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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-09 · Heft 2560 (9.4.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2560 (9.4.1926)
Date
1926-04-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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fPtCntc ariWBmUllUllli MttU M MM» Qtatiftik ^Wt p___._ stammen? — Angel!.: Nein, min, nein, dakonnitz er nicht -mstthmen. Er hat in jedem einzelne« Fall« absolut gewußt, woher ich das Geld habe und zu welchem Zweck ich es chm bringe. — Dorf.: Welchen Betrag haben Sie dem WeiH im Falle Lände«bank überHchen? — An gell.: Herr Generaldirektor Rotier sagt« mir, da haben Sie drei Millionen, übergüben Tie das Geld mit einer Empfehlung von mir dem Herrn WeiSg. — Staatsan-w.: Was haben Sie Herrn Weisz gesagt, wie Sie chm das Gew überbrachton? — Änge kl.: Wozu rauchte ich chm noch etwas M sagen? W-ir haben doch vorher darüber gesprochen gehabt. — Verteidiger Dr. Stein fragt den Angeklagten, ob er selbst jemals die Anregung zu einer solchen Intervention gegeben habe. — Angekl.: Nein. — Nach weiteren Fragen der Verteidigung ist das Verhör nüt Fuchs geschlossen und der Vorsitzende unterbrach um 1 Uhr die Verhandlung aus eineinhalb Sinndcn. WeiKz verteMst sich. In der Nachmittagsvechandlung wurde mit dem Verhör des Angeklagten Weisz begonnen. Der Angeklagte erklärte sich nicht schuldig und gab eine eingchende Schilderung seines Verhältnisses zum „Abend", dem er seit dem Jahre 1916 angchörte. Wahrend seiner Tätigkeit sei die Auslage dieses Blattes innerhalb eines Jahres von 17.600 auf 50.000 Exemplare gestiegen. Er häbe sich um alle Angelegenheiten auch administrativer Natur gekümmert und sei deshalb mit Fuchs in Verbindung getreten, um einen Ausbau des Jnstratengeschäftes zu erwirken. Der Angeklag:e schildert, sodann die Fakten, die ihm in der Anllagchchrift als Erpressung angelasiet werden. Weisz bestritt entschieden, irgend welche Erpressung begangen zu haben. In seiner Stellung seien täglich unzählige Leute zu ihm gekommen und haben ihm' Geld angeboten, damit er keine ungünstigen Nachrichten über sie in den „Abend" gebe. Er Hobe alle Leute glatt abgewiesen. In dem Fall «astiglloni ist der Pressechef des Hauses Castiglioni, Dr. Leo Lederer, der sich während des Krieges um den „Abend" sehr verdient gemacht hat, .zu ihm gekommen und habe ihm G e l d direkt a u f gedrängt, damit die Kampagne gegen Castiglioni, die zum größten Teil er selbst geführt habe, eingestellt werde. „Ich habe ihn immer angewiesen," sagte Weisz,,/sogar Sonntag ist er in meine Wohnung gekommen hat mich aus dem Schlafe geweckt und wollte mir Gel dausdrängen. Bon einer Erpressung kann da wohl keine Rede sein. Es ist wchl ein Unterschied zu machen Zwischen einer Erpressung, die dadurch zur Kenntnis des Staatsanwaltes gelangt, daß der Geschädigte die Anzeige macht und Zwischen meinem Fall, wo die Staatsanwaltschaft auf Grmid eines Kesseltreibens, 2as gegen mich inszenier: wurde, erngeschritten ist. Tagtäglich wurden an mir von den Preßbureaus, die zur Irrt der Inflation jeder Reichgewordene unterhielt, Brstechungsvevsuche unternommen. Niemals habe ich meine Pflicht vergessen und niemals habe ich Gelb genommen. Keine GefÄllMten, die mit der Tendenz des Blattes nichts zu tun haben, habe ich, so wie dies jeder andere Jounülist in Wien tat, auch erwiesen, ohne dafür etwas zu verlangen. Wählend der Zeit der Krise de'8 ,Mend" war mein EinkdmMsn kleiner und da bin ich auf die Idee gekommen, Börsengeschäfte zu machen. Ich hckbe schon vor dem Kriege mit Erfolg Geschäfte gemacht und war als Leiter einer großen Firma, die Filialen in allen Weltstädten unterhält, tätig. Ich habe Grschätsrch'err nach London und bis in den Orient' unternommen und Habs immer einen großen Geschäftsgeist bekundet, den ich auch dem „Abend" mit Erfolg zur Verfügung gestellt habe. Ich brauchte dringend Gelb, weil meine Fr.au erkrankte und bringend r« eine LungercheAanstaft gebracht werden mußte. Man wird mir vorwerfen, warum ich sie nicht in eine.der österreichischen Lungenheilanstalten gebracht habe. Darauf habe ich zu erwidern, daß gerade ich aus zchlrerchen Zuschriften, die an mich kamen, die desolaten Zustände in diesen Anstalten Kannte und deshalb meiner Frau eine bessere Kurongedeihen lassen wollte. Mein Bestreben war es, immer materiell unabhängig zu sein und wenn der ,Wend" mich nicht so stellen konnte, so mußte ich trachten, auf anständige Weise mir diese Unabhängigkeit zu verschaffen. Ohne Jurist Kt.sein, bin ich mir voMounnen klar, was eine Erpressung ist. Das Blatt, das ich geleitet hccke, hat sich mit den mächtigsten Mimnern im Staate.verfeindet und ich wußte, daß man auf mich losgchen wird.' Wir haben oft -in der Redaktion davon gesprochen, daß wir.' in einem Glashaus sitzen und daß alle unsere Handlungsweisen kontrolliert werden, und deshalb waren wir peinlichst darauf bedacht, nichts zu turr, was Anstoß erregen könnte. ES wäre wchl. das KsüAe zu meiner Verteidigung, wenn ich den Mitangeklagten Fuchs arfschwärzen wollte. Ich will dies nicht tun, sondern nur wahrheitsgemäß aussogen. Ich habe, wie ich schon erwähnte, auf de, Börse gespielt und Fuchs war derjenige, der die Transaktionen für mich durchführte, weil ich dapl kerne Zelt hatte. Er hat auch für mich, disponiert und so kam es, daß er mir öfter Geldbeträge, die ich brauchte, übergab, aber ich stelle hier ausdrücklich fest, daß mir - Fuchs niemals aus dem Titel der Beeinflussung des Blattes Geld gegeben hat. Ich hatte es einfach nicht notwendig und es wäre Wahnsinn gewesen. Wenn ich ein Spießbürger wäre, so würde ich davon erMen, daß ich zchn Jahre lang fleißig gearbeitet hohe und jetzt ins Unglück gekommen bin, ich würde auf Ihr Gerechtigkeitsgefühl und vielleicht auch auf Ihr Mitleid appellieren. Ich verzichte darauf. Zchn Jchre lang habe ich den „Abend" geleitet und diese zchn Jahre waren ein unterbrochener Kampf, Im Krieg kommr es vor, daß man dem Feind in die Hand fällt; ich bin de« Festche in die Hände gefallen. So sehe ich die Situation. Und ich kann sie nicht anders schert, aachvem, was ich zehn Jahre lang getan habe. Wär-r ich in B!t o a? e st, so würde man mir die Hände zusammenbinden und Wich ishie Donau wKrser^ Soeben ertchien Der große Popper-Prospekt Der Mann und fein Berk 32 Seilen, mit einer künstlerischen Photographie POPPER*LYNKEUS’ Wir wollen mit diesem Prospekt eine Uebersicht über das Lebenswerk POPPER*LYNKEUS’ geben und gleichzeitig das Verständnis vertiefen ffir diesen großen Menschen und Reformator, der sein ganzes Lehen in den Dienst der leidenden Menschheit gestellt hat. Aas dem Inhalt: Ein Essag Coudenhove-Calergis äbes POPPER- LYNKEUS Worte POPPER-LYNKEUS’ Auszüge aus dem vor kurzem erschienenen Gesprächen mit POPPER-LYNKE US Eine vollständige und übersichtliche Zusammenstellung der POPPER-Literatur Eine ausführliche. Würdigung der bedeutendsten Werke POPPER•LYNKEUS, toi Gralisl ,wiEH,i.mMiiEii[.22 Wäre ich ht Rom, so würde man mich niedevschießen. In Oesterreich erhebt man eine Anklage wegen Erpressung gegen mich. Wenn man in der Zelle sitzt, hat man Zeit zum Nachdenken, und ich habe über diese Dinge nachgedacht. In der Zelle war es auch das erstemal nach zehn Jahren, daß ich mich ansschlafen konnte. Man wirft mir vor, ich bin ein ein Sensatiorrsjournalist gewesen. Ich will Ihnen nur einen Fall erzählen: Am 3. Jänner 1922 habe ich iim „Abend" eine kurze Notiz über einen Herrn Julius Meszaros geschrieben, der in Graz Banknoten fäLschtr und nach fünfmonatiger Untersuchungshaft entlassen wurde. Ich habe damals viel mehr gewußt und habe Zusammenhänge mit den ungarischen Fränkenifäljschern gekannt, ich habe aber jahrelang geschwiegen, weil ich wußte, daß dies dem Ansehen unseres Staates abträglich sein könnte, und weil auch der erste Staatsanwalt Jmmendörfer bei der Hastenlassung des MeszawSz mitgewiÄt hat. Der Vorsitzende verwarnt den Angeklagten und droht, ihm das Wort zu entziehen, wenn er nochmals von der Sache abischweiife und Gerrchtsfuniktronäre beleidige. Weisz: Sie sehen mich-hier von einem Juistizjsoltdaten flankiert und Ihr Urteil imiß schon verschoben sein, denn Sie werden sich sagen, dieser Weisz muß ein ganz niederträchtiger Kerl sein, wenn man ihn sogar durch Justiysoldaten in den Saal führen lassen muß. Auch das ist ein Fehler der Auifrechtechaltung meiner Haft. Castiglioni, von dem ganz Wien wußte, daß er strafbare Handlungen begangen hatte, wurde nicht verhaftet. (Der - Vorsitzende verwarnt den Angeklagten nochmals.) Meine Herren da« hohen Gerichtshof, Sie werden, hier eine Probe zu bestehen .halbst». Ich verzichte, an Sie zu appellieren, im Gegenteil, ich will Ihnen erKären, daß mein Vertrauen zur irdischen Gerechtigkeit sehr klein ist. Ich habe es nur mit Menschen zu tun. Ich will damit, schließen, daß ich Ihnen davon erzähle, daß in meinem Lieblingsbuch „Friedrich der Große" von. Franz Kugl-er eine Szene enthalten ich, in der Friedrich ' der Große über einen Urteilsspruch des Obersten Berliner Ge-, richtes empört, zornentbrannt eMärte: „Richter, die das Recht beugen, sind ärger als Straßenraub er. Diese setzen ihr Leben ein, die ungerechten Richter aber schleichen wie Diebe in die Häuser der Menschen und nehmen ihnen ihr Heiligstes, ihre Sicherheit." Der hochbegabte Maler' Adolf Menzel hat Illustrationen zu diesem Buch gemacht. Friedrich der Große erscheint nach verlorenen Schlachten, er erscheint in verschiedenen widerwärtigen Situationen, aber niemals ist. sein Gesicht so zornentbrannt als bei der Szene mit d;n ungerechten Richtern. Ich verzichte auf Mlberungsgvünde. ich bin mir. dessen bewußt, daß ich meinen Feind-en 'in die Hände gefallen b >i n. Sollte Ihr Urteilssipruch - gegen mich ausfallen, so werden Sie dieses Bewußtsein, in mir noch verstärken. Der Prozeß wird auch dann nicht aushören, weil das Recht sich nicht unterdrücken läßt. Nach der Verteidigungsrede stellte der Vorsitzende an den Angeklagten noch einige Fragen: Haben Sie sich durch die Aeußerung des Fuchs,'daß er, wenn Sie den Annoncenvertrag mit der Firma Schale! nicht erneuern, Ihnen Unannehmlichkeiten bereiten werde, für ernst genommen? — Weisz: Es ist ausgeschlossen, daß ich das als Drohung angesehen habe; was er mir gegenüber erklärte, habe ich als Komödie aufgefaßt. Er hat aber solche Dinge auch dritten Personen erzählt und deshalb habe ich das angegeben. Heute sehe ich die Sache viel 'ruhiger. — Bors.: Ist es richtig, daß Ihnen Fuchs in den Jahren 1931 und 1932 Beträge von 100, 20, 24, 3 und 6 Millionen übergeben hat? — Weisz: Möglich ist es, jedoch nur aus Geschäften, die ich an der Börse tätigte. Ich habe nie Bestechungsgelder von ihm erhalten. — Staatsanw.: Was für einen Gehalt haben Sie in der letzten Zeit bezogen. — Weisz: Ein Fixum von 37 Millionen und Tantiemen in der Höhe von 00 bis 70 Milg,gfrKifl8G_' 9km It ötten. — Staatsanw.: Wieso kommt es, daß Sie sich W einem so hohen Gehalt nichts ersparen konnten? — Del DM Ich habe ein Drittel meines Einkommens für wohltätige Zwecke verschenkt, 10 bis 18 Million«« habe ich Autospesen und 80 bis 40 Millionen habe ich' sonstige Spesen gehabt. Außerd-m war ich gewohnt, ehre am ständige Lebensweise zu führen. So kam eS, daß ich mir nicht nur nichts erspart habe, sonder» heute sogar Schulden habe. — Staatsanw.: Wo find die zwei Milliarden hingekommeu, di« gtzner: Bosel zur Verfügung gestellt hat? Weisz: Ich habe sie zurückgegeben und bi« ganz erstaunt darüber, daß Bosel in seinem Protokoll, das mit ihm anfgeiiommen wurde, davon keine Erwähnung tut. In wiederholten Zusammenkünften fragte mich Bosel immer wieder, warum sich der „Abend" keine eigene Druckerei macht. Basel war daran einigermaßen interessiert, weil er ja selbst eine Zeitung Hai. — Verteidiger Dr. Steiner: Haben Sie je daran gedacht, eine Erpressungsanzeige gegen Fuchs zu machen? — Weisz: Ich fürchte bei Beantwortung dieser Frage wieder ausfällig gegen das Gericht zu werden. ES ist ein großer Fehler, wenn man Leute einsperrt. Ich wurde beim Untersuchungsrichter Dr. Kathlein vorgeführt, von dem ich wußte, daß er auch der Untersuchungsrichter gegen den Attentäter Roth stock war. Der ermordete Bettauer gehörte zu meinen Freunden und so mußte es mich sonderbar anmuten, daß gerade diesem Untersuchungsrichter auch meine Affäre übertragen wurde. Und so kam es, daß ich mit ihm öfter Zusammenstöße hatte und daß ich gegen seine Untersuchungsführung Beschwerden an das Präsidium einreichtc. Ich erkläre, daß ich nicht beabsichtigt habe, gegen Fuchs eine Erpressungsanzeige zu erstatten. Es wird hierauf der Angeklagte Fuchs vorgerufen und gefragt, ob er dem Weisz die angegebenen Geldbeträge ausgefolgt habe, was dieser bejahte. — Bors.: Hat Weisz auch gewußt, woher die Geldbeträge stammen? — Fuchs: Mein Eindruck war der, daß er es gewußt hat, doch habe ich es ihm nie direkt gesagt, sondern es ihm in einer versteckten Form zu verstehen gegeben. Weisz war vormittags, wo biefe Unter» redungen stattfanden, meist sehr beschäftigt und so ist es möglich, daß er nur mit halbem Ohr zugehört hat. -3BeiSz bestritt entschieden, gewußt zu haben, woher das Geld stammt und betonte nochmals, daß er stets der Meinung ivar, daß das Geld aus Börsentransaktionen stamme. Er habe sich auch in seiner. Schreibweise durchaus nie beirren lassen. Weisz (zu Fuchs): Woher haben Sie gewußt, daß ich die Herkunft des Geldes gekannt habe? — Fuchs: Es tvar mein persönlicher Eindruck! — Bors.: Sie haben also angenommen, daß Weisz Ihre versteckten Avisos richtig verstanden hat? — Verteidiger Dr. Rode: Sie haben aber vorhin erklärt, daß Weisz nur mit einem halben Ohr zugehört hat. — Verteidiger Dr. Steiner beantragte die Vornahme einer Konfrontation der beiden Angeklagten. Fuchs erklärte, daß er sich der Einzelheiten der auf viele Jahre zurückgehcnden Fakten nicht entsinnen könne.; Hiemit war das Verhör mit den beiden Angeklagten beendet. Die Verhandlung wurde um 7 Uhr abends abgebrochen und wird heute um 9 Uhr fortgesetzt. Heute wirb das Zeugenverhör beginnen. Hu«or ftt 8ericht»«rteile». Unter den Urteilsbegründungen französischem: Richter findet man, so schreibt der „Cri de Prai'S", oft Beweisführungen, die nicht des Humors ermangeln; Bor dem Seine-Polizeigericht stand da kürzlich ein Arzt unter der Anschuldigung, mit seinem Auto zu schnell gefahren zu sei». Der Angeklagte führte zu seiner Entschuldigung und Entlastung an, daß er zn einem Patienten gefahren sei und rechtzeitig habe zurück sein wollen, um seine ' Sprechstunde wahrnehmen zu können. Das Gericht aber ließ diese Entschuldigung nicht gelten und verurteilte den Schnellsahrer zu einer hohen Geldstrafe. „Die Aerzte," so hieß es in der Urteilsbegründung- „dürfen neben den vielen anderen Mitteln, über die sie hrrsügen, und die den gewöhnlichen Sterblichen nicht so leicht zur Hand sind, nicht auch noch ihre Autos zur Tötung des Nächsten verwenden." Voll Laune ist auch die Begründung, eines Urteils, das kürzlich eine Strafkammer zu Marseille gefällt hat. Vor Gericht stand ein Trunkenbold, der im Rausch allerlei Unfug angerichtet hatte. „Da sich"» , so verkündete der Vorsitzende des Gerichtshofes, ,/ms den. Aussagen der Zeugen ergibt, daß der Angeklagte von 10 Uhr morgens bis S Uhr abends drei Gläschen Kirsch, zwei Glas Sliwowitz» vier Glas Rum, zwei Kognaks, drei Glas Anisette und zwei Glas Wermut, zusammen 16 Glas Braimtwein getrunken hat» ungerechnet der Schnapse, die die Zeugen nicht gesehen haben, muß. ihm, damit er nicht von neuem ansange, im Interesse seiner Gesundheit, seines Strafregisters und seines Geldbeutels eine strenge Lektion erteilt werden." Der Angeklagte tmrds also im Interesse seiner Gesundheit für ein paar Tage eingesperrt. Besorgter kann sich eine Strafkammer Wohl kaum noch zeigen. __ * Das Wetter. Gestern ist die a rung des Wetters eingetreten. Gegen Wien. 0. April, kündigte Verschlechte* end setzte Regen ein. Die Boraussage lautet: Vorerst" noch trüb, leichter Regen, mild, westliche Winde. * Plötzlicher Tod. Gestern vormittags ist in der Handelskamnier der 63jährige Kaufmann Bernhard Sch a )m a, nn- 63jährige Kaufmann Bernhard Schahs Türkenschanzplatz 7 wohnhaft, infolge Herzschlages Plö bewußtlos zusammengestürzt und »och Vor > treffen der Rettungsgesellschaft verschieden. * Bo« der Stadtbahn getötet. Wie berichtet,: wurde, am 7. d. aus dem Wiedner Gürtel der 82jahrige Schneidermeister Alois' M a l ach, Wassergasse 12. von einem Stadtbahnzug der Linie „18 G" niedergestoßen. Er ist im SPitale seinen Verletzungen erlegen. *

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