Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2557 (6.4.1926)
- Date
- 1926-04-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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etm_füUwfc» HOTelT, ”n>n1Wtj «. M'n's MS Skr tm Ae MWfHnetiflftfxJ Resterungranleibe. am v. Steinfeld (Nav-Yoch. AaL London kommt die Nachricht, daß englische Ban- 8<W bereit sind, die geplante palästinensische Regierungsanleihe z» übernehmen. Die Anleihe wird sich auf fünf Millionen eqMche Pfund belaufen und in ciitcm Zeitraum von fünfzig Jahvm gedeckt werden. Die palästinensische Anleche wird zum größten Teil rein konstrEW fein. Sie wird nicht zum Ztvccke der Deckung von Defiziten geschaffen. Ein solches gibt es im palästinensischen Reg^mngsbudget nicht mehr. Im Gegenteil, die letzten zwei Bichgetjahre 1924 und 1925 zeigen mehr Einnahmen als Ausgaben. Herbert Samuel Keß, als er vom Amt als Qberkommisiär abtrat, eine Budgetcvsparnis von drei Millionen Dollar zunick. Für ein Land von n-icht ganz einer Million Einwohner, die zum allergrößten Tell noch ziemlich arm sirck» und einen niedrigen Lebensstandard haben, für ein solches verhältnismäßig kleines mW armes Land also, ist das eine schr beachtenswerte Summe. Alle Anzeichen weisen darauf hin, daß dieser BndgetWevschuß kein Zufall ist, daß er sich auch in der nahen Zukunft behaupten wird, ganz unabhängig vom ökonomischen Zustand des Landes. Es ist wahr, daß, wie schon oft unwiderlegt nachgewiasen wurde, der Blchgetübevschuß zum größten Teil mit dem Nichtersüllen der elementarsten Pflichten gegenüber der jüdischen Bevölkerung von ftiteri der palästinensischen Administration zu erklären ist. Diese exploitierie ziemlich geschickt die zionisdischen Gesi'chle, die Juden aller Welt zwingend, solche elementare Institutionen wie Unterrichts- und medizinische Anstalten zu schaffen und Kr erhalten, was ihre eigene umimgänglichc Pflicht wäre. Das ganze Unterrichtsbudget der Regierung für das Jahr 1924 war nur eine halbe Million Dollar (genau: 102.754 ägyptische Pfund), eine Summe, die viel kleiner ist als die, die im Lande vor: ausländischen, privaten und gesellschaftlichen Institutionen (jüdisch-zionistischen und von christ-! lichen Missionären) ausgegeben werden. Selbst die Mohammedaner, für die der größte Teil des Untenichtsbndqels verwertet wird, werden nicht entsprechend befriedigt. Höchstens «« Viertel ihrer Kinder erhalten irgend eine Schulbildung, während dreiviertes als völlige Analphabeten aufwachsen. Für eine Regierung, die einen so ^deutenden Budgetüberschuß zu verzeichnen hat, ist das eine beschämende Erscheinung. Diese Tatsachen und gerechten Einwendungen ändern aber nicht das allgemeine Bild. Selbst wenn die Regierung das Budget für Unterricht und Vollshygiene verdoppelte, könnte sie demnach ohne Defizit operieren, und ohne die Steuern zu erhöhen. Das wird aus der Tatsache klar, daß Palästina ein Land mit ganz geringen Regierungsschulden ist. Außer der schwebenden Schuld an das englische Schatzamt, über die wir noch sprechen werden, gibt es nur noch eine grundlegende, das ist der Anteil an der türkischen Staatsschuld, den es als ein ehemaliger Bestandteil des ottomanischen Imperiums übernehmen mußte. Nach dem Vertrage von Lausanne fielen auf Palästina fünf Millionen Pfund als Tell der türkischen Äaalsschuld. Die erste Rate, die für das Budgetjahr 1924 festgesetzt wurde, beträgt im ganzen 69.000 ägyptische Pfund. In «den späteren Jahren werden die Raten größer werden, aber dennoch ist es im Berg'eich zur Schuldenlast anderer Länder eine verhältnismäßig bescheidene Bürde. Kurz, Palästina als Land, als Regierungseinheit, ist kreditfähig und' wir zweifeln nicht daran, daß ldie Anleihe, die jetzt von London ausgeschrieben wird, glatt gedeckt werden wird. Leider ist $>a§ Telegramm, das in der Presse veröffentlicht wurde, nicht ganz klar. Es verschweigt vor allem den Prozentsatz für die Anleihe. Sollte die palästinensische Bevölkerung für die erhaltene Anleihe sieben bis acht Prozent zahlen müssen, außerdem noch bis fünf Prozent der erhaltenen Summe für die Mühe des Bankiers, so würde das tatsächlich bedeuten, baß die Anleihe bis neun Prozent kostet, ein Prozentsatz, der gegenwärtig selbst bei Regierungsanleihen durchaus nicht phantastisch ist. Einen ähnlichen Prozentsatz zahlen Italien und Frankreich, die Wallstreet ansprechen müssen, wo das Geld doch billiger ist als in der Londoner City. Wir glauben, daß die gerieebenen englischen Bankiers nicht übel Lust haben, solche Prozente von Palästina zu verlangen. Da ist es eine Frage, oib das Geschäft sich lohnt. Nach unsrer Ueberzeugung ist Palästina nicht imstande, mehr, als fünf oder fünfeinhalb Prozent für eine Regierungsanleihe zu zahlen. Da die britische Regiemng für die Anleihe Garantie leistet, ist es nicht einzufehen, weshalb die palästinensische Regierung auch nur nm einen Cent mehr zahlen sollte. Die zweite Unklarheit ist die Frage der Verwendung der Nationalanleihe. Im Telegramm wird von Eisenbahnen und Häsen gesprochen; aber kein Wort über die schwebende Schuld der Paläslinaregirrmtg, die bis zum 31. März 1925 3,753.000 englische Pfund ausmachte. Diese schuldet Palästina nach den Büchern dem englischen Schatzamt,' und die englische Regierung hat bis jetzt den Standpunkt eingenommen, daß die erste, von der Palästinaregierung erworbene Anleihe, zur Deckung dieser Schuld verwendet werden müßte. Me „schwebende" Schuld, von der weitere zionistische Kreise leider nichts wissen, rührt von der späteren Abwälzung der Kosten der Errichtung von Giserchahnen und anderer Arbeiten, die die militärische Administration während des Krieges in Palästina gemacht hat, auf die Zivilverwaltung her. Offen gesprochen, muß man der Meinung sein, daß die Hälfte der Summe ohne jede Berechtigung der Palästinaregierung auserlegt wurde. Wäre die palästinensische Regie»«« England gegenüber irr dem Maße autonom wie Kanada oder Australien, würde sie sicherlich den größeren Tell tejjeg SHM Ficht amerktzWen, und jedes Wtzarteiijche. SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale: iX., Bern Rasse Nr. 19, Tel. 17-3-99 u. 16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilung für Fleisch untei Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kuilusgcmeinde Wien IX., Berggasse 15 XVII!., Wühringcrsh*. 97 Gericht würde sie darin schützen. Wenn man während eines Krieges Bahnen und Straßen zu strategischen Zwecken baut, hat man ihren Wert für den Frieden durchaus nicht im Zinn. Tic Engländer dürsten in Frankreich wahrend dieses Krieges nicht wenige Chausseen für ihre Truppen und ihre Artillerie gebaut haben. Nichtsdestoweniger ist es keiner der kriegführendcu Mächte eingefallen, von Frankreich Entschädigung für die auSgcführten Arbeiten zu verlangen. Mit dem- 'elbeu Recht könnte Frankreich von seinen Beribündeten Entschädigung für die Schäden, die notwendigerweise, wenn auch ungewollt, von den verbündeten Truppen angerichtet wurden, verlangen. Ganz besonders in Palästina tväre die Gegenrechnung viel größer als die englische Forderung. Außerdem wurden viele der militärischen Gebäude.und Arbeiten, die die Palästinaregierung übernommen hat, in einem Zeitpunkte ciugeschätzt, da die Preise die höchste Stuft erreicht hatten und das englische Pfund gleich dreieinhalb Dollar war. Jetzt dafür mit Pfunden zähen, die fast fünf Dollar ausmachcn, wäre durchaus nicht gerecht. Diese Einwände nicht in Betracht gezogen und die „schwebende" Schuld zugegeben, ist es immerhin noch ein großer! Unterschied, ob sie sofort durch die Anleihe gedeckt werde in eine separate, mit mäßigem Prozentsatz zu tilgende Schuld, und cs lohnt sich, diesen Prozentsatz auch weiter zu zahlen, und sogar noch ein l-ol-vü Prozent säe Amint'falion (die wir» ,o in einein nn st-;\r,ry,.-n gedeckt sein), nicht aber zu diesem chweck eine neue An'-.n'e zu lu-wdeu,! die aller Voraussicht na-ch gemäß der gegemrärria-u We'tmarlck i läge mehr tder! wird. Um welche produktive Ftvrcke gebt es hier? Das ist schwer zu beantworten, da man nicht weiß, wie die Angelegenheit der „schwebenden" Schuld erledigt werden wird und somit auch j nicht, wie viel Geld in die Kassen fließen wird. Das Maximum der tatsächlichen Einnahmen ans der Fünfmitlionenanleihe kann 4P« Millionen, das Minimum — eine Million, betragen. Es wird wahrscheinlich ein Kompromiß zustande kommen, das der Palästinaregierung alles in allem eine allmählich fließende Summe von zehn bis fi'mszehn Millionen! zur Verwendung bringen wird. Wie wird das Geld verwendet? Vor allem harren der Palästinaregierung zwei Ausgaben: Die Errichtung des Haifaer Hafens und die Emissionsbank. Ter .Hafenbau, vorläufig in verhältnismäßig bescheidenem Ausmaß, wird nach den letzten Berechnungen eine Million Pfund kosten. Die Emissionsbank wird nicht viel neues Kapital benötigen, ja sie wird eine Erwerbsquelle sein, da sic spezielle Banknoten ausgciben wird, aber der Ueberschoß des gewöhnlichen Budgets wird um einige hunderttausend Pfund vermehrt tverden müssen. Das restliche Geld, wenn solches vorhanden sein wird, wird wahrscheinlich für einige neue Wege und Reglerungsbauten verwendet werden. Viele Negierungsämter in Jerusalem sind ehemaliger russischer Besitz, und wenn die Verhandlungen zwischen England und Sowjetrußland über die gegenseitigen Forderungen ein Resultat zeitigen werden (das wird in einem oder zwei Jahren geschehen), werden diese Häuser evakuiert oder bezahlt werden müssen. Es wäre auch dringend nötig, daß die Regierung ihre verbesserte finauziellc Lage dazu benützt, um den palästinensischen Teil der schmalspurigen Hodschasbahn (Haifa—Semak) zu einer breitspurigen zu machen, und zur Errichtung eines Hafens in Jaffa. Es gibt auch noch viele andere dringende Arbeiten, die dze Regierung ausführen könnte, ohne selbst das ganze Kapital investieren zu müssen. Im allgemeinen muß die Palästrnaanleihe als eine positive Erscheinung angesehen werden. Sie dient zwar nicht 'dem speziellen jüdischen Interesse, wird aber um eht Bedeutendes den Wohlstand der ganzen Bevölkerung heben. In jedem Lande haben die Juden ein Jnteresie anr Wohlstand der sie umgebenden Bevölkerungsterle, ganz besonders aber in jenem Lande, das das jüdische Nationalheim wird. Sine SrüreffungraffSrr. Das Wiener Sicherheitsibureau HK einen Karl Sauer aus M ä h r i s ch - O st r a u, der hier ein obszönes Schmierblättchen ärgster Sorte, „Die Nachlttvelt", herausgab, zusammen mit dem angeblichen Kaufmann Johann Ahlers aus Altona unter dem Verdachte der Erpressung verhaftet. Die beiden gaben miteinander eine Wochenschrift, die schon auf den ersten Blick hm erkennen ließ, welchem Zwecke sie dienen sollte, und beschäftigten auch eine Anzahl von sogenannten „Detektivs", deren Aufgabe es war, Prostituierte aus der Straße zu überwachen und Dingen des Privatlebens, die irgendwie ins Sexuelle spielten, mit widerlichem Eifer nachtzuspüren. Auch einem Wiener Schauspieler, der bisher in, keiner Wech hervortrat, hatte das Jnteresie des Herrn Karl Sauer gegolten; er schickte ihm wiederholt sein Schmierblättchen zu, in dem Artikel über homosexuelle Verschlungen deutlich angvstrichen und mit einer Bemerkung verfchen waren: /^Demnächst wird Ihr Fall publiziert". Sauer bestreitet, daß er es war, der den Schauspieler m Unruhe zu versetz.m versuchte, lvas er aber nicht ableugnen kann, ist, haß er 15 6 0 S i. 11 i n g dafür anucchm, daß er eine Nummer seiner Zeitschrift, « der die Geschichte diese« Schauspielers doch hineingekommen war, noch vor der Auslieferung zurückzvg. Da der geschilderte Sachverhalt den Verdacht des Verbrechens der Erpressung gegen Sauer und dlhlerS begründet, hat das SicherheitSbureau beide in Hast genommen. Wien, 6. April. * Großer HotAdicbstahl aus dem Semmering. In einem Hotel im Semmeringg^biete ist am Ostersonntag ein Dicbsiahl begangen worden, bei dem der Täter recht wertvolle Beute machte. Er schlich sich in das Zimmer einer ungarischen Aristokratin und stahl: eine goldene Zigarettcnd<e, gerippt, mit Saphir als Verschluß, eine goldene glatte Zigarcttcndose mit weißem Emailstreisen, der mit 11 bis 13 Brillanten und Saphiren beseht ist und einen Saphir als Schließe hat, einen Platinring mit großem Brillant, der von sechs kleinen Brillanten umgeben ist, einen Ring mit großem Smaragd, großer Perle und sechs bis acht Brillanten, eine Brosche mit großem Smaragd und 11 bis 13 a--jour-gefaßten Brillanten, eine goldene Armbanduh. von der F mn Lo gines mit schw.rrzein Mo're'band, eine goldene Spange mit kleinen Brillanten-. Aus dem Zimmer einer auch im Hotel logierenden Fabrikantensgat tm aus Budapest stahl der Dieb einen goldenen Arnireif (Sklavenkettc). * Sir Ronald StorrS Sedergast des Jerusalemer Ober, rabbrners. Jerusalem, 1. April (I. T. A.) General Sir Ronald Storrs Gouverneur des palästinensischen Süddistrikts, wohnte als Gast des Oberrabbiners Jakob Meir der Zeromouie des ersten Sedevaibvnds bei. * Das Bier wird teurer. Die Brauereien in Wien und Niederösteveich erhöhen ab 6. April den seit Ilugust 1934 geltenden Bievpreis. Ab 6. April wird rm Ausschank Lagerbier 40 Groschen pw halber Liter, Doppelmah. und Starkbier 50 Groschen pro halber Liter kosten. Bakterienleben unter der Erdoberfläche. Die ersten direkten Auzeick-cn der Existenz von Lebcweft-n in einer Tiefe von über htsfl Meter ech'.elton eiine,: Geokogen von der Universität zu Chii.w.o Sie unterstesien die Oele »nd das zugehörige Wasser der a.is einer Tie'fe von 160 bis 500 Meter ständig fließenden Oel- 'bnnnu'n d> s süd^cken Illinois und fanden in 23 von 26 angelegte!! Znilmren, daß in den Flüssigkeiten Bakterien in großer Menge vorhanden waren. Eigentlich erscheint die Anwesenheit von Bazillen so tief unterhalb der Erdoberfläche unglaubhaft wegen der Crnlhri'.nasfrage, aber cS lassen sich hier die Forschungen von Dtn-rray über das Meerwasser zur ErKäruug herangichen. Murray fand, daß dos Wasser am Grund des Ozeans viel weniger Sülzte xntlliett als das obere, dafür aber soviel! Tchweielwasserstoff, daß rs nach faulen Eiern roch. Dies kann nur daher rühren, daß dort winzige Lebewesen sich von den Sulfaten nähren und als Ttosiwechse!Produkt dann Schweselwasierstofs abscheiden. Die in den Ocl'onden gefundenen BaVterien Zeichen mm mich schr den im Meer vorhandenen, wie überhaupt auch die Wasser von den Oels-etdern in der chemischen Zustmmienfttzung dem Meerwasser sehr stark ähneln. Der Hausarzt. ^tedigiert von Dr. SanA Beer. HyAene im Wochenbett. Die Ansichten Wer das VerhMen der Fvau nach deni Ausstößen der Frucht haben sich in den letzten Jahrgchnten gründlich geändert. Was hatten unsere Großmütter und Mütter, noch im Wochenbett zu leiden! Man sah die gebärenden Frauen als Kranke an, ließ sie wochenlang -im verdunkelten Zimmer liegen, fütterte sie mit allen möglichen Suppen »nd wunderte sich dann, wenn die Wöchnerin keinen Appetit hatte. Heute wird die Wöchnerin vor allem nicht atz Kvanke, sondern als Gesunde betrachtet. Je nach dem Allgemeinbefinden, dem Geburtsverlause und den Gewohnhsrten der Frau volhieht sich die Leitung des Wochenbettes individuell. Immerhin legt die moderne Medizvn großes Gewicht aus die Hygiene des Wochenbettes, weniger, indem getvisse iherapeu-. tische Handlungen durchgesührt, atz vielmehr dadurch, daß Schädlichkeiten von der Wöchnerin ftrngchÄten werden. Lbeches Prinzip ist Ruhe u,id Schonung der En-tbundenen. Dagegen wird gemoiniglich schon während des Geburtsverlaufes, noch mchr aber nachher", viel zum Schaden der Gebärenden gesündigt. Besonders schwer wird bei den heutigen 'beschränkten Berhältnlsien die Leitung obrer Geburt im Wohnhaus^ wo meist nur «in Raum als Schlaf- und Wchnzimmor zur Verfügung steht. Störend wirkt in jüdischen Kreisen auch dir übliche Anwesenheit der engeren und weiter«! Verwandtschaft, die während des ganzen Geburtsverla-ufts beratend eingreisen zu muffen glaubt oder bald nach dem Geburtsakt die Wöchnerin nicht zur Ruhe koimnen läßt. Im lsireißFimmer haben nckr Arzt, Hebamme und höchstens noch ein« Hrlfspeüfon anwesend zu sein. In den -ersten 21 Stunidrn «ich der Entbindung sollen kein« Besuche empfingen »verden. Besonders sollen während der jetzigen Grippewelle hustende und verschnupft« Besucher ftrnbleiben. - Man wird für gu-te Lüftung und größte Reinlichkeit im Schlafzimmer sorgen. Häufiges Wechseln der Bett- und Leibwäsche ist angezeigt. Täglich zjwei- bis dreimal wird die Reinigung der äußeren Geschlechtsteil« von der Hebamme durch Abspülen mit warmer Lysolflü-sigkeit vovgenommen. Jede Berührung mit dm Fingern ist zu u'lttevlasien. . Während des Geburtsaktes sind Abischürsungen, Quelfihungrn und Einrisse eingetreten, die glatt Hollen, falls »licht Insekt ions- Veinie von außen eingeimpft werden. Daher ist es ratsam, Peist vm nltt ansteckenden Wnndkranlheiten (wie Rotlauf) fernzuhältcu. Besoridere Achnechamwit ft-der Blase M widmen, deren Entleerung anfänglich gehonmrt ist. Durch Auflegen von »varmen Umschlägen» Setze» aus ein St-eckbeckeu ‘Wi ^uilleudLütiplett