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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-11 · Heft 2591 (11.5.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2591 (11.5.1926)
Date
1926-05-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. Mi mm, A-Mäg v.-'-----.... .........„ .. 55ior*«ltinn in Den westlichen Bezikten Mens. Heute» 8 Uhr MM, spricht Wer Einladung der zionistischen Sektion 8-8 und der zionistischen Fvruenvryanisation S-«, 8. Ny, Bennopkatz 1a, Frau Anitta Müller-Lohen Wer Folgen und Pflichten unserer Tage". Herr De. KaÄ Poklak, der erst vor kurzem von ferner Palostinareffe zurückkchrte, tM anschließend -M erstenmal öffentlich seine Rcheeindrücke M. Frauengruppe der zionistische»' «ezirk». settion st. Anläßlich der Jjar-Aktion findet am Dienstag den 1kl. d. um halb 8 Uhr abends im Saale der Lese- und Rodehalle. 9. Dez., Türkenstraße 9, ein Meeting statt, bei welchem Frau Erna P a t a k, Präsidentin der Zionistischen Frauenorganisation für Oesterreich, und Herr Dr. N. M. Gelber sprechen werden. Jüdische Fronen erscheinet m Massen! Wien, 11. Mai. * Das Wetter. Gestern hat eS sich ausgehettert. Der Tag war regenfrei. Die Voraussage lautet: Ziemlich heiter und kühl. veränderlich. * Plötzlicher TW. Sonntag abends wurde die Wjähr'ge Private sophre Klein, .Zkrkusgassr 10 wohnhaft, in der Vene- Werail von UmvohlseÄt befallen'und ist aus dem Wege in das Spital vm Amb^Sitzw^u der Reitinngsstssellschaft gestovben. * Die Tragödie einer Malerin. Im Atelier des Malers Born tu der Zollergasse wurden gestern.die 15jährige Malerin Angela Adler und ihre .. “ ' gesunden. Das Melier war .., der Malerin die WiedeiHelebungsverisu die Aerzte bai ihrer greisen Mutter nur mehr da in bereits 5.'.ugeiretenen Tod feststellen. Nach zurüchrelassetien Ab- A-dedsbrtefen HMn Mutter und Tochter wegen finanzieller Schwierigkeiten den Tod gesucht. * Furchtbare Familienverhältnisse. Eine sechzehnjährige reiterin, die in der DWgasse 28 wohnt, wurde Ende irnar nach einer Fehlgebliirt in das WillhÄmttvenhlprtal gebracht.!ach der Entlassung aus den: Spital beichtete das Mädchen ihrer Mutter, daß sie im Herbst vorigen Jahves den Lüsten ihres Stiefvaters, des Vievunddreißi,g>jährigen Schmiedgchkllfen Ludwig Schwarz, zpm Opfer gefallen sei. Die Frucht dieses Vevhültnisses^ei die FvWgebMt gewesen; auch nach der Rückkehr aus dsm spvtotl habe sie der Mann durch Drohungen seinem Witten gefügig zu machen gesucht. Die Sache kam zur Kenntnis der Polizei, und durch die eingeloitet-en Erhebungen wurde fest-gestellt, daß sich . ■*''.“■ '.'. spital roat, jährige __...... _ Er behauptet, sich an nichts zu erinnern: er habe die ihm zur Last gelegten Verfehlungen vielleicht im Zustande der Trunkenheit bedangen. Der Mann hat sowohl seine Frau als auch die Stieftöchter schwer mißhandelt. Sie mußten oft zur Nachtzeit aus der Wohnung flüchten, um vor seinen Roheitsausbrüchen geschützt zu sein. Schwär, wurde gestern dem LandeSgerichte eingeliefert.' * Autozusammenstoß aus dem Semmering. Samstag ereignete sich auii der Straße Zwischen Steinhaus und Semmering ein schwerer AutoinobillzusanimensLoß. Der Rechtsanwalt Dr. Fritz Aufricht aus Wiener-NeustM fuhr mit seinem Daimlerwagen vom Seimnering gegen Steinhaus. Entgegen kam ihm sin Fiat- Wagen;, von einem Italiener gelenkt, welcher nach italienischen Vorschriften rechts ausweich2n wollte. Dadurch stieß Dr. Ausricht, welcher teilten Wagen selbst lenkte und auf der linken Straße utette führ, mit dem Hinteren Teile des italienischen Wagens zusammen. Die Schwester Dr. Aufrichts, Frau Trude Eisler, wurde aus dem Wagen geschlendert und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Die mußte mit einem anderen Auto ln das Sanatorium Hecht auf den Sommering gebracht werden. Dr. Aufricht selbst und sein Chauffeur Braömar blieben unverletzt, hingegen erlitt der Chauffeur des Italieners eine schwere Verletzung am Kopfe. Beide Wagen wurden vollständig zertrümmert. * Die verschwundene Perlenschnur. Ein hiesiger Industrieller zeigte gestern nachts im Hauskommissariat an, daß seiner Gattin eine Perlenschnur im Werte von 50.000 Schilling auf unerklärliche Weife abhanden gekommen ist. Die Schnur besteht ans 71 großen und kleinen Perlen und hat eine Brillantschließe mit Sicherheitskettchen. Sie kann nur auf dem Wege von der Siebensterugasse im Auto bis zum Operukino oder im Kino selbst verschwunden fein. Auf die Wiedererlangung ist eine Belohnung ausgesetzt. * Aufnahme des Flugverkehres nach Krakau, Lemberg und »u. Morgen wird der Flugpostverkehr des polnischen N)d zwischen Wien—Krakau—Lemberg und Warschau aufgenommeu. Verkehr an alleu Werktagen ab Flugfeld Aspern 8 Ü'hr 30 Min,; an Krakau 11 Uhr 30 Min., an Lemberg und Warschau 15 Uhr 15 Min. Ankunft in Wien-Aspern 16 Uhr, Abflug von Krakau 16 Uhr, von Lemberg 8 Uhr, von Warschau 8 Uhr 80 Min. Annahmeschluß für Fluapostjsen-duiigen nach Polen mit diesen Flügen beim Postamt Wien 1 um 6 Uhr 45 Min., am Flugplatz in Aspern 16 Minuten vor Abgang der Flüge. * Richtigstellung. Frau Paula Stricker, 2. Bs,.. Hollandsiruße 10. ersucht uns um Abdruck folgenden Schreibens: „Da wiederholt irrtümlich Anfragen wegen der im Kursalon stattfiudeuden Atodeschau an mich gerichtet werden,, gebe ich bekannt, daß ich au dieser Veranstaltung nicht be teil rat bin; die in den Tages,eittingen genannte Leiterin der Modeschau ist Frau Dr. E m m h Stricke r." * Vierzehnte österreichische Klassenlotterie. Bei der am 10. d. abge.n lteneu ttiemmg des 12 und ietzien Tages der V. K asse gewannen i Die Prämie von 500.000 S daS mit 3000 S. gezogene Los Nr. 54.934. 3000 S. daS LoS Nr. 60657. je 2000 S. die Lose Nr. 2357, 11.667 und 14167 je 1000 S. die Lose Nr. 42.826 und 50013. Außerdem wmden 1999 Gewinne zwischen 600 «nd 160 S auSgelost Rtrdiopvogramn^. Heute Dienstag den 11. Mai. 11 Uhr: Bormittagsmusik. — Io Uh, 16 Mm : Nochmiitagdkoiueit. Miuv rtenv Konzeruängerin Gusti Teubner Lehar.- Der Götte:gatte, Walzer. Lassen Eine Beethoven-Ouvertüre. EigarLalut ä'awour. I. Richter t Ein A bumblatt füi Violine. TschalkowSky : Piaue-Dame Phantasie Tolellt r Gogna Komzak r Wiener Spaziergänge. Potpourri. Zeller r Gruviniichttr, Walzer Bwo-Phtlips r Tangomaid. — 17 Uhr 60 Wir Stunde der Frau. Selbsiberfersigtes Spielzeug Helene Goldbaum. — 18 Uhr 26 Min. t Anatische Kunst. ttutv.-Prot, Dr Ernst Dez.-19 U>r IN Min.: Französisch - 19 Uhr 40 Min. r Englisch für Borgelchrittene. — 20 Uhr 15 Min.: Hellerer BottragSabeud zusammen, estellt von Edmntti, SkuraN'h. Mttwirkend: Rost Kyppler Schjllerweirr, >' ^odoö^eo L. Celatov-tty, Quartett Silvtna. Am Ehrbar' Flügel Prof. Kart Severin. M«nr» . ft «a i«s sm-» ^—--- i. i—..-> RUDOLF SCHILDKRAUT In seinem Meisterwerk SOHNE (DfB Sich IHRER ELTERN SCHÄMEN) .... Der große Welt erfolg! URAUPVttHRUNO für Wien AB HIUTBl CENTRAL-KINO MARIA THERESISN . KINO lli, TlboritMtiB 8, Tol. 42441 XV., MOrlaHllfoTAlrassa 70, TaI.SU.E-lS Vorttcllunjsb*jfinti: 6, V»8, s, Sonntag« tb 4 Uhr Beginn: %6, 6. «/A s Uhr, Sonntags ab 3 Uhr i Monopol: Eduaid Well t Co. - Kunst, Sühne, Buch. Aufführung des BerlivMequttnis tm Nikolai'Konzert der PhilhvrmonMr. Massenaufgebote im Orchester und Chor hat es zu allen Zeiten gegsbeu. Schon die 300 Jahre alte Feftmesse von Orazio Benevoli ans dem Jahre 1628 zlir Einweihung des Salzburger Domes, in welcher zwei achtstlmmige gemischte Chore von einem Heer von Blechbläsern begleitet werden, ist darin eine Vorläuferin von' Schönbergs „Gurreliedern" und Mahlers Symphonie der Taufend". Derlei kolosiale Mittel sind freilich nur dann zweckmäßig, wenn sie durch den Reichtum an Inhalt und Ausdruck auch gerechtfertigt werden. Wenn Wagner den Sonnenaufgang der „Götterdämmerung" mit acht Hörnern male, so fühlt, hört und sicht man förmlich den Zauber des jugendsrischen Morgens. Wenn Berlioz in den Schrecken des jüngsten Gerichts neben dem riesigen Hauptorchoster noch, vier Blechblaferorchester losläßt — „im.gan'.en 2000 Pfund Erz an Gewicht", schrieb ein witziger Kritiker der Pariser Erstaufführung —, so vernimmt man wohl einen ohrenbetäubenden Höllenlärm, doch im Grunde ist dieses Höllencheater in seiner reißerischen Aufmachung wenig kirchlich, wenig erbaulich. . Es soll hie: gar nicht die Frage beantwortet werden, ob derlei Massenaufgebote in dem eng begrenzten Raum eines Wiener Konzeniaales überhaupt einen Zweck haben, ob nicht vielmehr, ähnlich der Lichtgrenze, auch eine Schallgrenze besteht, über welche hinaus Klangverstärkungen stir das Ohr kaum mehr wahrnehmbar sind! Es sei nur festgestellt, daß gegen ein solches Klang-Tohuwabohu der Bläferchöre die Gcsangschöre nicht aufkommen können. Uebe-vdies verfehlen gerade in unserer Zeit, welche allenchaüben auf Begrenzung der orchestralen Mittel noch dem nur Kammermusikalischen hin eingestellt ist, derartige Klang- Vergrößerungen und -Vergröberungen ihre Wirkung. Es ist in der Kunst nicht anders wie in der Religion. Die Gotcheit offenbart sich nicht in Gewitter uns Sturm, in Blitz und Donner, sondern im leichten, geheimnisvollen Säuseln dem, der begnadet ist. Berlioz, welcher sein Requiem für das größte musikalische Werk aller Zetten hielt, har einst mit dem ungeheuren Orchesteraufgebot seines „Tuba mirum" ungeheures Aussehen erregt. Heute erscheint diese Kirchenmusik, deren Fanfaren Kasernenhvflnft atmen und deren Melodik in Ihrer Mischung von Raffinement und Banalität oft genug Wer die kreuze der Oper hinaus die Operette streift, schal und von wenigen Genieblitzen abgesehen — in der Phraseologie ihres musikalischen Vokabulars arg abgenützt. Diese echt nationale Totenmesie ist als künstlerisches Gattes heute — wie ganz anders Verdis ToteNmeffe, welche als romanische Geistesfrucht ebenfalls in der Oper wuvzelt! — außechalb Frankreichs kaum Ntchr genießbar und die originale iRiefenbefetzung fordert in ihrem schreienden Kontrast einen konventtonellen Inhalt geradezu zum, Widerspruch heraus. Die Aufführung war in jeder Hinsicht vorzüglich. Weingartner ist ja als Berlioz-Liebhaber und Berlioz-Fachmann -längst anerkannt. Mit der großen Geste eines Generalissimus befehligte er den Sturmangrift der Bläser. und des Wermäch- :iyen Schlagtverks. Kammersänger Trajan Grosaveseu zwang seiner Mvaltigen, glanzvollen, noch nicht ganz gebändigten Tenorstiintue warmen Ausdruck ab. Es gab lelbhasten Beifall, doch der künstlerische Erfolg lohnte nicht den im Orchester aufgebotenen Ricfenapparat, gegen welchen -der tapfere Chor des S i n g v e r e i n s an' verlorenem Posten kämpfte. Erwin Felber. Au» den Theatern. Burgtheater Morgen. Utrr abends, ,E i n idealer G s t t e' (Abonnement l. Gnlppe) A k.a d e m t e t b e a t v r Mörgen. V,8 Uhr abends, neu einstnd'ert „Jugendfreund e". Lusttpiel von Ludtvig Fulda. DK PÜHttr der bringt SamLtag den 16. d. um haO 8 Ubr abends Rolf LauknerS „Schrei ans der Straße^ zur österreichischen Uraufführung. Die Anf- Ahrung findet in den Künstlerfpielen (vorm PanX 1. Be-z., 'Rieknergasse 11, statt. Prof. Glieenstein in Venedig gefeiert. Der italieniische König öMnete die initernationale Kunstausstellung in Venedig in An- 'xsenhett der Minister, zahlreicher Parlamentarier u. a. m. WHrenv de8 Ganges durch sie Ausstellung besuchte der 5könig den Saal, in welchem die Werke des großen jüdischen Bildhauers Prof. Glieenstein ausgrstellt sind. Wie I. T. A. meldet, beglückwünschte der König Glicensrein zu der großen Zahl hervorragender Werke und ließ sich von ihm Wer seine Zukunftspläne informieren. , , Vereine. Vorträge und Versammlungen. Wiener Beth-Hamidrasch, 2. Bez., Ferdtnandstroße 29. Heute, 6 Uhr: Lektor Dr. G e l b h a u s r „Htsiortsche Malmen." — Jüdiscver Frauenbuud. Heute, '/,8 Uhr abends, tm Zeremoniensaal des Tempels im ü Bez., Müllnergasie 21. Vortrag E»cher MteseSr Das Buch „Ruth". Eintritt frei. Gäste willkommen. — Zionistische ü g e n d g r ü p p e L e o p o t d st a d t. Heute, */*8 Uhr abends im Heime. ZirkuSaafse 33, ZionistikakurS A. — Organisation zioni st ischerFrauen Heute nachmittags im Hakoah-Hetm, Wippltnnerstroße 24. Sitzung der Frauenorgattisatton. Unbedingtes Erscheinen erwünicht. * Jüdische Völksvbundliga für Oesterreich. Das Arbeitskourite^ vernnstatter auf Einladung des Bundes zionistischer Mädchen Mirjam morgen, vräztse l/9S Uhr abends, tm Heime. 9. Bezirk. Liechtensteini'iraße 11 einen Propagandaabend. DaS Referat erstattet Herr Dr. Oskar K a r b a ch. Gettchtssaal. SchM gegen die LebenrgefShrttn des Later». Wilde Szenen im Gmichtssarck. Gestern fand vor einem Schöffenyerichtshof unter Vorsitz des Hoftates Dr. R a m s a u e r di« Verhandlung gegen den 20jährlgen Bauarbeiter Franz Ka utny statt, der am 26. März, wie die Anklage bchaupte:, in der Absicht, sie .zu töten, drei -scharfe Schüsse aus einem R-evolver gegen die Lebensgeführttn seines Vaters, Anna Breindl, abgegeben hat. Zwischen dem Angekla^gten. der wegen Diebstahls bereits vi-vmal bis zu einem Jahre schweren Kerkers vorbestraft ist, und seinem Vater, einem Bahnwäch:er in Kaiser-Ebersdovs, kam es wegen der Breindl wiederholt zu Streitigkeiten. Am 22. März lauerte der Beschuldigte in der Nähe des Wachtechauses seines Vaters der Breindl auf. Als sie ihm entgegenkam, feuerte er aus seinem Revolver in einer Entfernung von drei Schritten gegen sie drei Schüsse ab, welche knapp an ihrem Kops vorbeigingen. Der Angeklagte leugnet eine Tötungsabsicht und behauptet, daß er die BreiM durch da8 Mfeuern der Schüsse nur schrecken wollte, um sie' abzuhalten, wieder in das Haus seines Vaters zu kommen. Er war am kritischen Tage ziemlich betrunken. Nach längerer Beratung verkündete der Vorsitzende, Hofrat Dr. Ramsauer, das Urteil. Franz Kautny wurde des Verbrechens des versuchten gemeinen Mordes sowie der Uobertrelung des Waffenpa:entes schuldig erkannt und zu drei Jahren schweren Kerkers verur>tetI1. Nach oer Verkündigung des Urteils begannen die. im Saale anwesenden Angehörigen Kaut-- M)s, die Mutter, die Schwester und die Braut, zu weinen. Der Angeklagte steht auf und erklärt: ,^Jch kann das Urteil nicht armehmen. Ich habe in die Luft geschossen, damit s' erschrickt. Sonst Hab' ich nichts gemacht. Und bevor ich das Urteil annimm, (schreiend) häng' ich mich lieber auf!" Die Angehörigen Kautuys umklammerten ihn und küßten ihn stürmisch ab. Er schreit: „Ich will sterben, ich will tot sein!" Es kommt zu einem verzweifelten Ringen zwischen dm Gefangenenaufsehern und dem Verurteilten. Endlich gelingt es sechs Aufsehern, Kautny abzuführen. Verteidiger Dr. Rvbert Reich meldete gegen das Urteil die Nichtigkeitsbeschwerde und gegen das Strafausmaß die Berufung an. Zum Schluß nahmen Zchörer gegen die tm Stiegenhaus befindliche Breindl Stellung. Overntheater Morgen, 7 Ubr abends. „(£ a rnapä l", „S ch e h e r e z a d e", „I o i e f s l e g e « d e". Deutsches Boltstbeater. SamStag deutsche Uraufführung des Lustspiels „1 7 1 6.F r a n k e n" von Eacha Guttrv. R a l m u n d - T h e a t er. Heute 'zum 26. Mole „I ch bah' dich lieb.!' Frau Lulle Kartousch wird ein neues Tanzlied, „My boh, auf dich flieg' ich!", zum Vortrag bringen. Johann-Strauß-Theater. Freitag 60. Aufführung der Operette „Die spanische N a ch t t g a l l". Ae Erkrankung des Schauspievers Hermann Romheag. Hermann Romberg, der früher -dem Burptheater, gegniwärtig >der Reinhardt-Bühne angehört, muhte sich nach zehnwöchiger Kraulheit im Sanatorium der Wiener Kaufmannschaft einer s ch w er e n B a u ch oP e i a 11 o u uuterzieheu, d-e am 0. Mai mit bestem Erfolg ausgefi'chrt wurde. Es handelte sich um einen großen Abszeß der BanchspeicWMj^ Das Befinden des Parienfeii ist recht befriedigend. zweimal sunt Tode verurteilt. Ans Lemberg wivd uns berichtet: Jur Herbst v. I. Veruvteilte das Lemberger Schlvurgerich: die BrWer Peter und Sem S a l d a t und Andre M a l o j e d, drei Bauern aus dem Dorfe Samrk bei Rawa-Ruska, zum Tode durch den Strang. Peter Saldat ernwrdete nämlich auf Anstiften Sem Sasdats und Malojeds den Bauer Dziumka. Gegen das Todesurteil brachte die Verteidigung einen Rekurs bemr Obersten Gerichtshof in Warschau ein, der das Urteil beMlich Malojeds aufhvb uW eine nochmalige Verhandlung anordnete. Jetzt wurde die zweite Verhandlung vor den Geschworenen durchgeführt und die Volksrichter bejahten die Schuldsragen wegen Mordes wiederum eiuftimm-ig, so daß ihn der Gerichrshof zum Tode durch den Strang verurteilte. GvMu dieses Urteil hat der Angeklagte wiederum K e r K j u n tz eiMbracht. i

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