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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-17 · Heft 2568 (17.4.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2568 (17.4.1926)
Date
1926-04-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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mrs SSfCtt, ESrener MvrttenHelkairq 17. April 1928 ßhefcheivnngsvnd Alimentationsverficherms. ) Me MSrmerrechtler auf dem Keiegspfa-e. Der Bund für Männerrechte hielt Donnerstag abends in einem Gasthaus in der SchleifmiHLzasse seine Monatsversammlung ab, in der zu den Vorschlägen über Ehescherdungs- und Alimetttationsverjrcherungen Stellung genommen wurde. Sämtliche Redner verhielten sich gegenüber diesen Anregungen ablehnend. Obmann Höberth stellte zunächst fest, daß der Bund für Männerrechte nicht, wie ihm seine Gegner andichten, eine Organisation der Fraucnhafser sei. Ebensowenig ist cs richtig, sagte er, ,chaß wir die Frauen unterschätzen, zumal ja viele von uns nur deshalb ein so trauriges Familienleben führen, tveil sie die Auserwählte „überschätzt" haben. Diese betrossenen Männer, die in ihren edlen Gefühlen Hoffnungen und Idealen so schwer enttäuscht und die um ihr LebenAglück gebracht wurden, empfinden wohl Ekel and Verachtung für das unwürdige Weib, nicht aber Haß. Die Rache ist beim Mann nur eine Reflexbewegung, bei der bösen Frau hingegen verursacht sie ein P r i k e l nd e S Gefühl und das BÄmrfnis, sich zu rächen, dauert bei dem Weibe Wochen, Monate oder Jahre lang an. Wir wissen, daß es gar viele edle und brave Frauen gibt, die wm ihren unwürdigen Männern ein wahres Martyrium ausstchen müssen. Nicht wir sind Frauenfeinde, sondern jene irrenden Weiber, die die Frauenwürde in den Kot zerren. Wir verlangen nur vom Gesetzgeber Gerechtigkeit und daß die Gerichte nicht nach den toten Buchstaben veralteter Gesetze urteilen, sondern jeden einzelnen Fall individuell behandeln und dabei bedenken, daß der schwere Streit mit einer Frau nicht mit einer einmaligen Mutung endet, sondern eine lebenslängliche Inquisition ist. Leitungsmitglied Hofeneder berichtete über die vor Ostern im Parlament stattgefundsne Vorsprache. Ein hervorragender Politiker meinte, daß eine Aenderung der von uns erwähnten Gesetze schwer möglich sein wird. Er glaube jedoch, daß die Mimentationsfrage auch durch eine Alimentationsvcrsicherung gelöst weiden könnte. Eine solche Versicherung, sagte er, sei versicherungstechnisch ganz gut nwglich und die Versicherungsgesellschaften würden derartige Verpflichtungen gegen Zahlung der entsprechenden Prämien sicher eingchen. Zein Vorschlag sei ein Gegenstück zu der Ehescheidungsversicherung, die von der bekannten Frauenrechtlerin Karin Michaelis propagiert werde. Ich habe das Empfinden, daß die politischen Parteien, wenn auf sie nicht der notwendige Druck ausgeübt wird, sich nicht gerne mit unseren Forderungen beschäftigen werden. Die einen fürchten, daß mit der Mimentationssrage auch an dem Eherecht gerüttelt wird, die anderen wieder glauben, aus politischen Gründen sich mit unseren Forderungen nicht befreunden Kimen, tveil die Frauen jetzt hochgeschätzte Wählerinnen sind. Auch meinen die politischen Parteien, daß die Zahl derjenigen, die unHr den Auswüchsen der Frauenemanzipation leiden, eine schr germge ist und bei Wahlen nicht in Betracht kommt. Diese Auffassung ist eine irrige, denn mit uns fühlen viele Hundertrau sende in Stadt und Land. Unsere Forderung, daß die Blutprobe bei Feststellung der Vaterschaft anerkannt wird, liegt im Interesse der öffenüichen Moral. Es werden sich dann nicht, nur die Mütter unehelicher Kinder hüten, einen Mann fälschlich der Vaterschaft zu beschuldigen, sondern auch die Ehefrauen werden sich mehr als bisher davor hüten, die Ehen zu brechen, wenn durch die .Blutuntersuchung des Kindes her Ehebruch verraten wird. Wenn wir erreichen, daß die Gesetze dahin abgeändert werden, daß geschiedene Frauen, wenn sie arbeitsfähig sind, und ein Einkommen haben, das ihr Existenzminimmn erreicht, nicht alimentationsberechtigt sind, dann wird der Anreiz zur Ehescheidung und der Alnnentationsspekulation entfallen und werden sich dann viele die Mühe geben, gute Ehefrauen zu werden. Das Gleiche gilt für die Spekulation mit unehelichen Kindern. Durch die Angleichung des österreichischen an das deutsche Paternitätsgesetz, gegen das die Frauenrechtlerinnen Sturm laufen, würde Kveisellos die öffentliche Moral gehoben werden, denn dann würde es sich so manche Frauensperson überlegen, mit mehreren Männern zugleich zu verkehren, weil sie befürchten müßte, den Anspruch ans Alimente zu verlieren. Lokomotivführer S e m h a k warnte vor den Gefahren der Fraueiremanzipation und des Feminismus. Diese Bestrebungen laufen daraus hinaus, den Frauen ein Uebergowicht im Staate zu verschaffen, den Werberstaat zu errichten, m welchem nur mchr der Mann das Männchen ist, gut genug, den Liebesbedürfnissen der Frauen zu dienen oder Kulravbert zu verrichten. Den Vorschlag der Aknnentenversicherung müssen wir ebenso ablehnen, wie dre Ehescheidungsoersicherung der Frauen, wie sie die Karin Michaelis empfiehlt. Hauptmann A h s b a h s stimmte einen schr kriegerischen Ton an. Er sagte: Wenn es Parteien gibt, die die U n terd r ü ck u n g und Versklavung der Männer durch das internationale Pantosfelreglmeut and durch feministische Gesetze betreiben wollen, um recht mele weibliche Stimmen bei den Wahlen zu bekommen, dann, werden wir ihnen in diese Rechnung einen Strich machen. Auch unsere Bauern werden diesen Herrschaften ihre Meinung sagen. Der Bericht der Berbandsleitunz wurde zur Kenntnis genommen vnd beschlossen, jeden Vorschlag über Alimentation Sversicherun gen, mag er von was immer flir «ver Seite kommen, abznlehnen. der Muitekta«, Bekanntlich hat sich vor kurzem unter dem Ghrenvovsitz der Mutter des Bundespräsidenten, Frau Marianne H a inisch, ein Komitee gebildet, das die Absicht hat, den in verschiedenen Ländern Europas und Amerikas bereits eingeführten Mutterrag auch in Oesterreich einzuführen. Die Einrichtirng des Muttertages bezweckt, einen Tag im Jahre dem Gefühle der E l t e r n v e r e h r u n g, namentlich der Ehrung der Mutter, dienstbar zu machen. Gestern fand in den Räumen der Landesregierung eine Sitzung des vorbereitenden Komitees statt, an der u. a. auch Bundesprästdent H a i n is ch, Landeshauptmann Doktor B r. r c Z ch und Polizeipräsident Schober teilnahmen. Frau Marianne H a i n i s ch tmirdigte die Bedeutung des angeregten Tages. Es sprachen ferner die Vertretet der beteiligten Ministerien, Rabbiner Feuchtwan g und Delegierte der weiblichen Jugend. Frau Tr. Milt s ch i tt s f y behandelte Zweck und Ziel des Muttertages, der in Amerika bereits zum S t a a t s f c i c r t a g erhoben ist. Der Muttertag soll am 9. Mai stattfinden. Es wurde auch der Beschluß gefaßt, dahin zu wirken, daß in jedem Jahre der zweite Sonntag im Monat Mai als Muttertag bestimmt und gefeiert werden soll. Es ist keine öss e n t l i ch e Fe i e r, sondern eine Feier im Rahmen der Familie gedacht, doch soll es auch möglich gemacht werden, jene Mütter zu erfreuen, die keine Angehörigen mehr haben. ErmMsimg der Lustbarleitsabgabe für die Theater im Sommer. 'Koch int Monat Älpril wird der Wiener Landtag das Gesetz über die Einhcbung der Lustbarkcitsabgabe ändern. Es wird eine bÄeulende Herabsetzung der L u st b a r k e i t s st e u e r flir d:c Theater in vor Zei: vom 1. Mai bis 31. August vorgeschlagen werden. Prosa- und Opernbühnen, die gegenwärtig sieben Prozent Lustbarkeitsabgabe zahlen, werden während dieser vier Sommermonate nur fünf Prozent zahlen. Die Operettentheater statt fünfzehn nur z e h ri Prozent zu entrichten haben. Diese Steuerermäßigungen sind an die Voraussetzung gebunden, daß der Betrieb dieser Bühnen nicht länger als vierzehn Tage gesperrt bleibt. Wien, 17. April 1920. * Das Wetter. Das sommerliche Schönwetter hielt auch Sern an. Die Voraussage weist auf eine Aendenmg hin. Sie lte:: Zunehmende Bewölkung, zeitwe.se leichter R gcn nicht ausgeschlossen, warm, in den Nördalpen starker Föhn. * Sofie Grünfeld. Wir werden um Ausnahme folgender Danksagt ng ersucht: „Ue-berwältigt von den vielen Beweisen der Anerkennung und persönlichen Sympathie, die mir anläßlich meines 70. Geburtstages zuteil wurden, kann ich nur auf diesem Wege meinen Dank zum Ausdruck bringen. Mein inniger Dank gebührt vor allem Herrn Brndeskanzler Doktor F a .P 2 k, dem Bundesamt für soziale Fürsorge, dem Präsidium der israelitischen Kultusgemeinde sowie den Vereinen und Kor» poratronen, die mich durch Deputationen ausgezeichnet haben, und allen Freunden, die mich ats nah und fern beglückwünschten." . * 90. Geburtstag des Hofrates Professor Dr. Gustav Tschermak. Am 19. d. vollendet der Altmeister der Mineralogie und Petrographie Gustav Tschermak-Sevscuegg lein' 90. Lebens^iahr. Der zu Littauen in Mähren geborene Geehrte war zunächst am Hoim incralienkadinet: tätig, welches er bis 1877 als Direktor leitete. 1869 wurde er zum ordentlichen Professor an der Wiener Universität ernannt, bald darauf zum wirklichen Mitglied der ALademie der Wissenschaften gewählt. * Tödlicher Unfall eines Eisenbahnschaffners. Aus Mödling wird ans berichtet: D.r 55jährige Kondukteur der Süidbahn Josef BrZ.un stürzte aus der Heimfahrt von Guntramsdorf nach wcodlmg aus der Reichsstraße von einem Wagen und erlitt hiebei einen Schädelbasisbruch. Ei starb im Spital. * Tod durch Leuchtgas. Gestern vormitags wurde der olstaihvige Buchdrucker Martin Boden. Bränhausgasse 34 in jetner mit Leuchtgas erfüllten Wohnung leblos äufgefundeu. Der Hahn der Gasleitung war nur Halo abgedreht. Me Rettungsgesellscha>ft konnte nur mchr den Eintritt dcs Todes f>eststellen. Augenscheinlich handelt es sich um einen unglücklichen Uusall. * Ein Veteran der deutschen Palästinasorfchrntg Mörben. Aus H a i f a trifn die Nachricht ein, dag dort Baura: Gottlivb Schumacher m hohem Greisenalter gestorben ist. Baurat Schumacher, der seit länger als einem Menschenarter in Haifa gelebt chat, hat sich u,m die deutschen Templcrkolonien in Palästina sehr verdien: gemacht, ebenso um den deutschen V rein zur Erforschung Palästinas m Leipzig, den, auch viele jüdische gelehrte Gesellschaften angeschlossen sin:. Schumacher leistete Hervorragendes in der Topographie Palästinas h'iid Syriens und in der Beschreibung d s Lebens der Einwohner. Für den Palestine Exploration Fund leistete er die ersten Landes- und sonstigen wichtigen topographischen Aufnahmen nebst beschreibendem Text. Das bedeutendste Werk, das er geschaffen hatte, ist die Verarbeitung d s Riesenma.rrials seiner Landesvermessung die er zu weitaus größten Teil im Anfnag des deutschen Palästina- Vereins von 1885 bis 1914 ausgesührt har. * Ausflugsverkchr in das Hochschwabgebiet. Seit 11. d. verkehrt in der Strecke Kapfenberg—Au-Seewwsen an Sonntagen und^ani 1. Mai d r Ing 2551 a (ab Kapfenberg 3 Uhr 45. an Au-Seewiesen 6 Uhr 10). Dieser Zug bietet in Kapfenberg einen günstigen Anschluß von dem Wiener Personenzug 615 (Wien- Südbahnho' ab 22 Uhr 45, Kapfenberg an 3 Uhr 31). Hiedurch wird für die Besucher des Hochschwabgebietes an Sonntagen und am 1. Mai eine günstige Reifeg.'legerchei: hergestellt. Bortriige, Vereine, Versammlungen. Wiener B e t b - H a m i d r a s ch. 3. Bez, Ferdinandstrabe 33. 4 Uhr: Lektor Dr. S. Rubi»' .Die ReinhettSvorschriflon der Bibel*. — Beretuigung jüdticher Hörer an derHochlchule für Welthandel. ^Heute. 3 Uhr nachmittags, findet im Saale «Zukunft*. 8. Bez., Bennovlad 1, die ordentliche GenerqlVersammlung für das Sommersemester 1926 statt, an welche sich ein Bmtraa deS Präsidenten des Hoch chulausschusses stuck Gelber über „Studenten'»« und AoltStum schließt. — M a im o n i d e S I n st i t tt t, Hetzaaffe Nr. 40. Heute, 4 bis 5 Uhr. Dr. N Go dste u „Midrasch rabba . Jüdisches JugeMorps Brich Hazofim. Heute Ubr, fincet im Lokale des Brith Hazottm. Rembrandtstraße 18 (Souterraini, ein Heimabend statt, zu »-elcl em alle Mitglieder er'che «en müssen. Gäste w'llkommen Morgen! Sonntag ist e ne?l'.'>'tralwattdciM!g. Tresspnnlt r- ‘/ß Uhr, Hiittel- ' dors. Erschewett Pfl'cht. Kunst, Bühne, Buch. .«enu ich König wäre." (Erstaufführung in der Dolksoper.) Der Titel klingt ein wenig antiquiert, doch das Libretto P heute boinaihe wieder aktuell. Daß der arme Fischer, der König sein möchte, um die vor« ihm geliebte Prinzefsin Heiraten zu können, durch die Laune des Regenten für einen einzigen Dag auf den Königsthron gesetzt wird, mutet in der ganzen szenischen Aufmachung heute wie eine Parodie auf das Königtum an. Und das luftigste an dieser Parodie ist, daß der arme Teufel feine Rolle als König viel besser spielt als das gekrönte 'Staatsoberhaupt. Die Musik dazu schrieb der Franzose Adolphe Adam, der Komponist des- „Postillon von Lonjumeau". Er 'sollte Gelehrter werden, zog es aber vor, sich in der Mufilk von der Pauke an hinaufzudienen. Er ging durch die Schule Boieldieus, betätigte sich zeittveilig als Opernunternehmer und als Mustkfchriftstellcr und schrieb außerdem nicht weniger als 58 Opern, die 'bald ein Jahrhundert alt sind, also Anspruch auf einige Nachsicht haben. Immerhin sind Adam und süine Musik noch heute besser als ihr Ruf, und um den „verflachten Salonstil" r.nd die viel verlästerte ,^Banalität" steht es bei Adam nicht schlimmer als bei feinen Zeitgenossen. Im Gogenteil! Seine leichtfüßige Musik hat noch immer Charme in der Melodik, Grazie m der Rhythmik, mögen auch die einst leuchtenden Koloraiuren den Most der Zeit angefetzt haben. Wie viel m-nfvkalischer Witz steckt doch noch immer in dem Wein- und Lachductt des dritten Aktes, wie viel Theatevtvirkung int Trinklied! Und wenn etiva ein in Wort und Weife gleich seichtes Duett versichert: „Das schönste von allem, es ist doch die Frau", so nmg man sich darüber freuen, daß diese alten, leichte,!, harmlosen Opern noch nicht von literarischer Tiefgründigkeit niodergedvückl wunden. Die Aufführung war — unter Berücksichtigung der belamiten Milderungsgründe, ivelche die Volksoper für. sich in Anspruch nimmt — ganz ausgezeichnet. Die von Max H a a s geführte Regie klappte — wenn auch die königliche Barke einmal auf dem Bühnensand festlief — und die Ballettdamen warfen ihre Beine so fesch und dekorativ wie in einer modernen Revue. Schr gut war Herr Dr. Kroegler, dessen starke Begabung als Tenor und als denkender Schauspioler immer mehr in den Vordergrund tritt; Frau Böhm war eine sichere Koloratursängerm, Frau Bäck ein liebreizeudes Fischermädchen. Würdevoll sang Herr Tiemer den Köngi, zu wenig dämonisch Herr Rössel- M a j d a n den pechschwarzen Dösewicht. Mil den Darstellern konnte der stilsichcre Kapellmeister Dr. Lud-wig K a i s e r wiederholt für den stürmischen Beifall danken, fkb. Ans den Theatern. Burgtlieater. Moraen, 3 Uhr nachmittags. ,D t r Alpenkönigundder Menschen feind." Abends. Vj8 Uhr, „G a b r i e! S ch i l l t n g s Flucht". (tAbormement l. Gruppe.) Akavemtetüeater. Morgen, 3 Uhr nachmittags, ^Garten derJugend". Avends V,8 Uhr, „Di c z erbrochene Leiter". Deutsches Volkstheater. Als Nachmittagsvorstellungen, '/,4 Uhr. si d für heute „M u t t e r S o r g e", ür morgen „SptelvonTodundLrebe" mit Alexander M o i s t i angeletzt. „H a m l e t" m der modernen Jnlzenierung wird heute, morgen und Dienstag gefptelk. Modernes Theater. Heute und tag'ich „F r ä n* leinJosettem e i n e F r a u" mit Hugo Werner^ Kahle. Beginn 8 Uhr. Rompntikevabend des Wiener kaufmümtischen Gesang« Vereins. Anläßlich des 100. Todestages Karl Maria v. Webers, veranstalte: der Wiener kaufmännische Gejangverein Donnerstag den 29. d. um halb 8 Uhr abends im Großen Musiürereinssral einen Romantikerabcnd, bei welchem der kügstich ins Leben gerufene eigene Damenchor das erstemal vor die O-ffentlichkoit tritt. Bei dem oom Dirlgenten Professor Ferdinand Großmann geleiteten Konzert gelangen außer ■ der „Ernkintate" von Karl Maria v. Weber Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Franz Schubert zur Aufführung. Als Solisten wirken mit: die Opernsängerinnen Frau Margit Huber-Mende und Klara Frenzl sowie die 'Veveinsmitgliedrr, die Herren Ladislaus K.'meny. Julius Klei'mind, Richard Weiß und Artur Reichmanü. Die vierhändige 5blavierbegleitung besorgen die Herren Karl u#> Anton Pilsa.' Skandal in einem Warschauer Kabarett. In dem Warschauer Kabarett Persisches Auge kanr es ivährend. der humoristischen Vorträge des Komikers Lawrnskh, der ein monarchistisches polnisches Sprichwort persiflierte, zu antirepublikanischen Dkanvalen. Die im Hanse anwesenden Monarchisten pfiffen und bewarfen Szene urw Darsteller mit faulen E'ern. Das Orchester wurde gezwungen, die Nationalhymne zu spielen und erst nach einer halben Stunde gelang es der Polizei, die Ruhe wieder .herzustellen. __ Bücherelniaus. Emil Bernhard Kohn: Legenden. Georg-Müller-Berlag, München. Karl Benhovchflh: Erinuerungen eines Detektivs. Verlag Moritz Perkes, Wien. Herders Bücherbote. Mitteilungen des Verlages Herder u. Co., Freiburg i. Br Rabbiner Dr. A. Kamiuka: Moses M a i m o nid e s als geistiger Führer in unserem Zeitalter. Verlag des Mavmonid^-Jnstituts, Wien. Rrrdioprogramm. Heute Samstag den 17. April. 16 Uhr 16 Min.: Nachmittagsko-.zert. M'.wt'end ^vu^rliangeun He.ene Hamach. — 18 Uhr» Anastasius-Glün-Feier <11 Apttl 1d06 geb. Anastasius Grün) Aus des Dichters Lebenswerk. Geiprochen von Dr. Werner Riemerlchmied. Einleitende Worte: Dr. Hans Nüchtern - 19 Uhr 30 Mi«, r Stunde der Landwirtschaft. Die Milchver orgung W>enS Kommerstaltat Obetdtrektor Franz Hoffmann — 2V Ubrr Opereitenaufführung ^Dte lustige Witwe" von Franz Lehar. — Heitere Abend-Tanzmusik. i

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