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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-06 · Heft 2586 (6.5.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2586 (6.5.1926)
Date
1926-05-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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f£|| ffftlfjffl M» FW LMEvr m ** 60 SchkM In ^aO^v ss tu dem ameriMWW Staat Nebraska nicotu ' M, hatte er rund 200 Dollar Ersparnisse. Dafür kaufte! er sich ein Stück Lckck von 100 Hektar, de« Hektar zu i cmem Dollar, und mit de» restlichen 100 Dollar richtete , er sich einer« Schuhmacherladen ein. Als John O'Connor! starb,' hinterließ er neben seinem Geschäft ein Vermögens vvsr 260000 Dollar, denn der Wert des Terrains, das er seinerzeit gelaust hatte, war inzwischen auf 2600 Dollar« per Hektar gestiegen, etwas, was John O'Comwr anscheinend gar nicht gewußt hatte. Denn er hinterließ lein Tcstamenrrt und so sahen sich die Behörden gezwungen, ourch Anzeige in den Zeitungen nach Erben zu suchen. Im Laufe der Zeit meldeten sich etwa 500 (Srfc schaftsreflektanten. Darunter allein rund fünfzig trauernde Witwen des armen John, ebensoviel Schwestern, etwa 100 Brüder und 300 sonstige Personen, die als Neffen oder Nichten ihre Ansprüche geltend zu machen suchten. Aus allen Teilen von Amerika und selbst aus Europa trafen betrübte Familienmitglieoer von Johu O'Conner in Hastings ein. Das Städtchen ist dabei gut gefahren. Biele der Erben bürden Wochen und Monate in Hastings, einzelne besonders vertrauensvolle Familienmitglieder ließen sich in Erwartung der reichen Erbschaft gleich o;:f Jahre i« der Stadt nieder. Sic sparten als zukünftige Teilhaber der Millionenerbschaft nicht mit dem Gelbe. Die Läden von Hastings hatten c>cu Borteil davon. Für die Stadt begann eine Blüteepochc. Zwei neue Hotels mußten errichtet werden, die Eisenbahn, die sonst stolz an Hastings vorbeifuhr, mußte jetzt halten, well so viele Reisende ausstieg^n, die» alle O'CoMor hießen. Aber nun ist ein großes Unglück passiert. Das Gericht hat in letzter Instanz die Ansprüche aller Erben ab gewiesen. John O'Connors Nachlaß fällt dem Staate Nebraska zu. Jetzt begann eme' förmliche Flucht an s Hastings. Zu Dutzenden zogen die Witwen, die Brüder, die Neffen uno Nichten ab. Man hat berechnet, daß sie! au Reise-, Aufenthalts- und Prozeßkosten viel mehr ansgegeben haben, als hie ganze Nachlassenschaft wert war. Wildwest. Berbrecherorgamsationen gegen den Staatsanwalt. Aus New-Iork wird uns berichtet: Wie die Blätter aus Chikago melden, hat der dortige erste Staatsanwalt Crowe im Zusammenhang mit der vor einigen Tagen erfolgten Erschießung des Staatsanwalt-Stellvertretexs von Chikago, Mac Swiggin, durch Banditen den Antrag gestellt, die Bundesbehörden mögen ein Spezialkommission mit weitestgehenden Vollmachten zur Bekämpfung des Bandenunwesens in Chikago einsetzen. Als Antwort darauf erhielt Staatsanwalt Crowe mehrere Briese von den geheimen Berbrech erorgauisaliouen von Chikago, in denen chm angedroht wird, daß man seiueKinderentführen und Bomben in sein Wohnhaus schleudern werde, falls Crowe diesen Antrag nicht schleunigst zurückzreht. Unter dem Drück der Drohungen hat der Staatsanwalt seinen Antrag tatsächlich zurückgezogen. cmalhse verdanken. Ihr Resultat wird ganz verschieden sein von dem Wissen, welches Wer die äußere Well gesammelt wird, gleich-, gültig ob von der Physik oder von >der Physiologie, Wissenschaften die sich täglich leicht beherrschbare VorstellungÄreise unterwerfen. Diese Art der Psychologie handelt von den treibenden Kräften unseres geistigen Seins; sie entdeckt die gcheimen Quellen unseres Strebens, unseres Tuns und unseres Versagens. Sie erforscht ein Geheimnis, dessen Enthüllung der Mensch, tatsächlich «mit all seinen Kräfte»: Zu verhüten trachtete. Wir finden, nicht daß wir alle Sünder sind, aber ganz genau, in welcher Art wir sündigen; wir finde»:, daß wir ZeitMnossel: der nackten Wilden vergangener JrchrtausiWe sind. Wie bei so vielen schlimmen Nachrichten, die »uir »ms mlitzuteilen fürchten, finden wir, daß wir diese Eröffnungen leichter ertragen könne»: als wir dachten. Nun 'ist es, denke ich, offenbar, daß nur wenige Menschen — wenige der geistig kranken — die Psychoanalyse brauchen werden, um «ganz zu gesunden; daß vielleicht nur wenige, die Mßbegierde 'und Mut in hohen: Grad besitzen, sich entschließen werden, diese Wissenschaft gründlich zu studieven, auf foic einzige Art, in der honte Wissenschaften studiert werden »nüssen, nicht aus Büchern, sondern im Laboratorium. Trotzdem bin ich so kühn zu glauben, daß das Verständnis des Unbewußten sich verbreiten und einen Teil des geistigen Rüstzeugs der Mnschen überhaupt bilden wird. Das Unbewußte ist zeitlos und ich will ihm folgen, indem ich für meine Prophezeiung keine zeitliche Grenze angobe. Wenn «einmal einige der dynamischen Faktor«»: des Unbewußten, die der 'liüidinösen Strömungen, des unbewußten Egoismus, deL unbewußten Schuldgefühls — denn der Mnsch verbirgt sonderbarerweise auch vieles von seiner Moral vor sich selbst — nicht mchr eine Sache des erlernten Wissens, sondern des Wirklichkeitsdvfafsens sind, dann wird, denke ich, das Unbewußte über die Erzichbarkeit hinausgÄvachsen sein, wenigstens teilweise, aber es wird dann von selbst in die Kanäle strömen, die die Männer und Frauen der ZEunft für die lmurschenÄverlesten halten. Durch Wissenschaft Meister, der AußeMelt. Mister ihrer selbst, wenn in ihtten für die nrächtigen Kräfte der Liebe das Verständnis erwacht ist, gewachsen der»: Hasse ans seine»: uns verkrüppelnden Wogen und seiner Schiwester, der Angst, die bisher verkleidet sich «ewschloicht, dam: wird dos Sehers Gesicht 'sich erfüllen, wir WML Wjm Schwerter in MugjchaM tzeMqiMn. fiiwtoüii vmm mmam p» man» ^nsmaeden: Oberraddiner vr. Z> P. Chajes, Öemetadertt Dr. Leopold PU s Jikes / Vortrag Felix Saften / Vorführung des neuesten Paiästina-Films / Chor und Sologesang: Ober* kantor Müller mit Tempelchor des Pazmanitentempeis (Dirigent J. Hirschmann) / Viollnsolo, Herr Kapellmeister J. Geiger (Am Klarier Fratt Kapellmeister Oelger) _.Karten fm Vorverkauf * 8 2.— bell Zionist, Ludeakfttnitee- (H. Zahler), I., KSratnerstrasse 28. Tel. 67-4-85, 77-4-87: KunstwerlutStte Be*.-Rat M. Kohn, VI., Meriahilferatrasae 101, Tel. 5010; Emil Dickatein, Vll., Wcstbahnstrasse 38. Tel. 39 243; Elias Feiger, VII., Siebenatern- »asse 39; Leo Feiger, VIL, Neubaugasse 77, Tel. 31.391; Hermann Kirsdiner, Vfl, Rsiserstr. 86; Max Schul*, VII., Burnasäe 116, Möbelhaus M. Koblitz, VUI., Lerehenfelderatr. 66. Tel. Ä 640; TaschnerjfesehSft L. Storch, VIII., Josefstadler« 36, Tel. 26,867; Zionistische Beiirkaaektion VI/VI1L, Bennopfatx Ia, Tel. Nr. 26.269; Photographisches Atelier Josef Aufrichtig. XII, Hauptstr. 32; Buch* hendlunj J. L. PoUak, XV, Mariahüfentr. 140, Tel. 35038 Sie HSmer der Srnfetifranett. Das interessante Land der Drusen hat unter seinen originellen Merkwürdigkeiten auch die der gehörnten Frauen. Es handelt sich da um einen wirklichen Teil der nationalen Franc nt rächt, der sich durch alle Zeitalter aus der Antike bis zur Gegenwart unverändert erhalten hat. Dieses auf den: Kopf getragene Horn ist fast stets ans Silber und nicht weniger als anderthalb Fuß lang. Unten, tvo es am Kopf anliegt, ist cs weit geöffnet, in der Mitte verengt es sich und nach oben zu erweitert es sich wieder. Ter Schmuck ist noch immer der gleiche in der Form, die ein Reisender zuerst in: Jechr-e 1811 in der Zeitschrift „Eilpost für Moden" beschrieben hat; aber in der Art des Tragens gibt cs doch auch hier eine Abwechslung, die van den Launen der Mode diktier: »vird: bald trägt man das Horn eng an die Stirn gepreßt, bald etwas nach vorn geneigt, bald horizontal abstehend. In jedem Fall aber ist das Silbevhorn das Zeichen der verheirateten Frau; ein Mädchen darf sich damit nicht schmücken. Be: der Hochzeit überreicht der junge Ehemann der Gattin das Silberhorn unter Beobachtung einer vorgeschriebenen feierlichen Zeremonie. Und das Kurioseste' ist, daß nach den Versicherungen aller Schiliderer der Sitten des Drusenvolkes, das Silberhorn auch nachts Nicht abgelegt wird. War Shakespeare Page? En« neue Theorie. Das Geheimnis, das über der Jugend uud der gepr^en Entwicklung Shakespeares liegt, laßt Immer wieder neue Theorien auftauchen, die au erklärenversuchen, wie der Sohn eines einfachen Landmannes eine so umfassende Bildung/ Menschenkenntnis und Lebenserfahrung erlangte Den Vermutungen ist ja ein reicher Spielraum gegeben, denn die einzigen sicheren Tatsachen, die chtr von Shakespeare in der-Zeit zwischen seiner Geburt im Jahre 1564 und der Veröffentlichung seines Epos „Venus und Adonis* im April 1593 wissen, sind die, daß er cm einem unbekannten Datum eine Frau namens Hathaway heiratete, dit wahrscheinlich Anna hieß, und daß sehr erstes Kind S u s a u n a am 2b. Mat 1688 geboren wurde. Alles anders was man von dem Berns seines Vaters, von seinem Besuch der Stratforder Sc> nle. von feinen Wilddiebereien und seiner Flucht nach London erzählt, :st erst viele Jahrzehnte nach seinem Tode aufgebracht worden und ohne jeden Wahrheitsbeweis. Die Gelehrten aber haben sich immer den Kopf darüber zerbrochen, welche Einflüsse aus diesem jungen Menschen den größten Dramatiker der Weltliteratur machten, und da man dem Genie nicht jedes Wunder Mgestehen will, so kam man auf so merkwürdige Einfälle wie die, daß der genialste seiner Zeitgenossen, Bacon, seine Werke verfaßt habe, oder daß verschiedene hervorragende Edelleute dieses oder jenes Stück geschrieben haben sollen. Eine neue Vermutung wird nun von einem englischen Gelehrten, dem Direktor des College von Cambridge, in einem Buch ausgesprochen, das den Titel führt „Ein Kapitel aus Shakespeares Jugend", und über dessen Inhalt Londoner Blätter berichten. Die neue Theorie besteht darin, daß Shakespeare in seiner Jugend — »vahrscheinlich als er noch, nicht zehn Jahre war — der Page eines Edelmaunes wurde, und zwar wird eine bestimmte Persönlichkeit genannt, nämlich Sir Henry Go ob er e, der zu Polesworth Hall im Norden von Warwickshire residierte. Wenn diese Annahme richtig »väre, dann hätte»: sich allerdings dem aufgeweckten Knaben Bildungsmöglichkeiten eröffnet, die ihm in dem Landstädtchen Stratford verschlossen tvaren. Er konnte eine gute Erziehung erhalten, wurde im seinen Benehmen unterrichtet, und befand sich.in einer angeregten literarischen Umgebung. Hier hätte er all das lernen mtb erfahren können, was sich dann bei seinem ersten Auftreten in der Literatur so großartig offenbart. Aber die Theorie steht auf sehr schwachen Füßen, u:tb der Verfasser kann für sie eigentlich nichts anderes anführen, als daß im Jänner 1571 Williams Pater Richter in einem Prozeß zu Stratford war, in dem vier Edelleüte der Umgegend als Sachverständige vernommen wurden, darunter auch jener Henry Goodere von Polesworth, der ein feingebildeter und literaturbeflissvner Herr war. Aufgelöste Splelllubr I» Wien. Nach einer amtlichen Verlautbarung hat der Wiener Magistrat als politische Landesbehördo die seinerzeit verfügte Auflösung deS Geselligkeitsklubs „National" mit dem Sitz im 1. Bezirk, Singerstraße 3 (Hotel Royal), und des „Wiener Hoyal-Bridge-Club" mit dem Sitz im 1. Bezirk, Branhstätte 9, bestätigt. Die Auflösung erfolgte auf Grund des 8 24 des BereinsgefetzeS mit der Begründung, daß die Klubs ihren statutenmäßigen Wirkungskreis überschritten und somit den Bedingungen ihres rechtlichen Bestandes nicht mehr entsprochen haben, KüMgung von HanhÄshtetiAge«. — EvcMte tttc Me. — (Site Le«o«stßattoit gegen Dr. Kkenbdck. * Der Zollausschuß hielt gestern nachmittags eine Sitzung ab, ans deren Tägssordnung die zweite Zolltar4f-> novelle stand. Bor Eingehen in die DagesordnmN erklärt Abg. Dr. Bauer, daß es die Sozialdemokraten für eine Bor. bedingung der sachlichen Beratung der Vorlage halten, zu wissen, welche zollpolitischen Absichten die Regierung hat. Der „BauernbüMer" habe nämlich mit der größten Cntschiedeicheit erklärt, daß die Vertreter des christlichsitzialen Bauernbundes darauf bestehen werden, daß die Handelsverträge, die der Erhöhung der Lebensmvttelzolle im Wege sind, gekündigt werden, damit die Lebensmrttelzölle voll wirksam werden können. Die Sozialdemokraten halten es daher für absolut notwendig, daß, noch bevor der Zollausschuß in die Generaldebatte über die Regieru»:gsvorlage eintritt, er volle Klarheit darüber bekommt, welche Absichten hinsichtlich der Handelsverträge die Regierung hege. Der zweite Wunsch der Sozialdemokraten bezicht sich darauf, daß dem Ausschuß über die vdrgeschlagene Erhöhung der Tc^ tilzölle nicht hinreichendes Material vorliegt, um sich über die voraussichtlichen Wirkungen der vorgeschlagenen Zollsätze ein Urteil zu bilden. Redner beantrage daher, daß der Zollansschuß, bevor er in die Generaldebatte eingeht, eine Cnguete über die rn der Regierungsvorlage vorgeschlagenen Textilzölle abhält. Der dritte Vorschlag der Sozialdemokraten geht darauf zurück, daß in der ersten Lesung im Hause von einen: Sprecher der Mehrheit angekündigt worden war, die Mehrheit Oder Abgeordnete der Mehrheit hätten die Msicht, im Zollansschuß neben de« in der Regierungsvorlage vorgeschlagenc»: Aenderungen noch weitere Zollsätze, ja ganze Partie»: des autonmnen ZolltarifeS abzuändern. Redner richte daher an die Mchrheit des Ausschusses die Bitte, falls die Absicht einer so weitgehenden Ergänzung , der Regierungsvorschläge wirklich bestehen stillte, darüber noch vor Beginn der Genevaldebatte den Sozialdsmokraten eine schriftliche Mitteilung zugeheu zu lassen. Bundeskanzler Dr. Ramak erwiderte, er werde die Anfragen deS Abg. Dr. Bauer «r der nächste« Sitzung des Ausschusses beantworten. Abg. Heiul gab namens der Mehrheitspartcreu die Erklärung ab, daß sie gegen die Abhaltung einer Enquete über die Textihölle nichts elnzuwenden haben, sondern eine solche Enquete sogar für schr zweckmäßig hatten. Was die weitere Anfrage des Abg. 5vr. Bauer betrifft, so sind tatsächlich die verschiedensten Jndustrivgruppeu bestrebt, das Regierungsprogramm in ei.nem ziemlich bedentenden Ausmaße zu erweitern, ohne daß aber all diesen Zollwünschen Rechnung getragen werden kann. Es würde sich daher empfchlen, alle diese Fragen in Parteienverhandlnngen zu regeln und mit dem Ergebnis dieser Verhandlungen in den Zollausschuß zu kommen. Nur müßten die Parteienverhandbu::-- gen möglichst rasch in die Wege geleitet und zu Eiche geführt werden. Der Antrag Dr. Bauer auf Einbevnfnng einer Enquete über die Textilzölle wurde hievanf angenommen. Abg. Buching er beantragte sodann, den Abg. Heini zum Referenten über die Zolltarifnovelle zu wählen, Abg. Bauer stellte zunächst fest, daß der Obmcum des Zollausschusses es als selbstverständlich ansehe, daß, wenn auf der? Tagesordnung die Wahl seines Referenten, stcht, sich ein Redner zu. diesem Gegenstände zum Wort melden ttttfo daß sich darüber eine Debatte,ontsprnnen kann. Das war immer Uebung des Hauses, Da wir aber einen Ausschnßobmann, nämlich Dr. Kienböck, haben, der^ weder die Geschäftsordnung, noch die Gebräuche des Hanfes hinreichend kennt, so bestünde die Gefahr, daß mau, »venn von dieser selbstverständlichen Regel der Geschäftsordnung abgegangen wird,' glauben könnte, es könne, wenn dieser Punkt auf der Tagesordnung stcht, abgestinrnü werden, ohne daß den Abgeordneten die Möglichkeit geboten wird, sich zum Wort zu inelden, und ohne daß sich eine Debatte darüber eutspinnt. Darum habe sich der Redner zum Worte gemeldet. Er erkläre namens seiner Partei, daß sie für den Antrag Buchingor nicht stimmen, aber auch keinen Gegenantrag stchlen werde, da anzunchmen sei, daß die Mchrheit keinen Referenten wähle« wird, der den Wünschen der Opposition entspricht. Zum Referenten über die Zolltarifnovelle wurde hie« H Abg. Heinl mit Strmmenmchrheit gewählt. För den Mieterschutz. ProteprunogevMig vor aJaw«, Die Landesorganisation. Wien der MietvrtzwiarmWtttzz Oesterreichs berief für gestern abends in die BvWhalle eme Ber-» twueuSmänuerversammlung der Mieter Wiens ein, des einen derartigen Massenbesuch anszuwvistn hatte, daß eine Kv-etto Parallewe^ammlung vor dem Rathaus ahgchalten werden mußt«. Aus der Tagesordnung-standen die letzten BovKnge mt Parlament und die Mieter. Es sprachen Gemeinderat Schleifer, Nationalrat Dr. Deutsch und Stadrat Weber, der aus--. Whrte, daß eine Erhöhung der Mietzinse giga«-> tische 2ohnkämPfe Hervorrufen würde. Inder Bersainün-: lang vor dein Rathaus erklärte ein Redner, daß die Dvohuntzj der Hausherren niemanden einschüchtere, tenit wenn die Miete« austnarschieren, dann wird dies em Protest §o« tausenden sei»:. * - In beiden BersamBungel: »vurüe Mtzs eine iUHon angenommen, in tet ausyofLhrt wich, daß ch»a Wb» scheidung durch die Wählerschaft «r dyq WchmdeM Mieterschutz §icht.WkMlt. wecke» darf.

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