Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2565 (14.4.1926)
- Date
- 1926-04-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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M. 8868 Wen, Mititvoch Ser Hungnrelordwahnfinn. WovsitchtsanfM eines HungerkUnftlers in Halle. Aus Berlin tüfrfb uns berichtet: Me dre Wendblätter melden, hat der in Halle feit SS Lagen fastende Hung-rkünstler Jackie Jack gestern einen TobsuchtSanfall bekommen und die Scheibe» seiner Käfigs zerschlagen. ZusammenLVuch eine- HamVuvger Hunger. Der tu Hamburg feit 30 Tagen fastende HungerLünsl- Ler Horst ist heut« in bedenklichem Zustand in dar Krankenhaus überführt worden. Der Dresdener „Harry" nach S1 Lagen an-- gebrochen. Aus Dresden wird uns gemeldet: Der HungerLüustler Harry, d« hier fett 81 Tagen fastete, ist in der vergangenen Nacht auSgebrochen. Mit chm soll seine Braut, der vie bisherigen Gewinnanteil« in der Höhe von 8000 bis 4000 Mark ariSbezchlt wurden, verschwunden sein. Lin Dauerredner. AuS Berlin wird uns gemeldet: Der RekoÄwahnsinn nimmt «in Berlin immer groteskere Formen an. Nunmehr meldet sich neuerlich ein Rekordjägcr, der sich der „deutsche HoratiuS" nennt, und zwar zu.einer sechs tägigen R ede. Er will im Lustgarten vor dem königlichen Schlosse sechs Tage hindurch eine Rede halten. Schon jetzt hat er mit einem systematischen Training im Freien begonnen. Sein Programm ist schr umfassend. Der Dauerredner wird über Goethe und andere Dichter, -über Kunst und Wissenschaft, Religion und Astronomie sprechen sowie Svenen ans Theaterstücken «zitieren. Allfftand der türkischen Lenfelranbeter. Aus Konstant in opel wird uns gemeldet: Ein im Hüven der Türkei auSgebwchener Aufftand, der von den Jeziden angezettelt ist und der einen solchen Umfang angenommen hat, daß die Regierung von Angora sich genötigt gesehen hat, starke militärische Kräfte nach dem Ausstandgebiet zu entsenden, lenkt die Aufmerksamkeit auf die Sekte der Jeziden, die Anhänger eines religiösen Kultes, dessen Bekenner auf dem Gebirge S i »dsch ar in Mesopotamien wchnen. Man schätzt die Zahl der Jeziden auf 200.000 bis 800.000 Köpfe, die sich um die Mitte des 9. JahchundertS in dem Gebiete, wo die Grenzen Syriens, des Irak und tnm Kurdistan Zusammenstößen, angesiedelt haben; ihre Religion ist ein Gemisch verschiedenartiger Elemente, . basorchers verbreitet ist der Glaube an Zauberei. Die Anhänger der Sekte bilden eine Besondecheit, die sich auch in ethnographischer Hinsicht als solche zu erkennen gibt und sie von ven Kurden stark unterscheidet. Ihr ängstlich gehütetes Zentralheiligtunr birgt auch ihr heiligstes MgiöfeS Symbol ln Gestatt eines auf einem Kandelaber stehenden Vogels, der mit dem Satan identifiziert wird. Die Jeziden sind deshalb auch unter dem Namen der Teufelsanbeter bekannt geworden. Mit ängstlicher Sorge verbergen sie ihre religiösen Gebräuche vor den Fremden. Wehe diesem, »venu er etwa den gefürchteten Namen de- Teufel» ausspricht! Er würbe dadurch den Fanatismus der Anhänger dieser Sekte zur Raserei steigern. Die Jeziden selbst hüten sich in ihrer Scheu vor dem Teufel, den gefürchteten Namen, der tm Arabischen „Scheita" lautet, auszusprechen. Ja, ihre abergläubisch« Scheu ist so groß baß sie es selbst vermeiden, Worte, di« mkt ,Schin", dem türkischen „s"; beginnen; laut werden zu lassen. Die Reformen, die die Regierung von Ango«, wie Wevall, sv «auch in dem abgelegenen Gebiet der Jeziden durchzuführen bestrebt «ist, haben dort eine große Beunruhigung hervorgerüfen und schließilich dazu beigetragen, daß einer der Führer der Jeziden seine Getreuen zur Empörung aufgestachelt hat. 88 gähn nicht an Land «tomme». Die Lame« eines amerikanischen Sonderlings. Aus London wird unS gemeldet: In dem kleinen Dorfe Wivenhoe in der Grafschaft Essex stach kürzlich «in merkwürdiger amerikanischer Sonderling namens Bayavd Brown, der seit 86 Jahves an Bord feiner Luxusjacht lebte, ohne dar Schiff verlassen zu haben. Im Jchr 1330 verließ Brown, der damals Bankier in Ntw-Vork war, den ameribLnischen Kontinent und stchr mit feinem Boot nach England. 35 Jahre lang lag «r bei einem kleinen Fsschewrt verankert. Bor dem Kriege zeigte er sich öfters in einer sonderbaren Weise freigebig: Den Bewohnen, des Dorfes, die sich im Laufe der Jahre an die Anwesenheit des Sonderlings gewöhnt hatten, warf er hier und da in Banknoten etngewickelj« Kohlenstücke mch, wen« sie sich seinem Boot« näherten. Manchmal bombardierte er sie aber mit Kohlen stücke« ohne Banknoten. Di« Journalisten, die Brown öfter» besuchten, verließen Mwöhulich das Schiff ebenso klug wie zuvor. Sie konnten au8 den unzulänglichen Reben Browns nicht klug werden. Bei Kriegsausbruch schielt Brown von de« Admiralität den Befehl, seinen bisherigen Ankerplatz mchugeberi. Cr fuhr mit feinem Schiff einige Mttttttae weiter und ließ e» an» Lind bringen, ohne jedoch selbst da» Festlayb zu betreten. Nu« fand man den Sonderling» der ei« Alter von 74 Jahren erlangt hatte» in seinem Boote tot auf. Sie Staut von Monte fiurlo. Aus Monte Carlo wird uns gemeldet: Die Spielbank :mi Monte Carlo hat am 81. März ihr Geschäftsjahr abgeschlossen. Der Reingewinn betrug 38 Millionen Franken, d. h. rund 00 Millionen mehr al» im Vorjahre. Die Aktionäre werden eine Dividende von 140 Prozen, erhalten, nämlich 700 Franke.» auf jede Mft-Yrankn-Wie. Im vorigen Iah«, da» .inen Gewinn von 68 Millionen Franken brachte, betrug die Mchreinnahme gegenüber dem vorauSgehenden Jahre auch schon MN'd 12 Millionen Franken. . ' Miene* Morßenzettung Wieder eröffnet! Hotel National Wien, IL Taborstrasse iS Telephon 4Z-5-9J Vollständig neu eingerichtet, zentrale Lage. 200 Zimmer mit Messendem kalten u. warmen Wasser, Bäder, Zentralheizung, Lift Kaffeeheus und Restaurant im Hause! Mftistge Preise! Nene Leitung! Sie Palatale heilbar. Ei« Vortrag des Prof. Äagner-Iaurcgg. Aus Berlin wird gemeldet: Auf dem am Montag in Wesbaden «öffneten Kongreß der deutschen Gesellschaft für innere Medizi» machte der Wiener Psychiater Wagner-Jauregg Mitteilung über sein« sott dem Iah« 1887 gemachten Versuche zur Heilung der Paralyse durch Injektion von Erregern hochfieber- Hafter Krankheiten. Nach vergeblichen oder minder gelungenen Versuchen mit Tuberkulin und anderen Substanzen habe er ein Verfahren auSgearbettet, boi dem der Kranke mit dem Malariaerreger geimpft wird. Nach der Impfung stellt« sich kurzes, aber sehr hohe- Fieber ein, das die Spirochäten im Nerveissystem tötet oder schädigt So könne man, wie eine lange Erfahrung gezeigt hat, einen großen Prozentsatz unglücklicher Kranker retten, d. b. feilen oder ihren Zustand so bessern, daß sie auch für geistige Bemft wieder arbeitsfähig werden. Ausbruch einer Löwin aus dem zirins. Aus Rom wird gemeldet: In Alexandria entkam gestern nachmittags aus einem Zirkus eine Löwin und ging über den Stadtplatz, wo sie ungeheure Panik hervorrief. Das Tier verhielt sich vollkonrmen ruhig. Erst als das Zirkuspersonal herbeieilte, rannte es nach einem Vorort, wo es in einen Graden fiel und wieder eingefangen werden konnte. Abor Mardt bleibt seinen Mirtrin« schuldig. Au8 Budapest wivd uns gemeldet: Der rassenschÄtzlevssche Abgeordnete Dibor Eckhardt wird sich in den nähten Tagen in einem Zivilprozeß vor Gericht zu verantworten haben, den seine Quartikkftau gegen ihn angestrengt hat, da er den Mietzins in der Höhe von 14 Millionen Kronen pro Quartal nicht bezahlt hat. Eckhardt bewohnt eine Siebenzimmerwchnung am Museumring, hie er sich vor einem halben Jahre durch Erwachende Ungarn xeMiviewn ließt - rie Wunder der Lichtreklame. Universalbuchstaben, Wandrrschrist und Mtes Licht". Ukber die technischen Grundlagen der Lichtreklame hielt Professor Dr. Paul Ernst im niederösterreichischen Gewerbeve«in kürzlich einen inte«ssanten Vortrag, in dem er tu e. ausführte: Ms Lichtquellen dienen in der Relklamrbeleuchtung im allgemeinen Glühlampen oder Leuchtröhttn. Die verbreitetsten Mühlampenreklamen sind Transparente sowie Glühlampenbuchstaben und -figuren. Ihre Werbekraft wird durch Verbindung mit automatischen Stromunterbrechern, sogenannten Bliickern, ober mit Schaltmotoren bedeutend erhöht. Durch sie kann man nämlich die ganzen Reklamen oder einzelne Teile in gleichen oder verschiedenen Farben pevicdisch anfleuchten lassen. Ständigen Wechsel im Reülametext ermöglichen die Universalbuch staben und die Wanderschrist. Die Universalbuchsteiben sind Blechrasten mit einer Anzahl Gluhlmnpen, die passend auSgavählt, alle Buchstaben der Alphabets ergeben. Ihre Schaltung erfolgt durch Automaten Mit Hilfe von ruÄveise bewegten Schaltwalzen, welche am Rande die auswechselbaren Buchstabenschablonen wagen. Die Wandevschrift besteht aus einer Tafel mit einem quadratischen Gitter von Glühlampen, deren Dtromzuführungen zu einem Kontaktbrett geleitet sind. Dort wivd ihre Beleuchtung automatisch gesteuert, zum Beispiel durch einen Filmstreifen, welcher von einem Elektromotor zwischen den Kontakten durchgezogen wird und den gewünschten Text anSgestanzt enthält. Die wirkungsvollste Lichtreklame stellen derzeit die Leuchtröhren dar. Sie find im Prinzip große Geißlerröhren, welche mit einem reinen Edelgas oder Gasgemisch unter äußerst geringem Dmck gefüllt sind und durch hochgespannten Wechselstrom zum Leuchten gebracht werden. Je nach dem Gasinhalt ist ihr Licht rot, blau, grün, grlb oder rosa. Als Stromquelle bient der gewöhnliche Lichtstrom, der durch kleine, kn die Reklamekasten eingebaute Transformatoren. bezw. Induktoren auf die erforderliche Spannung gebracht wivd. Da» Leuchten der Röhre erfolgt durch ElektvolumiuiSzenz ohne jede Teinpevtturtzrhöung als „kaltes Licht". Besonder» Bedeutung gewinnt in jüngster Zeit das fast ein Bierteljechrhundert alte» abdr neuechings verbesserte Moorelicht als vollkommenster Ersatz des Tageslichtes. ES wird in Leuchtröhren, die mit Kohlensäure gefüllt sind, erzeugt, in welchen mit Hülfe eines sinnreichen BakuumreglsrS, des Mooreventils, der Druck dauernd konstant erhalten wird. Die Vorzüge des modernen Röhrenlichter vor dem aller anderen Lichtquellen find so gewichtig, daß sich schon jetzt behaupten läßt: Die Zunkunft der Beleuchtungstechnik gehört unstreitig dem „kalten Licht". Selbstmord eines UntaerMsvrotastors. Innsbruck, 18. April. Zu der Münchner Meldung, wonach der Münchner Universität-Professor Dr. Max H a u t t m a n n tn den Vetztal« Alpen verunglückt fei, erfährt die „Neueste Zeitung", daß Prof. Hanttmann seinem Leben selbst ein Ende gemacht hat. Innsbrucker Ausflügler fanden am Sonntag zwischen Igls und dein im Mittelgebirge liegenden Lauser Kops im Walde die Leiche des Professors. Er hatte sich durch einen RqY «lvsr« lchuß in tzjr Lxust getötet,." ' 14. Aprss MS OH»» «ta stoch ««betaststteo Raubtier 7 In wenig erforschten Gegenden MittelborneoS, dem .genannten Toesoniande, wurden die Bewohn« (Tajaker und Malaien) durch Tiere in Schrecken versetzt, über die allerhand merkwürdige Geschichten Elieftn. Um den Nachrichten auf den GnriÄd zu Fchen und der An>K der Eingeborenen ein Ende zu bereiten^ sandte die holländische Regierung vor einigen Wochen eine kleine Expedition unt« dem Kommando eines Leutnants ab. Das Gelände, daS Stromgebiet eines Nebenflusses des Moeweng. wurde nach allen Richtungen durchstreift urti> abgchucht. Eines Tages sah man am Ufer jener Flusses ein Rudell brüllender, wirklich fremd aaSsehender Tiere. Die Uebsrraschmig war anscheinend ibsi den Tieren größer alr bei den Soldaten; denn die Neulinge stutzten und zeigten sich schon im nächsten Augenblick nengtech ms großen Steinen and ailten Baumstämmen am Flußuftr. Furchtlos verharrten sie dort, wcber Ne einen gewaltigen Lärm machten, als wollten sie die Fremden dadurch verscheuchen. Der Whrer der Expedition beobachtete die merkwüvdigen Titte sÄhr genau. Da es chm nicht gelang, einer von ihnen lebend zu fangen, schoß er das stärkste Ti« aus der Gruppe, worauf die anderen flüchteten. Die Jagdbeute zeigte den Körper eines großen Bibers mit dem Kopf einer Tiger». Die Schultechöhe beträgt etwa m bis 40 Zentimeter mit einer Länge von 80 bis 90 Zentimeter. Es hat den Kops und Rachen eine- Raubtieres, brerlyesormte Beine und Schwimmhäute zwischen den Zehen. Der Dchvanz ist lang und platt, dadmMbvmne Fell kurzhaarig und slanellartig iveich. vie Finaniierung der Salzburger Seftlpiele. D«! Millionen Doll« au» dem Dölkerbundkredit. Im gestrigen Minist'errat berichtete Finanzminister Kollurann Wer die Sanievungsccktion der Salzburger Fchspiett. Trotz wiederholter und von allen betMgten Stellen auf das entschiedenste geförderten Bemühungeu war es nicht möglich, öic für den Ausbau mtd die Vollendung des Salzburger Fcstspiechauses erforderlichen Beträge auf dem privaten Kreditmarkt sicherzuftellen. D« Bau mußte mit schwebenden Schulden ferliggestellt wer^n. Es wurde nun folgender Ausweg gewählt: Die Salzburger Kredit- und Dechfelbank, die al» Hauptgläubiger der Festspielhausgemeinde erscheint, wurde veranlaßt, ihre noch offenen Forderun gen im Betrage von 1,2 Millionen Schilling zu streichen und überdies zur Befriedigung der.fovderungSberechtigten BaugÄverb^ treibenden und zur Vollendung des Hausbaues das erforderliche Geld in Form eines mit. 6 Prozent verzinslichen Kredits von 1 Million Schilling an die Stadtgemeinde Salzburg zur Verfügung zu stellen. W Gegenleistung wurde diesem Institut die. Elozierung von Völkerbundanleihcgelde rn, die derzett für Ausland veranlagt sind, Zu einem Zinssatz von 4 Prozent m Aussicht gestellt. Diese Elozie-- rung umfaßt in sechs .Quartalraten einen Gesamtbetrag von 3 MÄionen Dollar; da die Rüchahlung, die Äervsalls in sechs Quartalraten zu erfolgen hat, nach einem Jahve beginnt, wird der Höchststand 'des Kredits, 2 Millionen Dollar, nicht überschritten und die letzte Rate im Juni 1928 zurückgezchlt sein. Für di« Sicherheit der vom Bunde elozierten Gelder haben die mitschuldnerrsche Haftung übernommen: Land und Stadt Salzburg und die Bayrische Hppotheken- und Wechsrlbank in München. Der Ministerrat Hai diesen Antrag deS Fimnzminqters g enehmigt. ' ' . NrawMrenest in einer Schuhmacherverfammtang. Der Kampf um den Lehrlingsschutz. Der StaatSverband der - Landesverbände der Schu-Hnracher Oesterreichs berief für gestern abends in die BolkShalle des Rathauses eine. Brrsamutlung ein, um zu der zwangsweisen dreimonatigen Weiterbeschäftigung der frei-gesprochenen Lchrlinge Stellung zu nehmen utiä sine Abänderung der Gewerbeordnung in bezug auf die Lutscheidung des VerwaltungSgerichtöhofcs wegen Uebernähme von Schuhveparaturen durch die Firma Humanic zu fordern. Präsident und GenossenschaftSvorstch« Pokorny griff den Abgeordneten He-itzinger, der den Antrag im Nativnalrat durchgebracht hatte, heftig an und sagte: Wir haben es mit den Lehrlinge« diel besser gemeint. Wir wollten sie von der Straße ftrnvhatten und unsere Delegierten haben die vierjährige Lehrzeit beschlossen. Wer dagegen sind alle. Lehrling»- organisationen Sturm gelaufen. Hierauf erschien Abg. Heitzinger auf der Rsdnertribüne und ergriff daS Wort. Es entstand sofort große U n ruhe, so daß Abg. Heitzinger sein« Rede nicht fortsetzen konnte. Der Vorsitzende beantragte hierauf ein« Entschließung, worin die Versammlung gegen die Gesetzwerdnng des Antrages Heitzinger auf die BchaltSpflicht der Lehrlinge nach ihrem Freiwerden Pvotchiert, weil dadurch nur eine Zwaltgsbestimnun-g für di« Meister, nicht ab« für dir Lehrling« geschaffen wird, di« nach ihrem Freisprechen nicht beim Meister zu verbleiben brauchen. wenn dieauch nötig wär». Die Versammlung proktstiert Wetters, daß die Gewerbefeftion der Handelskammer öei der Beratung diese» Gesetzentwurfes übergangen wurde. Sie «eeiesttanierststg. Plcka mtt de« Messer. Die Korrespondenz Wilhelm berichtet den folgenden Vorfall, der mit zu den Dokumenten unfer« Zeit gehört: Der SSjährige Hilfsarbeiter Johann Picka, Kleine Pfarrgass« 90, stänkerte ant Montag abends m der Novaragass« die Passanten an und ging schließlich mit einem Messer auf sie los. Gin«» Mann, den er mit „Iud!" apostrophierte, versetzte er mit dem Messer einen Stich gegen den Oberschenkel und den Arm und verletzt.' ihn leicht. Picka, der etwas angeheitert war. wurde km Landgericht eiMliesert. - .^aawBBUiii ■' i t