Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-04-04 · Heft 2556 (4.4.1926) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2556 (4.4.1926)
Date
1926-04-04
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981643--26093-3013811
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

&fc U Wen, SmtTrtag Wiener MorgrnMuM I. AstrÄ 1926 " M.M8 QtatWAt «mwden. Dm DE« Dr eimu verkrüppttten A»ß. Gert kaayerer Zeit schon wird die alte chinesische Unsitte, Mhe der jungen Mädchen durch Binden zu verkrüppeln und in ein widernatürlich Keines Format zu zwingen, von Sen modernen Machthabern energisch bekämpft, schon Edikte der Kaiserin-Witwe sprachen sich entschieden für die Abschaffung dieser Sitte aus. und die repnbliüanische Regierung stellte ihre Bejb&gaitg unter strenge Verbote. Sie drang damit allerdings nicht imrch, da sich bekanntlich „Schönheitsideale" nur schwer ausrotten lassen und die Macht dieser Regierung nicht allzu »weit über ihre Residenz hmousreichte. Jetzt sind die verschiedenen chinesischen Genemle auf den Gedanken gekommen, aus der Not eine Tugend, das heißt in diesem Falle eine Steuer quelle zu machen, und sie haben eine Steuer von monatlich drei Dollar für jede Frau unter 30 Jahren ausgeschrieben, deren Füße durch künstliche Manipulationen verkrüppelt sind. Da die Steuereintreiber an dem Ertrag der Steuer erheblich interessiert, die Chinesen andererseits von Natur äußerst sparsame Leute sind, wird diese Maßnahme wahrscheinKch bessere Resultate erzielen als alle kulturpolitischen Edckte. Sine Uniform sSr Bankrotteure. Sine sonderbare englische Vorschrift. In einer der letzten Parlomentsdebatten über die geplante Reform der Bankrottgcsttze in England erinnerte einer der Abgeordneten daran, daß es früher ein« Vorschrift gab, die den bankrotten Geschäftsmann zwang, sich äußerlich kenntlich zu machen. In Schottland mußten die Bankrotteure noch bis vo-r 100 Jahren eine besondere Kleidung tragen, in England begnügte man sich schon im 18. Jahrhundert damit, ihnen best i m m t e Sterne vorzuschreiben, die auf die Kleidung aufgenäht werden mußten. Es wird nicht berichtet, ob der Abgeordnete eine Wiederherstellung solcher Vorschriften für die Gegenwart empfohlen hat. Furchtbar« Aberglauben. Spiritistische „Heilungsmethoden". Aus Brüssel wird eine seltsame Geschichte berichtet, der naheW ein Menschenleben zum Opfer gefallen wäre. Der Schn eines Bäckers war seit einiger Zeit krank und die Freunde der FamÄie, die dem Spiritismus ergeben waren. erllärten, daß das Kind nur dadurch zu retten sei, wenn man sich der ersten Frau, die am Friedhof vorbei ginge, bemächtige. Die Familie begab sich in die Nähe des Friedhofs u«d wartete. Kurze Zeit darauf kam die Frau eines Brüsseler Arztes vorbei nick wurde sofort mit Geweckt in das Haus des Bäckrs geschleppt. Dort wollte man di Unglückliche in den Backofen stecken, um sie bei lebendigem Leibe z« röste« und so die Krcmcheit des Knaben zu beschwören. Glücklicherweise gab aber der Kranke m diesem Augmblicke Zeichen einer Besserung kund, worauf die Frau freigelassen wurde. Die .fPiWsttzchen ,-HeirüMsÜer" wucken verhaftet. Bienen als Mörder. In dem Doche Baue, in Algier, stieß ein großer, von sieben Pferden gezogener Güterwagen zufälkg einen Bienenstock um, der sich an der Ecke eines PrÄmtgavterrs befand. Die aufscheuchten uad erbosten Bienen stürzten sich «itf die Pferde und auf sine Gruppe von vier Kindern, die im Garten spielten. Die Stiche des wütenden Schwarmes waren so zahlreich, daß ihnen vier Pferde erlagen. Die Kinder waren bis zur vollen Unkenntlichkeit entstellt und das kleinste von ihnen, dos in tiefer Ohnmacht liegen blieb, während die anderen in der Flucht die Rettung suchten, wurde nur zufällig von einem Vorübergehenden gerettet, der seinen Rock über das Kind wach an dessen Gesicht «yd Händen die Bienen in dichten Scharen saßen., Neuer gegen Fuhschmerzen. Biele Menschen, welche Schmerzen in den Füßen. Waden, Knien, Oberschenkekn, Hülsten und im Kreuz verspüren, glauben, an „Rheumatismus", „Neuralgie". .„Ischias" oder „Gicht" zu leiden. Alle möglichen Kuren werden versucht. Schließlich macht dann der Facharzt den Patienten darauf aufmerffam. daß es sich um keine der genannten Kmncheiten handelt, sondern um Symptome. welche durch Ueberbückung des Fußes entstanden sind. Die Hälfte aller Menschen krankt an diesÄn Uebel — meist ohne es zu wissen —. deshalb ist Aufklärung dringend nötig. Durch Medikamente oder Badekuren ist bei diesem Leiden nicht der geringste "Erfolg zu erzielen. Nur allein die Beseitigung der Ursache durch Stützung und Wiederherstellung des Fußbogens kann vie Beschwerden heilen. Dazu dient die patentierte pneumatische Dchuhetniage „Pnemnette". welche das empfindliche Fußgewölbe durch ein weiches anatomisches Luftkissen hebt. Durch ihre Anwendung verschwinden die Fußschmerzen und Rheumatismen, welche jeder anderen Behandlung hartnäckig trotzen, gewöhnlich „wie durch ein Wunder". Pneumette schmiegt sich lind an die harten Knochenvorsprünge des Fußbogens an und hebt so dos Gewölbe zart und schmerzlos. Durch sukzesiide Steigerung der Lustfüllung, entsprechet» dem fortschreitenden Heilungsprozeß, wird das Fußgewölbe ganz allmählich und in schonendster Weise gehoben. Dre Pneumette tunsichtbar in jedem Schuh zu tragen) paßt sich den verschiedenen Gelenkbewegungen des Fußes elastisch an und gestattet so den leidenden Personen selbst lange Märsche ohne Ermüdung und Schmerzen. Die Einführung der Pneumatiks in die -Orthopädie tpneumatische Orthopädie) ist eine der größten Errungenschaften der Jetztzeit zur Wiederherstellung der Funktionen des Fußes und zur Schmerzbesettigung für die zahllosen Fußseidenden. Die Pneumette-Schuheinlage ist die beste Fußstütze zur Behebung der Beschwerden, welche durch Fußübermüdung. Senkfuß. Platt- und Hohlfuß entstehen, wie: Mgemeine Fußschmerzen, Schmernen am Rist und im Fußgewölbe, an den Knöcheln, an der Ferse, im Borderfuß. Schwielen, rheumatische und neuralgische Schwerin im Bein. Um jedem Gelegenheit « geben, sich von der bewährten Güte und Heilwirkung der Pneumette selbst z« überzeugen, wird die Pneumette an jedermann auf acht Tage zur Probe übeüchsen. Allem verkauf in Wien nur bei Camillo Bacher, Wien. 1. vFirk. TemfoltstÄe Ife. 3. .Schiit« mm 90* flfcamarf Swmttt wu ftiit* im Glaskasten. Ein Hungerkünstler i« Men. Ter Ruhm des Hungerkünsllers Jolly laßt seinen Konkurrenten Nicky nicht essen. Er hat sich in den Kopf gesetzt, den vieruniwinzigtägigen Hungerrekord um einen Tag zu übechieten. Gestern ließ er sich, tvie fein Manager versicherte, in semer Lieblnrgsstadt Wien, im Olympiasaal in einen Glaskasten einschlietzen und dort will er bei 300 Flaschen Minerottvasser und 3000 Zigaretten eine griindlich« Slbmagerungskur durchmachen. Wien wird also wieder mt Mittelpunkt des ,Me>ltinteresses" stehen. Nicht mchr die Oper over Burg oder seine Kunstsammlungen werben die ganze Welt anftnerken lasten, denn die Stadt der „Phävken, an deren Herd sich immer der Spieß dreht", beherbergt seit gestern einen Hungerkünstler. Einen nur? In Gegenwart eines Notars, zweier Aerzte und der Vertreter der Presse wurde gestern um 6 Uhr abends Nicky, der in Wirklichkeit William Fuhrmann heißt, 85 Jahre alt ist, 54 Kilogramm ioiegt und aus Mägdebürg stammt, in den Glaskasten gesetzt. Der Notar versiegele den durchsichtigen Kerker, nachdem ein uniformierter Wächter der Mach- und Schließgesellschaft mit seinen Kenneraugen alles auf die Richtigkeit geprüft hatte. Viel hat Mcky freilich nicht zum Zufetzen; er.sieht schon jetzt ganz vechungert aus, aber er soll, wie sein Manager versichert, Vas Hungern schon gewöhnt sein. In England hat er während der Kriegsgefangenschaft einmal drei Wochen keine Nahrung zu sich genommen. Der Hungerkünstler ist mit einem dunklen Pijama bekeidet, trägt eine schwarze Brille und hat den Kopf nach Sträflingsart kaU geschoren. Nur ganz am Bordcchaupte tragt er eine Keine Frisur. Ter Glaskasten ist schr tvohnlich eingerichtet. Ein schönes Mesfinrchett und ein Tisch mit allen möglichen Toiletteartikeln befindet sich darin. Dattevien von Mineralwasserslafchen und Türme von Zigaretten sind aufgestapelt. Ein Ventilator soll für frische Lust sorgen, weil auch eine diskrete Ecke vorhanden ist. Zu seiner Zerstreuung hat Nicky eine Unmenge von Zeitungen und Büchern theofophischen' Inhalts in Vorrat. Auch Zeichen- und Malreq-rlisiten befinden sich in dem Glaskasten, weil Nicky ein guter Maler sein soll. Ein Radioapparat und ein Grammophon werden ihm die langen Tage verkürzen helfen. Oder soll das Grammophon das Knurren feines Magens übertönen? Tagtäglich werden die Menschen im Gänsemarsch an dem Glaskäfig vorüberziehen und sich gegen Entrichtung eines Schillings an dem angeblich nur im Dienste der Wissenschaft freiwillig übernommenen Martyrium des armen Mcky ergötzen. Wird er es 46 Tage lang aushalten, dann ist er ein gemachter Mann. Ja, man muß eben gründlich hungern, um sich dann einmal sattesten zu flnraen . . f ' R. 2. Re Shrriug-Mode. Seit der BubÄoPf das durch die Haare so lange verdeckte Ohr wieder Preisgibt, ist das Tragen von Ohrringen immer häufiger geworden und gchört heute unbedingt zum Anzug der Fron. Wie Pariser und Londoner Juweliere übereinstimmend ausfagen, find in diesen Monaten mchr Ohrringe verkauft worden, als jemals vocher. Die meisten dieser Ohrgehänge, die bisweLern bis auf die Schultern hängen, find mit echten Juwelen geziert. Wenn lauter echte Perlen und Edelste ie getrogen würden, dann hätten die Damen Schmuckstücke für viele Tausende an den Ohrläppchen hängen, und das ist natürlich sehr unwahrscheinlich. Es gilt auch durchaus nicht mchr als schlechter StA, unechte Steine und Perlen im Ohrläppchen zu tragen^ da ja durch die unnatürliche Größe keine stlschen Tatsachen voogefpi^lt wecken. Am beliebtesten sind Perlen, und Kvm trägt man ganz lange, ovale, Franz «lei» schwer erkrankt. Wie wir erfahren, ist der gÄvestne Justizminister DBvr Franz Klein sehr schwer ertrankt. Er hat im Oktober 1924 gelegentlich eines Besuches auf dem Semmermg erneu Schlaganfall erlitten, der ihn am Sprechen hinderte. In der Folgezeit verschlechterte sich fein Zustand und seit drei Tagen ist in dem Befinden des großen Gelehrten eine bedenkliche Verschlimmerung eingetreten. Dr. Franz Klein, der sich in häuslicher Pflege befindet, sicht im 72. Lebensjahre. Mn FamNIendrama in Hennüs. In dem Ha«ulse Hernalser Hauptstraße 70 wurden seit vorgestern die im eisten Stockwerk wohrchafte 35jährige Katharina Reisig and deren siebenjährige Tochter Ella Reisig vermißt. Die Parteien vermeinten aus der Wohnung einen Leuchtgasgeruch zu verspüren, weshalb -die Sicherhenswache, da auf Klopsen und Läuten nicht geöfftret wurde, gewaltsam in die Wohnung eiindrcrng. Die Wohnräume tvaren mit Leuchtgas erfüllt, der Hahn in der Kücheicherdleitung stanid offen und in dem Zimmer wucken in den Betten entkleidet liegend Frau Reisig und ihve Tochter tot aufgesuuden. Es handelt sich offenbar Ml Mord und S e l b st m o r d. Die Frau, die mit ihrem Manne i n Unfrieden gelebt hat, bezeichnet auch in zurückgÄassenen Abschiedsbrliesen eheliche Zwistigkeiten als dos Motiv de: Tat. _ der Rebftahl der gefälschtea WaffertraftaMe». Bei der gegenwärtig in Liquidation befindlichen Bankstrma Otto Hosmann, Torocheergasse 7, war eine Anzahl von gefälschten Kummulativaktien der Öberösterreichischen Wasserkraft- und Elektrizitäts-A.-G. im Depot und sollten dem Landesgerichte 1 abgeführt werden. Am 19. v. M. sind nun, wie berichtet, 16 solcher falscher Aktien verschwunden. Das Aktienpaket war aus den» Schreibtisch des Baickbeamten B rosig gelegen. An diesem Tage hielt sich der 47jährige, angebliche Kaufmann und Agent Robert Groß, der in der Thurngasse 8 unangemeldet wohnte, wie schon oftmals vorher im Geschäfte auf. Wahrend (fcrnfe jnt ftnfoJ ftwUlo hunftlte Brosja MM TÄephoN aLOOeN. Wk 20. kam Groß wieder in die Bank, setzte sich M Brofig mch si«ß) von den Aktien zu sprechen an. Er fragte, ob man sie nicht habe» I könnte, worauf er die Antwort erhielt, sie seien beschlagnahmt. Er j wog die Aktien in der Hand und meinte schätzend, «8 Wnntm wohl, etwa 30 sein. Das fiel Brosig auf, da er die richtige Zahl kannte, j er zählte sie nach und stellte fest, daß 16 Kummulativ-! aktien fehlten. Der Chef erllärte, daß Groß auch bsi chm j in seinem Itammcafe erschienen sei und von chm durchaus erj wirken lvollle, die Mien wenigstens als Makulaturpapie^i zu bekmnmen. Als nun der Diebstahl festgestellt war, fiel der Skr* i dacht auf Groß, der allein im Gelegenhettsvechältnis gestanden ist, - Groß ist wegen verfchiedmer Delikte vorbestraft. Zuletzt wurde er vom Landesgerichte Wien 1 wegen Anstifwug zu einem Einbruch! zu e i n em I a hr schwe r eu Kerker s und Landesvreweisung verurteilt, ist aber am 9. Jänner d. I. bedingt aus der Strafhaft entlassen worden. Da er nun die Bedingungen her Sttrasnachsicht nicht einhielt, wurde diese widerrufen. Groß wucke daher jetzt verhaftet und zur Verbüßung des Strastestes von Mi Monaten dem Landesgerichte 1 überstellt. Die Anzeige wegen des, Mkiendiebstahles wurde an die.Staatsanwaltschaft erstattet. Der WSllersdorfer Fabrikant Honsel verhaftet. Aus Wiener-Neustadt, 3. d., wird uns gemeldet: De: hiesige Fabrikant Willy Honst l, Gesellschafter der Honsel Aluminium-Werke A. G. in Wollersdorf, welche sich im Msgleich befindet, wurde gestern abends um hulb 5 Uhr über Auftrag der Mene: Staatsanwaltschaft von der hiesigen Bundespolizei verhaftet. Honsel hatte verabredet, mit Dr. Grüß von den Wöllersdorfer Werken nach Berlin zu fahren. Dieses Reiscprojokt wucke ganz offen vorgestern bei einer Sitzung in Wien, welcher auch Dr. Steinböck, der Stellvertreter >des Staatskornnrissärs H o r n i k, beiwohnte, besprochen. .Fabrikant Honstl besichtigte gerade gestern im Betrieb mit Direktor Löwe die Sachen, wegen welcher in Berlin Verkaufsverhandlungen hätten stattfmden sollen, und gerade in diesem Moment erschienen Kriminalbe-Nnte der'hiesigen Bundespoliizei, welche Honsel wegen Fluchtgesahr in Hast nahmen. Eine »Me. Alle P. T. Damen, weilche rnsolge des gewialMear Kundenandvanges nicht mit der notigen Austnercksamkeit bedient wurden, bitten wir um EnAchüldigung mvd ersuchen, in HiMvnft womüglich auch den Bovmittaig zum Ernlkans zu benützen, Motdon-Elyste Zwieback. MariahKferstraße 141. Ecke We-bgaffe. Beachten Sie unser Jnisevat auf Sette 9, Wien. 4. Apvvl. ' * Das Wett«. J'N grmz Europa war gestern ein KMterückfaü zu verzeichnen, der sich auch in Wien bsmerckbar machte. Dennoch kündigt die Voranssage vorwiegend heiteres Wetter mit Morgenifrvst cm. TaWüiber starke Tenvperatuirzunahme. * Der Grazer Landrsrabbiner — Urriversitatsprostssor. Der Bundespräsident hat dem Privatdozenten für semitilsck>e Philoilogie cm der UniverstM m Gvag Länldesckbibiner Doktor DavÄ) Herzog den Tmol eines außerordentlichen Auiversitätsproifessors verNelhen. * Sekttonschef Merores. Dr. Merores, der 'lange Jahve >n den Zolilabteiilungen des FincmMinisteriums geviM hat, und dann in leitender Stellun-g den Ein- und Ausuhrangelegenheiten vorigestanden ist, ist mit dem TttÄ eines Sektronschefs aus dem Staatsdienste geschieden, um sich n der Privattvivtschaft zu betÄtigen. * Tod durch Leuchtgas. Gestern geyen hal>b 4 Uhr früh vurde die 37jährige Perffionistin KavoHrne Knng, 2. Be>z,, Schrotzberggasse 1, in der mit Leuchtgas erfüllten Küche bei xHfneten Wandgashähnen leblos von ihren Kindern auifgeunden. Frau Kunz war gegen Mitt-ernach-t heimrgekchvt und hatte sich am Gaskocher Wasser für ein Fußbad gewärmt. Zogen 3 Uhr früh waren ihre beiden kleinen Kinder aus dem Schbafe erwacht und verspürten einen durchdringenden Leuchtgastzeruch. Als sie in die 5büche kamen, fanden sie die Muttep, ruf einem Schenkel neben dem Gaskochen sitzend, tot aus. Die leiden Kinder wurderr einstweÄcu von Nachbarn ülbernonmken. * Ermordung eines Grenzorganes durch Schmuggler. Aus Minihoif-LiÄbenau, (BuVgen!l>cmdl) wird uns berichtet: Ilm oigenamtten Mackovagrab, ungefähr einemhallb KK'ometer füdiich der Dreibälldereck«. wucke der jugostawifche GrenWldat Anton Ing der Abteilung Martinci von einem unbokaimten Schmuggler nach einem HÄbstündigen Ringen entwaifftvst und mrch zwei Bajonettstiche in den liüken OiberfchenTel und einen Bauchschuß von rückwärts schwer verletzt. Dreisen Berletzunigerr st Jug bald daraus erlegen. * B«hastete Bethauseinbrech«. Kriminalbeamte halben dieser Tage eine gefährliche Einbrecherbande dingstft gemacht, >er nicht weniger ms zehn Einbrüche und Ernbrrlchsiverluche nachgewiesen werden konnten, darunter der Einlbvuch im lüdischen BethauTe in der Mülllnergasfe und im jüdischen Bethause des Vereines Rasche HAfe in der Iofeifmen- Msse Führer der Bande waren die Wiederholt vovbestraften Svüder Konstantin und Leopold Reif. Außer dm beidekk tvnrxn noch der Kellner Krecan, iirr Fleischhauer Gärtner, >er Hiffsarbetter Art ne r und alls Hchler der Haikdelsangestellte Klarmann und der Juwelenhändiler Blau verhaftet. Unter anderem hat die Bände bei, einem Cinbmch beim Schi'Idermaler Estl -auf der Rossauerlände Blattgold und SlatWber im Werte von 3000 Sck)iMniff erbeutet. Ferner fallen ihnen folgende Eutbrüche zur Last: Beim Lederhänd'ler Geist ln der Großen Mchrengasst, -beml Che-milklaAenhändller ^ank in der Dattvingasse, in der DarmhaMung Laufs ig u. Roggendorfer in der Hetzgasse, beim Tapezierer Kuidstadt m der Oberen Donaustraße und in der Pneuimattkq fckbrA Hugo Groß in der Mvrxevgaffe. * Di« Tabaktrafiken haben über BertfuMvg der FiualchlandesdireÄiom 'heute mindestens durch vier Stunden 'offen zu halten. * Der heurige Automobilblumenkorso. Ws Termin für den diesjähriMk Blumenborfo in der Prster-Haupdalloe ist der 29. Ma i IW« in Aussicht genommen. * Lichtbilderkonkurrenz für de« Semmettng. SÄejton»* vittaer Hoteliervervinvgung hat Preise im Werte von 1000 SchWling (taufeich Schilling) für ine besten Landschaft8-, Sport- oder Win-teraufnahmen des Semmermgs und seiner nächsten Unügebung gestiftet. An ^r Konkurvonlz können sich Amateur- und Berrffschotogra^ beteKisten., Die Mder. in bel^vebigem Format und Amchl. sind mit, emem anonyme»: Kenntvort <m di« Sen»meringer HofdliervevelniMNg am Semmer-ina einzusenden. wostKist cn.ch tm uaheren otunottt m tmbfltt sind.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.