Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2576 (25.4.1926)
- Date
- 1926-04-25
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzeitung 25. April 1926 Nr. M6 m* rs v5Iv"j WlUlKtg &tn neue» wichtige» Werk! Amerika und seine Einwanderer Von Allred Tyrnaa«r Mflf /in/ Bildern an» tlittf Vebertlehitknrlt I. Ten "“•^lÖSSf ii. Ten Pffemr und jg^dg^ltoirsaderer la die Mark 3.80 Tyrnauer, der als Korrespondent grosser deutscher Butter in den Staaten war, hat einen praktischen Führer für ddn Einwanderer geschrieben, den jeder au Rate flehen soll, der Aber den grossen Teich geht 11288 In Jadar Bathhandlmng an haben . r WlfiedurflUdhes ✓ Knttnrelie* / Die Zaknaft Amerika* Wilhelm BrauntOller / Verlag / Wien und Leipzig | Mitwirkung btt Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler an der Düffeldorfer Gesolei. Die Gruppe ,-Hygiene der Juden" auf der großen Ausstellung Düsseldorf 1926 für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen hat wichtige Aufgaben auf dem Gebiete der Mischen Kunst der Gesellschaft zur Erforschung Mischer Kunstdmkmäler in Frankfurt a. M. zur Erledigung übertragen, da diese durch ihre 30jährige Tätigkeit zu einem Zentrum Wischer kunstwissenschaftlicher Forschung geworden ist. „Die Welt der Bibel." Bor kurzem erschien nn Jüdischen Verlag, Berlin NW 7. Dorocheenstratze So, ein von dem bekannten Bibelforscher Dr. Mar Soloweitschit herausgegebenes Jllustvationswerk: „Die Welt der Bibel". Der starke Quartband (in Leimn 18 M., in HaMsdrr 24 M., für Subskribenten der Dubnowschen ^Weltgeschichte des Mischen Volkes" 16 bezw. 20 M.) enthält 7 OO Bilder auf starken! Kunstdruckpapier und dazu auf ILO Textseiten Erläuterungen mit zirka 1000 biblischen Zitaten, ferner Register und Quellennachweis, außerdem vier mehrfarbige Tafeln und neun vielfarbige geographische Karten. Durch das Werk, welches -die letzten Ereignisse d'r, Ausgrabungen und Forschungen im vorderen Orient berücksichtigt, wird nicht nur das Studium der Bibel, sondern auch der jüdische Religionsunterricht eine Verlebendigung und wertvolle Unterstützung, erfahren. Der Band, der als ein Ä o mpendium der biblischen Archäologie bezeichnet werden kann, enthält nur Darstellungen aus dem realen Loben Israels im biblischen Zeitalter, Bilder aus der, nicht Bilder zur Bibel. Heimgesunden. Der bekannte jiddische Lpriker David Hofft ein. der vor etwa zwei Zähren wogen seines Eintretens für die, hebräische Sprache mit der jiddischen Kulturliga in Konflikt geriet. Rußland verlassen und sich einige Zeit in Europa und Palästina ausgehalten hat, ist vor kupzem wieder nach Moskau zurückgekehrt. In einem Schreiben an die jüdisch-kommunistische Tageszeitung „Emes" bedauert er seine frühere Stellungnahme und spricht die Hoffnung aus, daß man ihm die Möglichkeit geben wird, .sich an dem Aufbau des neuen Lebens der jüdischen arbeitenden Massen in Rußland zu beteiligen. Sin dreifacher Meuchelmörder. Verurteilung des Mörders Kraja. Aus Prag wird gemeldet: Der neunzehnjährige Mörder Friedrich Kr als a wurde heute vom Kutten'berger Geschw or nengerrcht wegen dreifache n Meuchelmordes, Raubes, öffentlicher Gewalttätigkeit, schwerer körperlicher Beschädigung und Diebstahls in mehr als hu ndert Fällen zu 19 Jahren, 11 Monaten und 7 Tagen Kerker verurteilt. Mährend der Beratungspause wurde im überfüllten Saal eine Anzahl junger Mädchen bis dicht an die schlecht placierte Anklagebank gedrängt, so daß die Mädchen den Angeklagten ^umringten, jder sich mit ihnen -in ein Gespräch einließ. Die Mädchen trösteten den Verurteilten und Krasa ließ sich' mit ihnen in Heiratsgespräche ein. Wenn ein Dameupelz renoviert wird. Mit einer interessanten Strafsache (einer Veruntreuung) hatte sich vor kurzem der Strafrichter des Bezirksgerichtes Döbling. Bezirksrichter Dr. Ch Vota l. zu befassen. Die im vorliegenden Falle erörterte Frage hat allgemeines .Interesse, weil es sich darum handelt, ob der Schneider, bezw. Kürschner, verWichter ist. Abfallstücke von Pelzen nach Ausbesserungen dent Besitzer zrückzustellen. — Die Private, Frau Pauline hatte den Pchhändler S. H., wie sie in ihrer Anzeige angibt, am 23. November 1925 ihren Sval-Elektrik- MantÄ übergeben, damit er ihn modernisiere. „Ms ich ihn erhielt. war er mir zu eng und zu kurz und gänzlich unbrauchbar; anstatt 210 Zentimeter hatte er jetzt nur mchr 170 Zentimeter Umfang. Früher war er viel zu lang, jetzt ist er viel zu kurz und zu eng, so daß er beim ersten Anziehen platzte. Es fehlen Felle im Werte von 160 Schilling, die er zurückhielt." Gegen H. wurde die Anklage wegen Veruntreuung (wegen Nichtrückstellung der Pelzstücke) erhoben. Er verantwortete sich dahin, daß er, um dem Pelzmantel die gewünschte moderne Form zu geben, einige Pelze hatte Herausschneiden müssen, beim Aendern mußte der Mantel zerschnitten werden; er mußte enger und kürzer gemacht werden. Was vom Pelz wogfiol, Abfallstücke, abgewetzt, fast ganz ohne Haar, war nichts wert. würben im ganzen bloß zwei Stück Felle herausgenommen." Der als Zeuge einvernommene Gehilfe jagte aus. daß das Fell schlecht war, er habe an der Modernisierung der Mantels gearbeitet. Was M«, war schlecht, unbrauchbar, nicht mchr zu verwenden; es kam in den Mist. — Es wurden zwei Sachverständige einoernommen. Auf die Frage des Richters, wie sie sich mr Zurückgabe der PMücke verhalten, sagte der erste; ,Hsch hätte die Absattstücke zurückgegeben." Der -werte sagte: »Die ttbfalle. ob gut oder schlecht. gebe ich immer,zuruck." - Nach drnchMhr AngMgten. 24 S Frau . . .. . . .. . .. führte der Richter unter anderem aus: „Der Rand der _ stücke des Pelzes kann möglicherweise abgewetzt gewesen sein, der Angeklagte durfte sie aber twtzdem nicht zurückhatten, sondern mußt« sie der EigerttAmrin zurückstellen. Da er das mcht getan. Ssj. hat er llch m MHM» tmm feiteu, rter VechaMn« demrteittv der Richter den Agrarantifemitirmus in Sesterreich. Sen Snden wird der Smerb landyiMaWchee Sill« «nmSglich gemacht. — die lNM> semitische Praxis der SrnndvertehrslommMonen. Das Staatsgrundgesetz, welches einen Bestandteil der österreichischen Verfassung bildet, setzt die Gleichberechtigung aller österreichischen Bundesbürger in jeder Beziehung fest. Gewisse antisemitische Agrarkreise Oesterreichs haben cs verstanden, dieses Gesetz-in bezug auf die jüdischen Staatsbürger beim Erwerb von landwirtschaftlichen Gütern völlig außer Kraft zu setzen. Zur Zeit der Krise der Landwirtschaft, als die Bauernschaft des besonderen Schutzes des Gesetzes bedurfte, war zur Verhütung der Spekulation in landwirtchaftlichen Gütern das G r u n d v e r k c h r s g e s e tz geschaffen worden, welches den Uebergang von landwirtschaftlichen Gütern in.anderen Besitz an die Zustimmung der landwirtschaftlichen Grundverkehrskommiffionen knüpfte. Es war ein Notgesetz, dessen Tauer logisch mit der Tauer der Krise verknüpft war. Man hätte nicht erwartet, daß sich die Grundverkehrskommisfionen zu einem blinden Werkzeug des Agrarantisemitismus mißbrauchen lassen und allem Anscheine nach ihre Hauptaufgabe nicht in der objektiven Bewertung der Voraussetzungen für den Grunddesitzerwert sehen, sondern vielmehr sich berufen erachten, durch ihre Machinationen 'den Juden den Erwerb von landwirtschaftlichen Grundstücken unmöglich zu machen. Schon seit Jahren wird über die antisemitische Praxis dieser Herrschaften in den Kommissionen Beschwerde geführt. Bei!der BeurteilNug der Gesuche wird in vielen Fällen nicht die su'bjektive Eignung des Bewerbers, sondern nur der Klang des Namens geprüft. Es sind so komische Entscheidungen vorgekommeu, daß ein Erwerber mit dem Namen H e r m a n n für würdig befunden wurde, weil wahrscheinlich eine direkte Beziehung zum Cheruskersürsten Hermann vermutet wurde, daß dieselbe Agrarwmmiffion aber einen Erwerber mit dem Bornamen David ablehnte. In Oberösterreich, Steiermark lassen sich die Grundverkehrskomniissionen in die Begutachtung eines Gesuches eines Juden überhaupt nicht ein. In vielen Bezirken Niederösterreichs ist die Praxis dieselbe. Die Amstettener Grundverkehrskommission lehnt rundweg jedes jüdische Gesuch ab. Aber auch vor den T o r e n W i e n s wird keine andere Praxis gehandabt. Erst vor kurzem hat sich ein solch krasser Fall in- Andrä-Mörder n, dem bekannten Ausflugsorte bei Wien, ereignet.' Der jüdische angesehene Getreidehändker Spitz, der seit zehn Jahren in diesem Orte wohnt, wollte 85 Joch einer benachbarten Grundwirtschaft erwerben. Diese Grundivirtschast gehörte einem Rennstallbesitzer, der die Wirtschaft in erster Reihe für den AuÄanf seiner Pferde benützt hatte. Vorher hatte es einem n i ch t j ü d i s ch e n Baumeister gehört, der zu rein spekulativen Zwecken kleinere Grundstücke zusammengekaust hatte. Herr Spitz wollte diese Wirtschaft ausschließlich zu dem Zwecke erwerben, um dort eine Musterwirtschaft anzulegen. Der Verkauf war schon perfekt. Aber als die dortige Grundverkehrskommission ihre Zustimmung geben sollte, verweigerte sie diese ohne jede Begründung^ Eine Beschwerde an die Landesverkehrskommission wurde ab ge iwie s e n, weil dem neuen Erwerber angeblich die fachliche Eignung für eine solche Bewirtschaftung fehle. Allem Anscheine nach scheint die Landesderkehrskommission der Ansicht zu sein, daß das Herumtrampeln von Pferden für ein Gut viel vorteilhafter sei, als eine wirkliche landwirtschaftliche Bearbeitung. Und eine solche Kommission will der Oeffentlichkeit ernreden, daß sie zum Schutze der Landwirtschaft wirke. Es scheint nicht einmal der Akt gründlich stjudiert worden zu sein. Dir Kommission konnte nicht erklären, d'aß sie einen Juden als Erwerber nicht haben Wolle, a'lsfo suchte sie nach der fadenscheinigen Ausrede der „mangelnden Eignung für die Landwirtschaft". Es sei der BollstAndigkeit wegen erwähnt, daß einer der schärfsten Kämpfer im Streite, der entschieden für die Abweisung ekntrat, der Bürgermeister d'es betreffenden Ortes ist, ein früherer Regierungsrat. Wahrscheinlich ist eine Person, die ihr ganzes Leben lang sich ausgezeichneit aus den Gebrauch der roten und schwarzen Tinte für Akteneinzeichuung verstand, zur Beurteilung der sachlichen Eignung für die Bewirtschaftung besser geeignet als ein G'treid'ehändler, der 'schon kraft seines Berufes in den Getreidesorten sehr genau Bescheid wissen muß und schon vou Grund auf mit der Landwirtschaft verknüpft sein muß. Die Verkchrskommissionen hätten vielleicht' vi'e'l offener gehandelt, wenn si° erklärt hätten: der Bürgermeister sei Re p rä!se nt-anr der katholischen Regierungspartei und wolle einfach nicht einem Juden den Besitzerwerb in seinen! Machtbezirk ermöglichen. Daß dieser gewesene Beamte das Staatsgrundgesetz so achtet, gehört auf ein anderes Matt. Es ist aber noch eine weitere Tatsache für das Vorgehen der GrundvertehrskmimtWon bezeichnend. Bei der VechaMung vor Ljeni Vertreter der Landesregierung wurde Verrn Spitz nahegelegt, er möge acht Joch Grund, die e'knen Wert von wenigstens 120 Millionen Kronen reprÄsentreren, zuM Preise von fünf MiMonen Kronen pro Joch den f abtrstten, dann würde die Transaktion bewilligt werden. -Herr Spitz' wies dieses Ansinnen mit berechtigter Entrüstung zurück m'it der Erklärung, daß er keine To l e ra nza bgabe für AM leisten wM, MlleD jst fciefeg üi gewaltigen auch ein interessanter Beitrag für die Staatsanwaltschaft, die vielleicht in diesen Tagen des Erpressungspawgraphen sich auch mit solchen Zumutungen bcfassen könnte. Unter l>ic';eu Umständen ist es vielleicht erklärlich, 8atz das Regierungsorgan, die „Reichspost", das Vorgehen des christlichsozialen Gesinnungsgenossen an der Daum unbedingt zu entschuldigen sucht. Was nicht entschuldigt werden kann, ist die Tatsache, d.iß Juden mit völlig haltloßen Moti-- vieruugen der Erwerb von Grundbesitz in Oesterreich verwehrt wird. Und wenn dieses Blatt die Eutischuldigumg mit dem Verdacht motivierti, daß die laiMvirtschafEchen Grundstücke zu Zwecken der Gmndßpekullation mißbraucht werden, so hätte es zuerst zur Kenntnis nchmen sollen, daß dieser jüdische Erwerber bereits zehn Jahve in dieser Gsntelnlde wohnt und daß solche aMWge Bürger nicht ahm weiteres Gruudspeknlationen betreiben. Man möge nur Best den landwirtschaftlichen BevkchrsvemtittluiWbureaus Nachfragen und main wird finden, wer jetzt mit Grundstücken' stark spekuliert. Dielleicht werden dänn gpnze Listen von g ü t katholischen Bürgern aufgezählt werden, zu ihrem Hauptberuf die Spekulation mit landwvritschastlichen Gütern gemacht haben. DiÄfe Transaktionen hat aber die Grund« verkchrskommissioi! nie beanständet. BiAteicht aus denk eiinifachen Grunde, weil sie nicht David oder JonaS heißen. Es inuß merkwürdig berühren, daß gerade das Blatt der ch r i st l i ch s o z i a l e n R L g i e r u n g s P a r t e i, das in den letzten Tagen auf die Fortschritte in der österreichischen Landwirtschaft hmgewiesen hat, sich mit dein par'teiÜscheir Borgehen der Grundkoimwissionen identifiziert. Es scheiint nicht zu wissen, d.iß auch den jüdischen Bürgen! Oesterreichs ein Verdienst au diesen Fortschritten zujällk. Der Ackerbauwinister hat mit Stolz ^daraus hinge^Wieisen, daß Oesterreich bereits 60 Prozent des e i g e,n e » Z u ck e rko nsums decke. Es wird dabei nicht berücksichtigt, Laß dies in erster Reihe das Verdienist jüdischer ZnckeriiiÄustrieller . und Zuckerbauern, der Strakosch, Lötzvit Hv. ist. Als sich die oberösterrekchischen Bauern zuß.iui.mentaten, um eine Zuckerfabrik zu errichten, halben sie dabei kläglichen Schiffbmch gelitten. Die jüdischen LandwM des MarchfÄdes haben hier das Ihrige getan. Sie haben gezeigt, d'aß sie zur Förderung der Landwivtlschaft eibenso viel beitragen kännett wie ihre mchtWischen M'itlbürger. Menü das Züchtvich 8er erMtholifchen tiroierischen Allrnlwirts in den Masfftällen und Meiereien der Landj-virkschäft Niederösterreichs guten Mjlatz' findet, so sind nicht zum geringsten Teil auch jüdische Landwirte daran beteiligt. In jicr'iöi|iein LaiMvirtschrftskreisen, di,e sich von Mem parteipolitischen Getriebe fevnihalten, wird längst anerkannt, daß dein österreichischen Bauern auch ein gewisses kaufmännisches Element fehle, das unbedingt den! Bttuernsiand einlgeflößt werden müsse. Jüdische Landwirte könnten hier nur Nutzen bringen. Den Verfechtern des Grnnldvevkehrsgesctzes scheint 'es' völlig unbekannt zu sein, daß dise Berfchuidung d« kle-rnen Baüovnfchast ungeahnte Dimensionen anu'imnch daß die Wechsel 8er kleinen Bauern die Tresors der laudwirWestlichen Zßassen! bis zur Decke füllen, daß die Hypochekavverschuldung immer weiter um sich greift'und daß gerade^ diese landwkrtischaftlichen Kassen in absichbarer Zeit feh'rdrast i'sch e Mitt el zur Eintreibung ihrex Focherurtgen äuwenüen dürften. Durch Einengung des KäufermlavktleS Wird diesen verschuldeten Lauldlivirten nicht genützt wevdett. Laudwirkschaft im bcifonderen und Wirtschaft im allgemeinen kainln ni'e> mik politischen Schlagworten betrichen werden. Erste Brünner Maschinensabriksgesellschaft. Keim Dividende für 1925. Auf Grund des Berichtles, welcher feitons der Generaldirektion in der letzten VerwaltnngsratSlsitzuNg vom 28. Februar d. I. erstattet wurde, ist — der 'bisherigen Gepflogenheit entsprechend — sofort verÄffentlicht worden, daß die Dividende für das Goschäiftsjahr 1926 bei entsprechenden Reservierungen mit 26 ischech. K. bemessen werden kann. Die inzwischen vorgeuommene eingehende Rev.'ision der Bilanz hat ergeben, daß bei vorsichtiger Mlangievung von der Ausschüttnttg einer Dividende pro 1926 ahzuschen ist. Herr Dr. Ing. Franz Pauker hat ferne Stelle als Generaldirektor des Uirternchnreus zurückgelegt, wird aber seine Funktion bis auf weiteres boibchätteu. Ungünstige Auffassung in Prag. Wie uns aus Prag, gemeldet wird, äußert sich die „Prager Presse" über das Unterlvchnien: „Wir brauchen wohl nicht erst zu konstatieren, daß der EmisfiWskredit' des Umernchmens vollständig erschüttert ist. Die Aktie Ist fiir -das Publikum erledigt und wird eS so lange bleiben, vis endlich jenland, ob rmn die Verwaltung des Unternehmens oder das patroniftepende Institut, den Mtt haben wird, tm Oeffentlichkeit reinen Wein einFuschänken. Die Zeit drängt. Wenn die Creigmsse das Dempo, das sie in der letzten Wochs einge-schlagen haben, beibchalten, ist der Sprrmg zu den viele/ „erledigten .Größen uniserer WHe nW mchr weit."