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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-11 · Heft 2591 (11.5.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2591 (11.5.1926)
Date
1926-05-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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j^Verte » äffirttfl, DMtSMg Tagesbericht. Rae Reuausgabe bau -«As „gubenstaat" in Bokberettuug. Bn« Gedenktaftl in Paris. Herr Senator Dr. Michael Ringel hat ln der „Wie- 'Rer Morgen ze itung" nnLrr dem Titel «Das dvsrßigjöhrtze Jubiläum der ersten Auflage des ,Judenstaates", die i Anregung gegeben, man möge eine Neuauflage von HerzlS i,-J^derssKut" in allen wichtigen Sprachen veranstalten. Senator Dr. Ringel hat sich in dirser Angelegenheit auch an die Zionistssche Exekutive in London gewendet. Wie wir erfahren, hat sich di« zionistssche Leitung mit der Nouausgabe des „Jndenstoates" in verschiedenen Sprachen, insbesondere in der englischen, französischen und hebräischen, einverstanden erklärt und KW bereits die nötigen Vorbereitungen. Auch eine zweite Anregung Dr. Ringels, nämlich baß an dem Hache, 37, Rue Gambon, in Paris» in welchem Herzl zur Zeit der Entstehung des ,Judenstaates" wohnte, eine Gedenktafel angebracht werde, hat die Zionistische Exekutive aufgegritzfen. zwei Briefe Walter Rathenaus. Unbekannte Aeutzerungen iiber die Judenfrag«. Bei Karl Reisner, Dresden, evscheinen dieser Tage zwei starke Bände mit Briefen Waller Rathenaus aus vier Jahrzehnten. Die Briefe enthalten noch nicht bekannte Darlegungen Rathenaus über das Judentum sowie über die Stel- ^mg der Juden in Deuitfchland. In einem Brief an seinen Duzfreund Wilhelm Schwa- «e r, dem Verfasser der „Germanenbibel", heißt es: „S)u sprichst von meinem Blut und Stamm, selbst einmal von meinem Voll. und meinst die Juden. Mit ihnen verbindet mich das, was jeden Deutschen mit ihnen vettbindet, die Bibel, di« Erinnerung und die Gestalten des Alten und Neuen Testaments. Meine Vorfahren und ich selbst haben sich von deutschem Boden und deutschem Geist genährt und unserem, dem deutschen Volk, erstattet, was in unseren Kräften stand. Mein Vater und ich haben keinen Gedanken gehabt, der nicht für - Deutschland und deutsch war; soweit ich meinen Stammbaum verfolgen kann, war es das gleiche." ^Für sein deutsches Volk hat Rathenau gelebt und -gewirkt — als Jude wurde er von Verfechtern des Deutschtums erschlagen. Frau General v. Hindenbur«g, die sich für seinen Eintritt in die Politik ausspricht, dankt er in einem Schreiben vom 12. Dezember 1917 und fügt hinzu: „ Hätte ich aber die Neigung, auf politisches Gebiet mich zu begeben, so wissen Sie, verehrte gnädige Frau, daß alle äußeren Umstände dies verhindern würden. Wenn auch ich und meine Borfahren nach besten Kräften unserem Lande gedient haben, so bin ich. wie Ihnenbekannt sein dürfte, als Jude Bürger zweiter Klasse. Ich könnt« nicht politischer Beamter werden, nicht einmal in, Friedenszeiten Leutnant. Durch einen Glaubenswechsel hätte ich mich <ber Benachteiligung entziehen können, doch hatte ich hiedurch nach meiner Ueberzeugung dem von den herrschenden Klassen begangenen Rechtsbruch Äorschub geleistet." - Nicht aus Zugehörigreitsgefuh! zum Judentum — aus Liebe zum Deutschtum, das er durch jenen Rechtsbruch bemakelt sah, hat Rathenau die Taufe abgelehnt. Es war ein Opfer, das er dem deutschen Bolle brachte. — Sie haben ihn erschlagen. Groß« Brand im Berliner Kaufhaus Israel. Berlin, 10. Mai. Heute - früh brach in dem Kau haus Israel im 4. Stockwerk ein Brand aus, der auf den Dachstuhl Wergriff. Der Schaden soll bedeutend sein. Me Schachmeifterichaft von Moskau. Moskau, 10. Mai. Das Spiel um di« Schachmeisterschaft der Stadt Moskau hat folgende Resultate ergeben: Den ersten Preis und den Titel des Meisters der Stadt Moskau erhielt A. Rabinowitsch (12»/,), den zweiten Preis erhielt S u b a r e w (12), den dritten und vierten Preis teilten Slonin und Cholodkewitsch (11»/,), den fünften und sechsten Preis teilten Bernstein und Grigojetv (11) und den siebenten Preis erhielt Sergejew. Sodann folgte mit 9»/, Berlin Ski. »Ser blaue Sols." Ein neuer Mm in der Uranka. In einer Pressevorführung wurde, der neue naturwissenschaftliche Film der Urania ,^De:blaue Golf" gezeigt. Der Aaue Golf ist die wundervolle Bucht von Neapel und um Eapri, der Ausgangspunkt und Rahmen 'des Films. Den einleitenden Vortrag hielt Univ.-Proj. Dr. Th. Prntner, der die große Bedeutung der zoologischen Station in Neapel würdigte uns darauf himvies, daß dieser Fssm schon darum für Oesterreich von großer Bedeumng ist, weil wir m Wien kein SeeaqucwiuM besitzen und darum nirgends Gelegenheit haben, das Leben der Seetiere kennen zu lernen. Der Film, der einen großen Fortschritt in der Technik des Kulturfilms bedeutet, zeigt eine gange Reihe der interessantesten Lebensvorgänge im Meere: Tiere, deren Bewegungen der geschmeidigsten Bühnentänzrrin täuschend ähnlich sehen, deren zarter Körper fast ganz aus Wasser besteht (so z. B. der wunderbare Venusgürtel, em glasartiges, durchsichtiMS Wesen, ganz Bewegung), oder Quallen, die nicht als Einzelwesen leben, sondern sich zusammen zu einer garqen Gemeinde vereinigen (die Staatsqualle, das wunderbarste Tier der See). Aber auch die dramatischen Vorgänge auf dem Meeresgrund sind herrlich ausgenommen.. Kämpfe und Freundschaften unter den Tieren zeigen, daß eS unten, im Meer, nicht viel anders auÄiebt. als oben, am Kontinent ... Wiener Morsenzettung Einladung ro der morgen Mittwoch den 12. Mai um S Uhr ebenda im „One Industrie', IX., Porzelangasse 39, sfattfmdenden VERSAMMLUNG . Referate: dfclnill« nonltilKh« Fragen. Wn woi,«n dl« radikal«» Zionisten f im österreichischen Landesverband organ alerte Zionisten Einkommen! nrf. Robert» Hdter, Obmann Sie milchbadeade Anzeri«. Immer neue Wege zu Kraft und Schönheit werden entdeckt. Pariser Blätter berichten, daß Mademoiselle Leblane, eine schöne Tänzerin in der französischen Hauptstadt, jeden Morgen Punkt 9 Uhr in die Badewanne steigt und hier nicht etwa ein Wasserbad, sondern ein Milchbad nimmt. 200 Liter des edlen Kuhsäftes werden jeden Morgen herbeigeschafft, und dann taucht Fräulein Leblane in die elektrisch erwärmte weiße Flut. Daß Milch ein wohltätiges Mittel zur Verbesserung des Teints ist, weG man, nnd darum hat auch der Gedanke, den ganzen Körper in Milch zu baden, zweifellos etwas Bestechendes. Freilich, man könnte dagegen einwenden (und Pariser Zeitungen haben es auch bereits eingewendet!), daß die immerhin kostbare und für viele geradezu unerschwingliche Milch nützlicher für arme Säuglinge Verwendung finden könnte als für ein Bad einer noch so schönen Tänzerin. Merkwürdig ist nur, daß wenige Stunden nachher wiederum ein Wagen erscheint, der die 200 Liter Milch abholt. Die Frage ist nun: Was geschieht mit der Milch? Soviel ist sicher: etwas geschieht mit ihr; denn sonst wäre es unerklärlich, warum die Milch täglich wieder abgeholt wird. Der peinliche Gedanke, daß diese Flüssigkeit, auf Flaschen gezogen, etwa als „Frische Vollmilch" weiterverkauft wird, beunruhigt die Bevölkerung so sehr, daß jetzt die Polizei der interessanten Angelegenheit nachgeht. Verhaftung des PelMndierr Meininger. Der Pelchänoler Heinrich Harry (richtig Ezechiel Meininger), der -Mitte April süchtig geworden ist, ist gestern hier verhaftet worden. Ueber seine Betrügereien wurde schon ausführlich berichtet. Meininger, der früher ein großes Pelz- 'geschäft im Heinvichshos gesühr: hat und damit zugrunde gegangen ist, hat in seiner prekären Lage australische Kaninfelle in Capesto'.en und Mäntel umgearbeitet, so daß sie w i e H e r m e l i n mä n tel aüssahen, da er sie mit Hermelinprotzerln und ^Hvänzchen versah Diese Pelzstücke, die sogar die Schätzmeister zu täuschen geeignet waren, ließ er dann bei den Filialen Mollzeile und Obere Douaustraße der Pfandleihaustalt Eerhold u. Meirie versetzen. Diese Anstalt erlitt durch diese Betrügereien einen Schaden vo.p zirka 60.000 S. Ms die Betrügereien aufkamen, war Weininger, der sich der Hilfe seines Reffen Norbert Wein'.nger bedient hatte, aus Wien verschwunden. Harry Meininger wurde gestern von Kriminalbeamten des Sicherheitsbureaus in der Wohnung seiner Gattin, wo er sich seit einigen Tagen versteckt hielt, verhaftet. Desgleichen wurde auch dessen Neffe Robert Meininger in Hast genommen. Ser Tollwut erlegen. 14 Personen von einem wutkuanken Hund -rbissen. Eine Schwiegertochter des gewesenen Bizebürgermeisters Hierhammer, Frau Henriette Hierhammer, wurde aui Sonntag den 18. April in Mannswörth von einem wutkranken Jagdhund gebissen Und ist gestern nachmittags nach unbeschreiblichen Qualen an den Folgen der schrecklichen Krank- ’fjefe verschieden. Frau Henriette Hierhammer stand im 34. Lebensjahre. Unmittelbar nach dem Biß des wutkranken Jagdhundes wurde sie an Ort und Stelle verbuuoen, kam dann auf die Unfallstation, nach Wien und wurde am nächsten Tag sofort im Pasteurinstiiut in Behandlung genommen. Erst am 7. Mai »zeigten sich untrügliche Anzeichen von dem Ausbruch der Tollwut. Di« Kranke wurde sofori auf die Klinik Paltauf gebracht, doch vermochte alle ärztliche Kunst das Leiben der jungen Frau nicht mehr zu retten. Bon demselben Hund wurden vorher in Mannswörth 14 Personen verletzt, weiche alle in Behandlung des Posteunnsttrutes stehen und von .denen dem Vernehmen nach alle gerettet wurden. Stürmische Hausherrendemouftrationm in Sraz. Zusammenstöße mit der Polizei. — Mehrere Verhaftungen. Die Hausbcsitzerschast von Graz und Umgebung versammelte sich gestern vormittags, um neuerdings ihre Forderungen zu erhöben und gegen die geplante Erhöhung der Gebäudesteuer durch den Landtag zu protestieren. Präsident P i st o r forderte unter stürmischer Zustimmung die Anwesenden auf, gegen die geplant« Erhöhung der Gebaudesteuer zu protestieren und zu diesem Zwecke vor das Landhaus zu ziehen. Hierauf formierten sich etwa 4000 Versammlungsteilnehmer zu einem Zuge und marschierten zum Landhaus. Auf dem Wege dahin kam eS zu lauten Kundgebungen. Die Behörden hatten eine große Menge Polizeiovgane aufgeboten. Da der Verkehr nicht eingestellt wuwe und die Motorführer mit den Straßenbahnwagen in den Zug der Demonstranten hineinfuhren, kam eS zwischen ihnen, dem Fahrpersonal der Straßenbahn und der Polizei zu erregten Auseinandersetzungen. Schließlich mußte der Verkehr auf eine halbe Stunde unterbrochen werden. Endlich bog der Zug in die Müuzgrabenstraße ein und langte beim Landhaus cm. Hier brachen die Demonstranten in stürmische Pfl«! rufe auf die Landesregierung aus. Die Demonstration nahm Wieö'lch einen derart stürmischen 11. Mai IM Nr. 25m Charakter an, daß di« Wachorgane mehrere Be^aftungen vor. tichmcn Mißten. Ms die Demonstranten bei der Biira an äugten, ließ ihnen Landeshauptmann Rintelen Mitteilen, daß er insolange keinen Vertreter der Hausbesttzerfchaft empstmyen werde, ü.'s die Ansammlung vor der Burg andauere. Daraufhin zogen sich di« Teilnehmer an der Demonstration aus den Freiheitsplatz zurück und entsandten eine aus fünf Leitungsmitgliedern bestehende Deputation zum Landeshauptmann. Noch dreiviertelstündiger Konferenz kam die Abordnung mit t*t Mitteilung, daß Landeshauptmann Dr. Rintelen eQörf habe, noch vor Eingehen in die Verhandlungen über die Erhöbt ng der Lattdesgebäudesteuer mit den Organisationen der .Hausbesitzer Fühlung jßt nehmen. Sie amerikanische» Hoteliers ht Wien. Auf ihrer Studienfcchrt durch Europa find Sonntag ovendS 280 amerikanische Hoteliers, darunter zahlreiche Damen, nach Men gekommen, nachdem sie schon vorher in Salzburg, Linz und Melk offiziell begrüßt worden waren. Kurz vor 10 Uhr abends langte» die Amerikaner am Wiener Weftbahnftof ein In 2 0 Postautobussen und 10 Privatautos fuhren die Gäste vor das Rathaus, das in Festbeleuchtung erstrahlte. Von dort ging die Fahr: über den Getreidemarkt und Karlsplatz zum beleuchteten Hochstrahlb r u n n e n, der ebenso wie das festlich beleuchtete Rathaus große Bewunderung auslöste. Die vor dem Rachaus konzertierende Musikkapelle intonierie zu Ehren der Gäste die amerikanische Nat-onalhymne, die diese entblößten Hauptes archörten. Die Bevölkerung brachte den Gästen, die in den großen Ringstraßenhotels als Gäste des Wiener Hotelierverbandes untergebracht wurden, auf dem Wege bis zu ihren Quartieren lebhafte Ovationen dar. Der gestrige Vormittag war der Besichtigung der Stadt gewidmet. Zu Mittag waren die Mitglieder der American Hotel Association Gäste des Bürgermeisters. Sie wurden im großen Festsaal des Rathauses bei den Klangen von Wiener Wessen bewirtet. Zu dem Empfang hatten sich die Spitzen der Regierung und Behörden sowie der amerikanische und englische Gesandte eingefunden. Bürgermeister Seitz bat die Gäste, in ihrer Heimat für Wien zu werben. Mr. Thomas D. Green, der Präsident der amerikanischen Hoteliervereinigung, dankte >für den herzlichen Empfang. Nachmittags besichtigten die Gäste Schönbrunn und den Kobens und abends wohmen sie einer Festvorstellung in der Staatsoper bei, wo ,I»as Mädchen aus dem goldenen Westen" ge-geben wurde. Im Zwischenakt machte Bundeskanzler Dr. R a m e k die Honneurs. Die amerikanischen Hoteliers reisen heute früh aib. Die Resse der Gäste in Oesterreich wurde verfilmt. Der Film wird ihnen zum Geschenk überreicht und wird in Amerika zu PropagandaAvecken für Oesterreich laufen. Besprechungen über die Sozialgesetzgebung. Die Parteienhesprechungen über bi« sozialen Gesetze wurden gestern nachmittags fortgeführt. Ueber das K ranke nkassen- Konzentrationsgesetz ist man hinsichtlich der Grundlagen im großen und ganzen zu einer Annäherung gelaugt. In der Besprechung wurden auch die Grunt^üge der Arbeiter- Versicherung behandelt und zunächst die Frage der Landesstellen, beziehungsweise der im Gesetze vovgeschmen Umstellung der drei Arbeiterunsallversicherungsanstalten zu Landesstellen, eingehend erörtert. Cs sind Bestrebungen im Zuge, die Arbeiter- Versicherung straffer zentralistisch zusammenzufassen und die Unsallversicherüngsanstalten, die nach Inkrafttreten des Gesetzes einen anderen Namen erhalten werden, als orgmssawrssche ZwsschenKnder, zwischen den Trägern der Arbelterversichemng, den Krankenkassen und der Zentrale bestehen zu lassen. Die Bechandlungen werden in der nächsten Woche fottgesetzt, da diese Woche wogm der zweitägigen Enquete über die Textilzölle >und wegen der Verhandlungen,- welche die Regierung mit der Opposition über dt« außerordentlichen Notstandshilfen für die Arbeitslosen am Freitag führen wird, keine Zeit zu Parteienbesprechungen vochanden ist. Eine Plenarsitzung des NationalrateS ist für die nächste Zeit nicht zu erwarten. Die ursprüngliche Annahme^ daß das Plenum zusammentreten wird, um die Ratifikation des Handelsvertrages mit Ungarn und des Zusatzabkommens zum Handels- Vertrag mit Italien vorzunchmen, hat sich als unrichtig evwiesen, In parlamentarischen Kressen ist man der Meinung, daß die Arbeiten des NationalrateS erst um die Mitte Juni Wied« ausgenommen werden, Sedllchtnisseier illr Lrumveldor und Brenner. Samstag abends fand im Fesssaale des Men Rathauses Um Gedächtnisfeier für die gefallenen jüdischen Arbeiter in Te!l- Chai statt. Dem Ruf« des Vereines der Fveuüde des arbeitenden Palästina sind zahlreiche, jüdische JugeMiche gefolgt und der Saal war dicht gefüllt. Prof. Dr. Viktor Kellner und Mendel Singer würdigen in aui8fühvSvch«n Ansprachen die Bedeutting des HeildentmnS in Palästina. Trumpeldor und seine Genossen, die mit ihm in TÄ-Eha-i fielen, ferner Brenner und di« Osts« der arabischen Pogrome in Jerusalem und Del-^lwiw unterscheiden sich von den früheren Märtyrern des Judentums insbesondere darin, daß sie im Kampf um ein positives Recht gefallen sind, während die Pogwmopfer des Golus nur passive Objekte des Hasser waren. Die Redner wiesen darvuf hin, Weilchen Einfluß Palästina sowohl auf Trumpeldor wie auch aus Brenner geübt hat. Die»Ausbauatmofph8ve Palästinas hat die vorhandenen wertvollen Eharaktereigenschaften dieser beiden jWschen Perfönlichikeiten erst in den wirMchen Dienst de» Judentums und der Menschheit gestellt. Die Feier wwde mit dem Appell an die versammelten jungen Menschen geschlossen^ das Gedächtnis dieser Helden durch die Verwirklichung ihrer Ideale und intensive Arbeit für PalWm m ch«».

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