Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2592 (12.5.1926)
- Date
- 1926-05-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 ©fett, Mlkwoky (Lebhafie Rufe: Hört! Hört! links.) Die Dnrchfiihrutrg könne ziverknräßi^'ttveiise nur so erfolgen, das) die Verordnung überall gleichzeitig ausgesührt werde. Darüber wevde ein längerer Zeitraum vergehen. Wir wollen, schloß der Reichskanzler, die gesetzt lyrische Arbeit für eine einheitliche Lösung der Frage -„fort ln Angriff nehmen mti> hoffen daher ans die Unterstützung des Reichstages. Als der Reichskanzler seine Rede schloß, gab es lärmende Kundgebungen auf den Reihen der Sozialdemokraten und der Kommunisten. Die Kommunisten rufen: Nieder mit Luther! Abgeordneter v. Guerard (Zentrum) beantragt eine einstündige Pa u f e, um den Fraktionen Gelegenheit zur .Stellungnahme zur Rode des Reichskanzler zu geben. Nach der Pause erklärt Abgeordneter Graf v. Westarp (deutschnational), die Haltung seiner Partei sei von der Beantwortung der Frage abhängig, ob der Reichskanzler ent« schlossen sei, ohne Rücksicht auf Forderungen von seiten der Regierungsparteien und ohne das Ergebnis anderer Berhandln ngen abzuwarten, die F la g g e nve r ord n u n g unverzügli ch durchzusühren. Abgeordneter G i e s b e r t s (Zentrum) betonte, seine Partei müsse für die Verordnung und die politischen Konsequenzen derselben, jede V e r a n t w o.r t u n g a b l« h n e n. Das Zentrum werde sich jedem Versuch wÄeüsetzen, die schwarz-rot-goldenen Reichsfarben, das Symbol der neuen Zeit und der neuen Verfassung, durch die Anhänger der Gewaltpolitik antasten zu lassen, die jetzt diese Farben bekämpfen und wieder durch schwarz-woiß-rot ersetzen wollen. Anderersetts sei es aber auch nicht zuverantworten, gerccke jetzt eine neue Regierungskrise aus Anlaß der Flaggenberockunng entstehen zu lassen. Seine Partei werde deshalb dem Mißtrauensantvag nicht zur stimmen. Redner empfahl folgenden Antrag: „Das Verhalten der Reichsregierung in der Flaggenfrage entspricht nicht den Anschauungen des Reichstages. Angesichts des in der Erklärung des Reichspräsidenten betonten Festhaltens an den verfassungsmäßigen Farben und der von ihm ausgesprochenen Absicht, die Flaggenfrage einer endgültigen Ausgleichsregelnng zuzuführen, beschließt der Reichstag die baldigste Einisetzung eines Ausschusses zum Zwecke einer Lösung, die dem Frieden dient und eine Beeinträchtigung der verfassungsmäßigen Farben ausschließt." Reichskanzler Dr. Luther gibt namens der ReichSregierung foilgenide' Erklärung ab: Die ReichSreßierung erachtet es als ihre selbstverständliche Pflicht, die Verordnung des Reichspräsidenten durchzuführen. Die; Durchführung wird spätestens Ende Juli beendet sein. Die Weiierberatung wirb hierauf auf Mittwoch vertagt. UMerzeichmmg des Betekia!tnlbkM«eas mit Ungarn. > Montag erfolgte im Bundeskanzleramte die. Anterzeichrmng des zwischen Oesterreich und Uügarn geschlossenen Veterinärabkomme ns. Von österveichkschel Seite wurde das Abkommen durch Bundeskanzler Dr. Ramek, von ungarischer Seite durch den Gesandten Wodräner und den ungarischen Gesandten m Wien, Grasen. Ambrozy, unterzeichnet. * Expeditionen verloren gingen. Erst mit. Sebastian C abo t, der 1517 den Wog durch die H uds o nst ra ße fand/ bebten die Nordlandfahrten wieder auf, und zwar trat jetzt schon das bewußte Streben nach einer Durchfahrt in die. neuenDockte Südsee otvf dem Wege über das nördliche Eismeer (und damit über die Polargegeäden) häufig in den Vordergrund. Da bet Versuch einer nordwestlichen D-urchsahrt mißluNgenwar, versuchte man es mit der nordöstlichen Route, doch hatten ersten Ja ck m an und P e t im Jahre 1680 einen größeren Erfolg, oilS sie ins Karische Meer gelangten. Ungefähr UM.dieselbe. Zeit gelang es dem Engländer Frob isher, das Werk Cabots durch Betreten des nördlich der Hudsonstraße gelegenen BasfinkandeS zu krönen. Bedeutsamer Mch verließen di« ESbeditimten von Davis und B r i t o n (1686 bis 1587), di« zu einer gründlichen Erkundung der Davisstraße und zur Entdeckung dtt Eumberlandsundes führten. Besorgt über dies« Erfolge der Engländer entfalteten bald auch die Niederländer mne regit Tätigkeit: Spitzbergen und die Bäreninsel wurden ans einer Abenteuerlichen Fahrt 1696 von drei Holländern, H « e M Sk e x t, R ijp und Patents, entdeckt. Barents, nicht zufrieden mit dem Erreichten, fuhr von Spitzbergen noch nach Nowajä Semlja, wo sein Schiff jedoch eiyfwr und er selbst starb. AeußeUft Sühn war der Versuch Hudsons im Jahre 1607, geraden Weges über den Nordpol in die Südsee z« segeln. Der Versuch mißlang: an der Westküste Spitzbergens hindert« daS Eis die Weiterfahrt. In di« Jahre 1606 und 1610 fällt dann jene große Nordlandfahrt .Hudsons, die die Entdeckung der Hudson-Bar (Nordamerika) brachte, dem kühnen Forscher aber infolge einer Meuterei seiner Mannschaft das Loben kostete. ErgobniSreicher noch verlief die Expedition BylotS und Bassins, die 1616 begann und gut Entdeckung der Bassin-Bai, des Smith- Sunds (76 Grad 10 Mm. nördlicher Breit«) «ud des 8« -» ca-ster-SnndS führte. Alle diese Fahrten waren mit hcttie kaum mehr faßbaren Schwierigkeiten vevbrnden und stellten cm' Mut »ich Umsicht der Führer unerhör:'. Anforderungen. Tie Schiefe, mit denen die gefahrvolle Exved'.ionen au-ge'ührt wurden, waren kleine Segelschiff;, die ohnmächtig dem Treibeis auSgefetzt waren. Gleichwohl wurde mit schwachen Mitteln von all von tapferen Seefahrern unendlich Großes geieistet und der Grund zu den weiteren Far« schungsfchrten der neueren Zeit, die von der ersten Expedition des Dänen Bering (1788) bis zmn Flug Byrds führen, gelegt. mttmt MskstenzerrirnA -KLUB RAOSKALER ZIOttSSTEII SN WIEN« Einladung zu der Mut« Mittwoch den IS. Mai um 8 Uhr ebenda im „Cat« Industrie*, IX, Pofzellanpasse 39, stattfindenden Re f e rate: Ikiutlle slonlstlfcti« Fragen. Wat wolen die radikalen Zionisten?!tt österreichisch eit LandesvefbAnd organisierte Ztonisten willkommen 1 tu«. Robert Stricker, Obmann VERSAMMLUNG Tagesbericht. Sie Jiotflc" zum Pol abgeflogen. Um 1v Uhr 10 Minuten gestartet. Aus Oslo wird uns gemelkt; Nach einer hier etngelangten Meldung ist Amundsens Lufschiff „Norge" um 10 Uhr 10 Mi nute n vormittags von Spitzbergen gestartet und zum Nordpol abgeslogen. Das Wetter war klar. Die „Norge", die 14 Mann Besatzung und 6200 Li te r Benzin, eine Menge, die bis an die ä u ß e r st e T r a gsähigkeitdesLuftschifses geht, an Bord hat, erhob sich langsam und hatte große Mühe, in dieHöhe zu ge l a n g e n. Leutnant Byrd begleitete mit seinem FoWer das Schiss eine Stunde lang. A m u u d s e n erklärte vor seiner Abfahrt, daß es ihm nicht so sehr dämm zu tun sei, an den Pol zu gelangen, sondem das größte unbekannte Gebiet der Arktis z u e r s o r ch e n. Auf die Frage, wie lange er die Dauer der Expedition berechne, erwiderte er, dies hänge in erster Linie vom Weiter und der Leistungsfähigkeit der „Norge" ab. Er habe zwar für zwei Monate Lebensmittel an Bord, aber er glaube, daß die Expedition kaum länger als 10 bis 14 Tage dauern werde. Nach einem in Oslo und aus Spitzbergen aufgefangenen Funkspritch befindet sich das Schiss in voller Fahrt in nordöstlichem Kurs. *! Die von King'sbah zurückzulegende Enffemung bis znm Nordpol beträgt 13 0 0 Kilometer. Di« Entfernung vom Nordpol bis Point Barrow in Alaska betragt 1900 Kilometer. Falls die „Norge" eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 75 Kilometer in der Stunde leisten könne und die Wetterverhätnisie günstig seien, müsse es gelingen, gut durchzukommen. Aber man muß mit verschiedenen unbekannten Faktoren rechnen. Wie der dänische Luftfahrkundige Hauptmann Ullid tz in der ,/Politiken" schreibt, ist das Luftschiff zwar gegen die. Gefahr einer Motorhavarie fast gesichert, dagegen kann es nüter Umständen schön durch eine ziemlich dünne S ch n e e s ch i ch t zum Henmtergehen gezwungen werden. Darin liegt -oohl das größte Ge sah reu Moment. Nach der Ansicht dänischer Sachkundiger ist die Gefahr der Bereffung^geringer als die einer Schneeschicht auf der Hülle. Ueberdies dürste es äußerst schwierig sein, auf dem Wege durch Via Arktis'während des Schneewetters und Nebels die 'notwendigen Ortsbestimmungen vorzunehmen, weil die magrtetischen Kompasse in der Nähe des Nordpols auf den nördlichsten Strecken fast unanwendbar sind. Man muß ferner berücksichtigen, daß aus der arktischen Route auch kaum irgendwie zuverlässige Wettermeldungen mit Hilfe der Funkentelegraphie empfangen werden können. Rene Krebsforschungen. Aus Berlin wird gemeldet: Ter bekannt« Krebssoöscher Prof. Marburg berichtet in der Festnummer der Zeitschrift „Mtuvwissenschasten", die zu Ehren von H a r n a k s 7 5. Geburistag erschien, über seine neuen Versuche zur Ähtötüng der Krebszelle im l«benden Organismus. Der Gelehrte hat kleine Stücke von Krebsgeschwülsten gezüchtet, d. h. außerhalb des Körpers aus einem Nährboden kultiviert. So hat er Gelegenheit gehabt, den Stoffwechsel de r Krebszelle direkt zu untersuchen, und er fand, daß zwei Bedingungen erfüllt werden müssen, damit die .Krebszelle ihre verderbliche Vermehrung durchführen kann. Eine dieser Bedingungen ist ein gewisser Sauerst off re i cht u m, ohne den sic nicht existieren kann. Da nun an und für sich die Sauerstossversorgung der Krebsgeschwülste sehr schwach ist, gelang es Marburg, sie dadurch zu verringern, daß er seine Versuchstiere in sauerstoffarme Räume brachte. Ratten, in deren .Körper sich kirschgroße Krebsgeschwülste gebildet hatten, ließen das Abisterben dieser Geschwülste erkennen, wenn sie eine Zeitlang in sauerstoffarmer Luft geweilt hatten. Es ist fraglich, inwieweit diese Versuche direkte Anwendung auf den Menschen finden können. Doch sieht man in wissenschaftlichen .Kreisen das Ergebnis dieser Versuche als den größten Fortschritt auf dem Gebiete der Krebsforschung an, der feit langem erzielt worden ist. »<ra der MWen Rattonalbibliottzer in Jerusalem. Die Bibliothek des verstorbenen Göttinger Mathematikers Felix Klein ist soeben von der Üniversität Jerusalem mit Mitteln angekaust worden, welchvorläufig dem von Herrn Wattenberg in New-Aork gestifteten Fonds entnommen wurden. Die Bibliothek umfaßt 3000 Bände, damnter die vollständigen Sammlungen der Mehrzahl der wichtigsten mathematischen Zeitschriften. Dt« Büchersammlu'.'.g wird Besitz der Universitätsbiblkolhek fein und hauptsäc. ich für die itienützung des mathernatischen Instituts &e(ttuim . fein. 12. Mäl 1K3A M. Siathn« Tinlakomr getzorve«. Vorgestern iit den Meu-Hiimden ist im 58. LebetMahre Nathan Tartakower, ein bedeutender und Hingelbender Vorkämpfer des Zionismus, ganz unerwartet an einem Herzschlag gestorben. Iit Brody geboren, hat sich Tartakower schon in seiner frühesten Jugend zum Zionismus bekannt nnb im Jahre 1693 gemeinsmn mit Rabbiner Landau, der gegenwärtig in Johannesburg wirkt, den ersten Choüve/ive-Zion-Berein in Ostgalizien begründet. Nach beut Erscheinen des „Jndenstaates" schloß er sich alS einer der ersten dem politischen Zionismus an. Tartakower, der zu den angesehensten Knnflenten Ostgaliziens gehörte, entfaltet« nicht nur in seiner Vaterstadt Brody, sonder,t auch in ganz Ostgalizien eine überaus fruchtbare zionfftffche Tätigkeit. In den Jahren 1906 bis 1912 war er Mitglied des Zentralkomitees der galkzffchen zkonistischett Organisation und hat in den Jahren 1906 und 1907, ferner im Jahre 1911 in den Wahlkreisen Brody und Zloczow die Wahlen geleitet. Daß Mols Stand in das österreichische Parlmnent einzog, ist nicht zuletzt der ausgezeichneten organisatorischen nntz propagandistischen Arbeit Tarkakowers za banken gewesen. Lange Jahre saß er als erstes zionistisches Mitglied im Brodyer Gemeinderat, er war auch der erste zionistisch: Kultusrat Galiziens und hat, als solcher schr erfolgreich für die Reform des hebräischen Unterrichtes an der Artigen jüdisch^'ti Hauptschule gewirkt. Ihm ist auch di« Errichtung des ersten jüdischen Volkshanses in Galizien zu danken, welches mit einer Schule und mit einer mustergültig eingerichteten Bibliochok verbunden war. Jnsplge der Kriegsereignisse mußte crnch Nathan Tartakvtver seinen Wohnsitz nach Wien verlegen und hat hier in schwerster Zeit für das Judentum im zionistilschen Sinne gearbeitet. Als in Wien eine Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgali-zien errichtet wurde, berief man ihn als Vertreter der KausMannschast in diese Delegation. Auch in das österreichische Zionistische Landeskomitee wurde Tartakotver' wiederholt entsendet. Ein schichter, gütiger Mensch, von heißer Palästinalidbe beseelt, ein treuer, hingebender Arbeiter am WerLe jüdischer Erneuerung ist dom jüdischen Volke verloren gegangen. Der vor zwei Jahren erfolgte Tod seines Schwiegersohnes Dr. Hirschhorn, eines führenden galizischen Zionisten, hat seine Gesundheit untergraben und er konnte sich nicht mehr erholen. Der Verewigte war der Vater des lbokannten Soziologen Und leitenden Kopfes der jüdischen SchuVbewegnng in Polen, Dr. Arje Tartakower, sowie der Brüder des Leiters der österreichischen SammePelle der Keren Kajemeth, unseres geschätzten Freundes Dr. Chaim Tartakower. Das Leichenibegängnis findet heute Mittwoch um 11 Ahr vormittags am Zentralsriedhof (drittes Tor) statt. * Die Mitglieder der chemaligen Delegation des Jüdischen Natiotralrates für Ostgalizien werden auf diesent Wege awsgssordert, an dem Leichenbegänignis des igcschätzten Mitarbeiters Nalhan Tartakower terlznnehmen. Die Jude« in SalonM. Der Orlentberichierstotter des ,/Berkineir Tageblättes", Theodor Berkes, der ln den letzten Tagen Saloniki bostrcht hat, gibt ein BiH der Lage dieser Stadt und stellt fest, daß infolge des verheerenden Brandes vor zehn Jahren sowie infolge der wirtschaftlichen Veir'tMtniffe zahlreiche jüdische Familien'au s wandern -und anidevevseits viele Tausende griechischer FlAchtlrnge ans Kleinafien sich in der Stadt ansässig gemacht halben. Er schreibt: „Diese Stadt mit den vier Namen, .dem, alltäglichen Saloniki, dem griechischen Theffalonike, dem türkischen Selanik «nd -dem slawischen Solun, war früher, das ist bekannt, eine echnogwphlschv Einzigartigkeit in der Welt deswegen, weil .die Juden m ihr die Mehrzahl hatten. SaloM war eine jüdische oder, wenn man will, eine spaniolische Stadt gtweisen, und Türken und Griechen machten zusammen kaum mehr als ein FunftÄ der 180.000 E'.iuvchner aus. Heute dagegen, mch idem Zustrom der Griechen aus Kleinasien und dazu auch nach ,dem zstvangsweifen Abzug der Türken tst das griechische Element dieser Stadt mit etwa 60 Prozent >das stärkste geworden, und es ist, auch durch den Abzug mancher jüdischen Familie des Brandes, des Krieges und der allgemeinen Notlage iwegm nach Italien, Frankroich oder Aeghpton, der jüdische Bestand ans Raum 30 Prozent zurückgegangen.^ Re öfterreWsche Aga für Menschemechtr. Im Festsaal des Ingenieur- und Architektenvereines fand gestern die erste öffentliche Versammlung der neugegründeten österreichischen Liga für Menschenrechte statt. Der Vorsitzende, Sektionschef a. D. Dr. Adolf Vetter, besprach die Ziele dieser Liga, die es sich zur Atlfgabe macht, unter Ausschaltung jeglicher Politik den Schutz und die Verteidigung der Menschenrechte und bannt die Sicherung der kulturellen Entwicklung des Einzelnen und der , Gemeinschaft durchzuführen. Sodann überbrachte der Vertreter der französischen Liga für Menschenrechte, Prof. Dr. Pmll L a n g e v i n, die Grüße der Schwestervereinignng. Die französische Liga ist, so führte der Redner aus, als Folge des großen Unrechtes, das durch die Verurteilung DreifuS' geschehen ist, mtstanden. Dr. Robert KuezynSki mts Berlin hob die großen Berdienste der Ligen für Menschenrechte, die vom 30. bis 88. Juni in Brüssel einen Kongreß abhalten werden, um die Völkerverbrüderung hervor. GtaatSkanzler a. D. Dr. Renner erklärte, daß die Menschenrechte, die von der französischen Revolution proklamiert wurden, in den zentraleuropäischen Ländert», in denen die Staatsraffckn. alles und der Einzelbttrger nichts galt und als Erfindung von Freimaurern und Juden hingestellt wurden. Redner wandte sich s«ü>ann in scharfen Worten gegen die Extreme deS Faszismus und Bolschewismus. Der Vizepräsident der Rechtsanwaltskannner, Dr. Abel, sagte die Untorsttttztlng der Attwaltfchaft, dte immer gegen jode Beitgung des Rechtes »uftritt, zu.