Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2054 a = Kultuswahlnummer (6.11.1924)
- Date
- 1924-11-06
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 2064« Wen, DminörMV Wiener Morsenzeiturig. 6. November 1924 SÄte 8 Oie p. T. Interessenten 'wer d ent u r Besichtigung id, e r eiterndesten Modelle ln P^lziftänfelü, H@fT@H$fadfP@lltölSt MMMWHK ln «rstfclasslflttei1 AusfUhrunfl — In alten Palsnrtan — eineeladen und bin ich überzeugt, dass Jeder von der rfrfehhaltfgftn ftuswahl, vorcttgjtkhen Qualität und tu«sanieren Billigkeit entzückt sein wird : ' Pelzhaus 0.1. PIPERSBERQ, II. Praterstrasse Nr. 9 ronen. Jwn efatärSCh uhe 59 inif Tilg u. echter &dep* sohle von Qrdise35-41 76'ndepjchuhe Schwäre,Grone 20-J2J2 Grone 22 -LS Xi 6Q.aoo unsere mzkmtl 76'nderstiefef ßchvan u braunfimpufr le der mf/Joppeteohlen. u ßederfuUer, Qr6i\e 2630 Grosse St '33>*.J6äj>oa Grösse S6'ö9 työ.ooe Jvamenschuhe l^schwarz Box,9oc^yef>r- Veit, Rähnengjeizähf Jüd.mensf/e/eP schwarz ACheVreau, In I9 Box, beste /ifap a 2- Qus/ührung X22örw neppen sffefeP braun. Vlä/urleJer. beste fttapäz-Qusjfähnuig JchneTlensti°fel für Jemen sihvarzfifyimf £edetbe$*iz.varv. gefuiteri kräftige JSeders ohlea, 228 JchnaUensIiefeP für Herren schvarz Oie ROieVriau.wartn gefuffert krd/Hge £e der sohlert Jchneeschuhe ßrJamen, echt amerih. elcgajtUeidi/u dauerhaft Beste Jnlandsmarka, hochschaftig X 2ü6.ooo PA/1 ENSTkÜMPFE fCWDEkSTkÜ/IPFE u. HERREN SO CKEH g Las Rnanrwefen der Kultusgemeinde. Jfon Dr. Desider Friedmann, Vizepräsident der Jsraelikischen KMuSHvmeMlde. Der stmmziell« Dtaach de« GementdehauZhalteL, tvÄchen der? deyzoitige KuilduÄvorstamd bei A-wtvitt seines AmtrS vorsawd, war ein a-uHevovbentl-ich tvauviger. Di« Goborung des iJahvvs 1920 wies bei Geamtet nnahme« von mir! 2L,ü Millionen den namhaften Abgang von 3 Million«« aus, die - dama-fnoch nie-d-rigen (Lech ä t t r r der Bsamlen und Angestellten tonnten nur in Katen gezahlt, dvingeude und u<nauifich>i«bbave Anscha-ffungen «snb Hevskellwngen muhten wesen Geldmangels zurüchgestellt und die fötmicindowirtschaft Boitnbe nur durch Aufnahme kurzfristiger Kredit« aufrechterhalten wenden, fftt welche die Sbeuevemgü-nge des nächstenn Jahveö als Untevldtzvn dienten. Das Defizit im Geme-inidehcmshaR ließ sich nmfo schwerer beseikigen, als di« -mehrfach dovgewommene Erhöhmyg der Stemm und Taxen stets durch die sprunghafte Entwertung Lex Kwne überholt wuivde -uinid bet den engen Grenzen der der KuEtuSgemviinide einige räumten Stewev» autorwmi« u-nd der Abhäugigbeit jeder Erhöhung der Stemm und Gebühren von der burrdeSbehövdlichen Zustvimmung neue Einnahmsguellen für die Gomoittde mrr allnvählich erschlossen werden tonnten. GesonderS schtver fiel auch di« Tachiche ins Gewicht, daß der Grnl-em'de durch di« Anlage der Stiftung sgelder in österreichische« Krieg Saul ei he» eine Emnaih-me verloren gegcmgon war, die m der FviedenS)eit einen .beträchtlichen Teil deS Budgets gedeckt hatte. Unter diesen Umständen gestaltete sich die FWaiHlage der GsmeilN'de zu mehreren Malen derart kritisch, daß eS den Anschein hatte, alö o<b ein AuSweg auS der Klemm« nicht nuchr zu finden und der Zu s am me «bruch u nv e r m e i d b a r sei. In der Not deö AugenibsickS halfen fedeSmall auherordentliche Maßnahmen, zu denen der KuiltuSvovstand gwi'fen mußte, über di« verzmeifolt, Siduativn hinweg. So zu Ende des Jahves 1921 die SammluiNg für de« Notstanldssvrtds, im Jahre 1928 die A-uKschreidu-ng! eineläOpvozeintig^n Zuschlages zu den für dieses Jahr bevottboiuessvnen KulluAstauiern. In diesem Jahve des tiefsten (iMwevfalleS kam »»ßerde-m der Gemeinde -der „Joint" mit einer Zuiwendüng von 10.000 Dollar zu. Hiilje. die es evmöFlichte, die uotLeidend gewordenen Jtvsbitniiomn aufvecht-zuecha-lteir. Taneben vollzog sich eine gründliche und einschnei-!>ende Reform a u f d e m Gebiet der 0) e m e i n d o- ^inanzeu. Das Budget- und Rechnung wesen würde ruf nerve Grundlagen gestellt, zu Beginn eines jedem Jahres xtn Kullusvorstand ein detaillierter Budgeworanschlag urtt-erbreitet, die Einhaltrmg des Präliminares durch wöchentliche und monatliche Kassa, und RechnungsauSWeise überwacht., die Verwaltung der einem« Geldcr und d^r Sbistuingen n'nd Fonds strM-ze geforrdevt, sine vigovofr Ko«- trolle der Geid^eoarung emg.führt und die Bcrbuchmrg und Verrechnung der Einnahmen und Aus-iauZ.: Mwsichtlich gestaltet. Wen« heut« di« Gemeinde als saniert gilt, lo dmvkt sie dies den durchgeführten Reformen, der 'SpavsamLeit in aüen Zweigen der Verwaltung, vrr erlieft aber dem in ihrer F-inanzgebarung züm Dürchbnich.gebrachten Grundsatz, daß die Bewilligung s-edwvder Ausgabe von der vorherigen Beschaffung der h»«rzu erforderlichen Bedeckung abhängig gvluad)t wurde. Der gegerumärtige Kultusvarstand hat sckfiießlich auch mit der früher 'beständeneu Uebung gebroclM, Einnahmen ans der Veräußerung von Gemeinde-gut für laufende Ausgaben zu verwenden. Se>it der Herstellung deS finanziellen Gleichgewichtes im Gemeinde haus-ha l t, werdeu alle Einnahmen aus der Veräußerung von Gräbern und Grüften in einen besonderen Fonds hinterlegt, der dem Ziueck der Erweiterung und dcr Ausgestaltung der Frw>dhöft zu dienen bat und der bis heute dm ansehnlichen Betrag von 5ch Milliarden Kwnsu ausweist. Wenn am Ende der AtaudatsPeriode bei einer jähr» lichen Budgetzifser von 36 Milliarden Kronen die Einnahmen de« Ausgaben das Gleichgewicht halten, der Grundbesitz der Gemeinde vollständig entschuldet und durch Neuerwerb von Realitäten vergrößert i-ft, die Anstalten und Einrichtungen der Gemeinde wieder aus den Friedensstand gebracht sind mrd unser, Gemein-wesen solcher Art dr« schlvere Inflations- Periode finanziell .gelröftigt und gestärkt überstanden hat, so wird man bei gerechter und.obsekt^ver WürdiMng dsm Ku,ltuSvovsLa>wd sein ivohlerworbeneZ Vevdieust Mt die Erhaltung der Geureuide nicht absprechen können. tzrkiüruiig! U-utar der Angabe, nanrens der Angestelltenschaft VM Mgehen. haben ornrige Angestellte der KulÄiZgemsinde, ohne uns zu befragen und ohr« hieqa von uns «cmächt>r.stt zu sei-n, anläßüich dar bevorstehenden Wahlen in: den Krrl-lnsvorftand «in Wahl-kv-miitee unter dem T-iiÄ „WcchlVevoinügtl.N'a fivr soziale Tälltflkleit" gebüldet und in siner Reihe von Trrickfchristen den gsgemvä-rllg im Atme bsfiEichen Kulmsvorstand in schärfster WÄse angegriffen. Die Unterzeich naben stellen fest, daß sie diesem Treiben dolisiänd.i'd jvrnie stehen an- LeineLwegs ihr Einverständnis hle^u ertertt ha-ben. Ktpter Moritz, AnHcheA. Josaf, Mer Emvl, Dr., 1. Sekrotär, Brixbaum Ignaz, LhafeS Sauh Deutsch Jakob, Elsner Jakob. G»elS Lina, Ehrenchal Jgrtag. Fischnraun Abraham, beug Hermann, GläSner Rosa, GÄdl'-erger Rosa. Äottdenker I., Haber Erna, Holzer Heinrich, Sekretär-Soelw., Ha-nnak Friederike, Hecht Oskar, Kcchn Ella, Kaufmann B. B., Obermntor, KranS Jakob, Kalman Leopold, Karpel Ella, Kraus Rudolf, Kahn Ädobf, KollmEt JsUVar, LihuHdator, Leuchter Be-rcha, Läwensichn Isidor, Llchwustern Alfred, Lam'bevger Salo, MachaS Mattzas, Oberkantor. Meißner WfreL>, Sokretär^Gtelbv., Mmrttver Oskar, Amislvlter, Miller E., Dr., Mannheimer Thea, Neubatcer Liesl, Popper A., MaterialvvrSoalter, Pick Genlrude, P^tpper Josef, Verwalter des Bersovgu-ngShaufeS Pe1«rselka Josef, .RechnungSdiEvr, Neichuer Abraham, Rosenifeld In!ms, Amtsieiter, Nosenseld Klava, Rosenchal Hedwig Singer Erna, Spitzer,J., Silberstem Hans, Sprecher Mila. Schnabel Goriard. Lckön Öktb r ic;. Lclwam.m Josef, Scheniever Fina, Schill Hugo, Schäfer Leopold, Amtsleider, Schustovmarm Heinrich. ni-- av^' Schwager Max, Schwertfingar Aron, Stern Leopold, Dr., Sekretär, Tichy - Albert, Taglicht Edith, Ullimtttn H.. Mmer Bensch, Welüberg 8., Direktor, Wochstein Bernhard,-Dr.. Bibliothekar, Woiß Hugo, Verwalter des CpÜalS, Wsntstsm Siegnmnd, W«ß Lisi, WvSner H., Zauderer Klara. % Manne Wien, 7. Bezirk, Schottenfeldgasse 24 s Xuxus- und Stilmöbel aller Mrten ist nur bei einer großen LLahsbeteiligüiiq sicher. Jeder Wähler erscheine daher am S. November , 1924 an der. U.cna! Wühlet bi« Liste der Vereinigten jüdischen Parteien! /