Notierung auf der Börse für die Solidität des Papieres zeugte, so hat das Verhältnis jetzt fast eine Umkehrung erfahren. Die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel. Von Zeit zn Zeit bemerkt man kleine Versuche, die toten Kurse zu beleben, doch nach einigen Stunden kehrt wieder die Geschäftsunlust des Statns guo zurück. Die wichtigsten Aktien notierten am Ende der Woche: dprozentige Konoersationsanlethe 32.—, lOprozentige EisenLahnanlethe 167.— bis 168.—, Bank Polski 49.25 bis 51.-, Diskontbank 5.25, Handelsbank 1.65, Chodorow 3.60 bis 3.40, Warschauer Zucker 1.68 bis 1.78 bis 175, Kohle 1.95, Fitzner 0.96 bis 1.—, Starachowiee 092 bis 0:95 bis 0.94, Haberbusch 5.45 bis 5.50. Schwankende Haltung des SWermarktes. Die Preisgestaltung am Sikbermarkt ist feit September vorigen Jahres im großen und ganzen rückläufig gewesen und .am 22. April 1926 würde in London mit 29 Pfund 3 Schilling 16 Pence für prompte Ware der niedrigste Preis feit dem 11. Juli 1916 bezahlt. Der gegenwärtige Preis liegt nm rund HO Prozent über dem Durchschnittskurs von 1913. Eine Begründung der schwachen Preisgestaltung ergibt sich aus der verminderten europäischen Kauftätigkeit. Die finanzielle Lage Polens und Rußlands drückte auf den amerikanischen Markt, und auch die Käufe Ungarns für SWerPrägungen konnten eine Befestigung Lbenso wenig herbeiführen wie die Meldung über eine beabsichtigte Vergrößerung des deutschen Silberumlaufes, wofür ,500.000 Kilogramm erforderlich sind, die nach den Erklärungen der zuständigen Stellen bereits belschasft sein sollen; allerdings sichen diese Aussagen rät Widerspruch zu den ständigen Käufen der Reichsfinaltizperwaltung in den letzten Wochen. In Amerika sind die Preise ebenso wie in London zurückgogangen. Zeitweilig war zwar der dortige Markt durch die Bestrebungen zum Ankauf von restlichen 14,6 Millionen Unzen Silber beeinflußt, die nach den Behauptungen der Silberinteressenten gemäß .dem Pittman-Akt noch zum «Preise von 1 Dollar pro Unze zu erwerben.feien. Jedoch 'hat sich das Schatzamt abermals gegen den Kauf zu einem Kurs vou etwa 50 Prozent über dem Marktpreis ausgesprochm. Die Silbervorräte der amerikanischen Produzenten waren bis an- 11. Jnli 1916 bezahlt. Der gegenwärtige Preis liegt um rund sangs März auf 1,024.878 Unzen angestiegen, hatten aber alsdann wieder auf 395.192 Unzen anfangs April äbgenommen. Gänzlich unerwartet ist. in der letzten ApriKvoche ein Umschwung dieser allgemein lustlosen Häktung eingetreten, der den Londoner und New-Aorker Preis heraüfischnellen ließ. Die grundlegenden Verhältnisse des Marktes haben sich nicht geändert, denn die plötzliche Besserung ist vor allem anscheinend auf den durch eine japanische Bank vorgenommLnen Ankauf von rund 4 Millionen Unzen am Londoner Markt zurückzuführen und nachdem diese Käufe beendet waren, gaben die Preise wieder nach. Auch die indische Spekulation hat die Gelegercheil der niedrigen Preise zur ^Deckung von Baissepofitionen benützt und die indische« Basare haben größere Mengen erworben. Ebenso hat China lebhaft gekauft, doch zuletzt haben nach Einstellung der japanischen Käufe das Angebot von Amerika und die Blankoverkäufe der Spekulation die erwähnte unsichere Haltung wieder herbei geführt. Belebung des Promeffengeschästes von Baulosen. Infolge der bevorstehenden Ziehung der österreichischen Baulose hat sich in -den letzten Tagen neuerlich ein reger .Handel in den ^omessen der Baulose zu entwickln 'begonnen. Der Kurs der Pronreffen jchivankt zwischen 17.000 bis 19.000 K. Je näher der Berlchungslermin heranruckt, um fo stärker dürfte sich das PkEsseizgsschäst enÄpiMn.

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