Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2561 (10.4.1926)
- Date
- 1926-04-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ftt BSfll _ Wien, Samstag_ Wiener MorgenzeUurrs_ Set Prozeß gegen Alexander Mirz und Artur Fuchs. Die zeugeneiavernahmen. Gestern Kurde gleich nach Eröffnung des zweiten VerhanttungstagrS in die Zeugeneinvernahmen eingegangen. AIS erster Zeuge wird der Direktor der Annoncenexpedition Haafenstein und Bögler, Anton Josef Fried, einvernomlnen. Der Zeuge erzählt, daß er seit der Gründung der Amwneenunwn täglich mit Artur Fuchs zusammengekominen war. Anfang 1921 tvendete er sich Wer Ersuchen des Generaldirektors vom Hanse Castiglioni, Schweiger, an Artur FuchS mit dem Ersuchen, beim „Abend" -dahin zu wirken, daß der Ton der . sich gegen Castiglioni richtenden Angriffe etwas gemildert werde. Fuchs sagte mir zu, er wecke alles aufbieten, um meinem Ersuchen zu entsprechen. DaS ist auch geschehen und ich habe mich erkenntlich gezeigt, indem ich ihm einen relativ geringen Betrag gegeben habe, dessen Höhe mir nicht mehr erinnerlich ist. Bors.: Wer hat die Höhe dieser Summe bestimmt? — Fried: Das Hau8 Castiglioni. Das Haus Lastiglioni hat diesen Betrag freiwillig gegeben. — Bors.: Woraus haben Sie den Schluß gezogen, daß Chefredakteur WeiSz davon gewußt und daß er das Geld genommen hat? Fried: Ich glaube, Namen wurden überhaupt nicht genannt. Ich ha'be auch nicht nach Namen gefragt, es hat mich auch nicht, interessiert, wer den Betrag bekommt. Ich habe angenommen, daß Fuchs beim „Abend" Freunde hat. Bors.: Sie haben gesagt, Fuchs hat Ihnen erzählt, daß er mit Weiß.gesprochen hat. — Fried: Das dürfte sich so abgespielt halben. Ich habe damals — sagt der Zeuge — im Laufe eines Gespräches mit Artur Fuchs von diesem gchört, daß die Affäre Castiglioni, die damals in allen Zeitungen breitgetreten tvurde, auch im „Abend" wieder aufgerollt Wecker; wiitd. Ich bat Fuchs, dafür zu sorgen, daß dies unterbleibe. Er versprach wieder, zu intervenieren. Mittlerweile ließ ich mir die Ermächtigung geben, Fuchs Geld anbieten zu können. Im weiteren Verlaufe der Besprechungen nrit Fuchs habe ich dann ihm einen bestimmten Betrag ängeboteu, ich glyube 15 Millionen. Als Fuchs die Intervention in Angriff italjat, sagte er mit, er müsse sich mit seinem Mann unterhalten.' Ob er decke! einen Nanren genannt hat, ist mir n r ch t e r i n n e rlich. Am nächsten Tage teilte er mir mit, baß die Sache mit 50 Millionen zu regeln tväre. Nach Rückiprache mit Schweiger, der, -wie ich glaube, mit Castiglioni gesprochen hat, boten wir dagegen 18 bis 20 Millionen, was aber von Fuchs mit der Bemerkung, davon könne gar keine Rede sein, das sei viel zu niedrig, abgelehnt wurde.. . Mr verhandelten weiter und einigten uns auf 40 Millionen, davon 24 sofort, den Rest aber in Raten, um so die Sicherheit z« Hecken, daß in Zwischenzeit in der Zeitung nichts erscheine. Schließlich '• sagte Fuchs, er sei einverstanden. Fuchs kam zu mir, um das Bargeld zu beheben. Ich sagte ihm: „Lassen Sie sich sofort mit dem „Abend" verbinden", und meine Hauszentrale stellt die Verbindung her, worauf Fuchs den Chefredakteur WeiSz zum. Telephon gebeten hat. Fuchs sagte nun ins Telephon: „Sie wissen/ wo ich bin. Ich übernehme soeben 24 Ballen. Geht die Sache in Ordnung?" Was auf der anderen Seite gesagt wnrde, weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls meinem Hause berichtet, daß wem Auftrag durchgeführt sei. - ' Als bann im Herbst die erste Rate fällig war, sagte Fuchs, er wisse nicht, ob Weisz mit dem vereinbarten Betrag, dessen Wert durch den Kronensturz stark geschmolzen war, noch einverstanden sei, und da ich nicht allem entscheiden konnte, sprach ich mit Schtveiger und Castiglioni darüber, die über die Valorisierüngsforderung sehr aufgeregt w-ren und erklärten, auf keinem Fall darauf eingühen zu wollen, sondern l i e b e r a u f d i e V e r b i n d u n g mit d em „Aben d" z u v e r z i ch t e n. Das sagte ich auch Fuchs, der erwiderte, daß WeiSz auch verzichte und sich durch die frühere Abmachung nicht mchr gebunden erachte. Bors.: Wissen Sie, ob jenes Tel-ephmgespräch nicht blind geführt wurde? Ha'ben Sie dle Nummer kontrolliert? — Zeuge: Ich hatte damals keinen Verdacht und kannte Fuchs als gewissenhaften Kaufmann. Ich hatte den Eindruck, selbst wenn eS nicht Weisz ist, dann ist es ein anderer. Bors.: Bekam Fuchs vom Hause Castiglioni auch noch andere Zntvendungen? — Zeuge: Ja,denn da ich angenommen habe, daß er jerre Beträge ungeschmälert ihrer Bestimmung zugeführt hat, beantragte ich, daß ihm zweimal größere Gratifikationen ausgesetzt wurden, im Bewußtsein, daß er uns GefälliAeitsdienste erwiesen habe. Bors.: Hat Fuchs gesagt, daß er von jenen Geldern etwas bekommt? — Zen ge: Er sagte, die letzte der vereinbarten Raten sei für ihn als Honorar bestimmt, aber da die Raten nicht ausgezahlt wurden, hat er nichts bekommen. Dr. Stein: Ist jemals Herr Fuchs an Sie herangetreten mit den; Wunsche, für Castiglioni beim „Abend" zu intervenieren? Over sind Sie an ihn herangetreteu? — Zeuge: Das kann ich mit Bestimmtheit sagen, daßjedesmal ich es war, der an Fuchs h e r a n t r a t. Ich habe Herrn Fuchs auch niemals im unklaren gelassen, daß Castiglioni sich erkenntlich zeigen wecke. Nach Beendigung des ersten Zeugeiwechöres stellt Doktor Breminger den Antrag auf Enthaftung seines Klienten Fuchs, da die bisherige Untersuchungshaft höchstens mit einer BerabrckungSgefahr vor der Berharcklung zwischen vru beiden Ange- Sagten zu begründen sei, aber in dem AugeMick wegsalle, in den; das Verhör der beiden Angeklagten abgeführt wuchs. Die Aufrechterhaltung der Hast war vielleicht bis zum Zeitpunkte, da die Angeklagten verhört wurden, gerechtfertigt, denn die Herren Fuchs und Weisz sind in diesem Prozeß nicht nur Angeklagte, sondern auch Zeugen gegeneinander mck eS konnte vielleicht davon gesprochen werden, daß einer den anderen hätte beeinflussen köninem Die wettere Aufrechterhaltung der Haft sei jckoch nur auS dem Grunde der Fluchtgefahr denkbar und diese kann im Sinne des Gesetzes durch Erlag einer Kaution besettigt werden. Dr. Stein schließt sich diesem Antrag an und sagt, d a ß e 8 in der Oeffentlichkeit Besorgnis errege, ob daS Verfahren wirklich so objektiv durchgeführt werde, wie es die Strafprozeßordnung verlange, es herrsche daher das größte Interesse daran, die Oofftntlichkeit darüber zu beruhigen, daß zum Nachteil der Angeklagten nichts geschche, was nicht unbedingt geschchen müsse. — Bors.: Sie haben sich nicht um die Beruhigung der Oeffentlrchkeit zu k ü m m e r n. — Dr. Stein: Ich fühle mich dazu verpflichtet. Die Verteidiger ftitb nicht einmal in der Lage, mit den Angeklagten, wie es die Strasprozeßocknung Vorsicht, ohne Gegenwart von^ Zeugen zu sprechen, denn der Untersuchungsgefangene wird von dem I u st i z w a ch m a n n nicht einen Augenblick verlassen. Dr. Rode schließt sich für Weis) gleichfalls dem Antrag auf Haftentlassung gegen Kaution an. Er bittet im Anschluß daran, Weisz nochmals das Wort zu erteilen, worauf er nach der Strasprozeßocknung das Recht habe. Als der Vorsitzende das nicht bewilligen will, bittet Dr. Rode, die Verteidigung nicht einzu sch ranken, sondern den Angeklagten das sagen zu lassen, was er noch zu sagen hat. W ei s z: Ich hatte gestern zuu; Schluß n o ch s e h r v i e l e s, was ich nicht gesagt habe ... — Bors.: Ich habe Sie gestern gefragt und Sie erwiderten, Sie hätten nichts mehr zu -sogen. Ich muß ja auf ben Gang der Verhandlungen Rücksicht nehmen, das Verhör mit Ihnen war beercket. Dr. Rode (dazwischenrufend): Es gibt keine Beendig u n g der Verantwortung, wie es keine Beendigung der Wahrheitsfindung gibt. — Der Vorsitzende rügt diese Art: Ich bitte, m anderer Form zu reden, bitte nicht zu schreien, ich drohe Ihnen eine Ocknungsstrafe an, weil diese Form unzulässig ist. Weisz: Sie haben gesagt, daß ich gestern nichts mchr zu sagen wußte. Ich hatte gej'tern nach der Kveiten Verwarnung den Eindruck, als wären Sie, Herr Vorsitzender, schon nervös and der Gerichtshof ermüdet. — Vorsitzender schüttelt den Kopf. — Weisz: Dann bitte ich um Entschuldigung» dann war mein Eindruck falsch. Weisz beginnt zu reden, der Vorsitzende unterbricht ihn: Ich bitte, diese Erträglich langen Einleitungen und gewundenen Redensarten gu unterlassen. Weisz (gÄränkt): Also ich verzichte auf das Wort. Herr Vorsitzender, ich sichle mich in meiner Wmnrung schwer gehemmt. Ebenso wie gestern durch Ihre wickecholien Unterbrechungen. Sie werden als erfahrener, alter Richter begreifen, daß mim einen Mann nach achtwöchiger Haft doch mindestens gut behandeln sollte. B o-rs.: Ich kann Sie nur gemäß der Prozeßordnung behandeln: Stellen Die auch keine Fragen an mich, sondern geben Die Ihle Aussage ab. — Angekl.: In meiner 20jährigen journalistischen Tätigkeit hat mir nie jemand gesagt, daß ich unerträgliche, gewundene Redensarten gebrauche, sondern mm; hat mir immer gesagt, daß ich mich sehr klar auSdrücke. Bors.: Wollen Die sich älso endlich zur Sache äußern. Auge kl.: Der Herr Staatsanwalt fragte mich gestern nach der Höhe meines Einkommens.,Man darf.nicht vergessen, daß ich nicht nur Chefredakteurs sondern auch Geschäftsführer des „Meick" war. Mein Gehalt H durchaus Nicht übermäßig hoch gewesen. Der Angeklagte führt -mm verschiedene Ziffern vor von ihm bekannten Journalisten, di? weit höhere Einkünfte als er bezogen haben». In der Anklageschrift sicht der Satz: Weisz mußte zugelben, daß er wiederholt Angriffsart ikel gegen Castiglioni veröffentlicht, hat. Dieser Satz ist in den Akten absolut nicht begründet. Das ist eine Fehlleistung des Staatsanwaltes, das ist aus seinem Unterbvwußtsem hervorgekommen. Weiter wird behauptet, daß die Mgriffo ge-genckieLän-derbankaufgehört haben, als Kraus Geld gegeben hat. Auch das ist unrichtig: Die Angriffe haben nicht aufgchört, und ich hätte, obwohl ich als Chefredakteur großen Einfluß auf die Führung deL Blattes hatte, Angriffe auch nicht unterlassen können. Zum Schluß erklärt der Angeklagte Weisz. daß der künstliche Aufbau dieser Evpressungsanklage bei einem Sachverhalt» der im schlimmsten Falle als Bestechung qualifiziert werden könne, nur durch Aufhellung der politischen Hintergründe erklärt werden könne; die Verteidiger werden diesbezüglich die nötigen BewviSantröge stelle». Staatsanwalt Dr. Schwartz erwidert nunmehr auf die Anträge der Verteidigung bezüglich der .Haftfrage. Er führte aus, daßnach wie vor sowohl Beräckredungsals Fluchtgefahr bfftehe und daher ein« Enthaftung nicht in Betracht kommen könne. Der Staatsanwalt spricht sich hierauf dafür aus, daß die Untersuchungshaft auf einen Monat verlängert lveröc. Nach mehr als halbstündiger Beratung verkündet der Bor« sitzende den Gerichtsbeschluß, 10. April 1926_gef» I die Anträge auf Haftentlassung wegen Fortbestehen» der $#• gründe und wegen Unzulänglichkeit der angebotene» ftttttiM avznlchnen, über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Hastverlängerung aber erst später zu entscheiden. AIS nächster Zeuge toitb der Generaldirektor bei Hcnrstt Castiglioni, Herr Bertold Schweiger, vorgerufen, bctt der Vorsitzende befragt, wie oft und wann daß Haus Castiglioni nrit dem Abend" in Verbindung getreten ist» um eine Aenderung der Schreibweise desselben herbeizuführe«. Zeuge: Mir selbst ist nur ein Fall bekannt, doch sollen sich außerdem noch andere Fälle ereignet haben, bei denen ich aber nicht mitgewirkt habe. Der ein« Fall spielte zwischen dem 21. und 24. März 1902 und seine Einzelheiten habe ich in einem Gedächtnisprotokoll niedergelegt. Der Zeuge erzählt nun, Direktor Fried habe ihn eines Tages ausgesucht und ihm mitgeteilt, Fuchs habe ihm erzählt, daß der „Abend" eine scharfe Kampagne gegen Castiglioni vorbereite und zum entscheidenden Schlag gegen diesen jetzt aushole. Auf die Frage des Fried, ob die Sache sich mit Geld ordnen lasse, habe Fuchs evividert: „Vielleicht, aber es wird viel kosten." Es folgten nun lange Verhandlungen mit dem „Abend" und man einigte sich schließlich auf die Bezahlung von 2 4 M i l l i o n e n f o f o r t, von weiteren 16 Mil. lionen in vier Halbjahrsraten. — Vors.: Herr Castiglioni hat davon«,gewußt. — Zeuge: Gewiß, aber der zuerst gefordert« Betrag von 50 Millionen war ihm viel zu hoch. Der Vorsitzende verliest hieraus da- Gckächtnisprotokoll. Dann wick daS Zeu-genverhör mit . Generaldirektor Schweiger fortgesetzt, der zunächst auf eine Frage des Vorsitzenden die Richtigkeit des Gedächtnisprotokolls bestätigt. Er gibt weiter an, er glaube seikbst einen Scheck auf die Depositenbank ausgestellt und dem Generaldirektor Fried auSgehändigt zu haben. Weitere Beträge wurden nicht mchr bezahlt, weil ihre Valorisierung verlangt wurde und die darüber geführten Verhandlungen keine Einigung gebracht hätten. Staatsanwalt: Im Zuge des Prozesses wurde der Verdacht ausgesprochen, daß dieses Gedächtnisprotokoll «ine Fälschung sei. Zeuge: Das ist uirzutreiffend, ich stche dchür ein, daß das Protokoll am Tage seines Datums von mir verfaßt wurde. — Dr. Rode: Worauf beruht das Protokoll? — Zeuge: Auf meiner persönlichen Erinnerung. Dr. Rode: Haben Sie es Herrn Fried unterbreitet? — Zeuge: Nein. — Dr. Rode: Es ist also nur eine Darstellung eines Referats des Herrn Fried? Zeuge: Ich habe es Herrn Fried gazetzt, mch er hat mir bei dieser Gelegenheit gesagt: ^Iedes Wort ist richtig." Verteidiger Dr. Steiner: Ist nach der angeblichen Erpressungsaffäre die angedrchte ■ Artikelserie erschienen? — Zeuge: AngrUsartikel find noch erschienen, aber sie haben sich in gemäßigter Form und in normalen Grenzen gehalten. — Verteidiger Dr. Rode: Wozu wurde Las Gedächtnisprotokoll abgesaßt? — Zeuge: Auf Wunsch des Herrn Castiglioni. Cr wollte die Geschichte dieser Vereinbarung festgchalten haben. — Angekl. WeiSz (echebt sich): Sie haben selbst gesagt, daß auch nach dem 22. Marz noch Angriffe in der Sache Alpine gegen Castiglioni erfolgt find. — Zeuge: Jawohl, ich glaube vm Juli. — Angekl.: Ich bin über die Geschäfte des Castiglioni besser informiert als Die. Es war im April. — Zeuge: Kann sein. Mer nicht Angriffe von außergeiwöhnlicher Schärfe. — Angekl.: Im Llpril habe ich einen großen Artikel geschrieben und gesagt, Castiigliout und St inne s bostchlen di« österreichische Volkswirtschaft um Hunderte von Millionen und minieren sie. Ist das eine normale Bevichterstattung? Zeuge: Solche Airgriff« find damals auch in anderen -Blättern erschienen, die ich nichtalSabnormal bezeichne. — Angekl.: Können Sie behaupten, daß der Ton dtzs „Abend" nach dem 22. Mäpz sich Herrn Castigjlioni gegenüber gemildert hat? — Zeuge: Jawohl. Sehr gemildert sogar. — Staatsanwalt: Wie viel macht der Betrag von 40 Millionen, die der „Abend" damals erhalten hat, nach dom heutigen GeVdwevt aus?. ■— Zeuge: Ungefähr 400 lionen. Hierauf wird Direktor Leßner von der Juferatenfirma Dukes als Zeuge einvernommen. Leßner hat im Namen des Generaldirektors Gold st ein der Depositenbank bei Fuchs interveniert, daß die Haltung des ,Mend" gegen die Depositenbank geändert werde. Zeuge berichtet über seine Intervention, die mit der LeistMg eines Betrages von 10.000 Schweiz« Frauke« an Fuchs endete. Die Verteidigung verweist auf Widersprüche zwischen den Angaben Leßners und Goldsteins, die der Staatsanwalt dahin aufklärt«, Fuchs habe darnalS, als er eine Unters rodnng mit Leßner begehrte, Geschäfte vovgöschätzt, während er tatsächlich mit Goldstein über die Höhe der stechungSsumme verhandelt habe. Bors.: Wann ist der Scheck über die 10.000 Franken an Fuchs übergeben worden? — Leßner: Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Entweder am Tags der Unterredung oder nachher. Der nächste Zeuge ist der Pressereferent beS Haus« Tastiglioni. Dr. Leo Lederer. Sr erMt, daß er im Sommer 1983 von feinem Chef den Auftrag bekommen habe, ch» mit Weißbekanntzumachen. WelSj habe jedoch abgelahst. Tr. Zeuge, habe mit Weisz fremckfchattlich sehr viA verkehrt «d chm wiederholt mtt Informationen gedient, doch seien in diese» Nejtzv-chmrgen niemolmateriell« Frage» zur Eze