Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2582 (1.5.1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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igcit* i tsm, Tamsnrg «vtenEt MDkaenzerkiMK * Schostal L Härtlein i«i Klrntnerstraate 14 - I., Stephaneplatt 9 veranstaltet ab Hontag, 3. Hat 1936 eine Pfmgst-Okkasion mit sensationellen Angeboten Untere Preise und untere bekannt guten Qualitäten bieten der sch&rfsten Konkurrent die Spüre Damenkonfektions-Abteilung s Dataenblnsen «nt Etamin, «lex. Ausführung ..8 11.- Sommerklefder, tesche Fasson, Etimiti, gestickt. . . . ,S 10.— Seldenblasen, letzte Nouveautes.. 8 18.— lungm8dchen«AbendkleIder in feinst. Ausführung . . .8 38.- Trotfearkleider in grösster Auswahl aus CtSpe de Chine, Kammgarn, modernste Fassons ... . .8 5f.— bimperkleider aus feinst. 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Dort versteht man nicht diese ministerielle Fides, die Verträge schließt, nicht nur, um sie nicht zu halten, sondern um sie zu leugnen." Im weiteren Verlaufe seiner.Rede beweist Dv. Reich, daß die Regierung selbst schon einige Vertragspunkt«, die in den 12 Punkten nicht enthalten sind, zum Gegenstand von Ersüllungsvechandlungen gemacht hat. So die Frage des Numerus clausus und der Sonntagsruhe. Dr. Reich schließt: „Ich erkläre von dieser Tribüne,' vor dem ganzen Sejm Und der öffentlichen Meinung der ganzen Welt) daß die „Ugoda" 42 Punkte umfaßt, von welchen zwölf sofort und der Rest zu bestimmten Terminen und mit genau umschriebenen Modist kationen erfüllt werden sollten. Wir erklären, daß wir auch fernerhin für das Wohl Polens arbeiten wollen, doch verstehen wir es anders, nämlich, als mit demWohl aller. Staatsbürger o e x 1 n ü p f i ‘ Wir glauben, daß wir noch de« Augenblick erleben werden, in dem Polen unseren Standpunkt'aner»- kennen wird, und wollen hoffen, daß es nicht Zu spät wird." hundert sich ereignen könne. Et verließ Paris und zog nach Madrid, nicht deshalb, weil es' ihm schwer gewesen Mre,!n , Paris zu bleiben, sondern iv.eil eis sich danach sehnte, in Vetti Lande, das er so schr liebte, in 'Spanien, aMuruhett. IN Spanien wurde er äußerst freundlich ausgenommen, et wollte an keiner Politik teilnehmen. Er war ein international gerichteter Mann und führte ein einfaches und ruhiges Men. Sein Gesinnungsgenosse Dr. Aahuda, Professor für semitische Sprachen an der Madrider Universität, war sein intimer Freund, mit dem er seine ganze freie'Zelt ^erbrachte. Einen Meilen Freund hatte er in dem Vizepräsidenten des spanischen Senats, Dr. Angel P ü l l i d o, ber. sich auf feiner Orientreise für die spaniolischen Judetz interesiiett hatte und nach seiner Rückkehr nach Spanien eine Aktion für die Repatriierung der Juden und ihre Gleichberechtigung mit den übrigen spanischen Bürgern begann. , ' . Max Nordau blieb während des ganzen Krieges in Spanien und schrieb sehr viel über den Weltkrieg. Nach dem Kriege ging er nach London, wo er mit Weizmann und Jabotinsky zusammeniraf. Mit seiner ganzen Seele gab er sich der jungen Bewegung des politischen Zionismus hin, die damals in London entstand. Er war ein treuer Berater Dr. Weizmanns, bereiste England und Schottland und hielt. Reden über die Judensrage. Seine /letzte Rede hielt er in der Alberthall in London. Damals , sprach er zu England von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann znm anderen - spricht. Damals sagte er, daß die englische Regierung die Balsour-Teklaration gegeben habe, wofür sie vom jüdischen Volk etwas verlange. „Wir werden ihr das geben." Bon London zog er nach Paris, doch konnte er aus verschiedenen Gründen nicht mehr dort bleiben. Er wollte nach Amerika gehen, du er wußte, daß er dort eine neue Gemeinde von Anhängern finden würde, die ihm folgen würden. Er arbeitete sein ganzes Leben lang für die Freiheit und Reinheit der Ge'-.'llschas1. Das Land seiner Sehnsucht, Ere>z- Israel, konnte er nicht mehr mit eigenen Augen sehen... Luöendorff und Genossen.' Der völkische Enteignmigsdntrag i« Deutschen Reichstag. Berlin, 29. April. (I. T. A.) Als Gegenaktion gegen das Gesetz über Enteignung der Fürstenvermögen hat die Reichslagsfraktion der Völkischen Men Gesetzentwurf eingebracht, den sie den Reichstag zusammen mit dem Fürsteugesetz dem Volksentscheid zu unterbreiten ersucht und der den Titel führt: „Entwurf eine« Gesetzeüber Enteignung des Vermögens der Bank- und Börsenfürsten und anderer VolkSparastten." Datin wird gefordert, daß „das gesamte Vermögen der Bank- und BSrsenfürstm, der seit 1. August 1914 zugezogenen Ostjuden und soWstigen Fremdstämmigen, ihrer Familien und Familienangehörigen, ferner der seit diesem Tage durch Kriegs-, Revolution--, JnflationS- oder Deflationsgewinne erworbene Vermögenszuwachs zum. Wöhle der Allgemeinheit ohne Entschädigung enteignet werde". Der Gesetzesantrag trägt die Unterschrift von fünfzehn Reichstagsabgeordneten, unter denen sich auch General Ludendorff und der bekannte Führer der.Aufwertungsaktion Oberlandesgerichtspräsident Doktor Best (früher deutfchnational) befinden. Abschluß der evsten Beratung. Berlin, 30. April. Der Reichstag hat heute die erste Beratung des Gesetzentwurfes über di« Fürstenenteignung beendet. Auf Antrag der Demokraten und des Zentrums wurde der Enteignungsentwurf nach längerer Debatte an den Rechtsausschuß überwiesen. Wie verlaufet, will die Regierung einen eigenen Antrag Über die finanzielle Auseinandersetzung der Länder mit den Fürsten einbringen. Stollen ttnb Veßarobien. RoM, 30. AM. (Tel.-Komp.) Die offiziöse „Tr,!- b u N a" dementiert ans autorativer Quelle die Nachricht, daß die italienische Regierung im Verlaufe bsr mit Rumänien geführten Verhandlwngen sich goweigert hätte,die Anglliederung Beßarabiens an Rumänien anzuerkennen. Sr. Weiskirchner gestorben. > Gestern nachts ist der ehemalige Wiener Bürgermeister und HanVelsminister a. D. Dr. Richard Wei'skirchner einem Herzschlage erlegen. Dr. Weiskirchner . ckrankte'seit Jahren an Arteriosklerosehat schon vor vier ' Jahren-einen Schlaganfall' erlitten und stand bei Prof. W e n k e b a ch in Behandlung. In letzter Zeit würde eine fortschreitende Verkalkung der Gehirn- und Herzgefäße festgestellt, welche die unmittelbare Ursache d e s T o d e s gewesen sein, mag, der: während der Nacht und unbemerkt von den Angehörigen eingetreten ist. . * Dr. Weiskirchner war km Jahre 1€S61 In Wien geboren und trat 1883 als Konzeptsprattikant beim'Wiener Magistrat ein, wo er von Dr. Lueger in seiner Karriere mächtig gefördert wurde? Im Jahre 1897 wurde er voll den Christlicksozialen des 9. Bezirkes gegen den.Sozialpolitiker Prof. Philipovich zum Reichstagsabgeordneten gewählt und im Jähre 1900 uiederösierreichischer Ländtügsäbgeördneter für den Bezirk Josesstadt. 1903 beförderte ihn Lueger äußere tourlich zum Magrstratsdirektor.. Nach den Reichsratswaylen des Jahres.-1907..wählte -ihn das . Abgeordnetenhaus zu/feinem .. eHen Präsidenten. Im Jahre 1909 wurde .Weis k l r ch n s r H a n d e l s M i n i st e r. Als im Jahre 1911 die Christlichsozialen sin Wien alle ihte Reichsmandate bis. dltf drei einbüsiten, verlor auch Dt. .Weiskirchner Mandat und PörtefeNllle^und ließ sich im Jahre 19,12 in den Wiener Gemeinde»/ rat Wahlen, der ihn mit der Bürg er Meisterwürde bekleidete. Im Jahre 1919 letzte er die Bürgermetsterwürde nieder, da die Christlichsozialen nickt Mehr die Mehrheit in bet Gemeindestube besaßen .. Den Abschluß seiner römischen Kärriere bildete sein Wahl in die konstituierende Nationalversammlung, die ihn zuihrem Präsidenten berief. Bei den Wühlen des Jahres 1993 kandidierte Weiskirchner nicht mehr Und ließ sich auch nicht mehl in die christlichsoziale Par"-tleitung wählen. Bis zu seinem Tode trat er nicht mehr politisch hervor und bekleidete nur.einige Verwaltüngsratsstellen. SntertMtianflier sturistenkongreb itt Wie die Politische Korrespondenz, erfährt, wird .in der Zeit vom 5. bis 11. August d. I. in Wien der Internationale Juristenkongreß abgehalten werden." Der Kongreß wird'von der International Law Association in London veranstaltet, deren österreichischer Zweigverein unter der Leitung des PräsckentöN des Mrechnungsgerichtshofes Profesior. Dr. Gustav Walker steht.. Der Kongreß wird, abgesehen von Teilnehmern aus änderen Ländern, 160 hervorragende englische und amerikanische Juristen, darunter die Präsidenten der höchsten Gerichtshöfe, Vereinigen. Bemerkenswert ist, daß di'ffer Kongreß züm erstenmal seit 80 Jahren auf deutschem Boden stattfindet. Dä8 Bureau des Kongresses befindet sich in dev Kanzlei Rechtsanwaltes Dr. Emil Hofmannschal, Wien, 4. Schwarzenbergplatz 1ö. : - ..' 8rei»nlffe. die von sich reden machen. Ein <iewalti«er. wenn möglich noch stärker werdender Zustrom unserer ichönheitsdurstWn Damen, staunende MmnderuM Wer eleganteste originelle.Linienführung neuester Pariser Modelle erster Minstier. allgemeine Anerkennung einer bereits stMbekanntert Prelswürdlgkeit und schließlich eln Umsatz, der die gewohnt hohen Zistern noch um ein ErklMiches WeWigt — das ist dev Soße Erfolg der-letzten Pariser Reise, von der die Chesin des todenpalais Zulius Krupnik vor einigen Tagen MÜcktzekehrt ist. Die unerreichte Spezialität, dieses Hauses bchchi eben i» der großen Kunst, Pariser Eharm-e und Meganz inecht Wienerische Wertvagen zu können, 1. m 1 m Nr. MV Genua der Leiden! ■scänliss.. 8t. Rochus* Fußsalz micht einen neuen Fussl Er genügt, wenn wir «In» Neire Menge von diesem Fubfalz — welche» gch Im Äu-Iand schon seit langer Zeit bewährt bat - in ein mtt warmem Walser gesüllte» iravoir geben und de» schmerzenden Fus, to bis 1» Minute« lang in demselben w'ichen la^en. Wäh eno vicser Zeit hbr n d e Anschwellung de» Füh », seitt- Que schling und die p-inigende», brennenden Gefühle mit einem Schlage auf. Die Schmerzen, weiche durch daS Driiiken der Schuhe verursacht «etden HSren sosort aus. _ . Sin lüngere» W-ichen in diesem Wisier erwrichi die Hühneraüg-n und dte Hautorrhärtungen so sehr, daß dieselben sehr leicht ohne Messer oder Raster»!ster entfrint werden tSnnen« rr , . w Sie könne,- überzeugt sein, daß da» St. RochuS-Fußsalz den Fuß' vollommen neu grNaiiet. E» b freit Sie von den verschieden n Störungen de» iuße». Sie löuneN so viel gehen, ai» Sie nur wolle». Sie könne» an einer telle stundenlang stehen und Sie werden nicht da» geringste der Müdigkeit verspüre,,.^ Et Rochus-Fiihsolz kostet 5 1.80. E» ist in jeder «poihek eryül lich. Fall Sie c» nicht berommen sollten, wenden Ste sich an da» Hauptdepot; Bundesapotheke „]M[ariahilf(< Telephon 64-99 Vi. Iflarlahilforatras»® OB Telephon 64-99 aus Ein Borkwg Dr. Alfted LMvys Über Palästina im Verein der Aerzte für den 9. Bezirk. Montag den 26. Astrü veranstaltete einer der ältesten Aörztevereine Wiens, der e r e: n d e r A e r z t e des 9. B e z i r k e s", im großen Saale des Restaurants Franz JofefAbahnhof «>tnen interessanten Vortragsaibend, bei welchem Herr Dr. Mfrod L o e>w y ülber seine Reise ei «drücke aus dem Orient sprach. Der Vortragende besprach zunächst die bisherigen Erfahrungen - der B e h and l n n g der Seekrankheit, weiters die ärztlichen Einrichtungen und den Stand der Hygiene in ägyptischen und tiivkischen Städten, dann, die Sehenswürdiglkeiten Alexandriens, Kar-ros, Athens, Smyrnas und Ko n sta ntr nopels und wendete sich dann anAführl-ich dem Hauptziel seiner Reife zu, nämlich Palästina. -; Die sehr zahlreich erschienen Mitglieder und Gäste, ' davunter viele Prosefsoren, Dozenten, Primarii undderen Dämen, lanschten gewannt dem instruktiven Bortrage Über" / die Bodenbeschaffenheit und über die Eigentümlichkeiten ' des altneuen Landes, über den ungeahnten - Aufschwung der städtischen und ländlichen AnsiMungen in der kurzen Spanne ' Zeit seit den: Friedensschlüsse, Über die derzeitige sogenannte ,Frise"'und über die unermeßlichen Perspektiven, die sich fiir die nächsten Jalhre der Wissenschaft und der Technik, der chemischen Industrie und dem Handel jil eröffnen verspreche«, wenn die Universität in Jerusalem urjd die Technische Hochschule in Haifa voll ausgelbaut, das' Töte Meer der chemischen Exploitievung KUgänglich gemacht . und ber geplante Großhasen bei Haifa ein direktes Anlaufen ber Frachten- und Luxusdampfer aus aller Welt ermögilichen wird. " Der Referent gab zu, daß bas Land Israel zurzeit mit Mieten saturiert fei; er meinte aber, daß das Wachstum Palästinas fortlaufend für neue Aerzte Betätigungsfeld schaffen werde, wobei allerdings diejenigen, welche ' schon im Lattde sind, sich inzwischen mit seinen Eigenheiten und insbesondere mit den Sprachen seiner Völker bekannt Mächen und so weit besser ausgerüstet den uNverm-eidlichen Konkurrenzkampf Mit den später Kondmenden aiufnchmen iverden.- Uebrigens fei Pamstina nunm-chr das einzige Land, in welchem sich Aerzte aus dem Ausiande ohne besondere Formalitäten, Gesuche und NostrifikatiynSPrüfnngen niederlafsen tonnen. Mit befriedigenden Daten über das SpitalsweseN, Wer die Universität, Mer die N a t i o n a lb 1 b l i o t h e k. und speziell über deren medizinische Abt ei lnng mit separatem ärztlichen Lesezimmer, mit bet Anführung fesselnder Tatsachen aus dem agronomischen UntersuchungS institni, ans dem musterhaften Arbeitererholungsheim in Mozah, Mit der Schilderung der heißen Heiiqnelien von TiberiaS, deren chemischer Analyse, welche -U den höchsten Hoffnungen auf ihre Nutzibarniachung zuguusten. det leidenden Menschheit berechtigen, schloß Herr Dr. Loemy . jehM BeriK m