Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2576 (25.4.1926)
- Date
- 1926-04-25
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung LS. April IM ILMYnRIKTINTTTWEST) " —- oirakia Unul Triest Rituelle Verpflegung Reduzierte Preise Expresslinie nach Aegypten, Konstantinopel, Indien Postlinien nach den Schwarzen-Me er-Häfen, Syrien und dem fernen Osten I Genaral-Agenfur t Wien,!., Kärntntrring 6| * Ei» Zwischenfall bei einer fasjistffchen Trauung. Kürzlich crctyiuctc sich vor Der Augustinerkirch: anläßlich einer Trauung eines italienischen Faszistenpaares ein bemerkenswerter Zwischcufall. Beim Verlassen der Kirck'e ließ sich das Paar mit den HochgeitsMten mit nach FasMenart erhobenem Arm photographieren. Inzwischen hatten sich viele Neugierige angesammelt, von denen einige tn lauten Rufen gegen die Ja Listen Stellung nahmen. „In Südtirol werden unsere Brüder drangsaliert und wir müssen uns hier das gefallen lassen," meinten die Leute. Eine Weitem-ng hat sich nicht ergeben. * Lichtbilder der schönsten Bundesbahnstvecken gesucht! Di« Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen beabsichtigt auf der in Berlin s,m Mai dieses Jahres stattfiudeiDen „Alpinen So mm erschau" dein rcichÄenöschen Publikum im Wege van ProjektionMdern Kl zeigen, daß in Oesterreich wie kaum wo anders Gelagercheit geboten ist, beguem von: Wagenfenster aus über weite Strecken hin den Anblick schönster Lal'tdschasten zu geuicßen. Zn dissiam Zwecke weiden erstklassige Abzüge von Lichtbildern auf Glanzpapier gesucht, die heroocrageit) 'schöne Landschaften unter Einbeziehung von Bahirstrecken zur Wiedergabe bringen. Beschriftete Einsendungen, für di-e im BerwendungZfalle eine Vergütung geleistet wird, sind mit Angabe der Fordemnp ehestens zu richten an die Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen, Wien, 1. Bez., Schtvarzenbergplatz 3, Generalisekretariat. * Die erste Wiener Ausstellung für Briefmarkenkunde, die vom Verband österreichischer Philatelistenvereine vom 2. bis 16. Mai dieses Jahres im Oesterreichischen Museum, 1. Bez., Stubenring 3, Veranstalter wird, verspricht nach den bisherigen Vorarbeiten und Anmeldungen einen sehr schönen Verlaus zu nehmen. Diese Veranstaltung bezweckt nicht, sehr wcrwolle Sammlungen oder gwtze Raritäten zu vereinigen, sondern vielmehr erzicherisch zu wirken. Alles, was man auf Briefmarken sicht, alles, was die Briefmarke lehrt, aber auch ihr Werdegang vom technischen Standpunkte aus soll zum ersten Male in Wien zusammenfassenv und übersichtlich aegeigt werden. Nähere Mitteilungen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. * „Wiener Bolksblatt." Di« unter diesem Namen erscheinende jiddische Wochenschrift, von der jetzt die zweite Nummer vorliegt, wendet sich vornchinftch an die ostsüdischen Kreise Wiens, di« ste in einen „Verband der Ostjuden m Wien" ziistmmienWfafsen sich bestrebt. Das gut redigierte Blatt Mt einige bedetttende jüdische Literaten und Ioumalisten zu seinen Mitarbeitern. Redccktion pnd Administration: 9. Bez.. Liechtenfteinstraße 3. * 15. Oesterreichische Klassenlott'eri«. Inr amtlichen Tskl dev gestrigen „Wiener Zeitung" ist der Svielpl'an der ian Juni dieses Jahres beginnenden 15. Klasteulotterie volliichaktlch kundgemacht. Die wichtigste Aenberung gegenüber der Vorlotterie besteht in der Wiederei nstchnmA der Ein; elziehnn g. Es werben Zivci Glücksräder awsgestellt werden, nämlich das Nummevnrad, welches 100.000 Röllchen mit den Nummern 1 bis 100,000 enthalten wird, und das Tresserrao mit den »Höheren Treffern", das sind alle Treffer mit Ausnahme derkleinsten Gewinne. Da die im Lpielplan vorgasehnen 50.000 Geüvinne außer den erforderlichen Zügen ans dem Trefferrad durch 50.000 einzelne Züge aus dem Rumniernrad bestimmt werden, tverden die Ziehungen auch bedeutend länger dauern als bisher, weshalb di« der Bocklassen au je zwei Tagen, die der fünften Masse aber an zroanzig Tagen cchgchalten werden. Ter ZichungLakt wirb an jedem ZichuWstaz zirka drei bis vier Stunden in Äiffpruch nehmen. Aus tochnffchen Gründen wird weiters der Zichun-gSbegiick auf 3 Uhr nach- Nlittags verlegt werden. * Zionistische Latidesoraanisation. 6. Ausweis der gezeichneten und gezahlten Parteisteuer für das Jahr 5686: Robe l Adler, Di. Artur Bondt, Adolf Bödm Oberrabbmer Dr. Cbajes Robert Erber, Julius Frankl. Oskar Fischl, Professor Freud, <s. Goivard. Isidor Gewttsch, H lene Gewitsch. Dr. Karl Iellinek, Jakob Kerner. Anton Lourie. Dr. Josef MenkeS, Han- Molle . Alfred Menst, Berra Nußbaum, Dr. Moritz Rosen, Franka Rtttermann. Ing. Mor Selinger, Paul SyrkuS, Felix Svielberg, O Schächter, Dr Siegfried Winter. Durch die Zionistische Bestrkssekfton Iv/V * Julius Krakauer. Frau Krakauer, Artur Holzer Erna Holzer. Elias Neusiettl. Frau Neustem Dr. Josef Roll. Frau Roll, Adele Mayer. Heinr. Storch. Frau Storch, Mar Schreier, Joses Fried, Frau Fried. Luise Zaloscer. Dr Herbert Glogau, Kamilla Sp'echer. Ina. Ludwig Braun Frau Braun Em > Stutz, Niffon Starrer. Erna Starrer, Sam. Nachwalger. Kalman Hammer, Frau Hammer, Wilhelm Feldschuh, Frau Feidschuh, Friedrich Müller, Regine Müller, Heinrich Offenberger Austritte aus dem Judentum. Artur Fries, aeb. 12. Avril 1887, verh.,Wieu, 18. Bez., Währingerstraße 182. Salamon Lichter fals. Brenn er, geb. 22. April 1893, Zotkiew, verh„ Wien, 14. Bez. Alfred Rotier, geb. 11. März 1897, Brünn, led., Textlltechniker, Wien, 3. Bez.. Fasangasse 12. Moies Weiß, geb. 11. Februar 1889, Andrychau, Verb., Men, 8. Bez., Josefstädtemraße87. Otto Erhard S i n q e r, 27. Juli 1896, Hinterbrühl, led., Wien, 8. Bez., La« gegasse 61. Ernst F r > ebntantt, geb. 14. Juli 1^88, Sternberg, verh., 19. Bez., BlaaSstraße 11. Melitta M od e r n, geb T a u ß. geb. 11. Februar 1892, Jna.-Brod, verh., Wien, 3. Bez., Obere Liaduktgaffe 27. Robert Schick, geb. 25. Dezember 1994, Ingenieur, Wien, 7. Bez., Sigmundgasse 2. Walter Süß, geh. 1. August 1905, >ed., Wien, 16. Bez., Brunnengasse 68. ,»äthe Beck, geb. 26. November 1903, led., Wien, 3. Bez., Abamsgaffe 7. Gertrude G o l d b e r g. geb. 2. April 1904, led.. Wien, 6. Bez., Barnabitengaffe 9. Gertrud Hirsch, geb. 12. April 1912, led., Wien, 7. Bez., Zieglergaffe 25. Alexander K o h n. geh. 28. Juni 1882, verh., Wien, 20. Bez., Dammstraße 18. Alfred L ö b, geb. 26. Oktober 1885, led., Wien, 9. Bez. Peregrtngaffe 4. Philippine Bäumgarten geb. Blau, geg. 17. Juli 1886, verh., W»en, 7. Bez, Neubaul gaffe 53. Friedrich K o r m o 8, geh 20. Mat 1895, led., Wien, I Preßgaffe 1 Ignaz S eß l er, geh. 10 Jänner 1900, led.. I Wien, 9. Bez., Währingerstraße 53. Stephanie Graf, geb. l 23. August 1900, led., Wien, 2. Bez. __ Kupfermann geb. Protach. geb. 27. tenberg, verw., 2. Bez., AusstellungSstraße 27. Radloprogrmmn. Horte Sonntag den 25. WM. 10 Uhr 30 Mm.: Walter Pach. I. S. Bach: Pastorale b'-Dur, Wenn wir in höchsten Nöten fein (Choralvorspiel), Präludium und Fuge U-Moll. — 11 Uhrr Orchesterkonzert des Wiener Symphonieoichesters. W A. Mozart (1756 bis 1791): Ouvertüre zu »Der Schau'pieldtrektor*, Divertimento 0-Dur. K. B. 131. Gesangsvorträge der StaatSopernsängerin Maria Gerhart: H rs v»- »tors (mit obl. Violine r Anitta Ast). Symphonie 8>-Dur. K. V. 643.— 16 Uhr: NachmittagSkonzert. Konzertorchester Fritz Necktenwald. Opernsängerin Margareie Oswald. Am Ehrbar- FlÜgel Kapellmeister Johannes Manker. Grteg: Huldtgungsmarsch aus „Sigurd Jor'alfar". Ltncke r Im Reiche des Indra. Ouvertüre. Strauß r Bei uns z' Haus, Walzer. Recktenwald: Balletisuite r u) Introduktion, b) Tanz der Kobolde, o) Reigen der Lotosblumen, d) Türkisches Intermezzo, a) Godard Berceuse, b) Boecherini r Menuett aus dem 17. Jahrhkndert. Verdi: Phantasie aus „Rigoletto". Bednarz: Katzerlwalzer. Kral: Was kommt jetzt? Polpourri. BlÜmel: Bad Einöd Marsch. — 18 Uhr 10 Min.; Die Streichquartette Beethovens (Zyklus. Xl. Abend). Einleitender Vortrag Prof. Richard Specht. Ausführender Da» Sedlak-Winkler-Quartett. Opus 127, Ls-Dur 20 Uhr r „Martha". Oper von Flotow. Chor und Orchester der Wiener VolkSoper. Borköge, vereine. Versammlungen. Zionistische Jugendgruppe Leopold st a d t. Heute nachmittags Ausflug. Treffpunkt 7,2 Uhr Stadtbahnstation Schottenring. Mittwoch um 7-8 Uhr abends Plenarversammlung mit einleitendem Reftrat, Täglich hebräische Kurse. * Die Urania im Burgenland. Am Dienstag um 7 Uhr abends wird tn E r t c u |t et ö i die K o n st t t u i e r u n g des neu gegründeten UrantavereinS stattfinden. D>e Wiener Urania führt an diesem Tage in Eise uit « H um 7,3 Uhr nachmittags den Schülervortrag „Die Donau von Paffau bis ^-ten in Sage und Geschichte", hiezu den Märchenfilm „Ttschlein deck' dich"; um 5 Uhr den Uraniafilm „Amazonen ström" und um 8 Uhr abends „Das Alpenvolk und seine Lieder" vor Wir empfehlen den nach Wien kommeiiden Anslandslesern unseres Blartes, im Hotel National, 2. Bez., Taborstraße 18, Quartier;u nehmen. Erstklassiges Etablissement. Mäßi'ge Preise. Cafe und Restaurant im Hause. Berichtigung. Es ist unwahr, daß die neuesten Modelle in Herren- und Damenschuhen nur in der StM zu haben wären, wahr ist vielmehr, daß Sie auch im Schuhhaus Dorn, 2. Bez., Tabovstraße 8 a. zu Okkasionspreisen Schuhe bekommen. Ein erstklassiges Fabrikat. Es ist bereits allgemein bekannr Nlld wird sowohl von der Kaufmannschaft als auch vom konslunierenden Publikum anerkannt, daß die renommierteil „Les"- Strümpfe zu den vovzuglichsten Erzeugnissen der Strumpffvarenfabrikation. zählen. Der großen Nachfrage wegen mußte auch irr Wien eine eigene Vertriehsftelle errichtet werden. „Les"- Strümpfe sind aus einem erfÄlassigen, vierfach gedrehten amerikanischen Seidenflorgarn hevgeftellt. daher, unverwüstlich, elegant und trotz der Pvimaqualität staunend billig. Man verlangt bereits überall nur ,^Les"-StvümPfe. Zentralvertrieb: Leo Sußmann, Wien. 1. Bez., Schwertgasse 2. As Me iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiliinniiNniiiniiiHiiniiiiiiiiiniiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiniiiiinns Neues Baulnaterürl aus Stroh. In Frankreich wird ein neuer feuerfester Baustoff mit dem Namen Solomit viel verwandt. .Er soll 'laicht, bMig, dauerhaft und schalldicht sein und deftcht aus Stroh. Hierzu wird dieses in rechteckige Fächer gepreßt, die drei Metier auf zwei Meter groß und zwei Zoll dick find. Der hierbei verwaMe starke Druck wie auch der MmevaLgchakt des Strohs ergeben die Feuersicherheit. Der neue Baustoff wurde vorigen Sommer für eine Reihe von Gelbäudrn der Ausstellung für dekorative Künste in Paris angewandt. Er hat sich sehr gut für Seitenwände und Decken evwiefen, da er eine gute Oberfläche für Gips und Stuck bildet. Eine neue Benzinsynthese. Eine neue Methode der Erdölsynchefe ist dem Leiter des Kaifer-WichLlm-Jnstituts für Kohlenfovschung in M* heim (Ruhr), Franz Fischer, und seinem Mitarbeiter Hans Tropfch gelungen. Neider die Versuche berichtet der Forscherin der „Brennstoff-Chemie". Fischer geht von dem sogenannten Wassergas aus, das beim N-eberleiten von Dampf über gNhende Kohlen entsteht. Durch Zuhilifenahme einer Reihe von Konta'ktsubstanzen, unter denen sich Kobalt als besonders lvirksam erwiesen hat, ist es ihni gelungen, das Wassergas in Oes überznsühren. Die Reaktion ist vom chemischen Standpunkt aus höchst interessant und scheint darauf zu beruhen, daß sich der im Kohlenoxyd. eruhaltene KöhLenstofs mit den Kontaktmctallen zu Karbiden vereinigt, während ein. anderer Teil des Kohlenoxyds sich mit dem sreigvwordenen Sauerstoff zu Kohlensäure verbindet. Trr in dem Metallkarbid enthaltene Koh'lenstass zeigt die Migung, mir dem Wasserstoff des Massergases Kohlenwasserstoffe, und zwar, je nach den Verfuchsbediugungen, niedrigere oder höhere zu bilden. Ein neuer Eisenbahntyp. Auf der Strecke London—Birmingham läuft derzeit zunr ersten Male ein ga u,5 aus Stahl erbauter Zug. Die Londorr Midland and Scotlfh Raiiway C-o. beabsichtigt 235 Wagen der neuen Konstruktiorl in Dienst zu stellen und nach und nach alle Hotztvagen durch dies« Stahlbauten zu ersetzen. Der Boden befteihi aus gut isoliertem Zement, so daß ' die Wagen neben dem Vorzug der Dauerhaftigkeit auch ■ ein weit höheres Maß an Sicherheit bei UnglücksMerk gewährleisten. ZeibungAPaPier kann gewaschen werden. Dr. E. H. Rhodos, Professor.für industriell« Chemie an der Cornell Universität iw Staate New-Aork, Wndigt an, daß er ein-e Methode ausgoarbÄtet hat,, mit der die Druckerschwärze aus dem Papier alter Zeitungen völlig entfernt werden kann, so daß es von neuem für Dn:ckzwecke verwendbar ist. Das chemisch gereinigte Papier soll genau so dauechaft sein wie das neue, un'bedruckte Erzeugnis, nur mn etwa 10 Prozent leichter. Je nach der Mischung der ChemUaläen kann man sogar dem gewaschenen Papier ein reineres Weiß verleihen als dem ursprünglichen. Die größte astronomische Linse. In Newcastle ist von der Sowjetregierung eine Linse für ein astronomisches Fernrohr bestellt worden, welches in der Filiale der Pulkower Sternwarte in Simeis in der Krim, zur Aufftellung gelangen soll. Der Durchmesser der Linse beträgt 41 Zoll öder 1041 Millimeter und durch diase Linse wird die b'isiher größte aller Linsen, diejenige des Observatoriums von Verres bei Chikago mit 1016 Millimeter Durchnlesser, übertroffen. Trotzdem bleibt der Rekord in Teleskopen bei Amerika, welches im Spiegelteleskop von Mount-Wilsou ein Jnsttument besitzt, dessen Spiegelöffnung 2 Meter 50 Zentimeter aufweist. Eine Uhr aus Stroh. Goslar, die Stadt der Kunstuhren, ist um eine neue Uhr bereichert wovdeii. Erbauer dieser Uhr, die ganz aus Stroh besteht und sogar mlit einem Sekundenzeiger ausgestattet ist, ist her frühere Eisenbahtrlboantte Lehrte. Die Uhr, deren Wert mit einem e'benfalls aus Strch hergestellten Gewicht in Gang gehalten wird, geht einen gärigen Tag. Sve besitzt Mi Zifferblätter, zwölf Räder und 9 Pendel. Alles besteht aus einfachem Roggenstroh, Fädchen und Stiften. Enorgseverbrauch dar amerikanischen Industrie. Die dm eiMlnen JndustkieMigen (Bergbau, Landwirtschaft und Eifenlbahnen) in den Bereinigten Staaten zur Verfügung stchende. Antriebskraft beläuft sich heut« auf nrchr als ISO Miillionen Pferdestärken. Hievon entfalleil etwa ein Füirftel oder annähernd 33 Millionen Pferdestärken auf di« r-eiueit Faibrikationssweige gegenüber von 3,346.142 Pferdestärken iw Jahre IM, 1 Neue Zeppelinpläne. Wie ans Friiedrichslhafen gemeldet wird, bc» schäftigt man sich in den Zeppelin-Wecken ernsthaft mit denr Pvojekt der Schaffung von transatlant'ifchen Linken. Der PlM, eine Ueberseeverbindu n g Spanrew-Südamer4ka ' *n dre>i> Tagen erfordert jedoch andere Konstruk-biionswege. Bor allem soll die Untierlbringung der Passagiere in einer Welse gelöst werden, bk den Reisenden auch den Genuß der Seefahrt voll verschafft. Die Passagier kalb inen sollen bei diesen Schiffm nicht in der Eichen Weise hinter der Führergondel angebracht werden, sondern man erwägt ernsthaft, die Unteckunstsräume zu beiden Seiten des Schiffes etwa in halber Höhe des Ballonkörpers anzubringen öder sie aaif den Rücken der Zeppeline zu verlegen lrnd — toenn auch vorläufig noch in bescheidenen Ausmaßen — ein Promenadendeck zu schaffen, um den Reffenden die Möglichkeit einer größeren BewMngsfreiheit zu gelben. Vor allen Dingen bedmtet die geplante Neuordnung den großen Vorteil, daß der Passagier von de« stocken Motoreugeräusch fast völlig nn'belästigt vlÄbt. Telephon im Flugzeug. . Wegen des Motorgeräusches war es bisher nnmögliich gewesen, im Flugzeug zu tel-ephonieren. Dem finnffcheu Leutnant Harry Tammelin ist es nun gelungen, einen Apparat zu kanstMieren, der Delephongespräche im Flugzeug ermöglicht. Der Apparat besteht aus einem Transformator, der die Motorgeränsche ausschlließt, und einem Mikrophon, der die Stimme des Sprechenden verstäM. Finnlands Wehrminffterlium will die Erfindung für die finnische Armee verwerten, außerdem aber werden VerhaMnngen mit einer ausländischen Firma um die Erwerbung eines Weltpatents geführt. Dank diesem Apparat kW» der Pilot die Passagiere von allen Störungen in Form voir Windstößen, luftleeren Löchern, Nebel und dergl. benachrichtigen. Die Spvö^igkeit von kaltgezogenem Stahl» Im Anschluß an frühere Versuche Mer die Zerveißfestigkeit, Dehnung unh Korrosion von kaltgezogenem!, geglühtem Draht werden jetzt die Bersüchsergebnissie über Kerbschlagpr-oden mitgeteilt. Cs wurde ermittelt, daß bei Weichstahl ein Höchstwert an Sprödigkeit bei einem Glühen zwischen 800 bis 400 Grad Celsius und ein Mindeftwert zwischen 900 bis 1000 Grad Celsius erzielt wird. Gin Einfluß der krrtffchen Kaltbearibeitung bei einem GMheil zwffchen 680. bis 860 Grad Celsius konnte nicht festgestellt werden dagegorr wurde bei einem Glühen von halbhartem Stahl ein Mirrdest-- wert an Sprödigkeit bei einem Glühen von 700 Grad CeffruS gchmdew