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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-22 · Heft 2573 (22.4.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2573 (22.4.1926)
Date
1926-04-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Donnerstag JL Witwer M»rarw»ett«w» War«« ist die Fra« flelnet als ver Maaa? Mt dieser Frage beschäftigt sich Dr. Devaux in einer in der „Revue des Sciences" veröffentlichten Abhandlung, die das Problem -er Unterscheidung zwischen Art und Art von Grund aus erörtert. Arten, die in gleichen Milienverhältnisien anfwachsen, durchlaufen gleichwohl die verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung nicht mit der gleichen Schnelligkeit. So ist beispielsweise ein Esel, der, anatomisch betrachtet, mit dem Pferde große Aehnlichkeit anstveist, vollständig entwickelt und ','..r Bollreffe gelangt, in einem Alter, in dem das Pferd noch mitten im Wachstum steht. Mit drei Jahren fft der Esel vollständig ausgewachsen, tvährend das Pferd mit viereinhalb Jahren noch weitevwächst. Die gleichen Beobachtungen gelten für den Hund und den Wolf, für die Ziege und das Schaf. Ter verschiedene Verlauf ihrer Entwicklung gibt die Möglichkeit, sie in vollständig vevschicdene Kategorien emzuteilen. Das Papageiemminnchen und -Weibchen, der Rabe und oie Krähe, die sich sonst vollständig gleichen und sozusagen wie Brüder aussehen, sind nichtsdestoweniiger in physiologischer Einsicht grundverschieden und beenden ihr Wachstnnl in verschiedenen Zeiten. So gehören andererseits der Windhund midie Bulldogge, so verschieden sie in ihrem Aenßern sind, derselben Tierfamilie an, weil sic alle Phasen ihrer Entwicklung in einem genau gleichen Zeitraum durchlaufen. Sic brauchen dieselbe Zeit, r.m ausznwachscn und sind im gleichen Alter fortpflanzungsfähig. Alle diese Beobachtungen geben Dr. Dovaux den Grund;n der Behauptung, daß bei den Säugetieren das weibliche Tier in der Mehrzahl der Fälle kleiner ist als das Männchen, mir anderen Worten, daß das Weibchen geringere Zeit zum Auswachsen braucht als das Männchen, dafür aber um so rascher wächst. Ten Beweis dafür erbringt die Tatsache, Laß die geschlechtliche Reife bei den Weibchen eher eintritt als bei den Männchen. Beim Menschen ist das gleiche der Fall. Die Dauer des Wachstums ist bei der Frau kürzer als beim Mann. Alle zum Vergleich des Wachstums der Knaben und Mädchen in den Schulen aufgestellten Tabellen beweisen dies deutlich. Bei den Mädchen ist die Grenze der Beendigung des Wachstums das 17., bei den Jünglingen das 19. Jahr. Die Frau ist also körperlich eher erwachsen als der Mann; ^ftiir bleibt sic aber auch kleiner. Ler Gefangene des Temvle. Wo starb Ludwig der Siebzehnte'? Bekanntlich ist die geläufige Lesart, daß Ludwig der Siebzehnte, der Schn des unglücklichen Königspaares Ludwig des Sechzehnten und Marie Antoinette von Oesterreich, im T e m p l e während seiner Gefangenschaft gestorben sei, von verschiedenen Seiten cngefochten worden, ohne daß es aber den Prätendenten gelungen war, ihre Ansprüche beweiskräftig zu belegen. Es 'wird den französischen Ge-richten daher nicht leicht fallen, einen Prozeß zu entscheiden, den ein friedlich in dem Dorfe Srnnois bei Paris lebender „Gentleman", der von seiner Umgebung als Ludwig,'.Prinz von Bourbon" bezeichnet wird, gegen die bekannte französische Verlegssirma Larousse angestrengt hat, "weil diese in einem Lexikon den Prinzen als „Intriganten" charakterisierte, der mit dem fälsch:« Dauphin Mathurin Bruneau auf eine Stufe zu stellen sei und dessen Ansprüche nichb ernsthaft zu diskutieren seien. Durch diese Klage, der sich als Nebenklägerin. die Tochter des Prinzen", „Madelaine, Prinzessin von Bourbon", angeschlossen hat, dürfte die ganze Geschichte der Familie Naundorff aufgerollt werden. ' Der Kläger hat sich dem Gericht gegenüber bereit erklärt, ein für allemal den Beweis zu erbringen, daß der Dauphin seinerzeit nicht im Temple, sondern im Alter, von 60 Jahren in Delft in Holland g e st o r b e n sei. Er selbst sei der Enkel des Dauphins und daher ein Großenkel Ludwigs des Sechzehnten und der Marie Antoinette. . Nach den Behauptungen Naundorffs (oder des „Prinzen von Bourbon") wurde der Dauphin heimlich a u s d e m T e m p l e entfernt und ein anderes Kind an seine Stelle gesetzt. Man brachte ihn dann nach Italien, von wo 'er jedoch nach einigen Jahren unter fal sche m N am c n nach Frankreich zurückkehrte. Nachdem sich der Dauphin dann längere Zeit bei seinen Freunden vor den Nachstellungen anderer Mitglieder der Bour'bonenfamilic verborgen hätte, die ihn aus dem Weg zu räumen beabsichtigen, ließ er sich in Delft nieder. Als er dort starb, hegten die holländischen Behörden, wenigstens behauptet dies der Kläger, keinerlei Zweifel au der Persönlichkeit des Totcp, denn die offiziellen Eintragungen in den Stadtlbüchern, darunter auch eine Abschrift des Totenscheines, , sprechen von „Charles Louis de Bourbon", ,Herzog von der Normandie" (Ludwig der Siebzehnte), auch bekannt unter dem Namen Charles Guillaume Naundorfs, geboren int Schloß zu Versailles, ufro.' Auf dem Friedhof in Delft befindet sich ein Grabmal mit der Inschrift: ,-Hier ruht Ludwig der Siebzehnte, Charles Louis, Duc dr l-a Normandie, gsb. in Versailles am 27. März 1785, gest. in Delft irn August 1845". Diese Inschrift soll von der holländischen Regierung genehmigt worden sein. Wie dem auch sei, eine Pariser Zeitschrift erhielt auf eine von ihr gebrachte Notiz, daß Naundorff gegen Larousse klage, aus Sannois einen wappengeschmückten Brief, in dem de'« Kläger richtigstellend mitteilte, nicht ,Herr Naundorff", sondern „Prinz Louis Charles Jean Philippe d: Bourbon" gehe gerichtlich gegen den Verlag Larousse vor und er habe seine Papiere gut in Ordnung. Man darf also auf'den Ausgang dieses interessanten Streitfalles gespannt sein. * Landesverband Wien der Krieasinvaliden. Mvrnen um hall) 7 Uhr abends findet in der Volkshalle des Nathans^, eine Mitgliederver>ammlimg des Landesverbandes W'en der ÜriegS invaliden statt. TageSoronung: Der Kampf um die Nooel lim.nfl des Jttvalidenentschävigniigsgei'ebes. Einlaß nur gegen Vorweisung der Einladung und des Mitgliedsbuches. ——.—■i MO DEHNST NEU EINGERICHTET.. HOTEL STEFANIE Willi, II. 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Löwit/Wien, 1. Bezirk Rotenturmstraße 22 Dine. KomiptionsassSre in Zngoslawien. . Belgrad, 21. April. (Tel.-Komp.) Als Antwort auf die Drohungen Ra die', daß er eine Kampagne gegen die. Regierung wegen der Korruption im' Lande einleiten werde, hat Forstminister Dr. Nikic, der von der Radie- Partei abgefallen und im Kabinett Uzunoviz verblieben ist, gestern und heute Dokumente herausgegeben, mit denen er den Beweis erbringen will, daß auch R a d i c und seinePartei in K o r r u pti onsaffären großen Stils verwickelt, war. Minister , Nikic veröffentlicht ein Schreiben der Standard Oil C o m p a n y an den amerikanischen Gesandten in Belgrad, in welchem der Belgrader Direktor der Standard Oil-Gesellschaft berichtet, daß der Generalsekretär der Radic-Partei Pecvar im Namen und Auftrag d e s H a n d e l s m i n i st e r s 5k r a j a c bei ihm erschien und einen großen Betrag Don bei’ Stan.dard O i l f o r d er t e, wofür Handelsminister K r a j a c sich verpflichten würde, eine b e t r ä ch t l i ch e Steuerhinterziehung der Gesellschaft zu vertuschen. Handelsminister Krajac hatte in Erfahrung gebracht, daß die Standard Oil-Gesellschaft mehrere Millionen Dinar an Steuern hinterzogen habe. Demgegenüber veröffentlicht die Direktion der Belgrader Filiale der Standard Oil- Gesellschaft heute eine Erklärung, daß an den Enthüllungen über angebliche Steuerhinterziehungen der Gesellschaft keinwahresWortsei. - . 6in Svielrennmnienm in Mörla«. In Moskau fft vor kurzem ein einzigartiges Museum errichtet worden. Es ist dies das Museum der Kinderspielzeuge. In Rußland war das Spielzeug von scher ein künstliches Produkt der Bauernarbeit. Die russische^Baueruspielzeugr sind durchwegs originelle Kunstwerke; was Mri'gens durch die Tatsache bestätigt wird, daß diese Art russischer Heinckuuft auch im Aussgnde, besonders in der SpielMlgindustrie, großen Anklang figdet. Int Moskauer Mustam sind ungefähr 10.000 verschiedene Gegenstände ausgestellt. Man kann dort die Spielzeuge der aristokratischen Kinder aus den Bievzigerjahren des vorigen Jahrhunderts bewundern. Es sind ganze Puppenzimmer mit seinen Möbeln und kostbaren Einrichtungen, in denen reizende Puppen in schönen Krittolinekleidern auf kostbaren Sesseln ruhen. Daneben kann man aber auch einfache Bauernspielzeuge, Puppen aus Stroh, Lappen uisi>. Wolle, scheu. Ein Gang durch das Museum vermittelt eine Vorstellung von der Entwicklung der russischen bäuerlichen Heimkunft und ist eine aufschlußreiche Schau der Entwicklung russischer Kultur. Bierstreik? Bekanntlich haben mit Ausnahme des Brauhauses der Stadt Wien alle Wiener Brauereien den Bierpreis erhöht. Wie wir aus Gastwirtekreisen erfahren, hat die Erhöhung, die sich beim halben Liter aus fünf Groschen erstreckt, eine empfindliche Abnahme des K o n f u m s zur Folge. Außerdem verlieren viele Wirte, die zumeist in einem Abhängigkeitsverhältnis von bestimmten Brauereien stehen, ihre Stammkunden, weil diese Lokqle aussucheu, wo Wiener Brün, eben jenes der Mmeinde Wien, ansgeschenkt tvird. In einer vorgestern stattgefundenen Massenversammlung der Gastwirte wurde beschlossen, zum Zeichen irs Protestes gegen die Erhöhung der Bierpreise i e Boykott g e g e n d i e Bierbrauerei e n durchzu-- ii'i!>''eü. Ent'prekh.'nd dem ge'aß:'e>: e'chinsse wird dxr B '■ - vcrkans a b Montag den 2 0. D. eingestellt. In einer ztveiten Resolution tvird die Regierung ersucht, dl«, 22. April 1926 ,_Kt, WS Bestimmungen des sogenannten „KundenschntzvevE träges" der Brauereien zu überprüfen, da es sich hiebei um ein Kartell zur einheitlichen Festsetzung des Verkaufspreises handelt. Beide Resolutionen wurden einstimmig angenommen. Wie verlautet, sotten sich auch die AaL fecsieder der Boykottbewegung an sch ließen. Bierrehnte österreichische Klaffenlotterie. Bet der gestern abgevaltenen Ziehung deS fünfte« Tagöd der V. Klasse gewannen r 40.000 S. dar Lo8 Nr. 86.782 je 8000 S. die Lose Nr. 41.711 und 79.786; je 7000 S. die Loh Nr. 60.589 und 83.159; je 4000 S. die Lose Nr. 29721, «2.686, 71.928 und 72.263; je 8000 S. die Lose Nr. 8856. 57.792 und 58.7b2; je 2000 S die Lose Nr. 34 773. 47.587, 51.026, 55.502 und 97.721; je 1000 S. die Lose Nr 8798, 8424, 9686, 14.725, 29.782, 67.928, 68. 03, 70.501, 90 792 und 96172. Außerdem wurden 3973 Gewinne zwischen 500 und 100 S. anSgeloit. W i e n, 22. April. * Der Brvitner von Hebron. Eine luftige SteuechinberzichungSgefchichte lesen wir im ,Haareg" in Tek-Awilw. Eines Abends spazierte der Gouverneur von .Hebron durch die Straßen seiner Residenz und bcheguete einer von der Weide heimkchreudcn Ziegcnherde. Der Gouverneur hielt den Ziegenhirten an und fragte ihn loursclig, tvem wohl die herrlichen Ziegen gehörten? Ter Hirte antwortete freimütig: So und so. viele gehören diesent arabischen Besitzer, so und so viele einem anderen und so weiter. Der Gouverneur zählt gowissenhaft mit und meint: „Ganz richtig, ab^r da stehen noch zchn Ziegen zu. Wem gehören denn diese?" Der Ziegenhirt nennt die Namen zweier angvsehener Araber, woraus der Harun al Raschid sofort feststellt, daß diese Besitzer die üSrigens geringe Ziegensteucr nicht augemeldet haben. Die beiden Steuerhinter» zicher erhielten eine Arreststraf« von 48, beziehungsweise 3f Stiimden zudiktiert. » Gewitter. In den RachmittagSstunden ging gestern ein m a n n sdv r f. der Blitz in eine Schrebergarteichütte ein, ohne zu zünden. Ein Pferd lvurde durch den Blitz aetöbet und der Rauchsang demoliert. Die Bewohner des Häuschens wurden durch dert starken Donn-er vorübergchend taub. „Die Wetteworaussage lautet: Meist trüb, Niederschlage, kühl, ausfrischende westliche Winde. * Hofrat Piffl verunglückt. Ter bekannte . Pädagoge und Landesschulinspektor a. D. Hofrat R-udols Pissl ist gestern abends ichwer verunglückt. Er wollte vor dem Hawje Nr. 16 die Kärntuerstraße übersetzen und wurde von dem Mechaniker Emil Hell mit seinem Motorrad niedergestoßen und überfahren. Hofrat Pissl erlitt einen Bruch d e s r e ch t e n Oberschenkels und eine schwere . Nerv.en« erschütterung. 'Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in dre Unsallftation. * Die Lebensmüden. In einem, Hotel auf der Wieden wurde ein junger Mann, der als Johann S ilt, Student, 25 Jahre alt. gemeldet war, mit durchschossen er, rechter Sch läse tot im Bette ausgestmden. — Die 40jchrrge Private Marie Tcilek hat sich Dienstage nachts in ihrer Wohnung. 12. Bez., Ruckergasse 32. mit Leuchtgas vergiftet. — Wie berichtet, wurde am 19. d. im Wintechasen eine Lerche, die sich an der Kette des dort verankerten Sperrschifses verfangen hatte, aufgefffcht. Nun wurde festgestellt, daß der Ertrunkene der 6»rige Bäckermeister Jutms Krrmayer, Stvozzigasse 42 wohnhaft, geiwesen ist. Er hat' sich mtt S>ellbstmordavsicht am 16. d. vom Hause entfernt. :; * Zu Tode gequetscht. Als Mtttvoch vormittags eine zur Reparatur bestimmte Lokomotive aus der Reparätuvwerkstatte des Heizhauses der Franz-Joseifs-Bahn ausfuhr, wurde. der 47jähriqe Heizhausschlosser Frang W e i n st a b l, 'der auf dem Trittbrett der Maschine stand. Mischen Torpfosten^ und Tenderwand eingeklemmt. Es wurden chm mchrere Rippen gebrochen. Außerdem erlitt er innere Verletzungen. Die Rettumsgchellschast wurde wohl berufen, fand ihn aber schon als Leiche. * Eine Leiche auf den Schienen. Gestern nachts wurde auf der Bahnstrecke Wien-Stadlau die vollkommen z e rmalmte Leiche eines Mannes aufgefunden. Der Mann ist von einem gegen Wien verkchrenden Personenzng kurz vorher überfahren und getötet worden. Man fand vor dein Toten keine Dokumente, die auf seine Person schlreßen ließen. Ob Unfall oder Selbstmord vorliegt. ist auch noch nicht aufgeklärt. * Der Einbruch im Okkasionshause Messer. Wre berichtet, wurde in den Räumen des OkKaisionÄhaUises- Ephraim Messer in der Taborstraße ein Einbruch verübt, bei wem den Tätern verschiedene Stoffe und Seide im Werte,,von rund 25.0 00 Schil'lin.g in die Hände sieben. Die Tater ließen ein rotes Taschentuch mit der Märke R. W. auf dem Tatorte zurück. Mit diesem Einbruch in Zusammenhang zu stehen scheint eine Beobachtung, die eine Frau arm Sonntag abends gemacht hat; sie hat nämlich nächst dem, Geschäfte auif der. Straße ein Lohnauto stehen ge.,chen, m das em Bursche zwei Pakete hob. Das Auto fuhr dann davon. Man vermutet, daß einer der Einbrecher die ganze oder einen Ten der Beute mit dem Auto befördert hat. Die Nachforschungen nach dem Chaufferr sind bisher ergebnislos geblieben. Es ist anyunchmen, daß der Chauffeur gar nicht, gewußt hat. daß er Einbrechern gegen seinen Willen hiffreiche, Hand »bietet. Der Chauffeur wird ersucht, sich beim Poltzeckommissavtat Leopowstadt zu melden. Auf die Verhaftung der Einbrecher sind zchn Präsent des wiedererlangten Teiles der Beute auSgesetzt. * Mllionenunterschlaguttgen bei einem städtischen Wohndausbau. Der 27.jährige Bantechniker Ferdinand Nell, 12. Bez.. Fabriksgasst wohnhaft, veruntreute als merzieller Beamter der GememMtzlyen BanMellischaft G r u n d ft e i n bei dent Wohnungsneubau der Gemeinde Wien in der W e h l i st r a ß e - E n g e r t h st r a &.e feit dem Sommer vorigen Jahres durch Fälschung der HohnverrechMUgslisten Gelder in der Höhe von 105 Millionen Kronen. AlS er nun verhaftet und einvernonmren wurde» böjchulldlgte er fünf ans dem Bau beschäftigte Bet.rtebsrate, dann einen Materialvevwalter und zwei Baufchvetber. von seinen Machenschaften gewußt, urch gegen Geldgeschenke von 100 bis 1000 Schilling dazu geschwiegen m haben. Nell wurde gestern dem Landesgertchte emMtefert. Er hat im Arrest des Kommissariats Meidling sich Ml einer Rasierklinge, die er gu verstecken gewußt hat, die Pulsadern, m beiden Handgelenken zu durchschneiden Vevjucht. sich aber bloß leicht verletzt. Die acht von ihm beschuldigten Personen wurden wegen Verdachtes der Teitttchnlerschafr an der Beruntrem ung der Staatsanwaltschkst AAgeLsigt»

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