Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2566 (15.4.1926)
- Date
- 1926-04-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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GllM 6 SBtett, DoMNeWg Streik der Variier Vrleftrikaer. Aas Paris wird gsmeKet: Die Briefträger M Briefe u«d Druckfachen des Poröser Hauptpostamtes . haben gestern um 3 Uhr nachmittags dte Arbeit eingestellt. Ein großes Pckyeiaufgebot sichert die Ordnung. Der SchaLerdrenst ist fichergesteD. Mne KmGaeS»ng der SfftmMchen Angestellten. Die ftmmrumstkschen Gewerkschaften der Angestellteir der öffentlichen Betriebe halben trotz des Verbotes seitens der Regierung beschlossen, die beabsichtigte Kundgebung abends auf der Place de l'Opera und vor dem .Bahnhof Saint-Lazare abzuhalten. Ein st a r k e s Polizeiaufgebot überwacht die Straßen, die zur Oper führen. Die Hauptbahnhöfe werden chensalls bewacht. Bicher wird kein Zwischenfall gemeldet. Verfolgtms der iemeuitischen Jude». Aus Haifa wird uns berichtet: Nach einer Meldung des hier icjchemendcn arabischen Blattes ,Farmel" hat der I m a m d e s Jemen, Jachjah Tamid cl Din, eine Verordnung erlassen, wonach das Vermögen jener Juden im Jennm, die nach Palästina auswandern, zugunsten d.'s Staatsfiskus verfällt. Den Juden steh: dagegen gar kein Rechtsmittel zu. Die meisten aus dem Jemen ausgewanderten Juden sind hierzu infolge der un. menschlichen Bedrückungen gezwungen. Nun sollen fie dafür noch besonders bestraft werden. Rede« VHUionen ungesetzliche Kuwauder«. Aus Washington wird uns berichtet: Das sozialistische Mitgl'iod des Kongresses Viktor Berger brachte einen Gesetzantrag ein, durch welchen den sogenannten ungesetzlichen Einwanderern die Möglrchkeit geboten werden soll, legal in Amerika zu bleiben. Der Antragsteller verweist daraus, daß 7 Millwnen Bewohner von Amerika zu verschrienen Zeiten auf ungesetzliche Weife ms Land gekommen seren und eigentlich jetzt aus dem Lande gewiesen werden müßten, falls ihnen die Anerkennung ihres gesetzlichen Lluseirthaltes verweigert würde. Der größte Teil dieser 7 Millionen „Ungesetzlichen" habe sich in Amerika ehrliche Existenzen geschaffen und ist ein Nutzen für die Vereinigten Staaten. Diese Einwanderer haben ihre Frauen mitgebracht und ihre Kinder sind in Amerika geboren. Ihre Deportierung wäre gleichb.-deutend mit dem völligen Rum, fast mit der Ermordung dieser Familien. Kongreßmitglied Berger schlägt deshalb vor, daß cs allen diesen ungesetzlich eingewanderten Personen tnögllch gemacht werde, durch freiwillige Meldung und Erlag einer Strafe von 25 Dollar die Gesetzlichkeit ihres Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten zu erlangen. Berger verurteilt auch den Plan einer Registrierung der Eingewanderten, well dieser Vorschlag gegen die Grundsätze der amerikanischen Verfassung verstoße und ein Spitzelsystem in den Bereinigten Staaten schaffen würde. Bom RegeWekn zum Schmuckring. Der Ring war bei den hochentwickelten Kulturvölkern der Vergangenhell als ein Symbol der Mach: und Würde anzuschen. Ssne Entstehung verdankte er dem Bedürfnis, stets ein Siegel zur.Hand zu haben, das in seiner ursprünglichen Form als Zylinder an einer Schnur oder Kette um den Hals getragen wucke. Zur Zeit des mittleren Reiches gab ittatt in Aegypten dem Siegelft-eiut die Form eines Käsers, dessen flache untere Seite die Gravierung trägt, einen Namen oder glückvechmßniden Hieroglyphen.. Verwendung fanden hisfür minder wertvolle Steine oder Glas, später vereinzelt auch Fayence. Dieses dem SkarMüs nachgMdete Siegel legte man mit eine-m durchgezogenen Stück Golddraht an den Finger, so daß die aus ber. Han: getragene Stege.* fläche zum Gebrauch nach außen gewandt wecken konnte. Durch schneckenförmige Windung der durchgezogenen Drahtenden be- ‘ festigte man den Käserstein. Statt des Steines diente später .eine Verdickung des Ringes seWst zur Ausnahme der Siegetzeichen, ein Verfahren, das noch bis in unsere Zeit gebräuchlich ist, nachdem der Ring schon längst seinen ursprünglichen Charakter als Siegel- Werkzeug verloren und zum bevorzugten Schmuckstück an der Hand des Älannes und noch nrehr an jener der Frau geworden ist, wenn nicht seine Eigenschaft als Trauring ihm einen R^t von sym- ■ bclischer Bedeutung zuerteilt. Uebrigens sind unsere glatten, schmucklosen Eheringe eine noch recht junge Einrichtung, und erst im 19. Jahrhundert allgemein gebräuchlich geworden. Eine besondere Wege hat das Mittelalter dem Ring gewidmet, der damals noch als ein bedeutungsvolles Sinnbild gal: und als Siegelring oder Amtszeichen im Gebrauch war. Neben , den: Zepter bildete er das Belchnnngszeichen hoher Würdenträger. Gegen Ende des Zeitalters verficht der herrschende Geschmack die Braut- und Freundschastsringe cm der Außenseite mit vundlausenden Inschriften. Bekannt als Beispiel dieser Art ist jener Ring des Fvangipani, den ihren: als kaiserlichen Heerführer in Italien wellenden Gatten die Gräfin Frangipani zum Zeichen chÄrcher Treue sandte. NachbAdungen dieser Frangipani-RingeS sind m jüngster Zeit wieder als Eheringe vevwendet worden, nachdem Berlobungsvinge mit ineinandergeleyten Händen vorübergehend eine Wiedergeburt der Empfindsamkeit Vovgstäuscht hatten. Nuei Versoue« vermißt. Entsührrmg einer Tänzerin. Sei: 11. d. ist die Tän erin Lia H e l l h, 18 Jahre alt, Bezirk, Wolumistraße 18, wohnhaft, verschwurcken. Wie tMrmt, wurde sie von einem Mann namens Deszö qm VI. d. um 8 Uhr früh mit einem Auto von ihrer Wohnung adyeholt, um eine» Ausslug nach Preß bürg zu machen. Nach einer der Polizei zugeiommenen Mitteilung fott lie ber Mann nach Monte Carlo entführt haben. Seit 1. d. ist der Hilfsarbeiter Silvester I u n g m a n n, l l. Bezirk, Hauptstraße 119, wohnhaft, aus seiner Wohnung abgängig. Er ist Angestellter der Zem«lsrÄ»hojverwaltuno. Sin Semeiodeftavloa auf der Hohen Karle. Badeanlage und LurnplStze. Die Gemeinde Wien hat die von der ehemaligen Film- 'gejellschrft Dreamland auf der Hohen Warte errichteten Anlagen angetanst und wird ein großes Sömmerdaerrichten. Dieses Schwimmbad, das in Verbindung mit ctnem prächtigen Luft- und Sonnenbad und Turnplätzen sichen wird, stellt infolge seiner unmittelbaren Nachbarschaft zu dem bekannten großen Fußballplatz des Ersten Wiener Fußballklub, der bereits Eigentunt der Gemeinde ist, das schon lange für Wien erstrebte Stadion dar. Ueber diese für Wien so wichtige Angelegenheit berichtete gestern der amtsführende Stadtrat Ko kr da im Gerneinderatsausschuß für Wirtischaftsangelegenheiten. Die zu erwerbenden Grundflächen werden von ten Straßenzügen der Hohen Warte und der verlängerten Dionys-Andrüssy-Gassc begrenzt. Es befinden sich auf ihnen die Filmaufnahmestellen der Dreamland Company. Ter Umfang der Grundflächen ist 18.176 Quadratmeter. Infolge der Betriebseinstellung werden seit längerer Zeit die dort errichteten Baulichkeiten der Filmgesellschaft nicht mehr benützt. Das Filmaufnehmsatelier eignet sich vorzüglich für ein Badebasin, das ungefähr so groß werden wird wie das im Jörgerbad. Die angegliederten Garderoberäume und Dekorationsnragazine können als Umkleidegelegenheiten für die Badegäste verwende werden. Ein vorhandenes Kesselhaus dient für die Vorwärmung des Badewassers. Die großen Tore der Halle führen ans ein sonniges, freies Gelände mit einem wunderbaren Blick auf Wien. Es wird das größte und schönste Licht- und Sonnenbad werden, dessen sich eine Großstadt rühmen kann. Dem Platz kommt aber auch die sehr gute Stadt- und Straßenbahriverbindung zustatten. Der Gemeinderatsausschuß hat dem Ankauf der Grundflächen und Liegenschaften zugostimm.t. Die Gemeinde hat sich bei dem Ankauf der Vermittlung des Dorotheums bedient. Der Kaufpreis ist 568.000 Schilling. Sobald d:r Gemeinderat den Ankauf genehmigt hat, wird sofort mit den Herstellungsarbeitcn begonnen, werden. . zwei Kinver verbrannt. Grobe Fahrlässigkeit der Mutter. Ein schreckliches Unglück hat sich gestern gegen Mittag im Hanse 14. Bez., Goldschlagstraße 45, , zngetragen. Im dritten Stockwerke bewohnt die geschiedene Eisenbahnersgattin Leopoldine Zimmerl mit ihren beiden Kindern, dem dreijährigen Willi und der drei Monate alten Gertrud eine aus Zimmer und Küche bestehende Wohnung. Gestern hat die Frau die beiden Kinder in der Wohnung eingejchlossen und ist nach Angabe der Nachbarn in die Umgebung Wiens gefahren, um Blumen zunr Verkaufe zu pflücken. Gegen 11 Uhr vormittags bemerkten die Nachbarn, daß Rauch aus dem Zimmer drang. Die Feuerwehr wurde alarmiert und die Türe erbrochen. Im Bette lag erstickt der dreijährige Knabe und in einem Korb daneben angesengt der Säugling, ebenfalls tot. In der Umgebung erregte der Brand selbst, noch mehr aber das Bekanntwerden des Berbrennungstodes der. beiden Kinder, 'riesiges Aufsehen. Menschenmaflen stauten sich in der Goldschlagstraße, so daß ein größeres Polizeiaufgebot ausrückeu mußte, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Mutter der beiden Kinder, über deren Leichtsinn sich in der erregten' Menge großer Unmut äußerte, war bis in die ersten Nachnnttagsstunden nicht zurückgekehrt. Die polizeilichen Erhebungen ergaben, daß der dreijährige Knabe tvahrscheinlich mit einer Zü n dholzschachtel gespielt mü> dabei ein Zündholz in Brand gesteckt hat, das dann den Strohsack entzündete. Die Kinder sind an dem Rauch, der sich entwickelte, e rst i ck t. Die Leichen werden obduziert. Gegen die' Mutier wurde die Anzeige wegen Vernachlässigung der pflichtgemäßen Obsorge erstattet. Chewra Kadischa für die westliche« »«Ucke Wie«». Generalversammlung. Eine Generalversammlung einer mehr als 60 JCyre alten Vereinigung wird wohl selten den Eindruck einer großen Versammlung Hervorrufen; wenn aber nun, wie hier, der größte Teil der Mitglieder erscheint, da muß es in der alten Vereinigung jung s Loben geben. Die Chewra Kodischa Fünfhaus übt nicht nur die fromme Tätigkeit der heiligen Brüderschaft aus, sondern bekümmert sich um die Armen und Kranken dieser Bezirke, subventioniert verschiedene Wohlfahrtsvereine, vor allem den Ausspoifungsverein, und steht an der Spitze der Zentralisierung der jüdischen Fürsorgetätigkeit in >den westlichen Bezirken Wiens. Besonders bemerkenswert ist, daß ein eigenes Sekretariat, das täglich zwei Stunden amtiert, Gelegenheit findet, jeden Fürsorgefall individuell zu behandeln. . In der Versammlung, in welcher von dem Präsidenten, Herrn Oskar Goldschmied, das Referat erstattet wurde, zeigte es sich, wie schr die Mitglieder der Vereinigung Mitarbeiten. Es gab nicht, wie sonst in Generalversammlungen, kleinliche Nörgeleien, sondern verschiedene wertvolle Anregungen zu weiterer Arbeit. Die Insassen des jüdischen Obdachlosenasyls, die Besucher der Armenausspeisung benötigen vielgestaltige Hilfe, daß die mitfühlenden Juden dieser' Bezirke zu immer erweiterter Fürsorgstädigkeit angespornt werden. Unter der Führung des Präsidenten dieser Chewra Kadischa und seiner Mitarbeiter, von denen besonders der Mitbegründ.r des Ausspeijungsvereins, Herr Joses L ö w h, zu erwähnen ist, wird hier manches Mustergültig? geleistet. S.?(. 18. flftff 1956 Nr. SM Kleines Allerlek. Man findet in den Irrenhäusern nur selten rochaarlW Insassen. Eine Nachfrage in 20 Asylen ergab nicht eine einige rothaarige Person. * Das Marmarameer ist das kleinste Meer der Erde. * Nach Prozenten gerechnet sind die Zigeuner 87, die 8$o< mannt 79, die Germanen '77 und die Eskimos rau 15. Prozent m,Malisch. Aus dem Gipfel Aetna befindet sich sin kochender Lava.se?. * Auf der Halbinsel Ehalk'idike in Drazedonieu liegt die Mönchrepuvlik Aihos, aus 20 Klöstern ntit 500 Mönchen bestehend, die nie von einem weiblichen Wasen betreten wecken darf. Selbst weibliche Tiere sind dort ausgcfchloflen. Es gibt 90 verschiedene Arten des GhamÄeörw, das meist in M'ika und auf Madagaskar heimisch ist. Der größte Funkturm der Welt steht in SBnigswufter- Hausen. Er hat eine Höhe von 283 Meter und eine Weickeltreppe mit 1000 Stufen. * Die amerikanische Union besitzt drei Naturwunder: den Feuevsec des Kilania auf Hcvwai, den Grand langon und die Niagarafälle bei Buffalo. * Jedes Jahr werden Millionen von leeve» Bier» «nö Minerabmassevflaschen achtlos fortgeworfen. Mein in dm EisenbahnP'rgcn findet man täglich deren hunderte. -r- Jn einem Flugzeug auf der Luftlinie Paris—Loudou können die Passagiere die internationalen Radiajktmzerte an-- hören. * Die neueste amerikanische Erfindung ist ein Rabr^ entpsänger im Pfeifenkopf. Der Besitzer eures solchen kamt überall seine Pfeife rauchen und Radio hören, * In der offiziellen Liste der Londoner BevöLkerungskontrolle sind 12.000 Ehemänner als verloren oderverirrt aufgoführt. * Im Londoner Zoo wird ein Mventiger gegeigt, dessen Vater ein Löwe, die Mutter eine Tigerin ist. Das Dier weist die Eigenschaften beider Eltern in meckwückiger Mischung auf. Wien, 15. ApK. * Das Wetter. Das Schönwetter hat auch gestern augehaltcn. Die Voraussage kündigt weitere TemperarurMnahme an. * Oberftftldrabbiner Israel Kaplan gestorben. Dieser Tage starb in Kowno im Wer von 46 Jchren der oberste Feldravbiner der litauischen Arniee, Btajor Rabbi Israel Kaplan. Die Bestattung fand unter großer Beteiligung und mir militärischem Gepränge statt. Mehrere Rabbiner hielten ihm Nachrufe. * Ernennung. Ter Bunidespräsident hat den außerordentlichen Professor an der Universität in Wien, Dr. Leovovd Arzt, zum ordentlichen Professor für D-'rmatologie und SypWs au der Universität in Innsbruck ernannt. * Die Todesfälle im Badmer SäugliWÄheim. Das Zita- Heim für Wöchnerinnen und Säuglinge m Baven bei Wien ersucht uns. festzustcllen, daß die Säugbingstodesfälle, die als Folge einer Diphtiherieschutztmpfung eing:treten. sind und den Gegenstand vielfacher Erörterungen schon seit ein-'m Jahve bilden, sich im „Säuglingsheim". Baden, Wienerstraße, ereignet haben, das dem Landesjugendamt Wien untersteht, und nicht in dem der Gesellschaft für erweiterte Frauenblldung und Frauenberufe in Baden gehörigen „Zita-Heim für Wöchnerinnen und Säuglrnge", das mit einer Hilsspflegerinnenschule verbunden ist und sich am Frauzensring 50 befmdet. * Das Auto in der Auslage. Gestern vormittags wollte m der Wickner Hauptstraße, Ecke Suttnerpbotz, der Kaufmann Richard Bettelheim, Taborstraße 52 wohnhaft, mit seinem Auto einem einspännigen Fuhrwerk, das der 32iährige Kutscher Johann Neunteufel lenkte, ausweichen. Es erfolgte ein Zusammenstoß und das Auto fuge, auf den Gehsteig und in ine Auslage des Modewarenhauses Stern. Dübei wurden Pier' Fvcmen, die vor der Auslage standen, nieüergestoßen und verletzt, und zwar die 30jährige Köchin Gertrud R a. n t s ch. die 33jHrige Private Anna Springaus, die 38jährige Verkäuferin Josefa Lermann und die Private Marie Bogdalt. lieber .die Schuldfrage sind die Ansichten der Augenzeugen geteilt. '* Seit fünf Jahren gesucht. In Berlin wucke der SSjohrige Mechaniker Franz Slavik aus Wien wegen UrVunden- Wschung verhaftet. Er hat zugegeben, in der Nacht zunr 31. iNärz 1921 den auMhenerregenden Einbruch bei der Strickererwarensirma Bernhard Altmann im Maggihof auf dem Wiedener Gürtel begangen zu haben. Damals wuckert aus einer eisernen Kasse öfterretckifches Geld und fremde Valuten in der zu der Zeit sehr ausehnlichett Höhe von 17 Millidnmr Kronen gestohlen. Er wucke sercher vergeblich verfolgt. * Die Zahl der Leichenverbreunungen nimmt zu. Das Mümer Krenratorium wird nun feit drei Iah reit bemttzt. Die Zahl der Einäscherungen steigt von Jahr zu Jahr und dürste im Jahre 1026 weit über zwettausend idbevschreiken. In den ersten drei Monaten des lausenden Jahres sind insgeffamt 576 Leichen eingeäschert worden, davon waren 34-1 Männer und 235 Frauen. * Sechste allgemeine Hundeausstellung. Am 33. Mai findet. wie alljährlich, die vom Verein der Hundofveunde veranstaltete Sechste allgemeine Hundeausstellung in von Kontumazanlagen in St. Marx der Gemeinde Wien statt, welche heuer die einzige große Veranstaltung in Oesterreich bleiben wick. Auskünfte ertettt bereits jetzt täglich die Aussdellungsleitutlg im Cafe Währingerhof, Wien, 16. Beg., Wahringersträße 162. Telephon 15-4-42. * Jüdische Vertreter auf dem Jnteruattoualeu ArchLolageukongreß zu Beirut. Der Internationale Archäoloaenkongveß, der den ersten Teil seiner Beratungen in Jerusalem absolviert hat, wick jetzt in Beirut fortgesetzt. As Vertreter der hebräischen Universität zu Jemsal.m wohnen dem Kongreß die Professoren Klausner »tüd Horowrtz bei. Professor Nahum Slousch nimmt als Berireter der jüdischen archäologischen Gej'.lijchaft in Palästina an den .Beratungen des Kongresses teil.