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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-07 · Heft 2587 (7.5.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2587 (7.5.1926)
Date
1926-05-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Memer MsMe«zettv«L 7. Ms 1326?k. m M*x ftGer Kr den Raumen deS Cafe Heinrichshof Lin gwtzes WtzgeschSst mne hatte und zeitweise auch Direktor des „Chat «wfe* war, hat schon oft von sich reden gemacht. Die in Betracht kommenden Petze wurden in den Filialen der Pfand- ^eihrmstaü Gerhvld und Meirich durch Dienstmänner versetzt. Durch Erhebungen wurde festgestellt, daß ein Teil der ».Aufträge an die LienstmSnner aus der Wohnung Meiningers auf der Weißgerberlände stammen. Bei einer Hausdurchsuchung wmdeu zehn Pfandscheine von zwei Filialen der , Firma Gerhvld u. Meirich gefunden, die aber durchwegs nicht <utf Sachen aus Hermelin lauteten. Der Auftraggeber, der die . falschen Hermelinsachen versetzen ließ, wurde aber durch Nachforschungen in der Person des IHährigen Handelsangestellten Norbert Meininger, Theobaldgafse wohnhaft, ausgeforscht. Der junge Man ist fast zugleich mit fernem Onkel aus Wiün verschwunden. Der Schaden, den die P-andleihanstalt crlittm hat, wird auf 6000 Schilling geschätzt. Die Verfolgung der. öeDen WeÄnnger ist eingeleiter. Meininger, der aus Kolomea stammt und 37 ^ahre alt ist, hat vom Jahre 1922 bis April 19W ach dem Opernring ein Petzgeschäft «betrieben, für das richge Reklame gemacht wurde. Schon im Mai 1921 hat er das Ausgleichsverfahren angemcldet. Im Frühjahr vorigen Jahres hat er dann das Geschäft gänzlich aufgelöst. Seine Gattin gab M, daß er setthsr dccheim arbeite. . . > - . Ser Verband der nalkonaldeutsche« Jude«. Hornik-Harden zieht die Klage zurück. Wie wir ftinvrzctt berichteten, kam es in der ersten und letzten Versammlung der Wiener FiNale des Verbandes der .natioMdeutschen Juden zu heftigen Szenen zwischen dem Leister der Versammlung, einem Herrn Hornik-Harden und mehreren zionistischen Teilnehmern. Nach dem Referat des inzwischen aus dem Veband ausgeschiedenen Herrn Robert Pe ip er, der die zionistische Arbeit in Palästina einer serndseligen Kritik unterzogen hatte, verlangte der Zionist Ing. Buchbinder das Wort, das ihm jedoch verweigert wurde. Es entstand eine sehr erregte Diskussion, die schließlich in Lärm .überging, so daß auf Verlangen der Polizei die Versammlung vorzeitig geschlossen werden mußte. Im Lauft der Auseinandersetzung hatte der Student Theodor Fels dem Leiter der. Versammlung, Hornik-Harden, aiigeblich zugerufen, e r fei ein Feigling. Hornik-Harden klagte und die erste Verhandlung mußte bchuss Einvernahme verschiedener Zeugen der ragt werden. Gestern wurde die Verhandlung von dem Ländesigerichtsvat Dr. Krem er zu Ende geführt. Nachdem sowohl Ing. Buchbinder sowie der drenst- Habentde KriminaLin-Mtor lden Angeklagten. entlastet hatten, irxlrde der Ri5)att;eur her „Deutschöstarrcichischon Tageszeitung", Dr. Georg Bendel, als Zeuge einvernommLN. Er gab an, daß Hornik-Harden gegen die Zionisten heftige Ausfälle gemacht habe. Der Zeuge sei keineswgs mit dem Programm der -ration-alldeutschen Juden einverstanden. Den inkriminierten und vorn Angeklagten zugegebenen Ausdruck: „Sie sind ein Feigling!" habe er nicht gehört.. Der nächste Zeuge, der Zahntechniker Fritz Holländer aus Lemberg erklärte, daß er als deutschfühlendcr Jude'darauf gespannt gewesen sei, ,Me Wahrheit über Pälästma" zu Horen. Doch hätten ihn die Zionisten um diese Information gebracht. ■ >, Die Veachandbung endete damit, daß Hornik-Harden von. der Anklage zurück traf, worauf der Richter den Freispruch des.Angekla-gten Theodor Fell verkündete. , Die WohltiktigkeUsakademie zugunsten der Abbrändler von Rikolrburg. ' Das Prograuimfür dieses am 17. d. im Saale .zum weißen Engel", 13. Bez., Am Platz 6, stattfindende Wohltätigkeistfest wurde vorläufig wie folgt festgesetzt: Prolog, ver^ faßt vom Dramaturgen des Deutschen VolksiheaterS Heinrich G l ü ck s mann, gesprochen von Frau Lotte M e d e l st tz. Ansprachen von Rabbiner Dr. F e u ch t w a n g und dem Chorherrn Dr. Pauker. Klaviervirtuose Roderich Bach. Das weitere Programm steht noch nicht fest. Sie jüdischen Lehrer Men» sür deu Keren Kajemeth. 'lieber Einladung der Leirung des Keren Kajemeth traten LM 38. April Vertreter der Lehrerschaft zusammen, um die Art der.Mitarbeit der Lehrer für,den Keren Kajemeth zu besprechen. Vertreter erusandten: Das jüdische Realgymnasium, die heorärjchen Schulen der zionistischen Bezirkssektionen 6-8, 20 und Zwrschenbrücken; außerdem waren eine Reihe von Privatlehrern anwesend. Die Lehrer übernahmen es, ihren Kindern anläßlich von Lag Baomer die Bedeutung des Keren Kajemeth vor Außen''zu führen, ebenso die Büchse des Keren Kajemeth bei denjenigen Lchrern und Schülern, die im Besitze derselben noch nicht sind, zu placieren. Ferner, übernahm jeder Lehrer für seine Schüler eine Anzahl der neuesten MarkenWchlein zum Verkauf. Es wurde der Wunsch geäußert, daß der Keren Kaiemeth mit den Lchrern in ständigen Kontakt blecken und sie Wer die Idee und die faktischen Leistungen des Keren Kajemeth ständig auf dem Lausenden hatte. — Ferner regten die Lehrer an, daß vom Keren Kaftaeine großzügige Kinderfeier veranstaltet werde,' damit di? r über den Geist des Keren.Kajemeth unterrichtet werden. Zu drchem Zweck wurde ein kleineres Komitee geschaffen, welches diese Kindevftier nn Lauft des Monats Mai durchführen soll. Diefts Komitee Pt am Samstag abends zusammengetreten und. hat eitt genaues Programm entworfen. ßrleichterungen sür Palikftiuatouriftea. Das Wiener Palästinaamt teilt mit: Die palijstmerrsische Regierung hat besondere Bestimmungen erlassen, die Erftichtemngen bei Erlangung von Touristenvffa beinhalten für.Personen, welche um die Schewnoth-Zert Erez Israel besuchen wollen. Diese Bestimmungen sind im wesentlichen denjenigen ähnlich, die gewöhnlich für Pessach-Touristen in Geltung waren. Nur vre durch das Palästinas als Bono-fide-Touristep befundenen Personen, bei denen somit nicht die Absicht vorhanden ist, dauernden Aufenthalt in Palästina zu nchmen. können ahne Schwierigkeiten das Touristenvisum zum Besuche Palästinas erwaren. Rm die durch das Paiästinaam: als Bona-side-Touriste» > bis R. Juni 1926 verbleiben können, darf nicht nach de« 19. Mai 1926 erfolgen. Das Mitnehmer, von Kindern ist nicht zulässig. — Jeder Tourist muß lm Besitze eines Mligen, kür Palästina sowie für die Rückreise ausgestellten Reisepasses fern. Reisepässe zwecks Vidierung gemäß den erleichternden Sonderbestünmungen wnnen bis spätestens 12. d. beim PaWinaamt, 1. B«.» Bauernmarkt 24, eingereicht werden. woselbst währendes Parteienverkchrs (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag täglich von 10 Ns 1 IHr) auch nähere Auskünfte erteilt werden. Wien, 7. Mai. * Das Wetter. Das regnerische Aprilwetter hat sich um einen Monat verspätet mtb fc-Ot im Mai mit doppelter Heftigkeit ein. Gestern war es woirl vormittags etwas ausgeheitert, doch gegen Abend setzte heftiger Regen ein. Die Voraussage lautet: Veränderliche Bewellnng, örtliche Gewitterbildung. * Ei« Jubiläum des Hofrates Eiselsberg. Der bekannte Kliniker Professor Dr. A. Eiselsberg bearng gestern sein 25jähriges Jubiläum als Ordinarius in Wien. Am 6. Mai 1901 wurde er aus Königsberg nach Wien berufen, wo er die Leitung der ersten chirurgischen Universitätsklinik übernahm. In dem reichgeschmückten großen Operatronssaal seiner Klinik fand gestern vormittags eine interne Feier statt, bei der hervorragende Chirurgen des Auslandes sprachen. * Das Strandbad Klosterneuburg wurde am 1. d. eröffnet. * Am Sonntag Festbeleuchtung des Rathauses. Zum Empfang der am Sonntag abends in Wien ankommenden 300 amerikanischen Hoteliers wird das Rathaus festlich beleuchtet werden. Beginn halb 10 Uhr abends. * Modeschau im Kursalon. Am Montag den 17. d. um 9 Uhr abends findet im Kursalon, Saal des Parquet lumineux, eine Modeschau erster Wiener Firmen mit Akademie und Tanz statt. Die Leitung befindet sich rn den Händen der Frau Doktor Enrmy Stricker. * Weltorganisation zionistischer Frauen. Die Exekutive hat beschlossen, eine Sitzung ihrer Aktlonskomiteemitglieder in kurzer Zeit einzinberuftir. Berlin wurde als Versammlungsort'und Ende Jun r als Zeitpunkt in Vorschlag gebracht. Navioprogramm. Heute Freitag de« 7. Mai. 16 Uhr 16 Min.: Nachmittagskonzert. . Mrtwrrkend Ilse Winkelmann (Klavier-. — 18 Uhl lu Mm : Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. Oberbaurat Ing. Erwin Deinlein. — 18 Uhr 25 Min.: Künstlerische Schritt als Erziehungsmittel. Regierungsrat Prof. Larisch — 19 Uar 10 Min.: Französisch. — 19 Uhr 40 Min.: Englisch für Vorgeschrittene. — 20 Uhr 15 Min.: „Kabale und Liebe" von Schiller? ' Kunst, Bühne, Buch. „Mensch und Uebermensch." Deutsches Volkstheater. Bor Las Vergnügen, liebes Publikum, ist der Schweiß gesetzt. Wer sich bei öieftr Bernard-Shcvw-Revue so famos amüsiert, wie das gestrige Publikum, sollte sich zunächst durch die 339 Seiten zählende Buchausgabe durcharbeiten müssen. Warum darf es den Theatcrgästen dank einer tüchtigen Regie so leicht gemacht werden, wenn es, dem Autor saure Mühe verursachte? Du findest, liebet Loser, dortselbst ein' 53. Seiten umfassendes Geleitwort sanr: Postskriptum in Form eines offenen Briefes an beit englischen Kritiker Artur Walkley. Und das rote Büchlein, das verdächtige Opus einer der handelnden Personen, John Danners, nämlich des ^Katechismus und das- Taschenbuch des Umstürzlers" siudest du im' Anhang abgedruckt, ungekürzt und überdies durch eine ganz gsffÄhnliche Sammlung von „Aphorismen für Umstürzler" bereichert. Da übrigens der Theaterzettel auf diese beiden Anhänge deutlich hinwerst, hättest du die Pflicht, wchl präpariert zu dieser Revue zu gehen. < - * » In der Einleitung erklärt Bernard Shaw dieft HvtzilöGe als fein Don-Jnan-Drama. Sie sei ein ,PiühnenentLmzr>f der tragikomischen Liebesjngd der Frau nach dem Mannes. . Nämlich: Shaw stellt fest, daß der angveffende Teil in LftbeHdingen stets die Frau, niemals der Mann ist. Die Initiative der Männer in Goschlechtsängele-genheiten sei nur „ein schwaches, Romantisches Ueberentkoinmen der Männer, um sich , gegen eine allzu angriffslustige Verfolgung der Frauenangelegenheit zu schützen" — wie sich der irische Spötter famos ausdrückt. Soin Don Juan ist -also nicht Jäger, sondern Jagdbeute. Uelberdies aber ein revolutionärer Literat, freilich durch das Vereinsabzeichen M. d. r. F. (Mitglied der reichen Faulenzerklasse) hinreichend gekennzeichnet. Willst dü chn außerhalb des Rähniens dieser Vorstellung näher kennen lernen, so lies seine Aphorismen. Eine van ihrren versetzen wir dir hier: „Was 'du.willst, Last man dir tu', das füge keinem anderen zu: Der Geschmack ist vevschieden." (Shaw hat's gut: nran. rechnet solche Aphorismen nicht chm an, sondern Herrn Tanner, dem Mitglied der reichen Faulenzerklasse.) » Also aus diesem reichen Material an Borüvorten, Mch- Worten, ebenso ausführlichen wie ulkigen Regiebemerkungen, ernsthaften Abhandlungen und schließlich auch aus dom Komödiendialag ist die Revue geschnitten. Diese Gattüngsbezeichnung ist trotz des prätentiösen Titels ,Mensch und Uebermensch". glaube ich, zutreffend mrd sür den, Autor durchaus keine Herabsetzung. Es ist. eine, geistreiche, ,witzige, auch schmissige und gerissene Revue und da diese dramatische Kunstgattung dem Geschmack des/Zeitgpiste.s cntgegenkommt (und von Shaw ist) schlägt sie prachtvoll ein. Ganz im Revuestil schert sich das Stück nichf um den Namen, den es führt. Eine Reihe abwechslungsreicher,, auf kultivierte Art amüsanter Szenen, ist durch die fadendünne Handlung zusammengehalten, daß Mi Männer von Mi Frauen gekriegt werden. Selbstverständlich sind Verlogeicheit!per englischen Geisellschast, bürgerliche Geschlechtsmoral, männliche Töpelhaitiake'ü und weibliche Ne-berlegenhrit, MammonSvereyrung und Prüderie und ivciö sonst »och die Zielscheibe Shawscher Angrfffslust ist, Wtztz hergewommen. Eine Fülle ganz gezeichneter Schlagerworte ersetzt Revuecouplers und Favkas-- Bonmots, und Shaw hatte nicht dm Text für . .diesen brillanten Abend geschrieben, wenn nicht einige prophetische Wahrhotten aufblitzten. So hat er in diesem anno 1906 entstaadenev Drama .Herrn Rietsche als einen der Erreger des Wütkrieger erkannt. $ Karlheinz Martin ist Mrkantor. Da anch im Text nicht alles unbedingt nötig oder gar eindeutig ist, laßt man sich auch, aufgeräumt, das Bühnenbild des ersten Aktes gefallen, diesen Längsschnttt eines englischen Bürgechauses (oder: dieses nach einem Erdbeben zurückgebliebene halbe Haus). Den ,/Don Juan" Tanner spielt Herr Edthofer mit geistiger Anmut. Keine Pointe gcht verloren. Seine Partnerin und Begwingerin, Fräulein Koeppke, gestattet den weiblichen Don. Juan, wir ihn Shaw mernt, mit zarten, aber schr prägnanten» Linien. Sir verficht sich darauf, sozusagen mit dem Keine« Finger eines Mannes Nacken zu beugen. Ausgezeichnet Herr Homma als saturierter und empörter englischer Bürger und durchaus tauglich. Frl. Lvovsky als tüchtiges Mädchen, das wchl wußte, zu welchem Endzweck es eines reichen Amerikaners Sohn ver« anlaßte, sie ein wenig vorzeitig znr Mutte: zu machen. Zwei Mttwirkende fügen sich diesmal nicht gut in das Ensemble. .Herr Jar ay ist zu natürlich, zu echt für eine Shawsche Figur (dieser Revue) und Herrn Werner-Kahle gelingt die Rolle des jüdischen Räübechauptmannes aber schon ganz'und gar nicht. Es währte lange und doch nicht zu länge. Neben dem „Journal der Liebe" gegenwärtig der amüsanteste Mend in Wien^ Freilich in höherem Sinne ulkig und anregend, aber, Berchrte, nicht so schwer zu nchmen, nicht so tiöffchüvfend, wie der Titel verheißt. Ein leicht geschürztes Theater (auch 'im geistigen Sinne), allerdings von Bernard Shäw. ' Otto Aibe-.le.-s. Deutsche Mbtebauamstellung. Oestcrreichisches Museum für Kunst und Industrie. Das Bestreben, breiteren Schichten das Verständnis für tue Baukunst zu erschließen, kommt durch die erfreulicherweise immer häufiger auftrelenden baukünstlerischen Ausstellungen zum Ausdruck. Bor kurzer Zeit konnte man Werke amerikanischer Architekten im österreichischen. Museum und diejenigen moderner französischer Baukünstler im Künstlerhause sehen. Derzeit findet aus Anlaß der Errichtmig einer Lehrkanzel für Städtebau an der Wiener Technischer! Hochschule im österreichischen Museum die deutsche Städtebauausstellung statt. Während die erstgenannten Ausstellungen die Baukunst der Gegenwart behandelten, beschränkt sich diese, einen Rückblick über die Grundlagen und Entwicklung der deutschen Städte sowie einen reichhaltigen, klaren und instruktiven Ueberblick der Wirkungen der Zusammenarbeit von Jngenieurwiffenschast- Baukunst und Wirtschaft auf die Gestgltung derselben zu bieten. Die Beeiufluflung der fortschreitenden Industrialisierung auf die Großstädte und Industriezentren, auf die baulichen Veränderungen derselben, die der 'Boden- und Verkehrspolitik auf die Anlage und Ausdehnung der Städte und deren Bevölkerungsweson wird hier im Bilde anschaulich zum Ausdruck gebracht. Die Bedeutung dieser und ähnlicher Ausstellungen kam: bei dem derzeit immer stärker werdenden Interesse sür das Bau- und Sredlungsproblem nicht genug hoch gewertet werden. Eine fachgemäße, für weitere Kreise bestimmte, jewÄlige Führung wäre sehr erwünscht. ' Josef Hatz«. Aus de« Aeateru. B u r s th e a t e r. Morgen, 7 Uhr abends, _Lo»i S Ferdinand, P r i n z ' v o n P r * u fj e n* (Abonnement III. Gruppe). Akademietheater. Morgen. 7*S Uhr abends, „D i e Frau von v i e r z i g I a h < e n". O p er n t h e a t er Morgen. 7a8 Uhr abends. ^Tosea". V o l k s o p o r. Morgen „Ha l k In der Titelpartie Rena Pfiffer-Lax als Gast, die Partie der Sofja singt zum erstenmal Hanna Schwarz. Deutsches BolkStheater. Heute gelgugt mit Annemarie Steinsieck, Jakob Feldhammer und Hans Lackner neu einstudtert Lengyels Schauspiel .Taifun" zur Darstellung- Shaws Komödie .Mensch und U e b e r m e u.s ch" wird Samstag und Sonntag wiederholt. SamStag nachmittags als Kindervorstellung Nestroys Posse mit Musik „Eulenspiegel". Sonntag nachmittags „Di e neuen H err en". Theater l n d e r J o > e f st a d t. Die «O e st erreich i s ch e Komödie" von Leruet-Holenia. ferner „S e e l e i n N o t". Schauspiel von Bernard, und .Robert und Marianne", Schauspiel von Geraldy, wurden für die nächste Spielzett angenommen. Roland-Bühne. Heute, 8 Uhr abends, Wiedereröffnung, „Wien b l e i b t W i e n". Ab morgen täglich zwei Vorstellungen, 7 und 9 Uhr. Georg Reimers protestiert gegen die Lustbarkeitssteuer. Eine originelle Klage, welche der Burgschauspreler Professor Georg R e i m e r s euwrachte, besagt: Im Frühjahr 1921 habe ihm der Präsident der Bundestboaterverwaltung als. kleine Entschädigung für die unzureichende Gage sowie als Auszeichnung das Recht eingeräumt, täglich zwei Parkettsitze, für das Buratheater kostenlos zu beziehen. Spater traf Rermers mit der Bundestheaierverwaltung die Vereinbarung, daß. er an Samstagen und Sonntagen sowie bei Erstaufführungen, abgesehen von dem Falle, daß er selbst bei einer Premiere mitwirke, auf seine Freikarten verzichte. Als Gegenleistung sür diesen Verzicht wurde seine monatliche Spielverpflichtung von fünfmal auf dreimal herabgesetzt. — Seit 1. Jänner 1926 verlangt nun die Bundestheaterverwaltung, daß Reimers für seine Freikarten die Lustbarkeitsabgabe zu bezahlen habe. Reimers protestierte, die Folge aber war, daß ihm seine Freikarten nur mehr gegen Bezahlung der Lustbarkettssteuer au^efolgt werden. Aus diesem Grunde hat Georg Reinrers die Klage erhoben'und begehrt die Feststellung, daß er zur Tragung der Lustbarkeitsabgabo nicht verpflichtet sei. — Die Verhandlung steht bepor.

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