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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-14 · Heft 2565 (14.4.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2565 (14.4.1926)
Date
1926-04-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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«rffc S Wen, MttM-ch Graf Skrzyuski in Wien. — V. Wien, 14. April. Der Polnische Ministerpräsident fontmt niorgcit nach Wien, um hier den seinerzeitigen Besuch des österreichischen Kanzlers Dr. Seipel"zu erwidern. Er will mit diesem Besuch auch die Beratungen über einen Schiedsgerichtsvertrag aufnehmen und so das System der Arbitragekonventionen abrunden. Es entspricht dem Geiste, in dem die österreichische Bevölkerung das Verhältnis unserer Republik zu allen Staaten eingerichtet zu sehen wünscht, daß die freundschaftlichen Beziehungen zu Polen ausgebaut und gesichert werden und es ist ein Schritt weiter auf der Bahn zur Gesundung Europas, wenn auch der Besuch des polnischen Außenministers durch einen Akt dieser Art dem Zweck des Friedens dient. Es ist keine bloße Höflichkeitsvisite. Je öfter und lauter der Wille zum Schiedsgericht betont wird und mit je stärkerer Feierlichkeit sich dieser Wille manifestiert, um so tiefer dringt er in das Bewußtsein der Nationen. Er erfließt aus der Gedankenwelt des Völkerbundes und die Führer der europäischen Politik muffen ihm den Weg bereiten. Sie sind die Exponenten einer Entwicklung, die sich vorerst nur in der geistigen Vorbereitung befindet, um auf das Termin der politischen Tatsachen übergeführt zu werden. Der polnische Ministerpräsident kommt aus Prag, wo er mit Herrn Benesch über die Erweiterung des Bölkerbundmtes und über die Abrüstungskonferenz Besprechungen ahgehalten hat. Es ist bekannt, daß die Konkretisierung dieser beiden Prcbleme auf die schwersten Widerstände stößt und daß es die nationalistischen Strömungen sind, die die Schaffung eines neuen internationalen Rechtes mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln bekämpfen. Sie verhindern daheim in ihren Ländern den inneren Frieden und haben zum Zwecke der Sabotage einer Gesundung der Welt ein gut-ausgetüfteltes internationales System der PropaMnda geschaffen. Seine Spitze richtet sich gegen jeden Versuch des Ausgleiches und der Ueberwindung eingewurzelter Haßvorstellungen und diese subversive Tätigkeit ist darauf gerichtet, den Völkerbund zu diskreditieren und seine im tieften Sinne demokmttschen Tendenzen zu paralysieren. Ihr vernehmlichster Angriffspunkt ist das Dasein der Minoritäten, deren Not der offensive nationalistische Chauvinismus für seinen Tatendrang sich auserkoren hat. Herr Skrzynski fft der Ministerpräsident eines Staates, dessen Evolution mit Velleitäten dieses negativsten Charakters schwer zu kämpfen hat. Er hat Gelehrtheit, die Wirkungen dieser in ihrem innersten Wesen antipolnischew Treibereien in doppelter Hinsicht kennen zu lernen. Er ist Ministerpräsident und Minister des Aeußern und er hat' konstatieren können, wie sehr seine Politik des Friedens mit den Nachbarn und des Friedens im Innern immer wieder den Stößen des nihilistischen Radikalismus, der sich patriotisch drapiert, ausgesetzt ist. Was die Regierung immer unternimmt, um den wirtschaftlichen Notwendigkeiten freie Bahn zu schaffen, was immer sie an Verständnis für die Forderungen der Minderheiten in nationaler und kultureller Richtung werktätig zu beweisen versucht, trägt ihr die Vorwürfe und den heftigsten Widerstand der Pächter der Staatsidee ein. Besonders kraß tritt dies in Polen zutage, und Graf Skrzynski hat kürzlich in einer Korfferenz mit dem Präsidium des jüdischen. .Sejmklubs erklärt, er finde mit seiner Verständigungspolitik, die schärfste Gegnerschaft großer Parteien. Die jüdische Minorität in Polen verkmgt ihr volles Recht für die Gesamtheit wie für den einzelnen. Sie verlangt nichts, was nicht auch die polnische Minderheit in Rußland verlangt hätte. Die jüdische Minorität will alle Beschränkungen beseitigt wissen, die sich ihrer Mitarbeit an dem politischen und Wirtschaft^'"" Leihen der polnischen Republik hemmend in den D.'e> Sie leidet unter diesen Nachwirkungen der russisch.. aber auch der Staat leidet darunter. Graf Mrzynski hat dies erkannt und auch wiederholt gezeigt. Die polnisch-jüdische Verständigung ist keine Frage, die durch einen Akt oder durch einen Pakt gelöst werden könnte. Sie ist nur zu erreichen, wenn der Wille zur Verständigung vorhanden ist und wenn sich die Ueberzeugung durchsetzen kann, daß der Staat die groß^ ausbauende Kraft der jüdischen Minorität für sich gewinnen muß. Graf Skrzynski kämpft für diese Überzeugung und es ist zu hoffen, daß es ihm gelingen wird, seinen. Willen auch den noch Widerstrebenden in seiner Parteiumgebung milzuteilen. Skrzynski in Prag. Prag, 13. April. Der polnische Ministerpräsident »mb Außenminister Graf Skrzynskl ist heute hier eingetroffen. Nach der Begrüßung am Bahnhof fuhr Gras Skrzynski auf di« Prager Burg, wo er als Gast des Präsidenten Mas a r y k Wohnung nahyl. Der Besuch in Wien. Der polnische Ministerpräsident Graf Skrzynskl trifft morgen früh aus Prag in Wien ein und wird im Hotel Imperial aibskigen. Am Abend findet beim Bundeskanzler Doktor Ramek ein.Diner zu Ehrendes polnischen Gastes statt, bei »velchem Trinksprüche gewechselt werden. An das Diner schließt sich ein Empfang beim Bundeskanzler, zu welchem zahlreiche Einladungen ergangen find. Was die p o l i t i s ch e Seite des Besuches des polnischen Ministerpräsidenten in Wien betrifft, so darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß seine hiesigen Besprechungen der FinalisiermH des Schiedsgerichtsverträges zwischen Oesterreich und Polen gelten. Oh, wie verlautet, dieser Vertrag Wer den. im Vorjahr abgeschlossenen hinausgehen wird, hängt von dem Verlach feg WML KrchrenM MDr. Namejch und wild es sich erst auf Grund derselben entscheiden, ob der Vertrag schon jetzt von den Partnern unterschrieben wird. Was die m Zuge befindlichen HandelSvertragsverhandlungen betrifft, so ist deren Beschleunigung zu erhoffen. Oesterreich wünscht eine Növelliermrg des Handelsvertrages, und es dürfte sich nun entscheiden, ob man mit einer solchen rechnen kann. Freitag mittags M DundeSpräsident Dr. Hainisch ein Dejeuner. Um 5 Uhr nachmittags veranstaltet di« polnische Gesandtschaft einen Empfang im Hotel Imperial, dem eine Pressekonferenz fotzt, auf welcher Ministerpräsident Skrzynski den Vertretern der Presse politis «he Mitte i l u n g e n über feinen Besuch machen wird. Am Abend wohnt der Polnische Ministerpräsident «ner Vorstellung in der Staatsoper bei, zu welcher auch der Bundespräsident, der Bundeskanzler und die übrigen Minister erscheinen werden. Zur Aufführung gelangt „Das Mädchen aus dem goldenen Westen" mit Frau Jeritza. Nach der Vorstellung findet ein von Dr. Ramek veranstaltetes Souper i m Foyer der Itaatsoper statt. Unmittelbar daraus reist der polnische Ministerpräsident von Wien ab. * Alexander Skrzynski ist im Jahre 1882 in Zagorzany in Galizien geboren. Er studierte in Krakau, München und Wien; in Wien wurde er im Jahre 1906 zum Doktor der Rechte promoviert. Im Jahre 1909 ttat er in diplomatische Dienste und wurde österreichisch-ungarischer Attache beim Vatikan, wo er bis zum Jahve 1912 verblieb, in tvelchem Jahre er zum Botschaftssekretär in Berlin ernannt wurde. Bon Berlin aus kam er zur Botschaft in Paris. Als Polen die staatliche Selbständigkeit errang, kam er als Gesandter nach Bukarest, wo seine Hauptarbeit die polnisch-rumänischen Verträge waren. Im Dezember 1922 wurde er als Außenminister in das Kabinett Sikorski ber-uftn und verblieb in diesem Amte bis zum Mai 1923. Jin Juni 1924 zum PolnischenDelegierten beim Völkerbund ernannt, übernahm er jedoch , bereits im August desselben Jahres das Amt des polnischen Außenministers. Am.20. November 1926 wurde er außerdem noch Ministerpräsident. Ser österreichisch'volnische Schiedsvertrag. Der österreichische Ministerrat hat gestern den Entwurf des österreichisch-polnischen Schiedsvertrages in Beratung gezogen und ihm die Zust i m m u n g erteilt. Die Unterzeichmmg des Vertrages erfolgt 'gelegentlich der Anwesenheit des polnischen Ministerpräsidenten Grafen Skrzynski in Wien. Ferner beschäftigte sich der Ministerrat mit der demnächst einzubringenden Zolltarifnovelle. . ' v f'%—:■ Gemeinsame Siele — gemeinsame Aibett. Ion Dr. Emil Chajim Stein (Tck-Awiw). Gekannt hatten wir uns schon lange, zufammengebracht hat uns aber Herzls Tod, der Zweig als den damaligen Chef des innerösterreichischen Distriktsikomitees zu der Aufgabe zwang, die letzten Feierlichkeiten um Herzl zu ordnen. Das Chaos nach Herzls Abgang fand sein Ende mit der Übersiedlung des Aktionskomitees nach Köln und Reorganisation der österreichischen Parteiverhältnisse. Die Arbeit war rasch ausgeteilt, nur die Besetzung jener Aemter, welche auch tagsüber Bureaudienst erforderten, machte noch Schwierigkeiten, die noch erheblich gesteigert wurden durch den langsamen Fortgang der Liquidierung des Keren-Kajemeth-HauPtbureaus. Da alle anderen Gesinnungsgenossen in Bernsen standen, mußten Zweig, damals Advokaturskandidat, und ich, Student der Medizin, ein'pringen und das Parteisekretariat und mit ihm die Nationalfonds-Landessammelstelle übernehmen. Der frühere Adminstrator des Nationalfonds, Oberst Alexander R. v. Giß, hatte zugunsten des Hauptbureaus die ihm zustehende Arbeit der LanVessanMelstelle stack in den Hintergrund geschoben und so galt es, eigentlich diese Arbeit neit einzurichtsn. Das hervorragende Gedächtnis Zweigs und seine minutiöse Kenntnis der Gesinnungsgenoffen im ganzen Reiche war unser einziges „Material", mit dem wir ans Weck schritten. Na'ch hatten wir dank seiner Beziehungen ein dichtes Netz von Vertrauensmännern und Korrespondenten gewonnen, und Zweig verstand es ausgezeichnet, ihr Interesse durch liebevolles Eingehen aus ihre persönlichen Wünsche wachzuhalten. Freilich mußten wir, um mit der Korrespondenz fertig zu werden, bis tief in die Nacht hinein arbeiten und wurden nur durch den nie versiegenden Humor Zweigs wachge'halten. Aus die Dauer tonnten aber wir beide allein der Arbeit nicht mehr Herr werden und mußten uns bald um Helfer umehen. Kolliner übernahm die Philateliearbeit, Beigel und seine Freunde die Ausweise, Fräulein Engel, jetzt Frau Dr. Zweig, die Buchhaltung. Durch hingehende Arbeit dieses Stabes, die ohne Ausnahme ebenso wie wir freiwillige Arbeiter waren, konnlen wir unser Ziel erreichen und Oesterreich an die Spitze aller Sammelstellen gerückt sehen. Die wichtigsten Umgestaltungen der Nattonalsondsarbeit wurden auf Zweigs Anregung vom Kölner Hauptbureau durchgeführt, wie die Ausgabe neuer Macken statt der früheren, die als Zahlungsquittungen gedacht waren, die Verbreiterung der Propaganda, ihre Dezentralisierung, Schaffung von Propagandabroschnren, Lichtbildervorträge in der Provinz, Bezahlung der Ausweise in den Lokalblättern usw. Der nächste Schritt war dann die Stabilisierung der AMt durch Schaffung eines Beamtenstabes. Es ist bezeichnend für Zweig, daß gerade er sich gegen dieses von ihm selbst als richtig anerkannte Prinzip wehrte. Denn er konnte sich enffPrechendEftinem Motto: „Durch Opfer nach Zion!" nicht damit abfinben, daß die heilige Arbeit um Zion aus den Händen Freiwilliger in die iejokdeter Beamten gelegt werk?» sollte. Är. ü\ Nach meinem ersten diesbezüglichen AE in der ^Jüdischest Zeitung" herrschte zstvWn uns lange Zeit eim gewW Spannung, die um so nachhaltender war, als sonst zwffcheq nns in den 16 Jahren gemeinsamer Arbeit nur EtnhelligkeA in allen theoretischen nnd praktffchen Fragen bestand. Doch! fügte er sich auch hier der besseren Erkenntnis, und wenn auch der Krieg die endgültige Ausgestaltung unsere- Beamtenftabes verhinderte, so hat er uns nicht unvorbereitet gefunden, die NationaffondSfammefftelle war in einem Zustande, daß imfer beider Abgang von Men keine Unterbrechung der Arbeit brachte. Der Zusammenbruch Oesterreichstmd mir bald' wieder an der gewohnten Arbeitsstätte, diesmal mit beträchtlich vermehrter Verantwortung, da all die zersprengten Teil« des BoAes nur von der sofortige»! Eröffnung der Pforten Palästinas ihr Heil erwarteten. Und der Nationaffonds als der festgefügteste Teil der zwischenstaatlichen Zionistenorganrsatwn wurde um Hilfe bestürmt. Mit aller Festigkeit behckrrte aber Zweig, dem schon während des Krieges und in der Zeit des Zusammenbruches die Rettung der in Ocherreich gebliebenen Nationalsondsgelder zum großen Teil zu danken war, auf der Unantastbarkeit des Nattonalfonds. Um keinerlei Mißverständniffe auffommen zu lassen, mußten wir die genaue Teilung der Agenden vornehmen. Unter Aufvechterhaltung engster Zusammenarbeit übernahm Zweig die Leitung der Nationalfondssammelstelle und ich das junge „PalästinaLMit". Die Arbeit wurde aber in kurzer Zeit derart groß, daß alle Unterteilung in Reffocks und die Einstellung zahlreicher Beamten nicht mehr hals. Einer von uns beiden mußte sich entschließen, die volle Verantwortung zu übernehmen und sich beruflich ganz der Sache zu widmen. Es gab einen stillen, aber schweren seelischen Kampf zwischen uns, da einer dem anderen dieses Amt überlasten wollte. Schließlich aber gelang es mir doch, Zweig zur Uebernahme zu gewinnen, da er durch größere Erfahrung und Gewifferchastigkei-t mehr Eignung dazu hatte als ich. Es war das größte Opfer, das ev gegen sein Gewissen seinem zionistischen Ideal brachte, allerdings in der Hoffnung, ,daß es ihn um so «her nach Erez Israel bringen werde. Es war wohl für chn etwas schmerzlich, baß das Schicksal mir vor ihm die Verbindung mit dem erstrebten Ziele brachte, aber bald fanden wir uns auch dort wieder und nun hat «r mich wieder überflügelt, denn es wird ihm schon sein Haus aus Dalpioth gebaut, das ihn nunmehr fest mit der heiliges Erde verbindet. Aus dem gleichen Mllieu >ber mährischen KehUloch stammend, verbunden durch die gleiche Auffassung des zionistischen Gedankens und seiner Wurzel, des jüdischen Natiomlempfmdens, hat uns die schwere Zeit des politischen Zionismus zusammengebracht zu gemeinsamer Arbeit, die wir bei weck-, tätiger, Jnlereffenahme an allen anderen zionistischen Bestrebungen unentwegt , dem Nattonalfonds widmeten. Palästina hat. uns gegenwärtig wiÄ>er auseirrandevgebrächt, aber wohl nur für wenige Jahre, bis wir uns wieder zufammenfinden werden in der Arbeit am Ziele, da der Nattonalfonds nicht mehr ein WerHeug der Palästimckolomsation, sondern der Bodenbesitzer in Evez Israel fein wird Snlaud. Preffe und Erpressung. Der. Sonderausschuß zur Beratung der Reform des Preßgesetzes ist gestern i» die Verhandlung des Antrages Seipeh Dinghofer und Genossen betreffend Erlaffung eines Gesetzes zwecks Bekämpfung dort Mißbräuchen im Pressewesen eingetreten. Der Bericht der Staatskorrespondenz über diese Ausschußsitzung ist sehr wortkarg und beschränkt sich darauf, mitzuteilen, daß der Berichterstatter Dr. Kienböck die Generaldebatte, die heute fortgesetzt wird, eingeleitet und daß sich an ihr drei namentlich angeführte sozialdemokratische Abgeordnete beteiligt haben. Diese Zurückhaltung ist vielleicht nicht ohne Beziehung zu den im Zuge befindliche» Strafverfahren gegen einzelne Zeit«ugen. Der in Verhandlung stehende Antrag Seipel- Dinghofer wird von seinen Initiatoren mit der in der letzten Zeit erfolgten Aufdeckung von Korruptionsfällen begründet, die, wie es in der Begründung wörtlich heißt, „ein grelles Licht auf die von einem Teil der Preffe seit Jahren geübte Methode werfe, die durch das Vertrauen des Publikums auf das gedmctte Wort gegebene Macht in unlauterer Weise zu eigennützigen Zwecken auszubeuten. Die bestehenden preßrechtlichen, beziehungsweise strafrechtlichen Bestimnmngen bieten nach Meinung der Antragsteller, wie allgemein anerkannt und durch diese Vorkommnisse drastisch dargetan wird, nicht genügende Handhaben vor ebenso ungerechtfertigten als wirkrmgsvollen Angriffen Schutz zu gewähren, dem Bestechungs- Wesen und vorsichtig angelegten planmäßig durchgeführten Erpressungen beizukommen." Gerade der seit fünf Tagen vor einem Schöffengericht stattfinderrde Prozeß zeigt aber doch, wie sehr die Antragsteller von einem Jrrtunr befangen sind, wenn sie glauben, daß man nicht auf Grund des geltenden Strafgesetzes Auswüchsen des Pressewesens beikommen könne. Frankreich und der Anschluß. Paris, 13. April. Im Senat teilte Senator Chen o e n o i t mit, er habe B r i a n d bezüglich der Haltung befragen wollen, welche die französische Regierung angeistchts der Kampagne für den Anschluß Oesterreichs an Deutschland einzunehmen gedenke. Im Einvernehnien mtt Brianv sei di« Erörterung hierüber bis zur Debatte über die Locarnovertrüge verschöbe» worden. aataiijpiaBii

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