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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-06 · Heft 2054 a = Kultuswahlnummer (6.11.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2054 a = Kultuswahlnummer (6.11.1924)
Date
1924-11-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wiener Morgerrzeltnng. 6. November 1924 Nr. 2054« SM 8 ' ' W'mr- Donuerssag Rede des Asten Sekretärs der ifrael. Kattasgemeinde Guido Fuchsgeld in der Massenversammlung am 38. Sttober 1824 in den „Mmpiaöalen". Geehrte Versammlung! Seit fast drei Jahrzehnten stehe ich im Dienste unserer altehrwürdigen Gemeinde^ deren Erster Sekretär zu sein ich numnehr die Ehre habe. Niemals konnten Sie mich in politischen Versammlungen irgendeiner Partei sehen. Ich Me mich dem Getrieibe. der Parteipolitik stets ferm gehalten, denn ich Lin der Ansicht, daß «in Beamter, der bestellt ist, um «ne der Gesamtheit geltende Tätigkeit zu entfalten und aus den Geldern der Gesamtheit bezahlt wich, mag er als Pvivatnmnn welche politische Gesinnung auch immer pflegen, sich der parteipolitischen Betätigung fernzuhvlren Hai, damit er nicht das Vertrauen, welches sein Amt erfordert, erschüttere. Nun gibt es bei uns in der Kirltusgemeinde auch einige Neligionslch-rer und andere Angestellte, die anderer Meinurrg sind, die es für gut finden, sich gelegentlich jeder Kuliuswhl an die Fvackschösse einer anderen politischen Partei anzuhängen, um dann, in wahrem Lichte erkannt, mit einem Fußtritt abgebeutelt zu werden. Das wäre ja eigentlich eine Pvivatsache, eme Angelegenheit des persönlichen Geschmackes, um die ich mich weiter nicht bekümmere. Wenn-ich-heute vor Sie hintvete, geschieht, es-nicht, mm für irgeneine Partei. für-irgendeine . 5kandidatenListe Stimmung zu machen, sondern lediglich - um der Lüge und BerleumdttNL mit dem einige wenige aus dem großen Status der Angestollteuschast der Kultusgsme-inde in den letzten Tagen Wien und dessen Iudeuschaft in schamloser Weise überschwemmten, den gebührenden Faustschlag zu versetzen und mit jener Offenheit, in der es noch in keiner Oeffentlichkeit geschehen ist, Verhältnisse zu beleuchten, die bisher kaum bekannt geworden sind. Diese „Macher" sind politische Hausierer und erinnern an jenen Bauernburschen, der, um sich an: Feuerschein zu ergötzen, Haus und Hof ssrner Eltern w Brand steckt. Vor wenigen Tagen ist ein ZoiturVsÄlatt m meine Hand gelangt, das sich „Die jüdische Gemeinde" und Offizielles Organ des Verbandes der Ungestellten der -israelitischen Kultusgemeinde Wien" nennt. Schon die Anschrift ist eine Falschmeldung und Irreführung gröblichster Art. Die Angestelltenschaft weiß gar nichts davon, daß als ihr „Offizielles Organ" ein Machwerk ausgegeben wird, dessen Inhalt «in Sammelsurium von Dummheit, Lüge, Verleumdung und Entstellung ist. Es haben mir mehrere Mitglieder der Vevbandsleitung, darunter der Obmannstellvertreter Kornfein ausdrücklich erklärt, es fei wohl einstmals im Verbände die Rede davon gewesen, daß man «ine jüdische Wochenschrift herausgeben wolle, aber das plötzliche Erscheinen des Blattes habe sie überrascht und sie hätten von dem Inhalte der ArMÄ vorher gar fei,me Kenntnis, gehabt. Die Sekretäre der KultusgemenÄe — und für diese trete ich heute vor Sie hin — gehören dem Bereinsvevbande der Angestellten nicht an. Sie haben in der abgelaufenen Funktionsperiode, der schwersten, die je unsere Gemeinde mitmachte, in ausopferungsvoller Treue dsm Kultusvorftande zur Sorte gestanden, haben unter Einsatz ihrer ganzen Kraft dazu beige tragen, daß die Gemeinde über die schwersten Zeiten hinweggebrachi und einer glücklichen Zukunft entgegengeführt werde. Der Unflat, der von unwürdigen Nutznießern der Gemeinde in dem als »Offizielles Organ der AngestcAten" bezeich* neten Pamphlete über den Knltusvorstand ergossen wird, der wird auch über das Sekretariat geschüttet. Deshalb stehe ich heute vor Ihnen und ich will vorweg betonen, daß es ein Unrecht wäre, der gesamten Angestelltenschaft das Treiben einzelner zur Last zu legen, welch« auf eigene Rechnung und über die Köpfe der Angestelltenschaft hinweg sich an Unverschämchsit und Lügenhaftigkeit «och nicht Dage-wefenes leiste. Ich will Ihnen mm einige Kostproben aus diesem Offiziellen Organ", an dessen Geburt israelitische Religionslehrer, Lehrer der Ethik und Moral, in erster Linie beteiligt sind, vor Augen führen. Diese Personalvertreter hatten sich stets bei den Verhandlungen'mit -dem Kuüusvorstan'de, mit den Aemlern und in der „Paritätischen Kommission" <nn Auftreten zurechtgelegi, daß wiederholt die mitintervenierenden. sozialdemokratischen Gewerkschaftssekvetäre des »Bundes der HfenÜichen Angestellten" drohen mußten, die Verhandlungen zu verlassen, wenn sich die Angestelltendertreter nicht anders benehmen. Das „Offizielle Organ" behauptet, daß dir Angestellten wie „Parias" behandelt werden, und die Dienstordnung eine rückständige sei. Gibt es noch eine. Körperschaft, welchtrotz dar Schwere der Zeiten auch nicht einen einzigen AngestÄlten Zwangsweise abgebcmt hat? Wir beschästigen 200 sozialdemokratisch organisierte Angestellte im Spitale und in der VersovgunMansialt, die von sehr ftvamnren Gewe-rvschaftsfühvern bei den Verhandlungen vertreten werden Gewerschaftsfühver und Betriebsräte konnten nach jeder Verhandlung mit Dankesworten den Verhandlungstisch verlassen und erst kürzlich hat der Gewerkschaftsführer, als er von der Absicht des Vizepräsidenten Doktor F r i e d m a n n hörte, nicht mehr kandidieren zu wollen, an ihn in wärmsten Worten in Anwesenheit der Betriebsräte «die Bitte gerichtet, w-eiter im Kultusvorstande zu verblühen, weil die Angestelltenschaft Ar die verständmsvolle Führung der Verhandlungen trotz dm Goguisätze, die sich naturgemäß oft evKiüben haben, dankbar ist. XXiub muß eine Dienstordnung nicht als übernvodern bezeichnet werden, die es ermöglicht, daß ein Josef P i ck und Konsorten Vorstand und Aemter in einer derartigen, nicht zu qualifizierenden Weise ungestraft beschimpfen und besudeln? Ost und oft mußte das Sekretariat die einzelnen Kultusvovsteher, tv«vlche sich unter solchen Umständen nicht mehr bereitsi'n>den wollten, an den Sitzungen und Verhandlungen mit diesen famosen Angestelltmvevtretern t-eilznnchmen, iustäudigst bitten, im Interesse der übrigen Angestelltenschaft die Empörung zu überwinden und an der Beratung teilzunchmen. Ta wagt es das „Offizielle Organ" die Ä)ese aufzuMlru: „Die BerhetzungsPolitÄ zwischen Dorstchem uird ArngesMten, welche vom Sekretariate ihren Ausgang nimmt", -mlls.fr bessitigt werden. Es wird dann über die VsrweigeMng des Passiven Wahlrechtes der Angestellten der Kultusysmeinde gejammert. Ob dem Knltusvorstcmde daraus ein Vovwurf zu machen ist, daß er dom Religionslchver Josef Pick die Möglichkeit bsnomruen hat, ein KultusvorstandZ'mairdat zu erban^- gen, das möge die Wählerschaft selbst beurteilen. Daß aber diesem Herrn, dessen Persönlichkeit von Herrn Gemeind erat Dr. Plafchkes so erschöpfend beleuchtet wurde und der unter den Verführern die Fühvervolle spielt, ein allzu demokratisches aktives Qualrecht eingeräumt wurde, das sticht fest. Das „Offizielle Organ" lügt weiters seinen Lefevn vor-, es sei den AngsstMen das Pensionsnormale voventhalten worden. Ich wM Ihnen nun zur Kenntnis bringen, wie jene Pensionsbestimmnugen sich auswivken, die derzeit in der Kultusgomeinde gchamidhabt werden, damit Sie sich darüber selbst eine Vorstellung machen können, was diese Herren — sie sind heute hier schon wiederholt genannt worden: Roligionslehrsr Josef Pick, Religionslchver Moritz Figdor, Beamter Richard Kaiser und Beamter Sigmund Kornfein unter einem „dorenthaltenen Pensi-onsnovniale" verstehen. Die Monatsauszahkl.ug pM Oktober stellt sich in folgenden Ziffern dar, wobei ich aus jeder Angestelltenkategorie ein Beispiel hercmsgegrisfen habe: Ein Amtsleiier, der in jugendlichstem Alter in den Dienst der KultusHSmernde getreten ist und daher das Glück hatte, kaum 50 Jahre alt, in den Ruhestand treten zu firntien, erhielt pro Oktober K. 7,038.600, ein pensionierter Liquidator K. 5,004.230, ein Pensionierter Sekretär mit effektiven 24 Dienstjahren K. 4,258.865, sechs RÄigionSlehver je K. 4,527.880, ein Pensionierter Schächter K. 2,852.980, ein > Pensionierter KanFleidiener K. 1,650.727, eine pensionierte Lerchenwascherm K. 1.24L.000, und nun kommen wir zu den Witwen: eine 'Kantorswitwe K. 2,433.365, eine SPitals- Vevwalterswittve K. 2,293.490 , eine Äehrerswitwe St. 2,110.450, enve Obevosfizialswitwe K. 1,884.870, eine Jnkasfantenswitwe K. 1,381.000. Ich frage die Kcmfle-ute, Aerzte und Anwälte, ich frage die Pr'ivatangestelldenfchaft: Kann man das ein „dorenthaltenes Pensionsnormale" nennen? Sie konnten in den letzten Tagen in den Wiener Tages-blüttern lesen, daß dem bekannten Sänger Karl S treitmann, der, nachdem er durch 50 Jahve in herragerrdsber Ste-llunig an den Wiener Bühnen .die Wiener durch seine Kunst erfveute und ergötzte, nunmehr als Z»oeiuudsiebzigjähriger ans eine Gnadenperrsion von K. 800.000, welche ihm die Stadt Wien gewahrt, angewiesen ist. Wahrlich, hatte Karl Streitmann Dsoine Jahre als Chorsänger im kleinsten Gemeindetetnpel der Kultusgemeinde verbracht, um seinen Lebensabend wäre er besser Leftellt gewesen Das Presseerzeuguis der Herren Religionslehrer Joses Pick und Konsorten führt geringfügige GNadenPenfiionen von »exmittierten Lehrern" an, verschweigt aber, daß es sich um pensionierte städtische Lehrer handelt, die von der Gemeinde Wien ihre volle Pension erhalten und überdies von der KultüsgMM'Nde, weil sie im Nebeuamte auch einige Religionsstunden erieiitten, eine weitere Gnadenpension beziehen. Gibt es noch irgendeine Körperschaft, die MI dem Titel einer Nebenbeschäftigung an anderweitige.Penfiansberechtigte weiter Pensionen gewährt? Auf Seite 4 des Schmutz- und Schimpfblattes findet sich folgende Auslassung: „Die Forderung nach Gleichstellung mit den städtischen Angestellten kormte erst durch Anwendung gewerkfchastlichw Mittel dmchgesetzt werdem Andererseits wevden liebedienerischen AngeMien außertourliche Vorrückungen und enorme Grldzuwendungeu zugebilligt und so das Spitzel- und Denunziantentum systematisch gezüchtigt." Ich 'haile festgeftellt, daß «n der aibgelcmfenen FwnktiowSpwode des KultuSvorstandes etwa zwei Drittel sämÄicher schematisierten Angestellten außertouvliche Vorrückungen, Remunerationen oder Aushilfen erhielten. Jeder einzelne von ihnen wird > von der Wider ihn et* habenen Beschimpfung, daß er ,^m gokaufbvs Spitzel und ein Denunziant sei, amtlich von mir m Kenntnis gesetzt werden, damit er den Schutz, /den das Stmsgesttz gewähtt, in Anspruch nehmen könne. Fvorlich befinden sich unter den zu Bövständigenlden auch die, Spitzen des Angsstellternverbandes, ReligionÄehrer Josef Pick, Beamter Sigmund K o r «f ei« und Beamter Richard Kaiser, und, demn dürfte ihr „OffizieAes Organ" mit dieser Auslassung ein'ge Berlögeicheiten bersi-tet haben. Sie können aus dem „Offiziellen Organ" aerch die interessante Tatsache -entnehmetl, * daß die Schul- und Lehrerangelegercheiiten der isvaeilttischen KzKtuAgemeinde aticht in di« Hän.de der Lahververtveter, nämilich der Herren Jv-ses P i ck et tutti quanti gelegt sind, sondern „in die eines Sekretärs, der vom Judentum mrd Unterricht keine Ahnung hat". Da nun die Inspektoren für den israelitischen Religionsumterricht, Stadtschulrat Prof. Heinrich Re di sch, Rabbiner Dr. Feuch twang, Rabbiner Dr. T a g l i ch t, Rabbiner Dr. Rosen mann, Inspektor W i e s n e r, nicht den Titel von „Sekretäres führen, kann damit wohl nur jener Beamte! gemeint fern, der darüber zu wachen hat, daß die für den Religionsunterricht aufgÄvendeten Geldmittel der Gemeinde, nicht mrgebührlich in Anspruch genommen werden und zum Boifpial boa.nständen muß, wenn Herr Religionslchrvr Joses Pick unber der Angaibe,!örank zu sein, die Bestellung eines Supplenten auf Koster: der Kultusge.we'inÄe anspricht, um wäh verrd der Zeit, die er in der Schule zu verbringen hätte, die Gänge und Vorzimmer des Amtsgebäudes der Kultnsgemeinde als Luftkurort zu benützen und dort die Angestellten zu verhetzen. Allem Anscheine nach aber gibt es keinen Sekretär der Kultusgeinwinde, der vom Judentum nichts versteht, denn jeder von uns weiß die Bedeuturrg der Worbe „Ghillul hasch«em" richtig zu deuten und unsere Kinder haben wir so erzogen^ daß noch keines derselben dem Judentum abtrünnig mivde. Man soll das nicht -v o n a l l e i s r a e l i t i s ch e n R e l i g i o n s l e h r e r n b? Haus) te n können, doch darüber dürfte drr verantwortliche Mdakteur des »^Ossdellen Organs", Religwusibchrer - David- 'S t e i nba ch, genauer Bescheid geben können. I ö 4ii n e n, doch darüber dürfe der verantwortliche Redaltsu-r des „Osfiz-iellen Organs", Religionslehrer David Steinba ch, genauer Bescheid geben können. Im omE Zirkular, das von dem mehrfach erwähnten Religionslchver Josef P i ck und Konsorten gefertigt ist, uwb' das sie übrigens auch in der heutigen „Arbeiter-Ze-itung" lesen kölmen, wird über die „Knebelung des freien Wortes" Beschwerde geführt. Ich will Ihne» auszsigen, wie diese „Freien Worbe" ausdem Munde eines Lehrers der Ethik und Moral ausschen.. Sie koriuben erst am letzten Sonntag im Schulbureau der Kultusgemeinde vernommen werden. Religio n s l e h r e r I o s e f.P -i ck brachte dort der Beamtin, also einer Dame, nreine Geehrten, das Begehren vor, am nächsten Tage drei Stunden aus Kosten der Kultusgemeinde suppliert zu werden. Die Beamtin erklärte, dies auf eigene Faust nicht inachen zu können, sondern hiezu, wie es vorgeschrieber: ist, die Genehmigung des Sekretariates einznholen. Offenbar um einen Nachweis seiner klassischen Bildml-g zu eckbrirrgen, schleuderte ihr der Jugendbildner das bekannte Zitat aus Götz von Berlichingcn ins Gesicht, indem er ihr gleichzeitig eanpfahl, «inen g t* wissen K ör p e r t e i l des Sekretärs Fuchsgelb auszusuchen und sich hiueinzubegebeu. Diese „Freien. Wort e", geehrte Versammlung, di« werden geknebelt tverden, und. werrn es auch mit Wlse des Staatsanwaltes geschehen müßte. Seit eineinhalb Jahren ist der Kultusvorstand m«t einer nemn textlichen Kodifiziemmg des Pensionsnormales beschäftigt, und nun wird von dom .^Offiziellen Organe" der Josef P i ck und Konsorten den Lesern vorgelogen, das Sekretariat sabotiere das Pensionsnormale. In Wirkl'chkeit hat das Sekretariait wahrend der ganzen Zeit beim KuLtuSvorsw'nde im jedem einzelnen Pensionierungsfalle erwirkt, daß er bereits nach dem uenzubeschließendem Normale erledigt werde. Allerdings biegt dm BevschleppunA der Erledigung des neuen Normales vor, und. zwar da-durch, daß - MligionÄlehrer Ioföf P >i ck ebne Reihe von Sitzungen .der „Paritü tischen Kc«mmiis>sioin" zunichte machte. Der Entwurf enthält nämlich Bestimmungen, die divsem Herrn und seinen Gesinnungsgeniosisen höchst unbequem sind. Es heißt da zum Beispiel, daß nur solche Religionslehrer der Kultusgemeinde darauf Anspruch haben sollen, gleich den Lehrern derStadt Wien schon nach 32,5 Diemstjahreu mit den vollen Pensionsbezügen «in den Ruhestand treten zu können, welche sich verpflichten, auch im selben Ausmaße Arbeit zu leisten, wie es im Schulgesetze für die städtischen Lehrer vorgesehen ist, das heißt dieselbe Lrhe- Verpflichtung zu übernchmen, welche die Stadt Wien von ihren Lchvecn fordert. Es ist aber ferner vorgesehen, daß solchen Penrsionisten, welche eine der israelitischen ReligionSgeisellschast feindselige Tätigkeit oder Propaganda entfalten, die Pension entzogen oder verkürzt werden kann. Das sind Bestimmungen, die von Religionslehrer Josef P i ck bekämpft werden mußten, -' denn man' kann ja nicht wissen.... Das „Offizielle Organ" des Verbandes der Angestellten der israelitischen Kulbusgemeinde konnte es sich anck nicht versagen, den obersten Beamten' der Gemeinde, den Oberrabbiner Prof. Dr. ChajeS zu beschmutzen. Diese „Macher" stellen bereits dem Oberrabbiner einen R«!>sepaß nach Palästim Ms. Mit dem Aüsveisevisum wird es wohl noch einige Schwierigkeiten/haben. Aber da fallen mir die Abschwdswork Andromaches an Hektar.ein: „Wer wird künftig mein« Kleinen lehren Speere - werfen und die Götter ehren? in Variverung dieser Worbe möchte ich fragen: Wer wird künftig Angestellten der Kultusgemv'm-de, die von irgend einrem Unglücksfalle heimgefucht sind, in so edler, solch diskreter undausgieblg e r W e i s e H i 1 f e b r i n g e n, wie es der, Oberrabbiner getanauch wenn es sich uni Mitglieder der. Berbandslettung gehandelt hat. Gin schnöderer Undank war wohl noch selten zu verzoichnM

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