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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-01 · Heft 2553 (1.4.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2553 (1.4.1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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SMes Wien, DüMMSkag SBldlff aFCDtgtiUCtimiB 1 Gril 1928 Bon Banditen und kindrechern. Sie ISiShrige Sandeaführcrin. Wie teretts berichtet, Hot in Pottendo rf und Umgebung , m den Jahren 1918 und 1919 eine gefährliche Räuberbande ihr Unwesen getrieben, bis es gelang, die äußerst gewalttätigen Jndi- ■- Dtbuen dingfest zu machen. Die einzelnen Taten dieser Gesellschaft s sind nicht alltäglich. Ms jetzt wurden von den GendMrericbeamien s ßasgesamt 70 Einbrüche und 5 Brimdlegungen mit einer Schadensfmnm« von anderthalb Milliarden Kronen i aufgeklärt und zwei Mordversuche einwandfrei nachgewiesen, s Erde Jänner l. I. rvurden als Mhrer der Bande Rudolf Lech-! ner und seine Komplicen Stephan Blaschitz, Karl Hasen» ö h r l, Johann Pichler, Josef W i n ch h e i m, Franz T r i mmel, Matchias Jaytz, Franz Lang und Ferdinand und Aloisia Kro er verhaftet und dem Wiener-Neustädter Kreisgericht eingeliefevt. Außerdem wurde bei der Staatsanwaltschaft gegen 25 Personen die Anzeige wegen Di ebstahlste i ln ehm u n g erstattet. Die Verbrecher waren stets bis an die Zahne bewaffnet and machten bei der geringsten Gelegenheit von der S ch u ß w a s f e Gebrauch. Lechner war von seinen Diebsgenossen gefürchtet, weil er ihnen bei der geringsten Widersetzlichkeit mit dem Erschießen drohte. Er war auch Spezialist im Aufsperren von Dosischen Schlössern und hatte auch stets einen Gurt mit Dietrichen aller Größen und Art um den Leib. Im Jcchrr 1919 besuchte die Bande die Weirrkellereien des Valentin Srampach in Pottendors, öffnete dieselben mittels Dietrichs und stahl in wiederholten Eingriffen 40 Hektoliter Wein, ohne daß dies der Besitzer merkt«, da die Täter keine Unordnung machten und stets hinter sich altes wieder versperrten. Auch diverse andere Gegenstände, wie Jagdgewehre, Munition, Lebensmittel usw., ließen sie dabei mirgeheu. Im selben Jahre unternahmen Lechner und die Brüder der Verhafteten Pichler und Trimmei einen R a u b z n g n a ch E dreichsdorf und trieben dortselbst von der Gemeinteiveite enie Kuh in die nahe Au. Trimmel verkleidete sich sodann als Jagdaufseher und vertrieb mir seinem Gewahr sämtliche Holzklauber im Walde, indem er ihnen Verhaftung anvrcchtc, damit die Diebe ungestört die Kuh wegschassen konnten. Lechner Mete die Küh durch eineit Schuß. Damals wurden die Täter ausgeforscht und kamen beim hiesigen Kreisgericht zur Aburteilung. La Lechner feinen beiden Komplicen mit dem Erschießen gedroht hatte, falls sie ihn verraten würden, nahmen diese die ganze Schuko auf sich und wurden zu fünf Jahren schweren Kerkers verurteilt, während Lechner ,freigina. Trimmel isi kurz darauf in der > Strafanstalt Karlau gestorben, während Pichler gleich nach der Verhandlung aus dem hiesigen Kreisgerichte entsprang, sich einige Zeit an der ungarischen Grenze Herumtrieb und dann mutmaßlich von Grenzorganen in der Nähe von Hornstein erschossen wurde. Die Brüder Pichler und die berüchtigte, erst 18jährige, meist bewaffnete damalige Anführerin Marie Kuzemts, welche derzeit int Gefängnis zu Maria Nostra in Ungarn wegen Mordes eine achtjährige K e r k e r st r a s e verbüßt, haben damals anch eitlen Einbruch im K l o st er zuLoretto bei Eisenstadt verübt und mehrere Schweine gestohlen, welche sie auf der Stelle schlachteten. Zur Fortschaffung der Beute stahlen sie noch einen Esel, den sie damit beluden. Als sie jedoch inl Walde ein Lagerfeuer entzündeten, wurden sie von Holzarbeitern überrascht itnd mußten unter Zurücklassung der Beute fliehen. Im Mausoleum der Gräfin Trenka Zinneöurg in Ebreichsdmf verübte die Bande ebenfalls einen Einbruch. Als sie aber die Mauer durchgebrochen hatten, empfanden sie plötzlich Scheu vor den Toten mti> zogen sich unter Mitnahme einer wertvollen Kupferplatte, welche sie in Wien verkauften, zurück. Eine Spezialität der Bande waren die Einbrüche bei Gastwirten und Fleischhauern, woselbst sie ständig die Kellereien besuchten und an Lebensmitteln alles Mitnahmen, was ihnen in die Hände fiel. In H e m st e i n nnb Dürnkrut erbrachen sie die Kirchen und stahlen wertvolle Meßgeräte. Lang, einer der Haupthehler, richtete in Pottendors eine Kammfabrik ein. Da ifou ater Moror und Treibriemen fehlten, setzte or sich mit Lechner und dessen Bande in Verbindung, welche in Ebreichsdorf im Kino sofort ztvci Motoren und in Ebreichsdorf nltv Theresienfeld Treibriemen stahlen und sie an Lang verkaufter!, welcher sie öami in seinem Betrieb verwendete. Das zur Erzeugung der Kamniwareu und Haarspangen notwendige Zelluloid wurde ctensalls von.Lechner und Blaschitz in der Fabrik Neurißhof gexstoh?en und an Lang zum halben Preis geliefert. Es wurden insgesamt lüvO Kilogramm gestohleites Zelluloid von Lang gekauft und zirka 300 Kilogramm davon im .Hose te§ Lang, zwei Meter tief eingegraben, von der Gendarmerie anfgcfunden und konfisziert. Interessant ist, daß Lang teilt Lechner RatenzcihHingen für bas gestohlene Gut leistete und die Frauen der Banoe, als diese schon hinter Schloß und Riegel saßen, haben sich diese Ratenzahlungen noch immer vom Konrpagnon des Lang namens Vlaschrni auszaylen lassen. Geradezu sensationell waren die Brandlegungen der Bande, doch sind die Erhebungen darüber noch nicht ganz abgeschlossen. Die Wiener „klanalratzen". fln der letzten Zeit haben sich in Wien Einbrüche in Gejchäftsläden in erschreckender Zahl gehäuft. Tie wurden in den meisten Fällen v o m K a n a l « u s unternommen. Alle Anzeichen denleten dahin, daß man es mit einer wohl organisierten Bande zu tun habe. Nunmehr wurden drei berüchtigte und vielfach vorbestrafte Berufsschränker verhaftet, denen zunächst einige vor kurzem durchgcführte Einbrüche nachgewicsen werden konnten. Es sind der 32jährige Hilfsarbeiter Karl B a r e u t, der 35jährige Benedikt D u r a s und der 40jährige Kellner Theodor P o st r i h a c. Sie wohnten polizeilich nicht gemeldet bei der unter Kontrolle stehenden 32jährigen Marie Gotthart in der Koppstraße. Der am 11. Mörz im Hause Ferdinandstraße 9, beim Schuhwarmhändler Popper ausgeführte Einbruch liegt ihnen zur Last. Desgleichen sind sie an dem gleichfalls vom Kanal aus in der Nacht zum 19. März hu Geschäfte des Parfümeriehändlers S Rosen zweig, Pratcrstraße 15, verübten Einbruch beteiligt. Die Beute betrug hier 30.000 Schilling. In der Wohnung des 32jährigen .Kaufmannes Josef Hruschk a wurde ein Großteil der bei Nosenzweig gestohlenen Sachm zustandegebracht. Auch der in der Nacht zum 24. Jänner in der Bettsedernniederlage Oskar Sachsel und Komp, in der Geibelgasse ausgeführte Einbruch konnte dem Barenl nachgewiesen werden. Die Beute wurde damals zu dem Kaufmann Nathan Markus in der Unteren Augartenstraße gebracht. Barent und Duras sind auch des in der Nacht zum 28. Jänner bei der Schuhzugehörfirma Ludwig Adler, Große Mohrengasse 6, und beim anstoßendm Geschäfte des Papierhändlers S. Weingarten verübten Einbruches verdächtig. Die genannten Einbrecher wurden dem Lantesgericht eingeliefert. Wegen Hehlerei wurde das Portierehepaar Fleischhacker und Markus der Staatsanwaltschaft angezeigt. Malvtzs Shnnmcht. Die Erinnerung an Mala Hari. Der Schatten Mata Hstlis, jener wundervollen, angeb- Kch indischen, in Wirklichkeit niedcrsächsrschen Tänzerin, welche, trotz ihrer Liebschaft mit ztvei regierenden Königen und trotz deren Fürsprache bei Poincare, airno 1917 in Paris als Spionin erschossen ivorden war, tauchte letzthin auch in der französischen Kammer aus. Der von den Nationalisten so glühend gchaßte linksradrkcrie Innenminister Malvy, der vor lauter Aufregung dann in Ohnmacht fiel — Mata Malvy" nennt chn Daudet in »er „Action srancaise —, soll, so behaupten die Widersacher noch jetzt, auch ein Freund der Hingerichteten Schönheit gewesen sein. Jcderrfalls brach der Prozeß Mata Hari auch Malvy, der bei Kriegsbeginn Kr i e g s m i nist e r tvar und dem man später den furchtbaren Zusammenbruch der französischen Offensive am Chemrn des Dames zur Last legte, den .Hals. Man hatte im Häuft der Tänzerin Briese gefunden, seine, mir auf den Schreibtischen der amtlichen Spitzen vorrätige Belinbagen mit dem Ausdruck des Ministeriums des Innern, desien Titular Malvy war, und di« zudem die Unterschrift „My" trugen, den Anfangs- und den Endbuchstaben seines Namens, Vergeblich beteuerte Malvy seine NnschuD, versicherte, er habe keine Ahnung von den leidenschaftlich glühenden Episteln. Ganz ohne Eindruck auf die Pairs der Republik blieb die Verteidigung nicht. Mer ihre Kriegspsychose verhinderte den Freispruch. Ihre Zweifel fanden Ausdruck in dem Urteil» das über Alalvh wegen eines Landes¬ und Kriegsverrates von zerschmetternden Folgen die einfache Verbannung verhängte, ohne ihui die bürgerlichen Ehrenrechte «bzuerkmren. Im Besitz dieser Rechte konnte er in der Form Mitglied des Pachmumes öleiben und jetzt, nach der Amnestie sogar zum dritten mch Otocfpm Mule, einen Ministersessel te- Heigen, Dort sank er um. D»»nerstag nach Ktzeistünoigem Kampf unter den Pfeilen der Verfolger ohnmächtig zusammen. Aber auch die Verleumder MalvyS kennen die Wahrheit. Sie wissen sogar den Namerl dessen, eines anderen M i n i }t c r ä, der die Brsefe an die Bajadere geschrieben. Sie wußten, wie jeder im Saal, alles. Nur eine Neuigloit erfuhr die Oeffcnttichkeit aus dem Mimte Briands: Daß der geheime Angriffsplan des Höchstkommaudos von den Deutschen in der Tasche eines gefallenen französischen Feldwebels gefunden ivorden war. Bor einer Lösung der Aufwertung»frage? Keine allgemeine Aufwertung. In einer BevsamnÄung des Kleinrentnewevbandes in Favoriten teilte Dr. Z a 'l m a n unter anderem Mt: „Pie Frage der Aufwertung dürfte in kürzester Zeit einer befriedigenden Lösung zugef ü h r t inerten. Die in den letzten Tagen im Parlament staitgefun-enen Berhandlntigen, welche die Berbandsvertretcr führten, geben die berechtigte Hoffnung hiezu. Es ist allerdings selbstverständlich, daß die von der Börse evlvartete allgemeine Auswertung aus den te'vMiselten Widerstand der »vohlorganisterten Kleinrentner stoßen werde, weil sie ihren langen und schweren jdampf nicht zu neuer Gewinnansammlung des GroGapitals ausbeuten lassen werden. Es gelangte hieraus eine Resolution zur Anmhme, in der sich die Kleinrentner auf das entschiedenste gegen das 'Kleinrentnergesetz vertvähren, durch das sie gezwungen würden, in Form erhöhter Mietzinse Der -besitzenden Klasse neuerlich einen Tribut zu leisten. Ebenso muffe eine allgem eine Aufwertung a b ge lehnt werten, da sich -durch eine solche nur die Spekulanten und Großkapitalien bereichern wollen. Die Kleinrentner verlangen die Aufwertung des A l t b c s i tz e s mit Ausschluß der Spekulanten nach sozialen Gejichtspun-kten. Bevor die verantwortlichen Faktoren W&t terangchen, de» Wuchergefellschaften, wie ter Alpine Montach durch eine AnM von Zöllen auf dem Rücken der Vv, vökkeruny und insbesondere der Kleinrentner neue Gswirme zuMschanzen, müffe durch ein Gesetz das vovMaÜem Gut den Geschädigten zurücktzegöben werben. , i Arbeiter verhladern eine Lelogkenmg. Ans Graz wird gemsltei: Die Graz-Köflacher Bergbau- A^G. versucht, in ihren Arbeiterwchnhaufern jene Wöhnungrn fwi zu bekommen, die von Arbeitern bewohnt werden, welche nicht mchr in dem Betrieb der Gesellschaft beschäftigt sind. Die Gemeinden sind jedoch wegen des herrschenden Wohnungsmangels Nicht in der Lage, für diese Arbeiter entsprechende Ersatzwohnungen 'bereit zu stellen. Ms heute ein Organ des Bezirksgerichtes Eibiswalddie Delogierung einer Arbeitersamiilie aus einem Avbeiterwohnhaus der genannten Gesellschaft in Pölfingbrunn vornehmen wollte, sammelten sich vor dem Gebäude 400 bis 500 Arbeiter an, die gegen die Delogierung p r o t e st ii e r t e n. Das Gerichtsorgan mußte von der Bollgichung des Gerichtsteschluffes A bstand nehmen und unverrichteter Dinge nach Eidiswald zumälkchren, woraus sich die demonstrierenden Avberter an Ruhe zerstreuten. Munt- W-tt. „Moholiker aller LSnder, vereinigt euch!" Me russischen Blätter bericht-cu entrüstet über einen Schwindel, der außerhalb Sowjetrußlands nur Heiterkeit erregen wird. In der Zeitschrift „Smjena" veröffentlichte nämlich ein geivisser Babinzew- Golitzyn einen Aussatz über die Jugendjahre Lenins. Unterzeichnet ivar dieser Aufsatz „Ein alter Kvnmlunarde". Der schr ausführliche Aufsatz wurde vom PrMikum mit dom größteil Interesse ausgenommen. Das Genie Lenins schien durch die Erinnerungen dieses alten kommunistischen Veteranen dokumentarisch erwiesen zu sein. Babinzew wurde als Opfer des Zarismus von so wichtigen Sowjetpcrsönlichkeiten wie Jawslaivskij fortan protogiert und iveiterc Artikel von ihnr begannen die Soivjetpresse zu zieren. Plötzlich war aber der Skandal da: Babinzew stellte sich als Polizc ioberst der zaristischen Ochrana heraus, und Lenin hatte er nur aus teu — Berichten seiner Spitzel gekannt. Außerdem hatte er sich aus eine schr inevvwürdige Weise als Schriftsteller versucht. Ws Pendant zur kommunistischen NomLn-- klatur hatte er, wie man jetzt erfuhr, das Programm einer Alllrussischen A l k o h o l i k e r p a r t e i auifgesetzt, deren Loftmg sein sollte: „Alkoholiker aller Länder^ vereinigt euch!" und „Nur im Trinken kann der Mensch in Glück versinken!" Das Programm verlangt „den allgemeinen, direktoir, gleichen und geheimen Ausschank von alkoholischen Getränken aller Art und in beliebigen BchAtern" usw. Jaroslawskij warnt jetzt in der „Prai^da" alle Parteiorganisationen vor btefent Schivindler. Unermetzlkch« Kohlenschatze enweckt. Sir Jchn Flett, der Gencraldirettor des Londoner Geologischen Amts, hielt kürzlich in. chner Geologeitversammlung in Hüll einen Bortrag, ük dem er über die Entdeckung von ausgvdchnten Krihilenifeltern im Flußgchiet des. Hu mb er ausführlich berichtete. Die abbaufähigen Koihlenflötze werden auf einen Gchalt von 25 Millionen Tonnen geschätzt, was ausreichelt würde, um das ganze Land auf Hunderte von JchreN hinaus nnt Kohle zu versorgen. Schon zur Zött der Kohlenkoarmission vom Jchre 1905 hatte man dort das Vochandenlein vorr Kohle festgestellt, das durch neuere Versuche bestätigt wurde. Die Kchlenfülder liegen Mich vom Tren-tsiluß zwischen den Müffetz Huucker und Wash. Die dort gewonnene Kohle würde chne besondere Schwierigkeiten nach den Häfen Hüll unb Gvrnsby verladen werden können. Wie Sir Mett weiter auHührte, gilt als bfe Grenztiefe für die Kohlengewinnung gegenwärtig eine Tiefe vorr etwa 1000 Meter; die vervoWommneten Bohrurethoden und' das vevbessevte Maschinenwesen gestatten jedoch, auch Kohle, aus größeren Tiefen zu Tage zu fördern. Eine norwegische Rochpolexpeditto». Aus Oslo wirdgemeldet: Major Trygge Gran und Dr. Adrion Mohr beabsichtigen 1927 eine wiffenschaftliche Expeditiorr nach de«' Nordpol zu unternehmen, an der insgesamt acht bis zchn Norweger teilnchmen. Die Expedition soll au Bord eines' Zeppelin-Luftschiffes unternommen werden. Die Expedition wird Mreüt nach dem Nordpol führen und das Luftschiff so nahe als möglich dem Pol landen. Während das Luftschiff jedoch nach seinem Startplatz zurückkehren soll, wollen die Teilnehmer der Expedition in der Nahe des Poles üb er wintern, "von wo sie das LuftischU im nächsten Jchre heimholen soll. Zahnziehen im Tal«. Die zatznartzötiche Hochschule m London hat besch'ossen, den approbierten Zahnärzten gleichzeitig mit Bcstchen der Prüfung eine Amtsrobe zu verzechen und ihnen zu cnipfehlen, diese Robe während der Sprechstunde« zu trogen. Die Robe besteht aus eitlem schwarzen Talar mit karmesinroten Aufschlägen mtb einem ebensofarbigen Gürtel. Es war schm bisher kein Vergnügen, zum Zahnarzt gchen zu müssen, Iren« man aber m ZuLllnft eine« Zahn gezogen bckomnlen soff dort einem Manne, der in schlvarzem Talar und roten Aufschlägen die Zange schwingt, wird diese PrazÄur gleich vor der eigen«: Beerdigung kommen. Eine «ntekaunte Pflanze aus de« Tibet. Der Geographischen Gesellschaft in New-York wurde von der amerikanischen Dkbet- Expedition eine Pflanze mitgebracht, die bisher in der wiffenschastlichen Welt unbekannt gewesen ist. Es handelt sich mn eine große;, den Primeln verwandte Pflanze, die handtellergwße, violette Blüten trägt. Die amerikanische Gesellschaft hat die Pflanze de»t deutschm Botaniker Becker, der ein bekannter SpeMist für asiatische Pflanzenwelt ist, übersandt, der nunmchr seinerseits der Pflartze den Name» „Biolia Chingiona", zu Ehren des chinesischeuj Botanikers R. C. Ching, gab, der 1998 eine botanische Forschungsexpeditiou durch die Mongolei und die inneren chinesischort Pwv>'ttA!N gckei.tet hqtje.

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